6.8.2009

SZ jetzt mit “Schaltzentrale”

Für die Süddeutsche Zeitung betreibt Johannes Boie die “Schaltzentrale”. Ein neues Blog für Medien und Politik.

Ich freue mich natürlich, dass der erste Beitrag in der “Schaltzentrale” ein Interview mit mir ist: “Es gibt keinen Markt für Kinderpornographie”.

22 Kommentare zu “SZ jetzt mit “Schaltzentrale””

  1. Herzfinsternis meint: (6.8.2009 um 08:33) AntwortenReply to this comment

    …hat Hunderte Besitzer von Kinderpornographie verteidigt….

    Na, ob Udo wirklich in diese Ecke gestellt werden will?!

    Qualitätsjournalismus.

  2. Uwe meint: (6.8.2009 um 08:36) AntwortenReply to this comment

    Hellgraue Schrift auf weiß – kaum lesbar. Ggf. noch kleinere Schriftart nehmen und noch heller machen.

  3. DeserTStorM meint: (6.8.2009 um 09:20) AntwortenReply to this comment

    Interessantes Interview :-) Allerdings würde mich auch interessieren wer dieser Herr Boie ist. Auf den anderen Blogs der Sueddeutschen steht dazu immer was.

    Ist das jetzt ein Praktikant dort? :-)

  4. elias k. meint: (6.8.2009 um 09:20) AntwortenReply to this comment

    Gratuliere, sogar bei uns in der Zeitung werden Sie zitiert (auch in der Printausgabe). Weiter so.

    http://www.nn-online.de/artikel.asp?art=1064733&kat=120&man=3

  5. Jan Schejbal meint: (6.8.2009 um 09:52) AntwortenReply to this comment

    So kann man auch Werbung für sein Blog machen lassen ;-)

  6. Albert meint: (6.8.2009 um 09:55) AntwortenReply to this comment

    Ja, der Kontrast ist wirklich Mist. Da war wieder ein toller "Designer" zugange, dem Optik vor Lesbarkeit ging.

    Netterweise ist das per zap-Bookmarklet ( https://www.squarefree.com/bookmarklets/zap.html ) immerhin im Einzelfall behebbar.

  7. Momo meint: (6.8.2009 um 09:55) AntwortenReply to this comment

    Interessante Daten, die da im Interview rüber kommen. Demnächst hat der hiesige SPD-Bundestagsabgeordnete zu einer Podiumsdiskussion eingeladen. Er hat dem Gesetz zugestimmt und ist auch sehr davon überzeugt. Bin gerade dabei Daten für stichhaltige Argumente zu sammeln und das Interview wandert gerade mit dazu. :)

  8. Elias K meint: (6.8.2009 um 10:00) AntwortenReply to this comment

    Gratuliere, Teile Ihres Interviews haben es bei uns in die Tageszeitung geschaft (Nürnberger Nachrichten). Auch in die Printausgabe.

    http://www.nn-online.de/artikel.asp?art=1064733&kat=120&man=2

  9. Kai meint: (6.8.2009 um 10:01) AntwortenReply to this comment

    Na, ein Anwalt mit so vielen Mandanten muss wirklich gut organisiert sein und einen guten Überblick über die parallel laufenden Verfahren haben.

    So etwas wie Kundenbindungsmaßnahmen gibt es ja nicht wirklich, oder?
    Oder gibt's Newsletter wie "Ab der 3. Straftat gewähre ich 10% Rabatt"?? ;-)

  10. Corinna meint: (6.8.2009 um 10:05) AntwortenReply to this comment

    @1(Herzfinsternis): Das klingt ja so, als wäre es etwas schlimmes, Besitzer von KiPo zu verteidigen?

    Es ging darum, Udos Glaubwürdigkeit zu unterstreichen, dass er halt nicht sachen sagt, die er sich im Dienstwagen zwischen H und B zusammenphantasiert hat.

  11. Joe meint: (6.8.2009 um 11:06) AntwortenReply to this comment

    @Corinna: Ja, es ist in diesem Land etwas schlimmes, Pädophile zu verteidigen. Schließlich wurden die durch Presse und Polizei bereits vorverurteilt, sind damit schuldig und zumindest moralisch wenn nicht wenigstens der Todesstrafe, dann aber mindestens dem Enfernen von primären Geschlechtsorganen würdig.

    So denkt der Pöbel…

  12. Torsten meint: (6.8.2009 um 11:11) AntwortenReply to this comment

    Joe: Die meisten Leute, die über den "Pöbel" schreiben, pöbeln in Wahrheit nur…

  13. Momo meint: (6.8.2009 um 11:15) AntwortenReply to this comment

    @11: Ich finde, das Beispiel zeigt auch wieder, wie wenig selbstkritisch die Leute ihre Meinung und ihr Verhalten hinterfragen. Mein persönliches Beispiel: 1.Mai. Die Nazis haben in Mainz einen Marsch durch die Stadt angekündigt (piekärerweise durch Teile der Neustadt, in der viele Leute leben, die Migrationshintergrund haben). Die Stadt verbietet den Marsch, das Landgericht hebt den Beschluss auf. Am Ende versammeln sich tausende Bürger, kesseln den Hauptbahnhof ein und sorgen dafür, dass die Polizei den Aufmarsch untersagt, da sie die Sicherheit nicht mehr garantieren kann, sobald die Ersten den eingekesselten Bahnhof verlassen.

    Die Polizei hat Kommunikationsbeauftragte eingesetzt, die einfach nur mit den Demonstranten reden und mit ihnen diskutieren sollen, die aber auch die Stimmung ausloten sollen, da sich doch viele Autonome angekündigt haben und teilweise vermummt aufmarschiert sind. Einer dieser Kommunikationsbeauftragter hat mir dann einen interessanten Denkanstoss gegeben: Die aufmarschierenden Nazis haben eine Genemigung für ihren Aufmarsch. Sie dürfen demonstrieren und ihre Meinung äußern. Wir (Nazi-Gegner und besorgte Bürger) verhindert dies, indem wir den Marschweg blockieren und die Polizei dazu zwingen, die genemigte Veranstaltung aus Sicherheitsgründen abzusagen. Moralisch scheint das ja vollkommen okay zu sein, aber mit Demokratie und Rechtstaatlichkeit hat das nichts mehr zu tun.

    Und was soll ich sagen? Ich stand inmitten einer Gruppe von Demonstranten gegen Rechtsradikalismus. Neber mir ein halbvermummter Block teilweise aggressiver Punker, die so aussahen, als wollen sie irgendwas "klatschen", egal ob das jetzt "Braune Kacke" oder "Bullen" sind. Und alles, was ich sagen konnte war: "Verdammt, sie haben Recht. Eigentlich müssen Sie uns alle verhaften."

    Edit: Die Aktion war erfolgreich, hinterliess bei mir aber den faden Beigeschmack, dass wir uns eigentlich falsch verhalten haben. Ich persönlich bin mir nicht sicher, was die richtige Reaktion gewesen wäre, entweder Aufmerksamkeitsentzug (ganz Mainz leer, niemand verlässt das Haus an dem Sonntag, die Stadt sieht wie tot aus, Nazis marschieren ihre Route ab ohne irgendwem zu begegnen) oder die Mauer aus Schweigen (die Gegendemonstranten reihen sich links und rechts am Marschweg auf und beobachten den Aufmarsch. Während der kompletten Aktion spricht keiner auch nur ein Wort, es herrscht Totenstille. Nur die Blicke sagen: "Wir wollen euch hier nicht haben"). Ich bezweifel, dass auch nur für eine der beiden Aktionen in irgendeiner Form genug Disziplin vorhanden gewesen wäre, das damit gesetzte Zeichen wär aber unverkennbar und grossartig gewesen. :)

  14. onkel bo meint: (6.8.2009 um 12:19) AntwortenReply to this comment

    @1:
    gerade bei vorwürfen, die eine sachliche auseinandersetzung fast unmöglich machen und wo der alleinige verdacht bereits ausreicht ein leben, den ruf, die karriere, die familie und den freundeskreis zu zerstören finde ich es gut und richtig, dass penibel die rechte ALLER beteiligten gewahrt bleiben. dazu gehört nunmal auch eine (in diesem fall gute) verteidigung. auch wenn mir das persönlich (als tatsächliches opfer einer straftat im sinne von StGB §176a [2] & [5]) im ergebnis nicht immer passen mag. wenn man aufhört danach zu streben, wirklich alle menschen gleichwertig zu sehen, tauschen wir 'den preis der freiheit' gegen willkür.

  15. uhm meint: (6.8.2009 um 12:29) AntwortenReply to this comment

    Und wer ist dieser Blogger? Schaffts netma 2 Sätze über sich selber loszuwerden.

  16. Stuff meint: (6.8.2009 um 12:37) AntwortenReply to this comment

    "Guten Morgen, sowas muss leider auf die Titel der Printausgaben. Menschen die das im Internet lesen kennen den lawblog wahrscheinlich auch oder sind sich über diese Irreführung bereits bewußt. Die Gutmenschen müssen sachliche Kritik und Gegendarstellungen lesen und nicht die Internetgemeinde. Aber ansonsten gutes und schlüssiger Beitrag!

    Kommentar von PZK — August 6, 2009 @ 8:54 am "
    heisst es dort gleich im 2. Beitrag und ich kann mir sparen, ähnlich zu schreiben. Da kommt scheint's Panik auf, man will die Schlacht- bzw. Betätigungsfelder Totholz und Internet wohl noch fein säuberlich trennen und bedient die diversen "Communities" mit unterschiedlichem Material. Nice try, ob's was bringt? Beschleunigung, wenn die Einsicht durchdringt, dass auf Papier für die Idioten geschrieben wird? Die Neue Bildungsbeflissenheit, den klugen Kopf nur noch hinter einem Monitor zu mutmassen? Keine Zeitung in der Öffentlichkeit mehr zu lesen sei dann Hinweis auf "moderne" Konvention?

  17. Joe meint: (6.8.2009 um 13:33) AntwortenReply to this comment

    @Momo: Danke für die schöne Beschreibung, wie die Diktatur der politischen Korrektheit funktioniert.

    Daß die schwarz vermummten Linksextremisten auf dem Boden der freiheitlich demokratischen Grundordnung stehen, glaubt doch nicht ernsthaft irgendjemand? Nur lassen sich genug harmlose Bürger von denen als menschliche Schutzschilde für ihre Zwecke instrumentalisieren.

  18. Gowe meint: (6.8.2009 um 14:56) AntwortenReply to this comment

    @18 Momo
    Ich sehe bei dir kein Fehlverhalten.
    "Am Ende versammeln sich tausende Bürger, kesseln den Hauptbahnhof ein und sorgen dafür, dass die Polizei den Aufmarsch untersagt, da sie die Sicherheit nicht mehr garantieren kann, sobald die Ersten den eingekesselten Bahnhof verlassen."

    Ich denke mal, dass es nicht oberstes Ziel war ein unsicheres Umfeld zu schaffen (natürlich mit Ausnahme von Krawallmachern), sondern die Demo durch eine Menschenmauer am Loskommen zu hindern, oder? Eine Gruppe hat ihr Demonstrationsrecht auf einem bestimmten Weg wahrnehmen wollen und eine größere Gruppe hat ihnen erfolgreich den Weg versperrt. Solange alles friedlich abläuft sehe ich da kein Problem und ich vermute mal ganz stark, dass der größte Teil der Menge niemals körperliche Gewalt angewandt hätte.

    Mal umgedreht: Wenn der Freiheit-statt-Angst Demo am 12.09. in Berlin sich zehn mal mehr Angst- und Zensurbefürworter in den Weg stellten und die Strecke besetzten, dann hätte ich kein Problem damit am Startpunkt bleiben zu müssen, die Strecke nicht gehen zu können und nach ein paar Stunden wieder nach Hause zu fahren.

  19. Meinungsfreiheit meint: (6.8.2009 um 16:08) AntwortenReply to this comment

    @Gewo: Das Recht darauf, die eigene Meinung zum Ausdruck zu bringen, gilt also nur für die jeweils größte/mächtigste Gruppe? Finde ich nicht.

    In gewissen Grenzen (die für alle gleich sein müssen!), sollte jeder seine Meinung äußern dürfen und keiner sollte einen daran hindern dürfen. Egal wie richtig oder falsch die Meinung ist.

    Wenn zwei Gruppen an einer Stelle demonstrieren wollen, dann muss man natürlich irgendwie regeln, wer jetzt darf. Der, der es als erster angekündigt hat, der, der mehr Unterstützer hat oder der, der mehr Losglück hatte. Alles OK, solange die Regeln klar und für beide Seiten gleich sind.

  20. Stuff meint: (6.8.2009 um 16:36) AntwortenReply to this comment

    @Joe
    Ich gebe dir recht, diese "schwarz vermummten Linksextremisten" (?), die da auf der Rheinbrücke Kehl–Strassburg…

  21. Gowe meint: (6.8.2009 um 18:13) AntwortenReply to this comment

    @20 Meinungsfreiheit
    "Das Recht darauf, die eigene Meinung zum Ausdruck zu bringen, gilt also nur für die jeweils größte/mächtigste Gruppe?"
    Finde ich auch nicht, ich wollte vielmehr die Gegendemo aufwerten, deren Recht auf Meinungsäußerung betonen und sagen, dass ich gefühlt kein Recht auf einen bestimmten Demonstrationsweg habe, der mir freizuhalten ist. Andere Leute sollen den Gehweg ja auch frei benutzen dürfen.

    "Wenn zwei Gruppen an einer Stelle demonstrieren wollen, dann muss man natürlich irgendwie regeln, wer jetzt darf."
    Das wollte ich viel eher beschreiben. Ich sehe die Meinungsäußerung nämlich nicht wirklich dadurch eingeschränkt, dass ein Demonstrationszug nicht vorwärtskommt, weil ihn ein Gegen-Demonstrationszug daran hindert. Die Inhalte wurden ja offensichtlich schon vermittelt, (ablehnend) aufgenommen und haben sogar zu einer sichtbaren Reaktion geführt. Ich finde, dass ist eine effektive Meinungsäußerung.

    Das Gegenüberstehen/Wegversperren ist damit für mich nicht ideal, aber auch keine verwerfliche Grundrechtseinschränkung. Besser fände ich z.B. eine Paralleldemo auf der selben Strecke, zur selben Zeit, nur auf der anderen Straßenseite. Das hätte zum Beispiel den Vorteil, dass man leicht vergleichen kann wessen Zug länger ist und so Seite an Seite zu laufen bringt die Leute vielleicht eher in friedlichen Diskurs als wenn sich alle nur gegenüberstehen. Erfordert natürlich gute Orga und sofortiges Rausziehen von Krawallmachern, ist aber bei Themen wie Rechtsextremismus wahrscheinlich nicht machbar.

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