20.9.2007

Bist du subprime?

Die Deutsche Bank bangt also um 29 Milliarden. Ich werde höflich anfragen, ob ich “subprime” bin. Man kann ja nicht wissen, wo man mit seinen Verträgen reinrutscht, wenn da so riesige Pakete geschnürt werden.

Vielleicht gibt es die Möglichkeit, Immobilienfinanzierungen, wenn sie denn kein anderer haben will, zurückzukaufen. Ich würde damit schon gern dazu beitragen, der Deutschen Bank das dritte Quartal etwas angenehmer zu gestalten.

Aber natürlich nur, wenn die Quote stimmt.

13 Kommentare zu “Bist du subprime?”

  1. Matthias Sch. meint: (20.9.2007 um 10:31) AntwortenReply to this comment

    na, wenn jetzt selbst die Kredite von Star-Anwälten schon als subprime eingestuft werden, muss der J.A. an die 29 noch ne Null hintendran hängen ;-)

  2. 4thmarch meint: (20.9.2007 um 10:32) AntwortenReply to this comment

    Wenn man überzeugend auftritt, ist man wohl nicht subprime. Und mit stillen Reserven in Ratingen auch nicht.

  3. x meint: (20.9.2007 um 10:43) AntwortenReply to this comment

    29 Millionen? Das sind doch nur Peanuts.

  4. hm meint: (20.9.2007 um 11:01) AntwortenReply to this comment

    @3: Milliarden

    und das Wort heisst "subcrime"

  5. Marc Beckersjuergen meint: (20.9.2007 um 11:49) AntwortenReply to this comment

    Aber Herr Ackermann (13 Mios p.a.) hat doch bestimmt alles im Griff, davon können wir doch mal ausgehen.

    Das schlechte Risikomanagement, dass er den anderen (Klein-)Banken so besserwisserisch vorgeworfen hat, kann doch sicherlich nicht unter seiner Führung zum tragen kommen, oder?

  6. A. John meint: (20.9.2007 um 12:22) AntwortenReply to this comment

    Vielleicht gibt es die Möglichkeit, Immobilienfinanzierungen, wenn sie denn kein anderer haben will, zurückzukaufen.
    Am besten, für ein (vorübergehend) negatives Scoring bei der Schufa sorgen: Wohnsitz in der miesesten Gegend in Düdo anmelden, bei mehreren Banken Konten eröffnen und wieder auflösen, bei der Hausbank mal andeuten, man plane einen beruflichen Neuanfang in Guatemala, usw. usf.
    Dann sollte eine Quote von 30-40% drin sein.

  7. n.n. meint: (20.9.2007 um 13:07) AntwortenReply to this comment

    den eigenen kredit für die hälfte des nennwerts zurückkaufen?! das ist in der tat eine brillante idee. leider habe ich momentan überhaupt keine schulden …

  8. 321 meint: (20.9.2007 um 13:17) AntwortenReply to this comment

    Wie @5. – war dieser liebenswerte, nicht vorbestrafte Wohltäter (siehe Einstellung in D-dorf) nicht der nette Mensch, der den anderen so unauffällig großkotzig die eigenen Versäumnisse im Risikomanagement vorgehalten hat?

    Ja wo sind denn die Sicherungssysteme im eigenen Haus?

    Wenn ich eine einfache Baufinanzierung haben will – Sanierung in innenstadtlage – dann will die DB doch gleich ein Wert- und Sanierungsgutachten des eigenen Sachverständigen auf Kosten des Kunden ….
    was bei einer anderen Großbank komischerweise nicht nötig war…

    Da können solche Risiken doch eigentlich nicht entstehen -

  9. MaxR meint: (20.9.2007 um 14:04) AntwortenReply to this comment

    @7:
    den eigenen kredit für die hälfte des nennwerts zurückkaufen?! das ist in der tat eine brillante idee. leider habe ich momentan das entsprechende Bare nicht vorrätig – daher hab ich ja den Kredit aufgenommen gehabt damals …

    Aber man könnte ja die Kreditablösung kreditfinanzieren?

  10. F.R. (Psycho-Blog) meint: (20.9.2007 um 14:39) AntwortenReply to this comment

    Ich hab' jedenfalls noch nie was in Immofonds angelegt. Und würde auch nie auf Kredit ein Haus finanzieren. Allerdings ist mir die ganze Idee des Wohneigentums suspekt, auch wenn das immer wieder so propagiert wird. Wie schnell kann sich an den Rahmenbedingungen eines Wohngebietes und damit auch an der Attraktivität und am Wert etwas ändern? Oder dass man beruflich bedingt woanders hin muss.

  11. Hannes meint: (20.9.2007 um 15:12) AntwortenReply to this comment

    Ein Haus auf Kredit zu finanzieren war und ist für die berühmten "breiten Bevölkerungskreise" der einzige Weg aus der engen Mietwohnung rauszukommen und ist Teil des sozialen Aufstiegs.

    Früher, "damals", war das kein so großes Problem. Hatte man einen vernünftige Ausbildung und einen vernünftigen Job sparte man ein Jahrzehnt. Mit dem gesparten Geld, einer realistischen Planung und einer vernünftige Finanzierung über 20 oder 30 Jahre war das eigene kleine Haus eine seriöse Sache.

    Ein Haus konnte und können sich die meisten nur einmal leisten. Die so viel beklagte mangelnde Immobilität von Arbeitnehmern liegt nicht zuletzt daran, dass selbige Immobilien besitzen. Der finanzielle Verlust wenn man mal eben sein Haus verkauft und woanders ein neues kauft ist in Deutschland brutal und kann einen runinieren.

    Dazu kam das Ende des Aufschwungs. Sichere Jobs gibt es nicht mehr. Vorher sparen ist uncool. Statt bescheidenen aber soliden Immobilien wird aberwitziger Müll vertickt, mit Finanzierungskonzepten die vor Jahrzehnten als illusorisch und unseriös gegolten hätten.

  12. Martin_mb meint: (20.9.2007 um 15:56) AntwortenReply to this comment

    Nimm als Argument auch ein Foto des in Rede stehenden Objekts mit. Die Beleuchtung realisierst Du am geschicktesten mit ein paar alten, oben offenen Ölfässern, in denen Sperrmüll zwecks Wärmung der Strassenbewohner verbrannt wird. (Frag doch einfach die Oma mit dem Hund und der Tüte von letztens, ob sie mal kurz für ein Foto ihre Hände wärmend über die Flammen halten könnte.) Außerdem kann man sonst im Dunklen die Wegweiser- und Statement-Graffitis auf der Fassade ("Lawyer this way", "Fuck the P…." etc. ) so schlecht lesen…

  13. nixx meint: (20.9.2007 um 20:23) AntwortenReply to this comment

    @11: Deiner Sichtweise schließe ich mich an, selbst Anfang 30 sehe ich um mich herum wie alle Anfangen Ihr Häusle zu bauen, Null Eigenkapitalquote, Voll-FInanzierung, am besten noch mit Bürgschaft oder Hypothek von Eltern oder auf's Elternhaus… und am Ende wird die Hausfinanzierung an einen ausländischen Eintreiber weiterverkauft der zwangsvollstreckt…

    Man muß nicht BWL studieren um festzustellen, daß man nicht mehr ausgeben kann als man verdient.

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