TELEFON-JOKER
Anrufnotiz:
Herr P. bittet um RR. Er hat ein Schreiben von Ihnen erhalten. Was hat es damit auf sich?
Wenn es von mir ist, besteht eine gewisse Wahrscheinlichkeit, dass es drinsteht.
Anrufnotiz:
Herr P. bittet um RR. Er hat ein Schreiben von Ihnen erhalten. Was hat es damit auf sich?
Wenn es von mir ist, besteht eine gewisse Wahrscheinlichkeit, dass es drinsteht.
Powered by WordPress, vollmar.net
Server und Florian
Holzhauer
Wohl: "Wenn" es von mir ist, lieber Udo :)
@ 1
War ein freudscher Fehler. :-)
Vielleicht stecken im Brief ähnliche Merkwürdigkeiten? :-D
wieso liegt hier nen cookie mit namen "JOE"
oder blog-bug ?
@Joe:
Der Cookiename sollte comment_author_…" sein und die Value "Joe" (=Name für Kommentarform).
Dazu fällt mir nur die alte Weisheit ein:
Wer lesen kann, ist klar im Vorteil !
Oder auch anders: Erst lesen, dass anrufen, liebe Mandanten !
Na, wohl eher: Erst lesen, dann anrufen, liebe Mandanten!
@7: na klar doch ! (gilt wohl auch und insbesondere für eigene Kommentare, Asche auf mein Haupt!)
Ach, das ist doch nichts neues… sowas kommt tagtäglich vor. Ich nenne das gerne unsere "Vorlesestunde". :)
Ob es drinsteht ist unerheblich, denn:
…Je tiefer man gräbt, desto größer scheint das deutsche Bildungsloch. Forscher untersuchten die moderne Form des Analphabetismus, die verbreitete Unfähigkeit, mit einfachen Texten des täglichen Lebens – Zeitungsmeldungen, Faltblättern, Formularen – klarzukommen. 42 Prozent der 16- bis 65-jährigen Deutschen sind, so das Fachwort, nicht "dokumentenfähig" – die Nachbarschaft in den Niederlanden (36 Prozent) oder in Schweden (25 Prozent) ist da weit cleverer…
Auzug aus:
http://www.lge.lu/site/appren/Pisa/Spiegel.htm
@11
36% sind aber auch nicht berauschend.Cleverer ist in diesem Zusammenhang wohl etwas übertrieben.
Ich erwähnte ja schon das heutige :-) .
Zitat: Herr P. bittet um RR : Zitat Ende
Herr P. möchte ein Automobil der gehobenen Preisklasse von Ihnen.
Warum schicken Sie auch ein Schreiben mit solch einem Angebot ?!.
@11 das erklärt viele Anrufe bei uns in der Hotline.
Mehr als 1/2 Seite können unsere Kunden offensichtlich nicht sinnentnehmend lesen
Ist jetzt die Frage was da drinnsteht. [spekulier]Wenn für den Mandanten da nur ein Paragraph der Gebührenordnung erwähnt und unerwartet eine bestimmte Menge Geld verlangt wird, dann könnte man vielleicht nachfragen wollen, was es damit auf sich hat[/spekulier]
Da muss ich mal eine Lanze für die Empfänger von Anwaltsschreiben brechen.
Letzthin hatte ich auch ein Schreiben eines Kollegen in der Hand, aus dem ich nach drei mal lesen entnahm, dass er mir irgendwie drei Lösungsvarianten anbot. Nur welche wollte er denn jetzt? Was ist sein Vorschlag?
Darüber hinaus bietet es sich in der Tat manchmal an, sich etwas mündlich erklären zu lassen. Es gibt juristische Texte, da brauche auch ich vier Stunden um den Aufsatz zu verstehen. Es gibt aber begnadete Leute die können einem das Thema in zwei Sätzen erklären.
Wer kennt sie nicht die beliebten Anrufe der Mandantschaft (meißtens zu Unzeiten) "Sie haben mir da ihr letztes Schreiben an die Gegenseite zur Kenntnisnahme geschickt. Was soll ich damit tun?"
Ja was wohl?
Zur Kenntnis nehmen, abheften, von mir aus Papierflieger basteln oder als Unterlage in den Vogelkäfig legen.
Wenn ich eine Stellungnahme brauche oder konkrete Fragen habe werde ich sie auch konkret formulieren.
@ Holgi: Sind Sie auch aus der Branche? Das würde einige Rückrufe erklären. Wer es schafft, schon in so einem kurzen Statement so viele Fehler unterzubringen, muss sich nicht wundern, wenn man ihn nicht immer zweifelsfrei versteht.
Ach Mensch, ihr Anwälte… Das für den "Normal-Bürger" Eure Schreiben nicht immer zweifelsfrei zu verstehen sind, wisst Ihr doch selbst, oder? Warum lästert Ihr jetzt über Eure Mandanten, nur weil Sie ein paar, sicher in einigen Fällen mehr oder weniger verständliche, Probleme mit Euren Formulierungen haben?! Für solche Formulierungen und deren Erklärungen gibt es Euch doch!
Und seid doch froh, der Spruch: "Fragen kostet nichts."
Gilt doch für Euch sowieso nicht.
Schönen Tag noch.
Ich bitte nicht zu unterstellen, dass es sich bei dem Empfänger um einen Auftraggeber gehandelt hat.
Für Rechtschreibung hab ich ja auch meine Mitarbeiterin. :-)
Nicht-Jurist schrieb:
> Warum lästert Ihr jetzt über Eure Mandanten, nur weil Sie ein paar,
> sicher in einigen Fällen mehr oder weniger verständliche, Probleme mit
> Euren Formulierungen haben?!
Nun, Anwälte haben ihre spezifische Fachsprache, und dummerweise ist die der deutschen Sprache entlehnt. Das provoziert Probleme mit zwei Sorten von Menschen: einerseits jenen, die von den Formulierungen schlichtweg überfordert sind, andererseits die, die glauben, sie zu verstehen. Die Letzteren sind allerdings oft ein noch viel größeres Problem, weil sie meistens etwas Falsches verstanden haben.
Das Problem würde sich in Nichts auflösen, wenn die Juristen sich einer anderen Fachsprache bedienen würden, Latein wie Biologen und Mediziner oder Englisch wie die Informatiker. Das hat zwar dann das Problem, daß Laien überhaupt nicht mehr durchblicken, aber tatsächlich ist das ja jetzt schon der Fall und — wie bei jeder fachspezifischen Sprache — das Mißverständnis vorprogrammiert.