16.9.2008

Es meldete sich dann RA Vetter

“Bei einer Taschenkontrolle wurden fast 6.000 Euro Bargeld gefunden. Auf Befragung gab Frau N. an, dass sie in einem Bordell in Ulm gearbeitet habe. Die Personalien der Beschuldigten sind absolut nicht gesichert. Nach kriminalistischen Erfahrungen handelt es sich um organisierte Strukturen des nigerianischen Menschenhandels, welche vom LKA federführend bearbeitet werden. Im Falle einer Kontrolle sind die Frauen genauestens instruiert. …

Es meldete sich dann Herr Rechtsanwalt Vetter, Düsseldorf, telefonisch beim Unterzeichner. … Am gleichen Tag ging dann ein bei hiesiger Dienststelle ein Fax des Rechtsanwalts ein, wonach er Antrag auf Asyl für seine Mandantin stellte. Aufgrund des Antrags war eine richterliche Vorführung zwecks Abschiebehaft hinfällig.”

40 Kommentare zu “Es meldete sich dann RA Vetter”

  1. DerPersonifizierteVorschussbetrug meint: (16.9.2008 um 13:33) AntwortenReply to this comment

    So what?

  2. Klaus meint: (16.9.2008 um 13:36) AntwortenReply to this comment

    Woher stammt das Zitat? Aus einem Fleißkärtchen? :D

  3. Flo meint: (16.9.2008 um 13:38) AntwortenReply to this comment

    Die gute alte "kriminalistische Erfahrung" – lasst mich raten… die Frau war dunkelhäutig. Das sollte doch reichen.

  4. Deus meint: (16.9.2008 um 13:42) AntwortenReply to this comment

    Vetter Ex Machina!

  5. x meint: (16.9.2008 um 13:46) AntwortenReply to this comment

    Das klingt wie ein Theaterstück. "Es tritt auf der Rechtsanwalt Vetter" *g*

  6. Charon meint: (16.9.2008 um 13:48) AntwortenReply to this comment

    RA Vetter saves the day!

  7. Angewiderter meint: (16.9.2008 um 13:55) AntwortenReply to this comment

    Selbstbeweihräucherung par excellence. Held des Tages.

  8. zf.8 meint: (16.9.2008 um 13:55) AntwortenReply to this comment

    Er eröffnete dem Unterzeichner, dass er hier wäre um Kaugummi zu kauen und Asylanträge zu stellen. Ihm wäre aber das Kaugummi ausgegangen.

    Die etwas unfreundlichere Leseart wäre, dass der Unterzeichner Herrn RA Vetter vielleicht in die Nähe der "organisierten Strukturen des nigerianischen Menschenhandelns" stellt.

  9. Udo Vetter meint: (16.9.2008 um 14:10) AntwortenReply to this comment

    "Die etwas unfreundlichere Leseart wäre, dass der Unterzeichner Herrn RA Vetter vielleicht in die Nähe der “organisierten Strukturen des nigerianischen Menschenhandelns” stellt."

    Textverständnis: sehr gut. Weiter so!

  10. theObserver meint: (16.9.2008 um 14:22) AntwortenReply to this comment

    Herzlichen Glückwunsch! Sie haben soeben eine LKA-Beobachtung gewonnen…

  11. evo meint: (16.9.2008 um 14:22) AntwortenReply to this comment

    Glückwunsch zu dem Erfolg! Genau diese Personen brauchen wir hier im Land!

  12. King Lear meint: (16.9.2008 um 14:24) AntwortenReply to this comment

    @9 Udo Vetter:

    Wieso wird der Name des Blogautors in den Kommentaren eigentlich nicht mehr fett gedruckt?

    So wie es jetzt ist, kann man leider nicht erkennen, ob wirklich The Man oder nur ein schäbiger Identitätsdieb schreibt.

  13. Badratgeber meint: (16.9.2008 um 14:34) AntwortenReply to this comment

    Das Textverständnis lässt wirklich zu wünschen übrig, ich denke der Eintrag sollte überarbeitet werden.
    Zum Topic: Mir fällt nur einmal mehr wieder auf das hier in Deutschland eine Straftat hinfällig wird wenn eine andere eintrifft.
    "…Aufgrund des Antrags war eine richterliche Vorführung zwecks Abschiebehaft hinfällig.”

  14. Torsten meint: (16.9.2008 um 14:43) AntwortenReply to this comment

    Badratgeber: Ist ein Asylantrag neuerdings eine Straftat?

  15. Kai meint: (16.9.2008 um 15:12) AntwortenReply to this comment

    Wenn Sie eine Frau ist, dann eher ein Opfer des Menschenhandels, warum werden aber 6000,- mitgeführt?

    Instruiert, das Geld als Einnahme aus Prostitution anzugeben, damit dann gleich das Finanzamt das Monatsgehalt schätzt?

    6000,- vielleicht als Tages- oder Wocheneinnahme sind nicht schlecht. Haben die noch ne Stelle frei? :-P

  16. foxi meint: (16.9.2008 um 15:14) AntwortenReply to this comment

    Es drängt sich auch geradezu auf, dass eine Prostituierte erst nach der Festnahme und nicht etwa schon bei der Einreise einen Asylantrag stellt. So kann sie bis zu einer endgültigen Entscheidung noch eine zeitlang ihrem (verbotenen) Gewerbe nachgehen. Merke: Nicht nur die Prostituierten, sondern auch ihre Anwälte sind bestens instruiert.

  17. Kampfschmuser meint: (16.9.2008 um 15:18) AntwortenReply to this comment

    @Kai
    > Haben die noch ne Stelle frei?
    Das wird aber bestimmt schmerzhaft für dich. ;)

  18. Airfix meint: (16.9.2008 um 15:28) AntwortenReply to this comment

    @ 15
    Geld aus Prostitution, damit es nicht als Drogengeld vom Staat vereinnahmt wird.
    Da hilft Herr Vetter einer Frau, was anwaltliche Pflicht ist und kassiert dafür Haue.
    Manchmal verstehe ich die Leute nicht…

  19. Christian meint: (16.9.2008 um 15:34) AntwortenReply to this comment

    @11 evo
    Zustimmung. Aber den Gesichtspunkt der "Brauchbarkeit" eines Menschen hast auch Du nicht konsequent zuende gedacht. Wies besser geht, zeigen die Dänen:
    http://www.kreativrauschen.de/blog/2008/09/09/filmkritik-how-to-get-rid-of-the-others-hvordan-vi-slipper-af-med-de-andre/

  20. fh meint: (16.9.2008 um 16:22) AntwortenReply to this comment

    @12 Spannende Frage, geh ich heute abend mal anschauen. Danke für den Hinweis!

  21. JLloyd meint: (16.9.2008 um 16:23) AntwortenReply to this comment

    Wieso hat Frau N. überhaupt angegeben woher das Geld stammt ? War Sie zu mehr verpflichtet als zu den Pflichtangaben ?
    Oder dürfen Frauen in Köln kein eigenes Geld besitzen ?

  22. bernd meint: (16.9.2008 um 16:32) AntwortenReply to this comment

    Der übliche Tenor: die Mandanten von Herrn RA Vetter sind die Guten, bei der Polizei arbeiten die Bösen. Alles andere spielt keine Rolle. Da ist jemand offenbar illegal hier, verdient nach eigenen Angaben in einem Bordell 6.000 € (natürlich ohne Arbeitserlaubnis) und wird festgenommen. Es bestellt sich ein Anwalt und ganz, ganz plötzlich fällt der Prostituierten ein, dass sie in ihrer Heimat politisch verfolgt wird und Asyl braucht. Na prima!

  23. Rasenmäher meint: (16.9.2008 um 16:33) AntwortenReply to this comment

    Tolle Mandantschaft, die Herr Vetter da hat. Ich würde damit nichts zu tun haben wollen.

  24. charno meint: (16.9.2008 um 16:38) AntwortenReply to this comment

    @21 (bernd) und 22 (Rasenmäher)

    Ihr hättet wohl als Strafverteidiger sehr viele Mandanten, wenn ihr nur moralisch einwandfreie (gibts das?) Menschen verteidigen wollt… ;)

  25. benb meint: (16.9.2008 um 16:42) AntwortenReply to this comment

    "Nach kriminalistischen Erfahrungen…"

    Wenn ich das höre, wird mir immer gleich übel. Ist doch dasselbe bei den BtM-Delikten, wo der Beschuldigte immer Papiergeld in dealer-typischer Stückelung bei sich trägt. Eine Definition hierfür gibts allerdings nicht. Wenn ich das nächste Mal so einen verteidige und das kommt zur Sprache, räume ich mein Portemonnaie aus und bitte um vorläufige Festnahme.

  26. der echte n.n. meint: (16.9.2008 um 17:03) AntwortenReply to this comment

    mhm, da hat der gute beamte es aber geschafft, sich bereits innerhalb des ersten absatzes selbst zu widersprechen:
    wäre die frau wirklich gut instruiert gewesen, so hätte sie sicherlich keine angaben zur herkunft des geldes gemacht.

  27. Nobody meint: (16.9.2008 um 17:10) AntwortenReply to this comment

    So einen Fall hatte ich auch als Referendar. Der lebenserfahrene Amtsrichter merkte in der Vorbesprechung an, der von der einschlägig stadtbekannten Kanzlei xyz vertretene Hinterhofautohändler habe damit die auf forensischer Erfahrung beruhende Vermutung gegen sich, ein Betrüger zu sein.

    Wie sich in der Hauptverhandlung herausstellte, lag er damit nicht unbedingt falsch.

    Ob der Hinterhofautohändler jemals gewußt hat, welcher Erklärungswert seiner anwaltlichen Vertretung beigemessen wird, hab ich leider nicht erfahren.

  28. Karli meint: (16.9.2008 um 18:18) AntwortenReply to this comment

    Da kann man nur hoffen, daß das Ermittlungsverfahren eingestellt und dem Asylantrag stattgegeben wird, damit die Dame hier weiter ihr segensreiches Wirken entfalten kann.

  29. Quotex meint: (16.9.2008 um 20:14) AntwortenReply to this comment

    Die gute Frau macht das auch 100%ig nur zum Spaß auch wenn wir es nicht genau wissen können.

  30. foxi meint: (16.9.2008 um 20:16) AntwortenReply to this comment

    @26
    Es ist ja eine Binsenweisheit, dass Anwalt und Mandantschaft oftmals zusammenpassen, wie die Faust aufs Auge.

  31. Meinungsmacher meint: (16.9.2008 um 22:10) AntwortenReply to this comment

    Menschen, die unser Staat nicht braucht…

  32. Michael meint: (16.9.2008 um 22:26) AntwortenReply to this comment

    An die Verfasser der moralinsauren Beiträge: Es sind die "moralisch Einwandfreien" sicherlich die überflüssigeren Menschen auf diesem Planeten, und das sind sie aus vielerlei Gründen. Jene, welche sich den Anstrich eines "Saubermannes" geben möchten, belügen mindestens ihre Umwelt, in aller Regel aber auch sich selbst.

  33. Dangerous Beans meint: (17.9.2008 um 03:32) AntwortenReply to this comment

    Ja, leider ist die Rechtslage in D nicht so wie man es sich wünschen würde. Da hat RA Vetter recht, er hat auch das Recht davon zu leben.
    Nur diese ständige (vermutlich auch noch falsche) Betroffenheitslyrik kann er ja mitlesenden Steuerzahler ersparen, oder? Wäre zumindest nett. Danke.

  34. Bubu meint: (17.9.2008 um 05:52) AntwortenReply to this comment

    [quote]Da kann man nur hoffen, daß das Ermittlungsverfahren eingestellt und dem Asylantrag stattgegeben wird, damit die Dame hier weiter ihr segensreiches Wirken entfalten kann.[/quote]

    ===================================

    Ja… wundervoll segensreich… am liebsten währe es mir, wenn Straffällig gewordene Ausländer die sich hier Illegal aufhalten, überhaupt keine Asylanträge mehr stellen können. Geld abnehmen und dann ab in den Zug nach Hamburg und von dort mit einem Containerfrachter nach Afrika.

  35. Laie meint: (17.9.2008 um 11:03) AntwortenReply to this comment

    So, wie ich den Text verstehe und die Motivation, diesen hier einzustellen geht es doch eher um sprachliche Aspekte, denn um den Fall.
    Der Text ist so geschrieben, als wäre Herr V. schon in Kenntnis der Festnahme gewesen und hätte sich eigenständig gemeldet. Es geht nicht hervor, ob V. benachrichtigt oder beauftragt wurde. Es wird implizit so gargestellt, als hätte er eigenmächtig angerufen und das würde ja nur gehen, wenn er mit der Mandantin schon bekannt war und wusste, dass sie kontrolliert wurde.

  36. Aziel meint: (17.9.2008 um 11:22) AntwortenReply to this comment

    #

    Ja… wundervoll segensreich… am liebsten währe es mir, wenn Straffällig gewordene Ausländer die sich hier Illegal aufhalten, überhaupt keine Asylanträge mehr stellen können. Geld abnehmen und dann ab in den Zug nach Hamburg und von dort mit einem Containerfrachter nach Afrika.

    # Shual meint: (17.9.2008 um 10:40)

    Asylbetrüger RAUS !

    Bin ich eigentlich der einzige, dem da das Kotzen kommt?

  37. Gerd. meint: (17.9.2008 um 11:50) AntwortenReply to this comment

    @37/aziel: ja, bist du.

  38. MC Fish meint: (17.9.2008 um 14:19) AntwortenReply to this comment

    Nun bin ich mir nicht im klaren was ein sog. "Asylbetrüger" sein soll? Ich lasse das hier mal lieber sein da ich keine Lust verspüre auf RTL II Niveau zu diskutieren.

    Aber mal ganz allgemein. Ein Rechtsanwalt hat die Interessen seines Mandanten bzw. seiner Mandantin zu vertreten und Ratschläge zu erteilen. Weiterhin haben Personen selbst wenn diese eine Straftat begangen haben sollten Rechte. Diese Rechte werden von einem Strafverteidiger wargenommen. Das erwarte ich mir von einem Strafverteidiger auch.

  39. Dangerous Beans meint: (17.9.2008 um 15:40) AntwortenReply to this comment

    Mal davon abgesehen, dass RA Vetter hier seine Arbeit macht: Muss er das hier einstellen? Welche Motive hat er das zu tun? Etwa Akquise? Oder will er – was ich eher nicht vermute, da ich die Berichte Hr.Vetters kenne – auf die untragbaren Zustände hinweisen?

  40. Solwodi meint: (18.9.2008 um 00:05) AntwortenReply to this comment

    nur so nebenbei:

    In den organisierten Strukturen des nigerianischen Menschenhandels gibt es eine Besonderheit: das sind die sogenannten 'Madames'. Etwa 25 Prozent der Täter/Täterinnen sind Frauen, die vorher meist auch selbst Opfer waren.

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