KEINE FORMULARE
Post vom Amtsgericht Köln in einem Scheidungsverfahren:
Es wird nunmehr gebeten, unverzüglich die vorgeschriebenen Vordrucke vollständig ausgefüllt mit den notwendigen Unterlagen dem Familiengericht einzureichen. (Vordruck V 1 – neben dem Doppelblatt auch die Seite 1 – , Entgeltsbescheinigung des Arbeitgebers bis zum Ende der Ehezeit, Antrag auf Kontenklärung des zuständigen Rentenversicherungsträgers … und Antrag auf Feststellung von Kindererziehungszeiten …)
Normalerweise schicken die Gerichte alle Formulare mit. Das war hier nicht der Fall. Also ließ ich anrufen und um Zusendung bitten. Rückmeldung aus dem Sekretariat:
Formulare werden ausnahmsweise zugesandt. Machen die normalerweise nicht!
Wenn das so weiter geht, müssen die Parteien demnächst sogar ihre eigenen Richter zur Verhandlung mitbringen.
jetzt muss man sich die formulare auch noch für teures geld bei irgendwelchen verlagen kaufen oder wie?
Kann man sich doch alles runterladen. PKH auch. Meines Wissens über das Justiz-NRW-Portal.
Wenn die Formulare mit der Post versendet werden, dann kommen die ja vieleicht noch vor Weihnachten an ;)
Die Formulare werden ja (derzeit noch) kostenfrei verteilt. Da könnten doch einige geringfügig Beschäftigte ("Minijobs") angestellt werden, die a) die Formulare eintüten und b) die Briefe zustellen (im Stadtgebiet natürlich nur).
Soll doch die Verwaltung mal mit gutem Beispiel vorangehen. :-)
Weiß nicht, ob das schon hierher angekommen ist, hat aber was von interessant:
Ein Link zu einer Frau, die ihre Kamera auf Hawaii verlor, welche daraufhin von einer kanadischen Familie gefunden wurde, die den Fund bei einem Wildhüter meldete, dann aber mitsamt der Kamera nach Kanada verschwand und nun (Luft holen) nach Kontaktaufnahme der Frau mit der verlorenen Kamera argumentiert, dass ihr mit Diabetes diagnostiziertes Kind sich so in die Kamera verliebt hätte, dass sie sie einfach nicht zurückgeben könnten.
http://lostcamera.blogspot.com/2006/02/camera-unlost-but-not-quite-found.html
Dann sollten Sie das Gericht auf seine Pflicht hinweisen, auch eigene Parteien aufzutreiben. Oder Angeklagte.
@2 Die genannten Formulare findet man hier:
http://www.famerb.de/formulare.html
mhm, wenn es einen formZWANG gibt, dann ist es ein unding wenn das gericht die teile nicht zur verfügung stellt.
wenn das formular nur hilft, aber nicht erforderlich ist, dann kann man sich das gericht ja auch erziehen: alle nötigen angaben über einen längeren text verteilt diktieren. danach dürfte man die formulare kostenlos bekommen ….
offtopic:
auch'n blog (und zwar bei jamiri):
http://www.spiegel.de/netzwelt/netzkultur/0,1518,402390,00.html
*lol*
die kölner gerichte setzen bei anwälten voraus, daß die die ganzen formulare schon haben. man kann sie aber auch bei gericht im großpack bestellen und dann selbst abholen (anscheinend allerdings ungern, wenn kein kölner fach vorhanden ist).
merkwürdige praxis der kölner gerichte, immer sehr schön geeignet, den auswärtigen anwälten oder denen, die nicht oft familienrecht machen zu demonstrieren, daß sie nicht dazu gehören.
7) Sind aber veraltet. Gibt keine BfA oder keine LVA mehr. Firmiert jetzt alles unter dem neuen Namen "Deutsche Rentenversicherung" – wobei es den damit betrauten Sachbearbeitern herzlich egal ist, ob man auf einem BfA-, LVA- oder Knappschaftsvordruck das ganze schreibt.
8) Ja und die Leute die das bearbeiten müssen (die nicht im Gericht sind!) die haben das Nachsehen oder wie?
Die Fragebögen zum Versorgungsausgleich gibt es auch bei justiz.de.
@7: Die von Ihnen genannte Seite mit ihren Formularen ist ja ganz interessant, befindet sich allerdings bezgl. der Formulare zur gesetzlichen Rentenversicherung (Kontenklärung u.ä.) nicht mehr ganz auf dem neuesten Stand. Seit der kürzlich durchgeführten Organisationsreform bei den gesetzlichen Rentenversicherern gibt es jetzt nur noch eine Deutsche Rentenversicherung Bund (ehemals BfA), die Deutsche Rentenversicherung aus dem einen oder anderen Bundesland (ehemals LVA) oder die Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See (aus der Vereinigung der Bundesknappschaft, Bahnversicherungsanstalt und Seekasse). Die Formulare müssten also angepasst werden.
"Es wird nunmehr gebeten, unverzüglich…"
Schreiben die immer noch so, in diesem unsäglichen Passiv-Stil?
@11 und 12:
Mein Fehler, die Formulare sind in der Tat nicht aktuell. Zum Glück will das Sekretariat die Formulare "ausnahmsweise" nachsenden.