MP3 auf DVD
Anfrage des Gerichts in einer Strafsache:
Werden die Telefonmitschnitte (MP3 auf DVD) benötigt?
Bin gespannt, ob ich auch mein Notebook ins Gefängnis mitnehmen darf, um die Aufnahmen mit meinem Mandanten abzuhören. Oder ob zumindest die Anstalt über ein Abspielgerät verfügt.
Wieviele Tage sind es denn?
MP3 auf DVD? CD reicht nicht? Tagelanges Hörvergnügen?
auf ne 700 mb cd passt ca. 4,5 std. musik als mp3!
den rest dürft ihr euch selber ausrechnen ^^
iPod? Handy? Möglichkeiten zur MP3-Wiedergabe gibts ja wohl genug, Herr Vetter.
@3. Jakob: Telefonmitschnitte verlangen wohl kaum 256 KBit/s. In guter (Sprach-)Qualität sollten auf eine CD locker 10 Stunden passen. Auf ein halbwegs aktuelles Handy mit durchschnittlicher Speicherkarte (2-4 GB) entsprechend mehr.
Von was träumst du tagsüber, Jakob? Auf eine 700MB-CD passen locker 11 Std. Musik, gerne auch mehr.
hmm, stimmt! aber wofür dann ne dvd als datenträger?
die werden wohl kaum 50+ std. telefonmitschnitte
dadrauf gepackt haben?
@6. sry, aber ich bevorzuge qualität statt quantität..
wenn du mit 128 kbit/s klarkommst ist es dein ding,
aber ein hörvergnügen ist das in meinen augen nicht
mehr!
@4: Und wie spielst du in deinem Handy DVDs ab?
Sind denn die MP3s auch ordentlich getaggt, so schön mit Cover und allem?
Das würde das Anspielen sicher erheblich erleichtern, ich denke da vor allem an eingetragene Kommentare der Ermittler …
@ninjaturkey/4:
und dann legt man einfach die dvd in sein handy ein? ;-)
@ninjaturkey – den ipod oder das handy möchte ich mal sehen, dass ein eingebautes dvd-laufwerk hat! :D
Also die Dateien von der DVD auf den Laptop und von da aufs Handy kopieren sollte ja keine problem sein…
Vielleicht ein blöder Vorschlag – aber vielleicht vorher sichten ? Also bei gschätzten 15 -50 Stunden Telefonmitschnitt stehen sonst sehr viele Gefängnisbesuche an …
Handy oder iPod darfst du auch auch als Anwalt nicht einfach so in den Besprechungsraum mitnehmen.
USB-Sticks heissen bei Jugendlichen nicht umsonst "Datenzäpfchen"… Gibt ves auch mit eingebautem MP3-Player.
Mobiltelefon verstehe ich, aber warum ein iPod verboten ist, interessiert mich als Laie jetzt schon.
Mp3 auf DVD? Das wird aber ein langer Besuch beim Mandanten, wenn da nicht ein inkompetenter Trottel am Werk und die DVD echt nötig war. Ein "Abspielgerät" außer einem Notebook fällt mir jetzt auch nicht ein. Es sei denn, ein Fernseher mit DVD-Player, aber der ist deutlich unhandlicher.
Naja, vielleicht war auch schlicht und einfach keine CD als Brennmedium mehr in der Materialausgabe vorhanden. Dann kann es gut und gerne sein, dass auf der DVD nur eine Stunde Telefonmitschnitt draufgepackt ist.
@8: Da hast Du auch Recht, Jakob. Mit 256kBit klingen Telefongespräche gleich sehr viel besser als bei 128kBit. Ich hoffe nur, dass Udo die Infinity Boxen mitnehmen darf.
@stefan!!!schau mal auf welchen
post meine antwort bezogen war.
# Eugens Vater Vladimir meint: (20.1.2009 um 14:26)
Auf eine 700MB-CD passen locker 11 Std. Musik, gerne auch mehr.
(Text editiert. U.V.)
Also nach meinen Berechnungen hat man bei 11h und 700 MiB, etwa 148 kBit/s durchschnittlich zur Verfügung. Das sollte mit MP3 und variabler Bitrate in den meisten Fällen völlig ausreichen. Wer höhere Ansprüche hat, nutzt sowieso Vorbis oder AAC bei denen diese Bitrate mehr als ausreichen sollte. Gerade für Telefonmitschnitte wären Vorbis oder Speex sinnvoller als MP3, da MP3 bei niedrigen Bitraten deutlich hörbare Artefakte erzeugt.
Also jetzt mal die technische Erklärung für die Herren Juristen die hier an der Bitrate rumrechnen:
Telefonate sind eh von so untergründiger Qualität, dass so ziemlich jedwede "gebräuchliche" Bitrate ausreicht um sie ohne hörbaren Verlust als mp3 wiederzugeben.
Das eine DVD verwand wird hat wohl eher den Grund, dass sich halbe DVDs so schlecht abspielen lassen.
Ich wunderte mich damals schon beim Lesen des Artikels über das Medium
"[...]Die DVD enthält Hunderte von Minuten heimlich abgehörter Telefonate und Selbstgespräche des Hauptangeklagten[...]"
http://www.ksta.de/html/artikel/1231173634657.shtml