VERFLECHTUNGEN
dass ich das noch erleben muss, dass auf focus.de ein besser recherchierter artikel als auf tagesschau.de steht! ich bin ein bisschen erschüttert. (ix)
Wer ansonsten heute noch nichts zu lachen hatte, klickt hier und liest die Kommentare.
Außerdem neue Erkentnisse auf netzpolitik.org: Transparency International: War alles nicht so gemeint
Da stehen aber noch ein paar Tatsachenbehauptungen von TI über Moni im Raum, die man als justiziabel werten könnte.
übrigens ist der transparency.de-Internetauftritt zurzeit offline…. "Honi soit qui mal y pense"?
ch hab das Blog erst vor kurzem wieder in Betrieb genommen, aber leider noch Probleme mit den Trackbacks etc.
Was mich wundert ist, dass sich keiner fragt, wer Transparency überhaupt ist?
http://negativ.gemutlichkeit.de/2006/03/27/wer-ist-transparency-international/
@2:
transparency.de ist wieder online…
Grüße!
Ich war vor einigen Jahren sehr verwundert, dass die gesamte Groupware-Infrastruktur von Transparency Deutschland von einer offenen Linux-Lösung auf eine proprietäre Exchange-Outlook-Lösung umgestellt wurde. Kurz nachdem Microsoft als Spender/Mitglied auf den Plan trat. Sicher nur ein Zufall…
Es gibt sicher Fälle, in denen eine Exchange-Outlook-Infrastruktur sinnvoller ist als eine auf offener Software basierende Lösung (dann wenn kein erhebliches Customizing notwendig ist). Die Ausschreibung umfasste damals ausdrücklich die Implementierung der reinen Microsoft-Lösung.
Wenn Behörden heutzutage eine Groupwarelösung ausschreiben, müssen sie die Bedingungen so formulieren, dass kein Hersteller unnötig bevorzugt wird. So darf die Forderung nach Kompatibilität zu den Outlook-Clients eben nicht automatisch als Forderung nach einem Exchange-Server verstanden werden.
Vereine müssen natürlich nicht so streng "offen" ausschreiben — aber gerade bei einem der Offenheit und Transparenz verpflichteten Verein hätte ich eine Art der Ausschreibung erwartet, die keinen Anlass zu Spekulationen bietet, ob das Auftreten eines neuen Spenders nun etwas mit der neuen Groupware-Infrastruktur zu tun haben könnte…
Kleiner Nachtrag: der Webserver von Transparency ist ein etwas angestaubter Indianer unter einem Linux. Kann jemand, der in den letzten Tagen mit TI per Mail kommuniziert hat, mal die Header durchsehen, ob das Mail-/Groupwaresystem nun wirklich unter Exchange läuft oder man die geplante Umstellung dann doch aufgegeben hat?
Ein schlechter Tag fürs Bruttosozialprodukt.
Aber gelacht habe ich heute viel.
@7: Postfix.
@9: Demnach war die "großvolumige" Ausschreibung damals ein Papiertiger… Naja, immerhin MS dürfte sich gebauchpinselt gefühlt haben.
eine reine machtdemonstration der blogosphäre, die sich längst von tatsachen, fakten und fairness entfernt hat. die gehaltsforderung war einfach unredlich.
davon abgesehen: wer hoch pokert, kann eben auch alles verlieren…
@12 Du hast nicht mal im Ansatz verstanden, worum es geht. Das die Frau nicht weiterbeschäftigt wurde, ist nicht das Problem.
@13 im gegenteil. vielleicht hast du ja nur im ansatz verstanden worum es geht.
im übrigen: wenn die genannten zahlen im nur vom hören-sagen berichtenden weblog eben nicht stimmten, halte ich auch einen netten brief mit der bitte um entfernung der a) nicht zutreffenden oder b) vertraulichen daten für absolut gerechtfertigt.
14: Es gab keinen netten Brief. Was ist an der Gehaltsforderung unredlich?
Mark, alias zitterdingens, alisa S*schüler X, ich weiß du willst nur trollen. Trotzdem die Fakten:
Ti-D hat in der eigenen Pressemitteilung genau jene Gehaltszahlen bestätigt.
Wer für mehr Arbeit mehr Geld haben möchte ist nicht unredlich.
Der Brief war nicht nett. Der war eine Drohung.
Es hat nichts mit Machtdemonstration zu tun, wenn man sich gegen eine Organisation wehrt, für die Meinungsfreiheit ein Dreck ist.
Eine Organisation mit solch hohen Ethikmaßstäbe darf man an ihren eingenen Maßstäben messen.
"davon abgesehen: wer hoch pokert, kann eben auch alles verlieren…"
Jojo, siehe den Kollegen, der die ganze Geschichte angezettelt hat…
Nicht, dass mein Kommentar mißverstanden wird: Er selbst hat nichts verloren, sondern der Verein für den er (wohl? Wie war das noch mit der Bevollmächtigung) aktiv geworden ist.
…zur Not darauf hinausreden könnte, als vollmachtsloser Vertreter gehandelt zu haben. Der Verein wäre fein raus: Das schwarze Schaf ein Opferlamm. ;-)
https://www.bigbrotherawards.de/docs/nominate.html
… habe gerade TI-D vorgeschlagen.
Nachdem Moni im Interview mit der Netzeitung geäußert hat, dass sie die Sache nun bei jeder Meinungsäußerung im Hinterkopf haben wird, kann man TI-D wohl attestieren, dass deren Überwachung des Netzes auf ungeliebte Meinungen ein voller Erfolg war.
@17: Muss denn ein angestellter Justiziar wirklich in jedem Fall seine Vollmacht vorweisen? Immerhin wird er ja nicht nur im Einzelfass rechtsvertretend tätig, sondern ist als Angestellter der Firma sowieso mit entsprechender Vollmacht ausgestattet. Weiß ich aber nicht so genau.
@21:
Als Angestellter handelt man im Namen der Organisation, wenn das Angestelltenverhältnis klar wird (zB Briefkopf), bestehen keine Zweifel.
Lässt der Briefkopf das Verhältnis offen oder distanziert sich sogar von der Organisation, muss das Vertretungsverhältnis legitimiert werden.
Handele ich – ohne angestellt zu sein – für jemand anderen, muss ich nachweisen, dass dies so auch korrekt ist – wie dies zu geschehen hat ist, meine ich, unterschiedlich: prozessual geht ohne schriftliche Vollmacht nichts.
ich glaub, jetzt ist der rebellenserver abgesoffen …
Sag mal Udo …
Du hast dabei richtig Spaß, gell? :-) Ein Prof. Dr., dessen Schriftsätze wie vom Studenten aus dem Proseminar klingen ist ganz nach Deinem Geschmach, oder? Gib's zu, heute magst Du deinen Job :-)))
Ups gerade im falschen Beitrag gepostet:
Der tagesschau.de Bericht erfüllt mit jeder Version mehr journalistische Standards. Vielleicht gibt es ja bald einen komplett neugeschriebenen Artikel durch einen unbelasteten Redakteur. IMHO die beste Lösung.
Wie nennt man sowas, was tagesschau.de da macht? Gefälligkeitsjournalismus?
Eine komplette Chronik der Ereignisse findet ihr unter:
http://www.die-stimme-der-freien-welt.de/post/20060329/transparency-deutschland-chronik-eines-pr-desasters
Hoffen wir, dass unter alledem nicht der Kampf gegen Korruption leidet.