Überall
Zum Abschluss des Tages noch die Frage der Reinigungskraft, ob wir künftig mehr als zehn Euro netto pro Stunde zahlen.
“Wo verdienen Sie denn mehr?”
“Überall.”
Ich bin gespannt.
Zum Abschluss des Tages noch die Frage der Reinigungskraft, ob wir künftig mehr als zehn Euro netto pro Stunde zahlen.
“Wo verdienen Sie denn mehr?”
“Überall.”
Ich bin gespannt.
10,- netto p. Stunde, na das nenn ich großzügige Bezahlung einer Putze.
Eine Friseuse im Osten kommt Fulltime auf 800,- im Monat netto wenn sie gut ist.
mehr als 10 euro die stunde netto? nach abzug aller steuern? ich glaube ich schmeiss den it-scheiss hin und putze ab morgen..
Düsseldorf ist halt ein teures Pflaster…:)
@ Nr. 2: Dabei sollten Sie allerdings bedenken, dass der liebe Herr Vetter seine Reinigungskraft wohl kaum mehr als 1 – 2 Stunden täglich beschäftigt.
Wenn die 10 Euro Netto bekommt, wie viel zahlst du dann Brutto? Etwa 11,37 Euro per Minijob-Regelung? Da wüsste ich schon Leute und Firmen, die mehr ausgeben, aber nicht sehr viel mehr. 12-13 Euro sind die Grenze.
Scheint ein guter Tarif zu sein, aber man darf nie vergessen, dass die Arbeitstätigkeit selbst ins Verhältnis zur Anfahrt gesetzt werden muss.
Ganz schön arrogante Ansichten hier….
die Hochpreis Branche hält sich arbeitssklaven oder wie?
Putz(t) doch selbst! Anststatt für Baustein-Word-Sseriendokumente
dreistellige Euro beträge zu kassieren….
Die Reinigungskraft (aber bestimmt nicht "putze")
wird in diesem Fall bestimmt nicht einen Fulltime Job haben.
Soll die gute Frau "Schwarz" Fahren? wenn nicht, dann geht ein beträchtlicher Teil allein für die öffentlichen Nahverkehrsmittel drauf….
Und Einfach im sinne von leicht oder >nicht anstrengend
Udo, Du machst die Preise kaputt!
Ab 3,50 bekommst Du heute 'ne Putze mit Abitur,
ab 5,00 sogar studierte mit Diplom!
Oder bekommen promovierte Versager bei Dir ihr Gnadenbrot?
Naja, dann müßte mann bei Euch ja vom Fußboden essen können …
Verständnislos
Je mehr Kohle die Leute verdienen, desto geiziger sind sie. Ich will gar nicht wissen wie wenig noch übrig bleibt wenn man die Anfahrtszeit und -kosten abzieht….
Gesetz den Fall die eigene wirtschaftliche Lage ist in ordnung sehe ich kein Problem 11,37 € zu zahlen.
ps: Leider passiert es mir auch ab und an, dass ich "Putze" sage, aber nett ist das nicht. Putzfrau, oder Gebäudereinigungskraft ist da schon angemessender.
@ 6
Arbeitssklaven bei 10,-€ netto die Stunde. Ich lach mich schlapp.
10 € nt als Putze?????
Habe ich da irgendetwas nicht mitbekommen?
Als Kraftfahrer kann ich glücklich sein, wenn ich überhaupt 4 € nt bekomme, aber dafür habe ich im Vorfeld zig Befähigungen zu erwerben!
Wenn die den Eimer umschmeisst, passiert nichts!
Wenn ich den LKW umschmeisse, wirds richtig teuer!
Udo, suchst Du noch eine männliche Putze mit ADR, Stapler- u. Kranschein??? Ich ziehe auch um! ;-)
@10, ganz im ernst, bestehst du darauf, nicht aus der stadt rausfahren zu müssen?
ich hab schon von x seiten gehört, dass LKW fahrer lange keine besseren chancen hatten als zur zeit. unter anderem von einem binnenschifffahrtler der den mangel an fahrern als wachstumsgrund seiner branche sieht.
das verstärkt sich auch noch wegen einer neuen eu richtlinie oder gesetz oder was auch immer zu den lenkzeiten, wodurch viele jetzige ein-tages-fahrten nicht mehr zu machen sind.
@11, klar kannst Du heute sofort einen Job als LKW-Fahrer bekommen, aber die Bezahlung ist momentan unter aller Sau!
Fahrer, welche schon seit 30 Jahren (leicht übertrieben) in einer Firma sind, können sich noch freuen, aber momentan gehst Du für ca 1500 € brutto auf Ferntour! Dabei bist Du alle 2 Wochen für 1,5 Tage zuhause, pennst am Tage bei 50°C im LKW (da mittlerweile nachts gefahren werden muss) und fährst privat auch nochmal je 100 bis 400 km zur Arbeitsstätte, da Du den LKW nicht mehr mit nach Hause bekommst!
ADR musst Du heute auch haben, was eigentlich nur bedeutet, dass Du im Falle eines Unfalles zu 100% Schuld bist und für den Schaden aufzukommen hast, da Du ja "Fachausgebildet" bist!
Ist kein Scherz, bei 10 € netto steige ich sofort um!
@11 Stefan
Meinst du die EU die dafür sorgt, dass deutsche Speditionen nach Zypern ausflaggen, nachdem hier Ukrainer und Weißrussen den markt kaputt dumpten?
@10 Sven
Ich schätze du hast zu große Hände, damit kommst du so schlecht in die Ecken. ;-)
Pax
Nun, wir wissen doch alle nicht wie es in der Kanzlei aussieht ;-)
@15: Na bei 10 € kann es nur wie geleckt aussehen!
Oder willst Du Udo unterstellen, dass er sein hart verdientes Geld zu unrecht an die Putze verschenkt? ;-)
Also im Ernst 10,- Euro für ne Reinigungskraft ist äuserst Grosszügig, Im EDEKA um die Ecke kriegst Du ca. 8,- Brutto! Und das mit den Fahrtkosten is ja wohl ein Witz ich nehme doch nicht ne Putzfrau die 50 Km weit weg wohnt sondern eine die möglichst um die Ecke wohnt…
Gruß
Zack
@ 17
Mir ist egal, wo die Reinigungskraft wohnt. Gut muß sie sein. Wie sie zur Arbeitsstelle kommt, interessiert mich nicht. Mich fragt auch keiner.
Ich glaube mich zu erinnern, dass ich mir als Schüler Nachhilfe mit 20 Mark habe bezahlen lassen. War dann aber auch nur eine Dreiviertelstunde.
@ u.v.
darf man nach der stundenzahl der guten frau fragen? ich gehe mal davon aus, dass es sich um einen minijob handelt. und zwar um einen, der noch deutlich unter den sonst üblichen 400€ liegt, denn 40 stunden braucht man ja wohl kaum, um eine nicht allzu große kanzlei zu putzen.
bei einer anwaltskanzlei sollte man nicht jede reinigungskraft nehmen und sicherlich auch nicht die billigste.
würde ich mir schon überlegen, wenn ich mit der putzfrau bislang zufrieden war. bei 1 bis 2 stunden pro tag, was ich nichtmal annehme. wären das ca 5 bis 10 stunden in der woche und etwa 20 bis 40 stunden im monat.
also handelt es sich bei einer erhöhung um wenige eur um keinen wesentlichen zusätzlichen kostenfaktor. scheint mir unwirtschaftlich gedacht. respekt an die reinigungskraft. wozu unter wert verkaufen.
Die Arroganz der hier schreibenden Akademiker, Herr Vetter ist ausdrücklich eingeschlossen, ist einer meiner Gründe, NPD zu wählen.
Vielleicht ist die Gute ja auch durchs zweite Staatsexamen gefallen …
@ verweigert
So, Du bekommst die Stelle als Reinigungskraft nicht.
Packkräfte bei A**I bekommen 11,00 – Euro Netto, bei 2 bis 3 Std. täglich.
Aber Leben kann von 400 Euro Jobs keiner.
Selbst bin ich Arbeitsloser ohne Leistungsbezug (§ 58 Abs.1 S. 1 Nr. 3 SGB VI)
Suche noch Putzstelle.
An alle, die der Ansicht sind, dass 10 Euro so viel Geld sind: Das stimmt nur dann, wenn entsprechend viele Stunden Arbeit am Stück da sind. Sagen wir mal, die Frau braucht moderate 30 Minuten für die Anfahrt, und nochmal dasselbe für die Abfahrt. Mehr als eine Stunde am Stück putzt die höchstwahrscheinlich nicht beim Udo. Dann werden aus den ach so tollen 10 Euro auf einmal nur noch 5 pro Stunde, und das auch nur, weil bei Minijobs keine Abgaben für den Arbeitnehmer anfallen.
Tönt ihr jetzt immer noch rum, wieviel Geld das doch ist? Wenn ja, dann habe ich Jobs zu vergeben. (Ernst gemeint.)
Wie soll man mit 10 € / Std. sich oder gar eine Familie würdevoll über die Runden bringen?
Los Herr Vetter, erhöhen Sie auf 14 €. SIE merken davon nichts auf Ihren Kontoauszügen, Ihr Putzkraft dafür umso mehr.
@22
auch ich bin akademiker. akademiker sollten eigentlich kein grund sein, eine bestimmte partei zu wählen. allenfalls gibt es gute gründe, bestimmte akademiker nicht zu wählen. abgesehen davon ist laut wikipedia der aktuelle vorsitzende der npd auch akademiker.
vielleicht können sie sich ja das mit dem wählen der npd beim nächsten mal wieder überlegen. die npd steht auch nicht gerade für toleranz.
Vllt. ists ja eine Diplom-Putzfrau … ?
@ silverfuxx @ tr
bitte den germanischen troll einfach ignorieren.
Ich bin auch dafür, ihr Gehalt ein wenig zu erhöhen. 12 Euro netto, 14 für alle Arbeiten nach 18 Uhr. Sie muß ihr Leben mit Putzen verdienen, das ist schon hartes Brot genug. Aber das soll Herr Vetter allein entscheiden.
Ich habe mich ja auf die hier schreibenden Akademiker bezogen. Meine Erfahrung mit dieser Schicht ist leider überwiegend so, daß sie ihrer Aufgabe, Führungsverantwortung für das ganze Volk wahrzunehmen, nicht nachkommen, sondern Klientelpolitik für die oberen Zehntausend betreiben, um durch solche Dienste selber ein schönes Gehalt und soziale Anerkennung zu bekommen.
(Text editiert. Werbung für rechtsextreme Parteien kostet 10 Euro. Pro Buchstabe. U.V.)
Als erstes steht doch nirgends geschrieben das sie nur beim Vetter arbeitet:
UV: “Wo verdienen Sie denn mehr?”
“Überall.”
Es ist also davon auszugehen das sie auch noch woanders ein Einkommen verdient. Wenn sie nun 'Überall' >10EUR/Stunde (netto) verdient und wir mal annehmen das sie taeglich 5 Stunden putzt kommen da schon >1000 EUR im Monat zusammen. Nicht etwas was jemanden Reich macht aber auch nicht etwas wo man unbedingt in Armut leben muss (wenn man nicht gerade 3 Kinder alleine zu ernaehren hat).
endlich sagt das mal einer: wer erwartet denn (@21), mit 20-40 h/Monat seine Familie ernähren zu können?
@33
keiner.
aber was bringt es mir als arbeitgeber der kleine triumph, mich über 1-2 verweigerte eur pro stunde mehrlohn (also gesamt ca 40-80 eur pro monat, die man eh steuerlich absetzt) zu freuen, wenn man danach personal hat, das unzufrieden ist oder man sich neues suchen muß, mit dem man dann auch erstmal wieder zufrieden sein muß.
für mich ist das bei dieser größenordnung einfach zu kurz gedacht.
@31: Niemand soll Führungsverantwortung übernehmen, denn eine Führung in Deinem Sinne gibt es hier glücklicherweise nicht mehr. Ich werde zwar meinen Gehirnschmalz möglichst für alle Menschen einsetzen, aber wenn ich das hinkriegen kann, werden meine Motoren immer dann explodieren, wenn ein Nazi am Steuer sitzt…
Ein Anwalt bekommt locker 250 Euro pro Stunde.
Wir alle wissen, daß die Preise im Branchenvergleich kaputt sind. Was z.B. wissenschaftliche Mitarbeiter (d.h. alles, was an der Universität arbeitet und nicht Professor ist) nach mehreren Jahren akademischer Ausbildung erhalten, ist oft weniger als eine ungelernte Kraft am Fließband erhält. Wie das mit Kraftfahrern und sonstigen Berufen aussieht, weiß ich nicht – große Unterschiede gibt es sicher.
Trotzdem kommen mir 10 € für eine Putzfrau nicht viel vor – es ist teuer, aber billiger bekommt man m.W. kaum gute Kräfte, die man z.B. auch in die eigenen Privaträume (und v.a. Aktenräume!) lassen will…
manche hier haben doch echt eine dattel zviel am feigenbaum hängen. 10 euro netto sind ein sehr guter stundenlohn für diese arbeit, punkt. anfahrtswege, gesamtstundenzahl usw. sind für diese bewertung doch völlig unerheblich, der arbeitgeber bezahlt stundenlohn und kein gesamtlebensumständepaket. und so lange keine gewinnbeteiligung vereinbart wurde ist es auch absolut uninteressant wieviel ein anwalt verdient, oder sollte man dann etwa als millionär fünfstellig stundenlöhne zahlen, der verhältnismässigkeit wegen?
@Udo, Edit in #31:
So billig bist Du zu haben? Das hätte ich ja nicht gedacht…
Das wird ja immer besser: Der linke Udo, der auch mit dem schwarzen Block sypathisiert und quasi schon dazugehört, verkauft zu Schleuderpreisen Werbefläche in seinem Blog an Rechtsextreme… Skandal!
SCNR
Grüße!
Anfangs der Diskussion dachte ich: ah, so sind sie, die FTP Wähler. Voller Sozialneid. Und so "clever". Gönnen den anderen nicht das Schwarze unter den Fingernägeln. Meine Putzfrau macht einen prima Job, da fand ich von selber 10 € zu wenig. Eben weil sie herfahren muss und ich 5 Stunden bräuchte, was sie in 2 erledigt. Zum Glück kam ja noch was hinterher, dachte einen Moment, die BILD hat ja jetzt auch Diskussionen;)
Am Ende stehen wir alle vor unserem Schöpfer, ich stell mir schon das Gesicht vom lieben Gott vor, wie er so in sein Buch guckt, Abteilung "Umgang mit Putzfrauen" und er bei einigen hierangewidert das Gesicht verzieht. "MEIN SOHN, HATTEST DU DAS WIRKLICH NÖTIG???" Und dann mit so einem Wink: "los verzieh dich nach hinten, Geizpickel, pfeu deibel"
(das ist sarkastisch gemeint, ich bin Atheist)
martin III (38)
> manche hier haben doch echt eine dattel
> zviel am feigenbaum hängen. 10 euro netto
> sind ein sehr guter stundenlohn für diese
> arbeit, punkt.
Na dann, du hast dir ja offensichtlich Kommentar 25 durchgelesen…
> anfahrtswege, gesamtstundenzahl usw. sind
> für diese bewertung doch völlig unerheblich
…herzlichen Glückwunsch! Wann fängst du bei mir an? Nettolohn 10 Euro, Anfahrtsweg teile ich dir noch mit, obwohl der ja völlig unerheblich ist.
Ich freue mich schon auf unsere Zusammenarbeit.
Worum geht es hier wirklich?
Darum, dass die Reinigungskraft keine Stellen nennen wollte oder konnte, bei denen sie ihre mehr als 10 EUR bekommt.
Ich gebe zu bedenken: Wenn sie anderswo viel mehr verdient kann sie dort ja auch mehr arbeiten. So ist das doch, oder? Ansonsten: Zufrieden sein, mit dem, was man hat.
> Ich gebe zu bedenken: Wenn sie anderswo
> viel mehr verdient kann sie dort ja auch
> mehr arbeiten.
Glaubst du diesen Schwachsinn wirklich? Wenn die Frau woanders mehr Geld bekommt, was durchaus realistisch ist (mein Arbeitgeber z.B. zahlt der Putzfrau definitiv mehr, nämlich ca. 13 Euro), dann kann die da deshalb noch lange nicht von sich aus zwei Überstunden ranhängen, weil's da so schön ist.
Liebe Leute, ihr müsst teilweise echt noch was lernen. Knickrigkeit ist an so einer Stelle insbesondere im geschäftlichen Umfeld eine saudumme Idee. Diese Aussage meinerseits gilt natürlich nur dann, dass die Frau einen guten Job macht, aber wenn das so ist, kann ich eine kleine Lohnerhöhung an der Stelle nur empfehlen. So ein Schritt kann einen verdammt viel Ärger ersparen – und damit meine ich nicht unbedingt schlecht geputzte Räume.
@41: hach, welch geistreicher versuch. ich bin sicher auch die putzfrau wird jedesmal von irgendwo ganz weit weg zu einem zufälligen ort anreisen müssen den ihr der lawblogger erst kurz vorher nennt. dann darf sie da 20 minuten putzen, und das zweimal im monat, und zuhause verhungern die 17 kinder.
natürlich könnte sie auch im nachbarhaus wohnen, in der kanzlei 10 stunden wöchentlich putzen, und dazu noch zum selben tarif in etlichen anderen büros und läden in der straße, und hätte somit ein wirklich angenehmes nettoeinkommen.
das das aber keiner weiss bleibt einzig die tatsache das 10 euro netto pro stunde ein guter lohn sind…
So ist das nun mal in der Marktwirtschaft. Und wenn der Markt nicht mehr als 10 € hergibt, ist das erst einmal Pech.
Vielleicht sollte der Staat auf 15, 20 oder 100 € aufstocken, damit der Stundenlohn "gerecht" ist. Nur stehen dann morgen alle anderen auch auf der Matte, die meinen, einen anspruchsvolleren Job zu haben und fordern 20, 30 oder 200 €. Usw., usw…
Nur zu eurem Interesse.
Tutoren bei Universitäten, arbeiten zur Zeit für 8 Euro und 2 Eurocent brutto pro Stunde. Bei etwa 6 Stunden im Fall der medientechnischen Betreuung, sind das 209 Euro – aber nur bei Steuerklasse 1!
Dabei gelten sie als wissenschaftliche Hilfskräfte. Also, wenn ihr den nächsten Tutor seht – ETWAS mehr Respekt bitte.
@44:
> hach, welch geistreicher versuch.
Danke. Ich warte immer noch, dass du mein Angebot annimmst. Wo ist das Problem? Die Anfahrt kann es ja nicht sein, die ist ja irrelevant.
> ich bin sicher auch die putzfrau wird
> jedesmal von irgendwo ganz weit weg
> zu einem zufälligen ort anreisen müssen
Wie denn jetzt, ich dachte die Anfahrt sei irrelevant? Leute, jedem Handwerker gesteht ihr zu, dass er nicht nur die 15 Minuten abrechnen muss, die er braucht, um Euer Problem zu lösen, sondern dass er auch noch eine Anfahrt berechnen darf. Da die Putzfrau das nicht tut, und ihre Tätigkeit von kurzer Dauer ist, sind 10 Euro Stundenlohn gut, aber so shocking ungewöhnlich ist es nicht, wenn sie etwas mehr verdient.
Ich würde übrigens wetten, dasss sie nichts gegen 8 Euro die Stunde hätte, wenn sie dafür mehr Stunden abrechnen könnte. Jeder, der sich hier empört, und das mit irgendwelchen Löhnen vergleicht, wo die Leute mehrere Stunden am Stück arbeiten können, kann oder will dieses Konzept nicht begreifen. Oder ist einfach zu dumm dafür.
Eine gute Putzkraft zu finden, ist mehr als schwierig. Mir sagte das Arbeitsamt mal bei einer Anfrage so nett: "Alle suchen gute Putzfrauen…". Mein Tipp also: Wenn sie gut putzt, würde ich durchaus überlegen, ob ich etwas mehr zahle.
Mich wundert aber immer wieder die Netto-Denkweise. Das macht nur Sinn, wenn sie auf 400-EURO-Basis arbeitet und somit klar ist, was sie pro Stunde brutto kostet. Andernfalls kann das Brutto durchaus sehr viel sein, was Udo ihr zahlt. Falls sie mehrere Putzjobs hat, ist leider sehr schnell Schwarzarbeit viel lukrativer. Und gute Putzfrauen finden vermutlich ohne Probleme ne Stelle in nem Privathaushalt o. ä.
Putze, Putzfrau…
Ich sehe in Herrn Vetters Beitrag keinen Hinweis darauf, daß die Reinigungskraft weiblich ist. ;)
die wenigen leute die wirklich noch etwas arbeiten sollte man besonders schätzen.
u.v.: falls du sie nicht ab sofort ständig überwachen möchtest, wäre eine kleine lohnerhöhung eventuell nicht das unklügste was du tun könntest. anderenfalls könnte sie sich für das "wenige" geld, was ich mal unkommentiert lasse, ausgenutzt fühlen.
Ganz interessant in dem Zusammenhang sind die Tarifverträge des Gebäudereinigerhandwerks: http://www.gebaeudereiniger.de/286.html
Grob gesagt: Ungelernte Kräfte (bis einschließlich Lohngruppe 6) erhalten im Gebäudereinigerhandwerk max. 10,43 EUR/h brutto. Und damit liegt U.V. mit der Zahlung von 10,- EUR gar nicht so schlecht; vor allem unter Berücksichtigung der Tatsache, dass die Reinigungskraft wohl arbeitszeitlich überwiegend Tätigkeiten der Lohngruppe 1 ausübt.
@33 (Tiwaz)
"endlich sagt das mal einer: wer erwartet denn (@21), mit 20-40 h/Monat seine Familie ernähren zu können?"
Ein professioneller Fußballschiedsrichter?! ;)
Ein Schiedsrichter in der Bundesliga erhält 3.600 € pro Spiel.
In der 2. Bundesliga 1.800 €. Aber schon in der Regionalliga – die ja inzwischen mehr Profis als Amateure sind – gibts dann nur noch 160 €.
Dazu bekommen Bundesliga-Schiedsrichter noch Fahrtkosten sowie Hotel- und die Verpflegungskosten erstattet. Alle Schiedsrichter der 2. Bundesliga müssen aber ungefähr genauso viele Spiele in der Regionalliga pfeifen, was natürlich dem Geldbeutel nicht gut tut.
Na gut: Man sollte natürlich nicht verschweigen das ein Bundesligaschiedsrichter Freitags anreisen muss, und meistens erst Sonntag wieder nach Hause kommt. Außerdem muss er täglich nach einem festgeschriebenen Trainingsplan trainieren und muss mehrere Tage pro Monat Lehrgänge besuchen.
Oberligaschiedsrichter müssen dieses zwar nicht machen, bekommen dafür aber auch nur noch 50 € pro Spiel.
Die Assistenten und der vierte Offizielle bekommen jeweils die Hälfte. Aber im Endeffekt hat der Bundesligaschiedsrichter also doch mehr als nur 40h pro Monat zu arbeiten. Training, Lehrgänge, An- und Abreisezeiten usw usf, da kommt man durchaus auf 20-30 Stunden die Woche. Auch wenn man sich gerne nur vorstellt, das diese Schiedsrichter mal eben schnell für ihre 90 Minuten paar tausend € bekommen.
Und was ein RA alles für sein Geld machen muss kann uns sicherlich jeder RA sagen, insbesondere für @36 (guest).
@ Horst aus Köln:
Die Frage der Angemessenheit einer Bezahlung richtet sich nicht danach, ob in anderen Branchen, noch dazu an anderen Orten weniger oder mehr gezahlt wird.
Als Softwareentwickler mit Unidiplom bekomme ich inklusive Weihnachtsgeld netto €18,- pro Stunde (verheiratet, vorher warens €15,50). Soviel zur Arroganz der Akademiker hier.
In meiner derzeitigen Position als Freiberufler bekomme ich durchschnittlich übrigens 20 € pro Stunde, davon muss ich dann aber noch Unkosten (hält sich in Grenzen) und Steuern zahlen. Hab auch mal 500 € pro Stunde bekommen, das könnte von mir aus viel öfter passieren. ;o)
Vergleichbare Angestellte die nach Tarifvertrag bezahlt werden bekommen ca. 27 € pro Stunde. Und dürfen dann auch noch Urlaub haben, haben geregelte Arbeitszeiten usw usf. Als Freiberufler ist man halt ein armes Schwein. ;o)
Als Techniker für Bürotechnik, Telefonanlagen usw. kriegste hier in Norddeutschland so 8-9€/h. Dafür haste denn aber auch Abi, 3 1/2 Jahre Ausbildung und wirst angeranzt wenn du mal nicht zu Überstunden bereit bist.
@46: Und dabei haben die Tutoren mit 8,02€ noch Glück gehabt. Es gibt bei der Bezahlung witzigerweise keine Mindeslöhne, sondern ne Maximalvergütung. Nach unten sind also fast keine Schranken gesetzt…
Allerdings ist man damit keine wissenschaftliche, sondern nur studentische Hilfskraft. Die mit abgeschlossenem Studium verdienen doch noch etwas mehr, da sind so etwa 13€ drin. Aber auch nur, wenn man Glück hat…
Hier zahle ich meiner Hausmagd 30 Euro im Monat, sie schlaeft im Haus und arbeitet jeden Tag. 3 Tage im Monat faehrt sie nach Hause.
Ach ja und fuer die Englisch-Schule uebernehme ich auch die Kosten in Hoehe von 8 Euro pro Monate.
Dazu kommen noch die Heimfahrtkosten von 4 Euro im Monat.
Meine Hausmagd ist zufrieden, meine Frau ist zufrieden und ich auch.
Herr Vetter sieht an meiner IP-Anschrift woher ich komme.
Herzliche Gruesse aus
Fernost liebe Kollegen!
Sandmann
@62:
4 Euro Heimfahrtkosten.
8 Euro monatliche Schulkosten.
30 Euro für einen Monat Arbeit. Und zufrieden damit.
Irgendwo zischen Asien und Australien ? Wenn ich mich nicht irre, ist das für einige Inselchen dort ein recht realistisches Szenario …
Ich kann mich nur nochmal wiederholen:
Für eine ungelernte Arbeitskraft sind 10 € netto eine ganze Stange Holz!
Es tut absolut nichts zur Sache, ob die Reinigungskraft Anfahrtswege hat oder nicht!
Es tut auch nichts zur Sache, ob die Stelle bei Udo die einzigste ist oder nicht! Sie kann durchaus mehrere Stellen annehmen!
Wenn ich diesen Lohn ins Verhältnis zu einem durchschnittlichen, deutschen Arbeiter setze, bekomme ich richtig schlechte Laune!
Ich bin Kraftfahrer mit Abschluss und so ziemlich jeder zusätzlichen Qualifikation, welche sich ein Boss wünschen kann – aber 10 € netto pro Stunde ist ein Lohn, wo ich nur von träumen kann!
Ich arbeite wöchentlich um die 56 Stunden, bin wochenlang von zuhause weg (Auswärtsverpflegung kostet auch richtig Geld), trage an so ziemlich jedem ungünstigen Ereignis auf der Autobahn die Schuld (deutsche Autofahrer sind so dermassen verblendet…), und wenn es mal knallt, bin ich automatisch Schuld (ich trage als Kraftfahrer von allen Verkehrsteilnehmern die grösste Verantwortung)!
Diese Diskussion hier ist erbärmlich! Leute, wo lebt Ihr?
10 € sind mehr, als jeder gelernte Facharbeiter bekommt, und das ist unrealistisch!
Regaleinräumen auf 400 EUR Basis wird im Einzelhandel mit 10,50 – 11 EUR bezahlt + Urlaubs/Weihnachtsgeld (LIDL z.B). Dann können die Herrn Kraftfahrer, die sich über das Gehalt einer Reinigkungskraft (die fremde Toiletten schruppt) gerne was ganz einfach dazuverdienen.
@65: Wenn man als "Herr Kraftfahrer" für einen Hinzuverdienst noch die Zeit hätte…..
Schließlich wollen gewisse Nachdenker ja vor einem vollen Regal im Laden stehen. Oder wie kommt das Zeug dahin? Per Bahn oder Luftfracht?
Absolut geil, wie hier die Leute emotional austicken, weil diese 10 Euro doch angeblich so viel Geld sind. Ja, ja, die Nebenbedingung, wieviele Stunden man am Stück arbeiten kann, und wie sich der Anfahrtsweg dazu verhält, die ist natürlich irrelevant. Sag ich meinem Handwerker auch immer. Wen interessiert schon Mathematik, wenn's auch mit Emotionen geht?
Aber, liebe Leute, wenn das so fantastische Konditionen sind, wieso nimmt denn niemand mein supergeiles Arbeitsangebot an? Horst aus Köln, wäre sogar die gleiche Stadt. Keiner? Erstaunlich, wo 10 Euro doch so sind, dass hier diverse Leute emotional vor Wut fast schon ausrasten, weil eine Putzfrau das kriegt. (Sven in Beitrag 64 ist ein tolles Beispiel: Jeder Satz wo das geht mit einem Ausrufezeichen beendet, da spürt man ja förmlich, wie der Mann schon vor Wut schäumt.) ;-)
@76: Fakten, Ben, bring Fakten. Schaum bekomme ich nur beim Baden, oder wenn ich mir einen Milchshake mache….aber nicht bei solchen Aussagen, welche jegliche Logik vermissen lassen….(Achja, Ausrufezeichen vergessen!!!!!)
10 € netto auf die Stunde? In welcher Welt lebt die denn? ich bekomm als !!ausgebildeter!! Kaufmann im Groß- und Außenhandel gerade mal knapp über 7 € netto pro Stunde (42 Stunden Woche). Ich will gar nicht erst wissen was die Reinigungskräfte bei unseren Subunternehmen verdienen, aber das werden kaum über 5 € sein.
Es ist schon der Hammer in welcher Traumwelt die Leute so leben. Die gute Frau kann sich ja mal wo anders bewerben und schauen ob sie nen Idioten findet der ihr so viel zahlt.
@ #65 Ein Freund von mir hat zufälligerweise letzte Woche bei Kaufland Regaleinräumen angefangen, er bekommt 8 € (keine Ahnung ob brutto oder netto) auf die Stunde und keinen Cent mehr!
Ich kann mich da #64 nur anschließen.
Diese Diskussion hier ist erbärmlich! Leute, wo lebt Ihr?
10 € sind mehr, als jeder gelernte Facharbeiter bekommt, und das ist unrealistisch!
Meine bulgarische "Reinigungsfachkraft" bekam 6,00 EUR pro Stunde – und das fand sie o.k.
Für 20 oder 50 EUR mehr war auch mal eine "sexuelle Dienstleistung" drin, wenn ich mal früher nach Hause kam und sie noch da war.
Jetzt sind wir seit 4 Jahren verheiratet – und ich kriege Putzen und Poppen "für lau".
Heirate Deine Putzkraft doch auch – spart echt viel Geld !!
Und weiter geht's… der Stundenlohn ist das einzige, was zählt, und eure Handwerker berechnen prinzipiell keine Anfahrtszeit – das tun nur meine. Wie schon gesagt, bei allen, die sich echauffieren, sind offensichtlich ernsthafte Aussetzer der Gedächtnisleistung zu beklagen.
Was es mein Angebot betrifft: Einfache Hilfe im Haushalt (auch putzen), kann jeder Ungelernte, 10 EUR Netto die Stunde, immer nur einzelne Stunden, sporadisch, Köln. Leute, go for it, ist doch ein super Angebot, oder?
Denkt sich .. Er würde sich die Mühe machen und dem Ben sein "Hirnstübchen" für 10,00 € / Stunde auswischen und säubern. Kann ja nicht viel Mühe machen. Ein Zewa "Wisch und Weg" bringt der "Putzer" gleich mit.
Die Putzkraft könnte natürlich auch bei einem prof. Reinigungsservice anfangen. Da kommst sie schon auf ihre 30 – 40 (oder mehr) Stunden pro Woche und hat nicht das Problem, von den 2 Stunden (=20 Euro) bei Udo leben zu müssen. ;-)
Nur mit dem Stundenlohn dürfte das da wohl so eine Sache sein… Was zahlen die derzeit? Mindestlohn oder drunter….
Erstaunlich, erstaunlich, wenn's dann zur Sache kommt, kommen da dann doch nur Beleidigungen und versteckte Drohungen. Naaa, Horst, ich dachte der Stundenlohn sei so eine tolle Sache? Komisch nur, dass du dann auf einmal so abgehst, wo du in "Gefahr" kommst, dass dich jemand beim Wort nimmt.
Egal, habe ich mir schon gedacht, dass du auf deine Art den Schwanz einziehen wirst, wenn's dann mal konkret wird. Du bist damit ja nicht alleine. Also, offensichtlich klafft hier bei etlichen Leuten zwischen Behauptung ("10 Euro, super Lohn") und Handeln ("So was nehme ich nicht an, ich beleidige und drohe dann halt, wenn's nicht anders geht") eine erhebliche Lücke. Komisch, warum nur bin ich nicht überrascht?
"Also, offensichtlich klafft hier bei etlichen Leuten zwischen Behauptung (”10 Euro, super Lohn”) und Handeln (”So was nehme ich nicht an, ich beleidige und drohe dann halt, wenn’s nicht anders geht”) eine erhebliche Lücke. Komisch, warum nur bin ich nicht überrascht?"
Nur weil man der Meinung ist, daß 10,-€ netto genug sind für eine Reinigungskraft, muß man noch lange nicht seine eigene Arbeitskraft für 10,- € anbieten. Ich arbeite deshalb nicht für 10,-€, weil mein Marktwert höher liegt. Bei der Reinigungskraft ist das offensichtlich nicht der Fall.
Tja, lieber Anonym, nur dass eben noch von vielen rumgeheult wurde, dass diverse Löhne doch darunter lägen, einige meinten, man würde zu dem Satz sofort starten, usw. usf.
Tatsache ist, dass 10 Euro nett sind, für diesen Job, aber durchaus einige Arbeitgeber mehr bieten, wenn auch nicht viel. Der Gesamtaufwand der Putzfrau ist bei kleinen Büros halt locker 100% höher, als die eigentliche Arbeitszeit.
Wie sich hier Leute in Hasstiraden ergehen, ihre Fresse aufreißen, und es andererseits peinlichst vermeiden, ihren Worten Taten folgen zu lassen, das ist billig und peinlich. Die genannte Bezahlung ist für den Job nicht schlecht, das stimmt, aber es gibt auch Stellen, wo 1-2 Euro mehr gezahlt werden, gerade in westdeutschen Großstädten. Soviel zum Thema "Bei der Reinigungskraft ist das offensichtlich nicht der Fall". So ein Lohn wird durchaus gezahlt, und ist im Falle einer guten Leistung auch durchaus eine sinnvolle Investition. Sich deswegen so zu echauffieren, teilweise mit Gewalt zu drohen, sagt viel über den armseligen Geisteszustand der Krakeeler aus.
@ben: Schon mal dran gedacht,dass ein Handwerker höher qualifiziert sein könnte als eine Reinigungskraft und genau deshalb auch andere Forderungen stellen kann?
Interessante Diskussion, die aber zu nix führt, da einfach keine Infos da sind. Fakt ist: Da verlangt einer 10 Euro pro Stunde. Es ist aber nicht bekannt, wie viel die Person bisher erhält. Logischerweise muss Sie zwischen 1 cent und 9,99 Euro verdienen. Über den Bereich wird also gestritten. Dazu lassen sich folgende Äusserungen treffen:
(1) Die Initiative Mindestlohn sieht einen Mindestlohn von 7,50 Euro als vernünftigen minimal-Lohn an. Hier kann man also einen Schwellenwert sehen. Da Gewerkschaften diesen Betrag fordern empfinde ich diese Schwelle nicht als "böse".
(2) Ungelernte und "wenig qualifizierte Fachkräfte" haben laut Statistik des statistischen Bundesamtes im Schnitt um die 5 Euro pro Stunde verdient. Im Einzelhandel dabei bis zu 7 Euro im Schnitt.
(3) Facharbeiter haben in der gleichen Statistik im Schnitt einen Mindestlohn von um die 10 Euro im Schnitt erhalten. Ausnahme sind Frisöre, die haben um die 4 Euro verdient.
Aus der Lebenswirklichkeit der Punkte (2) und (3) erscheint mir ein Mindestlohn von 7,50 Euro als durchaus vernünftige Forderung der "Initiative Mindestlohn" an der ich mich persönlich orientiere. Das heisst: Ein Mindestlohn von 7,50 Euro ist angebracht – eventuell erhält die hier diskutierte Person diesen ja sogar. Als Umkehrschluss folgere ich daraus: Dass jeder der mehr als diesen Lohn erhalten will, erklären muss warum: Etwa weil man engagiert arbeitet, eine Fachkraft ist etc. Daher meine Konsequenz hier, ohne Kenntnis der wesentlichen Fakten (da nicht mitgeteilt): Wäre ich Arbeitgeber würde ich einer Reinigungskraft 7,50 Euro (da Mindestlohn, auch wenn noch nicht gesetzlich umgesetzt) zahlen. Wenn die Reinigungskraft mehr erhalten möchte, erklärt sie warum und das wird dann in Betracht gezogen.
Ich lebe in einer "strukturschwachen" Region und hier bekommen nicht mal Leute mit abgeschlossener Berufsausbildung durchgängig über 10 €/Std. Aber gut, andere Länder, andere Sitten. Dafür möchte ich auch keine Düsseldorfer Mieten zahlen
@ Horst aus Köln:
Es geht um 10,- netto/Std., wie sich Udo Vetter Blogeintrag entnehmen lässt.
Den Spruch "wer lesen kann…" spare ich mir an dieser Stelle! ;-)
@83:
Wie ich schon sagte, das intellektuelle "Niewo" hier ist atemberaubend – das ist nicht mehr im Keller, das ist schon im Erdenkern. Du hast den Punkt offensichtlich ebenfalls nicht verstanden, willkommen im Klub. Der Handwerker rechnet nicht nur seine Arbeitszeit, er rechnet auch noch seine Anfahrt, was bei der Art seiner Tätigkeit (meistens viele kleine Einsätze) sinnvoll ist. Das gleiche Prinzip verfolgt die Putzfrau, zu einem Lohn, der nominell deutlich niedriger ist. Wer da so tut, als würde es keinen Unterschied machen, ob der Job mehrere Stunden am Stück, oder nur für eine Stunde gemacht wird, der handelt unredlich oder dumm.
@Horst aus Köln:
Herzchen, was denn nun? Ich dachte, ich könnte eh kein Geld wechseln, und mein Arbeitsplatz sei die Domplatte (scheint da ja gutes WLAN zu geben) Wie dem auch sei, du kannst mich gerne unter der (0221) 11 08 745 anrufen.
lawbloguser@freenet.de
.. damit das auch jeder DAO mitbekommt
DAO? Ist ein DAO jemand, der "DAU" schreiben wollte, dann aber versagt, und es nur zu "DAO" bringt? Ja? Hab' ich mir gedacht.
@ben (95):
"Du hast den Punkt offensichtlich ebenfalls nicht verstanden, willkommen im Klub. Der Handwerker rechnet nicht nur seine Arbeitszeit, er rechnet auch noch seine Anfahrt"
Hier versteht in der Tat jemand offensichtlich den Punkt nicht. Nur: ich bin das sicher nicht.
Ich schrieb überhaupt nichts von Arbeitszeit, sondern allgemein von,Zitat, "Forderungen", Zitat Ende, die der Handwerker stellen kann. Und dazu gehört eben auch die Bezahlung der Anfahrtszeit.
Wenn es in D nur ein paar 10000 Reinigungskräfte gäbe, sähe es für sie anders aus. Und wenn es in D ein paar Millionen Handwerker gäbe, sähe es wiederum für diese anders aus.
Was ist so schwer daran zu verstehen, dass Arbeit ein Produkt ist wie jedes andere auch? Und Produktpreise werden durch Angebot und Nachfrage bestimmt. Wenn mir mein Einkommen nicht ausreicht, muss ich eben zusehen, wie ich an Angebot und Nachfrage drehen kann, um es zu steigern.
@Micha42:
> Hier versteht in der Tat jemand
> offensichtlich den Punkt nicht.
> Nur: ich bin das sicher nicht.
Doch, und deine nachfolgende Argumentation zeigt dies auch überdeutlich. Ich sage nicht: "Die Frau muss 10 Euro oder mehr bekommen!". Darum geht es nicht (und das hast du offensichtlich nicht verstanden). Auch die Mechanismen von Angebot und Nachfrage sind mir bekannt, und von mir berücksichtigt. (Auch dies hast du offensichtlich nicht verstanden). Ich sage nur zwei Dinge:
1.)
10 Euro für die Tätigkeit sind nicht schlecht, aber 12 bis 13 Euro sind durchaus nicht total exotisch. Solche Löhne werden manchmal gezahlt, ich kenne mindestens einen verifizierten Fall, und einige andere, wo es nah dran ist. Je nach Umständen kann das angemessen sein.
2.)
Der Lohn ist wahrscheinlich nicht so gut, wie er klingt. Das liegt daran, dass im Falle dieses Arbeitsverhältnisses pro Stunde Arbeit durch An- und Abfahrt eine "Vorbereitungszeit" anfällt, die in Relation zur eigentlichen Arbeitszeit vermutlich nicht unerheblich ist.
Tja, und das reicht schon aus, damit die Leute hier reihenweise emotional austicken. Insbesondere beim zweiten Argument wird so getan, als ob das vollkommen unerheblich sei, was es eben nicht ist. Siehe vergleichbare Berufe, bei denen um die eigentliche Arbeitszeit herum viel Zeit aufgewendet werden muss. Dass es mir darum ging, obwohl ich es immer wieder geschrieben habe, hast du nun mal einfach nicht verstanden. Ansonsten würdest du mir hier nichts von Marktpreisen, Angebot und Nachfrage erzählen, deren Mechanismen mir absolut geläufig sind, und auf die ich mich sogar wieder und wieder bezogen habe. Tja, zu solchen Fehlschlüssen kommt es halt flott, wenn man in einem Klima lebt, in dem jeder, der mal ein paar Gründe für höhere Löhne anführt, gleich als sachfremder, kommunistischer Vollidiot diffamiert wird.
Nur sorry, das bin ich halt nicht. Ich sage nur, dass die Frau eine (kleine) Chance auf so eine Bezahlung hat, dass das nicht komplett unüblich ist, und wieso der vermeintlich so hohe Lohn in diesem Fall gar nicht so gigantisch toll ist, wie das hier viele glauben. Tja, und das reicht schon, damit Leute hier in einem Maße austicken, dass ich sie intellektuell absolut nicht mehr als gleichwertige Diskussionspartner betrachten kann.
@ben: Was "üblich" oder "unüblich" in der Putzbranche ist, wurde ja schon weiter oben erklärt. Sorry, aber mit 10 Euro netto steht die- oder derjenige da vergleichsweise gut da. Und das selbst dann, wenn's Fahrtzeit inklusive nur 6 Euro netto wären.
Wobei nebenbei gesagt völlig unklar ist, ob das so ist: Udo hat nur den Stundenlohn erwähnt, und nicht, ob er diesen auch oder eben nicht auch für die Fahrtzeit bezahlt.
Faszinierend wie lange man sich über den Stundenlohn einer Putzkraft unterhalten kann…
@micha42
> Sorry, aber mit 10 Euro netto steht
> die- oder derjenige da vergleichsweise
> gut da.
Dein "sorry" impliziert, das ich was anderes behauptet habe. Kannst du mir bitte aufzeigen, wo?
>
> Und das selbst dann, wenn’s Fahrtzeit
> inklusive nur 6 Euro netto wären.
Nö. Nicht in Düsseldorf. Wenn eine Hilfskraft beim Billigheimer LIDL 11,- Euro verdient, dann sind 6 Euro in Relation eher wenig. Sooo gigantisch viel härter ist Regale einräumen nicht gerade.
Und dass Putzhilfen i.d.R. keine Anfahrtszeit bezahlt bekommen, sondern das eher über den Stundenlohn abgefackelt wird, setze ich als bekannt voraus. Das Argument ist für mich eher ein "nach jedem Strohhalm greifen, um irgendwie recht zu behalten".
Bei Porsche in Leipzig bekommt ein Neueinsteiger ins Berufsleben in der Montage 7,50 Euro. ( achso brutto )
Ich arbeite für 15€/h netto. Das ist meine Forderung und der wird entsprochen.
Tätigkeit? Menschen, die keine Ahnung haben, Computer einrichten und erklären. Qualifikation? Keine.
10€/h sind gut – für Jobberei zwischendurch. Richtig leben kann man davon aber nur als Fulltime-Job.
Das allerdings ist eher nicht Herr Vetters Problem.
@116:
Und Äpfel sind Birnen. Wohnraum in Leipzig ist ja bekanntermaßen so gigantisch teuer, dass immer mehr Rentner aus dem Westen nach "drüben" ziehen. Voll mit Düsseldorf (!) vergleichbar. Mann, mann, mann…
Hallo Ben,
ehrlich gesagt fnde ich die Diskusion hier ein bisschen übertrieben. Aber wenn Du Unterstützung brauchst….
Zur Erinnerung:
http://www.lawblog.de/index.php/archives/2007/03/19/danke-furs-gesprach/#comments
Der Gerd
Ich hab die Diskussion jetzt nicht verfolgt, aber 112 Kommentare zeigen, daß das Thema ja von Interesse ist. Ich möchte an dieser Stelle auf das innovative Konzept des bedingungslosen Grundeinkommens hinweisen, das ich sehr interessant finde:
http://de.wikipedia.org/wiki/Bedingungsloses_Grundeinkommen
Noch will ich nicht schreiben, daß ich für dieses Modell eintrete, aber das Konzept ist sicherlich eminent interessant. Zuerst lese ich aber das Buch von dem dm-Chef zu Ende:
http://www.amazon.de/Ein-Grund-für-Zukunft-Grundeinkommen/dp/3772517897
Mal sehen, was sich da noch entwickeln wird in den nächsten 50 Jahren, die ich mindestens noch zu erleben gedenke.
@Gerd:
Vielen Dank, aber ich ziehe mich ebenfalls aus der Debatte zurück. Wer es jetzt noch immer nicht kapiert hat, der will es halt nicht kapieren. Ich finde es schon faszinierend, wie viele Leute nicht eine Sekunde über die Randbedingungen nachdenken wollen.
Die gleichen Leute würden aber als Selbstständige garantiert erst mal einen höheren Stundensatz verlangen. Die Rabatte kämen erst dann, wenn der Auftraggeber eine größere Zahl an Wochenstunden abnehmen würde. Ganz stinknormales wirtschaftliches Verhalten, macht wirklich jeder, aber wenn eine Putzfrau es tut, ticken hier einige aus und hperventilieren.
Aber beim nächsten Bier in der Kneipe wird dann über die verlogenen, inkompetenten und amoralischen Politiker geflucht, man hat sich ja selbst diesbezüglich nichts vorzuwerfen…
@Julian/ 122:
Schau doch auch mal hier nach:
http://www.nachdenkseiten.de und
http://www.hwwi.org
Nimm die Suche: "Grundeinkommen"
Ist zwar mit Vorsicht zu geniessen (1. geht m.E. mgl. davon aus, dass es gesellschaftsimmanent ist, durch abhängige Beschäftigung integriert zu sein /werden, 2. ist politisch anscheinend nicht ganz unabhängig), aber es sind umfangreiche Darstellungen, Ansätze, Contras zu erkennen…
Viel Spass bei Lesen – denn Lesen bildet
:-)
"Dein “sorry” impliziert, das ich was anderes behauptet habe."
In der Tat.
"Kannst du mir bitte aufzeigen, wo?"
Überall da, wo du dich darüber beschwert hast, dass das nicht genug wäre. Wie z.B. gleich nochmal nach deiner Frage. Wenn du nicht mal weisst, was du selbst schreibst, dann ist die Diskussion offenkundig sinnlos.
"Nicht in Düsseldorf"
Das ist ja wohl kaum ein Argument. Eine Firma kann auch nicht nach Belieben ihre Preise anheben, weil sie hohe Kosten hat. Modell GEZ oder was? Wenn der Kunde nicht bereit ist, diese Preise zu zahlen, dann muss sie eben zusehen, wie sie ihre Kosten senkt, damit unterm Strich ein plus rauskommt.
@micha42:
>> “Dein “sorry” impliziert, das ich
>> was anderes behauptet habe.”
>
> In der Tat.
So, so. Der Augenblick, wo du das geschrieben hast, war wohl eher nicht der cleverste Moment deines Lebens, oder? Du solltest dich mal genauer mit den Feinheiten unserer Sprache beschäftigen, vielleicht unterlaufen dir dann nicht mehr solche Falschaussagen, denn…
>
> Überall da, wo du dich darüber beschwert
> hast, dass das nicht genug wäre.
…ich habe nirgendwo behauptet, es sei nicht genug. Erläuterung folgt.
> Wie z.B. gleich nochmal nach deiner Frage.
Geschrieben habe ich, dass die Frau, gemessen am örtlichen Lohnniveau mit 6 Euro pro Stunde nicht gut dasteht. Wenn dir jetzt wirklich nicht klar ist, wieso das nicht meilenweit von einem "es ist nicht genug" entfernt ist, dann tust du mir ernsthaft leid. Wenn du es weißt, und meinst, hier bewusst zu Unwahrheiten greifen zu müssen, um andere zu diffamieren, tust du mir noch mehr leid.
> Wenn du nicht mal weisst, was du selbst
> schreibst,
Was ich natürlich doch weiß…
>
> dann ist die Diskussion offenkundig sinnlos.
Betrachte diesen dümmlichen Vorwurf hiermit als auf dich selbst zurückgeprallt. Die für ihn notwendigen Voraussetzungen, treffen alle nicht zu. Brauchst du solche offenkundig schwachsinnigen Methoden, um eine Diskussion zu führen? Dann kann es um deine Argumente nicht besonders gut stehen.
>> “Nicht in Düsseldorf”
>
> Das ist ja wohl kaum ein Argument.
Ach ja? Nun, es ist Marktrealität. Schon klar, dass du dich nicht von so Belanglosigkeiten wie der Realität vom Kurs abbringen lässt, aber darauf hinweisen wollte ich dann doch mal. In Düsseldorf wird mehr gezahlt, als in Leipzig oder Berlin, auch für solche Jobs. Ob ein Lohn gut oder schlecht ist, hängt sowohl von dem Vergleich mit anderen Löhnen, als auch von seiner realen Kaufkraft ab.
Zudem, um nochmal auf dein kleines Verständnisproblem zurückzukommen, sagt die Eigenschaft "guter" oder "schlechter" Lohn nichts darüber aus, ob es genug ist. "Genug" hängt an vollkommen anderen Kriterien, auch wenn die Chance, dass ein Lohn "genug" ist, natürlich mit dessen Höhe ansteigt.
>
> Wenn der Kunde nicht bereit ist,
> diese Preise zu zahlen,
…und wieder eine Voraussetzung, die so pauschal nicht richtig ist. Einige Kunden zahlen diesen Preis.
> dann muss sie eben zusehen, wie
> sie ihre Kosten senkt, damit
> unterm Strich ein plus rauskommt.
Ui, Captain Obvious hat mal wieder gnadenlos zugeschlagen. Und wenn sie morgen eine Million im Lotto gewinnt, muss sie nicht mehr putzen gehen. Nur schade, dass weder das eine, noch das andere so bedingungslos zutrifft. Sie kann eben mit etwas Glück und abhängig von ihr selbst sehr wohl einen höheren Preis erzielen, und sie wird wahrscheinlich keinen so hohen Lottogewinn verbuchen können. Dazu gehört auch, dass sie gerade in Düsseldorf eine ziemlich gute Chance hat, einen ihren Fähigkeiten angemessenen Job zu finden, der nicht anstrengender ist, aber besser bezahlt wird. (Wer putzen kann, kann auch im Supermarkt Regale einräumen). Oder haben wir jetzt über Nacht eine Kasten- und Zünfte-Gesellschaft eingerichtet, in der jeder ein Leben lang bei seinem Gewerk bleiben muss, damit deine Argumentation irgendwie doch funktioniert?
Es ist faszinierend, was doch für eine Debatte diese simple Lohnforderung auslösen.
Einmal so eine Debatte wenn wieder ein stück Rechtsstaat den bach runter geht, und die welt wäre eine bessere, aber och gott, die arme putzfrau will ja mehr geld, was geht es uns da schon an das panzer und tornados gesetzeswiedrig verwendet werden, der staatsbürger zum verdächtigen gemacht wird usw.
ich war etwas erstaunt über das 10€ NETTO! ich arbeite nicht körperlich hart, aber geistig. kundenbetreuung am telebim. und der durchschnittliche nettolohn dafür ist in berlin ~6€ die stunde. das mal so als vergleich. (ach ja… NATÜRLICH auf stundenbasis. kein feiertagsausgleich etc… und ich verdien für berliner verhältnisse schon durchschnittlich viel). auch mit 45min anfahrt etc.
irgendwie fühl ich mich grad billig :(
Wenn die Reinigungsfachkraft einen Vollzeit-Job hätte, wären 10 Euro Netto wohl ein wenig viel. Putz Sie aber nur 3 mal die Woche je 2 Stunden sind 60 Euro die Woche ganz OK. Da gehst Du einmal richtig einkaufen und weg ist die Kohle. Ich würde meiner Angestellten so soviel zahlen, dass wir beide damit gut 'leben' können. Zufriedene Arbeitnehmer sind motivierter und arbeiten besser. Und wer mit Peanuts bezahlt, darf sich nicht wundern wenn er von Affen umgeben ist.
Mit der Aussage kann alles relativiert werden.
So, Lea, du fühlst dich also richtig billig, weil du in Berlin "nur" um die 6 Euro bekommst, für einen Job, den du im Gegensatz zur Putzfrau mehrere Stunden am Stück ausüben kannst. Ich gebe dir mal kurz ein paar Informationen zu den Wohnungspreisen in Köln (ca. 13% Arbeitslosigkeit, damit hier keine Missverständnisse aufkommen):
- Ein 14qm WG-Zimmer, in Köln-Weiden (=Arsch der Welt), kostet 350 Euro im Monat warm.
- Eine 72qm-Wohnung in Köln-Lindenthal (nicht Innenstadt, aber zumindest Uni-Nähe) aus der man spätestens am 15.03.2008 wieder ausziehen muss, kostet 834,- Euro im Monat, sowie natürlich Kaution, vermutlich 2 Monatsmieten.
- 30qm in Sülz, Tiefpattere, wieder halbwegs Uni-Nähe, kosten 400 Euro warm, bei steigenden Heizkosten eher mehr.
Nun, Lea, was zahlst du in Berlin für eine Wohnung? Fühlst du dich immer noch billig? Oder ist das mal wieder vollkommen irrelevant? Und noch was, ist dir klar, dass es einen Unterschied gibt, ob man 45 Minuten Anfahrt und 8 Stunden Arbeit hat, oder ob man 45 Minuten Anfahrt, und eine Stunde Arbeit hat? Was könnte wohl der entscheidende Unterschied sein? Naaaa? Irgendeine Idee?
Ach, und Lea: Düsseldorf gilt laut statistischem Landesamt generell als etwas teurer als Köln.
@Ben
Was sollen uns Deine geistigen Ergüsse jetzt sagen?
Wir reden hier über den Stundenlohn. Jeder muss für sich selbst entscheiden ober er von dem angebotenen Lohn Leben kann. Da ist es egal wie weit die Anfahrt oder teuer die Wohnung. Einer Bekannten hat man als Spielhallenaufsich in Vollzeit und unmöglichen Arbeitszeiten 5,40 Euro Brutto angeboten. Das sind 864 Brutto im Monat. Netto bleiben bei Steuerklasse I stolze 684 Euro. Würde sie von HartzIV leben ginge es ihr besser.
P.S. Die Spielhalle sucht nun schon seit 3 Monaten.
Mein Gott, 128 Kommentare für sowas. Irgendwie lässt mich das völlig sprachlos zurück. Warum bei sowas soviele und bei anderen Sachen, die deutlich wichtiger sind, kommen vielleicht mal 30 Kommentar ?
Liegt es daran, dass hier leichter eine Diskussion aufflammt, weil bei den letzten Akten aus der Innere-Sicherheit-Horrorshow sowieso alle der selben Meinung sind (nämlich, dass zumindest ein gewisser Politiker völlig hohldreht), oder daran, dass es schlichtweg mehr interessiert ?
Abgesehen davon, das Niveau ist irgendwie abgründig.
(Zahl der Kommentare hat sich soeben verringert. U.V).
Nicht schlecht, mal eben mehr als 20% der Kommentare entsorgt. Das könnte U.V. einen Spitzenplatz einbringen. Nicht mal DonAlphonso schafft dies.
Und alles wegen so einem lächerlichen Themas und eines 2-Zeilen-Postings.
100 % der entsorgten Kommentare stammen von einem Kommentator. Oder waren ausschließlich Reaktionen auf seine sinnfreien Provokationen. U.V.
@100:
Lieber Wolfgang, deinen leisen Spott á la "geistige Ergüsse" kannst du dir schon mal dahin stecken, wo die Sonne nicht hinkommt, herzlichen Dank. Ich antworte dir dennoch: Was mich hier massiv stört, ist dass die Leute Äpfel mit Birnen vergleichen. Die Löhne, über die wir hier reden, werden gezahlt.
Trotzdem fallen viele aus allen Wolken, und tun so, als mache es angeblich keinen Unterschied, wie es um das Verhältnis von Arbeitszeit zur Anfahrtszeit steht. Exakt diese Haltung ist so bis ins innerste Mark verlogen, dass mich das Verhalten dieser Leute grundlegend ankotzt.
Damit wir uns nicht falsch verstehen, ich rede nicht darüber, dass die 10 Euro schlecht wären, darum geht es nicht! (Wieder ein Punkt, den viele -absichtlich?- nicht verstehen wollen). Es geht mir eher darum, dass hier elementare Marktgesetze wider besseres Wissen bestritten werden. Ich sage dies nicht aus der Position des Anbieters der Dienstleistung, sondern als jemand, der selber eine sucht! Deshalb weiß ich, dass die Leute generell eher höhere Stundensätze fordern, wenn die eigentliche Arbeitszeit kurz ist! Natürlich kann ich dennoch Glück haben, aber ggf. suche ich halt auch drei Monate, wenn ich nicht im Preis hochgehe.
Was mich so empört, ist nicht das hier besprochene Lohnniveau. Ich habe dieses mittlerweile etliche male als relativ gut bezeichnet, aber zugleich darauf verwiesen, dass durchaus hie und da noch zwei, drei Euro mehr gezahlt werden. Darum geht es also nicht. Was mich empört, ist, dass sich hier massenweise Leute so unehrlich anstellen, dass ich das nur noch als Absicht betrachten kann.
Beispiel 1:
Hier werden permanent Ostdeutsche Löhne mit welchen aus westdeutschen Hochpreisregionen verglichen. Das ist unredlich, und das weiß auch jedes Kind! Jeder weiß ganz genau, wie es um die unterschiedlichen Lebenskosten steht, und dass diese schon immer zu unterschiedlichen Löhnen geführt haben. Mir kann niemand glaubwürdig erzählen, er hätte nicht gewusst, dass in München einerseits die Löhne deutlich höher sind, dies aber andererseits auch deswegen so gehandhabt wird, weil die höheren Mieten ausgeglichen werden müssen.
Beispiel 2:
Noch viel unredlicher ist die Tatsache, dass hier eine grundlegende Wahrheit bestritten wird: Jeder hier wird, wenn er einen Job angeboten bekommt, als eine seiner ersten Maßnahmen die Anfahrtszeiten und -kosten in die Kalkulation einbeziehen. Jeder würde im Fall einer kurzen Arbeitszeit und einer relativ langen Anfahrtszeit mehr Stundenlohn verlangen, oder die Offerte ablehnen. Trotzdem stellen sich hier viele, wo es um den Lohn von jemand anders geht, ganz offensiv dumm, und tun so, als wäre das nicht so. Das ist zutiefst verlogen!
Beispiel 3:
Mir kann keiner erzählen, dass er nicht für einen Handwerker mit einem kleinen Auftrag Anfahrtszeit oder einen höheren Stundensatz zahlen muss! Mir kann niemand glaubhaft erklären, dass er nicht ganz genau weiß, dass er, wenn er ein teures Taxi benutzt nicht so sehr für die eigentliche Arbeitszeit des Fahrers, sondern vor allem auch für seine faktischen "Bereitschaftszeiten" mitzahlt.
Der Lohn der Putzhilfe ist für mich in dieser Debatte der Aspekt, der am wenigsten wichtig ist. Was mich massiv ärgert, ist die unglaubliche verlogene Heuchelei, die hier stattfindet, und über die sich hier praktisch jeder massivst echauffieren würde, käme sie aus einem Politikermunde.
@101:
Realistisch betrachtet sind vermutlich 50% der Kommentare von mir, und das auch nur, weil ich im Moment Zeit habe. Was es mich betrifft, so liegst du mit deiner Vermutung richtig, dass ich hier nicht groß über innere Sicherheit debattieren würde, einfach, weil wir uns da weitgehend einig sind.
Ich bin aber auch der Ansicht, dass man, wenn man unethisches Verhalten anderer kritisieren will, sein eigenes Haus halbwegs in Schuss halten sollte. Die meisten Leute, die hier den Lohn der Putzhilfe als angeblich gigantisch zu hoch empfinden, argumentieren in einer Art und Weise, die ich als zutiefst unseriös und zutiefst unfair betrachte. Warum das so ist, steht bei Kommentar 103. Hier legen Leute Verhaltensweisen an den Tag, die sie anderen nie und nimmer durchgehen lassen würden!
@102:
Wie Udo schon sagte, die gelöschten Kommentare waren schwachsinnige, absolut themenfremde Provokationen, oder meine Antworten darauf. Ich bin mit der erfolgten (Teil-)Löschung voll und ganz einverstanden.
Wieviel jeder seiner Putzfrau oder anderen Angestellten zahlt, sollte jedem selbst überlassen bleiben. Solange nicht gegen Gesetze, Tarife oder Ethik verstossen wird. Was bei der Putzhilfe von U.V. scheinbar nicht der Fall ist. Daher ist die Diskussion darum auch gelinde gesagt "schwachsinnig". Aber auch typisch deutsch, wo mit aller Macht möglichst Gerechtigkeit hergestellt werden soll: Putzen vs. Brummifahren vs. Hartz IV, Düsseldorf vs. Dresden, Frau vs. Mann, …
@105:
> Wieviel jeder seiner Putzfrau oder
> anderen Angestellten zahlt, sollte
> jedem selbst überlassen bleiben.
> Solange nicht gegen Gesetze, Tarife
> oder Ethik verstossen wird.
Du hast aber jetzt schon verstanden, dass es mir darum nicht geht, oder? Dass ich und jeder andere wohl kaum Probleme haben wird, diesem Allgemeinplatz zuzustimmen, der aber komplett am Thema vorbeigeht?
>
> Daher ist die Diskussion darum
> auch gelinde gesagt “schwachsinnig”.
Ach, darüber gibt es eine Diskussion? Interessant. Wo genau haben denn Leute Udo Vorgaben machen wollen, wie viel er zu zahlen hat? Ich kann die Stelle nämlich gerade nicht finden. Nicht, dass ich behaupten würde, dass sie nur in deiner Einbildung existiert, aber könntest du vielleicht mal ein konkretes Zitat anführen?
>
> Aber auch typisch deutsch, wo mit
> aller Macht möglichst Gerechtigkeit
> hergestellt werden soll: Putzen vs.
> Brummifahren vs. Hartz IV, Düsseldorf
> vs. Dresden, Frau vs. Mann
Denkst du, dass die Löhne in Düsseldorf und Dresden gleich sind? Denkst du, dass die Marktstrukturen in beiden Städten gleich sind? Denkst du, dass ein Ignorieren dieser Marktstrukturen für die Akteure folgenlos bleibt? Was genau willst du uns mit deinem Absatz sagen? Dass Differenzierung Teufelwerk ist, auch wenn man ohne sie mörderisch auf die Fresse fliegt?
Was es meine Kommentare angeht, gibt es keine Gerechtigkeitsdebatte, sondern einfach nur klare Hinweise auf Marktgegebenheiten. Stört es dich, wenn man dich auf einfache, klar verständliche Marktgesetze hinweist?
@102: Wenn mal ein Spambot die Kommentare hier vollspammt, dürfte Udo schnell über 90% Löschquote erreichen. Ich habe nicht genau nachgesehen, was da "fehlt", aber es gibt hier viel weniger Einzeiler u.ä.
@103(letzter Absatz): Diese Heuchelei ist leider für viele alltäglich, sonst würde in der Politik und in vielen Managments einiges deutlich unrunder laufen.
@Ben: Was die Argumentationsstruktur angeht, stimme ich weitgehend zu, es ist leider sehr weit verbreitet, einen einzigen Aspekt hervorzuheben (den Stundenlohn, die Vorteile eines Produktes, …) und alles andere, was man lieber nicht hätte, unerwähnt zu lassen (Anfahrtskosten, die Nachteile eines Produktes, …). Dieses Schema kann man leider inzwischen fast überall beobachten, manchmal funktioniert es sogar autosuggestiv; was man davon hält, sei jedem selbst überlassen …
Um das ganze Thema zu beenden.
10 Euro netto! sind viel für eine ungelernte (Hilfs)kraft!
Man möge sich vorstellen, was ausgelernte Leute im Osten bekommen!
Ausserdem darf sich die Putzfrau nicht beschweren über den "niedrigen" Lohn. Sie kann ja umschulen und dann versuchen was besseres zu finden.
Vielleicht wohnt die Perle ja auch im Bergischen Land wo es preiswerter ist und nicht im Appartment auf der Kö?
Die Marktgesetze sind eben nicht so einfach. Was ja zu den hinglänglich bekannten Disussionen führt, welcher Job welches Gehalt "wert" ist. Der Lohn wird immer noch zwischen zwei Vertragspartnern ausgehandelt. Obwohl es wohl einige lieber sähen, wenn der Staat stärker eingreift – wie früher im Osten.
Wenn U.V seiner Putzhilfe 10 Euro gibt – auch ohne 2 Stunden Anfahrtsweg und anderen "Markterschwernissen", hat er seine Gründe dafür. Die mögen zwar auch was mit "Markt" zu tun haben, aber sind nicht so offensichtlich, dass man nun die Angemessenheit diskutieren muss. Was am Ende immer auch irgendwie eine versteckte Neiddiskussion ist – ob es nun U.V. ist, der soviel zahlen kann oder ob es die Putzhilfe ist, die für eine einfache Tätigkeit mehr verdient als ein promovierter Taxifahrer.
@108 SvenC
Sorry, mit Deinem Posing erreichst Du genau das Gegenteil.
In den 'unteren' Einkommengruppen spielt es schon lange keine Rolle mehr ob gelernt oder ungelernt. Und dieser Schwachmatismus wie'… Sie kann ja umschulen…' ist ein Schlag ins Gesicht vieler Menschen die keine anderen Möglichkeiten mehr haben, zusätzlich an Geld zu kommen. Falls sich Deine Meinung durchsetzt, werden wir demnächst verschärft wohl Putzfrauen mit Abitur und Doktortitel haben.
@108 SvenC:
In meinem Kommentar unter 103 (erstes Beispiel) steht, wieso auch du unredlich argumentierst. Nicht, weil 10 Euro Stundenlohn wenig wären, sondern weil du unredliche Vergleiche ziehst, um deine These zu untermauern. 10 Euro sind halt nicht schlecht, aber angesichts der Begleitumstände und Marktgegebenheiten auch nicht vollkommen unfassbar. Acht bis neun Euro sind in Köln und Düsseldorf absolut keine ungewöhnlichen Beträge für Putzhilfen. In Berlin wären es halt eher fünf bis sechs Euro.
@109 Tim:
Wenn sie im Bergischen Land wohnt, werden Anfahrtzeit und Anfahrtkosten richtig übel. Mit der Folge, dass die Arbeit zu einem Leipziger Tarif vermutlich nicht mal (fahr-)kostendeckend wäre.
Nebenbei, mit der "versteckten Neiddiskussion" hast du vollkommen recht. Diese wird von all jenen aufgemacht, die diese 10 Euro für unfassbar hoch halten, und sich ausschließlich aus heuchlerischen Motiven heraus permanent weigern, ein paar einfache Marktrealitäten zur Kenntnis zu nehmen.
@ben
Das war kein Spott. Mir fiel nur keine anderen Worte zu Deinen Megapostings ein. Du legst hier ein Potential an den Tag, bei dem man glauben könnte, es ginge um den Untergang des Abendlandes. Keep Cool. Breite dich hier ruhig noch ein wenig aus und erkläre alle Anderen für unwissende Deppen. Es ändert nichts an der Tatsache das das Problem der Löhne ein Problem der Gesellschaft ist. Da wo 'Geiz geil' ist und 'Billich will ich' sich breit macht, darf man sich nicht wundern, wenn die Löhne den Bach runtergehen.
@ben: Sicher wird in Düsseldorf mehr gezahlt als in Leipzig, aber eben nur in einem gewissen Rahmen, und nicht "nach Belieben"! Wenn du diese 2 von mir oben bereits klar erkennbar benutzten Worte ignorieren musst, um meine Aussage zu verdrehen, kann ich dir nicht helfen.
Um dein Gegenbeispiel Leipzig aufzugreifen: das würde als Vergleichsbasis taugen, wenn 10 Euro netto fürs Putzen (plus Fahrtkosten) in Leipzig Standard wäre. Das ist aber ganz sicher nicht der Fall, sondern nix mit Anfahrt, sondern mit viel Glück 10 Euro brutto.
Apropos: ich bezweifle stark, dass in Leipzig die Fahrtkosten, um die es dir ja geht, wesentlich geringer sind als in Düsseldorf. Womit wir noch einen Grund haben, warum Leipzig nicht als Gegenbeispiel taugt. Eine Reinigungskraft schleppt ihr Zeug nun mal eher selten mit Bus und Bahn an, und die Preisdifferenzen bei Autos und Sprit sind nicht sooo heftig.
PS: Der letzte Handwerker, den ich brauchte (ein Maler), hatte auf der Rechnung übrigens keine Fahrtkosten aufgeführt. Kann natürlich sein, dass er sie in den Arbeitsstunden versteckt hat, aber er hatte 10 Minuten Anfahrt. Ich bezweifle, dass die Dichte an Reinigungskräften irgendwo längere Anfahrten (wie die von dir wohl für guten Durschnitt gehaltenen 30 Minuten) zwingend nötig macht, außer vielleicht, wenn man eine große Firma beauftragt, die aber vermutlich wieder auch nur größere Läden als Kundschaft hat, wo die Anfahrtskosten dann aus anderen Gründen auch bloß wieder nicht auf der Rechnung auftauchen.
@114 Wolfgang:
> Das war kein Spott. Mir fiel nur
> keine anderen Worte zu Deinen
> Megapostings ein. Du legst hier
> ein Potential an den Tag, bei dem
> man glauben könnte, es ginge um
> den Untergang des Abendlandes.
> Keep Cool.
Warum ich mich so ins Zeug lege:
1.)
Ich habe gerade Zeit und Lust dazu.
2.)
Wenn die Leute nicht anfangen, sich
selbst ethisch zu benehmen, und
nachzudenken, verwirken sie ihr Recht,
von anderen Ethik und Vernunft zu
fordern.
>
> Breite dich hier ruhig noch ein
> wenig aus und erkläre alle Anderen
> für unwissende Deppen.
Unwissenheit ist NICHT mein Vorwurf. Mein Vorwurf ist das genaue Gegenteil, nämlich dass die Leute ganz genau wissen, dass sie mit ihrem "Boah, 10 Euro sind giga-viel!!1!!" allerübelste polemische Scheiße labern, die so schief gebaut ist, dass sie schon nach einem ärgerlichen Blick zusammenfällt, wie ein Kartenhaus.
>
> Es ändert nichts an der Tatsache
> das das Problem der Löhne ein
> Problem der Gesellschaft ist.
Das ist mir jetzt zu pauschal.
> Da wo ‘Geiz geil’ ist und ‘Billich
> will ich’ sich breit macht, darf
> man sich nicht wundern, wenn die
> Löhne den Bach runtergehen.
Der Zusammenhang ist nicht zwingend. ALDI zahlt seinen Mitarbeitern bis heute relativ gute Löhne, LIDL meines Erachtens eher nicht, und MediaMarkt ist in meinen Augen nicht besonders preiswert.
@115 (Micha42):
Lieber Micha, von dir habe ich gar nichts verdreht. Viele Deiner Aussagen (nicht alle!) sind halt irreführend. Erstens würden entgegen deiner Aussage meine Gegenbeispiele Leipzig und Berlin überhaupt nicht taugen, wenn die Löhne dort so wären, wie in Düsseldorf. Weil ich nämlich sage: "Höhere regionale Lebenshaltungskosten korrelieren mit höheren Löhnen". Ein üblicher Putzfrauenlohn von 10 Euro in Leipzig wäre ein herber Schlag für diese meinerseits verwendete Argumentation.
Zweitens hast du teilweise falsche Vorstellungen: Putzkräfte in kleinen Büros, Privathaushalten und Firmen kriegen ihre Arbeitsmaterialien normalerweise gestellt. Da ist nichts mit "im Auto transportieren". Zudem sind Fahrtkosten vom (nicht von mir ins Spiel gebrachtem) Bergischen Land nach Düsseldorf höher, als innerstädtische Fahrtkosten. Ohne dieses Extrembeispiel geht es nicht so sehr um die Fahrtkosten, sondern um den Zeitaufwand. Deine Aussage…
> [...] dass in Leipzig die Fahrtkosten,
> um die es dir ja geht,
…ist also falsch. Um die geht es mir nur dann, wenn irgendwelche Tims mit so netten Ideen kommen, dass die Putzhilfe ja in der Walachei leben könnte, und man deswegen angeblich keine hohen Mieten mehr berücksichtigen müsse. (Muss man dann auch nicht, aber dann sind halt stattdessen die Fahrkosten auf einmal relevant.)
Ohne diese Tims mit solchen nicht funktionierenden Gegenbeispielen geht es mir in erster Linie um die Fahrzeiten in Relation zur Arbeitszeit. So, und nun kommt nach gefühlten 1000 Postings endlich mal ein weder total schwachsinniges, noch total heuchlerisches Gegenargument:
>
> Ich bezweifle, dass die Dichte
> an Reinigungskräften irgendwo
> längere Anfahrten (wie die von
> dir wohl für guten Durschnitt
> gehaltenen 30 Minuten) zwingend
> nötig macht
Das ist seit sehr langer Zeit das erste wirklich vernünftige Gegenargument, welches ich in dieser Diskussion höre. Ich war kurz davor, meinen Respekt vor den Leuten hier komplett zu verlieren, danke für diesen kleinen Lichtblick eines soliden Gegenarguments. In der Tat könnte es sein, dass die Putzhilfe keinen langen Weg hat, oder ein gleichwertiger Ersatz in der Nähe nicht nur verfügbar ist, sondern auch zu Udo findet. Sollte dies so sein, und du mit deinen Zweifeln recht haben, würde in der Tat ein wichtiges Argument von mir entfallen. Ich glaube das eher nicht, weil ich aus Köln weiß, dass ich selbst für recht kurze Distanzen tendenziell 20 Minuten einkalkulieren muss, und weil ich auf gar keinen Fall irgendwen als Putzhilfe einstellen, sondern eher auf Empfehlungen zurückgreifen würde. Wer von uns beiden bei der Grundannahme recht hat, lässt sich schwer bestimmen, aber in der Tat hängt die Antwort auf die Frage "Wie lohnend ist das Engagement bei Udo für die Frau?" ganz entscheidend von ihrem Anfahrtsweg ab.
Wäre ich an Udos Stelle, wäre dies eine der ausschlaggebenden Überlegungen, von denen ich es abhängig machen würde, ob die Frau von mir eher ein höflich verpacktes "Leg' dich gehackt!" oder ein "Hmm, ok, da können wir rüber reden…" zu hören bekäme.
@eviltux:
..nicht ein LKH?
Bin der festen Überzeugung, dort würde mancher Hitzkopf hier die dringend benötigte Ruhe finden!
Aber schon witzig zu sehen, wie politsch-ideologische Vorstellungen in Blog-Kommentaren soooo zielführend ausgetauscht werden. Bei soviel Engagement hätte ich wohl schon längst meine eigene Partei aufgemacht…
Aber was Ethik und Moral angeht, ich denke Hr. Vetter verfügt über beides, so dass er sich schon richtig entscheiden wird, ob es eine Lohnerhöhung gibt – oder eben auch nicht.
Aber dass diese Mega-Postings nur Arbeit machen ohne irgendwas zu befördern, abgesehen vom Image der Verfasser… – das finde ich unethisch!
MHO
:-(((
@ben:
Ich bin's leid.
Erst (z.B. in #81, und auch in #103, auch wenn letzteres nicht an _mich_ gerichtet war) gehts dir angeblich gar nicht um die Löhne. Dabei hast du schon in #5 geschrieben: "12-13 Euro sind die Grenze". Und dabei weisst du was du schreibst.
Dann ist da das sogenannte "erste wirklich vernünftige Gegenargument" der in der Praxis vermutlich recht kurzen Anfahrt, das "endlich mal" kam: Es ist bereits in Kommentar #17 von Zack gebracht worden, also bereits bevor du in #25 von 30 Minuten anfingst. Guten Morgen!
Zu guter letzt nochmal zu Leipzig:
"Höhere regionale Lebenshaltungskosten korrelieren mit höheren Löhnen".
1) Ja eben: sie korrelieren! In gewissem Rahmen. Einen zwingenden kausalen Zusammenhang gibt es nicht! (Im übrigen gibt es auch viele, normal sv-pflichtig Beschäftigte, die in München oder Düsseldorf nicht mehr verdienen als ihre "Berufsgenossen" in Hannover oder Castrop-Rauxel. Z.B. (Disclaimer: also nicht unbedingt! deshalb) wegen eines Tarifvertrages. Erstaunlich.)
2) der Lohn in [D]üsseldorf ist! bereits deutlich höher als der in [L]eipzig! Daher ist der Verweis auf die Miet- u.a. Kostenunterschiede zwischen D und L kein Argument für eine weitere! Lohnsteigerung in D. Weil diese Unterschiede quasi bereits berücksichtigt sind! Ich boin gespannt, ob du schaffst mich nochmal misszuverstehen.
Um einmal etwas die Luft aus der Sache zu lassen:
Wie bei <a href="http://www.lawinfo.de/article_print.php?aid=28" rel="nofollow"> target ="_blank" nachzulesen ist, ist das Durchschnittseinkommen der Einzelanwälte vor Leistung der Sozialversicherungsbeiträge ist nach einer im Auftrag der Bundesrechtsanwaltskammer durchgeführten Untersuchung des Instituts der Freie Berufe in Nürnberg (StAR) auf € 1.511,00 monatlich gesunken.
Bei den grundsätzlich üblichen 22 Arbeitstagen und 8 Stunden pro Tag ergäben sich so sage und schreibe 8,59 Euro pro Stunde – wenn ein Anwalt denn nur 22 Tage und an diesen nur 8 Stunden arbeiten würde …</a>
Ach Micha, was soll man bloß mit dir machen? Reicht es bei dir intellektuell wirklich nicht, um zwischen "langer Anfahrt" und "Fahrtkosten" zu unterscheiden? Man kann auch räumlich relativ nah leben, und dennoch eine Fahrdauer von 30 Minuten haben, zum Beispiel, wenn die Anbindung mit dem ÖPNV schlecht ist.
Zudem gibt es zwischen einem
> ich bezweifle, dass die Dichte
> an Reinigungskräften irgendwo
> längere Anfahrten (wie die von
> dir wohl für guten Durschnitt
> gehaltenen 30 Minuten) zwingend
> nötig macht
und einem kategorischen
> Und das mit den Fahrtkosten is
> ja wohl ein Witz ich nehme doch
> nicht ne Putzfrau die 50 Km weit
> weg wohnt sondern eine die
> möglichst um die Ecke wohnt…
doch gewisse Unterschiede. Kann nämlich durchaus sein, dass ich niemanden im unmittelbaren Umfeld finde, der meinen Vorstellungen entspricht. Warum die Auswahl der Putzfrau je nach Firma nicht ganz so unwichtig ist, wie du vielleicht denkst, wirst du dann schon noch rausfinden, wenn du das erste mal so richtig auf die Fresse geflogen bist.
> Erst (z.B. in #81, und auch in #103,
> auch wenn letzteres nicht an _mich_
> gerichtet war) gehts dir angeblich
> gar nicht um die Löhne.
Nicht angeblich, so ist es.
>
> Dabei hast du schon in #5 geschrieben:
> “12-13 Euro sind die Grenze”. Und dabei
> weisst du was du schreibst.
Nun, da sage ich dann wohl doch mal was zum Kontext: In diesem noch relativ lässigen Kommentar habe ich mal so geäußert, wie es um die mir bekannten Tarife in dem Bereich steht, und dass die Luft ab 12-13 Euro auch in Köln äußerst dünn wird. Das war dann auch schon alles, und schon entweicht die Luft aus deinem aufgeblasenem Argument.
Insbesondere habe ich nie gesagt, dass der Lohn schlecht ist, sondern nur angemahnt, angesichts der Begleitumstände keine Überbewertung vorzunehmen. Genau das ist dann in der Folge geschehen, etliche Leute haben sich auf heuchlerischste und dümmste Art und Weise "ausgekotzt" – und ab da ging es mir ausschließlich um diese Heuchelei, und Hinweise auf die Lohnstrukturen waren nur dazu da, diese Heucheleien bloßzustellen. Was es deine weiteren Anmerkungen betrifft, folgende Anmerkungen:
[Korrelation Löhne - Lebenshaltungskosten]
> 1.) Ja eben: sie korrelieren! In
> gewissem Rahmen. Einen zwingenden
> kausalen Zusammenhang gibt es nicht!
Ah, mal wieder eine alte, aber beliebte Standardtechnik aus dem Buch der unfairen Rethorikmittel – dem Gegner irgendeinen Schwachsinn unterstellen, den er nie gesagt hat, und diesen Pappkameraden dann platt machen. Respekt, du bist in der Disziplin echt gut. Nicht das erste mal, dass du das hier tust. Also, 1000 Euro für den ersten Leser, der mir die Stelle zeigt, in der ich behauptet habe, dass eine Putzfrau in Düsseldorf *zwingend* mehr Geld bekommt, als eine in Leipzig. Die Chance ist höher, und das ist dann auch schon alles. Falls dir der Unterschied zwischen dieser Aussage und einem "das ist zwingend so" nicht bewusst ist, dann tust du mir -wieder mal- ausgesprochen leid.
> 2) der Lohn in [D]üsseldorf ist!
> bereits deutlich höher als der in
> [L]eipzig! Daher ist der Verweis
> auf die Miet- u.a. Kostenunterschiede
> zwischen D und L kein Argument für
> eine weitere! Lohnsteigerung in D.
> Weil diese Unterschiede quasi bereits
> berücksichtigt sind! Ich boin gespannt,
> ob du schaffst mich nochmal
> misszuverstehen.
Jo jo, hör mal auf, emotional auszuticken, das verschlechtert deine Rechtschreibung doch erheblich. Worauf ich die ganze Zeit verwiesen habe, ist nur, dass eine Lohnsteigerung durchaus noch im Rahmen des in Düsseldorf üblichen Preisniveaus läge. Das ist was anderes, als offensiv für eine solche zu plädieren. Wahrscheinlich ein weiteres Konzept, welches dir intelektuell Kopfzerbrechen bereitet, ab er die Welt ist halt nicht so einfach, wie du es vielleicht denkst.
Ach ja, und ich habe natürlich immer wieder darauf hingewiesen, dass Gegenargumente, die auf irgendwelchen komischen Ostlöhnen basieren, komplett unbrauchbar sind, was auch jedes Kind weiß. Ich würde einer Putzfrau in Berlin gewiss nicht mehr als 10 Euro Netto geben, einer in Köln oder Düsseldorf aber unter Umständen schon. Nennt sich "Anpassung an regionale Marktgegebenheiten". Kann ja sein, dass du es mit so einem schockierendem Verhalten nicht so hast, aber selbst wenn du aus der ehemaligen DDR oder einem beliebigem anderen kommunistischen Land stammen solltest, sollten auch dir die elementaren Mechanismen der Marktwirtschaft im Jahre 17 nach der Wende langsam bewusst sein.
Falls du dein Wissen erweitern möchtest, empfehle ich dir ein paar Bücher:
=> "Price Theory" von Milton Friedman (seit 1976 Preisträger des Preises für Wirtschaftswissenschaften der schwedischen Reichsbank in Gedenken an Alfred Nobel).
=> "Nationalökonomie" von Ludwig von Mises.
=> "Preise und Produktion" von Friedrich A von Hayek
Da kannst du gewiss noch was draus lernen. Viel Erfolg dabei!
@jm
Du hast gerade mal eben ca. 3bar dazu gegeben.
die DDR war kommunistisch ? wär mir neu …
@jm
“Justitia non calculat”
@jm (127):
Ja, du hast ja so recht, und wie ich als Leser der ersten Stunde weiß, hat Udo dazu sogar schon mal was geschrieben. Guckst du hier:
http://www.lawblog.de/index.php/archives/2003/06/30/am-ende/
Leider mit kaputten Umlauten, pass aber dennoch perfekt zur Problematik.
@110 / W. Pries
Es geht dabei darum, dass man in bestimmten Berufsgruppen eben nicht mehr verlangen kann
Wie stehen all die Leute dar, die einen Abschluss haben z.B. und für 10-13 Euro Brutto! malochen gehen müssen?
Wie kommt da ne Putzfrau auf die Idee, ihr müsse es besser gehen als den Leuten, die was aus sich gemacht haben (und nein, ich meine jetzt nicht die Leute die vom A-Amt zum Putzen verdonnert worden sind).
Und natürlich KANN auch diese Putzfrau sich (weiter)bilden und nach neuen Jobs suchen. Nur muss sie es eben auch wollen.
@111 / ben
Wie kommst Du auf den Gedanken, dass die Lebenshaltungskosten im Osten ungleich niedriger sind als im Westen (wir erinnern mal ganz schnell an die hohen Wasserpreise ;) z.B.)?
Es ist genau das Gegenteil und daher MUSS man es mit den Osten gleichsetzen!
Seit zwei Tagen wird hier über einen Sachverhalt gestritten, über den es überhaupt keine näheren Informationen gibt.
Bekannt:
Der Nettostundenlohn einer Reinigungskraft in Düsseldorf von 10,00 €uro/pro Stunde.
Unbekannt:
Geschlecht?
Familienstand?
Alter?
Ausbildung?
Art und Umfang der Tätigkeit?
Hauptberuflich?
Nebenerwerb?
Schülerarbeit?
Stunden pro Woche?
Weitere Beschäftigungsverhältnisse oder Tätigkeiten?
Entfernung zur Arbeitsstelle?
Wegezeitvergütung?
Arbeitseinsatz/Fleiß?
Fähigkeiten?
Und und und…..
Und das in einem Blog, dass sich hauptsächlich mit deutschen juristischen Fragen beschäftigt. Ihr versucht Gleichungen mit einer! einzigen Bekannten zu lösen. Ich wunder mich über so manches Urteil inzwischen nicht mehr.
Pax
@corax: bravo! der erste relativ gelassene, sachliche Post hier. Bis jetzt.
Gruß, Saarlänner
PS: Putzhilfen im Landkreis Starnberg erhalten € 18,00 und mehr. Pro Stunde. Brutto. Noch Fragen??
@124 SvenC:
> Wie kommst Du auf den Gedanken, dass
> die Lebenshaltungskosten im Osten
> ungleich niedriger sind als im Westen
Ja, wie nur? Bist du schockiert, weil jemand mal die Wahrheit sagt?
>
> (wir erinnern mal ganz schnell an
> die hohen Wasserpreise ;) z.B.)?
Oh ja, die Wasserpreise, DIE reißen alles in den Abgrund.
> Es ist genau das Gegenteil und
> daher MUSS man es mit den Osten
> gleichsetzen!
Natürlich. Und die Welt ist eine Scheibe. Kommen wir doch mal zurück in die Realität, deine Aussage können wir ja gleich mal prüfen… (C&P)
Ich gebe dir mal kurz ein paar Informationen zu den Wohnungspreisen in Köln (ca. 13% Arbeitslosigkeit, damit hier keine Missverständnisse aufkommen):
- Ein 14qm WG-Zimmer, in Köln-Weiden (=Arsch der Welt), kostet 350 Euro im Monat warm.
- Eine 72qm-Wohnung in Köln-Lindenthal (nicht Innenstadt, aber zumindest Uni-Nähe) aus der man spätestens am 15.03.2008 wieder ausziehen muss, kostet 834,- Euro im Monat, sowie natürlich Kaution, vermutlich 2 Monatsmieten.
- 30qm in Sülz, Tiefpattere, wieder halbwegs Uni-Nähe, kosten 400 Euro warm, bei steigenden Heizkosten eher mehr.
Dann erzähl mir doch mal, lieber Sven, in welcher ostdeutschen Stadt die Mieten vergleichbar hoch sind. Inklusive deiner horrenden Wasserpreise. Na? Bin schon sehr gespannt auf deine Antwort.
lustig hier zu sehen, wie die diskussion weiterging.
aber ich bleibe bei #21.
es kommt nicht alleine darauf an, was andere verdienen, sondern auch, wen ich da in meinen räumen haben will. mir wäre es das wert. und wer sich hier so echauffiert, der hatte sicher noch keine putzfrau.
10€ ist doch fair, ist schließlich harte Arbeit!
@ben:
Du
- bist herablassend/gönnerhaft ("Ach Micha, was soll man bloß mit dir machen?)
- kommst mir mit "Jo, jo"s
- benutzt Tippfehler als Argument,noch dazu eher vereinzelte
- meinst wiederholt, wer dir nicht zustimmt, bei dem dürfen berechtigte Zweifel daran geäußert werden, ob es bei ihm "intellektuell reicht".
_und_ meinst dabei allen Ernstes, _ich_ wäre derjenige, der emotional austickt.
Du Musterbeispiel eines sachlichen Diskutanten!
"In diesem noch relativ lässigen Kommentar habe ich mal so geäußert, wie es um die mir bekannten Tarife in dem Bereich steht, und dass die Luft ab 12-13 Euro auch in Köln äußerst dünn wird. Das war dann auch schon alles, und schon entweicht die Luft aus deinem aufgeblasenem Argument."
Aha. Soso. Da "entweicht die Luft aus" meinem "aufgeblasenem Argument.". Wie war das noch mit dem emotional austicken?
Davon abgesehen sind "12-13" (noch mal zur Erinnerung: netto!) deiner Meinung nach jetzt also auch schon in Köln "äußerst dünn" (und ich kenne die Unterschiede im Preisniveau zwischen K und D), und das soll dann als Argument dafür dienen, dass du #5 gar nicht so gemeint hast sondern eher "lässig". Aha.
Viel Erfolg bei der Rechtschreibfehlersuche u.ä.
Ich muss mich jetzt leider aus dieser Diskussion verabschieden. Deine "Argumentation" ist einfach zu "überzeugend". (P.S. Bitte unbedingt darüber beschweren, dass auch ich sarkastisch sein kann!)
Nun Micha,
zunächst einmal finde ich es doch schön, dass du doch die Akzente erheblich modifiziert hast, mit denen du hier noch meine Argumentation angreifst. Die 1000 Euro Preisgeld, die ich für den Beweis von zumindest einer deiner Aussagen ausgelobt habe, scheine ich also behalten zu können. Nicht, dass ich es anders erwartet habe, von daher verstehe ich schon, dass du lieber auf die meisten Punkte nicht mehr eingehst. Zumindest scheinst du ja klug genug zu sein, um zumindest in den ganz arg hoffnungslosen Fällen zu erkennen, wann man seine Argumentation besser nicht mehr aufrecht erhält. Für mehr reicht es dann allerdings leider auch nicht, wie man an deiner Folgeargumentation sieht. Dennoch, zuvorkommend wie immer, werde ich auch gerne die neuen Patzer aus deiner langen Liste von Fehleinschätzungen korrigierend begleiten:
Also, zum nächsten Fehler aus der langen Liste deiner Irrtümer und Dummheiten: Ich meinte, entgegen deiner Auffassung, 12-13 Euro *Brutto* (und nicht Netto!) seien in Köln ungefähr die Grenze, ab der es extrem dünn werden dürfte. Nun hat die PISA-Studie uns ja offenbart, dass es vielen deutschen Schülern an elementaren Fähigkeiten, wie zum Beispiel der des Textverständnisses mangelt, nur scheint dies leider auch auf Erwachsene zuzutreffen, wie dein doch eher abschreckendes Beispiel zeigt. Sonst könnte man nämlich durchaus bemerken, dass ein Kommentar, wie von mir unter #5 abgegeben…
: Wenn die 10 Euro Netto bekommt, wie
: viel zahlst du dann Brutto? Etwa 11,37
: Euro per Minijob-Regelung?
…an dieser Stelle anfängt, den Brutto-Lohn zu thematisieren, um dann mit…
: Da wüsste ich schon Leute und Firmen,
: die mehr ausgeben, aber nicht sehr
: viel mehr. 12-13 Euro sind die Grenze.
…das Ende der (Brutto-)Fahnenstange zu beschreiben. Das alles könnte man, etwas mehr Textverständnis als bei einem 15-jährigen PISA-Versager vorausgesetzt, sicherlich begreifen, aber, lieber Micha, wir wissen da ja, wie es um dich steht. Es kann ja sowohl Schwierigkeiten mit dem "Begreifen können", als auch mit dem "Begreifen wollen" geben. Was von beiden bei dir zutrifft, sei dem Leser als Aufgabe überlassen.
Erstaunt bin ich übrigens, dass du herablassendes oder gönnerhaftes Verhalten als äquivalent zu "emotionalem Austicken" betrachtest – wo es doch angesichts deines eher kindlichen Argumentationsschematas letztlich nur angemessen scheint. Ach ja, bevor ich es vergesse: Zum Thema "sachlicher Diskussionsstil" lege ich dir noch ein altes Stichwort nahe, in dem die Wörter "Wald", "hinein" und "ruft" auftauchen. Gehab' dich wohl, lieber Micha, ich bin sicher, dass du bei deiner nächsten Diskussion klüger vorgehen wirst. Vielleicht hast du auch gelernt, dass der Standardtrick aus dem Arsenal der unfairen Diskussionstechniken, nämlich dem Gegner etwas unterzuschieben, was er nicht gesagt hat, um das dann pompös lächerlich zu machen, nicht immer funktioniert. Sicherlich, es klappt oft – aber eben nicht immer. Wenn du das anders siehst, mein Angebot steht immer noch: 1000 Euro für den ersten Leser, der mir die Stelle zeigt, in der ich behauptet habe, dass eine Putzfrau in Düsseldorf *zwingend* mehr Geld bekommt, als eine in Leipzig.
Das schließt auch dich ein, lieber Micha, schließlich warst du es, der diese lustige Behauptung neben vielen anderen ebenso lustigen und ebenso falschen Behauptungen aufgestellt hat.
@Ben
Ich muss Dich leider enttäuschen.
Einfach mal googlen. Dann wirst Du sehen und verstehen. ;)
Oder einfach mal die Leute fragen….
btw. Die Wasserpreise waren ein ganz kleines Beispiel.
Micha, wieso hast du dir denn Bens 1000 Euro nicht geholt? Oder die von Oskarlafontaine ausgelobte goldene Uhr?
@U.V.
Bedenke, dass eine Putzfrau oft mehr vertrauliche Informationen liest oder hört als man glaubt!
Und wenn man als Putzfrau arbeitet, macht es weit weniger aus gefeuert zu werden als wenn man Anwalt oder IT-Spezialist ist von dem man ein gewisses Vertrauen erwartet und der bei einem etwaigen Vertrauensbruch kaum noch Aussicht auf einen seiner Qualifikation angemessenen Job bekommt.
Und je weniger ein Mensch verdient desto gerechter wird er es aus seiner Sicht sehen "Informationen" weiterzugeben, kleines Kästchen wo anzubringen …
Was bringt die beste Verschlüsselung wenn die Putzfrau das Passwort mitlesen kann? Naja, das lässt man heute eh nicht mehr zu … Aber folgendes Szenario: Die Putzfrau ist dir zu teuer und du stellst immer wieder neue ein. Das macht es für Social Engineering ja ziemlich einfach. "Hallo, ich bin die neue Putzfrau, …"
…
@8 Zustimmung! Anfahrtskosten, Putzmittel die im Voraus gekauft werden müssen, eine eventuell einem Anwaltsbüro angemessene etwas gepflegtere Persönlichkeit …
@132:
SvenC, du hast recht, Google genügt vollkommen. Allerdings nicht, um dich zu bestätigen, sondern um deine Behauptung zu widerlegen. Man suche nach "lebenshaltungskosten" "ost" "west", und der erste Treffer führt direkt zu folgendem Ergebnis:
http://idw-online.de/pages/de/news85620
: Reale Ungleichheit der Einkommen zwischen
: Ost und West wird häufig überschätzt
:
: Die kaufkraftbereinigte Ungleichheit der
: Einkommen zwischen ost- und westdeutschen
: Bundesländern ist viel geringer ist als
: häufig angenommen. Dies ergab eine aktuelle
: Studie der Wirtschafts- und
: Sozialwissenschaftlichen Fakultät der
: Universität Dortmund.
: Während die durchschnittlichen Bruttonominallöhne
: in Westdeutschland etwa um 28 Prozent höher
: liegen als in Ost-deutschland, sind sie bei
: Berücksichtigung von Preisunterschieden nur
: um acht Prozent höher.
Und nun Hammersatz Nummer eins:
: Die real verfügbaren Einkommen sind in beiden
: Teilen Deutschlands sogar gleich hoch.
Hammersatz Nummer zwei:
: Besonders aufgrund großer Unterschiede in den
: Wohnungsmieten sind die Lebenshaltungskosten
: zwischen den Bundesländern sehr verschieden.
(OK, für alle außer dich keine echte Überraschung)
: Beispielsweise kostete im Jahr 2002 derselbe
: Warenkorb in Hessen etwa 25 Prozent mehr als
: in Mecklenburg-Vorpommern. Die Studie ergab
: weiterhin, dass diese Unterschiede im Preisniveau
: im Zeitlablauf sehr stabil sind. Seit 1997
: findet praktisch keine Angleichung dieser
: unterschiedlichen Lebenshaltungskosten
: zwischen den Bundesländern mehr statt.
Also SvenC, dein Tipp, es mit Google zu versuchen, war mal ein klassisches Eigentor. Andererseits: Selber schuld. Wer behauptet, die Lebenshaltungskosten im Osten und Westen seien gleich, der hat es nicht anders verdient.
LOL! Ist ja witzig zu lesen, wie sich hier manche als Anwälte der Putzfrauen aufspielen. Von wegen 10 EUR / Stunde wäre nicht viel Geld, im Vergleich zu den Stunden die eine Putzfrau putzt, oder in Anbetracht der Kosten für öffentliche Nahverkehrsmittel. So ein Schwachfug. Dazu gibt es ansich nicht viel zu sagen:
1. KEINE Putzfrau beschränkt sich einzig und allein auf eine Putzstelle, sondern auf mehrere, wodurch sie teilweise eine 20-30 Stunden Woche erreichen.
2. Mich kostet es auch Geld zu meiner Arbeitsstelle an- und abzufahren. Fragt mich danach jemand? Nein.
3. Ich bin gelernter Fachinformatiker. In diesem Beruf muss man heute zu Kompromissen bereit sein. Dort kommt es nämlich vor, dass man deutlich unter 10 EUR brutto (!) verdient. Deswegen hat auch keiner Mitleid für mich. Warum auch? Ich könnte ja putzen gehen!
Ganz ehrlich: Ich finde es schon schade, dass eine Putzfrau heute deutlich mehr verdient, als jeder andere Berufsstand (von Anwälten, Managern großer Firmen, etc., mal abgesehen).
Gruß
Patrick
Eigentlich ist die Diskussion hier sehr lustig. Udo Vetter schreibt was von Putzfrauenlohn und schon hat man jede Menge Don Quichottes hier, die sofort "Lohndumping" brüllen, einen Haufen Möchtegern-BWLer, die den nettolohn erklären und Googlefetischisten die die entsprechenden Stichworte nachschlagen und irgendwelche NPD-Deppen, die mal wieder gar nix raffen. Aber das ist mal nix neues. :)
Der gesunde Menschenverstand bleibt da erstmal weg. *g*
Leute GUTEN MORGEN…es geht um eine Putzfrau. Die schwingt den Feudel in einer Anwaltskanzlei. Solange da nicht eine professionelle Reinigungsfirma bei ist, wird sie das nebenher machen und sich ein Taschengeld verdienen. Und das ist mit 10 Euro durchaus in Ordnung.
Political Correctness hin oder her – für Feudelschwingen muß ich nicht studiert haben. Und da es eine Tätigkeit ist, die notfalls auch ein angelernter Schimpanse kann, für die man aber keine wie auch immer aussehende Ausbildung braucht (ICH WEISS, es gibt einen Lehrberuf. Ich halte das für völlig bescheuert), kann man irgendwie auch nicht erwarten, dass man da bezahlt wird wie ein Anwalt, der mehrere Jahre Jura studieren muß. Wer sowas in einen Topf wirft, hat wirklich nicht mehr alle Murmeln im Beutel.
Von daher weiß ich auch nicht, was der Stundenlohn eines Anwalts (der nebenbei auch noch Kanzleifestkosten hat, die eine Putzfrau nicht hat) mit dem der Putze zu tun hat.
Und zu denen, die sagen "gib ihr lieber mehr Geld, sonst putztse nich ordentlich".
Für sowas gibts Abmahnungen, Kündigungen und anderes. Und ich meine auch herauszulesen, dass Herr Vetter durchaus bereit ist, ihr mehr Geld zu geben, wenn sie das "überall" tatsächlich nachweisen kann. Ich mein, da steht ja "ich bin gespannt".
Alles in allem schnapp ich mir jetzt meine Tüte Popcorn und genieße die Show hier weiter. Herr Vetter – auch was haben? :)
@136:
Und noch ein unqualifizierter Kommentar, auch du verwendest die Methode, Leuten was zu unterstellen, was sie nie gesagt haben. Was es mich betrifft, gilt immer noch, dass die 10 Euro nett sind, einige Arbeitgeber im Westen aber mehr bezahlen, und man auch immer ein wenig darauf achten muss, wieviele Stunden am Stück die Frau dafür arbeiten kann. Wenn du das mit einem "10 Euro sind nicht viel" verwechselst, tust du mir leid. Lass mich trotzdem noch kurz auf die besonders hirnlosen Aspekte deiner Argumentation eingehen:
> 2. Mich kostet es auch Geld zu meiner
> Arbeitsstelle an- und abzufahren. Fragt
> mich danach jemand? Nein.
Super Gegenargument. Schon mal was von Relationen gehört? Zum Beispiel, dass eine Fahrzeit/Arbeitszeit-Relation von 1:1 deutlich ungünstiger ist, als eine von 1:8? Mein ja nur so… oder arbeitest du auch nur stundenweise, und hast dazwischen Fahrzeiten?
> 3. Ich bin gelernter Fachinformatiker.
Ui.
> In diesem Beruf muss man heute zu
> Kompromissen bereit sein.
Eigentlich boomt die Informatik gerade mal wieder, aber Du musst mit Sicherheit zu deutlichen Kompromissen bereit sein. Allerdings ist das nichts im Vergleich zu den Kompromissen, zu denen dein Arbeitgeber offensichtlich bereit sein muss. (Ich gehe mal davon aus, dass du ihm kein oder nur sehr wenig Geld bezahlst, damit du bei ihm arbeiten darfst).
> Dort kommt es nämlich vor, dass man
> deutlich unter 10 EUR brutto (!)
> verdient. Deswegen hat auch keiner
> Mitleid für mich.
Stimmt. Ich auch nicht. So wie ich das einschätze, ist das bei dir auch ein großzügiger Betrag. Wir haben in meiner Firma letztens übrigens einen ungelernten Programmierer eingestellt, für HTML, PHP und so ähnlichen Kram. Der muss noch ein wenig lernen, kriegt aber auch in der Probezeit doch deutlich mehr als 10 Euro. Dass das bei dir nicht so klappt, kann ich aber nachvollziehen.
> Warum auch? Ich könnte ja putzen gehen!
Wäre in deinem Fall eine echte Alternative. Have Fun. Verlasse die IT, gehe in den boomenden Fußboden- und Latrinenreinigungsmarkt.
>
> Ganz ehrlich: Ich finde es schon
> schade, dass eine Putzfrau heute
> deutlich mehr verdient, als jeder
> andere Berufsstand
*Vor Lachen umkipp*
Junge, wenn die mit Ihrem Job fertig ist, liegt weniger Dreck herum, als vorher. Wird man bei dir ja wohl eher nicht sagen können, oder? ;-)
Trotzdem, sei dir gewiss, dass die meisten Leute doch deutlich über 10 Euro pro Stunde verdienen, auch netto. Du halt nicht, aber auch das ist eindeutig marktgerecht. Sage ich übrigens als Informatiker.
Endlich ist die Ursache des schlechten Abschneidens in der PISA-Studie, Bereich Mathematik-Textaufgaben geklärt. Hier wird beispielhaft gezeigt, wie man große Mengen überflüssigen Schwachsinns in eine simple Aussage hineininterpretieren kann. Auch wenn die Forderung in einem juristischen Blog lebensfremd erscheinen mag, gilt hier das gleich wie bei Mathe-Aufgaben: einfach mal nur an die Fakten halten!
Ich bin wirklich erstaunt. In welchen Gehaltssphären befinden sich die hier diskutierenden ?
Oder reden sie wie die Blinden von der Farbe ?
Ich habe einen Beruf gelernt, den ich jetzt seit 15 Jahren ausübe. Ich bekomme 2500,- € im Monat brutto (was Brachenüblich ist), das macht ca. 1555,- € netto, das macht bei einer 37,5 Std. Woche (Überstunden werden nicht bezahlt) = 9,56 € netto die Stunde.
Ich fahre 40 km zur Arbeit und wohne in Düsseldorf.
Ich frage mich wie ich es nur schaffe zu überleben.
Wenn ich es nicht zum kotzen finde würde sollte ich vielleicht putzen gehen !?
Aber ich bin völlig eurer Meinung: ich sollte mehr verdienen.
Hey Kerstin,
endlich mal ein nicht total merkbefreiter Beitrag. Aber auch an dich der Hinweis, dass es einen Unterschied macht, ob man "Lohndumping" schreit (tue ich nicht), oder ob man nur sagt "10 EUR sind ok, einige zahlen noch etwas mehr, und wer sich darüber aufregt, dass das zu viel ist, der soll mal einen Blick auf die Randbedingungen werfen." (Tue ich.)
Das ist meine Grundhaltung, die ich an und für sich auch für vernünftig halte. Dass ich sie so furios verteidige, ist nicht vernünftig, macht mir aber einen Heidenspaß. Die Leute, die hier unter irgendwelchen Steinen hervorgekrochen kommen, verheddern sich einfach zu herrlich in den Fallstricken ihrer eigenen "Argumentationen", als dass man die Gelegenheit ungenutzt verstreichen lassen sollte. Ist besser als Kino, und viel besser, als jeder beliebige Zoo. Und jetzt noch viel Spaß mit dem Popcorn. Was es mich betrifft, gebe ich hiermit eine Liefergarantie ab, ach was, ich kauf' mir sogar noch selbst eine Tüte. Ich nehme mir hier gerne weiter jeden vor, der absoluten Unsinn vertritt. Garantiert.
@Ben
Du musst mir nicht vorrechnen, wie ich lebe. ;)
Glaube mir einfach mal.
P.S. Meck Vorpomm mit Hessen zu vergleichen grenzt wirklich an Realsatire. rofl (möglichst noch FFM mit nem Dorf in Meck vergleichen)
btw. Du solltest mal richtig die Suchmaschine bedienen, dann findest Du auch das, was ich meine. ;)
@xx:
Es ist doch ganz einfach: Denk doch mal nach, was passieren würde, würdest du das mit dem Putzen wirklich versuchen. Du würdest deine Tätigkeit auf etliche Einzeltätigkeiten splitten müssen, jede davon mit Anfahrtzeit. Da ist nichts mehr mit 10 Minuten Fahrzeit pro Stunde Arbeitszeit.
Zum anderen verdient eine Putzfrau normalerweise entweder schwarz, oder auf 400,- Euro Basis. Auf dieser Basis brauchst du für 10 Euro netto maximal 11,37 Euro Arbeitgeberbrutto. Dafür ist dann bei 400,- Euro auch Schluss. Bei dir beträgt das Arbeitgeberbrutto ca. 3000 Euro im Monat, beziehungsweise 18,47 Euro pro Stunde. Ist das gerecht? Nein. Aber im Moment halt Tatsache. OK, und faktisch wird es um deine Rente etwas besser stehen, als um die der Putzfrau. Am besten wäre es allerdings, wenn du die Dame einfach heiratest, dann kriegst auch du netto mehr Geld raus. ;-)
@142 (SvenC):
> Du musst mir nicht vorrechnen,
> wie ich lebe. ;)
> Glaube mir einfach mal.
Kommt nicht in Frage. Wenn du im Osten lebst, und im Ortsvergleich schwachsinnig viel Miete zahlst, ist das dein Problem. Das ändert nichts an den allgemeinen Lebenshaltungskosten, die drüben deutlich günstiger sind.
> P.S. Meck Vorpomm mit Hessen zu
> vergleichen grenzt wirklich an
> Realsatire.
Nur, wenn man so schwachsinnig ist, dass man nicht versteht, dass dies bei einem Vergleich von Lebenshaltungskosten sogar zwingend notwendig ist. Wie soll es denn sonst gehen? Unseriös würde es erst wieder, wenn zum Beispiel wirklich ausschließlich "Innenstadtlage, Bankenviertel (FfM)" mit "Dorf an Polnischer Westgrenze (MV)" verglichen würde. Dafür gibt es aber keinen Hinweis, außer deine Traumphantasien.
Da du ansonsten trotz mehrfachen Nachhakens absolut keine Fakten lieferst, lieber Sven, kannst du die Debatte hier auch nicht gewinnen. Lernt man so was im Osten nicht auf der Schule? Ich meine, dass man Behauptungen auch mit mehr untermauern muss als einem "glaub mir einfach"? Zumindest teilweise? Nicht? Schade.
Jedesmal ins "Name" Feld … "(der unerwünschte)" zu hacken und dennoch so hartnäckig hier mitzuschreiben ist schon echte Satiere. Gibt nicht so viele Bens hier.
uiuiui. ich verdiene viel mehr als €10/h. ich bekomme sie nur nicht. ansonsten: gehts noch, bei euch?
Das ist mir schon klar Ben. Ich wollte damit auch nur sagen, daß 10,-€ ein Verdienst ist, den gelernte Leute mit 15 Jahren Berufserfahrung bekommen und ich verstehe dieses "scheißt die Hilfsarbeiter doch mit Geld zu" Geschreie nicht so ganz.
Wenn ich mir jetzt noch vorstelle ich müßte davon eine ganze Familie ernähren, na herzlichen Glückwunsch.
Diese Putzfrau bekommt so VIEL Stundenlohn, WEIL sie mehrere Arbeitsstellen und wechselnde Einsatztätigkeit hat.
Dürfte sie 8 Stunden am Stück arbeiten würde sie wahrscheinlich die Hälfte verdienen, so wie Leute die Brötchen eintüten oder Hotelzimmer putzen.
ABER: ich bin durchaus bereit ihr zu glauben, daß sie auch noch mehr als 10,-€ die Stude bekommt.
Wenn sie bei diesen caritativ veranlagten Leuten arbeitet, die hier so posten.
Was meine Rente angeht…. ich bin überzeugt davon, daß ich werde arbeiten müssen bis ich ins Gras beiße.
Bei dem was man heutzutage so schaffen muß wird das eher früher als später sein.
Ja es wäre wirklich toll eine Frau heiraten zu können, die meinen Haushalt macht, putzt, kocht, mich verwöhnt….
Das wäre wirklich mein Traum.
Blöd nur, daß ich die Frau bin.
@145:
Hey Don, ich werde von den Wundern der Technik unterstützt: Ich hacke nur ein "B" ins Feld, und drücke dann einmal die "Pfeil Unten"-Taste. Nötig ist das schon, denn es gibt, wenn auch nicht in diesem Diskussionsstrang, mindestens einen weiteren Ben.
@147:
Niemand sagt, dass die mit Geld zugeschissen werden sollen. Du schreibst es ja selber: Wäre die Frau mehrere Stunden am Stück tätig, die Entlohnung wäre geringer. Die 10 Euro enthalten da halt teilweise eine Anfahrtsprämie. Höhere Löhne sind nicht zwingend eine caritative Angelegenheit, die können auch Selbstschutz sein. Es kann einfach eine wichtige Entscheidung sein, wem man den Zugang zu den innersten Räumlichkeiten des Büros gibt.
Und was es deine Heiratspläne betrifft: In dem Fall musst du halt einen Putzmann heiraten. ;-)
Übrigens, jetzt mal ehrlich: Du befindest dich mit deinem Brutto-Netto-Vergleich gerade in den Absurditäten des Deutschen "Sozialsystems". Genau deswegen ist es wichtig, sich für niedrigere Abgaben (aber ggf. mehr Steuern zur Gegenfinanzierung) zu engagieren.
Och Ben, ich weiß ja, dass Dir und den anderen Kindern immer voll langweilig ist, sobald die Zeugniskonferenzen vorbei sind. Aber kannst Du Dich nicht trotzdem einfach von hier verpissen, stattdessen das Heiseforum zuspammen und möglichst bald ganz lange ganz weit wegfahren und da dann alle total gefährlichen Trendsportarten ausprobieren? Das wäre wirklich total lieb von Dir!
@Cordula (149):
Nein. Auch nicht, wenn du jetzt wütend mit dem Fuß aufstampfst.
Es ist doch beruhigend zu wiissen, dass es in jedem blog Klabautermänner gibt.
ihr kennt schon die Maxime "never feed the Troll"? :)
OK OK OK – funzt im Heiseforum auch nich. ;)
Hat irgendwer noch Sachargumente? Also jetzt jenseits total schwachsinniger und wirklichkeitsfremder Behauptungen, wie dass die Lebenshaltungskosten im Osten eher höher seien als im Westen?
Oder umgekehrt, will vielleicht jemand noch irgendeinen neuen Unsinn in die Debatte einbringen, der noch nicht ein dutzendmal widerlegt wurde?
Wenn nicht, dann sollte doch nach über 150 Kommentaren, und ungefähr 30 durch Udo gelöschten Kommentaren, Provokationen und Drohungen unseres sagenhaften "Horst aus Köln" hier mal langsam alles gesagt, und Schluss mit der Diskussion sein, oder?
Wer sich immer noch für das Thema und die Preisbildung bei Löhnen und Gütern interessiert, dem sei folgende Literatur ans Herz gelegt:
=> "Price Theory" von Milton Friedman (seit 1976 Preisträger des Preises für Wirtschaftswissenschaften der schwedischen Reichsbank in Gedenken an Alfred Nobel).
=> "Nationalökonomie" von Ludwig von Mises.
=> "Preise und Produktion" von Friedrich A. von Hayek
Gute Literatur, die jedes Bücherregal bereichert.
@Ben
Weniger theoretischen BWL Kram lesen…
Lieber raus zu den Leuten vor Ort und selber schauen, gelle? ;)
@154
Man muss kein Wirtschaftswissenschaftler sein, um zu wissen, dass "Nationalökonomie" nichts mit BWL zu tun hat.
Herrlich.
Einem Langzeitstudenten mit jeder Menge Zeit ist langweilig. Da er ja leidlich begabt im argumentieren ist (die 20 Semester müssen doch für was gut gewesen sein), Zeit keine Rolle spielt (pro Semester reicht ja ein Tag "Arbeit" für die Rückmeldung) und er sich auch mit Stundenjobs auskennt (die Pizza vorm PC will ja bezahlt sein, zu weit darf man nicht weg, wenn man auf JEDEN Beitrag antworten will) und Quellenkunde war seinerzeit an der Uni noch Teil des Grundstudiums. Dann bei Belieben noch ein paar Sachen ergoogelt (früher -lange her- waren Rededuelle im Internet noch interessant, seit Google und Wikipedia kann jeder Dödel zu fast jedem Thema einen auf dicke Hose machen…) und schon braucht man nicht mehr 9Live oder Nachmittagstalkshows anzusehen, um den Tag herumzubekommen.
p.s.: Natürlich ist dies ein "unqualifizierter Beitrag". Ist ja leider nicht von "Ben".
p.p.s.: Wenn die Putzkraft woanders mehr verdient, kann sie wechseln. Wenn UV nicht mehr zahlen will, wird er auch nicht mehr zahlen. Wenn weniger als 10 Euro angemessen sind, wird er aber jemand anderen finden.
Daraufhin ist die Putzkraft froh, der neue Arbeitgeber der Putzkraft ist froh, UV ist froh, und seine neue Putzkraft auch. Das Leben kann so schön sein!
Ach Kurti, wenn's deinerseits nur noch für persönliche Angriffe reicht, dann soll's mir recht sein. Letztlich gibst du auf diese etwas verklausulierte Art ja doch nur zu, dass du es über die Sache selbst nicht schaffst.
Immerhin scheinst du ja ausreichend provoziert worden zu sein, dass du es mit solchen relativ billigen Anwürfen probierst. Wie kommt's? Wütend, dass da jemand darauf hinweist, dass man im Osten deutlich geringere Lebenshaltungskosten hat, als im Westen, und deswegen unterschiedliche Löhne kein so großes Problem darstellen?
Egal, mach ruhig weiter. Schon Goebbels sagte einst: "Wenn man genügend Dreck wirft, bleibt immer etwas hängen" – es also vermutlich nur nachvollziehbar, wenn du es auf die Art versuchst. Dann hol' ich halt das Teflon raus.
*grins* Wirf ein Stöckchen in die Meute, und alle Köter stürzen sich drauf.
„Audacter calumniare, semper aliquid haeret.“ stammt allerdings wohl von Francis Bacon (dem kleinen Gladbacher trau ich trotz Doktortitel kein Latinum zu), und der soll sich bei der Lektüre von Plutarch dazu inspiriert gefühlt haben.