17.1.2006

TELEFON-JOKER

Anrufnotiz:

Herr P. bittet um RR. Er hat ein Schreiben von Ihnen erhalten. Was hat es damit auf sich?

Wenn es von mir ist, besteht eine gewisse Wahrscheinlichkeit, dass es drinsteht.

22 Kommentare zu “TELEFON-JOKER”

  1. Sven meint: (17.1.2006 um 18:02) AntwortenReply to this comment

    Wohl: "Wenn" es von mir ist, lieber Udo :)

  2. Arnd meint: (17.1.2006 um 18:07) AntwortenReply to this comment

    @ 1

    War ein freudscher Fehler. :-)

  3. Joe meint: (17.1.2006 um 18:38) AntwortenReply to this comment

    Vielleicht stecken im Brief ähnliche Merkwürdigkeiten? :-D

  4. Joe meint: (17.1.2006 um 18:42) AntwortenReply to this comment

    wieso liegt hier nen cookie mit namen "JOE"

    oder blog-bug ?

  5. David Triendl (Link) meint: (17.1.2006 um 19:22) AntwortenReply to this comment

    @Joe:
    Der Cookiename sollte comment_author_…" sein und die Value "Joe" (=Name für Kommentarform).

  6. RA J. Melchior (Link) meint: (17.1.2006 um 19:44) AntwortenReply to this comment

    Dazu fällt mir nur die alte Weisheit ein:

    Wer lesen kann, ist klar im Vorteil !

    Oder auch anders: Erst lesen, dass anrufen, liebe Mandanten !

  7. bjoern meint: (17.1.2006 um 20:18) AntwortenReply to this comment

    Na, wohl eher: Erst lesen, dann anrufen, liebe Mandanten!

  8. RA J. Melchior (Link) meint: (17.1.2006 um 20:33) AntwortenReply to this comment

    @7: na klar doch ! (gilt wohl auch und insbesondere für eigene Kommentare, Asche auf mein Haupt!)

  9. Die Rente ist sicher (Link) meint: (17.1.2006 um 20:33) AntwortenReply to this comment

    Ach, das ist doch nichts neues… sowas kommt tagtäglich vor. Ich nenne das gerne unsere "Vorlesestunde". :)

  10. Ingo S. meint: (17.1.2006 um 22:40) AntwortenReply to this comment

    Ob es drinsteht ist unerheblich, denn:

    …Je tiefer man gräbt, desto größer scheint das deutsche Bildungsloch. Forscher untersuchten die moderne Form des Analphabetismus, die verbreitete Unfähigkeit, mit einfachen Texten des täglichen Lebens – Zeitungsmeldungen, Faltblättern, Formularen – klarzukommen. 42 Prozent der 16- bis 65-jährigen Deutschen sind, so das Fachwort, nicht "dokumentenfähig" – die Nachbarschaft in den Niederlanden (36 Prozent) oder in Schweden (25 Prozent) ist da weit cleverer…

    Auzug aus:
    http://www.lge.lu/site/appren/Pisa/Spiegel.htm

  11. Rubi meint: (17.1.2006 um 23:40) AntwortenReply to this comment

    @11

    36% sind aber auch nicht berauschend.Cleverer ist in diesem Zusammenhang wohl etwas übertrieben.

  12. Praktiker (Link) meint: (18.1.2006 um 00:12) AntwortenReply to this comment

    Ich erwähnte ja schon das heutige :-) .

    Zitat: Herr P. bittet um RR : Zitat Ende

    Herr P. möchte ein Automobil der gehobenen Preisklasse von Ihnen.
    Warum schicken Sie auch ein Schreiben mit solch einem Angebot ?!.

  13. Sansiba meint: (18.1.2006 um 00:31) AntwortenReply to this comment

    @11 das erklärt viele Anrufe bei uns in der Hotline.

    Mehr als 1/2 Seite können unsere Kunden offensichtlich nicht sinnentnehmend lesen

  14. marcc (Link) meint: (18.1.2006 um 08:43) AntwortenReply to this comment

    Ist jetzt die Frage was da drinnsteht. [spekulier]Wenn für den Mandanten da nur ein Paragraph der Gebührenordnung erwähnt und unerwartet eine bestimmte Menge Geld verlangt wird, dann könnte man vielleicht nachfragen wollen, was es damit auf sich hat[/spekulier]

  15. md meint: (18.1.2006 um 09:04) AntwortenReply to this comment

    Da muss ich mal eine Lanze für die Empfänger von Anwaltsschreiben brechen.

    Letzthin hatte ich auch ein Schreiben eines Kollegen in der Hand, aus dem ich nach drei mal lesen entnahm, dass er mir irgendwie drei Lösungsvarianten anbot. Nur welche wollte er denn jetzt? Was ist sein Vorschlag?

    Darüber hinaus bietet es sich in der Tat manchmal an, sich etwas mündlich erklären zu lassen. Es gibt juristische Texte, da brauche auch ich vier Stunden um den Aufsatz zu verstehen. Es gibt aber begnadete Leute die können einem das Thema in zwei Sätzen erklären.

  16. Holgi meint: (18.1.2006 um 09:34) AntwortenReply to this comment

    Wer kennt sie nicht die beliebten Anrufe der Mandantschaft (meißtens zu Unzeiten) "Sie haben mir da ihr letztes Schreiben an die Gegenseite zur Kenntnisnahme geschickt. Was soll ich damit tun?"
    Ja was wohl?
    Zur Kenntnis nehmen, abheften, von mir aus Papierflieger basteln oder als Unterlage in den Vogelkäfig legen.
    Wenn ich eine Stellungnahme brauche oder konkrete Fragen habe werde ich sie auch konkret formulieren.

  17. Meier meint: (18.1.2006 um 10:30) AntwortenReply to this comment

    @ Holgi: Sind Sie auch aus der Branche? Das würde einige Rückrufe erklären. Wer es schafft, schon in so einem kurzen Statement so viele Fehler unterzubringen, muss sich nicht wundern, wenn man ihn nicht immer zweifelsfrei versteht.

  18. Nicht-Jurist meint: (18.1.2006 um 10:57) AntwortenReply to this comment

    Ach Mensch, ihr Anwälte… Das für den "Normal-Bürger" Eure Schreiben nicht immer zweifelsfrei zu verstehen sind, wisst Ihr doch selbst, oder? Warum lästert Ihr jetzt über Eure Mandanten, nur weil Sie ein paar, sicher in einigen Fällen mehr oder weniger verständliche, Probleme mit Euren Formulierungen haben?! Für solche Formulierungen und deren Erklärungen gibt es Euch doch!
    Und seid doch froh, der Spruch: "Fragen kostet nichts."
    Gilt doch für Euch sowieso nicht.
    Schönen Tag noch.

  19. Udo Vetter (Link) meint: (18.1.2006 um 11:32) AntwortenReply to this comment

    Ich bitte nicht zu unterstellen, dass es sich bei dem Empfänger um einen Auftraggeber gehandelt hat.

  20. Holgi meint: (18.1.2006 um 13:57) AntwortenReply to this comment

    Für Rechtschreibung hab ich ja auch meine Mitarbeiterin. :-)

  21. luke meint: (18.1.2006 um 14:13) AntwortenReply to this comment

    Nicht-Jurist schrieb:
    > Warum lästert Ihr jetzt über Eure Mandanten, nur weil Sie ein paar,
    > sicher in einigen Fällen mehr oder weniger verständliche, Probleme mit
    > Euren Formulierungen haben?!

    Nun, Anwälte haben ihre spezifische Fachsprache, und dummerweise ist die der deutschen Sprache entlehnt. Das provoziert Probleme mit zwei Sorten von Menschen: einerseits jenen, die von den Formulierungen schlichtweg überfordert sind, andererseits die, die glauben, sie zu verstehen. Die Letzteren sind allerdings oft ein noch viel größeres Problem, weil sie meistens etwas Falsches verstanden haben.

    Das Problem würde sich in Nichts auflösen, wenn die Juristen sich einer anderen Fachsprache bedienen würden, Latein wie Biologen und Mediziner oder Englisch wie die Informatiker. Das hat zwar dann das Problem, daß Laien überhaupt nicht mehr durchblicken, aber tatsächlich ist das ja jetzt schon der Fall und — wie bei jeder fachspezifischen Sprache — das Mißverständnis vorprogrammiert.

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