Angenehme Kontrahentin
“Innerhalb der Vernehmung wurde bekannt, dass die Geschädigte ebenfalls Geschädigte in anderer Sache ist. Die Geschädigte wurde hierzu ebenfalls durch die Unterzeichnerin vernommen.”
Mit Kriminalkommissarin S. habe ich gerne zu tun. Sie ermittelt, wie sie schreibt.
Hm?
Ohne Stil?
Ich vermute Udo will den Fleiß der Kommisarin loben.
Oder ich habs völlig falsch verstanden :&
Ich würde eher vermuten: Kühl, sachlich und präzise.
… und wie ist Frau S. so privat ? Auch Kühl sachlich & präzise ??? ;-)
Und ich würde eher vermuten: Aufmerksam, pragmatisch und den Überblick behaltend!
Ich würde eher vermuten: Etwas durcheinander, die Frau. :)
Ist doch vollkommen normal, dass Amtspersonen in der dritten Form von sich schreiben. Gedanken würde ich mir erst dann machen, wenn sie auch so spricht ;-)
@falky:
Er schreibt "Kontrahentin".
Vermutlich ist es seine zukünftige werte Frau Gemahlin.
Wo ist das Problem? Zwar mag man es anders schreiben können, aber ich finde die Äußerung weder lustig noch falsch (und diese Meinung habe ich wohl nicht allein)!
Ich verstehs als Lob:
schlicht, ohne irgendwie drumrumzureden, sondern einfach halt auf den Punkt.
Vieleicht meint Udo ja, wie schon AlterEgo andeutet, die persönliche Distanz, mithin Professionalität?
Wahrscheinlich ist sie einfach eine hübsche, elegante und wortgewandte mitt-dreißigerin, die sonntags den Tatort schaut und sich gerne kühl und unnahbar gibt…. *sliurp*
Naja, die Kriminalkommissarin hört sich ziemlich nach Juristin an – vielleicht erkennt der Anwalt da eine verwandte Seele?
na, wenn die als zeugin vor gericht genauso daherschwurbelt, dann kann das ja lustig werden …
Es soll ja vorkommen, dass auch Rechtsanwälte wenn diese von sich selbst schreiben das Wort "der Unterzeichner hat.." verwenden.
Also, wenn ich ne Akte aufschlag und les auch die Polizeiberichte und Zeugenvernehmungen, schreiben die immer "der Unterzeichner"…. Ist doch aber ansonsten sehr übersichtlich und umfassend was die Kriminalkommissarin so schreibt
Ich finde die Schreibe in diesem Zusammenhang ok.
Klar und sachlich.
Mich regen regen eher Leute auf, die nicht "unbegründet" statt "unsubstantiiert" usw. schreiben können und der Meinung sind, dass es Vorschrift sei einen Satz über >4 Zeilen auszuwalzen.
Tut mir leid, Moe, aber "unsubstantiiert" hat tatsächlich einen anderen Bedeutungsinhalt als "unbegründet".
@percy:
Und zwar?
Man lernt ja immer gern dazu…
Google hilft :D
Warum ich den Text oben so verfasst habe:
Ein guter Freund hat am selben Tag ein Schreiben von der Anwältin seiner ehemaligen Vermieterin bekommen, in dem von der Unsubstantiiertheit seiner Forderung die Rede war.
Und wer im Schriftverkehr mit Laien derartige Formulierungen verwendet läuft Gefahr, dass seine Ausführungen nicht als substantiiert, sondern als reichlich blasiert wahrgenommen werden.
Wir haben uns jedenfalls den Scherz erlaubt das Antwortschreiben von einem anderen Bekannten ins Altgriechische übersetzen zu lassen. Ging am Montag so raus, das eigentliche Antwortschreiben heute.