23.2.2008

Links zwei – zwei – eins

Deutsche Polizei tasert auch

Neues Waffenrecht: Verbot für Anscheinswaffen und Messer

Datenschutzbeauftragter speichert IP-Adressen – aber anonymisiert

Passworte im Arbeitsspeicher – mit Kältespray haltbar gemacht

Deutschlands erste gehörlose Rechtsanwältin

Keine letzten Worte

69 Kommentare zu “Links zwei – zwei – eins”

  1. Ziffer 8 meint: (23.2.2008 um 18:04) AntwortenReply to this comment

    Ich bringe hier mal wieder mein Lieblingssprichwort zum Thema Elektroschockwaffen und sonstige nicht letale Einsatzmittel:

    "Man kann genauso wenig garantieren, dass tödliche Waffen stets tödlich wirken, wie man garantieren kann, dass nicht tödliche Waffen nie töten."

  2. Sinnfrei meint: (23.2.2008 um 18:35) AntwortenReply to this comment

    Wie sieht das nach deutschem Gesetz eigentlich mit Schwertern aus? Technisch gesehen handelt es sich dabei definitiv nicht um Messer. Dazu finde ich aber im WaffG irgendwie gerade gar nichts?

  3. h.c. meint: (23.2.2008 um 18:45) AntwortenReply to this comment

    "Neues Waffenrecht: Verbot für Anscheinswaffen und Messer"

    Ach ich liebe das immer: "gefährliche Messer". Welche Messer sind denn jetzt eigentlich nicht gefährlich?

    Jetzt brauchen wir eigentlich nur noch ein zusätzliches Antigewaltgesetz verabschieden: "Alle Gewalt gilt als abgeschafft, das öffentliche Zeigen von Gewalt ist überdies verboten."

    Und PENG gibts keine Gewalt mehr in Deutschland. Nach dem ich diese Logik nachvollziehen kann wechsele ich ganz ganz schnell zu eine der Volksparteien.

  4. Agadius meint: (23.2.2008 um 18:50) AntwortenReply to this comment

    Ab wann werden Schraubendreher, Schere und Küchenmesser verboten?

    Dürfen Kinder noch mit Pfeil und Bogen spielen? Dürfen sie überhaupt noch Cowboy und Indianer spielen? Sind ja schliesslich auch "echt" aussehende Waffen. Zwar aus Plastik, aber echt aussehend.

    Durch Verschärfung des WaffG wird die Kriminalität nicht weniger. Das Problem sind illegale Waffen. Vor allem wird sich kein Krimineller um das WaffG kümmern.

    Naja, Deutschland eben. Blinder Aktionismus. 2003 nach Erfurt war es ebenso.

    Deutschland hat eines der "schärfsten" Waffengesetze der Welt.
    Nur die Kriminellen haben es noch nicht gemerkt.

    Ich geb es auf.

  5. ince meint: (23.2.2008 um 18:52) AntwortenReply to this comment

    Waren Messer mit feststehender Klinge, deren Klingenlänge über 8,5cm betrug und größer war als die Länge des Griffs, nicht sowieso schon verboten?
    Ich meine mich an irgendetwas derartiges erinnern zu können.

  6. Einzelhändler Stefan meint: (23.2.2008 um 18:55) AntwortenReply to this comment

    "Waren Messer mit feststehender Klinge, deren Klingenlänge über 8,5cm betrug und größer war als die Länge des Griffs, nicht sowieso schon verboten?"

    Und ich Depp brauch noch ein Küchenmesser… Wie krieg ich das jetzt nach Hause?

  7. Finja meint: (23.2.2008 um 19:08) AntwortenReply to this comment

    worauf ich mich übrigens wahnsinnig freue in diesem blog:

    auf den eintrag "links zwo-drei-vier"

    *hihi*

  8. Dutchie meint: (23.2.2008 um 19:44) AntwortenReply to this comment

    @ 4 (Agadius): Messer, Schere, Licht – sind für kleine Deutsche nicht *ggg*

  9. Frank meint: (23.2.2008 um 19:53) AntwortenReply to this comment

    Ich seh schon die Überfallkommandos sich auf DHL-Paketwagen stürzen…

  10. Kronkorken meint: (23.2.2008 um 20:47) AntwortenReply to this comment

    Hmm, die anonymisierten IP-Adressen sind doch ne nette Sache, da wird einfach die letzte Gruppe ge-XXX… Wie man es von der Telefonrechnung kennt :)

  11. abc meint: (23.2.2008 um 21:09) AntwortenReply to this comment

    Schön die Meldung von der gehörlosen Rechtsanwältin. In Österreich ist man da leider viel provinzieller, rückschrittlicher und behindertendiskriminierender: Bei uns in der Provinz (damit ist in dem Fall ganz Österreich gemeint) dürfen Blinde nach absolviertem Jus-Studium einzig und allein deshalb nicht Richter werden, weil sie blind sind – obwohl es in anderen Ländern zig blinde RichterInnen gibt, und Gehörlose dürfen wohl die pädagogische Ausbildung absolvieren, danach aber nicht unterrichten – nicht einmal in einer Gehörlosenschule. Dort wiederum dürfen Nichtbehinderte unterrichten, die die Gebärdensprache nicht ausreichend beherrschen. Es ist echt ein Jammer. In Österreich wird gezielt daran gearbeitet, behinderte Menschen nur ja nicht in "höhere" und besser vergütete Positionen vordringen zu lassen. Schön dass das in fortschrittlicheren Nationen längst anders ist.

  12. Staatsschützer meint: (23.2.2008 um 21:29) AntwortenReply to this comment

    Ich bin für die Freigabe von Schusswaffen an volljährige unbelastete Deutsche. So kann sich jeder selbst auch in Gegenden schützen, in denen einem die Polizei nicht mehr hilft, weil sie sich lieber den Arsch vor Überwachungsmonitoren warm hält oder Daten-CD-ROMs auswertet.

  13. nils meint: (23.2.2008 um 22:03) AntwortenReply to this comment

    na klasse, messer- und gabelverbot für uns, folterwerkzeuge für die polizei. und wenn die ersten berichte von folter in deutschen einzelzellen auftauchen werden zwei polizisten befragt und erklären einheitlich, dass das opfer betrunken war und der taser gar nicht eingesetzt wurde.

  14. Wastl meint: (23.2.2008 um 22:15) AntwortenReply to this comment

    http://citp.princeton.edu/memory/

    der link führt für mich ins leere

  15. Sebastian meint: (23.2.2008 um 22:26) AntwortenReply to this comment

    @2:
    Meines Wissens nach ist das Führen von Schwerten, ebenso wie das von Armbrüsten sowie Pfeil und Bogen, nicht verboten. Damit kann man zwar Leute töten, aber solche Dinger sehen ja nicht mal ansatzweise so böse aus wie Softairs, also ist der gemeine Politiker da wohl noch nicht so alrmiert.

  16. Rochus meint: (23.2.2008 um 22:58) AntwortenReply to this comment

    @13 Staatsschützer
    Schlechte Idee.
    Eine Schusswaffe ist 1. durch ihre Existenz schon eine erhebliche Gefahrenquelle (auch für Unfälle),
    2. reizt schon die Verfügbarkeit eine Schusswaffe dazu, diese in
    einer Affekthandlung statt der Fäuste zu verwenden.

    Lediglich für geplante Taten ist es relativ egal, ob der Schusswaffenbesitz erlaubt ist.

  17. mez meint: (23.2.2008 um 23:00) AntwortenReply to this comment

    zu Neues Waffenrecht: Verbot für Anscheinswaffen und Messer

    Die Politik wird immer mehr zur reinen Symbolpolitik. Kinder werden misshandelt: Dann nehmen wir doch den Kinderschutz ins Grundgesetz auf. Immer mehr Messerattacken: Dann verbieten wir Messer. Jemand läuft Amok: Dann verbieten wir Computerspiele.

    Hauptsache man war mal wieder in den Schlagzeilen und kann wenn man von einem Journalisten gefragt wird, was man denn gegen bestimmte Probleme getan hätte ein paar Gesetze aufzählen die man noch mit verabschiedet hat. Zum Glück fragen Journalisten ja nicht danach ob die Gesetze was bringen. Ist doch auch viel billiger und einfacher nur die Presseerklärung des verantwortlichen Ministeriums oder der Partei ein bischen abzuändern, Namen drunter und ab dafür.

  18. h.c. meint: (23.2.2008 um 23:07) AntwortenReply to this comment

    @17 (Rochus),

    blöd für Ihre Argumentation ist aber, dass die Statistik da was ganz anderes aussagt. Nur in Beziehungstaten werden bei Waffenvorhandensein diese oft auch benutzt – und wenn diese nicht dann halt legale Messer, Äxte, Kopfkissen, … Kann man dann ja auch alles verbieten.

  19. dot tilde dot meint: (24.2.2008 um 00:14) AntwortenReply to this comment

    taser betreffend: au sch##ße. das kann ja heiter werden. aber eigentlich war es ja nur eine frage der zeit.

    wann wohl bayerische sek damit ausgerüstet werden…

    .~.

  20. Hootch meint: (24.2.2008 um 00:28) AntwortenReply to this comment

    Wie steht es im Welt- Artikel?
    "Von dem Verbot betroffen sind vor allem sogenannte Einhandmesser, die mit einer Hand ausklappbar sind, und Messer ab einer feststehenden Klingenlänge von zwölf Zentimetern."

    Nunja, bezüglich der Einhandmesser weiß man ja, wo die nächsten Razzien stattfinden werden: In den Feuerwachen.
    http://www.victorinox.ch/index.cfm?site=victorinox.ch&page=491&lang=D

    Damit kann man ja auch Autos knacken… Ich sag' nur Beschaffungskriminalität ( z. B. für neue "Schläuche"*). Und wenn dann alle Feuerwehrleute im Knast sind, zünde ich das Innenministerium an :-P

    *) Ich frage mich, was man mit "kriminalister Erfahrung" darunter alles verstehen kann ;-)

    Grüße!

  21. svarnifyer meint: (24.2.2008 um 02:34) AntwortenReply to this comment

    Schön dass nirgends erklärt wird, dass ein "Taser" glasklar ein Folterinstrument ist, weil er das Opfer durch Zufügung bestialischer Schmerzen bewegungsunfähig macht. Hallo?!? Das ist FOLTER! Kann das mal jemand bei Heise, Spiegel, ARD, oder sonst irgendwo bitte erwähnen?!?
    Das offenbart ganz wunderbar, was die Bevölkerung hier wert ist: nichts. Und was die Würde des Menschen wert ist: nichts. Und was die Menschenrechte in Deutschland wert sind: nichts. Wenn Polizisten mit Folterinstrumenten ausgestattet werden, hilft für den Bürger nur noch der Griff zur Waffe. Wenn ich sehe, wie ein Polizist einen Menschen foltert, dann greife ich ein. Um /jeden/ Preis. Ich hoffe, andere tun das für mich auch, wenn ich wegen Zufügung bestialischer Schmerzen auf dem Boden liege und vor Krämpfen nicht mehr schreien kann. Danke.

  22. Jürgen meint: (24.2.2008 um 02:38) AntwortenReply to this comment

    @21

    <<<>>>

    Und dann wirst du erwischt und noch vor der Verhandlung wird auf Brandstiftung das Gesetz dahingehend geändert, dass es für dieses Verbrechen die höchstmöglichste Strafe gibt.

    Wäre ja nicht neu……..

  23. Sky meint: (24.2.2008 um 10:13) AntwortenReply to this comment

    zu Neues Waffenrecht: Verbot für Anscheinswaffen und Messer

    Das ist zwar in der Tat eher Symbolpolitik, aber immerhin hat die Polizei jetzt ein Handhabe gegen bspw. aggressiv auftretende Störer besser vorzugehen (sofern diese illegal bewaffnet sind).

  24. h.c. meint: (24.2.2008 um 10:54) AntwortenReply to this comment

    @24 (Sky),

    die Polizeigesetze sind entsprechend formuliert, dass gegen Störer schon heute vorgegangen werden kann. Also ist auch das unsinnig.

  25. Gerhard meint: (24.2.2008 um 11:20) AntwortenReply to this comment

    > Auch zur Brauchtumspflege dürfen Messer weiter getragen
    > werden – etwa zur Tracht der Schuhplattler in Bayern.

    Auf dem Oktoberfest trägt ein Großteil der Besucher ein mit einer feststehenden und spitz zulaufenden Klinge versehenes Messer. Vielleicht ein Grund warum so wenig passiert.

  26. Sky meint: (24.2.2008 um 12:10) AntwortenReply to this comment

    @hc:
    Wenn "Störer" (ist ja ein weites Feld) nicht richtig zu packen sind, dann hat man zumindest den unerlaubten Waffenbesitz.
    Das ist durchaus sinnig, wie bspw. auch der Gebrauch des "Folterinstruments" Taser (Schlagstockschläge sind ja auch "Folter").
    Die Zeiten sind härter geworden, wer in manchen Gegenden wohnt sollte sich gleich einen Waffenschein holen. ;)

  27. h.c. meint: (24.2.2008 um 12:24) AntwortenReply to this comment

    27 (sky),

    Wenn "Störer" nicht mit den bisherigen gesetzlichen Regelungen erfasst werden dann stören sie wohl nicht…

  28. Rochus meint: (24.2.2008 um 12:35) AntwortenReply to this comment

    @19
    Welche Statistik? Für Deutschland?
    Die für die USA ist bei Schusswaffengebrauch die aussagekräftigere, habe leider keine Aufschlüsselung nach Mord und Totschlag gefunden (die FBI Statistik führt nur Mord auf, nicht Totschlag).

    Aber zu meinen Punkt 1 habe ich was gefunden:
    In den USA sterben jährlich 130 Kinder durch Unfälle(!) mit Schusswaffen.

    Worum es mir geht, ist, dass die geplanten Tötungen nur einen Teil der Tötungen durch Schusswaffen ausmachen und die Gefahr von ungeplanten direkt mit der Verfügbarkeit von Schusswaffen ansteigt.

  29. h.c. meint: (24.2.2008 um 12:38) AntwortenReply to this comment

    @29 (Rochus),

    schauen Sie in die Schweiz. Millionen Menschen mit vollautomatischen Sturmgewehren zu Hause, niedrige Mordrate, und von Unfällen habe ich auch noch nie was gehört.

    Und die Kriminalitätsentwicklungen nach Waffenrechtsverschärfungen oder -liberalisierungen in den USA zeigt auch, dass es sekundär ist wie scharf das Waffengesetz ist. Wer Verbrechen begehen will kommt immer an Waffen. Auch in Deutschland.

  30. Sky meint: (24.2.2008 um 12:50) AntwortenReply to this comment

    @hc:
    Es gibt ja nicht einmal eine vernünftige Verwaltung für die Millionen Schusswaffen in D. Es ist eben wieder einmal der Kantsche Kategorische Imperativ, der den Gesetzgeber hier inspiriert. (Allerdings hat schon Hobbes auf die Falschheit desselben hingewiesen.)
    Warum potentielle Opfer sich (zumindest der Rechtslage entsprechnd) nicht mit Schusswaffen verteidigen dürfen, ist mir unklar. (Vermute aber, dass neben dem o.g. "Kant" auch ein Mangel an Differenzierung vorliegt: Wer ist wann Täter? Wer ist Opfer (und warum ;)? Ist nicht auch der Täter Opfer? – relativistische Überlegungen halt.)

  31. handyaner meint: (24.2.2008 um 12:53) AntwortenReply to this comment

    gegen taser gibt es mittlerweile spezielle syntetische kleidung.
    ob hose, pulli, t-shirt oder sogar capi.
    die sehen waus wie normale kleidung, jedoch dringt der strom nicht durch. siehe auch
    http://www.heise.de/tp/r4/html/result.xhtml?url=/tp/r4/artikel/26/26550/1.html&words=taser&T=taser

  32. h.c. meint: (24.2.2008 um 13:39) AntwortenReply to this comment

    @31 (sky),

    Notwehr oder auch Nothilfe darf auch mit einer Schusswaffe betrieben werden.

  33. Rochus meint: (24.2.2008 um 14:13) AntwortenReply to this comment

    @30
    Bitte lesen was ich geschrieben habe, und nicht auf etwas völlig anderes hinweisen.

    "wer Verbrechen begehen will" – mein Punkt waren die ungeplanten Taten
    "Sturmgewehre zu Hause" (die in der Schweiz übrigens nur ungeladen aufbewahrt werden dürfen, was auch das Unfallrisiko senkt) – mein Punkt waren die Taten, die z.B. aus Zorn begangen werden, weil eine (geladene) Waffe GRIFFBEREIT ist, z.B. mitgeführt oder im Handschuhfach
    "Waffenrechtsverschärfungen bringen nichts" – Verschärfungen (1) NACHDEM massenhaft Waffen in Privatbesitz gelangt sind und (2) immer noch vergleichsweise viele Schusswaffen zulassen ("Waffe darf nicht verdeckt geführt werden", "nur eine Schusswaffe pro Monat erwerben" usw. – SO sehen diese "Verschärfungen" nämlich aus)

    Also ich fühle mich nicht sicherer, wenn nahezu jeder mit einer Schusswaffe herumlaufen darf, auch nicht, wenn ich selber dafür eine tragen dürfte. Wenn ich beim Versuch, diese zu ziehen, erschossen werde, nützt mir das nämlich GAR NICHTS. (@13 nochmal)

  34. h.c. meint: (24.2.2008 um 14:52) AntwortenReply to this comment

    @34 (Rochus)

    "Also ich fühle mich nicht sicherer, wenn nahezu jeder mit einer Schusswaffe herumlaufen darf, auch nicht, wenn ich selber dafür eine tragen dürfte. Wenn ich beim Versuch, diese zu ziehen, erschossen werde, nützt mir das nämlich GAR NICHTS. (@13 nochmal)"

    Na da haben Sie mal wieder Ihre ABSOLUTE Inkompetenz bewiesen. 1.) bekommt nicht jeder eine WBK. Und vor allem 2.) bekommen nur die wenigsten und das auch nur im begründeten Einzelfall das Recht zum Führen von Waffen (Waffenschein). Eine WBK befähigt nicht zum Führen von Waffen auf offener Straße.

    "die in der Schweiz übrigens nur ungeladen aufbewahrt werden dürfen, was auch das Unfallrisiko senkt"

    Etwas anderes darf man in Deutschland auch nicht. Auch hier gilt: Informieren statt dumm rumlabern.

  35. AlterEgo meint: (24.2.2008 um 14:56) AntwortenReply to this comment

    Was kümmern mich Schusswaffen? Wurde noch nie von einer bedroht und das letzte Mal, wo ich eine (sogar abgefeuerte) Schusswaffe gesehen habe, war in meinem Verwaltungs-Gruppenpraktikum bei der Polizei.

    Viel schlimmer sind die Messer und Stichwaffen. Schaut Euch mal die Anzahl der Verletzten diesbezüglich an. Sicherlich wohnt in Schusswaffen ein höheres abstraktes Gefährdungspotential inne, aber der gewöhnliche Körperschädiger benutzt lieber Messer & Co.

    Schaut Euch mal an, wieviel Messer die Polizei eingezogen hat seitdem in Hamburg auf der Reeperbahn Messerverbot herrscht. Das sollte zu denken geben. Messer sind nämlich wesentlich einfacher zu benutzen und zu beschaffen, auch gerade für Jugendliche. Bei Schusswaffen gibt es in DE wohl zum Glück noch größeren Respekt.

  36. tph meint: (24.2.2008 um 15:11) AntwortenReply to this comment

    Mal ein paar Fakten:
    Homicide rates (Tötungsdelikte) pro 100000:
    Kanada 1.85 (1/3 mit Waffen), USA 5.9 (2/3 mit Waffen), Schweiz 1.2
    Haushalte mit Feuerwaffen: Kanada ca. 26%, USA 38%, Schweiz ca. 30%

    Wo ist hier also der Zusammenhang zw. Waffenverfügbarkeit und Straftaten (das man diesen für die USA nachweisen kann, heißt noch lange nicht, dass dies auch in anderen Ländern gilt)

    http://en.wikipedia.org/wiki/List_of_countries_by_homicide_rate
    http://www.csdp.org/research/hosb1203.pdf

    p.s. Hobbes vs. Kant: Quelle? Zumal Hobbes schon vor Kants Geburt gestorben ist
    p.p.s. je nach Statistik bzw. was unter Tötungsdelikt subsumiert wird, fallen die Zahlen z.B. für DE deutlich schlechter aus

  37. Rochus meint: (24.2.2008 um 15:22) AntwortenReply to this comment

    @35
    1. Es ging um den Vorschlag von Kommentar Nr. 13
    2. Mäßigen Sie Ihren Tonfall.

  38. Rochus meint: (24.2.2008 um 15:31) AntwortenReply to this comment

    @35
    Und Zur Klarstellung Ihres 2. aus dem Zusammenhang gerissenen Zitates von mir: Mein vorangegangener Beitrag nannte die Unfälle IN DEN USA, ich habe lediglich einen möglichen Grund (Art der Waffenaufbewahrung) genannt, wieso es in der Schweiz nicht zu ebenso vielen Unfällen kommt. Wieso Sie jetzt Deutschland ins Spiel bringen ist mir ein Rätsel.

  39. h.c. meint: (24.2.2008 um 15:43) AntwortenReply to this comment

    @36 (AlterEgo),

    und meinen Sie wirklich, das 11,5 cm nicht so gefährlich sind wie 12 cm lange Messer?

    @37 (Rochus),

    1. Das ist in der Schweiz so
    2. Mein Tonfall ist ganz normal

    @38 (Rochus),

    Es geht beim deutschen Waffenrecht nicht um die USA.

  40. Rochus meint: (24.2.2008 um 16:08) AntwortenReply to this comment

    @39

    37.1. War @13 gerichtet, zur Erinnerung: Der Vorschlag lautete sinngemäß "Jeder Unbescholtene sollte eine Schusswaffe zur Selbstverteidigung tragen dürfen", nix Schweiz
    37.2. Ich empfinde die Unterstellungg von Inkompetenz und eine Ausdrucksweise wie "dumm rumlabern" als beleidigend. Meine Auführungen, wieso der Vorschlag Nr. 13 eine schlechte Idee sind, bezog sich auf eine fiktive, "gewünschten" Gesetzeslage (die den Verhältnissen in den USA ähnlicher wäre), Sie nehmen das als Anlass mir Unkenntnis der tatsächlichen Gesetzeslage zu unterstellen. Fiktiv ungleich tatsächlich.
    38. Und in dem Satz den Sie von mir zitiert haben ging es um die Unfallzahlen Schweiz vs. USA. Was hat das mit deutschem Waffenrecht zu tun?

  41. Justus meint: (24.2.2008 um 16:32) AntwortenReply to this comment

    @ 21 (Hootch)

    " …. Wie steht es im Welt- Artikel?
    “Von dem Verbot betroffen sind vor allem sogenannte Einhandmesser, die mit einer Hand ausklappbar sind, und Messer ab einer feststehenden Klingenlänge von zwölf Zentimetern.” …"

    Wird eigentlich die Hand, die das Messer hält, als eine Hand mitgerechnet oder nicht bzw. anders gefragt, setzt die Existenz eines Einhand(-kampfmessers) voraus, dass sich das Messer auf Knopfdruck mit der das Messer haltenden Hand allein öffnet (ggf. auch) verriegelt?

  42. Max meint: (24.2.2008 um 16:57) AntwortenReply to this comment

    "Auch sollen Distanz-Elektroimpulsgeräte (auf dem Markt v.a. unter der Bezeichnung "Air-Taser" bekannt und erhältlich) wegen ihres spezifischen Gefährdungs- und Missbrauchspotenzials verboten werden."
    Gefunden im BT-Entwurf zum WaffG. Aber die Polizei tasert, trotz spezifischem Gefährdungs- und Missbrauchspotenzials.

  43. tr meint: (24.2.2008 um 19:10) AntwortenReply to this comment

    @40
    denken sie sich nix, der ist politiker oder will einer werden und lehnt sich in seiner ausdrucksweise nur dem vorsitzenden seiner favorisierten partei an.

  44. nog_egg meint: (24.2.2008 um 22:39) AntwortenReply to this comment

    @41
    Balsiongs (Butterfly-Messer) lassen sich sehr gut einhändig öffnen und schliessen.

  45. SILen(e meint: (25.2.2008 um 02:56) AntwortenReply to this comment

    Wenn jeder eine Schusswaffe mitführen darf bringt das absolut gar nichts, das sind ja Ideen die direkt von einem Sprecher der NRA stammen könnten, 'wenn alle eine Schusswaffe haben ist das viel sicherer' ^^
    Bei einem Amoklauf an einer amerikanischen Universität wurde von der NRA gesagt, dass der Amoklauf von einem Studenten mit einer Schusswaffe hätte beendet werden können.
    Der Gedanke ist bizarr und absolut waffenfixiert, anstatt allen Waffen zu geben und damit mehr potentielle Gefahrenherde zu schaffen, würde eine strikte Kontrolle wo Waffen sind und wie sie weitergegeben werden Sinn machen.
    Damit würde man es denen die jetzt illegal an eine Waffe kommen vielleicht wenigstens ein bisschen schwerer machen.
    Böse Menschen kommen jetzt zu jeder Zeit an eine Schusswaffe wenn sie unbedingt eine haben wollen, wie Rochus schon sagte, ist die Wahrscheinlichkeit erschossen zu werden während man cool selbstverteidigend als Laie versucht seine Waffe aus dem Holster oder gar der Handtasche zu fummeln bei etwa 80% wenn der Gegenüber eine Schusswaffe besitzt – und die 'bösen' Leute werden spätestens dann aufrüsten, wenn der 08/15-Spaziergänger auch eine hat.

  46. marc meint: (25.2.2008 um 03:04) AntwortenReply to this comment

    @21 (justus)
    eine genau definition zu "einhandmessern" existiert noch nicht. z.z. sollte man somit jedes messer das mit einer hand geöffnet und oder "fixiert" werden kann meiden. im zweifelsfall wird es von der polizei eingezogen und an das bka versendet. das bka begutachtet das messer und erstellt einen feststellungsbescheid über die tatsache ob es sich um ein einhandmesser handelt.

    waffengesetz:
    meine sekretärin hat seit jahren einen teleskopstock in ihrer handtasche (ihr ehemann ist polizeibeamter) jetzt verboten.
    meine freundin seit ewigkeiten ein pfefferspray, leider ist ihre kanzlei in den neuen hamburger "waffensperrbezirk" umgezogen, somit jetzt für sie ebenso verboten.
    eine effektive selbstverteidigung faktisch nicht mehr möglich.
    ich selber trage ein "böses" einhandmesser bei mir und nutze es täglich. mal öffne ich briefe damit, mal schäle ich eine orange, dann ist es mal ein packet, hin und wieder auch mal eine widerspenstige lebensmittelverpackung die ich weder mit händen noch mit den zähnen aufbekomme. die beispiele könnte ich beliebig weiterführen. es ist ein sehr nützlicher alltagsbegleiter geworden. nun auch für mich vorbei. ich werde mich wohl daran gewöhnen müssen eins von diesen martialisch aussehenden feststehenden messern unter meinem anzug tragen zu müssen…… schade das sich unsere straftäter selten so viele gedanken machen…

  47. marc meint: (25.2.2008 um 03:33) AntwortenReply to this comment

    @SILen(e (46)

    1. wie kommst du bitte auf die idee ein krimineller würde schwieriger an eine waffe kommen, wenn man diese für alle "nicht-straftäter" verbieten würde???
    2. warum sollten legale waffenbesitzer damit nicht umgehen können und irgendwelche schwierigkeiten haben eine waffe aus ihrem holster zu ziehen?
    3. wieso sollte jeder eine waffe bekommen dürfen? warum, z.b. nicht nur bürger ohne vorstrafen, die einen praxiskurs ablegen müssen und eine spezielle sachkunde?
    4. was soll bitte der unsinn mit "die bösen leute würden dann aufrüsten"? sollen die sich dann drei illegale waffen besorgen oder doch lieber gleich 10? oder meinst du sie würden dann für einen raub oder eine vergewaltigung einen panzer nehmen? ist dir bekannt dass z.b. in england, jegliche waffen seit einigen jahren verboten sind? hast du eine ahnung ob das auch nur einen straftäter dort interessiert? ist dir bekannt wie die straftaten mit schusswaffen in england trotz waffenverbot für "normale" bürger jedes jahr ansteigen? genau so auch in der schweiz. seit einigen jahren ist das führen von waffen verboten worden. die bürger dürfen zwar schußwaffen besitzen, diese jedoch nicht mehr bei sich tragen. folge: raub und vergewaltigungsdelikte haben sich fast verdoppelt!
    5. frag doch mal die opfer von deinem zitierten amoklauf in der usa ob die sich deine klugen "rosarot" vorstellungen gewünscht hätten oder einen mitschüler mit einer waffe…..

  48. Agadius meint: (25.2.2008 um 06:19) AntwortenReply to this comment

    Manchmal habe ich das Gefühl, das viele über ein Thema sprechen, wovon sie überhaupt keine Ahnung haben.

    Ich will jetzt nicht jede falsche Aussage hier widerlegen. Denn wer in das WaffG schaut und es auch mal richtig durchliest, der wird merken, was er für ein Quark da ablässt.

    Mal kurz angerissen:

    Zum Führen einer Waffe bedarf es einen Waffenschein. Mit Führen ist gemeint, das diejenige Person die Waffe jederzeit griffbereit haben darf. Dieser Waffenschein wird relativ selten erteilt. Vorwiegend an Personen mit Sicherheitsaufgaben oder potentiell bedrohte Personen. Hier muss aber auch die Sachkunde über die Waffen nachgewiesen werden.

    Eine Waffenbesitzkarte (WBK) dient zum Besitz einer Waffe. Die Waffe darf NICHT in der Öffentlichkeit geführt werden. Sie darf lediglich TRANSPORTIERT werden. Und das auch in der Regel nur bis zum Schießplatz und zurück.
    Für die WBK muss ein Bedürfnis nachgewiesen werden (z.B. mind. 18 mal Training auf dem Schießplatz) und der Antragssteller muss die persönliche Eignung vorweisen (sprich keine Vorstrafen, psychische Krankheiten etc.).
    Dazu kommt noch, das der WBK-Inhaber eine Sachkunde nachweisen muss. Also einen Lehrgang über den Umgang mit Waffen etc.

    Ach ja, es wird natürlich noch 1 Jahr Vereinszugehörigkeit vorrausgesetzt. Ohne Schießsportverein keine WBK.

    Erst dann darf man eine Waffe besitzen und zwischen den Schießsportplätzen hin- und herschaukeln.
    Jeder der das Verfahren durchgemacht hat, wird sich hüten, damit eine Straftat zu begehen. Denn dann ist die WBK sofort wieder weg. Auch wenn derjenige längere Zeit nicht mehr zum Training geht ist die WBK wieder weg. Denn das Bedürfnis entfällt dann.

    So, das zum Thema richtige Waffen. Also, wenn man einen Amoklauf plant, dann muss man sich mind. 1 Jahr, wenn nicht länger, gedulden.

    Alles andere sind illegale Waffen. Und da sich Kriminelle leider nicht an das Gesetz halten (liegt wohl in der Natur der Sache), wird es immer wieder zu Schußwaffenmissbrauch kommen.

    Durch eine Änderung des Waffengesetz trifft man meistens immer die falschen Personen. An die Illegalen Waffen traut man sich nämlich nicht ran. Da müsste mehr Personalaufwand der Polizei betrieben werden. Und das bei dem Stellenabbau oder auch gern Polizeireform genannt.

    Also schränkt man lieber die legalen Waffenbesitzer immer mehr ein. Weil es gibt ja auch soviel davon.
    Da kann man nur mit dem Kopf schütteln.

    Immer dran denken. Es tötet nicht die Waffe, sondern der Mensch dahinter!

  49. Hootch meint: (25.2.2008 um 08:56) AntwortenReply to this comment

    Das mag jetzt wirklich dumm klingen, dennoch:
    Ab wann ist ein Messer eigentlich eine Waffe? Bis wann ist es ein Werkzeug? Ein Koch hantiert täglich mit Messern herum, die um die 30 cm lang sind. Ich würde jederzeit davon ausgehen, dass es sich hierbei um ein Werkzeug handelt. Das Beispiel mit dem Feuerwehrmann und seinem Feststell- Einhandmesser hatten wir ja schon.
    Anders herum gefragt: Warum ist eigentlich mein Gürtel keine Waffe? Oder meine Schuhe? Oder mein Regalbrett? Oder (und jetzt wird es interessant) mein Pfefferspray*?

    Der Begriff "Waffe" ist meiner Meinung nach viel zu schwammig. Genauso wie der Begriff "ge4fährlicher Gegenstand". Mir fällt spontan kein Gegenstand ein, mit dem ich einen anderen Menschen nicht verletzen und/oder töten kann.

    *) Dabei handelt es sich um ein reines "Tierabwehrspray", welches nicht dem WafG unterliegt.

    Grüße!

  50. Fincut meint: (25.2.2008 um 09:30) AntwortenReply to this comment

    Anonymisierte IP-Adressen… kann mir mal jemand erklären, wie das gehen soll? Eine "anonymisierte" IP-Adresse ist doch völlig sinnlos, oder nicht? Warum speichert man denn etwas, wenn es eh unbrauchbar gemacht wird?

    Ich muss dabei an die Aussage eines Politikers denken. Man bräuchte keine Sorge haben, dass der "Bundestrojaner" private Daten ausspäht, da die Software in der Lage sei, zwischen privaten und unprivaten Daten zu unterscheiden…

  51. GE meint: (25.2.2008 um 09:44) AntwortenReply to this comment

    @42:
    "setzt die Existenz eines Einhand(-kampfmessers) voraus, dass sich das Messer auf Knopfdruck mit der das Messer haltenden Hand allein öffnet (ggf. auch) verriegelt?"

    "auf Knopfdruck" wären Springmesser – die bisher legalen Varianten von Springmessern sind damit natürlich auch erschlagen. Bei einem Einhandmesser hat die Klinge einen Knubbel oder eine Art Öse, damit man die Klinge mit dem Daumen der Führhand öffnen kann. Ein aktuelles Schweizer Taschenmesser wie das Modell http://www.herbertz-messerclub.de/shop.php?Article=5969 fällt bereits unter die Definition "gefährliches Messer"

    Jetzt darf ich Messer, die mich seit 25 Jahren aus ganz pragmatischen Gründen – manchmal hat man einfach nur eine Hand frei, und eine gegen unbeabsichtigtes Zuklappen verriegelte Klinge schützt die eigenen Finger beim Arbeiten – im Alltag begleiten, nicht mehr tragen, weil ich nicht zu den privilegierten Berufsgruppen gehören. Aber dafür darf ich jetzt bitte glauben, sicherer zu sein.

    @45:
    "Balsiongs (Butterfly-Messer) lassen sich sehr gut einhändig öffnen und schliessen."

    Die sind in Deutschland bereits seit ein paar Jahren "verbotene Gegenstände", allein schon deren *Besitz* steht unter Strafe.

    Und anscheinend wurde vor der Verabschiedung kräftig Stimmung gemacht, vgl. http://www.visier.de/1542a.html

  52. Jens Ferner meint: (25.2.2008 um 09:44) AntwortenReply to this comment

    @51: Das ist falsch. Eine anonymisierte IP, bei der etwa die letzten 2-3 Stellen ausgext-werden, kann immer noch genutzt werden um Benutzer auseinander zu halten, ohne diese individuell zu identifizieren. Das heisst, man kann immer noch durchaus brauchbar sagen, dass X-IP-Adressen (also im weitesten Sinne Personen) eine Webseite aufgerufen haben und die Daten nutzen, um Klickpfade nachzuvollziehen. Durch die Anonymisierung kann man also statistisch brauchbare Werte erhalten, ohne dass man auf den einzelnen User rückschliessen kann.

  53. Arne meint: (25.2.2008 um 09:50) AntwortenReply to this comment

    In der Waffendiskussion herrscht ein ungesundes Klima der Irrationalitaet. Das ist das Problem.

  54. h.c. meint: (25.2.2008 um 10:06) AntwortenReply to this comment

    @49 (Agadius),

    den Unterschied zwischen WBK und Waffenschein habe ich schon erklärt.

    „Alles andere sind illegale Waffen.“

    Das stimmt nicht. Es gibt diverse erlaubnisfreie Schusswaffen, von denen aber keine oder kaum eine Gefahr ausgeht. Ein Baseballschläger ist dann meistens genauso gefährlich oder sogar gefährlicher.

  55. Mary meint: (25.2.2008 um 10:24) AntwortenReply to this comment

    @3

    Man sagt, ungefährlich sei das Nutella-Messer, das angeblich extra erfunden wurde, damit unser Bobbele es in der Werbung auch ablecken darf.

    Aber ein Auge ausstechen kann man damit sicher auch, wenn man's drauf anlegt …

  56. Ziffer 8 meint: (25.2.2008 um 10:38) AntwortenReply to this comment

    Was ist eigentlich mit Messern, bei denen die Klinge aus dem Griff springt, aber nicht verriegelt sondern weiterfliegt um jemanden zu treffen? :-)

  57. Justus meint: (25.2.2008 um 10:43) AntwortenReply to this comment

    @ 52 (GE)

    " … Bei einem Einhandmesser hat die Klinge einen Knubbel oder eine Art Öse, damit man die Klinge mit dem Daumen der Führhand öffnen kann …"

    Danke für den Hinweis; der o.g. "Knubbel" befindet sich (auch) an meinem bisher stets als Taschenmesser mitgeführten Seglermesser (mit kürzerer Klinge als 8,5 cm), das zwar nicht auf Knopfdruck aufspringt, aber sich – voll ausgeklappt verriegeln und nur auf Knopfdruck entriegeln lässt.

    @ 47 (marc)

    " … ich selber trage ein “böses” einhandmesser bei mir und nutze es täglich. mal öffne ich briefe damit, mal schäle ich eine orange, dann ist es mal ein packet, hin und wieder auch mal eine widerspenstige lebensmittelverpackung die ich weder mit händen noch mit den zähnen …"

    Mein oben beschriebenes Seglermesser lasse ich demnächst – um überflüssige Bußgeldeinnahmen des Staates zu vermeiden – also besser zu Hause oder auf dem Schiff und lege mir, wie in Jugendtagen, deinem Vorschlag folgend, mal wieder ein sog. Fahrtenmesser mit feststehender aber kurzer Klinge für den täglichen Unterwegsgebrauch und zur Selbstverteidigung zu …

    Wieder mal ein Gesetz, dass die Qualität unserer Gesetzgebungsorgane negativ unterstreicht!

  58. anonym meint: (25.2.2008 um 11:17) AntwortenReply to this comment

    Fahrtenmesser haben üblicherweise auch eine Klinge, die länger als 10 bzw. 12 Zentimeter ist. Diese ganze unzureichende Gesetzgebung – man denkt automatisch an den europäischen Haftbefehl – führt letztlich nur dazu, daß auch der an sich gesetzestreue Bürger diesen ganzen Humbug nicht mehr akzeptiert. Welche Messer oder sonstigen Gegenstände ich in meiner Jackentasche oder im Rucksack mit mir führe, ist schließlich in erster Linie meine Sache, da der Tascheninhalt den Staat nichts angeht. Wer sich freiheitlich-demokratisch nennt und trotzdem überall in Privatsachen herumschnüffeln möchte, kann eben letztlich nicht mehr als völlig intakte Person oder als ein durch Vernunft definiertes Gemeinwesen angesehen werden.

  59. Justus meint: (25.2.2008 um 12:17) AntwortenReply to this comment

    @ 59

    Bin völlig deiner Meinung. Falls kein kurzklingiges Fahrtenmesser auf dem Markt verfügbar ist, werde ich mein Seglermesser der Marke "Leatherman" derart bearbeiten (lassen), dass der "Knubbel" aus der Bohrung der Klinge entfernt wird; er ist nur eingestanzt. Notfalls müßte er sich wegflexen lassen …

  60. marc meint: (25.2.2008 um 13:23) AntwortenReply to this comment

    @50 (hootch)
    was eine waffe ist oder nicht, bestimmt in deutschland das bka mit einem feststellungsbescheid. dabei kommen teilweise recht dubiose entscheidungen heraus. auch ob es sich bei einem vermeidlich alltäglichem gegenstand um etwas "normales" oder um einen verbotenen gegenstand handelt, wird mit dem feststellungbescheid entschieden.
    p.s. zum bka, eine studie des bka hat unserer bundesregierung übrigens empfohlen keine weiteren verschärfungen im waffengesetz durchzuführen! laut aussage bringen solche verschärfungen nicht den gewünschten erfolg bei den straftätern, sondern kriminalisieren nur den normalen bürger…. schade das es unserer regierung offensichtlich sche***egal war.

    @waffengesetz allg.
    unsere regierung hat mir nun zwar verboten mein taschenmesserchen zu führen, hat aber nichts gegen "echte" waffen als messer getan. fast alle arten von kerambits sind und bleiben in deutschland erlaubt. diese messer sind als "alltagswerkzeug" nicht zu gebrauchen und wurden nur erfunden um extreme verletzungen zu verursachen. diese messer sind echte "mordinstrumente" und können von jedem 18jährigen weiter frei gekauft werden……super

  61. marc meint: (25.2.2008 um 13:34) AntwortenReply to this comment

    @GE (52)

    vielen dank für die info und den link ( http://www.visier.de/1542a.html ).

    gibt es da keine juristische handhabe wenn der berliner kriminaldirektor oliver tölle als "experte" bei einer öffentliche anhörung des innenausschusses zum thema waffenrecht offensichtlich lügt (zumindest mit falschen aussagen manipuliert) und somit dieses lächerliche neue waffengesetz provoziert?

  62. Justus meint: (25.2.2008 um 15:20) AntwortenReply to this comment

    Taschenmesser mit "Knubbel" an der Klinge zum Einhandöffnen, die wie oben dargestellt als sog. Einhandkampfmesser gelten, lassen sich ganz einfach bei einem Schlüsseldienst mit Schleifstein derart bearbeiten, dass innerhalb von 15 Sekunden der Knubbel entfernt ist. Etwa stehengebliebene Ränder bzw. Grate lassen sich per Hand mit Koruntschleifpapier nachbearbeiten. Diese Procedur hat soeben mein Schlüsseldienst bei Real für den Gegenwert eines freundlichen Händedrucks erledigt. Meine rechtlichen Erläuterungen quittierte der brave Mann mit einem ungläubigen Kopfschütteln …

  63. SILen(e meint: (26.2.2008 um 01:57) AntwortenReply to this comment

    @marc

    Wenn weniger Waffen in Umlauf sind können auch weniger abhanden kommen.
    Schul-Amokläufe finden entweder mit den legalen Waffen des Täters statt – oder denen die sie ihrem Vater geklaut haben.

    Wenn du nach amerikanischem Vorbild Waffenbesitz für jeden forderst, wird die Anzahl der Waffen die man sich bei Bedarf irgendwo besorgen kann ansteigen und womöglich auch die Anzahl solcher Taten.

    Wenn ein Jugendlicher jetzt seine kleine Rache am Lehrer ausleben will, muss er in die düsteren Stadtviertel und dort findet er mit viel Glück (je nach Stadt) jemanden der ihm für ein paar hundert Euro ne Knarre besorgt.

    In deiner Welt geht er Abends ins Schlafzimmer des Vaters, klaut den Schlüsselbund und schließt den Waffenschrank auf, nimmt sich die Knarre seiner Wahl und schließt den Schrank wieder zu, zur Mittagszeit des nächsten Tages liegen dann zwei Lehrer und ein paar ehemalige School Bullys in ihrem eigenen Blut.

    Zum Thema Aufrüstung – Jetzt rennt der Straßengangster von Nebenan mit nem Messer rum, weil er damit jeden der kein Messer hat und nachts durch den Park geht damit ausrauben kann.
    Bist du wirklich der Meinung, der Typ wird noch sein Messer tragen, wenn in der Stadt laut Statistik 110% der Einwohner eine Schusswaffe haben? Der wird sich ne Pistole besorgen und sein Ding weiter durchziehen, da er eh total angespannt ist und unter Strom steht wird er sofort wenn sein zitterndes eingeschüchtertes Opfer nach der eigenen Pistole greift abdrücken und das Opfer kann sich seine Pistole wohinstecken, da es gerade einen Bauchschuss abbekommen hat, den es nicht hätte wenn es einfach artig das Geld rausgerückt hätte.
    Aber wenn man schon eine Pistole hat, möchte man sie ja auch zur Selbstverteidigung nutzen, selbst wenn es nur das Gegenteil bringt.

  64. HP meint: (26.2.2008 um 02:58) AntwortenReply to this comment

    @SILen(e
    Es gibt offenbar Menschen die geborene Opfer sind.
    Laut Schätzung des BKA gibt es ca. 20 Millionen illegale Waffen in Deutschland (die natürlich alle bei Papa aus dem Waffenschrank gestohlen worden sind).
    Viel Spaß noch in Ihrer Fantasiewelt.

  65. SILen(e meint: (26.2.2008 um 08:31) AntwortenReply to this comment

    Die Liste der bei deutschen, bei Wikipedia verzeichneten, Schulmassaker führt bei allen Amokläufen bis auf den von Emsdetten eine dank Schiesssportverein völlig legal erworbene Waffe auf, beim Amoklauf von Emsdetten gab es eine Waffe, die (wie das wieder passieren würde wenn den Forderungen von marc zufolge jeder der NOCH nicht aufgefallen ist eine Schusswaffe bekäme) der Täter von einem Bekannten ertauschte, der sie als Nachlass erhalten hatte. Eine vermutlich legale Waffe kommt über diverse, unvorhersehbare Wege in die Hände eines Amokläufers.
    Mehr Waffen in Umlauf führen auch zu mehr verloren gegangenen Waffen, und was mit legalen Waffen passieren kann sah man ja in Erfurt.

    Die Welt wird durch mehr Waffen nicht sicherer, verdammt, in diesem Blogpost steht sogar ein paar Links weiter oben etwas zum Thema TASER, dass die Einführung von Tasern zu mehr Einsätzen eben dieser Taser führt, weil die Hemmschwelle diese einzusetzen niedriger als bei einer Schusswaffe ist.

    Wenn nun jeder bisher unbescholtene Bürger mit einer Pistole in der Tasche rumläuft, dann wird er bei einem Überfall eher dazu neigen diese auch einzusetzen als das man die Brieftasche abgibt – und bei einer Streiterei greift man im Affekt dann vielleicht auch eher zur Pistole als zur Bierflasche oder dem Messer.

    Ja, die Zahl der Vergewaltigungen auf offener Straße wird sicherlich ein wenig sinken – die Anzahl der Schußwunden in den Notaufnahmen aber dafür steigen.

    Wenn die Aussage der NRA, dass mehr Waffen auch mehr Sicherheit bedeutet, weil jeder Bedroher sofort vom unbescholtenen Bürger erschossen werden kann, stimmen würde – dann wäre die USA das sicherste Land der Welt.
    Ist sie aber nicht, das sollte einem doch mal zu denken geben.

    Ich bin auch nicht für sinnlose Verschärfungen des Waffengesetzes (so wie ich hörte wurden ja mit dieser Änderung Anscheinwaffen verboten und gleichzeitig dürfen Soft-Air-Waffen eine höhere Schussenergie aufweisen – ich habe noch nie eine Soft-Air-Waffe gesehen, die nicht einer echten Waffe oder gar Kriegswaffe nachempfunden wurde), besonders der Punkt mit den Messern ist geradezu lächerlich, Messer besitzen ein absolut einfaches Funktionsprinzip und gleichzeitig absolut universelle Einsatzmöglichkeiten, dann wird halt statt einem Butterfly in Zukunft ein Küchenmesser mitgeführt (die Ausreden sind unendlich), ein Taschenmesser… oder das erlaubte Trachtenmesser. Messer sind Werkzeuge, diese Verschärfungen werden nur einen geringen Einfluss auf die Kriminalitätsraten haben.

    Bei Schusswaffen sieht das aber anders aus, deren Einsatzgebiet ist doch deutlich eingeschränkter, ihr Gefahrenpotential aber auch sehr viel höher. Deshalb finde ich eine so extreme Lockerung der Schusswaffenbestimmungen wie hier teilweise gefordert weltfremd und rein von persönlichen Interessen getrieben

  66. bombjack meint: (26.2.2008 um 09:25) AntwortenReply to this comment

    @66
    [...]Bist du wirklich der Meinung, der Typ wird noch sein Messer tragen, wenn in der Stadt laut Statistik 110% der Einwohner eine Schusswaffe haben?
    [...]

    a) und bist Du der Meinung das er legal einfach eine bekommen wird?
    b) selbst wenn illegal (was bei den Intensivtätern um die es hier geht eher wahrscheinlich ist) bleibt für ihn im Gegensatz zu dem bewaffneten Bürger immer noch das Risiko bei einer Polizeikontrolle erwischt zu werden.

    [...]
    Der wird sich ne Pistole besorgen und sein Ding weiter durchziehen,
    [...]

    und hat natürlich einen Platz wo er üben kann…..

    [...]
    da er eh total angespannt ist und unter Strom steht wird er
    [...]
    denn so einfach ist es nicht eine Person zu treffen…..gerade wenn man angespannt ist…..

    Btw. bei Wohnungseinbrüchen ist der Wohnungsinhaber wenn bewaffnet im Vorteil er kennt die Wohnung besser und hat das Überraschungsmoment u.U. auf seiner Seite.

    [...]
    sofort wenn sein zitterndes eingeschüchtertes Opfer nach der eigenen Pistole greift abdrücken und das Opfer kann sich seine Pistole wohinstecken, da es gerade einen Bauchschuss abbekommen hat, den es nicht hätte wenn es einfach artig das Geld rausgerückt hätte.
    [...]

    c) unter Umständen zittert das vermeitliche Opfer gar nicht und passt auch nicht in die Opferrolle….
    d) in der von Dir beschriebenen Situation ist es unklug zur Waffe zu greifen, allerdings ergeben sich solche Situationen recht selten, da der Täter auch nicht gerade offen mit dem Teil durch die Gegend läuft, vor ein Opfer springt und brüllt Geld her oder Leben….
    e) zudem passiert es immer öfter, daß nach Raub das Opfer auch noch zusammengeschlagen wird und
    f) wenn es sich um Personen handelt die von rechten Arschlöchern des öfteren gejagt werden dürfen die dann noch dezent "in den Randstein beißen".

    [...]
    Wenn die Aussage der NRA, dass mehr Waffen auch mehr Sicherheit bedeutet, weil jeder Bedroher sofort vom unbescholtenen Bürger erschossen werden kann, stimmen würde – dann wäre die USA das sicherste Land der Welt.
    [...]

    g) in Bezug auf Waffen gibt es nicht "die USA"; jeder Bundestaat hat andere Gesetze z.B. ist in Chicago ein absolutes Waffenverbot, in Hawaii kann jeder Waffen besitzen, darf sie aber nicht führen….

    h) Praktisches Beispiel da ich in Hawaii lebe und arbeite:
    Letzten Freitag komme ich von der Arbeit zu meinem Hochhaus, wo ich die Wohnung habe und ein Treppenaufgang ist komplett von der Polizei abgeriegelt (gelbes Band: Police line do not cross) Was war passiert, ein Fremder hat im 23. Stockwerk mehrere Personen mit einem Feuerlöscher bedroht, als der Wachmann kam (hier haben so gut wie alle Hochhäuser Security-Personal) ging er auf diesen los und warf ihn an die Glasscheiben des Stockwerks, die dann auch zu Bruch ging. Anscheinend hat er den Wachmann schon halb mit dem Oberkörper aus der Scheibe gehabt und es doch nicht geschafft ihn rauszuschmeißen. Polizei hat dann den Typen festgenommen und er bekommt laut Zeitung eine Anklage wegen versuchten Mordes. Mindestens eine Person (wahrscheinlich der Wachmann)hat tierisch geblutet nach den Spuren die am nächsten Tag auch noch vorhanden waren.
    Für mich ein Beispiel wo eine Waffe (Training vorausgesetzt) was verhindert hätte…..

    [...]
    Ist sie aber nicht, das sollte einem doch mal zu denken geben.
    [...]

    Die USA ist im großen und auch im kleinen nicht mit Deutschland zu vergleichen….warum ist es in der Schweiz so friedlich, ebenso Belgien oder Österreich wo man ab 18 Langwaffen ohne Probleme bekommt, warum kracht es nicht andauernd in Kanada?
    Oder bei uns…..wieviele illegale Schußwaffen gibt es laut Schätzungen des BKA in Deutschland?

    bombjack

  67. Karls meint: (27.2.2008 um 08:28) AntwortenReply to this comment

    Weiterführende Lektüre zu "Datenschutzbeauftragter speichert IP-Adressen – aber anonymisiert".
    Das war bis vor kurzem noch ganz anders: http://karls.over-blog.net/

  68. Hermann meint: (12.4.2008 um 20:15) AntwortenReply to this comment

    Ich besitze ein Multitool von Leatherman.Habe für dieses Werkzeug ca.150€ bezahlt.Nun da man die Klinge mit einer Hand öffnen kann fällt es auch unters Waffengesetz.Wer kommt mir für den Schaden auf,da ich das Messer nicht mehr mitführen darf.

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