HAMBURGER DAMEN
Lyssa blickt zurück auf ihr Jurastudium in Hamburg:
Die Studentinnen waren keine jungen Frauen, sondern junge Damen mit Businesskostümchen und Perlenkette, die nach der Vorlesung von ihren BWL-Studentenfreunden im Cabrio abgeholt und an die Elbe gekarrt wurden. Man spielte viel Tennis oder Squash und blieb am Wochenende unter sich auf Sylt oder in der mallorquinischen Finca irgendwelcher abwesenden Eltern. Vorlesungen besuchte man nur sehr sporadisch, wenn es sich irgendwie noch zwischen Power-Brunch und Golftraining unterbringen ließ, denn man würde sich später alles Examensrelevante sowieso noch vom Repetitor erläutern lassen.
Kann nicht mitreden. Habe in Bochum studiert.
Bravo ;-)
Nach unbestätigten Gerüchten soll das in Münster und München noch VIEL schlimmer sein :-)
In Hannover hingegen, wo ich studiert habe, konnte man die Juristen und WiWi's immer ganz gut unterscheiden … die WiWi's im Anzug, die Juristen eher lockerer gekleidet … aber Hannover ist ja in den Uni-Rankings für Juristen auch gaaaanz unten …
In München hießen die "heimatlose Golfspieler", da keine Einheimischen dabei waren. Nicht zu vergessen, dass die auch noch meist in schlagenden Verbindungen waren. Haupteinzugsgebiet war Dü´dorf, Dortmund Hamburg.
Und, Udo – bereust du's? ;-)
In Freiburg ist das im Übrigen nicht viel besser. Allerdings war ich auch einer jener Naturwissenschaftler, die immer über die Geisteswissenschaftler gelästert haben.
In Würzburg gab es sowas natürlich überhaupt nicht … hauptsächlich wegen des fehlenden Golfplatzes in der Umgebung.
Hässliche Uni auf jeden Fall! (Bochum …)
In Köln haben wir diese Mädels die "WWW-Fraktion" genannt… :D
Was das heißt? Hier: Fppmffpmfpmf Fppmppmfmmfmmppmfpmppmffpffmmmfmpmppfmp fppmpppffmpmmppppp… und das ist die Maschine, die diese seltsame Zeichenfolge zurückübersetzt: http://www.namesuppressed.com/kenny/
Mit besten Grüßen
hier in mannheim wird golf gleich als hochschulsport angeboten.
Das entspricht ja auf beängstigende Weise genau dem Klischee.
@Dominik: Und, welche hast du weggeheiratet? ;-)
Glücklicherweise durfte ich in Düsseldorf studieren. Wegen der Kooperation mit der FernUniversität Hagen wurde dort ein Großteil der Vorlesungen durch Skripte ersetzt. Damit war das Studium dort vor allem für Leute interessant, die bereits zumindest teilweise im Beruf standen. Es gab also nicht allzuviele der frisch aus der Schule entlassenen kleinen Mädchen, die der Auffassung waren, dass das Aufstiegschancenkostümchen das non plus ultra sei. Genauso bei den männlichen Teilnehmern. Eigentlich war es recht nett dort. Gelacht haben wir immer über die WiWis. Die hatten aber auch wirklich schicke Seidenhalstücher ;-)
Bin ich eigentlich als Jurist überhaupt tragbar, wenn ich noch nie in meinem Leben ein Seidenhalstuch getragen habe und gar keines besitze??
Bochum war zwar hässlich, aber die Leute waren gut drauf. Ich hätte nach dem ersten Semester auch nach Köln wechseln können, bin dann aber geblieben. Typisches Pendlerstudium (Düsseldorf – Bochum). Ich habe es in acht Semestern kein einziges Mal nach Bochum-Innenstadt geschafft.
Ach ja, ist es nicht immer schön, Klischees zu bemühen?
Maschis im Karohemd
Juristinnen im Kostümchen mit Joop-Einkaufstüte
Eingebildete BWLer
Verlotterte Sozpäds
Wenns halt nur nicht so oft stimmen würde ;-)
Besonders schön finde ich das mit den Perlenketten. Wenn man schon meint, völlig aufgetakelt in eine Vorlesung gehen zu müssen, sollte man auch wissen, dass eine wahre Lady Perlen erst ab 16 Uhr trägt. Also zu einer Zeit, wo man schon im Cabrio des BWLers sitzt.
Ein Hoch auf Bochum! Ich liebe meine Uni!
Hey, es heißt ja auch "Kein Bier vor 4" … naja, irgendwo auf der Welt ist es immer nach 4 Uhr, so dass man ein Bier trinken darf – vielleicht gilt das ja für Perlenketten-Trägerinnen auch :-)
@Waszszaf: Keine. :D
Grübel, grübel: Ich habe (glaube ich) in meinem Leben auch noch keine Frau geküsst, die Jura studiert hat oder noch studiert.
Komme aus Dortmund und studiere in Münster, und teilweise habt ihr ja Recht.
Aber es ist weniger schlimm, als ich erwartet hatte.
Und im übrigen gibt es auch unter Gucci-Trägerinnen und Verbindungs-Studenten den einen oder anderen netten Menschen. Vieles sind eben wirklich nur Äußerlichkeiten. Auch das lernt man hier ;-)
hach, wie gut hab ich es damals in bielefeld gehabt! da gab es zwar auch einige perlhühnchen, aber in der großen reformuni mit sozial- und geisteswissenschaftlichem schwerpunkt wirkten die doch immer ein wenig deplaziert ….
*grins*
ein hoch auf bielefeld!
:-)
@18 Da schliess ich mich mal uneingeschränkt an. ;-)
Habe überhaupt nicht studiert, existiere aber trotzdem ganz gut und golfen lerne ich gerade (http://meiers.blogg.de/eintrag.php?id=244)!
@15: Das passt mir eigentlich ganz gut… Vor 6 hab ich eh selten Feierabend. Blöd nur, daß ich an meinen freien Tagen zwischen Mitternacht und 4 auf Wasser umsteigen muß. Mift!
@ Udo
Hat das denn gut geklappt mit dem pendeln?
Muss ab diesem Semester nämlich auch von Mannheim nach
Frankfurt pendeln. Bist du jeden Tag hingefahren? Mit
dem Zug?
Ich bin immer mit dem Auto gefahren, da ich im Düsseldorfer Süden wohnte. A 46, A 43. War eine ziemliche Gurkerei, vor allem der Berg von Bochum nach Wuppertal – mit einem Fiat Panda 45 PS. Aber trotzdem erträglich, weil ich ja meist gegen den Düsseldorfer Berufsverkehr fuhr.
@2: du hast Passau vergessen
Habe in Konstanz studiert. Barbourjacken gabs auch da inflationär, aber ansonsten entspanntes Publikum.
Ein klasse Erlebnis hatte ich aber im 2. oder 3. semester. Da saß eine Perlenkettenträgerin neben mir in der Vorlesung und erzählte, ihr Vater habe sich jüngst einen Ferrari gekauft. O-Ton: "Ist aber total schlecht zu fahren, die Kupplung ist so leichtgängig"
@23:
Das gleiche habe ich auch vor mir, aber ich komme aus Bottrop, habe somit einen etwas kürzeren Weg zur Uni, allerdings hat mein Auto auch nur 43 PS. ;)
I’ve spend my time in hell (too)
Vielleicht geht es in der hamburger Juristen-Fakultät so zu, wie Lyssa es schon vor einiger Zeit beschrieben hat – und was ich ihr, da Hamburg mir immer irgendwie suspekt ist, auch bereitwillig glaube: vielleicht sind die Jura-Studenten dort …
Hallo Kerstin, Deine Ansichten sind einer ernsthaften Juristin unwürdig und beleidigen unterschiedslos Deine Kommilitoninnen!
Ja es stimmt, der Anteil an "Jungen Damen", denen Perlohrringe und Kostüme nun mal stehen, ist an rechtswissenschaftlichen Fakultäten höher als an irgendwelchen VHS-Kursen! (vielleicht weil sie es einfach mit natürlicher Eleganz tragen können??)Du wirst auch noch feststellen, dass ein elegantes und konservatives Outfit weiterbringt als schlabbrige Pullis und Konsorten!
Ich jedenfalls trage Perlenkette und die dazu gehörigen Ohrringe samt edler blassblauer Bluse und Faltenrock auch weiterhin.
Kollegiale Grüße,
Seline