16.1.2008

Wirrer Text

Notiz aus dem Sekretariat:

Bitte den Diktatentwurf genau durchsehen. Nach der Einleitung kommt eigentlich nur noch wirrer Text.

Das bezieht sich auf die Passagen, die ich aus der Stellungnahme eines Mandanten unbesehen habe einrücken lassen.

Hoffe ich mal.

12 Kommentare zu “Wirrer Text”

  1. Judas meint: (16.1.2008 um 11:34) AntwortenReply to this comment

    Die Hoffnung stirbt zuletzt…

  2. hilfe, brauche anwalt meint: (16.1.2008 um 11:39) AntwortenReply to this comment

    LOL

    Ist das der erste Versuch, der Überwachung zu entgehen? Verwirrung der Beamten durch wirren Text?

  3. hans12 meint: (16.1.2008 um 12:30) AntwortenReply to this comment

    ein kleiner Cognac im Frühstückskaffee? ;-)

    ciao,
    H.

  4. Stefan meint: (16.1.2008 um 13:05) AntwortenReply to this comment

    Es geht doch nichts ueber aufmerksame Mitarbeiter…

  5. 321 meint: (16.1.2008 um 14:54) AntwortenReply to this comment

    Da fallen einem doch gleich die Mängel der Spracherkennung ein – da muß man sich konzentrieren sonst wirds einfach nix.

  6. Referendar meint: (16.1.2008 um 16:02) AntwortenReply to this comment

    Aber prima, dass bei Udo offenbar angstfrei gearbeitet wird. Ein derartiger Rückläufer wäre im öffentlichen Dienst absolut unvorstellbar. Die tippen entweder merkbefreit was kommt oder sehenden Auges den Wirrkram; retour an den Diktierenden gäbe es dort so nicht.

  7. Florian Liekweg meint: (16.1.2008 um 16:50) AntwortenReply to this comment

    Worauf zielt das Schreiben ab? §§20, 21 StGB? Das könnte klappen.

  8. Birgit G. meint: (16.1.2008 um 18:30) AntwortenReply to this comment

    @Referendar:
    Meine Güte, Sie sind aber ein ganz schlauer, oder? Natürlich gibt es sowas auch im öffentlichen Dienst, nur ist es heutzutage meist so, dass die Herren/Damen Richter/Richterinnen heutzutage ihre Urteile/Beschlüsse selber tippen und somit die Geschäftsstelle die fertig geschriebenen Urteile/Beschlüsse nur noch ausdrucken muss. Die Zeit bleibt nicht, jedes Dokument noch mal explizit auf seine Logik hin zu überprüfen, das ist m.E. auch Sache des Verfassers, die im übrigen auch ne Menge Geld dafür bekommen, anständige und logische Urteile abzufassen.
    Sicherlich passieren auch im öffentlichen Dienst Fehler, aber wo nicht? Wollen Sie behaupten, fehlerfrei zu sein? Und wenn sogar unser guter Herr Vetter öffentlich zugibt, mal ein wenig "unkonzentriert" gewesen zu sein, so dürfen das doch sicherlich auch die Bediensteten der Justiz! Ich hoffe, dass Sie wirklich Referendar sind; ich persönlich würde gerne Ihre ersten selbst verfassten Urteile oder Voten Korrektur lesen! Wenden Sie sich vertrauensvoll an mich!! :-)

  9. Wolfgang Sorge meint: (16.1.2008 um 21:37) AntwortenReply to this comment

    Naja, Urteile selbst schreiben….die begabten Richter nutzen doch auch am AG schon ganze Textbausteinsammlungen, da werden auch kleine Urteile schnell aufgehübscht. Textbausteine sind übrigens der Fluch überhaupt. Bei einer Klage über 350 EUR und paar Cent offene Mietwagenkosten mit 35 Seiten nicht mal passenden Textbausteinen beworfen zu werden, lässt mich nicht hoffen, das beim Gegner eine Kraft mal sagt: "Ist doch nur unzusammenhängender Text"…..also, Lob ans Sekretariat :-)

  10. Subsumtionsautomat meint: (16.1.2008 um 23:31) AntwortenReply to this comment

    Sorry, aber wenn ich selber schreibe, was in der Tat die Regel ist, dann lassen sich die Fehler an weniger als fünf Fingern abzählen. Aber wenn ich diktiere, dann gibt es da Fehler, die eigentlich nicht vorkommen dürfen. Sehr oft passiert: Maßregelverzug statt Maßregelvollzug. Und sowas übersieht man beim Korrekturlesen dann doch schonmal, auch wenn man das eigentlich gründlich tut. Offenbar machen die Schreibkräfte zuviel Zivilrecht… Oder spreche ich so undeutlich?

  11. Hootch meint: (17.1.2008 um 00:31) AntwortenReply to this comment

    Ich hab' in einem Buch, juristische Stilblüten betreffend, mal einen (offenbar diktierten (und von einer eher ungeübten Kraft getippten)) Brief einer Staatsanwaltschaft gelesen. Das ging ungefähr so:
    "… wurde der Vorgang vom Osterkrüger an den Osterkapplinghaus weitergeleitet. Nach Hinzuziehung von Ostermüller wurde entschieden, dass der Vorgang an den Genster weitergeleitet wird. …" (frei aus den Gedächtnis, ich kann das Buch nicht finden)

    Ich habe sehr, sehr lange gebraucht um das zu kapieren. Ich habe aber auch sehr, sehr lange gelacht. :-)

    Grüße!

  12. @Hootch (11) haha meint: (17.1.2008 um 11:21) AntwortenReply to this comment

    genial! :-)

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