21.9.2006

Einsteigertarif

Die Anwaltskanzlei Shearmann & Sterling zahlt Berufsanfängern in Deutschland ab sofort 100.000 Euro Einstiegsgehalt.

Ich habe auch gestaunt. Aber die meinen das Jahresgehalt.

Quelle: JUVE

37 Kommentare zu “Einsteigertarif”

  1. Sebastian meint: (21.9.2006 um 15:47) AntwortenReply to this comment

    Wieviel Stunden muß man dann pro Woche abrechnen? 200? ;-)

  2. Sebas meint: (21.9.2006 um 15:50) AntwortenReply to this comment

    WIe soll man davon leben können? Tsss.

  3. vampi meint: (21.9.2006 um 16:00) AntwortenReply to this comment

    die nehmen wahrscheinlich nur ab 13 punkte aufwärts…

  4. Dominik Boecker meint: (21.9.2006 um 16:06) AntwortenReply to this comment

    @3: Nö, tun sie nicht. :-)

    Zwei mir bekannte Kollegen sind/bzw waren da. Da ist "nur" einer von beiden in beiden Examina über 11,5 Punkte gekommen. Der andere hatte hatte in beiden Examina nahe 100 (IIRC).

  5. jan meint: (21.9.2006 um 16:10) AntwortenReply to this comment

    Ich studiere anscheinend doch das Falsche… Ein bisschen mehr Deregulierung könnte bei den Anwälten anscheinend aber nicht schaden ;).

  6. der Dirk meint: (21.9.2006 um 16:29) AntwortenReply to this comment

    100 ?!
    Ich hoffe, Sie haben ein Komma vergessen, Herr Boecker.

  7. Dominik Boecker meint: (21.9.2006 um 16:34) AntwortenReply to this comment

    Ja, ich wollte erst auf die erzielten Punkte ohne Umrechnung in die Note raus; der eine hatte beide Examina über 11,5, der andere nahe an der 10,0.

    @Jan: einen solchen Verdienst, kannst Du im niedrigen %-Bereich aller Anwälte suchen. Das trifft "Otto-Normal"-Anwalt und Anwaltsanfänger nicht.

  8. jan meint: (21.9.2006 um 16:39) AntwortenReply to this comment

    @Dominik: Das war eher ironisch gemeint. Mir ist schon bekannt dass die Anwaltsschwemme nicht gerade zu vielen überaus gut situierten berufsanfängern geführt hat.

    Und ich bin manchmal auch durchaus glücklich mit dem was ich tue. Auch wenn ich mal mit einem Jura-Studium geliebäugelt habe. Nichts für ungut – aber Gott sei Dank habe ich darauf verzichtet ;).

  9. Tim meint: (21.9.2006 um 16:42) AntwortenReply to this comment

    Trotzdem kommt die Anwaltskammer immer auf so niedrige Durchschnitts-Einkommen in der Statistik?

  10. SvenR meint: (21.9.2006 um 16:44) AntwortenReply to this comment

    Das sind halt Marktpreise. Und außerdem eine schicke Marketingmaßnahme.

    Es ist ja wohl wirklich nicht jedermanns Sache, sein Leben zu verkaufen und die nächsten Jahre sich den A**** abzuarbeiten, mit der wagen Hoffnung irgendwann vielleicht mal Partner werden zu dürfen.

    Die anderen Magic Circle Firms zahlen zwischen 85000 und 97000 € p. A. wenn ich mich recht erinnere.

  11. dwk meint: (21.9.2006 um 16:51) AntwortenReply to this comment

    @9
    Das ist ja das lustige an der Sache. Ich würde auch gerne mal die Ausreißer nach unten sehen. Vor allem die Zahl.

  12. Chris meint: (21.9.2006 um 17:18) AntwortenReply to this comment

    @11: 46000€. Brutto.

    Ich nenne keine Namen.

  13. RKS meint: (21.9.2006 um 17:24) AntwortenReply to this comment

    @ 11:
    Viele "freie" Mitarbeiter in Anwaltskanzleien verdienen anfangs weniger als das Referendargehalt. Das dürfte zwar standeswidrig sein. Aber wer beschwert sich schon bei der Kammer? Die jungen Anwälte sind doch froh, Berufserfahrung sammeln zu können. Denn das ist wiederum Voraussetzung für viele andere Jobs.

  14. RKS meint: (21.9.2006 um 17:27) AntwortenReply to this comment

    @ 12:
    Das soll doch wohl ein Spaß sein. 46.000 € als Ausreißer nach unten???

  15. Anonymous meint: (21.9.2006 um 17:27) AntwortenReply to this comment

    @11: 30000 € Brutto

    Alternativ: die berühmte "freie Mitarbeit": von der Vergütung für die Akten, die man abarbeitet, erhält man 50% (wenn denn der Mandant die Vergütung bezahlt).

    Es gibt auch noch die "freie Mitarbeit" mit der Variante, dass man für den Schreibtisch mit Rechner eine bestimmte Geldsumme pro Monat bezahlen darf.

    "Ich nenne keine Namen."

    AOL!!11einself

  16. c meint: (21.9.2006 um 17:33) AntwortenReply to this comment

    na und? first year associates in manhattan bekommen locker 140.000 p.a. – ich kenne sogar manche firmen, die 165.000 zahlen. dollar, nicht euro. plus year-end bonus.

    steuern? knapp unter einem drittel.

  17. RKS meint: (21.9.2006 um 17:37) AntwortenReply to this comment

    Noch was für alle, die vermuten, Richter treffe man hauptsächlich auf Golfplätzen.
    In der Justiz liegt das Anfangsgehalt bei 37.127,28 € brutto!

  18. Anonymous meint: (21.9.2006 um 18:03) AntwortenReply to this comment

    @16
    Das ist nur bedingt ein sinnvoller Vegleich. Die Bedingungen sowohl der Nachfrage als auch des Angebotes sind grundverschieden. Z.B. sind die Gehälter im Vergleich zu D wegen der hohen Studiengebühren höher.

    Insgesamt ist der Verdienst angesichts der hohen Belastung relativ nicht so hoch.

  19. Martin_mb meint: (21.9.2006 um 18:17) AntwortenReply to this comment

    @ c (16)

    "ich kenne sogar manche firmen, die 165.000 zahlen. dollar, nicht euro. plus year-end bonus."

    Was bei den Lebenshaltungskosten in New York nicht wirklich viel ist.

    @ all

    Wer mal ein paar Plaudereien aus dem New Yorker Großkanzlei-Nähkästchen lesen will: Melissa Lafsky hat darüber ganz prägnant in ihrem Blog berichtet. (Mittlerweile hat sie den Job hingeschmissen.)

    http://www.opinionistas.com

    Abteilung "Firm Absurdity"

    @ RKS (17)

    Das ist doch nicht sooo schlecht. Immerhin war da was mit Unkündbarkeit. Die Thesen von Steingart im letzten Spiegel gelesen? Angesichts der Gefahren, die anderen Berufstätigen in Zukunft drohen werden ist diese Unkündbarkeit doch schon ein ziemlicher Wert an sich. Technologiesprünge, die plötzlich den ganzen Berufszweig überflüssig machen, wird es auch nicht geben. Also sollte man vielleicht mal über eine Kürzung nachdenken…

  20. vampi meint: (21.9.2006 um 19:14) AntwortenReply to this comment

    @19: wer sich bei einer kürzung der beamten-gehälter noch in den dienst der justiz stellt kann man sich ja denken… ehrlich gesagt will ich nicht dass ein 5-punkte-durchmogler über lebenslange gefängnisstrafen u.ä. entscheidet.

  21. n.n. meint: (21.9.2006 um 19:19) AntwortenReply to this comment

    @ RKS

    nebst beihilfe und auch für die altersvorsorge muss man keinen finger krumm machen. und up or out politik (nebst arbeitslosikeit) gibts bei r1 auch nicht.
    hören wir doch einfach mal auf äpfel mit birnen zu vergleichen.

    und im übrigen reden wir ja auch nur über die "besten" 10% eines jeweiligen jahrgangs. der rest muss eh für viel niedrigere summen schuften. selbst den fast unbezahlten praktikanten gibt es inzwischen. und die freien mitarbeiter melden sich oft – analog zu schauspielern – zwischendurch immer wieder bei hartz IV.

  22. n.n. meint: (21.9.2006 um 19:20) AntwortenReply to this comment

    @ 20

    du hast einfach keine ahnung.

  23. asd meint: (21.9.2006 um 20:10) AntwortenReply to this comment

    @20 nein 5punkte durchmogler (5 punkte sind übrigens am durchschnitt gemessen durchaus fast ein mittelwert), werden bei gericht nicht genommen.. grds. hat man ab 9p. die chance zu einem bewerbungsgespräch geladen zu werden.. bei einigen gerichten auch schon mit 8p. und bei anderen gerichten erst mit 11 od. 12p.

    ich kenne auch einige juristen, die *offiziell* auf 400€ basis arbeiten, aber in *wirklichkeit* voll bei einer kanzlei angestellt sind. o-ton:*besser als arbeitslos und man sammelt ja erfahrung*

  24. aus Ithaca meint: (21.9.2006 um 20:41) AntwortenReply to this comment

    @16
    Cornell Law School kostet satte US$ 57.000 pro Jahr – das ist bei anderen Law Schools nicht anders. Macht bei drei Jahren Studium einen Schuldenberg von US$ 171.000. Ratenzahlung bei Berufseinstieg liegt bei ca. US$ 1400. Plus mind. US$ 3000 Miete in NYC und von dem "tollen" US$ 165.000 Einstiegsgehalt bleiben nach Steuern, Sozialversicherung, Miete und Schuldentilgung US$ 60-65.000. Die kann man dann zwar ungezwungen auf den Kopf hauen, aber bei einer 80+ Stunden Woche bleibt einem gar keine Zeit dazu.

  25. Sebs meint: (22.9.2006 um 08:30) AntwortenReply to this comment

    @13: Nötigung ?

  26. Dante meint: (22.9.2006 um 08:43) AntwortenReply to this comment

    Was ist so erstaunlich finde ist, dass die Großkanzleien jetzt sich so einen Preiskampf um die besten Köpfe liefern statt den Leuten einfach mehr Leben übrig zu lassen. Wär das nicht so ne Knochenmühle, würde ich mir ne Bewerbung bei Freshfields und Co überlegen, auch wenn es "nur" 75.000 € gäbe. So werde ich mich da allenfalls bewerben, um zu sehen, ob ich die 90.000 wert bin. Von den Examina (letztes vorgestern erschlagen) her müsste es jedenfalls klappen.

    Aber wer will schon da verheizt werden…

  27. Mira meint: (22.9.2006 um 10:06) AntwortenReply to this comment

    @26, das siehst du vollkommen falsch. Man braucht Leute die Klug sind und sich 24 Stunden pro Tag den Arsch aufreissen, denn das ist auch was der Mandant verlangt. Da spielt das Gehalt dann erstmal eine sekundaere Rolle fuer den Mandanten.

    Der will immer und zu jeder Zeit einen Ansprechpartner und wenn er Probleme hat, die schnellstmoeglich geloest haben. Und da hilft es ihm auch nicht, dass der Anwalt ein bisschen weniger kostet.

  28. SvenR meint: (22.9.2006 um 10:17) AntwortenReply to this comment

    @ Nr. 26 (Dente):

    Von verheizen kann man auch wieder nicht reden. Es gibt Menschen, denen liegt das, die wollen das und die werden damit auch glücklich und erfolgreich. Aber es ist einfach nicht jedermans Sache.

    @ Nr. 27 (Mira):

    Wobei das eher auf die Partner zutrifft. Den Einsteiger-Associate will der Mandant IMO eigentlich nie sprechen. Dass der Partner natürlich die Wünsche des Mandanten durch seine Associates abarbeiten lässt ist ein anderes Thema.

    Aber ja, klug müssen die nebenbei auch noch sein.

  29. Dante meint: (22.9.2006 um 11:23) AntwortenReply to this comment

    @ 27: Naja, ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass man das nicht anders organisieren kann. 24 h Service kann man für gutes Geld verlangen, dass seh ich ja ein. Aber arbeitsteiliges Verteilen der Belastung kann doch doch heutzutage in Zeiten allerlei elektronischer Helfer kein Problem mehr sein. Es ist ja nicht so, dass da in den Großkanzleien nur Einzelkämpfer sitzen, die an Sachen arbeiten, von denen kein Anderer Ahnung hat. Meist hat man doch als Associate eh nur Aufträge der Partner abzuarbeiten und keinen unmittelbaren Mandantenkontakt. Warum das nicht als Teamarbeit gehen soll, bleibt mir schleierhaft.

  30. n.n. meint: (22.9.2006 um 12:11) AntwortenReply to this comment

    @ 27

    KLUG?!!?
    wer sich 14 stunden am tag nur mit einem kleinen ausschnitt aus der juristerei beschäftigt, kann imho nicht mehr klug sein. damit züchten sich die kanzleien fachidioten und schmalspurdenker mit sozialen macken.

    mit verlaub: diese definition von KLUG ist nicht die meine!

  31. Martin_mb meint: (22.9.2006 um 13:21) AntwortenReply to this comment

    @ Dante

    Du bist noch reichlich optimistisch, von wegen Leben überlassen und so. Nach dem Diplom/Examen o.ä. gibt es für Anfänger, egal welchen Berufes, nur drei prinzipielle Möglichkeiten:

    1.) Man arbeitet für einen kleinen Laden und wird für wenig Geld verheizt.
    2.) Man arbeitet für einen großen Laden und wird für viel Geld verheizt.
    3.) Man macht sich selbstständig und verheizt sich selbst.

  32. Dante meint: (22.9.2006 um 14:02) AntwortenReply to this comment

    :-) Ja, ja, ich weiß. Wenn ich ne geregelt Arbeitszeit hätte haben wollen, hätte ich wohl besser bei VW am Band angefangen, anstatt Jura zu studieren.

    Ganz so schlimm ist es aber doch auch nicht. Notfalls kann ich ja immer noch in den Staatsdienst gehen :-)

  33. Rudi meint: (22.9.2006 um 15:42) AntwortenReply to this comment

    @28: Ich habe – hier mal als Mandant – öfter mit einem jungen, angestellten Anwalt einer Großkanzlei zu tun. I.d.R. ist am Anfang des Gesprächs kurz ein Partner dabei, aber den Rest macht er mit mir alleine. Auch die Schriftsätze unterschreibt er selbst. Er meinte aber, das hänge ganz von dem Partner ab, bei dem man arbeitet. Manche lassen einem mehr, manche weniger Freiräume….

  34. hot-elle meint: (24.9.2006 um 02:37) AntwortenReply to this comment

    na, dann werde ich wohl doch noch rechtsverdreher – pardon – rechtsanwalt! ;)

  35. will anonym bleiben meint: (25.9.2006 um 21:15) AntwortenReply to this comment

    selbst das war einem freund von mir nicht genug. da wanderte er ab nach NYC und kriegt jetzt 140.000 US$ zzgl bonus 30.000 US$.

    tja, und ich mach dann 2,5 gebühren :-D

  36. Andreas meint: (6.10.2006 um 08:19) AntwortenReply to this comment

    100 T€…klingt verlockend. Aber aus eigener Erfahrung weiß ich, dass man sich davon 1-2 Jahre locken lassen kann, doch am Ende ist es so, dass man kein Leben mehr hat. Fluktuation ist bei S&S in Ddorf (vor allem in Corporate, M&A) sehr groß. Hat wohl seinen Grund…

  37. Katha meint: (5.11.2007 um 15:25) AntwortenReply to this comment

    Wie viel Referendarsgehalt bekommt man denn monatlich?

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