Stellungnahme der Berliner Polizei
Zu den gestrigen Vorkommnissen bei der Demonstration “Freiheit statt Angst” wurde eben die Stellungnahme der Berliner Polizei veröffentlicht:
(..) Im Zusammenhang mit der Überprüfung des Lautsprecherwagens kam es seitens mehrerer Teilnehmer zu massiven Störungen der polizeilichen Maßnahmen. Trotz wiederholter Aufforderungen, den Ort zu verlassen, störte insbesondere ein 37-Jähriger weiter. Die Beamten erteilten ihm schließlich einen Platzverweis. Nachdem auch dieser wiederholt ausgesprochen worden war und der Mann keine Anstalten machte, dem nachzukommen, nahmen ihn die Polizisten fest. Hierbei griff ein Unbekannter in das Geschehen ein und versuchte, den Festgenommenen zu befreien, was die Beamten mittels einfacher körperlicher Gewalt verhinderten. Der Unbekannte entfernte sich anschließend vom Tatort. Der 37-Jährige erlitt bei seiner Festnahme Verletzungen im Gesicht und kam zur Behandlung in ein Krankenhaus.
Die Vorgehensweise der an der Festnahme beteiligten Beamten einer Einsatzhundertschaft, die auch in einer im Internet verbreiteten Videosequenz erkennbar ist, hat die Polizei veranlasst, ein Strafverfahren wegen Körperverletzung im Amt einzuleiten. Das Ermittlungsverfahren wird durch das zuständige Fachdezernat beim Landeskriminalamt mit Vorrang geführt. (..)
Die komplette Stellungnahme im Original
Update:
Auch eine etwas andere Version der Geschichte findet sich inzwischen im Internet:
Die genannte Überprüfung fand in der Linkstraße, also dem Ort des weiteren Geschehens, statt. Ich habe dort bis zur ersten Festnahme keine Störung bemerkt. Diese Festnahme fand laut Zeugenaussage während eines Interviews statt (von dem Interview dürfte es eine Tonaufnahme geben, die das belegt). Von einer massiven Störung kann also auch hier nicht gesprochen werden. Der erwähnte 37-Jährige ist wohl der Radfahrer. Sein störendes Verhalten bestand darin, nach der (in der Pressemeldung nicht erwähnten ersten Verhaftung) eine Dienstnummer zu verlangen. Anders als andere Personen kam er dem „Platzverweis“ sehr schnell nach, wie auf dem Video erkennbar. Dass „ der Mann keine Anstalten machte, dem [Platzverweis] nachzukommen“, ist offensichtlich falsch. Dieser Platzverweis bestand bsw. darin, dass ein Beamter mir aggressiv entgegenschrie: „Sie stellen sich jetzt besser nicht vor das Fahrzeug“. Auf meine Nachfrage wiederholte er die Aussage und schritt drohend auf mich zu. Personen, die dabei waren die Straße zu verlassen wurden teilweise zur jeweils anderen Straßenseite geschubst. In dem Fahrzeug befand sich die vorher Festgenommene.
Keiner der Anwesenden machte Anstalten, eine Gefangenenbefreiung zu versuchen. Wie im Video teilweise am Rand sichtbar ist, waren die wenigen sich im direkten Umfeld befindlichen Personen damit beschäftigt, sich vor den Schlägen der Polizei zu schützen. Auf meiner Seite des Geschehens befanden sich außer mir lediglich zwei Personen (Bei dem Jugendlichen handelt es sich vermutlich um den Verletzten, später ebenfalls Festgenommenen, der andere Mann im weißen Hemd war etwas älter), die auf dem Boden lagen und geschlagen wurden. Ich schirmte zuerst den einen, dann den anderen ab und half ihnen auf, bei dem Verletzten half wie im Video erkennbar ein Polizist. Der Mann im weißen Hemd lag völlig passiv auf dem Boden und schützte sein Gesicht mit einem Arm. Von einer versuchten Gefangenenbefreiung war also auf meiner Seite nichts erkennbar. Nicht erwähnt wird die spätere Festnahme des Verletzten, der laut Zeugenaussage ebenfalls um eine Dienstnummer bat.
Diese Gegendarstellung findet sich im Original hier – da das Weblog offensichtlich im Moment massive Lastprobleme hat, habe ich oben den kompletten Kommentar widergegeben.
(Autor: fh)
Zitat: "die auch in einer im Internet verbreiteten Videosequenz erkennbar ist, hat die Polizei veranlasst, ein Strafverfahren wegen Körperverletzung im Amt einzuleiten."
Auf Deutsch: Da es weit verbreitet ist und wir uns nicht rausreden können müssen wir halt ermitteln.
Mir waren die Polizeischlachten (vor allem Rund um den Fussball) herzlich egal. Aber dieser Vorfall hat meine Meinung zur Polizei gewaltig geändert (ja, nennt mich je nach Eurer politischen Haltung "naiv" oder alternativ "links extrem")
"Die Beamten erteilten ihm schließlich einen Platzverweis. Nachdem auch dieser wiederholt ausgesprochen worden war und der Mann keine Anstalten machte, dem nachzukommen, nahmen ihn die Polizisten fest."
Hä? Hab ich was verpasst? Ich nehme doch mal an das sie mit dem 37 Jährigen den Fahrradfahrer meinen. Der hat sich doch entfernt und wurde dann auch nicht von dem Polizisten mit dem er gerade geredet hat (also der der ihm ja wiederholt den Platzverweis ausgesprochen haben müsste und der auch keinen Anlass sah die Person zu schnappen) eingeholt sondern von einem Polizisten der am linken Bildrand erst auftaucht nachdem der Fahrradfahrer bereits auf dem Weg zum rechten Rand war.
Hab ich irgendwas nicht mitbekommen oder falsch Verstanden?
bis später
p90
"einfache körperliche Gewalt"?
Nun ja, das Video kann für sich jeder selbst beurteilen…
@2 p90
Nein, du hast alles richtig verstanden. Aber damit die Polizei das eingestehen könnte, müsste sie ja zugeben, dass das auf ihrer Seite alles nicht sauber lief. Und man ermittelt offenbar ja überhaupt nur, weil es einen Videobeweis im Internet gibt. Ohne die Onlineverbreitung und die Presse, die das aufgegriffen hat, würde man sich für die Sache wohl gar nicht erst interessieren, selbst wenn das Video bei der Polizei vorliegen würde. (Nur so eine Vermutung)
Diese Behauptung kann man mit Fakten stützen:
2007: In Berlin 1834 Strafverfahren gegen Polizisten, Verurteilungen: 3.
Wenn ich sagen würde: "Ja, ich war am Tatort, aber ich hab nicht gesehen, dass mein Kollege auf den eingeschlagen hat…" würde ich mit Sicherheit nicht so aus der Nummer rauskommen wie ein Polizist.
Und Polizisten halten zusammen. Wer gegen seine Kollegen aussagt, kann auch gleich seinen Dienst beenden. Die haben da regelrecht Mafiamethoden.
Was hat die Polizei eigentlich auf der Demo zu suchen gehabt?
nicht mit dem Video in Einklang bringen… Wenn mit dem 37-jährigen der Radfahrer gemeint ist, so sieht man erstens, dass er von dem Polizisten festgehalten wird, NACHDEM er sich entfernt, zweitens beginnt die "einfache körperliche Gewalt" der Polizei gegenüber IHM schon vor irgendwelchen angeblichen Befreiungsversuchen (zwischen dem Griff ans T-Shirt durch den Polizisten mit den zwei weissen Punkten auf der Jacke und den ersten Faustschlägen liegen keine 5 Sekunden). Von diesem Polizisten bekommt er danach auch noch später noch mindestens einmal einen gezielten Schlag ab. Ich hoffe nur, dass die anderen auf dem Video zu sehenden Demonstranten keine Anzeigen wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt, Gefangenenbefreiung o.ä. kassieren.. Gesichter unkenntlich machen wäre klüger gewesen.
@5 (tigger) und Interessierte: die Zahlen stammen aus einer kleinen Anfrage der Linksfraktion http://www.projektwerkstatt.de/antirepression/polizei/anfrage_b_polizeizeugen.pdf, sollte Mensch mal gelesen haben… die Wahrscheinlichkeit einer Verurteilung liegt wirklich mal bei gigantischen 0,5%…
UNGLAUBLICH! wie polizisten eine klare situation so umdeuten können und dürfen ist wirklich schleierhaft…
Ich verstehe das so:
Es wird überall gesagt, dass der Fahrradfahrer die Identität eines Beamten erlangen wollte, weil sein "Kumpel" unfreundlich abgeführt wurde.
Ich denke bei diesem 37-jährigen Mann handelt es sich um diesen "Kumpel". Und der Unbekannte der ins Geschehen eingriff, ist der Fahrradfahrer.
Gesichter unkenntlich machen wird nix, @7. Es gilt das Vermummungsverbot.
SJ: Das passt nicht. Der Radfahrer ist der Polizei bekannt. Der Unbekannte ist der mit der blutenden Nase, der dann mit dem Kameramann spricht.
Interessant finde ich in dem Zusammenhang den folgenden Beitrag:
http://copzone.de/modules.php?name=Forums&file=viewtopic&p=773634#773634
Der Thread wurde hier im ersten Beitrag zum Thema in den Kommentaren verlinkt.
Gemeint ist allenfalls einfache Körperverletzung – das würde passen.
Ach wie niedlich doch der eine oder andere Kommentar hier ist. Die von der Polizei eingeleitete Untersuchung wird lediglich zu Tage fördern, dass das Vorgehen der Beamten keinen Grund zu Beanstandungen geschweige denn einer Strafbarkeit gibt.
Sollte der unwahrscheinliche Fall eintreten, dass sich vielleicht wirklich jemand vor einem Gericht verantworten muss, ist das allerhöchste was zu erwarten ist ein paar böse Worte des Richters, ein gehobener Zeigefinger und das wars dann.
Es müssen immer mehr solcher Vorfälle derart dokumentiert werden, damit die Bevölkerung weiter sensibilisiert wird.
Fehlverhalten von Beamten wird faktisch nicht geahndet. Schutzrechte – insbesondere die aus Grundgesetz und Strafprozessordnung – sind nichts wert. Im entscheidenden Moment, also einer Gewalthandlung oder einer Haus – Durchsuchung ohne richterlicher Anordnung versagen sie. Eine spätere Heilung ist Augenwischerrei, häufig geschieht sie sogar zu Gunsten der Polizei bzw. Ermittlungsbehörden, damit diese doch noch den gefundenen Schlagring zur Anzeige bringen können, den sie bei einer Durchsuchung wegen Fahrerflucht gefunden haben, obwohl sie beim Falschen gesucht haben.
Also weiter so.
"Einfache körperliche Gewalt".
Mit der Faust ins Gesicht?
Verlogenes Bullen-Dreckspack.
Es bewahrheitet sich halt immer wieder: A.C.A.B.
Bei Fefe grad verlinkt: http://blog.adrianlang.de/?p=670
Einer der Betroffenen aus dem Video hat eine Gegendarstellung zur Pressemitteilung der Polizei veröffentlicht.
Kam aber grade recht schwer auf den Server, der kommt wohl grade mit den Anfragen nicht so gut zurecht.
@16: Da haben wir wohl gleichzeitig geklickt ;) Ich habe den Text hier als Update gespiegelt.
@3 (svenC) & 15 (Stefan): "einfache körperliche Gewalt"
"Einfach" ,meint in diesem Fall einfach nur: ohne Waffe
das kommt davon, wenn man die bereitsschaftsbullen alle paar wochen völlig zugekokst auf die menschen loslässt. wahnsinn, wie der abgeht.
wäre wohl mal an der zeit, wischtests in den eigenen reihen durchzuführen.
Die Gegendarstellung passt aber irgendwie nicht ganz zu dem Video.
Der Verletzte mit den Blutungen ist dazwischen gegangen, als der Polizist den Radfahrer im blauen Hemd nach links gezogen hat. Rein passiv war das nicht.
14)
"Fehlverhalten von Beamten wird faktisch nicht geahndet. Schutzrechte – insbesondere die aus Grundgesetz und Strafprozessordnung – sind nichts wert. Im entscheidenden Moment, also einer Gewalthandlung oder einer Haus – Durchsuchung ohne richterlicher Anordnung versagen sie. Eine spätere Heilung ist Augenwischerrei, häufig geschieht sie sogar zu Gunsten der Polizei bzw. Ermittlungsbehörden, damit diese doch noch den gefundenen Schlagring zur Anzeige bringen können, den sie bei einer Durchsuchung wegen Fahrerflucht gefunden haben, obwohl sie beim Falschen gesucht haben.
Also weiter so."
erstmal dürfen Polizisten = Vollzugsbeamte alles was nicht erlaubt ist!
Wer sollte Sie hintern ausser den eigenen Vorgesetzten??
Als Bürger hast Du erst mal keine Rechte!! die kannst Du dann später vor Gericht versuchen zu bekommen!
Wenn einige Beamte sich mal vor Augen führen würden dass auch Sie, Staatsbürger dieses Landes sind und Sie Ihre eigenen Grundrecht mit Füßen (Fäusten) treten!!
Wie heisst es so schön:
"Was Du nicht willst dass man Dir tut, das füge auch keinem anderen zu"
Ich hoffe mal das den ganzen Vorgang auch Personen gesehen/erlebt/mitbekommen haben die irgend wie in die Staatliche Gewalt Einfluss haben oder nehmen können!!!
Sollen ja auch Mitglieder von Parteien und anderer Organisationen dabei gewesen sein:
Ironischerweise sind es vermutlich die Berichterstattung und die inzwischen für jedermann zugänglichen Mittel zur Dokumentation und Verbreitung über Vorfälle wie diesen, die letztendlich zu einer stärkere Kontrolle des Internets seitens der Staatsorgane führen werden.
Ich kann mir lebhaft vorstellen, wie dieser Fall neue Begehrlichkeiten weckt, über die – noch – hinter vorgehaltener Hand gesprochen wird.
Hat alles seine Tradition:
http://wissen.spiegel.de/wissen/dokument/dokument.html?titel=Loch+in+der+Hose&id=9185766&top=SPIEGEL&suchbegriff=oliver+ness&quellen=&qcrubrik=artikel
@25 (mcbexx): "Ich kann mir lebhaft vorstellen, wie dieser Fall neue Begehrlichkeiten weckt, über die – noch – hinter vorgehaltener Hand gesprochen wird."
Das kann durchaus stimmen, allerdings kann dieser Vorfall auch dazu beitragen, dass solche Begehrlichkeiten deutlich früher aufgedeckt und besser hinterfragt werden, auch in der "offline"-Welt.
@18
Ja, ich kenne mich da nicht aus mit den juristischen Begriffen in Bezug auf "einfach" etc.
Für mich ist das ein brutales Vorgehen, wie man es auf dem Video sieht zumindest keine "einfache körperliche Gewalt" (also, wenn ich es betiteln würde, dann sicher nicht mit "einfach".
Das "einfach" suggeriert mir "harmlos", auch wenn es vielleicht nicht so gedeutet werden soll / darf.
Zumindest stuft die Mitteilung das Ganze herab in meinen Augen. Juristen sehen das sicherlich anders.
Was ich mich gerade frage: kommt man denn, ggf über das berliner Informationsfreiheitsgesetz an evtl von der Polizei gemachte Filmaufnahmen?
@29 (SvenC): Ich wollte bloß erklären wo das mit dem "einfach" herkommt.
Du hast schon recht, "einfache körperliche Gewalt" ist eigentlich eine Verharmlosung, es macht halt einfach nur im Juristendeutsch klar, dass keine Waffe verwendet wurde.
Wobei das mit keine Waffe ja noch so eine Sache ist… haben sie bei Berliner Polizisten nicht gerade erst Quarzhandschuhe gefunden?
Der Schläger auf dem Video hat ja mal Handschuhe an, aber ob das Quarzhandschuhe oder die normalen Einsatzhandschuhe waren wird hoffentlich der Staatsanwalt nachprüfen.
Was ist eigentlich aus dem Führer der Hundertschaft geworden, der einen telefonierenden Passanten angegriffen hat?
http://www.tagesspiegel.de/berlin/Polizei-Justiz-Tennis-Borussia-BFC-Dynamo-Randale%3Bart126,2682808
@33 Torsten
Gute Frage… ich werd dem Tagesspiegel mal ne Mail schicken, vielleicht antworten die ja.
Wäre auch interessant zu wissen, wer das youtube-Video geflaggt hat.
http://www.youtube.com/verify_age?&next_url=/watch%3Fv%3DTDYfm-NsXq8
Es darf spekuliert werden…
@10 (tigger) Ich meinte mit der Unkenntlichmachung die Videos, keine Sturmhauben, Schäublemasken o.ä. Letztere waren zwar erlaubt, wirken aber sicherlich nicht produktiv bei der Frage nach der Dienstnummer des Polizisten :) Sorry wenn das unklar formuliert war.
@16 (Kraven) hier noch der Link zum google-cache solange die Seite down ist: http://209.85.129.132/search?q=cache:http://blog.adrianlang.de/%3Fp%3D670&strip=1
Ich hoffe, es kommt zu einem fairen Verfahren und entsprechenden Verurteilungen der betroffenen Polizisten… liegt übrigens gerade im Interesse der Polizei selbst, auch wenn das viele Polizisten leider nicht verstehen (siehe CopZone). Das Vertrauen der Gesellschaft zur Polizei ist nämlich wichtiger als die Straffreiheit einiger durchdrehender Kollegen.
@35 Stephan
Keine Ahnung, wer das geflagt hat. Hier der Link für den direkten Zugriff:
http://www.youtube.com/v/TDYfm-NsXq8
:-)
Seit dem Video ist mir schlagartig klar, warum das BKA mit verlogenen KiPo-Zahlen für eine "interne Zensurstelle Internet" kämpft.
Was gibt es an Lautsprecherwagen zu überprüfen? Hat das was mit der albernen Auflage bzgl. Lautstärke und Versiegelung der Lautsprecher zu tun? Warum dagegen im Vorfeld nicht geklagt wurde, ist mir schleierhaft …
http://erdgeist.org/dsc_0345.jpg
Dort ein Bild. Sind die alle auf Drogen oder warum sehen die alle so komisch aus? An die Profis, trägt der eine Quarzhandschuhe?
war ja klar, die standarddesinformation
opfer hat irgendwas blödes gemacht, für das er aufgrund von 5 polizeizeugen nicht das gegenteil beweisen kann, polizisten haben daraufhin korrekt gehandelt, einer hat sich falsch verhalten, gegen diesen ist verfahren eröffnet. verfahren wird in einem halben jahr kommentarlos eingestellt. alle anderen freuen sich über diese presseerklärung der poliezi, die zeigt, daß der rechtsstaat super funktioniert.
ergbnis, die kritik am polizeieinsatz wird erfolgreich rundergekocht, der festgenommene bekommt ein verfahren dran und wird im endeffekt dafür mit geld bluten, der andere hat nur geblutet und kann sich freuen, daß er nicht auch ein verfahren dran bekommt, stichwort gefangenbefreiung als entlastungsstrategie der cops ist ja bereits angesprochen.
ist ein klassisches reaktionsszenario der polizeipressestellen :-) und wird regelmässig angewendet, nur das selten eine hochauflößende kamera dabei war :-)
Was mich an dem Video am Meisten erschreckte: Nachdem der Polizist mit der beruehmeten "2212" auf dem Ruecken den Radler geschlagen hat (wobei er sich richtig strecken musste, da noch ein Kollege davor stand), geht er einen Schritt zurueck (sieht so aus, als wolle ein Kollege ihn abdraengen), schlaegt er sich mit der Faust in die Hand und "taenzelt" wie ein Boxer.
Fuer mich wirkt dies, als wolle er am liebsten nochmal draufhauen -zum Glueck stehen seine Kollegen ihm im Weg.
Eine Schlaegernatur hat im Polizeidienst nichts verloren!
Ich hatte bisher nur gute Erfahrungen mit der Polizei (dienstl.) und auch privat kenne ich Beamte. Solche Bilder tun mir in der Seele weh…
@40 – Jens
grund der überprüfung des lautsprecherwagens, war nach augenzeugenberichten (demonstranten , keine polizisten) das von diesem wagen aus zu straftaten aufgerufen wurde, und die beamten dies logischerweise zu unterbinden versucht haben.
Ich finds immer witzig, wie gleich auf "die Polizei" geschimpft wird. Natürlich gibts bei der Polizei genauso wie überall n Haufen Vollidioten, aber deswegen ist doch nicht gleich "die Polizei" schlecht. Da werden immer gleich die ANTIFA-Sprüche á la "Alle Bullen sind Schweine" rausgeholt.
Natürlich spielen die Vorgesetzten sowas herunter, um den ANTIFA-Trotteln nicht auch noch recht zu geben. Die ANTIFA muss man bekämpfen und nicht auch noch unterstützen…
"Berühmte" 2212? Berlin-Insider?
@45: Um ein paar Radikale zu befriedigen ist es gerechtfertigt die Bevölkerung als ganzes zu belügen und menschenrechtswidrige Handlungen von Polizisten zu dulden? Oder bezichtigt man einfach alle Kritiker Kommunis…Antifa zu sein, um sie zu diskreditieren?
@47 (Jens): Nein, die Rückennummer des Polizisten ist gemeint.
@antifa Du bist vielleicht im Krieg, aber ich bin es nicht. Und deswegen finde ich nicht witzig, von der Pressestelle angelogen zu werden, damit sich der "gemeinsame Feind" nicht freut.
Die Pressemitteilung hätte vor über 65 Jahren nicht besser formuliert werden können!
damals war es Propaganda es gab sogar ein eigenes Ministerium mit dem gleichnamigem Minister dazu, sein Name darf heute auch nicht mehr genannt werden, genau wie Vergleich zu damals mehr als unerwünscht sind!
Mittlerweile schäme ich mich, meinem Vater
und Grossvater (Gott hab Sie selig) im Nachhinein
vorgeworfen zu haben das Sie damals nichts
gegen Herren A. H. aus B. getan haben.
Denn jetzt weiß ich wie machtlos Sie waren.
Traurig!
Entschuldige Papa, Entschuldige Opa!
Ich gehe davon aus das, dass durch die Meinungsfreiheit gedeckt ist.
Wenn nicht stehe trotzdem dazu!!
als Anhang mei erster Beitrag vom Abend:
derwinny meint: (13.9.2009 um 18:33)
zu No. 14)
"Fehlverhalten von Beamten wird faktisch nicht geahndet. Schutzrechte – insbesondere die aus Grundgesetz und Strafprozessordnung – sind nichts wert. Im entscheidenden Moment, also einer Gewalthandlung oder einer Haus – Durchsuchung ohne richterlicher Anordnung versagen sie. Eine spätere Heilung ist Augenwischerrei, häufig geschieht sie sogar zu Gunsten der Polizei bzw. Ermittlungsbehörden, damit diese doch noch den gefundenen Schlagring zur Anzeige bringen können, den sie bei einer Durchsuchung wegen Fahrerflucht gefunden haben, obwohl sie beim Falschen gesucht haben.
Also weiter so."
erstmal dürfen Polizisten = Vollzugsbeamte alles was nicht erlaubt ist!
Wer sollte Sie hintern ausser den eigenen Vorgesetzten??
Als Bürger hast Du erst mal keine Rechte!! die kannst Du dann später vor Gericht versuchen zu bekommen!
Wenn einige Beamte sich mal vor Augen führen würden dass auch Sie, Staatsbürger dieses Landes sind und Sie Ihre eigenen Grundrecht mit Füßen (Fäusten) treten!!
Wie heisst es so schön:
"Was Du nicht willst dass man Dir tut, das füge auch keinem anderen zu"
Ich hoffe mal das den ganzen Vorgang auch Personen gesehen/erlebt/mitbekommen haben die irgend wie in die Staatliche Gewalt Einfluss haben oder nehmen können!!!
Sollen ja auch Mitglieder von Parteien und anderer Organisationen dabei gewesen sein:
@41
Nein, dass sind Handschuhe mit Schaumstoffprotektoren (die schwarzen Hügel). Schützen gegen Schläge auf die Hand.
Und ich hoffe bei den meisten ist es Adrenalin.
@ inge, 41
Nein, die sind nicht auf Drogen (glaub ich zumindest). Die roten Augen sind bauartbedingt, guckst Du hier (regierungkritische Version):
http://filmlinc.wordpress.com/2009/01/13/film-comment-reports-first-look-at-terminator-salvation/
oder hier (realistische Version):
http://de.wikipedia.org/wiki/Rote-Augen-Effekt
im mittelalter war der büttel ein nicht ehrenhafter beruf ;-)
Schon erbärmlich, dass jede Kaufhof-Verkäuferin oder Bäckerei-Fachangestellte ein Namensschildchen trägt und die Polizei davon ausgenommen ist…
Der Gottseibeiuns persönlich:
"Es ist immer schwerer, Amtshandlungen zu führen, die Leute werden immer dreister", betont ….
Der ganze Artikel in
http://www.kleinezeitung.at/steiermark/graz/graz/2125075/darmwind-kostete-steirer-50-euro.story
Was bestimmten Polizei(führungs)kreisen so auf den Darmwind geht, ist dass die Schei^WProlos immer frecher und aufmüpfiger werden und manche in Einsatzvorschriften von Exekutivorganen besser ausgebildet scheinen als die Einsatzkräfte selbst. Das nervt, demnächst kratzen die auch noch die Handschuhspuren vom Anorak um diverse Quarzspuren nachzuweisen. Hochauflösende Kameras sind Gift für die polizeieigene Darstellung ihrer Einsätze, in Österreich musste ein gesamtes Kommando den Dienst quittieren, weil ein professionelles Kamerateam aufzeichnete – nach "Ziegelstadel" googeln.
Stuff
Ich habe so meine Erfahrungen mit der Polizie. de man hier™ so trifft. Konkret: Entweder habe ich mit Beamten des Reviers Connewitz oder des Reviers Innenstadt zu tun, recht häufig mit "eingeflogener" und ortsunkundiger Bereitschaftspolizei, wenn ein Fußballspiel oder eine Demo ansteht, kürzlich hatte ich das Vergnügen, unsanft vom SEK besucht zu werden (man hatte sich in der Türe geirrt, kommt schon mal vor).
Mein Verbrechen: Ich wohne im falschen Viertel. Hier stehen topsanierte Altbauten mit Arzt- und Rechtsanwaltspraxen neben unsanierten Gebäuden, die von Punks besetzt sind. So ist Leipzig-Connewitz und die Südvorstadt nunmal: Vielfältig, manchmal schräg und ein (teils skurriler) Querschnitt durch die Gesellschaft. Genauso sind meine Erfahrungen mit der Polizei, von den meist recht freundlichen Beamten der hiesigen Reviere über sehr schräge Wahrnehmungen von Patrouillenfahrten im "Achleitner Survivor" bis hin zu angespannter Bereitschaftspolizei, die Anwohner anherrschen und grob behandeln, die nur einen Demonstrationszug von links nach rechts durchqueren.
Bei "eingeflogener Bereitschaftspolizei" habe ich häufig den Eindruck, dass es sich um ungehobelte Burschen handelt, die in den Lok-Chemie-Auseinandersetzungen den Kick suchen und dann entnervt und gereizt sind, wenn sie ne popelige Anti-Atommüll-Demo bewachen dürfen, an der nix fliegt. Ich mutmaße mal, dass Jobs in der Bereitschaftspolizei nicht toll bezahlt sind und innerhalb der Polizei-Hierarchie keinen besonders hohen Stellenwert genießen. Das kann und darf aber keine Ausrede für ein derartiges Verhalten sein.
Zu den Geschehnissen und der Stellungnahme der Polizei mag sich jeder vernünftig Denkende sein eigenes Bild anhand des Videos machen. Aber: Ich empfehle jedem, der in unmittelbarer Nähe zum Tatort war, ggf. schriftlich sich an das o.g. Fachdezernat zu wenden und seine Darstellung kund zu tun damit der oder die Täter hier zur Rechschenschaft gezogen werden!!
@43
ich glaube nicht, dass es um die Augen ging sondern eher um die Kieferstellung. Ist aber auch egal :)
Also ich hab mir das Video mal angeschaut und muss sagen:
Man erkennt nicht, ob der Fahrradfahrer etwas gemacht hat, was einer Anordnung der Polizei widersprach. Denn mal angenommen, er hätte sich einer (rechtmäßigen) Anordnung durch Weglaufen widersetzt, dann war es ja in Ordnung ihn fest zu halten.
Dass dann der andere Typ ankommt und Stress macht wäre dann falsch gewesen. Nichts desto Trotz hat dann aber die Polizei zu hart durchgegriffen (die Nase war zu viel).
Wenn sich der Fahrradfahrer dagegen tatsächlich nur entfernen wollte, war alles eine große Sauerei. Die Frage ist aber, warum der Polizist ihn dann festhielt?
Das ergibt aber überhaupt keinen Sinn! Selbst dumme Polizisten haben einen vermeintlichen Grund. Die PM der Polizei gibt keinen her, denn laut dieser hat der Radfahrer alles richtig gemacht, da er sich offensichtlich entfernte.
Fest steht also, das sowohl die PM der Polizei unschlüssig ist, wie auch die Stellungnahme im Netz, die man hier lesen konnte.
Also das video ist ja wohl echt der hammer.der kahlrasierte polizist sollte mal zum psychologen gehen.den kerl im blauen shirt schätze ich mal auf ca 1,75m und 70-80 kilo nicht gerade ein modell athlet.ist seinen drahtesel am schieben und wird von dem ca. 1,85m recht fitten polizisten zu einer verprügelungsaktion zu seinen kollegen gezerrt.
unmenschlich ist das.vorallem der polizist der von der seite kommt und ihm zwei direkte faustschläge gegen den kopf gibt und das unvermittelt.ist so ein verhalten nicht schon heimtückisch?
auf einem volksfest wurde ich zeuge eines vorfalls der mein bild der polizei ruiniert hat.
auf der einen seite das fest und auf der anderen seite marschieren ca 30-40 faschos auf.kahl,springerstiefel,weisse schnürsenkel,lonsdale pullover,parolen am gröhlen.aus dem fest heraus rotten sich ca.100 jugendliche(punks,hiphopper und ganz normal angezogene jugendliche)zusammen die "nazis raus"und andere parolen rufen.die faschos beginnen bierhumpen zu werfen.. einige humpen fliegen zurück richtung faschos.ein freund wird knapp verfehlt seine freundin am bein getroffen obwohl wir ca 40meter abseits standen.
mein freund unter akohol und adrenalin einfluss schnappt sich einen humpen wirft ihn zurück und schreit"ihr scheiss faschos".von hinten kommen 2 polizisten in zivil und befördern ihn mit polizeigriff oder ähnlichem zu boden.keiner der beiden sagte halt polizei stopp oder ähnliches.sie wollten wohl den überraschungsmoment nutzen.zur überraschung der 2 polizisten,und auch schneller als ich und meine anderen freunde die nur mit offenem mund und total unvorbereitet daneben standen,befreite sich mein freund und brach anrgeifer nr1 die nase und einige rippen angreifer nr2 trug ein blaues auge und einen gebrochenen arm davon.
als die 2 ausser gefecht am boden waren schrien sie halt wir sind die polizei..hätten sie das mal vorher gemacht denn was sie nicht wussten…
mein freund hat eine wingtsun gruppe die er trainiert und selbst den 4techniker grad erreicht.
vor gericht haben wir 5 zeugen genau das ausgesagt was passiert ist und ratet mal.freispruch für die polizisten schmerzensgeld und verdienstausfall bezahlen.
Daher weiss ich jetzt wie das gemeint ist Polizei dein freund und helfer…..mein freund Ich helf dir………
übrigens werde ich den änderhaken setzten gute nacht
kurz vor dem anderen Video passt eigentlich nahtlos zusammen nur aus einer anderen Perspektive schade es fehlen noch einige Sekunden!! aber ist zum besseren Verständnis dafür dass die Polizei Pressemitteilung wohl spätestens morgen revidiert werden sollte!!
http://www.youtube.com/watch?v=JNSW8KaAZ-U
@24 mcbexx meint: (13.9.2009 um 18:34)
> Ironischerweise sind es vermutlich die Berichterstattung und die inzwischen
> für jedermann zugänglichen Mittel zur Dokumentation und Verbreitung über
> Vorfälle wie diesen, die letztendlich zu einer stärkere Kontrolle des
> Internets seitens der Staatsorgane führen werden.
Der Gedanke kam mir auch gerade. Etwa in dem Sinne, dass "das Internet" potenziell Beweise finden wird, da es welche finden will. Auch klar, dass der Gegenseite — Exekutive — das nicht passen dürfte. Andererseits ist Exekutive != Legislative, und die Exekutive ist hier eine der beiden Streitparteien. Da sollten dann Richter entscheiden; die Exekutive sollte kein Vorrecht genießen.
@29 abc meint: (13.9.2009 um 18:40)
> Das kann durchaus stimmen, allerdings kann dieser Vorfall auch dazu
> beitragen, dass solche Begehrlichkeiten deutlich früher aufgedeckt und
> besser hinterfragt werden, auch in der "offline"-Welt.
zu hoffen wär's :)
Andere Frage: Wie ist das überhaupt, wenn man Anzeige gegen einen Polizisten erstattet: Ist dann "die Polizei" nicht befangen?
Die Justiz wird die Sache klären!
Wem hier wirklich Bürgerrechte Demokratie und eben Rechtsstaat am Herzen liegen, darf hier auf Grund eines wackligen Videos nicht verurteilen.
Unschuldsvermutung nennt man dieses Konstrukt. Und die gilt auch für die bösen Schlägerpolizisten…
Aber mir scheint, dass Bürgerrechte immer mehr nur Mittel zum Zweck degradiert werden.
Traurig Traurig
Die Justiz wird die Sache klären, wir wollen es hoffen. Viel mehr erschreckt mich ein Gedanke an die Zukunft. Wenn unsere Politiker immer weiter kommen mit ihren Zensurvorhaben, dann werden wir irgendwann auch solche Videos nicht mehr sehen, ohne die es dann nicht möglich ist die Polizei zu überführen. Ich denke nicht das hier jemand annimmt das sie von selber aktiv werden würden. Ohne diese Video wäre niemals ein Verfahren gegen die Polizisten eingeleitet worden.
@Chris H.
Klar ergibt das Sinn. Der Mann wollte was aufschreiben, was auf ein Fehlverhalten der Polizei hätte hindeuten können. Nehmen wir an, die hätten dafür möglicherweise Konsequenzen gehabt und lassen wir mal den netten alten Grundsatz "Polizisten sind nette, friedliche, gesetzestreue Menschen" weg – ergibt das Sinn?
@67
Ähm… ja. Bei der Anzahl der Verurteilungen im Verhältnis zu den Strafverfahren, die es bei Polizisten gibt, wird das bestimmt passieren. Sicher.^^
@67 Wolpertinger
Die Justiz wird da nichts klären.
Ansonsten, neben dem einseitigen Vermummungsverbot (Beamte vermummt und nicht identifizierbar, Bürger unvermummt) wird es ein Gesetz zum Verbot von Videoaufnahmen schon richten. Auch dieses wird natürlich nur für die Bürger und für Journalisten gelten. Beamte dürfen fleißig filmen.
Das Ministerium für Wahrheit arbeitet das amtlich erstellte Filmmaterial für akkreditierte Medien auf, einschließlich der Herausgabe von passenden Manuskripten zur Moderation. Die akkreditierten Medien werden dieses Material begrüßen, spart es doch Zeit und Geld und wenn man den mitgelieferten amtlichen Interpretationshilfen folgt jeglichen Ärger für die Redakteure.
Man muss als Redakteur nicht mehr rätseln, ob der derbe zusammengeprügelte Bürger ein Störer oder Gefangenenbefreier war. Das sagt einem ganz amtlich das Ministerium für Wahrheit.
Vor illegales, d.h. nicht amtlich erstelltes und nicht amtlich durch das Ministerium für Wahrheit herausgegebenes Material im Internet kommt ein Stoppschild.
"@47 (Jens): Nein, die Rückennummer des Polizisten ist gemeint."
Schon klar. Aber 2212 ist jetzt nicht eine in Berlin besonders berüchtigte Einheit oder so?
gerüchten zufolge die 2. EHU, 2.BPA (EHu22) 1.Zug Gruppe 1
>Berlin
>besonders berüchtigte Einheit
haha
@47 "berühmte" 2212 – Zugehörig zu einer der Berliner "zwanziger" Hundertschaften. Gerüchteweise soll die 21ste mal ne eigene Einheit umgehauen haben um selbst mitmischen zu können. Nja, google mal nach den zwanzigern, da findet sich einiges. :)
Nicht "Körperverletzung im Amt"… "schwere Körperverletzung". Der Steroid-Junkie, der den Fahrradfahrer nach dem Zurückzerren von links kommend empfängt, schlägt ihm:
– unvermittelt mit der Faust ins Gesicht (ist das ein Sandhandschuh?)
– noch mehrere Male mit selbiger nach seinem Gesicht.
Seinen Gesichtsausdruck beim Zuschlagen könnte man als "stressbedingte Verzerrung der Gesichtsmuskeln" deuten. Oder er hat einfach Spaß an seinem Job.
Fazit: Job weg, Pension weg, ab in die Zelle mit ihm. Ohne Diskussion und Bewährung.
@71: Nein, so wie ich das gelesen habe ist das einfach nur so, dass einer die 2211 hat und ein anderer halt zur 2212 gehört. Zu der bestimmt auch nette und Gesetzeskonforme Polizisten gehören. Prinzipiell wohl nur, siehe Unschuldsvermutung. Das ist aber einfach nur zur Auseinanderhaltung der abgebildeten Personen.
Ganz ehrlich gesagt gilt auch an dieser Stelle, wie sogar nach einem Geständnis oder wenn der Täter mit der Waffe am Tatort festgenommen wurde immer die Unschuldsvermutung. Nur die Statistik sagt uns leider, dass es ein sehr starkes Gefälle zwischen den Verurteilungen gibt, wenn man sich die Personengruppen der Polizisten und der Nichtpolizisten betrachtet.
@76 (D): Was heißt hier ohne Bewährung, das hat immer noch ein Richter zu entscheiden. Und wenn er wirklich auf "schwere Körperverletzung" entscheidet, heißt das AFAIR Job weg, Pension weg, aber noch lange nicht Bau, das entscheidet er dann nämlich auch noch.
Hab ich gänzlich den Sinn und Zweck von § 231 StGB missverstanden?
Wenn eine Gruppe Polizisten NACHWEISLICH da war, aber nun leider leider alle dazu schweigen wollen wer denn jetzt z.B. die Nase ges Opfers gebrochen hat, wieso nicht gleich alle verurteilen.
Angriff ist Angriff, ob Bürger oder Staatsgewalt spielt da für mich keine Rolle.
Nur noch mal zur Anmerkung, da hier jetzt mehrmals von mehreren Schlägen gegen den Radfahrern gesprochen wird. Nachdem der Radfahrer in den Pulk geschoben wird, erhält er nur einen Schlag, die anderen Schläge treffen den "Befreier". Kann man im HD-Video in Zeitlupe recht gut sehen.
Zu einem späteren Zeitpunkt im Video sieht man dann nochmal Schläge gegen den Radfahrer, da kann ich aber nicht sagen, ob es der gleiche Polizist ist.
@76: Meinst Du vielleicht nicht schwere, sondern gefährliche KV?
Inwieweit kann denn das Opfer die Beamten zivilrechtlich belangen, also Schadensersatz, Schmerzensgeld usw., damit trifft man sie doch umso härter?
Solange sich Polizei gegen eindeutige Nummern auf ihren Uniformen wehrt und keine unabhängigen Institutionen existieren, die Fehlverhalten untersuchen können und Polizeigewalt dokumentieren – wie es Europarat, UN und Amnesty längst fordern und in anderen Ländern auch möglich ist – verdient die deutsche Polizei keinen Respekt.
Nicht bei den Bildern, die man nur deswegen häufiger sieht, weil jeder heute eine Kamera in der Tasche hat.
Eine Institution, die das Gewaltmonopol ausübt, sich aber gegen Transparenz wehrt, müssen wir nicht akzeptieren. Es tut mir Leid für die vielen Polizisten und Polizistinnen die gute Arbeit leisten. Aber es sind auch ihre Vertreter, die sich gegen Rechtsstaatlichkeit wehren.
Interessant ist auf jeden Fall, dass die Gegner der staatlichen Kontrollwut (eine Kritik, die ich durchaus für berechtigt halte) selbst mit Kameras rumlaufen und alles filmen und fotografieren.
So werden die Demonstranten auf anderem Wege zu Stasi 2.0; die hat nämlich ähnlich funktioniert, alle überwachen alle.
Schöne neue Welt ^^
[...]Solange sich Polizei gegen eindeutige Nummern auf ihren Uniformen wehrt [...]
Würde mich mal interessieren wie da die Argumente dagegen lauten…..denn Angst vor "Rache", Gefährdung der Familie usw. können da im Gegensatz zum Klarnamen nicht angeführt werden, da so eine Nummerierung pseudoanonym ist.
Könnte mir auch vorstellen, daß sowas etwas präventiv wirkt….und sich graue Schafe eher mal überlegen das Knüppelchen stecken zu lassen….
bombjack
@66(Anonym) und alle anderen Interessierten:
Es hat sich mal jemand die Mühe gemacht, eine
entwackelte Version von dem Video zu erstellen:
http://www.youtube.com/watch?v=0J0uEdG6y5E
@87:
Wenn die Bürger den Staat überwachen ist das etwas völlig anderes als wenn der Staat die Bürger überwacht. Für einige scheint das aber zu hoch zu sein, ansonsten käme nicht ständig dieser dämliche Einwand.
…wenn man schon "Jens" heisst…
@85:
Bei den Kollegen vom Zoll ist es zum Beispiel so, dass die Beamten verpflichtet sind ihre Nachnamen und die Dienststelle zu nennen. Außerdem sind sie verpflichtet ihren Dienstausweis zu zeigen, wenn es der Bürger fordert.
Ausnahme hiervon ist natürlich, wenn der Gegenüber den Beamten massiv bedroht hat, so dass mit "Problemen" im privaten Bereich des Kollegen zu rechnen ist.
Allerdings muss der Beamte trotzdem sein Stellenzeichen und die Dienststelle nennen.
Ich persönlich hätte nicht den Mut, einen einzelnen Beamten auf der Demo anzuschreien und seine Daten offen zu notieren. Korpsgeist und Adrenalin bei den Grünen sind doch hinlänglich bekannt.
ABER: Es sind nicht alle so feige wie ich und manche stehen lauthals für unsere Bürgerechte ein. Das hat meinen Respekt.
@ 70 tigger:
Nein das ergibt dann immer noch kein Sinn, denn der Fahrradfahrer war ja am weggehen. Wenn ich mir die Polizisten als Brutalohorde vorstelle, hätten sie ihn doch gleich festgehalten, als er am aufschreiben war.
Ihrer Aussage nach ist das dann so abgelaufen:
Mann auf Rad:"Geben sie mir bitte ihre Dienstnummer ich habe gesehen das Sie Mist gebaut haben."
Polizist:"Na klar haben Sie was zu schreiben?"
Mann auf Rad:" Klar warten Sie kurz. … So bin so weit:"
Polizist:" mein Name ist POM Totto und meine Dienstnummer: Null Acht Eins fünf … haben Sie es?"
Mann auf Rad:"Klar danke ich gehe jetzt." Man sieht denn Mann, wie er zum rechten Rand läuft.
Polizist:" Halt ich hab mir alles anders überlegt, bleiben Sie sofort stehen" B ÄÄÄÄ Ä Ä MMMM Zerrrrrrrrrrr BÄÄÄÄÄMMMMMM
Bitte wie sinnlos ist das denn?
q.e.d: ergibt keinen Sinn.
Und der Berliner Kurier behauptet, der selbe Radfahrer hätte schon auf der Tempelhof-Demo eine Polizistin mit dem Rad angegriffen:
http://www.berlinonline.de/berliner-kurier/berlin/polizei-gewalt_gegen_radler_demo_berlin_video_youtube/138654.php
Ich meine:
- Es ist nicht unbedingt der selbe Radfahrer
- Er hat niemanden angegriffen, sondern wollte nur weg und wurde kurz dran gehindert.
@85: Keineswegs, nicht alle ueberwachen alle, sondern die Buerger ueberwachen ihren Staat. Ich denke, das ist durchaus Teil unseres Demokratieverstaendnisses. Es ist eben nicht dasselbe, ob der Staat seine Buerger ueberwacht oder umgekehrt.
Daher verstehe ich auch die ganzen Aussagen von wegen Ironie der Situation nicht.
2122 = 2. EHU, 2.BPA (EHu22) 1.Zug Gruppe 1
Immer wieder diese Herumheulerei wegen ach so unvorsehbarer Polizeigewalt. Die Polizisten sind eben keine Kindergärtner. Man hätte ja auch einfach einen Bogen drumherum machen können. Tja.
Als die Berliner TAZ noch die TAZ war, hatten die mal getitelt:
"Ohne Bullen kein Krawall!"
Treffender kann man es nicht beschreiben.
Ich habe es selbst einige Male mitbekommen, wie eine relativ friedliche Veranstaltung binnen Sekunden in eine Orgie der Gewalt kippen kann, sobald diese grünen Monster auftauchen und provozieren.
Wer jetzt annimmt, dass diese "Ermittlingen" zu irgend etwas führen, ist schlicht naiv.
Lutz Baier
Wie greift man effektiv überhaupt jemanden mit dem Rad an? Auffahren(schieben)? Hochheben und knüppeln? Mit Regenschirm als Lanze?
Die Dame hat doch beinahe sofort seinen Lenker in den Händen (=Kontrolle) – er war ihr im Weg weil sie die Lücke in der Mauer schließen wollte und sie ihm weil er durch diese noch von dem Getümmel weg wollte.
Abgesehen davon schaut er angestrengt nach links uA den Polizisten an und läuft dann in klassischer Fussgängerzonenmanier blind in die andere Richtung los.
@93: Es ist offensichtlich nicht der gleiche Radfahrer.
Der Radfahrer im Tempelhofvideo sieht älter aus und hat trotzlichtem Haupthaar noch deutlich sichtbare Behaarung oben/hinten am Kopf,
während diese bei dem Radfahrer im aktuellen Video nicht zu sehen ist.
Bei dem Tempelhofvideo dürfte es sich um einen Passanten handeln (Outfit entspricht nicht dem Rest der Gruppe), der versucht sich seinen Weg durch die Menge/Polizeiabsperrung zu bahnen.
Obwohl beide mit einer Fahrradkette bewaffnet sind ;-) gelingt es der Polizistin deutlich besser deesaklierend auf den Radfahrer einzuwirken.
Von http://www.darkisi.de/blog/?p=352 eine frühe (zeitlich vor der Pressemitteilung der Polizei) und mögliche Erklärung für das Verhalten.
Ist zwar immer noch kein vorbildliches Verhalten und eine Überreaktion, ab er wenigstens eine Mögliche Erklärung:
Nachdem ich das Video jetzt öfter angeschaut habe möcht ich doch einiges klarstellen:
Die Polizisten haben ihr Aufmarschgebiet abgesperrt, dies ist nach Vorschrift vollkommen i.O. Da einige Demonstranten versuchen sich hier Zugang zu verschaffen werden diese abgefangen und mit ihnen wird diskutiert (Deeskalation). Der Herr mit dem den Streifen am Pulli/Shirt versucht sich trotz allem durch einfaches durchlaufen (Ziviler Ungehorsam) diese Anweisungen zu missachten. Der Polizist macht hier den Fehler ihn einfach beiseite zu schieben (wenn auch etwas unsanft) anstatt die Daten aufzunehmen und ihn anzuzeigen. Was nun an der Stelle passiert sehen wir nicht – also ist es hinfällig zu diskutieren wie der Kerl an die blutende Nase kam (so was kann man sich auch bei nem Sturz oder von nem Ellbogen der eigenen Partei holen).
Der Herr mit dem Fahrrad wird nun auch aufgefordert sich in die entsprechende Richtung zu entfernen (auch das ist nach Vorschrift um mögliche Randalierer an einem Platz zu haben – 10m in die Richtung und dann wo anders hin und die Sache währ vergessen gewesen). Allerdings versucht auch dieser sich entgegen der Aufforderung in die andere Richtung zu bewegen. Der Polizist der ihn packt handelt korrekt in dem er ihn festhält (wenn auchetwas unprofessionell, aber ich will das Geschrei gar nicht hören wenn er nen Haltegriff verwendet hätte…).
Warum der jetzt kommende Polizist zuschlägt weiß ich nicht, aber da die Polizei hier auch mit der Kamera draufhält wird es zu 100% Massnahmen gegen diesen Polizisten geben.
Die anderen Polizisten reagieren wieder korrekt, abschirmen des “Gefangenen” gegen die größere Meute. Ich schätze das der Großteil der abschirmenden Polizisten die Schläge auch nicht mitbekommen hat.
So nun was zum rechtlichen: Wenn der junge Herr mit der blutenden Nase sich nichts zu Schulden kommen lassen hat, währ es sinnvoller gewesen sich festnehmen zu lassen. Auf der Wache währ die blutende Nase und die beteiligten Beamten sofort vermerkt worden. Allerdings auch alles andere.
* 1. Bereitschaftspolizeiabteilung, Kruppstr.
* 2. Bereitschaftspolizeiabteilung, Schulzendorf
je Direktion eine Hundertschaft
Jede BPA hat 4 Hundertschaften mit jeweils 3 Zügen, wobei der 1. Zug bei allen Hundertschaften eine BFE ist.
Weil mir das auffällt: http://www.oldblog.de/?p=1124
@102: "Wenn der junge Herr mit der blutenden Nase sich nichts zu Schulden kommen lassen hat, währ es sinnvoller gewesen sich festnehmen zu lassen."
Sicher. Er waere dann polizeilich registriert, aber da er ja unschuldig ist, kann ihm das ja egal sein.
Wenn man es eilig hat kann man auch an einem Zebrastreifen ueber die Strasse rennen ohne zu Schauen. Die Autofahrer muessen ja anhalten.
"aber da die Polizei hier auch mit der Kamera draufhält wird es zu 100% Massnahmen gegen diesen Polizisten geben."
Eine Kraehe hackt der anderen kein Auge aus. Der Polizist wird wohl kaum gefilmt haben, um seine Kollegen anzuschwaerzen.
@oldman (104): Es gibt noch ein zweites Video von der rechten Seite, in dem man den Typen mit dem Fahrrad rufen hört "Das war Körperverletzung. Ich will die Dienstnummer". Der ganzen Sache scheint also etwas voran gegangen zu sein.
Allerdings ist schon seltsam, dass der "Hauptfilmer" die Straße lang geht, als wüsste er, dass es da vorne gleich krachen wird. Ich mein, wer filmt einfach mal so zum Spaß die Straße, die er lang geht? Das Gerangel davor und den Ruf nach der Dienstnummer des Typs mit dem Fahrrad kann der eigentlich nicht mitbekommen haben, denn er war ja noch auf dem Weg dorthin.
Insofern bin ich mir nicht sicher, ob der Fahrrad-Kerl die ganze Rangelei inszeniert hat. Aber das Verhalten des Filmers ist schon seltsam, da gebe ich dir Recht.
@102
Möchten Sie uns nun erklären, das ganze wäre alles nur Dienst nach Vorschrift gewesen?
Wenn ja, dann stimmt wohl bei mir irgendwas nicht, denn ich kann dort nur Körperverletzung im Amt erkennen, egal wie ich es drehe und wende.
Anders
@106, Momo: Ich habe gestern mit Beobachtern der Szene gesprochen, und weiss seitdem auch, wer der Filmer war. Für ihn lege ich meine Hand ins Feuer, dass er sich nicht für irgendwelche komischen Inszenierungen hergibt. Ich kenne ihn auch schon länger – er gehört auch meines Wissens nicht zu irgendwelchen seltsamen Parteigruppierungen oder ähnliches.
Die Aufnahmen kannst Du eher unter "Da hatte ein technikbegeisterter Nerd mal ne HD-Kamera, hat die ausprobiert, und halt in die Richtung gehalten, wo der Krach herkam" verbuchen.
das ist ja wohl mehr als eindeutig.
ganz ehrlich, man sieht immer häufiger dieses auftreten von polizisten gegen offensichtlich unschuldige demonstranten.
ich bekomme da angst noch auf demos zu gehen.
schrecklich ist das. alle Polizisten die aggresic beteiligt warten sollten suspendiert werden!
Die Polizei, dein Freund und Helfer!
Dass eine Videokamera unsere letzte "Waffe" gegen die immer weiter um sich schlagende Polizeigewalt ist hat sich doch mittlerweile rumgesprochen, warum also bitte die Überraschung dass da zufällig eine zur Hand war? Ich wette dass das bei weitem nicht die einzige hochwertige Kamera auf dieser Demo war, würde ich eine besitzen würde ich sie zu Demos mitnehmen.
Das es noch keiner so großartig hier thematisiert hat:
1) Wenn man mal bei Flickr so sich die Fotos der Beamten anschaut, der Großteil träght Quarzhandschuhe. Nett.
2) Trotz Gerichtsurteil (siehe http://www.rp-online.de/public/kompakt/panorama/747775/Polizei-darf-friedliche-Demonstranten-nicht-filmen.html) sieht man Beamte mit Videokamera
3) Mister blauers T-Shirt, die 30sec davor: http://www.youtube.com/watch?v=JNSW8KaAZ-U
Die Zeit für ein deutsches Copwatch ist schon lange reif. Dieser Anlass ist eine weitere gute Gelegenheit dies umzusetzen. Copwatch ist solange es keine Dienstnummern gibt um so wichtiger.
Ansonsten ist Polizeigewalt absolut nichts neues, auch nicht in der Qualität. Neu ist einzig und allein, dass der Bürger zu Hause der sich der Art Vorkomnisse bisher auf Grundlage von Erzählungen nicht vorstellen konnte (oder wollte) mit Hilfe von solchen Videos und des Internets endlich nachvollziehen kann, was man ihm vorher vergeblich hat versucht zu erklären. Ein weiterer sehr entscheidender Faktor ist die Anzahl der erreichten Personen, welche auf Grund des Internets deutlich höher ist.
Na klar, der "Typ mit dem Fahrrad" hat sich ja voll mit dem Gesicht gegen die Faust des Polizisten geworfen. Das ist Körperverletzung! Der arme Polizist!
Was euch nicht in's Weltbild passt, wird zur Provokation erklärt und schon ist das Weltbild zuRECHTgerückt, was?
Sed quis custodiet ipsos custodes?
Wir alle!
@105 @107 Leider weiß ich nicht wie man in den Kommentaren ein Zitat einbindet. Dies ist nicht mein Post, er ist aus dem anderen Blog entnommen.
Ich möchte nicht sagen, dass dieser Post meiner Meinung entspricht, aber es ist eine mögliche Erklärung, was genau eskaliert ist. Mit diesem Posting kann man vielleicht verstehen, warum so gehandelt wurde. Bevor ich dies gelesen habe, dachte ich, dass er völlig grundlos zurückgerissen wird und das Handeln war unverständlich.
Es besteht aber die Möglichkeit, dass er direkte Anweisung hatte, sich nach Links zu entfernen und genau das Gegenteil getan hat.
Dann hat ihn der zweite Polizist zurückgerissen und der 3. blöd zugeschlagen. Das Handeln war eindeutig falsch, wäre damit aber wenigstens "nachvollziehbar".
@104 @106
Für mich sieht es so aus, als hätte der Hauptfilmer gesehen, dass da jemand sich Daten notiert und deswegen seine Kamera angemacht und auf den Herren im blauen Shirt, der sich etwas notiert, draufgehalten, da dies interessant ist.
Das er mal zu seinem Freund/Bekannten schaut ist auch nicht wirklich verwunderlich.
Das ganze als gestellte Verschwörungstheorie hinzustellen halte ich für Blödsinn.
Hmm, was ich mir grad überlege. Bestimmt kommt nach der LKA Überprüfung raus, das sich der Beamte nichts zu Schulden hat kommen lassen, das das Verhalten nach interner Überprüfung (und Zeugenaussagen der beteiligten Kollegen) absolut richtig war.
Desweiteren wird ein neues Gesetz auf den Weg gebracht, das Filmen der Polizeibeamten wären einer Demo unter Strafe stellt, weil Persönlichkeitsrechte getreten werden und so.
Wetten? :-/
"Zwei wegen Körperverletzung im Amt beschuldigte Berliner Polizisten sind in andere Dienststellen versetzt worden. Sie hätten vorläufig neue Aufgaben übernommen. Den beiden Beamten wird vorgeworfen, Teilnehmer der Demonstration "Freiheit statt Angst" am Wochenende in Berlin verprügelt zu haben.
Vom Dienst suspendiert worden seien die Beamten nicht. Sie seien aber aus seiner Hundertschaft herausgenommen geworden, für sie gebe es eine "andere dienstliche Verwendung", teilte die Polizei am Montag mit.
Die internen Ermittlungen gegen die Polizisten wegen Körperverletzung im Amt liefen mit Vorrang. Sie seien bei früheren Demonstrationen nicht negativ aufgefallen, hieß es."
http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/aktuell/1946889_Schlaege-gegen-Demonstranten-Anonymitaet-schuetzt-Polizisten.html
@79, hingucker: Die Verurteilung Unschuldiger zu fordern, ist kontraproduktiv. Aber es wurden ja ohnehin schon der Betreffende 2 gefunden. Vielleicht dank des Videos? Hoffen wir mal, dass der Fall aus Kommentar 116 (Lobo) nicht eintritt. Zu befürchten ist es aber doch.
Mittlerweile sind die Kommentare lang genug. Ich erwarte demnächst also Vorkommnisse nach Godwins Gesetz.
"Die internen Ermittlungen gegen die Polizisten wegen Körperverletzung im Amt liefen mit Vorrang. Sie seien bei früheren Demonstrationen nicht negativ aufgefallen, hieß es."
Weil Sie 1. vermummt waren und/oder 2. nicht gefilmt wurden. Gezz mal ähhhrlich, die haben sich doch so benommen als seien sie 100% sicher, dass ihnen nichts passieren kann. Es würde mich wundern, wenn das wirklich der 1. Vorfall war. Sie wurden diesesmal halt nur erwischt.
Es gibt inzwischen übrigens auch eine Pressemitteilung des "37jährigen Radfahrers" – in den kommenden Tagen schreibe ich hier nochmal ein Posting mit den diversen Neuigkeiten, bis dahin hier nur als Kommentar:
http://berlin.ccc.de/%7Eandy/tmp/PE-EISENBERG_14-09-09.pdf
irgendwie habe ich den eindruck, diese erklärung ist inhaltlich genauso falsch wie die der berliner polizei….
@ Pressemitteilung RAe Eisenberg und Kollegen
"… und dort weiter mißhandelt." : Nicht sehr substantiiert.
@ 121: >>Es gibt inzwischen übrigens auch eine Pressemitteilung des "37jährigen Radfahrers"<<
Eisenberg ist eine absolute Koryphäe seines Faches. Der lässt sich nicht von einfältigen Verwaltungsbürokraten über den Tisch ziehen. Außerdem ist er eine Kämpfernatur, der fährt das volle Programm.
@112:
Danke für den Link, das hellt die Lage nochmals auf mit dem Man im blauen Shirt
http://www.youtube.com/watch?v=JNSW8KaAZ-U
Man sieht, wie arrogant und selbstherrlich die Polizisten agieren. Leute werden ohne Not geschubst und Dienstnummern verweigert.
@125,123
Ich habe auch öfters gehört, dass Eisenberg ein sehr guter Anwalt ist, auch gerade in diesem Bereich.
Aus der Pressemitteilung von Eisenberg:
"über das Straßenland gezogen", "mit dem beschuhten Fuß getreten" – wo lernt man, so zu formulieren? Ist ja grauenvoll…
Zu dem Video:
Ich sehe das ähnlich wie @102, ich vermute die Polizei wollte, dass er die Straße nach links verlässt. Er ist jedoch in die andere Richtung gegangen. Daraufhin wurde er zurückgezogen. Ruppig zwar, jedoch soweit in meinen Augen noch nachvollziehbar. Selbst wenn man ihn in dieser Situation unsanft zu Boden gebracht hätte würde ich noch sagen "selbst Schuld", wer sich in so einer Situation nicht an die Anweisung der verständlicherweise angespannten Polizisten hält muss die Konsequenzen tragen.
Was dann jedoch folgt, also der Schlag ins Gesicht und der vermeintliche Angriff auf den jungen Mann mit der blutenden Nase, ist in meinen Augen durch nichts zu rechtfertigen. Es geht keine Bedrohung von dem Radfahrer aus, er ist inmitten einer großen Gruppe Polizisten und könnte problemlos dort festgehalten werden. In so einer Situation muss sich ein Polizist unter Kontrolle haben.
Übrigens teile ich die Mehrheitsmeinung, dass dieser Vorfall sicher nicht zur Anzeige gekommen wäre beziehungsweise diese unmittelbar wieder eingestellt worden wäre, gäbe es dieses Video nicht. Das ist schade, viel schlimmer ist aber, dass es überhaupt soweit gekommen ist.
Lasst doch Udo eine handfeste Petition vorbereiten. Dann wäre das auch gleich in juristisch kompetenter Hand. Das geht ja wohl über die einzelnen Bundesländer, oder?
Update: ich bin gerne bereit, die Petition dann in Baden-Württemberg einzureichen (meinem Wohnort), falls das nötig ist.
Vermummungsverbot gibt es nicht!!!! Zumindest nicht in diesem Zusammenhang und nicht in DE!!!
ach ja. 129 einträge und immer wieder das gleiche gesülze hier. kopieren – einfügen. wie immer wenn Cops Mist machen.alle die hier ihren senf dazu tun haben natürlich eine absolut weisse weste und parken nicht mal falsch. alles heilige hier.
da hat also einer was in die fresse bekommen. na und?
eine ganz normale kv. weil es die cops waren schreit der mob:
"hängt ihn!!!"
von der presse aufgebauscht und vom bullenhasserklientel dankbar angenommen.
langweiliger mist.
@ 15 stefan
du hättest auch mal eins (oder neun) in die fresse verdient.
Paule,
das klingt ja so, als ob eine Körperverletzung harmlos sei. Gehörst du vielleicht auch zu einer Gruppe von hirnlosen Schlägern? Wenn ja, dann wundert es mich, wie du überhaupt unfallfrei einen Rechner ans Netz bekommen hast.
Also, Paule, wenn man keine Ahnung hat…
na, wie schauts aus? Internetgemeinde? Läuft schon eine gemeinsame Aktion irgendwo, oder hab ich das nur nicht mitgekriegt. Hier: http://rz.koepke.net/?p=3735&cpage=1#comment-37287 gibts schonmal eine Petition, die aber wohl noch nicht ganz korrekt läuft. Los, kommt, mit dem Medienecho grade, der Bitte und den Hinweisen (z.B. auch von fefe) ist doch jetzt genau der richtige Zeitpunkt. Kommt schon, sonst überschwemmt uns die Holzpresse mit den Rufen nach mehr Strafe für jugendliche Schläger und verwässert die Bemühungen gegen die Überwachungen (Stichwort: München Solln). Sollte das über den CCC laufen? Was ist Stand?
@Paulchen, Paulchen, Paulchen! Jetzt schon 132 Einträge, drei davon wegen deines klugen Einwandes – wie wird das wohl enden! Werden diese ganz normalen kv noch normal bleiben, angesichts hochauflösender Kameras und der Verbreitung deren Aufzeichnungen ausserhalb verlässlich verlässlicher Medien? Dämmert dir was? Diese Dinger werden immer kleiner und zahlreicher mitgeführt, man kann ja schon stereoskopische Filmsequenzen daraus generiern! Na, egal, zu hoch dieser Passus. Es gibt Leute, die tatsächlich glauben kv seien normal, bis sie halt diese Zettel wo da drauf steht: "Im Namen des Volkes!" kriegen und ihr Name da auch noch draufsteht. Exakt vor solchen Zettelchen halten sich im Wege von Absprachen einige, einige zuviel, gefeit. Das Ganze, Absprachen inklusive, wird jetzt aufgrund dieser verdammt hochaufösenden Kameras schwieriger, übersteigt die für andere Manöver notwendige intellektuelle Leistungsfähigkeit. Das Recht auf Schutz vor besagter Zettel muss gewahrt bleiben, wird uns gewiss ein Berufsgruppenvertreter diese intellektuelle Leistungsfähigkeit bestätigend erklären…
Stuff
BTW: Diese ominöse "Stellungnahme der Berliner Polizei" halte ich für allermildestens eine Entstellungnahme. Welche Videos haben die geguckt? Ihre eigenen alleine, im Sinne von "ohne Aufsicht"?
Ist das derselbe Typ hier auf dem Fahrrad:
http://www.youtube.com/watch?v=qATfQ01T59c
So ab 2:30 min kann man ihn sehen, war im Juni.
> Vom Dienst suspendiert worden seien die Beamten nicht. Sie seien
> aber aus seiner Hundertschaft herausgenommen geworden, für sie gebe
> es eine "andere dienstliche Verwendung", teilte die Polizei am
> Montag mit.
Die leiten jetzt das Anti-Gewalt-Training der Berliner Polizei?
Das Videos ist entsetzlich. Warum sagt die Polizei nicht einfach: "Entschuldigung, wir werden den Polizisten umgehend in Untersuchungshaft nehmen."?
Was ist so schwer daran jemanden bei so erdrückender Beweislage wegzusperren????
Ach je. Wasm wenn jemand die Portraits der Prügelknaben doch ainfach auf Facebook, Flickr, iPhoto, Picasa usw. hochloaded und tagged die alle mit "Prügelpolizist Berlin 2009" als öffentliche Tags.
Sobald irgendwer in Zukunft irgend ein Foto von den Jungs hochlädt, wird das Gesicht erkannt und sofort automatisch mit "Prügelpolizist Berlin 2009" getagged…. schänen Lebensabend noch. Lang lebe Biometrie!
@137, Tim:
Untersuchungshaft? Na, dann subsumieren Sie doch mal unter § 112 II StPO…
Ihr letzter Satz lässt vermuten, dass Sie Untersuchungs- und Strafhaft verwechseln/vermischen.
So nervig ich dieses ewige Gefilme auf Demos auch finde, manchmal ist es gut, dass heutzutage nahezu jeder Mensch eine Kamera mit sich herumtragen kann.
@139:
Verdunklungsgefahr, weil sie die beteiligten Polizisten absprechen könnten.
Das angebliche Berliner Polizeiopfer ist ein notorischer Querulant und Störer, der es darauf angelegt hatte, die Beamten zu nerven und sozusagen bis aufs Blut zu reizen. Und dann ließ er sich filmen, ein abgekartetes Spiel. Das haben unsere Kommentatoren innert kürzester Zeit im Internet herausgefunden. Ist doch eh klar. Warum sollen Polizisten wegen nichts ausrasten? Und wie reagiert die rotrote Berliner Kommunistenregierung?
Nach Darstellung Neuendorfs laufen die Ermittlungen auf Hochtouren. Anhand des Videos werde derzeit der Ablauf geprüft. Außerdem würden Kollegen der beschuldigten Beamten, die sich während des Einsatzes in unmittelbarer Nähe aufhielten, befragt. Auch suche die Polizei Zeugen unter den Demonstranten, die Angaben zum Geschehen machen könnten. Die Ermittlungen lägen in der Verantwortung eines speziellen Fachkommissariats des Landeskriminalamtes, das sich ausschließlich mit Delikten befasse, die von Beamten begangen worden sein sollen
Ist es da noch ein Wunder, wenn die Polizei gar nichts mehr tut? Warum soll sie gegen Diebe, Autobrandstifter, randalierende Migranten oder U-Bahnschläger vorgehen? Solches Verhalten ist doch von der Regierung klammheimlich erwünscht! Warum soll die Polizei überhaupt noch ermitteln? Das ist das Klima! Die eigentlichen Urheber am Niedergang des Rechts, die Gangster, die unseren Staat zugrunderichten, sitzen ganz weit oben!
Der Konflikt mit dem "Herrn im blauen T-Shirt"
http://www.youtube.com//watch?v=JNSW8KaAZ-U
-HQ- Polizei-Brutalität bei der Freiheit-Statt-Angst Demo 2009
http://www.youtube.com/watch?v=S2t6-kOKXfA
Der Typ im blauen T-Shirt ist ein Berufsquerulant, das hat @anon sehr gut gesagt:
http://www.youtube.com//watch?v=JNSW8KaAZ-U
Da will ER unbedingt eine aufs Maul…
http://www.youtube.com/watch?v=S2t6-kOKXfA
Hier gehts im Gegenschuß (von der anderen Seite) weiter… das ALLES AUSLÖSENDE, DIE WELT VERÄNDERNDE VIDEO… ;)
http://www.youtube.com/watch?v=zQk1ZBF-zNs (0:33)
Hier ER -wieder mit Fahrrad- ein paar Monate früher
http://www.spiegel.de/video/video-58282.html
Sekunde 21 – ER im orangenen Jäckchen, auch ein paar Wochen/Monate früher
Kann man den MIETEN – so als Partygast für seinen Lieblingsfeind? ;) Hochzeitsgast für die Ex-Frau?
Gerne werden noch weitere Videos gepostet. Ich denke: Da GEHT NOCH WAS!!! ;)
Das was in Berlin sich zugetragen hat, ist nicht das erste Mal.
Es geschieht leider immer häufiger, dass junge Männer, die eine Waffe tragen, sich ihrer Macht bedienen um Agression und Wut herauszulassen.
Wer hier versucht, diese Schläger in Schutz nehmen, sollte sich besser eine Brille zulegen.
Ich habe eine Bilderserie durch kurze Recherchen gefunden, auf denen die Gesichtszüge des Schlägers und des Polizisten, der den Fahrradfahrer in die Polizeigruppe zieht, gesehen.
Sie grinsen hämisch, gar schadenfroh, wie wenn sie sich freuen, ein Opfer zum Prügeln gefundne zu haben.
Ungeheuerlich ist so etwas, abscheulich und absolut menschenverachtend.
Versuchter Totschlag sollte hier die Anklage lauten. Auch wenn es "nur" eine Verurteilung wegen gef. Körperverletzung geben würde. Dass solche Menschen eine Waffe tragen, ist nicht vertretbar und mach jedem klar Denkenden Angst.
Freiheit? Menschenwürde?
Kennen diese Widerlinge solche Worte überhaupt?
AUFRUF:
Schreibt an den Innensenator, der vor dem Ausschuss Stellung nehmen muss.
http://www.berlin.de/sen/inneres/leitung/index.html
ZEUGEN MELDET EUCH
Die Gesichter sind eindeutig erkennbar, die gesuchten Schläger leicht zu identifizieren.
Zeit Courage und Solidarität mit den Geschädigten, denen allenfalls eine minimale Geldentschädigung winkt und die dafür eine gebrochene Nase oder gar fehlende Zähne hinnehmen MÜSSEN, wegen Polizisten, die sich nicht an das RECHT halten können.
Und spart mir Entschuldigungen wie:
"Gewaltpotential der Demonstranten"
"Schutz der eigenen Person"
"Vorbeugend"
oder dergleichen.
Wenn andere Polizisten so etwas gutheißen, gehören sie wegen Strafvereitelung im Amt (sie standen daneben, MÜSSEN es ja gesehen haben) ebenso weggesperrt.
Widerlich ist es, was man dort zu sehen bekommt.
So jemand will uns beschützen?
Da lass ich doch lieber die Bundeswehr im Inneren tätig werden….
Ts was sich die Polizei da alles gefallen lassen muss. Aber wenn dann mal einer (nachvollziehbar) ausrastet, dann gehts wieder los. Lächerlich das Ganze – wenn ich auf Konfrontation aus bin dann heult man hinterher nicht rum, weils eben diese gegeben hat.
@DeserTStorM
Bist du noch ganz bei Trost???
Wer war hier auf Konfrontation aus?
Wohl eher der Schläger.
Willst du irgendjemandem weismachen, dass der kleine Fahrradfahrer, der leidlich von seinem RECHT Gebrauch machen wollte, jemanden provuziert hat? Befasse dich mal mit den Rechten eines Bürgers. So ein Verhalten ist nicht nur brutal, sondern menschenverachtend und verletzt die Menschenwürde.
Ein Eingriff in die Menschenwürde ist NIEMALS zulässig. Dies zu gewährleisten, ist mitunter Aufgabe der Polizei.
Du solltest mal lieber nicht so viel vor deinem Bildschirm hängen und Ballerspiele spielen, um dann das Leben zu verharmlosen.
Es ist immer wieder erstaunlich, wie man so ein Videoschnippsel interpretieren kann…
Ich sehe, wie der eine Polizist den Mann im blauen Hemd zeigt, dass er sich aus meiner Sicht nach links entfernen soll, der Mann aber nicht nach rechts weggeht, also nicht das macht, was der Polizist ihm aus welchem Grund auch immer vorschreibt.
Dann läuft ein Polizist hinterher und schnappt sich den Mann, der wehrt sich und andere Pollizisten helfen dem, der sich den Mann geschnappt hat.
Was ist vorher passiert, was hat der Polizist zu dem Mann gesagt, was der Mann zu den Polizisten? Warum läßt sich der Mann nicht einfach abführen?
Es war interessant, die ganzen Kommentare hier zu lesen! Am Schönsten ist die Reaktion von Dom (Kommentar 147), der offensichtlich gar keine andere Meinung als die eigene gelten lassen will.
@TM:
Wehren, ist etwas anderes, als das, was der Mann macht.
Aber sei das mal dahingestellt.
Da du Fragen nach dem Geschehen vor dem Video stellst, eröffnet sich mir, dass du am allerwenigsten Ahnung hier hast.
Wenn du dich etwas mehr damit befasst hättest und dich besser informiert hättest, dann wäre auch dir ein Video unter die Augen gekommen, in dem genau das zu sehen ist.
Von daher spare ich mir weitere Ausführungen zu deinen Kommentaren.
Weiter so. Immer schön reden, was die staatliche Gewalt macht.
Ich wünsche dir, dass du auch mal in den Genuss von Schlägen mit Quarzhandschuhen kommst, die du, natürlich gerechterweise, von einem solchen Beamten einfängst.
Hallo Herr Holzhauer bzw Herr Vetter,
nicht nur ich vermisse die Verlinkung der off. Stellungnahme des Opfers…?!
@Dom: Ja, spar dir deine weiteren Ausführungen…
BTW, du musst wirklich besser informiert sein als ich, denn ich kann beim besten Willen nicht erkennen, dass der Polizist, der zugeschlagen hat, Quarzhandschuhe trägt.
Stellungnahme des Anwalts:
http://berlin.ccc.de/~andy/tmp/PE-EISENBERG_14-09-09.pdf
Es gibt übrigens ein zweites Video was die Minuten vor dem ersten Video zeigt. Einfach mal bei YouTube vorbei schauen.
"Auch suche die Polizei Zeugen unter den Demonstranten, die Angaben zum Geschehen machen könnten."
Das darfste wohl glauben, daß die die erwischen wollen bevor die reden :)
Aber zum Thema:
Der Prügel-Ober-Meister ist einfach durchgeknallt, das wird immer passieren, egal ob grüner, Jugendlicher, Schlußverkaufsoma oder Schüttelmutter.
Davor ist man nie sicher, an keinem Ort der Welt, so ist das Leben nunmal und mal eins auf die Fresse ist ja nun wirklich kein Weltuntergang, das ist in 2 Tagen vergessen.
Gefährlich sind die 20 Waldmeister, die zugesehen und die Aktion gedeckt haben.
Und die, die hinter ihren Schreibtischen sitzen und in blindem Corps-Geist dann solche Pressemitteilungen schreiben um ihre Kameraden rauszuhauen.
Gegen die scheint ja keiner überhaupt vorgehen zu wollen, obwohl sie es sind, die dem Opfer, der Polizei und der Allgemeinheit den eigentlichen Schaden zugefügt haben.
Und am schlimmsten sind die Claqueure, die daneben stehen und jubeln "Ja, noch mal, der hat's verdient!".
Da läufts mir kalt den Rücken runter.
20(4)
@Zergi:
Korrekt.
@TM:
Das mit den Handschuhen war auch nicht auf diesen Fall bezogen.
Es sollte nur die Unfähigkeit und Unmenschlichkeit manchen polizeilichen Handels widerspiegeln. Deswegen habe ich oben auch einen Absatz gemacht.
(ich kopiere hier einfach, was ich an anderer Stelle schon geschrieben habe)
Tja, ein weiteres widerwärtiges, doch leider alltägliches Beispiel von Polizeibrutalität. Amüsant die geistigen Verrenkungen einiger Leute*, das Vorgehen zu rechtfertigen, zu verharmlosen oder – das ist immer der letzte Rückzug, wenn die Sachlage zu eindeutig ist – als Einzelfall hinzustellen.
Etwas an dem Vorfall hebt ihn aber tatsächlich aus dem Alltag heraus, deshalb wird er ja auch erst zum Skandal: Zum einen ist er gut dokumentiert (die wenigsten Polizeiopfer haben ja das Glück, dass zufällig jemand mitfilmt), und zum anderen, was noch wichtiger ist: Es trifft ausnahmsweise mal weder einen Fußballfan noch jemanden mit schwarzem Kapuzenpulli, auch keine illegalisierte Migrantin oder Prostituierte, sondern einen "Normalo", der nicht schon durch sein äußeres Erscheinungsbild von Polizei und Öffentlichkeit quasi zum Abschuss freigegeben ist.
Ich zitiere mal die vier Jahre alten Aussagen eines RA, die auch zu diesem Vorfall wunderbar passen (http://www.polizeigriff.org/broschuere/11interview_zapfnix.html):
"Während Teilnehmer_innen von linken Szene-Demonstrationen sich zynischerweise schon fast an ihre Gesundheitsgefährdung aufgrund ihrer Teilnahme „gewöhnt“ haben, werden überzogene polizeiliche Maßnahmen fast nur noch skandalisiert, wenn durch diese ein größeres, „bürgerlicheres“ Spektrum betroffen wird. Grade an Friedens- [oder Bürgerrechts-, E.] oder Sozialprotesten nehmen Menschen teil, die sich nicht unbedingt jedes Wochenende auf Antifa-Demonstrationen bewegen. Regelrecht geschockt wird dann seitens dieser Menschen oft erstmals realisiert, dass die Wirklichkeit mit der Vorstellung des Grundgesetzes von der Freiheit der Demonstrationsausübung manchmal nicht mehr viel zu hat. Der nette Polizeibeamte, der noch gestern den Verkehrsunfall aufnahm, tritt einem plötzlich als martialische Ritterrüstung entgegen. Da wird geschoben und geboxt, gefilmt und beleidigt, ein Szenario der Einschüchterung aufgebaut. Wer sich die Pressefotos der Übergriffe bei der Zapfenstrich-Demo anguckt, sieht in schreckensgeweitete Augen der Teilnehmer, sichtlich geschockt von der plötzlichen Gewalterfahrung wie alle Gewaltopfer. Dass die Empörung über das erlittene Unrecht in eine Vielzahl von Anzeigen und Zeugenaussagen mündete zeugt von einem Rest von Vertrauen in die Ermittlungsbehörden, die Einstellungen der Verfahren wird davon nicht viel übrig lassen."
Hoffen wir, dass zumindest letzteres diesmal nicht eintreffen wird. Ist zwar unwahrscheinlich, aber man hat ja schon Pferde an den unmöglichsten Orten sich übergeben sehen…
Und vielleicht steht auch zu hoffen, dass Menschen durch solche Vorfälle ein wenig sensibilisiert werden und bspw. Berichte über Polizeiwillkür nicht immer als Propaganda und Schutzbehauptungen von Fußball- oder linken "Chaoten" abgetan werden.
*gell, TM? "Es ist immer wieder erstaunlich, wie man so ein Videoschnippsel interpretieren kann…"
Wie wahr, wie wahr…
Lese gerade im FAZ-Blog http://faz-community.faz.net/blogs/antike/archive/2009/09/15/antiker-terrorismus-teil-1.aspx :
"Im klassischen Sparta erklärten die Ephoren als ‘Regierung' in jedem Jahr bei Antritt ihres Amtes den Heloten den Krieg. Das erlaubte es jedem Spartiaten, einen Heloten ohne Sanktion zu töten, und ließ das lästige Problem der Blutschuld durch eine Tötung gar nicht erst aufkommen."
Warum erinnert mich das nur an das Auftreten der Berliner Polizei bei Demonstrationen jedweder Art ?
Kann man so unterschreiben.
Hoffentlich, sorgt dieses Mal jemand für Gerechtigtkeit.
In den Fällen von überzogener Polizeigewalt muss man auch mal hinterfragen, wie es dazu kommt und was die Polizisten so austicken lässt:
Da ist zunächst mal der Dienst als solcher: Miserabel bezahlt, personell chronisch unterbesetzt, dazu Schichtdienst rund um die Uhr und Überstunden, hart am Rande der Sklaverei.
Dann das Ansehen der Polizei in der Öffentlichkeit. Vom Staat, so, wie es ist, sicher nicht unerwünscht:
Von seiner eigentlichen "Kundschaft" wird der "gewöhnliche Bulle" als Arsch der Nation betrachtet, in den man nach Belieben hineintreten kann.
Auch Polizisten sind "nur" Menschen und der Verdacht ist nicht unbegründet, dass der Staat seine Polizisten mit den gleichen Methoden "ausbildet", mit denen Zuhälter ihre Kampfhunde scharf machen:
Harter Dienst, wenig zu fressen und regelmäßig eins übers Fell gebraten.
Einem solchen Druck ist auf Dauer kein Mensch gewachsen. Irgendwann bricht es aus und meistens trifft es dann den Falschen, nämlich den, der am wenigsten Stress macht.
Dass der Staat solches Verhalten zumindest indirekt fördert und alles daran setzt es zu vertuschen, ist für mich eine Tatsache. (Siehe die unsagbar dummdreiste "Stellungnahme".)
@Dom: Man sieht auch auf einem anderen Video, dass er wohl offensichtlich öfters solche Aktionen mit der Polizei startet (http://www.youtube.com/watch?v=qATfQ01T59c, 2:30).
Daher kann die Vorgeschichte erheblich länger sein. Auch bei dem Video, was ein paar Sekunden vor dem anderen startet kann man nicht erkennen, wie er eigentlich an den Standort dort kommt. Das Video der anderen Demo könnte vermuten lassen, dass er absichtlich in die Reihen der Polizei fährt. Auch wissen wir nicht, ob nicht er vielleicht doch als Gewalttäter polizeilich bekannt ist.
Die Story eines zufällig vorbei laufenden Passanten, der einfach so von der Polizei zusammengeschlagen wird ist zumindest nach den Erkenntnissen des jetzigen Zeitpunkts wohl kaum noch haltbar.
Es IST der selbe Radfahrer. Nicht nur, dass er das selbe Gesicht, die selbe Körperstatur und die selbe Stimme hat, so zeigt sich auch beim Fahrrad eine 1:1 Übereinstimmung bei sämtlichen Merkmalen.
Dass der Herr in den drei Monaten etwas an Haaren verloren haben kann, ist nicht unmöglich.
Wie auch immer: Auch wenn er öfters auf Demos erscheint um rumzustänkern, rechtfertigt das natürlich in KEINSTER Weise die angewendete Gewalt.
Die Berliner Polizei sollte einfach mal drei Tage lang streiken.
Das Ansehen bei einem Grossteil der Bevölkerung würde sprunghaft steigen.
(jaja, ich weiss, die dürfen nicht streiken. Nur ein Gedankenspiel.)
@162 (Zaza):
Mit dem Argument kannst Du auch Folter rechtfertigen…
Es hat ja keiner was gegen die Polizei an sich, aber es muß klar sein, daß sich auch die Polizei an Regelungen des Rechtstaats (ist DE das?) zu halten hat.
Ich bin schon öfter Opfer von Polizeiwillkür geworden. Nicht so extrem, aber Schikane war da schon dabei. Als ich mich z.B. bei einer Verdachtsunabhängigen Kontrolle am Bahnhof mit meinem Anwaltsausweis ausgewiesen habe (keinen Perso dabei) haben die mich auf die Wache mitgenommen, meine Person und Sachen durchsucht und dann auch noch gesagt, daß die Juristen immer solche Querulanten sein müssten…
Daß ich deshalb eine halbe Stunde zu spät zum Gericht kam hat die nicht interessiert. Selbst der Vors.Ri. hat nur den Kopf geschüttelt…
So geht es nicht…
Ich war als absoltuter Demoneuling auf der "Freiheit statt Angst" 2007 in Berlin. Wir hatten einen eigenen Wagen(LKW mit Ladebordwand). Der "Zufall" wollte es, dass genau hinter uns der "Schwarze Block " aus der direkten Anreise aus Heiligendamm war. Trotz Ansage vermummt und bei Sonne in schwarz. Es ging bis zu einer Zwischenkundgebung ausserordentlich friedlich zu. Bei uns immer ein Kontaktbeamter zur Deeskalation und mit Anordnungsbefugnis.
Während der Zwischenkundgebung hatten wir die Möglichkeit in den Block zu gehen und Wasser zu veteilen.
Und das ohne iregendwelche Nicklichkeiten.
Ca. 30 Minuten später wurde es hinter uns im Block zunehmend agressiver. Wir sicherten in weissen Kitteln unseren LKW. Die Stimmung wurde immer gereizter. Irgendwann knallte der erste Helm an die Ladebordwand. Stimmung war schon am steigen. Die Frauen waren schon im LKW "versteckt".
Dann lag der erste im Block am Boden und war ziemlich mitgenommen. Also Einsatzkoffer vom LKW und im Dreieck zu dritt zwischen Block schwarz und grün.
Es war wie im Trickfilm. Vor uns ging man auseinander und es herrschte Waffenstillstand. Notfallversorgung und Stabilisierung ca 5 Minuten. Zeit für alle durchzuatmen und klaren Kopf zu kriegen.
Wir sind dann wieder im Dreieck raus.
Und so wie die direkte Kampflinie frei war, ging es von beiden Seiten wieder zur Sache. Aus unserer Sicht anlassunabhängig!
Da waren wohl alle auf Party aus.
Also gibt es auf beiden Seiten den einen oder anderen der solche Anlässe nutzt.
By the way, die GdP hat jetzt auch eine Stellungnahme veroeffentlicht (http://www.gdp.de/gdp/gdpber.nsf/id/DE_Gewerkschaft_der_Polizei_gegen_Vorverurteilung).
Besonders zynisch ist das hier: "Gerade der aktuelle Vorgang zeigt deutlich auf, dass eine weitere Kennzeichnung nicht notwendig ist. Die betroffenen Kollegen konnten durch die bestehenden Anordnungen zur Kennzeichnung von Kräften der Geschlossenen Einheiten durch die Polizeiführung sofort festgestellt werden und die Ermittlungen wurden bekanntermaßen eingeleitet" Denn wenn wir die Nummer sichtbar gehabt haetten, dann haette der junge Mann nicht Pruegel fuers Fragen einstecken muessen…
>>> Die betroffenen Kollegen konnten durch die bestehenden Anordnungen zur Kennzeichnung von Kräften der Geschlossenen Einheiten durch die Polizeiführung sofort festgestellt werden und die Ermittlungen wurden bekanntermaßen eingeleitet“, so Michael Purper abschließend. <<<
Gebe es eine Kennzeichnungspflicht in großen Lettern auf jedem Polizei-T-Shirt, wäre es zu einer Auseinandersetzung erst gar nicht gekommen. Der hier genannte 37-jährige, wollte offenbar ja NUR die Polizeinummer des betroffenen Beamten. Hätte er die Nummer gut lesbar auf seinem Shirt gehabt, so wäre die Situation erst gar nicht eskaliert. Die GdP soll sich nicht so offensichtlich blöde anstellen.
Verschiedene Sichtweisen von Polizisten zu dem Verhalten Ihrer auf dem Video gezeigten Kollegen:
http://dermorgen.blogspot.com/2009/09/wie-polizisten-uber-prugelcops-denken.html
Letztendlich wird wohl mal wieder niemand dafür büßen müssen….
Wir haben in Deutschland doch sowieso viel zu wenig Polizisten, da fällt zum einen schon jeder einzelne unterbezahlte Beamte der aus dem Polizeidienst entfernt wird, oder in Vorruhestand geht ins Gewicht und zum anderen denke ich werden von behördlicher Seite ständig Grundrechte und Gesetze und Regelungen missachtet, mit einer Verurteilung dieser Beamten würden auch allen anderen Beamten zumindest moralisch verwarnt und müssten in Zukunft Angst bei ihrer Dienstausübung haben, denn wenn sie sich letztendlich an alle Regelungen und Gesetze halten, wird der Staatsapparat nur noch träger und handlungsunfähiger als er jetzt schon ist…
Daher werden die beteiligten Beamten (Agressoren) wahrscheinlich ohne weitere Knsequenzen davon kommen…
Nur was kann man dagegen tun ?
Es wäre schön wenn mal jemand bis zum Ende des Falls dranbleiben würde, und dann das Ergebnis der gerichtlichen Untersuchung öffentlich mit genau soviel Medienpräsenz diskutieren würde..