Leider hat Don von Wirtschaft nicht wirklich Ahnung. So hat er die Dienstleistungsgesellschaft komplett in die New Economy verlagert.
Er hat irgendwelche Erfahrungen seiner Dotcomtod-Zeit verabsolutiert und daraus Schlüsse gezogen. Das kann nur schief gehen.
Jörg meint:
(26.6.2005 um 14:58) Antworten
Ich habe im Studium gelernt, dass der 4. Sektor die Dienstleistung ist. Von New Economy haben die mir 1982 nichts erzählt. Kann ich da was einklagen, wegen schlechter, falscher Lehre in der Uni?
stefanolix meint:
(26.6.2005 um 15:28) Antworten
Wir hatten VWL/BWL zwar nur als marginales Nebenfach, aber ich kann mich erinnern, dass das nicht ganz unumstritten war. Ich habe also mal nachgeschlagen. In http://de.wikipedia.org/wiki/Wirtschaftssektor sind Handel und Dienstleistung zum tertiären Wirtschaftssektor zusammengefasst, während nach anderer Auffassung Handel und Dienstleistung zwei eigenständige Sektoren sind. Mit der Einordnung der IT als vierten Sektor bin ich nicht ganz einverstanden, weil man meiner Meinung nach alle IT-Aufgaben in den zweiten oder dritten Sektor (Produktion bzw. Handel/Dienstleistung) einordnen könnte.
Der Kommissar meint:
(26.6.2005 um 22:14) Antworten
Über Auskünfte von Anwälten sagt man ja gerne "kurz, präzise und wertlos".
Ähnliches kann man über die heiligen Merksätze der Wirtschaftswissenschaftler sagen "kurz, präzise und falsch".
Don ist zwar kein Wirtschaftswissenschaftler, aber trotzdem jemand, der sich traut (eher sogar grosse Freude daran hat), sich der vorherrschenden Lehrbuchmeinung entgegenzustellen. Anders als die Menschen, die sich hinter den Definitionen in den Büchern verstecken, ist er meist zu einem offenen Schlagabtausch bereit. Und das Ergebnis sind meist aussergewöhnliche Gedanken, die den Sachverhalt unkonventionell an seinen Schattenseiten ausleuchten.
Statt der pauschalen Behauptung, er hätte keine Ahnung, wäre von euch mal das ein oder andere Gegen-Argument zu seinen eigentlichen Aussagen interessant.
Oder stehen die nicht in euren Büchern?
Torsten meint:
(27.6.2005 um 08:03) Antworten
Der Kommissar: Wenn jemand sagt "weiß ist blau", fällt das Dementi ziemlich kurz aus. Wenn du erklären kannst, was Don da konkret sagen wollte, wäre ein Widerspruch möglich.
Don Alphonso meint:
(28.6.2005 um 02:35) Antworten
Lieber Torsten, es mag arrogant sein, aber ich würde mir schon erwarten, dass der Leser einen Teil der Geistesarbeit erbringt. In dem Text steht vorne das, was ich für New Economy halte und was sie angesichts der Gründung von Startups bis etwa 2001 auch war, und danach das, warum es auf Spreeblick nicht zutrifft. Wenn Du das nicht verstehst, tja, was soll ich sagen, zum Glück ist das nicht mein Problem.
Zu Deinem "IchhabWikipediagelesenunddeshalbdieWahrheitgepachtet"-Kommentar schreibe ich auch noch mal was – mir scheint, Du hast auch nicht ganz kapiert, was Wikipedia eigentlich ist und auf welchen erkenntnistheoretischen Grundlagen es basiert. Kein Vorwurf, niemand muss den Unterschied zwischen Isidor von Sevilla, Diderot und Wikipedia kennen, deshalb schreibe ich es ja :-)
Johannes meint:
(28.6.2005 um 09:19) Antworten
Du kannst gerne erklären, wie Du die New Economy siehst, aber wenn Du dazu etablierte Begriffe aus der Ökonomie verwendest und sie nach Deiner eigenen Vorstellung umdefinierst, brauchst Du Dich nicht zu wundern, daß Dir vorgeworfen wird, daß Du von der Sache keine richtige Ahnung hast.
Und um zu wissen, daß Deine Verwendung des Begriffs des Drei-Sektoren-Modells falsch ist ("nicht der gängigen Verwendung entspricht"), muß man sich nicht auf Wikipedia berufen, das ist nur bequemer für Dich zum Nachlesen. Du kannst auch im Gabler-Wirtschaftslexikon, Band 6, S. 2948 nachlesen.
Torsten meint:
(28.6.2005 um 10:12) Antworten
Don: Ja, es ist arrogant – aber das ist ja nichts Neues.
Was mich stört, sind die Fehler, die von VWL-Laien wie Udo Vetter dann für bare Münze genommen werden. Wenn man wie Du selbst schreibst, keine Ahnung von Wirtschaft hat, sollte man sich von Umdefinitionen fernhalten und schlichtweg das schreiben, was man denkt.
Ich weiß im Übrigen sehr wohl, was die Wikipedia ist. Deswegen habe ich auch nicht blind auf den deutschen Artikel verlinkt, sondern Dir lediglich eine Quelle genannt, wo Du die korrekten Infos nachlesen könntest – wenn du denn wolltest.
stefanolix meint:
(28.6.2005 um 10:37) Antworten
Wenn das gegen meinen Kommentar #3 gehen sollte: Ich habe auch nicht "blind auf den deutschen Artikel verlinkt", sondern ihn als Diskussionsgrundlage eingeführt. Und ich dachte, dass man den meisten Diskussionsteilnehmern hier ein gewisses Maß an Medienkompetenz zutrauen darf. Dazu gehört selbstverständlich auch, sich aus mehreren Quellen zu informieren.
Torsten meint:
(28.6.2005 um 11:35) Antworten
stefanolix: Nein, mein Beitrag zumindest sollte nicht gegen Deinen Kommentar gehen. Es war nur mal wieder eine haltlose Unterstellung von Don…
stefanolix meint:
(28.6.2005 um 12:05) Antworten
Ich wollte nur nicht den Eindruck aufkommen lassen, dass ich nicht zu meinem Kommentar stünde. Es hatte ja hier niemand anders auf die Wikipedia verwiesen.
Leider hat Don von Wirtschaft nicht wirklich Ahnung. So hat er die Dienstleistungsgesellschaft komplett in die New Economy verlagert.
Er hat irgendwelche Erfahrungen seiner Dotcomtod-Zeit verabsolutiert und daraus Schlüsse gezogen. Das kann nur schief gehen.
Ich habe im Studium gelernt, dass der 4. Sektor die Dienstleistung ist. Von New Economy haben die mir 1982 nichts erzählt. Kann ich da was einklagen, wegen schlechter, falscher Lehre in der Uni?
Wir hatten VWL/BWL zwar nur als marginales Nebenfach, aber ich kann mich erinnern, dass das nicht ganz unumstritten war. Ich habe also mal nachgeschlagen. In http://de.wikipedia.org/wiki/Wirtschaftssektor sind Handel und Dienstleistung zum tertiären Wirtschaftssektor zusammengefasst, während nach anderer Auffassung Handel und Dienstleistung zwei eigenständige Sektoren sind. Mit der Einordnung der IT als vierten Sektor bin ich nicht ganz einverstanden, weil man meiner Meinung nach alle IT-Aufgaben in den zweiten oder dritten Sektor (Produktion bzw. Handel/Dienstleistung) einordnen könnte.
Zum volkswirtschaftlichen Vokabular siehe auch meinen Kommentar hier: http://www.blogbar.de/archiv/2005/06/26/spreeblick-und-die-new-economy/#comment-7148
Über Auskünfte von Anwälten sagt man ja gerne "kurz, präzise und wertlos".
Ähnliches kann man über die heiligen Merksätze der Wirtschaftswissenschaftler sagen "kurz, präzise und falsch".
Don ist zwar kein Wirtschaftswissenschaftler, aber trotzdem jemand, der sich traut (eher sogar grosse Freude daran hat), sich der vorherrschenden Lehrbuchmeinung entgegenzustellen. Anders als die Menschen, die sich hinter den Definitionen in den Büchern verstecken, ist er meist zu einem offenen Schlagabtausch bereit. Und das Ergebnis sind meist aussergewöhnliche Gedanken, die den Sachverhalt unkonventionell an seinen Schattenseiten ausleuchten.
Statt der pauschalen Behauptung, er hätte keine Ahnung, wäre von euch mal das ein oder andere Gegen-Argument zu seinen eigentlichen Aussagen interessant.
Oder stehen die nicht in euren Büchern?
Der Kommissar: Wenn jemand sagt "weiß ist blau", fällt das Dementi ziemlich kurz aus. Wenn du erklären kannst, was Don da konkret sagen wollte, wäre ein Widerspruch möglich.
Lieber Torsten, es mag arrogant sein, aber ich würde mir schon erwarten, dass der Leser einen Teil der Geistesarbeit erbringt. In dem Text steht vorne das, was ich für New Economy halte und was sie angesichts der Gründung von Startups bis etwa 2001 auch war, und danach das, warum es auf Spreeblick nicht zutrifft. Wenn Du das nicht verstehst, tja, was soll ich sagen, zum Glück ist das nicht mein Problem.
Zu Deinem "IchhabWikipediagelesenunddeshalbdieWahrheitgepachtet"-Kommentar schreibe ich auch noch mal was – mir scheint, Du hast auch nicht ganz kapiert, was Wikipedia eigentlich ist und auf welchen erkenntnistheoretischen Grundlagen es basiert. Kein Vorwurf, niemand muss den Unterschied zwischen Isidor von Sevilla, Diderot und Wikipedia kennen, deshalb schreibe ich es ja :-)
Du kannst gerne erklären, wie Du die New Economy siehst, aber wenn Du dazu etablierte Begriffe aus der Ökonomie verwendest und sie nach Deiner eigenen Vorstellung umdefinierst, brauchst Du Dich nicht zu wundern, daß Dir vorgeworfen wird, daß Du von der Sache keine richtige Ahnung hast.
Und um zu wissen, daß Deine Verwendung des Begriffs des Drei-Sektoren-Modells falsch ist ("nicht der gängigen Verwendung entspricht"), muß man sich nicht auf Wikipedia berufen, das ist nur bequemer für Dich zum Nachlesen. Du kannst auch im Gabler-Wirtschaftslexikon, Band 6, S. 2948 nachlesen.
Don: Ja, es ist arrogant – aber das ist ja nichts Neues.
Was mich stört, sind die Fehler, die von VWL-Laien wie Udo Vetter dann für bare Münze genommen werden. Wenn man wie Du selbst schreibst, keine Ahnung von Wirtschaft hat, sollte man sich von Umdefinitionen fernhalten und schlichtweg das schreiben, was man denkt.
Ich weiß im Übrigen sehr wohl, was die Wikipedia ist. Deswegen habe ich auch nicht blind auf den deutschen Artikel verlinkt, sondern Dir lediglich eine Quelle genannt, wo Du die korrekten Infos nachlesen könntest – wenn du denn wolltest.
Wenn das gegen meinen Kommentar #3 gehen sollte: Ich habe auch nicht "blind auf den deutschen Artikel verlinkt", sondern ihn als Diskussionsgrundlage eingeführt. Und ich dachte, dass man den meisten Diskussionsteilnehmern hier ein gewisses Maß an Medienkompetenz zutrauen darf. Dazu gehört selbstverständlich auch, sich aus mehreren Quellen zu informieren.
stefanolix: Nein, mein Beitrag zumindest sollte nicht gegen Deinen Kommentar gehen. Es war nur mal wieder eine haltlose Unterstellung von Don…
Ich wollte nur nicht den Eindruck aufkommen lassen, dass ich nicht zu meinem Kommentar stünde. Es hatte ja hier niemand anders auf die Wikipedia verwiesen.