4.8.2007

Vanity Fair: Nicht mal für ‘nen Euro

Ein Euro? Mit DVD!

Subjektives Gefühl: Selbst das ist noch zu teuer.

Aber Vanity Fair ist ja selbst schuld. Wie kann man nur eine Zeitschrift für eine Zielgruppe machen, die es gar nicht gibt? Und die, wenn es sie gäbe, keine Zeitschriften (mehr) lesen würde.

17 Kommentare zu “Vanity Fair: Nicht mal für ‘nen Euro”

  1. Tomchen meint: (4.8.2007 um 10:14) AntwortenReply to this comment

    Trotzdem verkauft sie sich. Der aktuelle Preis hat wohl etwas mit der Ferienzeit zu tun – deshalb gab es die letzte # und die aktuelle als Doppelausgabe für zwei Wochen.

    Ich lese dieses Ding auch nicht. Aber mittlerweile verkauft es sich ähnlich gut wie Gala oder Bunte, die ja wesentlich länger auf dem Markt sind.

  2. Hendrik meint: (4.8.2007 um 10:33) AntwortenReply to this comment

    Die bieten sogar Leuten, die sie nur von Karteikarten kennen, und die sich nicht mal da beworben haben die Leitung von ganzen Redaktionteams an.

  3. Hendrik Stiewe meint: (4.8.2007 um 10:43) AntwortenReply to this comment

    Weder durch die DVD noch den günstigen Preis wird diese Heftchen besser ;-)

  4. Kerstin meint: (4.8.2007 um 10:45) AntwortenReply to this comment

    Bitte nicht Vanity Fair mit Vanity Fair vergleichen. Das deutsche Pendant ist ne hochglanzwerbebroschüre, die in der Tat mit 1 Euro noch überbezahlt ist.
    Ich denke mal, dass es das auch nicht mehr lange gibt. Und wär nicht schade drum.

    Die deutsche Zeitung will keinem wehtun sondern eine Werbeplattform für Promis bieten. Die amerikanische Vanity Fair ist da ein wenig bissiger. So ungefähr Dackel gegen Kampfhund.
    Naja, und als ich beim Arzt mal reingeguckt hab, hab ich Sachen gesehen, die mich _un-heim-lich_ interessiert haben: Schminktipps, Outfit-Tipps auf Gucci-Niveau (wer das anzieht, liest nicht die deutsche Vanity Fair) und selbst Haushaltstipps waren zu lesen.
    Echt… in welchem Jahrhundert leben die?

  5. SoWhy meint: (4.8.2007 um 11:17) AntwortenReply to this comment

    Ich würd sagen, das kommt auf die DVD an. Wenn sie den 1 € wert ist, dann würd ichs kaufen und die Zeitschrift wegschmeißen^^

  6. Anonymous meint: (4.8.2007 um 11:51) AntwortenReply to this comment

    Das ist, wie mit Heino, Rex Gildo oder Gitte.
    Keiner hört die Musik, aber Tonträger werden in Unmengen verkauft.

    Auch bei Vanity Fair will's keiner gewesen sein.
    Der Preis von 1 Euro ist eh nur eine Schutzgebühr, denn die Zeitung finanziert sich sicher durch Werbung.

  7. Arno Nühm meint: (4.8.2007 um 12:34) AntwortenReply to this comment

    Ich habe sie mir gerade abonniert.
    Klar, perfekt ist die Zeitschrift nicht. Man sollte sie auf einem ähnlichen Niveau ansiedeln wie Bunte oder Gala. Im Vergleich dazu haben die Artikel aber zum Teil mehr inhaltliche Substanz (auch wenn manche sicher nur schwer zu ertragen sind, aber da hilft ja Umblättern), und die Themenauswahl ist stärker auf Männer ausgerichtet (weniger Beauty und Mode, dafür mehr Politik und Kultur).

  8. Torsten Dewi meint: (5.8.2007 um 16:49) AntwortenReply to this comment

    Nun mal langsam – ich habe auf meiner Seite auch etwas zum Thema geschrieben, und es wäre wirklich besser, all die Meckerer hier würden sich das Angebot erstmal genauer anschauen: Selbst wenn man das Heft ungelesen in die Tonne tritt (aus Recycling-Gründen empfehle ich allerdings die Sachspende an einen Friseursalon), kann man sich über die Beigaben nicht beschweren: der Klassiker "Ein Herz und eine Krone" auf DVD, ein tolles Fotoroman-Magazin von Annie Leibovitz zum Thema "Film noir", und eine leckere Leseprobe von Jo Nesbos neuem Roman. Da ist ein Euro gut angelegt.

  9. Christian meint: (6.8.2007 um 15:17) AntwortenReply to this comment

    @7

    Eine Zeitung zu abonnieren, weil die Themenauswahl "stärker auf Männer ausgerichtet ist als bei BUNTE oder GALA" nötigt mir einiges an Hochachtung ab. Zumal die Artikel dann auch noch "zum Teil mehr inhaltliche Substanz" haben (wenn das überhaupt noch geht).

  10. Arno Nühm meint: (6.8.2007 um 20:57) AntwortenReply to this comment

    @Christian:
    Erstens musst Du bedenken, dass das Abo sehr, sehr günstig ist. Da muss man von einem Produkt nicht 100 % begeistert sein, um sich fürs Abo zu entscheiden, 60-70 % reichen vielleicht auch schon. Zweitens solltest Du nicht den Fehler machen, von der Zeitschrift, die jemand liest, auf dessen Bildungsgrad oder Charakter zu schließen. Da kann man sich böse irren. Thomas Bernhard hat angeblich in der NZZ auch am liebsten die Rubrik "Vermischtes" gelesen.

  11. Christian meint: (7.8.2007 um 11:14) AntwortenReply to this comment

    @Arno Nühm

    Es kann sein, dass nicht hinter jeder klugen Zeitung auch ein kluger Kopf steckt. Aber ich behaupte mal, dass es andersherum schon stimmt, dass sich hinter bestimmten Blättern nur äußerst selten ein schlauer Kopf verbirgt – und wenn, dann bleibt dieser nicht lange schlau.

  12. Arno Nühm meint: (7.8.2007 um 14:19) AntwortenReply to this comment

    Ganz entschiedener Widerspruch, Christian (jedenfalls gegen Deinen zweiten Satz)! In solchen Dingen geht es nicht um schlau oder dumm, sondern ausschließlich um Geschmack und Interesse. Ein Bekannter, mit dem ich die Vorliebe für Yellow Press teile, und der oft Business Class fliegt, erzählte neulich, dass dort "Bunte" und "Gala" immer am schnellsten weg sind. Irgendwann muss man sich schließlich auch mal entspannen. Und wer zum Entspannen noch Proust, Musil und Le Monde Diplomatique lesen muss, dem könnte es auch an Lockerheit mangeln.

  13. Christian meint: (7.8.2007 um 15:01) AntwortenReply to this comment

    @Arno Nühm,

    So langsam wird es interessant ;-). Ich bin ja stur, und deshalb behaupte ich jetzt einfach mal, das Interessen nicht unabhängig vom Intellekt sind. Aber lassen wir das, wir werden uns da wohl nicht mehr einig…

    Bemerkenswerter finde ich da schon die bei Ihrer Argumentation implizit enthaltene Annahme, dass es zwischen Intellekt und Flügen in der Business-Class gäbe.

    Und was die Herren Proust und Musil angeht: Ohne mich selbst als verkrampft zu empfinden, gelingt mir Entspannung in der Tat mit gut geschriebener Lektüre besser als mit schlecht geschriebener – letztere regt mich nur auf.

    Etwas für die Empirie: Was schätzen Sie, wie viele Leser der "Vanity Fair" können den Titel der Zeitschrift a) korrekt aussprechen, b) korrekt übersetzen und c) versteht die enthaltene literarische Anspielung. Vielleicht unterschieden nach Business Class und Economy Class.

    ;-)

  14. Nick meint: (7.8.2007 um 15:13) AntwortenReply to this comment

    Ich muss doch grad mal an meinen Arbeitsrechts-Professor denken (inzwischen Direktor eines anerkannten Instituts), der immer wieder die "Glamour" lobte, zB für deren Berichterstattung über den Fall "Caroline von Monaco"…

  15. Harfe meint: (13.8.2007 um 14:18) AntwortenReply to this comment

    Ich hab mir die Zeitung wegen der DVD gekauft. Von deren Qualität konnte ich mich überzeugen, die ist gut.
    Die Zeitschrift habe ich nur mal durchgeblättert, übliche Unterhaltung…

  16. Joachim Oelsner meint: (14.8.2007 um 17:21) AntwortenReply to this comment

    Ich habe Vanity Fair zufällig gelesen. Sie spricht mich auf Grund der gekonnten Fotos an. Der Klatsch über Promis ist nicht so niveaulos wie in anderen Zeitschriften. Die Artikel sind meist interessant. Die Zeitschrift ist eine angenehme Lektüre.
    Was ist der Inhalt DVD? Ist der Preis nun ein oder zwei Euro?

  17. sophie meint: (25.11.2008 um 12:06) AntwortenReply to this comment

    @Christian meint: (7.8.2007 um 15:01)
    titel: @Arno Nühm

    danke für diese sehr treffenden und pointierten zeilen…hat mich genüsslich schmunzeln lassen! danke!

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