9.1.2009

Warum griff er nach der Waffe?

In Oakland / Kalifornien gibt es Unruhen, weil die Polizei am Neujahrstag einen jungen Schwarzen erschossen hat, der unbewaffnet war.

Unbeteiligte haben den Vorfall gefilmt:

Warum hat der Polizist zu seiner Waffe gegriffen? Wollte er einen Taser zücken? Oder Handschellen? Wenn nicht, sieht es aus wie ein kaltblütiger Mord.

Artikel in der Oakland Tribune

99 Kommentare zu “Warum griff er nach der Waffe?”

  1. Tyrfing meint: (9.1.2009 um 13:52) AntwortenReply to this comment

    So wie ich das sehe, lag der Junge schon am Boden. 3 Polizisten waren um ihn herum, 2 davon quasi geradezu auf ihm drauf.

    Da fällt es mir schwer, mir vorzustellen was der Junge gemacht haben könnte, was diesen Eingriff rechtfertigte.
    Eine Handgranate gezogen vielleicht?!?
    (wie gesagt, es fällt mir aus dieser Darstellung schwer, mir da was vorzustellen)

  2. Benzo meint: (9.1.2009 um 13:52) AntwortenReply to this comment

    Gemeint ist wohl ein Taser. Und wenn durch den gewohnten Einsatz desselben die Hemmschwelle erstmal gesenkt wurde, geht der Griff zur Schusswaffe wohl auch leichter von Statten…
    Der Beamte wird vemutlich in den Innendienst versetzt, das Ermittlungsverfahren eingestellt. Altbekannt.

  3. Nils meint: (9.1.2009 um 14:00) AntwortenReply to this comment

    Bevor man nun anfängt den gesamten Polizeiapparat zu verteufeln würde ich gerne wissen womit die betroffenen Polizisten den Einsatz von Waffengewalt in der gezeigten Form rechtfertigen und was tatsächlich danach mit ihm geschieht. Die Aussagen seiner Kollegen würde ich auch gerne lesen. Es sieht nach kaltblütigem Mord aus, ich wehre mich aber dagegen mich wie ein dummes Schaaf zu verhalten ohne wenigstens die andere Seite der Medallie gesehen zu haben.

  4. hurz meint: (9.1.2009 um 14:01) AntwortenReply to this comment

    WTF?

    wieso zur hölle holt der seine waffe raus und schiesst? der junge lag am boden und konnte in seiner situation nichts, aber auch gar nichts tun.
    auch wenn sich der schuss unbeabsichtigt gelöst hat, was unwahrscheinlich ist, wieso hat er die pistole überhaupt gezogen?
    sieht echt wie ein kaltblütiger mord aus, bin auf das ergebnis der untersuchung gespannt…(wenn das rodney king mässig wird, gibts übelste krawalle)

    @UV btw. das heisst taser, ein teaser ist was anderes.

  5. danielj meint: (9.1.2009 um 14:05) AntwortenReply to this comment

    Naja… er wollte eigentlich Handschellen oder Taser rausholen aber wo er die Wumme gerade mal in der Hand hatte wollte er sie auch nicht unbenutzt wieder wegstecken? Klingt total einleuchtend…

  6. studiosus juris meint: (9.1.2009 um 14:10) AntwortenReply to this comment

    ist ja schon witzig, wie hier wieder alles im nebel rumspekuliert. besonders, weil man die entscheidenden momente nicht gesehen hat.

    am einleuchtendsten fände ich, dass der polizist aus eigensicherungsgründen die waffe gezogen hat. dann kann nämlich auch sowas passieren:
    http://www.youtube.com/watch?v=UOI9ahGxMfk

    @UV: handeschllen zücken? haha…als ob man nicht merkt, dass man eine pistole anstatt handschellen in der hand hat und dann auch noch…äh..den abzug an den handschellen drückt?

  7. euphoriefetzen meint: (9.1.2009 um 14:13) AntwortenReply to this comment

    nicht nur das er schon am boden lag, dem jungen waren auch schon längst handschellen angelegt. hier gut zu sehen: http://de.youtube.com/watch?v=caG7hG5utGM

    erst (er)schießen dann fragen, ganz im sinne von jean charles de menezes.

  8. Weng meint: (9.1.2009 um 14:14) AntwortenReply to this comment

    Jetzt werden alle gleich tierisch auf mich schimpfen und fragen wie blöd ich doch bin aber es kommt ja auch bei uns immer mehr in Mode die Polizei nicht mehr ernst zu nehmen und zu provozieren und das ganze dann noch zu filmen.

    Ich frage mal anders: Warum musste es erst soweit kommen, dass da ein Dutzend Polizisten gerufen werden muss. Warum leisten die Leute nicht bei der ersten Aufforderung Folge?!

    Natürlich kenne ich nicht diesen konkreten Fall (ihr auch nicht) aber viele Situationen würden nicht eskalieren, wenn man einfache Anweisungen der Polizei befolgen würde.

    Ist natürlich kein Grund jemanden zu erschiessen aber Polizist sein ist auch kein Traumjob mehr. Vielleicht denkt auch mal jemand darüber nach, dass die Kids das bis zum Schuss evtl. auch ganz witzig fanden die "blöden Bullen" mal etwas zu verscheissern.

    Wie gesagt, das muss nicht so gewesen sein aber etwas mehr Respekt vor der Polizei schadet in manchen Situationen nicht.

    Ich tippe darauf, dass er sich nach dem Schuss erschrocken hat warum der Taser so laut knallt.

  9. ckd meint: (9.1.2009 um 14:14) AntwortenReply to this comment

    Was wohl im Polizeibericht gestanden hätte, wenn es dieses Video nicht gäbe.

  10. fab (Link) meint: (9.1.2009 um 14:15) AntwortenReply to this comment

    also wenn überhaupt könnte ich mir die handschellen variante vorstellen, doch das ergibt nicht schlussig warum er gefeuert hat (wie 6. richtig sagte).

    die Taservariante halte och für Unsinn, denn selbst dieser beamte, man vermag derzeit ohne weitere hintergründe nicht über ihn zu urteilen, wird wissen, das es nicht klug ist, den taser abzufeuern wenn er selbt bzw kollegen von ihm direkt mit dem kopf körperkontakt haben beziehungsweise durch zuckungen getroffen werden könnten.

  11. studiosus juris meint: (9.1.2009 um 14:16) AntwortenReply to this comment

    @8:
    polizisten in den usa werden im umgang mit ihrer ausrüstung trainiert.
    ein polizist weiß ja wohl, auf welcher gürtelseite der taser und wo die pistole ist.

  12. Moe meint: (9.1.2009 um 14:18) AntwortenReply to this comment

    Vielleicht hat er ja den Taser mit seiner Dienstwaffe verwechselt (Menschen machen Fehler…)
    Ein Grund mehr diese Dinger abzuschaffen, der ungehemmte Einsatz mancher Polizeikräfte wird sowas sonst häufiger vorkommen lassen.
    Entweder zum Knüppel greifen oder die Waffe ziehen, verwechseln kann man Waffe und Schlagstock jedenfalls nicht.

  13. Manuel (Link) meint: (9.1.2009 um 14:19) AntwortenReply to this comment

    DAs ist ja unglaublich. Was mich interressieren würde, wäre was danach passierte? SCheint ja nicht wirklich irgendjemand auf den Schuss reagiert zu haben. Notarzt rufen oder so? Oder einfach weiterfilmen und weiterverhaften?

  14. foxi meint: (9.1.2009 um 14:23) AntwortenReply to this comment

    studiosus juris, du solltest umfirmieren in advocatus diaboli, sonst müsste ich mich über deinen Müll über Eigensicherung den du absonderst, nur wundern. Da hast du wohl mal was gehört und willst es hier an unpassender Stelle loswerden.

  15. danielj meint: (9.1.2009 um 14:24) AntwortenReply to this comment

    @Weng: Daß die Gruppe sich falsch verhalten hat ist eine Sache. Inwiefern das aber irgendwie rechtfertig oder erklärt warum einer der Polizisten nachdem die Situation unter Kontrolle ist eine Waffe zieht und auf einen am Boden liegenden gefesselten Jungen schiesst wüßte ich dann doch gerne.

  16. Hirncut meint: (9.1.2009 um 14:26) AntwortenReply to this comment

    "wo bleibt hirncut mit (s)einer wie ueblich daemlichen, deutschnationalen, fremdenfeindlichen kopfgeburt?"

  17. Stefan (Link) meint: (9.1.2009 um 14:27) AntwortenReply to this comment

    oh gott :-/

  18. studiosus juris meint: (9.1.2009 um 14:33) AntwortenReply to this comment

    @foxi, 14:

    ne, is klar. sie haben wohl im gegensatz zu allen anderen hier die entscheidenden augenblicke vor dem schuss gesehen und können so wissen, dass keine eigensicherung durch das ziehen der waffe nötig war. sie scheinen ein ausgewiesener experte amerikanischer polizeitaktik, gepaart mit hellseherischen elementen, zu sein. respekt!

  19. Meerrettich-Kamel meint: (9.1.2009 um 14:37) AntwortenReply to this comment

    @19
    stimmt, weiss gar nicht warum sich hier und leider im ganzen netz und vor den glotzen dieser welt den subjekten derselbigen aufgrund eines (v. mind. 3 verschiedenen) ausgesprochen unscharfen/wackeligen mobiltel-videos der genaue tathergang erschliessen laesst? er tut es nicht!

    niemand sieht genaues auf der basis der videos, jeder interpretiert je nach weltsicht die grottenschlechten aufnahmen.

    wo der glaube hinfaellt …

  20. Stefan (Link) meint: (9.1.2009 um 14:43) AntwortenReply to this comment

    @20
    Die Videos sind nicht erstklassig. Aber deutlich und eindeutig genug. Man muss nur sehen wollen.

  21. Ben meint: (9.1.2009 um 14:48) AntwortenReply to this comment

    Hauptsache die Afro-Amerikaner haben wieder einen Grund, um auszurasten:

    welt.de/politik/article29...warzen-bei-Festnahme.html

    Nach Einbruch der Dunkelheit kam es zu Krawallen, Fensterscheiben gingen zu Bruch, mehr als 100 Geschäfte wurden beschädigt und Autos in Brand gesteckt.

  22. slowcar meint: (9.1.2009 um 14:49) AntwortenReply to this comment

    Das Video wird schon seit einigen Tagen auf diversen US-Seiten diskutiert, u.a. boingboing.net, allerdings weiss auch dort niemand wie es dazu kommen konnte.
    Ich persönlich halte auch die Taser-Theorie für das wahrscheinlichste. Mittlerweile werden Taser schon für Ermahnungen genutzt – und oft genug auch gegen hilflose Ziele.

  23. euphoriefetzen meint: (9.1.2009 um 14:56) AntwortenReply to this comment

    @19 u 20
    bitte erläutert mir doch bitte in euer allwissenden skepsis welche gefahr von oscar ausging (ausgehen hätte können, anhand der vorliegenden videos) die auch nur dieser eine polizist erkannte und die ihm wiederum veranlasste seine dienst bei der bahnpolizei zu quittieren um nicht zu einer aussage im zuge einer dienstlichen ermittlung gezwungen zu sein.
    schöne neue welt.
    indybay.org/uploads/2009/..._shoot_oscar_grant_1_.flv

  24. Grundsatzproblem meint: (9.1.2009 um 14:58) AntwortenReply to this comment

    Eine Mit-Ursache für solche schreckliche Ereignisse (ohne irgendjemanden auf dem Video verurteilen oder freisprechen zu wollen) ist der erlaubte Waffenbesitz in den USA. In Deutschland beispielsweise kann ein Polizist mit hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass bei einer Personenkontrolle sein Leben nicht gefährdet ist, er das "Gewaltmonopol" hat. In den USA kann jede schnelle Handbewegung jeder beliebigen Person den Griff zu einer tödlichen Waffe bedeuten. (Deshalb muss man quasi schon seinen Ausweis unter vorgehaltener Waffe zeigen.) Dieses setting führt leicht zu falschen Einschätzungen und zu vielen Todesopfern.

    Ein anderes Thema sind die Taser, die offenbar unheimlich leicht dazu verführen, Machtphantasien auszuleben. Ich glaube auch, dass der Polizist den Jugendlichen tasern wollte, um ihm aus durch das Video nicht erkennbaren Gründen zu zeigen, wer der Boss ist und wer zu gehorchen hat. Solange auch bei nur verbalem Widerstand gegen die Staatsgewalt Taser erlaubt bleiben in den USA, wird es dort noch viele Tote geben (denn oft tötet auch der Taser; ganz zu schweigen von den psychischen Krankheiten, die solch eine Demütigung durch Folter auslösen kann).

  25. euphoriefetzen meint: (9.1.2009 um 14:59) AntwortenReply to this comment

    @22
    jaja die welt.
    dort steht natürlich nicht, dass der grund der demonstration ein immer noch nicht eingeleitetes untersuchung/ermittlungsverfahren gegen den besagten polizisten eröffnet wurde.

    die taserverwechslung halte aber auch ich am wahrscheinlichsten, eine absichtliche tötung will auch ich dem polizisten nicht unterstellen.

  26. MixMasterU meint: (9.1.2009 um 15:01) AntwortenReply to this comment

    @20 Meerrettich-Kamel
    Ums mal mit "Monty Python" zu sagen: was hätte der Junge dem Polizisten denn antun sollen?? Ihn voll bluten?
    Aber mal im ernst: WAS braucht man bitte mehr als diese 2 Videos um zu sehen, dass dies ein unnötiger Einsatz einer Schusswaffe war?

  27. studiosus juris meint: (9.1.2009 um 15:12) AntwortenReply to this comment

    @24:
    es geht nicht um allwissende skepsis. aber es geht darum, nicht vorschnell zu urteilen.
    eine möglichkeit wäre, dass der verdächtige etwas aus seiner tasche herausgeholt hatte (eine durchsuchung konnte ich nämlich nicht beobachten). eine glaubhafte bedrohung bei aggressiver grundstimmung reicht wohl aus, eine waffe aus eigensicherungsgründen zu ziehen. was dann passieren kann (!), habe ich schon in beitrag #6 beschrieben.

    und warum "nur" einer die waffe zieht, wenn es einen grund dafür gibt? siehe wieder #6. wenn alle die waffe zögen, könnte niemand eine durchsuchung oder fixierung vornehmen. also sichert einer ab, der andere arbeitet weiter.

    das kann eben schiefgehen. ich sage kann. damit will ich nichts verharmlosen, sondern nur eine möglichkeit aufzeigen. es kann doch nicht sein, dass man immer vorschnell auf polizeibrutalität schimpft, wenn weiße einen schwarzen verhaften. es ist natürlich möglich.
    aber was dabei rauskommt, wenn man blind von vorn herein in eine richtung schielt, sieht man hier aktuell am mannichl-fall.

  28. Fincut meint: (9.1.2009 um 15:13) AntwortenReply to this comment

    Ich finde es lächerlich, dass die Youtube-Jury aus Überseee hier altklug urteilt. Gerade wir, ein Völkchen, dass jeden marrokanischen Intensivtäter auch nach der 60ten Straftat noch herumlaufen lässt…

  29. MixMasterU meint: (9.1.2009 um 15:20) AntwortenReply to this comment

    @ 29.
    Das ist echt ein Unding! Die deutschen Intensivtäter werden immerhin in Brandenburg nach der 160. Straftat erschossen!

  30. Meerrettich-Kamel meint: (9.1.2009 um 15:21) AntwortenReply to this comment

    @21 – Hast es mit "man muss sehen wollen" einwandfrei auf den punkt gebracht, bzw. mein "wo der glaube hinfaellt" umformuliert.

    @27 / MMU

    Ich nehme auch an, dass das "unnoetig" war wie du es beschreibst und bin auch der Ansicht, dass die erfolgten Unruhen in dem natuerlich immer noch vorhandenen Rassismus begruendet liegen, solche Vorkommnisse aber eher zuendelnden, ausloesenden Charakter haben. Aber dennoch sind m.E. nichtmal die teilnehmenden Personen erkennbar, geschweige denn irgendeine deutliche Handlung oder was auch immer.

    Wir sehen, was wir sehen wollen. Es war immer so und wird immer so sein. Starte eine Umfrage und du wirst sogar Menschen finden, die an der Wand wo die Bengel stehen eine "23" "sehen", andere im rueckwaerts gelesenen Lebenslauf des schiessenden Bullen klar juedische Fundi-Texte "analysieren" und letzten Endes schwoert ein ost-anatolisches Touri-Paar an Eides statt, es sei exakt zu dem Todeszeitpunkt an der Station gewesen und die Szene haette es nie gegeben.

    Mal sehen wie das Ganze ausgeht.

  31. oldman (Link) meint: (9.1.2009 um 15:22) AntwortenReply to this comment

    Nicht sofort auf der Polizei rumtrampeln bitte.
    Zitat:
    Eine solche police force findet sich überall dort, wo eine Gemeinschaft eine polis bildet.
    Beipiele für verschiedene Formen von Polis: eine Siedlung mit Stadtrecht
    (i.e. "metropolis", city), eine Verkehrsgesellschaft —
    z.B. die Bay Area Rapid Transport (BART) Police
    Zitat Ende.
    Aus :
    dict.leo.org/forum/viewGe...4&lp=ende&lang=de
    (absolut lesenswert)
    Ist also nicht mit der Polizei nach unserem Verständnis gleich zu setzen.
    Es stimmt eher der Vergleich zu einem privaten Sicherheitsdienst.
    (schwarze Scheriffs in U-Bahnen o.ä.)

  32. Stu meint: (9.1.2009 um 15:23) AntwortenReply to this comment

    Fincut: Deine Aussage war wohl ein "fail".

  33. danielj meint: (9.1.2009 um 15:23) AntwortenReply to this comment

    In den USA kann jede schnelle Handbewegung jeder beliebigen Person den Griff zu einer tödlichen Waffe bedeuten. (Deshalb muss man quasi schon seinen Ausweis unter vorgehaltener Waffe zeigen.) Dieses setting führt leicht zu falschen Einschätzungen und zu vielen Todesopfern.

    eine möglichkeit wäre, dass der verdächtige etwas aus seiner tasche herausgeholt hatte (eine durchsuchung konnte ich nämlich nicht beobachten). eine glaubhafte bedrohung bei aggressiver grundstimmung reicht wohl aus, eine waffe aus eigensicherungsgründen zu ziehen

    Nur damit ich das richtig verstehe – wir reden schon noch von jemandem der mit auf den Rücken gefesselten Händen auf dem Bauch liegt, umringt von mehreren Polizisten?

  34. MC Hammer meint: (9.1.2009 um 15:24) AntwortenReply to this comment

    @ 30 – Hirncut

    Zu dir ist alles gesagt.

    PS: In Anlehnung an einen Ausspruch v. Christa Wolff: "Ueber Deutschland ist alles gesagt"

  35. Stefan (Link) meint: (9.1.2009 um 15:24) AntwortenReply to this comment

    @28: "also sichert einer ab, der andere arbeitet weiter. das kann eben schiefgehen. "

    @29: "Gerade wir, ein Völkchen, dass jeden marrokanischen Intensivtäter auch nach der 60ten Straftat noch herumlaufen lässt…"

    Wenn ich sowas lese, muss ich hart mit mir kämpfen um nicht die gute Erziehung bei Seite zu schieben. Aber gut, jeder blamiert sich gut er kann, gell?

  36. aussenminister_fischer meint: (9.1.2009 um 15:28) AntwortenReply to this comment

    ist denn die echtheit des videos belegt (ich sage nur tibet …) irgendwie kann ich mir zumindest nicht vorstellen, dass ein polizist so blöd ist, einen wehrlosen vor einem haufen zeugen einfach so zu erschießen.

  37. MC Hammer meint: (9.1.2009 um 15:28) AntwortenReply to this comment

    @36
    Im Netz findest du erschreckendes zu "Hirncut", der Nick sifft seit geraumer Zeit in populaeren Blogs dieses Landes mit uebelst rechten Kopfgeburten auf Null-Niveau zu und hat einen entsprechenden Ruf ..

  38. euphoriefetzen meint: (9.1.2009 um 15:33) AntwortenReply to this comment

    @28 studiosus juris

    die eventuelle gefährdung des beamten hätte natürlich bestehen können. da möchte auch ich genug differenzieren.
    ich wollte die skepsis eher in die andere richtung lenken, dass man mit solchen aussagen unfälle auch schnell vertuschen kann.
    die hautfarbe des opfers ist zumidest mir egal, mein entsetzen wäre nicht weniger groß wenn er weiß oder gelb gewesen wäre.
    denn, wen kann man es wirklich übel nehmen in der neujahrsnacht in ein tumult zu geraten? ist eine, nehmen wir mal eine missglückte eigensicherung an, fahrlässige tötung nicht trotzdem wert entrüstet zu sein? man kann ja schließlich nicht einfach nach dem motto 'business as usual' weitermachen.

    @fincut
    und was hat das eine mit dem anderen zu tun? :rolleyes:

  39. Martin_mb meint: (9.1.2009 um 15:49) AntwortenReply to this comment

    Denke mal, der Polizist hat Taser mit Pistole verwechselt. Das kommt davon, wenn man sich nicht die Hände schmutzig machen will und bei jeder Kleinigkeit mittlerweile zur "Disziplinierung" auf dieser Scheißdinger zurückgreift.

  40. Tom meint: (9.1.2009 um 15:54) AntwortenReply to this comment

    Lawblog goes BILD? Zur Polizei: Die Besten der Besten.

  41. MB meint: (9.1.2009 um 15:57) AntwortenReply to this comment

    An alle die denken er haette den Taser mit seiner Schusswaffe verwechselt…
    Ich denke ihr hattet alle samt noch keinen Taser und eine Pistole in der Hand, sowohl die griffigkeit als auch das Gewicht sind Grundverschieden.
    Auch wie sich der Schuss "loesen" konnte ist unklar, denn eine Schusswaffe sollte und imho darf auch nie ungesichert getragen werden, also muss der Cop die Waffe beim ziehen aus dem Halfter entsichert haben, spaetestens hier haette der Fehlgriff auffallen muessen.
    Ich masse mir nun nicht an von Mord zu sprechen, aber mind. von uebertriebener Polizeigewalt in den USA, wieder mal von Weissen gegen einen Schwarzen. leider Gottes nichts Neues.

    Schlimm nur das es gleich zwei aehnlich gelagerte Faelle gab einen in den USA einen hier in Deutschland wenn man die spiegel Headline liest: "26-Jähriger stirbt nach Querschläger aus Polizeipistole".
    Zwei Junge Menschen haben hier Ihr Leben gelassen, mehr oder weniger mitverantwortet. Traurig.

  42. LeSmou meint: (9.1.2009 um 16:14) AntwortenReply to this comment

    sieht tatsächlich wie Mord aus…dem Video nach war selbst das ziehen der Waffe absolut unnötig. Wenn sie sich absichern wollen können die das gerne tun. ABER: wieso war das erst nötig nachdem er schon Handschellen umhatte?

    Aber mal was anderes: Der Anwalt des Cops scheint seine Sache ja recht gut zu machen wie es aussieht. Jedenfalls lässt er seinen Mandanten nichts an der Öffentlichkeit sagen (bzw. weis anscheinend niemand wo er sich überhaupt aufhält) und macht von seinem Aussageverweigerungsrecht gebrauch. Hat man uns ja hier schon beigebracht :)

    kleiner Tipp: Verurteilung wirds geben. Allerdings net so harte bestrafung weil sich ein Schuß gelöst hat…also keine absicht und so…alles andere würde mich wundern. War ja nur ein weiterer Schwarzer…in den USA ist teilweise leider das Realität was Fincut auch bei uns gerne sehen würde…

    PS: Taser mit Pistole verwechseln? wie soll das gehen? Da muss man schon arg besoffen sein. Der hätte von Anfang an weder noch in die Hände bekommen sollen falls es so passiert sein sollte…sind ja auch so viele Dinge an dem Gürtel…Pfefferspray, Taser, Pistole, Handschellen…das kann schonmal schwierig werden. Ein Wunder dass es nicht noch mehr solche Unfälle gibt…

  43. zf.8 meint: (9.1.2009 um 16:20) AntwortenReply to this comment

    43/MB

    "Auch wie sich der Schuss “loesen” konnte ist unklar, denn eine Schusswaffe sollte und imho darf auch nie ungesichert getragen werden, also muss der Cop die Waffe beim ziehen aus dem Halfter entsichert haben, spaetestens hier haette der Fehlgriff auffallen muessen."

    Die Polizeibeamten in Oakland könnten allerdings auch mit Schusswaffen ausgerüstet sein, die über keine manuelle Sicherung verfügen, wie es zum Beispiel bei den Dienstpistolen der NRW-Polizei der Fall ist.

  44. anonym meint: (9.1.2009 um 16:24) AntwortenReply to this comment

    Auf diesem Film kann ich überhaupt nichts erkennen. Schlechter hätte die Qualität kaum sein können.

  45. Chris meint: (9.1.2009 um 16:31) AntwortenReply to this comment

    Die Taser sind den Beamten erst einige Wochen zuvor ausgehändigt worden und in Stresssituationen ist eine Verwechslung eben nicht auszuschließen.
    Man beachte auch die Griffigkeit der Taser:
    taser.com/products/law/Pages/TASERX26.aspx

    Es gibt wohl Hinweise darauf den Taser nicht auf der Seite der Schusswaffe oder wenn in einem respektablen Abstand dazu zu tragen.
    Dieses ist aus Sicht des Beamten nicht unbedingt praktikabel, insbesondere das "ziehen über Kreuz".

    Desweiteren ist aus dem Verhalten des Beamten recht klar zu erkennen, dass es sich sehr wohl um ein Versehen handelt. Nach Abgabe der Schusses steckt er seine Waffe sofort ein, fasst sich mit beiden Händen an den Kopf, stellt sich drei Schritte abseits und sinkt mit beiden Händen auf den Knien in sich zusammen.

    Der Verdächtige selber war noch nicht in Handschellen gelegt und es wurden ihm nach Abgabe des Schusses Handschellen angelegt.

    Schlimme Sache, zwei Leben zerstört.

  46. anonym meint: (9.1.2009 um 16:36) AntwortenReply to this comment

    @8 Wieso sollten die Leute Respekt vor der Polizei haben? Weil es hier in Deutschland mal einen Obrigkeitsstaat gab (mit bekannten Folgen)? Wieso sollte ich Polizisten bemitleiden wegen ihres selbstgewählten Jobs? Weil dort mindestens im einfachen Dienst (oder wie es sich nun nennt) Leute mit recht geringen geistigen Fähigkeiten unterkommen, einen ziemlich sicheren Arbeitsplatz mit relativ guter Bezahlung haben, die auch einmal etwas Drecksarbeit tun müssen? Wieso sollte ich Leute in grünen (oder schwarzen) Uniformen bemitleiden oder respektieren?? Geht das überhaupt beides auf einmal?

  47. Gruenberockte-Hasser meint: (9.1.2009 um 16:41) AntwortenReply to this comment

    49
    Ich respektiere die Typen auch nicht, nehme sie nicht mal ernst. Habe die als Laie, Zeuge, Betroffener und in meiner Jugend als Sohn leider viel zu gut kennengelernt. Schwache Charakter, oberflaechlich und dumm.

  48. LeSmou meint: (9.1.2009 um 16:46) AntwortenReply to this comment

    Erst an (er)schiessen und dann noch die Handschellen? Gehört das auch zur Eigensicherung?

    eine Verwechslung darf einfach nicht vorkommen. Der hätte nie den Dienst antreten dürfen mMn. Darf einfach nicht passieren. Dafür wird ihm jetzt die Rechnung präsentiert werden.
    Gas und Bremspedal sollte ich möglichst auch nicht verwechseln…Da kann es noch so ein Versehen sein. Wenn ich dabei aus versehen einen Passanten überfahre bin ich genauso dran. Da kann ich noch so in mich zusammensinken (wobei das für mich auf dem Video nicht zweifelsfrei erkennbar ist!)

    Es gibt anscheinend noch zwei Überwachungskameras an diesem Bahnhof die das geschehen aufgezeichnet haben. Bilder davon wurden bisher nicht veröffentlicht. Würde mich aber eh nicht wundern wenn es einzelaufnahmen sind ala Pentagon @911
    btw: gibts ne Quelle was die Taser und den Zeitraum angeht wann diese an die Beamten ausgehändigt wurden?

  49. studiosus juris meint: (9.1.2009 um 16:47) AntwortenReply to this comment

    @41, euphoriefetzen:

    doch natürlich. ich stimme ihnen voll und ganz zu.

    nur bin ich über einen mord anders entrüstet, als über eine fahrlässige tötung.
    mord steht nunmal nicht zu unrecht auf moralisch unterster stufe. zu einer fahrlässigen tötung braucht man eben nicht den bösen subjektiven tatbestand ;), den man für mord benötigt.

  50. Chris meint: (9.1.2009 um 17:12) AntwortenReply to this comment

    @51
    insidebayarea.com/oakland...ws/ci_11389946?source=rss

    Danach ca. 3 Monate Training mit dem Taser.

    "Standard-issue pistols for BART police are Sig-Sauer .40-caliber semi-automatic pistols, Gee said, and the department uses the X26 model Taser.
    A loaded Sig-Sauer weighs nearly three times as much as the X26 Taser and is taller by about 2 inches, according to specifications on a gun dealer and official Taser Web sites."

    "…eine Verwechslung darf einfach nicht vorkommen. Der hätte nie den Dienst antreten dürfen mMn. Darf einfach nicht passieren. Dafür wird ihm jetzt die Rechnung präsentiert werden…"

    Klar sollte sowas nicht passieren und zwei Jahre ist ja alles gut gegangen. Sicherlich wird ihm eine Rechnung präsentiert werden, aber Unglücke passieren halt, täglich, sei es durch Fahrlässigkeit, Stress, Nachlässigkeit oder Vorsatz. Letzteren, den viele herbeireden zu suchen, kann ich nicht erkennen. Ein paar Zentimeter nach rechts oder links und vielleicht hätte sein Kollege den Querschläger abbekommen.

  51. studious juris meint: (9.1.2009 um 17:23) AntwortenReply to this comment

    @33, oldman:

    nicht ganz. es ist schon eine staatliche behöre, nicht zuletzt erkennbar an der .gov-top level domain.
    es ist nur nicht die "gewöhnliche" polizei, sondern eine staatliche institution mit polizeibefugnissen, vgl. z.b. die new york city port authority.

  52. Jones meint: (9.1.2009 um 17:59) AntwortenReply to this comment

    Dann gibt es Unruhen zu recht.

  53. ghost meint: (9.1.2009 um 18:06) AntwortenReply to this comment

    Wie ICH die amerikanische Justiz kenne, wird das Urteil lauten: Freispruch! Klarer Fall von Notwehr.
    Übrigens, ich könnte mir die Tat und das Urteil auch gut in Deutschland vorstellen …

  54. Michael Staehle meint: (9.1.2009 um 18:11) AntwortenReply to this comment

    Warum er die Waffe zog keine Ahnung.

    Aber es kann auch sein, dass der Abzugsdruck nicht richtig war und er sich versehentlich löste.

    Siehe zum Beispiel hier: spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,432187,00.html

    Gruß Michael

  55. Klopfer (Link) meint: (9.1.2009 um 18:13) AntwortenReply to this comment

    Dummerweise gibt's die Unruhen in den Schwarzenvierteln selbst (sfgate.com/cgi-bin/articl...2009/01/07/BA2N155CN1.DTL), die zerstören also nur das Eigentum ihrer schwarzen Brüder und Schwestern…

    Der Polizist sollte auf jeden Fall schwer bestraft werden, nicht nur mit Entlassung und Kürzung von Pensionsansprüchen. Die Verwechslung mit einem Taser ist wohl ebenso unwahrscheinlich wie ein gelöster Schuss; bei den Waffen muss man schon ordentlich Druck ausüben, damit sich der erste Schuss fällt, das geht nicht einfach nur bei normalem Drüberstreichen mit dem Finger. Und dazu kommt noch, dass der Polizist nie den Finger am Abzug hätte haben dürfen. Aber selbst wenn es nur ein Versehen war – bei einer fahrlässigen Tötung mit einem Auto wäre man schließlich auch dran.

  56. Hein B. meint: (9.1.2009 um 18:21) AntwortenReply to this comment

    Naja für die Verwechslungstheorie spricht ja das laut Herstellerinformation die benutzte Waffe keinen außenliegenden Sicherungshebel (wie z.B. P8) hat und zudem mit einer "einzigartig leichtgängiger Abzugscharakteristik" aufwartet.

  57. Any meint: (9.1.2009 um 18:36) AntwortenReply to this comment

    Ich habe mir das Video in Einzelbildern angesehen so gut es eben geht. Zunächst unterschlägt der Kommentar einen Polizisten oder hat einen komischen Begriff von "standing nearby". Jedenfalls schließt die helle Markierung zum Zeitpunkt des Schusses eindeutig 4 Polizisten ein: Einer sichert rechts (Nr. 1), der Schütze von links (Nr. 2) und ein weiterer am Kopf (Nr. 3, die meiste Zeit vom Rechtsseitigen verdeckt). Vom vierten kann man sagen "standing nearby".
    Der Schütze hält die Waffe eine ganze Zeit lang einhändig, hat sie also lange genug in der Hand und im Blick, um den Unterschied zum Taser festzustellen. In dem Moment, in dem er seine Linke Hand zur Waffe führt, ist durch einen ca. eine Hand breiten Spalt zwischen ihm und dem Polizisten Nr. 3 der helle Hintergrund des Zuges zu erkennen. Noch bevor die linke Hand des Schützen die Waffe erreicht ist im Kontrast zu diesem Spalt auf Höhe der Hüfte des Schützen ein Körperteil der Nr. 3 zu sehen, wahrscheinlich der ausgestreckte rechte Arm und nicht Kopf oder vorgebeugter Rumpf.
    Man kann nicht eindeutig drei Hände an der Waffe erkennen. Jedoch gibt es ein Bild, das eindeutig die Hand des Schützen noch ca. 12 cm von der Waffe entfernt zeigt. Unmittelbar verschwommen mit einem Fleck dunklerer Haut, den man für die Hand von Nr. 3 halten kann, und teils davor den wiederum recht hellen Kopf der Nr. 1. Im nächsten Bild ist der helle Fleck weg und nur noch der dunkle zu sehen. Der Bewegungsablauf (Nr. 2 bewegt seine linke Hand sehr schnell zur Waffe) zeigt, dass die Hand des Schützen nun an der Waffe sein muss. Im folgenden Bild ist anstelle der dunklen Haut offensichtlich der Arm der Nr. 3. Ich denke, der hat ihm an die Waffe gegriffen.

  58. ghost meint: (9.1.2009 um 19:28) AntwortenReply to this comment

    Ich schließe mich dem Kommentar von @49 an.
    Bist du Jugendlicher, bist du Ausländer oder an der Kleidung als eher "schlichter Bürger" zu erkennen, dann duzt dich die Polizei nieder. Wehe dir, du duzt sie zurück! Vor solchen Bürgern haben Die keinen Respekt!
    siehe: Toto und Harry, die Bullentrottel aus Bochum auf N24

  59. keinMensch meint: (9.1.2009 um 19:31) AntwortenReply to this comment

    @Ghost
    wieso vorstellen? Erinnern!
    http://www.iknowwhathappened.de/waspassiert1.htm

  60. Karl meint: (9.1.2009 um 19:35) AntwortenReply to this comment

    Es gibt etliche Taser Videos, in denen Polizisten den Taser gegen Menschen einsetzen, die schon am Boden und von zwei bis drei Polizisten gesichert werden. Bekanntester Fall dürfte der eine Dicke Student gewesen sein [1].

    Weil den Polizisten gesagt wird, der Taser ist eine nichttötliche Waffe *hust*, denken die folglich, dass man ihn auch zum stillstellen eines Festgenommenen einsetzen kann, den man schon unterkontrolle hat. Evtl. hört er ja dann auf zu fluchen etc.

    [1] http://www.youtube.com/watch?v=AyvrqcxNIFs

  61. Darkstalker meint: (9.1.2009 um 19:42) AntwortenReply to this comment

    Hui, "kaltblütiger Mord" ist aber sehr untechnisch für einen FA für Strafrecht :)

    Mir mag auf den ersten Blick kein Mordmerkmal ersichtlich sein… Darüber könnte man sich unterhalten :)

    Heimtücke (-) wer von drei Polizisten verprügelt wird, versieht sich eines Angriffs
    Gemeingefährlichkeit, Habgier, Krimskrams … alles nicht gegeben … Mordlust? Nun, die mag ich dem Polizisten beim besten Willen nicht unterstellen.
    Sonstige niedere Beweggründe … hm, bei restriktiver Auslegung muss man da wohl auch nein sagen.
    Verdeckungsabsicht? Glaub ich nicht, standen ja genug Leute noch drum rum. Da hätte er schon automatische Waffen dabei haben müssen, um alle zu erwischen.

    Unterm Strich bliebe es wohl doch Totschlag. (Was das ganze nicht besser macht, aber juristisch präziser ist…)

  62. Udo Vetter (Link) meint: (9.1.2009 um 19:51) AntwortenReply to this comment

    Unters deutsche Strafgesetz wollte ich den Fall jedenfalls nicht subsumieren.

  63. gott meint: (9.1.2009 um 20:17) AntwortenReply to this comment

    mal zu taser theorie:

    ich habe jetzt nicht alle komments gelesen, aber jemand schrieb hier schon was von ganz andere griffigkeit und so…

    kurz vor dem schuss sieht man wie der kerl die waffe durchladet.

    er zieht eindeutig den schlitten zurück.

    und das unser PI-hirnis mal wieder nix zu tun haben ausser schwachsinn labern…
    ich wünsche es euch und euren verwandten mal selber in so eine situation zu kommen!
    und zwar von ganzem herzen!

  64. carlo meint: (9.1.2009 um 20:44) AntwortenReply to this comment

    Und noch ein Skandal: Deutsche haben de facto kein Notwehrrecht, wenn sie von von Mitbürgern mit Migrationshintergrund attackiert werden, siehe sueddeutsche.de/muenchen/225/453912/text/
    Böse Nazis wie ich wissen sowas natürlich schon lange, vielleicht ist das aber auch für bürgerliche Gutmenschen mal interessant…

  65. gutbesserpaulanermensch meint: (9.1.2009 um 22:21) AntwortenReply to this comment

    @67: Bei dem Urteil hat der ethnische Hintergrund des Opfers und die Staatsbürgerschaft des Täters eher keine Rolle gespielt.
    Der Richter nimmt evtl. Wertungen vor, die juristisch Streitbar sind, aber das tun Richter öfter. Im übrigen gibt es gerade bei sowas die Rechtsmittel der Berufung und der Revision.
    Und überhaupt, wie man von dem Urteil zu "de facto kein notwehrrecht" kommt ist mir schleierhaft, es sei den man will sich möglichst über etwas aufregen.
    Notwehr kann man weiter üben, nach wievor ist dabei das relativ mildeste Mittel zu wählen.

  66. semteX meint: (9.1.2009 um 22:32) AntwortenReply to this comment

    @44:

    Ich weiß nicht, wie es in Amerika ist aber: bei uns in Österreich ist die waffe nur durch den Holster gesichert. Bedeutet: Waffe im Holster => Abzug lässt sich nicht durchdrücken. Waffe aus dem Holster => Waffe ist geladen und entsichert. Ich kann mir gut vorstellen, dass das bei denen auch ähnlich funktioniert.

    @Kaltblütiger mord: Sorry aber das ist kompletter schwachsinn in meinen Augen. Er lag am Boden, war "unter kontrolle" und es waren dutzende (sicher über 50) zeugen anwesend. Kein Mensch mit mehr als einer hirnzelle richtet da nen schwarzen hin, nur "weils ein schwarzer is!"….

    was den punkt "taser und pistole greifen sich komplett anders an" betrifft: Schonmal beide in der Hand gehabt? Welches Modell (Pistole) verwendeten die Polizisten eigentlich? mit welchem Taser sind die ausgestattet? Keine Ahnung? okay…

    wenn ma sich anschaut, wie es den polizisten reißt ist ein unfall am wahrscheinlichsten…

  67. carlo meint: (9.1.2009 um 22:35) AntwortenReply to this comment

    Natürlich kann man weiter in Notwehr handeln, aber es wird eben richterlicherseits nicht mehr anerkannt, sondern man wird zum zweiten Mal Opfer, denn man geht für mehrere Jahre in den Knast. Ich wünsche allen mitlesenden jungen Menschen noch viel Spaß in ihrem zukünftigen, bemitleidenswerten Leben. Carlo wird in den nächsten Jahren aus Deutschland abhauen, dem dumm-überheblichen Rest überlasse ich es, die Folgen der eigenen Ignoranz voll auszukosten.

  68. ChiefAlex meint: (9.1.2009 um 22:58) AntwortenReply to this comment

    @67 /Carlos.
    Und genau an diesem Hinweis auf den Migrationshintergrund erkennt man braunes Geschmeiß wie dich ! Das spielt in dem Fall den du verlinkst du überhaupt keine Rolle!

  69. carlo meint: (9.1.2009 um 23:07) AntwortenReply to this comment

    Der Migrationshintergrund des amtlicherseits festgestellten Opfers ist entscheidend im Vergleich entsprechender Urteile. Intensivtäter mit Migrationshintergrund kommen, obwohl sie nicht in Notwehr handeln, meist mit Bewährungsstrafen davon. Für mich ein Beleg, daß sich die zur Zeit des Nationalsozialismus nach außen gerichtete Aggression der Deutschen nun nach innen, gegen sich selbst richtet.

  70. Udo Vetter (Link) meint: (9.1.2009 um 23:12) AntwortenReply to this comment

    Täter mit Migrationshintergrund werden wesentlich härter bestraft. Ich erlebe es jeden Tag.

  71. Striedel meint: (9.1.2009 um 23:25) AntwortenReply to this comment

    @ 70: Argentinien?

  72. Interessierter meint: (9.1.2009 um 23:32) AntwortenReply to this comment

    ".. sieht aus wie kaltblütiger Mord", Herr Vetter, Sie enttäuschen mich. Derlei reißerische Vorverurteilung hätte ich gerade von Ihnen nicht erwartet.

    Tja, und das Video? Zeigt es _vielleicht_ das Fehlverhalten eines in der konkreten Situation überforderten Polizisten? Wir dürfen wohl gespannt sein.

    //Edit: Lustig ist ja mal, dass mit diesem Beitrag für Elektroschocker und Pfefferspray geworben wird.

  73. Julian (Link) meint: (9.1.2009 um 23:34) AntwortenReply to this comment

    Man beachte, dass bei 2:29 das "Oh shit!" (Audio) offensichtlich zensiert wurde, während es dahingegen völlig okay zu sein scheint, eine Erschießung im amerikanischen TV zu zeigen. Wenn das mal nicht pervers ist.

  74. Edler Liter meint: (9.1.2009 um 23:47) AntwortenReply to this comment

    carlo: Wandern Sie ruhig aus. Dann haben auch Sie endlich einen Migrationshintergrund.

  75. Stefan meint: (9.1.2009 um 23:52) AntwortenReply to this comment

    @67 Also unter einer normalen Notwehr verstehe ich nicht dass man jemandem ein Messer in den Hals rammt.
    Also bitte !

    Die wichtigste Frage ist für mich : Warum tragen die Bullen bei nem normalen U-Bahn-Besoffene-aufmischen überhaupt Waffen ?

  76. Senfgnu meint: (10.1.2009 um 02:18) AntwortenReply to this comment

    Also mir ist es bei weitem lieber, wenn das hiesige Polizeipersonal die P7 mitnimmt, anstatt die im Auto liegen zu lassen. Es ist ja nur eine Frage der Zeit, bis irgendein ganz verantwortungsbewusster Mitbürger denkt "Oh, eine unbewachte Kanone, die nehme ich mal lieber mit, bevor es jemand anders macht".

  77. carlo meint: (10.1.2009 um 09:04) AntwortenReply to this comment

    @ udo vetter: (Text editiert. Ich akzeptiere hier keine Werbung für bestimmte "Blogs". U.V.)

    Die Erfahrungen der Jugendrichterin Heisig bestätigen das: faz.net/s/RubCF3AEB154CE6...ntent.html?rss_googlefeed
    @77: Migrationshintergrund an sich ist nicht das Problem, sondern ein speziell religiöser Migrationshintergrund.

  78. Darkstalker meint: (10.1.2009 um 09:43) AntwortenReply to this comment

    @78: Weil die Waffe zur Ausrüstung gehört. Man geht ja nicht morgens los mit der Prämisse "Heute kümmere ich mich nur um unbewaffnete in der U-Bahn" sondern man geht los und ist auf alle Eventualitäten vorbereitet.

    Waffen dabeihaben ist eine Sache, sie zu benutzen ohne das Gehirn anzuschalten, eine andere.

  79. Sven (Link) meint: (10.1.2009 um 10:29) AntwortenReply to this comment

    Könnten die rassistischen Kommentatoren sich vielleicht wieder nach PI verziehen wo sie hingehören? Einfach der Artreinheit zuliebe, ich mein', wie können die erwarten, dass man "unter sich" bleibt, wenn sie nicht mal mit gutem Beispiel vorangehen, wär' das nicht mal was? Oder fühlt man sich dort inzwischen zu einsam, weil es halt auf Dauer blöd ist, nur inzestiöse Dumpfdenker um sich rum zu haben? Ich mag hier inzwischen schon langsam keine Kommentare zu den Artikeln lesen, überall müllen die ihren braunen Siff rein.

  80. dot tilde dot meint: (10.1.2009 um 10:34) AntwortenReply to this comment

    ach leute. das wird dauern, bis die details wirklich diskutiert werden können.

    es gibt aber heute schon ein paar sachverhalte, die an das unglaubliche grenzen.

    zum beispiel hat bart police sich im gegensatz zum bart-pressesprecher eine woche lang zum vorfall überhaupt nicht geäußert. erst daraufhin hat das oakland police department durch einen beamten die ermittlungen aufgenommen.

    (ich hatte noch ein paar weitere, die mir auf die schnelle nicht einfallen, sorry.)

    schusswaffenausbildung setzt auf die bildung von reflexähnlichen abläufen: der schießvorgang selbst wird so geübt, dass er kaum aufmerksamkeit erfordert. die aufmerksamkeit soll auf die entscheidung verteilt werden, ob und wann geschossen wird. vielleicht auch noch, was für eine art schuss ausgeführt wird. der rest flackert nur noch durchs stammhirn.

    davon ausgehend kann ich mir eine verwechselung der beiden mitgeführten waffen durchaus vorstellen. dass dann noch der schlitten durchgezogen wird ist mir nicht unverständlich. ich halte den vorfall für ein anzeichen einer bisher kaum bedachten gefahr von elektroschockpistolen – bisher speiste sich meine ablehnung mehr aus dem problem der "verträglichkeit" und der verschiebung der hemmschwelle. dass dabei "versehentlich" auch die zuverlässig tödliche schusswaffe gezogen werden kann, habe ich bisher nicht bedacht.

    unglaubliche, tragische geschichte. und das in oakland!

    die überschrift stellt genau die richtige frage.

    .~.

  81. rfb meint: (10.1.2009 um 10:51) AntwortenReply to this comment

    @82

    Seh ich auch so.
    was soll die ganze braune kacke hier?

  82. Agiro (Link) meint: (10.1.2009 um 11:00) AntwortenReply to this comment

    Es stellt sich die Frage, ob Polizisten im Normalfall überhaupt gefährliche Waffen tragen sollten. Laut der jährlichen Statistik in der Zeitschrift "Bürgerrechte & Polizei/CILIP sieht die Bilanz der polizeilichen Todesschüsse in Deutschland folgendermaßen aus (hinzu kommt noch eine weit höhere Zahl von Personen, die durch Polizeischüsse nur verletzt wurden):
    1999: 19
    2000: 5
    2001: 8
    2002: 7
    2003: 3
    2004: 10
    2005: 5
    2006: 6
    2007: 12
    2008: ???

  83. studiosus juris meint: (10.1.2009 um 12:21) AntwortenReply to this comment

    @85, agiro:
    auch wenn der beitrag von ihnen richtung off-topic abgleitet:
    das ist doch mal wieder so eine nichtssagende statistik. man kann sie nämlich auch so lesen, dass man sagt: 2007 sind 37% weniger polizeiliche todesschüsse verzeichnet worden als 1999.
    so, und jetzt?

  84. Daniel meint: (10.1.2009 um 13:31) AntwortenReply to this comment

    Ist es nicht übrigens so, dass Polizisten nach Polizeigesetz befugt sind, einen Flüchtenden bei Vorliegen eines Haftbefehls durch Gebrauch ihrer Schusswaffe zu stoppen? Das würde ja zB auch einen Haftbefehl wegen der Abgabe einer eidesstattlichen Versicherung umfassen (jedenfalls meine ich, dass es da keine Ausschlussklauseln gibt). Und dass ein Schuss auf einige Entfernung auch gern mal daneben geht, liegt ja auch der Hand. Von der Verhältnismäßigkeit in solchen Fällen natürlich ganz zu schweigen…

  85. Anonymous meint: (10.1.2009 um 14:46) AntwortenReply to this comment

    Sie haben das Stichwort erwähnt: Verhältnismäßigkeit. Und ein entsprechender Schußwaffengebrauch wäre unverhältnismäßig und somit nach den Polizeigesetzen der Länder auch rechtswidrig…

    Also, wo ist da das Problem?

  86. Daniel meint: (10.1.2009 um 15:06) AntwortenReply to this comment

    @ 88: Meine mal gelesen zu haben, dass INPOL bei Standardabfragen nur anzeigt, ob ein Haftbefehl vorliegt, aber nicht den Grund angibt. Kann mich aber irren.

  87. Anonymous meint: (10.1.2009 um 16:26) AntwortenReply to this comment

    So ein Irrtum ist gut möglich…

  88. Agiro (Link) meint: (10.1.2009 um 16:50) AntwortenReply to this comment

    @86 studiosus juris:
    «auch wenn der beitrag von ihnen richtung off-topic abgleitet»
    Etliche der vorstehenden Beiträge befassen sich nicht nur mit dem konkreten Einzelfall in den USA, sondern ganz allgemein mit dem übergreifenden Thema Polizeilicher Schusswaffengebrauch. Und hier drängt sich selbstverständlich auch ein Blick nach Deutschland auf. Vgl. z.B. den Beitrag von 56, ghost ("Übrigens, ich könnte mir die Tat und das Urteil auch gut in Deutschland vorstellen") oder 62, keinMensch (Hinweis auf einen ähnlichen Fall in Nordhausen).

    «das ist doch mal wieder so eine nichtssagende statistik …»
    Als Statistik würde ich diese einfache Zahlenreihe nicht unbedingt bezeichnen. Allerdings dokumentieren diese Zahlen meines Erachtens eines sehr deutlich: Die erschreckend hohe Zahl polizeilicher Todesschüsse, deren Notwendigkeit für mich (so weit dies aus der Ferne beurteilt werden kann) in den meisten Fällen durchaus fraglich war. Knappe Fallschilderungen bringen z.B. die Jahresstatistiken der Zeitschrift "Bürgerrechte & Polizei/CILIP".

    «so, und jetzt?»
    Und jetzt gehe ich zum Stammtisch einen heben.

  89. naiv meint: (10.1.2009 um 19:04) AntwortenReply to this comment

    Warscheinlich hat keiner von euch jemals einen Taser, geschweigedenn eine Pistole in der Hand gehalten.
    Die Warscheinlichkeit eine Pistole mit einem Taser zu verwechseln ist verdammt gering!
    Das hat auch schon ein Amerikanischer Kriminologe eingeräumt…

  90. studiosus juris meint: (10.1.2009 um 19:44) AntwortenReply to this comment

    @91, agiro:

    da haben wir eben unterschiedliche auffassungen. die schusszahlen bewegen sich in einem mittleren einstelligen bis unteren zweistelligen bereich.
    viel ist eben für jeden anders zu definieren.
    ich finde es nicht viel.

  91. Senfgnu meint: (10.1.2009 um 22:33) AntwortenReply to this comment

    Durchschnittlich einmal im Monat sieht ein Polizist keinen anderen Weg als den tödlichen Waffeneinsatz? Ich finde, das ist relativ wenig.
    Und ja, Polizisten sollten Waffen tragen. Ein Blick in eine Pistolenmündung bringt die meisten Leute schneller zur Vernunft als nette Worte.

  92. Darkstalker meint: (10.1.2009 um 22:58) AntwortenReply to this comment

    @94: <>

    Das ist natuerlich auch ein Argument für Waffen für jederman…

  93. Meerrettich-Kamel meint: (11.1.2009 um 09:54) AntwortenReply to this comment

    @94/Senf-Gnu

    Ohne es weiter auszufuehren, versteht sich hoffentlich von selbst, dass – aus eigener Erfahrung – dein letzter Satz argumentativ auch fuer die andere Seite gilt .. ;-)

  94. Senfgnu meint: (12.1.2009 um 01:48) AntwortenReply to this comment

    @95: Ich sehe das in der Tat entspannter als der Durchschnitt hierzulande.

  95. Momo meint: (13.1.2009 um 08:57) AntwortenReply to this comment

    Kontroverse Diskussion. Ich mag noch schnell einwerfen: Die Polizisten in den USA werden mit Sicherheit ähnlich im Umgang mit Schusswaffen trainiert wie die Sicherheitskräfte hierzulande. Ich habe den Umgang mit Schusswaffen bei der Bundeswehr "gelernt".

    In der Diskussion mit Polizisten in meinem Bekanntenkreis waren wir uns alle einig: Uns wurde allen Sicherheitsregeln eingedrillt. Zwei dieser Regeln lauten:

    - Bis zur unmittelbaren Schussabgabe ist die Waffe gesichert zu halten.
    - Bis zur unmittelbaren Schussabgabe ist der Finger lang am Abzug.

    Die Amerikaner dürften dieselben Regeln kennen. Ich stelle mal nicht die Frage, warum der Polizist die Waffe entsichert hatte. Das hätte im Zweifelsfall auch beim Ziehen passieren können. Aber ich stelle die Frage, warum der Zeigefinger nicht gestreckt neber der Waffe lag.

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