11.8.2008

Nicht so gemeint

“Das kann ich Ihnen nicht sagen. Ich habe hier so viele Akten liegen, senden Sie bitte ein Fax, dann kriegen Sie eine Antwort”, sagt die Sachbearbeiterin bei einer Versicherung.

Tschuldigung, ich dachte ja nur, immerhin endet jedes ihrer Schreiben so:

Falls Sie Fragen haben, rufen Sie uns bitte an.

9 Kommentare zu “Nicht so gemeint”

  1. ric meint: (11.8.2008 um 13:51) AntwortenReply to this comment

    was sie getan haben…passt doch alles :D

  2. mrg’ meint: (11.8.2008 um 13:56) AntwortenReply to this comment

    ein harsches "bitte rufen sie nicht an, sondern schicken ein fax in der briefsignatur wäre doch mal eine nette abwechslung…

  3. 4thmarch meint: (11.8.2008 um 14:10) AntwortenReply to this comment

    aber bitte rufen Sie vorher an.

  4. Bäääärbel meint: (11.8.2008 um 14:30) AntwortenReply to this comment

    Früher waren solche Sätze noch ernst gemeint. Heute wird alles durchgetunt und mit unwahren Floskeln belegt, damit es immer schön freundlich und aufgeschlossen klingt. Das fängt schon im Restaurant mit dem "Hat es ihnen geschmeckt?" an. Die Antwort interessiert keinen Ar*** mehr. Keine Ehre mehr im Leib. Es geht nur um die Kohle und gleichzeitig freundlich darzustehen.

    Schöne Gesellschaft, wo wir hindriften.

  5. Rowerle meint: (11.8.2008 um 14:30) AntwortenReply to this comment

    @3: *lach*
    Ich hatte mal eine Kollegin, die anrief, nur um mitzuteilen, dass sie eine EMail geschickt habe…

    Nun ja, sie bekam ja auch eine Kriiiiiieeeeeeese, wenn bei Fremdfirmen der Zeitstempel nicht stimmte; sie meinte dann immer, dass unsere EMail-Zustellung katastrophal sei. Irgendwann haben wir ihr dann gezeigt, wie man mit billigsten Mitteln EMails aus der Zukunft schicken kann, oder von offiziell Toten etc.
    Anschließend hat sie es uns geglaubt.

  6. RA JM meint: (11.8.2008 um 14:42) AntwortenReply to this comment

    Ach, war das die nette Gesellschaft, die jetzt nur noch 01802-Nummern hat, keine Sachbearbeiter mehr nennt (jeder ist zuständig, alle wissen alles), Anrufe über vorgeschaltete interne Call-Center abfängt und Bearbeitungsrückstände von <a href="http://www.unfall-recht.info/allianz-berlin-ist-abgesoffen&quot; rel="nofollow">über acht Wochen </a> vor sich her schiebt?

  7. dexter meint: (11.8.2008 um 14:48) AntwortenReply to this comment

    ich könnte mir inzwischen gut vorstellen, dass die aufforderung zum rückruf vom internen qualitäts-managment oder fast noch eher einem engagierten, externen beratungsunternehmen plaziert wurde.

    ziel wäre dann nur eine quantitative erfassung der fälle, in denen die versicherungsschreiben nicht selbsterklärend sind, um entsprechendes verbesserungspotenzial aufzudecken.

    bei dieser art der selbstbeschäftigung gerät der geschäftspartner und seine nachfrage dann ganz schnell in den hintergrund. die sachbearbeiterin hat wahrscheinlich schon während udos anruf die strichliste auf einem neu eingeführten formularbogen ergänzt ;-)

  8. C.D. meint: (11.8.2008 um 20:45) AntwortenReply to this comment

    @6.

    Ach, ich dachte es handelt sich mal wieder um die drei fragezeichen äähmm Buchstaben *Hukst*.
    Die haben mir auch schonmal erzählt: "Tut uns leid, da haben wir wohl vergessen zu bezahlen." Meine Nachfrage, ob das im Restaurant auch schon Mal vorkam blieb unbeantwortet.

    Nunja, dafür wollten sie beim zweiten Schaden mal gleich den im Gutachten veranschlagten Ersatztarif bzw. Mietwagenkostenersatz reduzieren. Das Fzg. sei ja schon alt.

    Abgesehen davon, dass sie zahlen müssen, was im Gutachten veranschlagt wird, wies ich freundlichst darauf hin, dass das nicht mal ein Monat alte Gutachten des vorherigen Schadens, welches von den dreisten drei erstellt wurde, den gleichen Betrag auswies. "Tja ähhh, ja wie erklären wir das… "

    - Schade, dass der Versicherungsombudsmann für andere Fälle gedacht ist.

    So eine öffentliche Stelle, wo ich die mal an den Pranger stellen könnte wär mir lieber.

  9. Marvin meint: (12.8.2008 um 21:51) AntwortenReply to this comment

    Ja ja, man ertrinkt förmlich in all den Akten, die die deutsche Bürokratie einem vorsetzt.

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