18.6.2012

Der Kleidermufti von der SPD

Auch bei Samstagsarbeit muss auf stilvolle Kleidung geachtet werden. Zumindest wenn es nach der SPD im Berliner Abgeordnetenhaus geht. Der Sozialdemokrat Tom Schreiber rügte am Samstag, dass der Piratenabgeordnete Fabio Reinhardt auf einer Sondersitzung des Innenausschusses Bein zeigte. Reinhardt trug bei durchaus sommerlichem Wetter khakifarbene Bermuda-Shorts.

Der SPD-Abgeordnete, selbst im blauen Anzug, weißem Hemd und mit rotem Schlips erschienen, mokierte sich über die Kleidungsgewohnheiten der Piraten im allgemeinen. Mit dem Einzug dieser jungen Partei würden die Kleidersitten verfallen. Über Reinhardt sagte Schreiber, es sei "unpassend, praktisch in Unterhose und mit Laptop zu einer Ausschusssitzung zu erscheinen“. Was der SPD-Abgeordnete an einem Laptop auszusetzen hat, ist nicht überliefert.

Vor 30 Jahren trafen, so hat Telepolis recherchiert, solche Vorwürfe eine ganz andere Partei. Damals schrieben selbst Journalisten, es sei unmöglich die Grünen zu wählen, weil diese so scheiße angezogen sind. Pirat Fabio Reinhardt rechtfertigt seine Kleiderwahl damit, dass er am Samstag an einer Bootsfahrt der Piraten teilgenommen hat. Er habe keine Zeit und Lust gehabt, sich vor der Sondersitzung noch mal umzuziehen.

Dennoch fordert sein Kontrahent von der SPD jetzt sogar eine Kleiderordnung. Er wünscht sich für männliche Abgeordnete eine Pflicht zu langen, geschlossenen Hosen, aus denen nichts herausguckt.

Reinhardt hat mittlerweile erklärt, er
werde sich den modischen Gepflogenheiten des Abgeordnetenhauses durchaus beugen. Aber eine Krawatte werde er auf keinen Fall tragen.

Damit das “Hosengate” einen würdigen Abschluss findet, versteigert Fabio Reinhardt seine Bermuda-Shorts (Neupreis bei H & M: 19,99 Euro) gerade bei ebay. Der Erlös wird Asylbewerbern in Würzburg zu Gute kommen, die größere Sorgen haben als der Kleidermufti von der SPD-Fraktion.

93 Kommentare zu “Der Kleidermufti von der SPD”

  1. Kleidermutti meint: (18.6.2012 um 20:05) AntwortenReply to this comment

    Und in Düsseldorf die Kleidermutti
    rp-online.de/politik/nrw/...geren-dresscode-1.2874001

  2. Joerg meint: (18.6.2012 um 20:14) AntwortenReply to this comment

    Gut das wir auch erfahren woher er die Hosen hatte!!

  3. Derendorfer meint: (18.6.2012 um 20:21) AntwortenReply to this comment

    Also ob es keine wichtigeren Probleme in der Welt gibt.

    Leider sind die Politiker der etablierten Parteien oft zwar außen hui aber innen um so mehr pfui. Bei denen zählt leider nur die Verpackung und nicht der Inhalt.

    Wenn die anderen Parteien die Piraten nicht mit vernünftigen politischen Argumenten angreifen können, dann halt so.

    Im NRW-Landtag wurde die Kleidung der Piraten ja auch schon bemäkelt und Sakko für die Herren gefordert.

    Die Piraten sollten das aufnehmen und einheitliche Uniformen für alle Parlamentarier fordern, dann gibts auch keine Diskussion mehr.

  4. heinz meint: (18.6.2012 um 20:23) AntwortenReply to this comment

    Jaja die armen Piraten.

    Der Fraktionschef der NRW-Piraten hat heute in einem Interview mit ner Schwesterzeitung der Rheinischen Post die Aufhebung des Trennungsgebotes zwischen Verfassungsschutz und Polizei gefordert. Er wird zitiert mit "Wir wollen in der Verwaltung Stellen sparen, indem wir den Verfassungsschutz in die Polizeibehörden integrieren".

    Na herzlichen Glückwunsch. Ich hab von den Piraten echt mehr erwartet. Von wegen Rechtstaat und so. Entweder haben die schlicht und ergreifend keine Ahnung wovon die reden oder im Geschichtsunterricht nicht aufgepasst.

    Die Piraten sollen endlich mal vernünftige Arbeit machen. Davon gibt es nämlich viel zu wenig. Guckt euch doch mal die Mitschnitte aus Berlin an. Hocken da mit ihren Macbooks (gegen den Kapitalismus und so) und deren Reden sind einfach nur peinlich.

  5. Sanníe meint: (18.6.2012 um 20:33) AntwortenReply to this comment

    Und vor 40 Jahren gab es einen Aufstand im Bundestag, weil diese Frauenzimmer etwas ganz und gar Unmögliches wagten: Sie traten im Hosenanzug ans Rednerpult!

    Tja, auch das galt mal als Verfall der guten Sitten. tagesspiegel.de/politik/p...-schoen-sein/1918154.html

  6. Jens meint: (18.6.2012 um 20:35) AntwortenReply to this comment

    Es gibt halt Wähler, die stehen mehr auf alternative Klamotten als auf seriöse Politik (wie offenbar unser Blogger).

  7. Kaboom meint: (18.6.2012 um 20:39) AntwortenReply to this comment

    Was nützt die hohle Nuss, wenn die Schale hübsch ist?

  8. yak meint: (18.6.2012 um 20:44) AntwortenReply to this comment

    Wie kann man einen erwachsenen Mann ernst nehmen, der zur Arbeit kurze Hosen anzieht? Und auch noch mit der Begründung, er hätte keine Lust gehabt, sich umzuziehen…da kann man ja nur hoffen, dass er wenigstens geduscht hat…

  9. Jan Dark meint: (18.6.2012 um 20:45) AntwortenReply to this comment

    Es fehlen noch die Dachlatten. Denn es begab sich zu der Zeit, als grüne Spontis in den Wiesbadener Landtag mit Turnschuhen einzogen, dass man bei der SPD Dachlatten als die Waffe der Wahl erkor, um den poltischen gengner bloss nicht mit politischen Sachargumenten begegnen zu müssen, sondern durch irgendeinen esoterischen Scheiss auf Linie bringen wollte. Man könnte jetzt noch rauskramen, für was die SPD sich sich sonst noch alles erwärmte, z.B. Kriegskredite für den ersten Weltkrieg, wo die Soldaten brav der preußischen Kleiderordnung fröhnten und das "Gott mit uns" auf dem Koppel trugen, als sie in die Gräben in Frankreich zogen, u mit der Knete von den Sozis dem Massenmorden zu fröhnen.

    Für die Landtagspräsidentin aus rp-online.de/politik/nrw/...geren-dresscode-1.2874001 sehen ich allerdings schwarz. Ich glaube nicht, dass die den labbrigen Fummeln, der das Nötigste bedeckt als seriöse Kleidung durchbekommt, wenn erst mal die Abgeorddnneten nach dem Willen der SPD in die Mode-Casting-Show müssen. Die wird auf dem Cat-Walk durchfallen.

    Andererseits sieht es offenbar schlimm aus bei den Arbeiterbildungsvereinen, dass die klassisches Kulturgut nicht mehr kennen: Hans Christian Andersen, Des Kaisers neue Kleider, 1837, de.wikipedia.org/wiki/Des_Kaisers_neue_Kleider

    Na, es fällt den Sozis halt leichter, 6 Mrd € anderer Leutes Geld mit der Halluzination zu verballern, dass eine sieglose Bundeswehr, die es in 10Jahren nicht schaffen, simplen Gemütern in Afghanistan den Willen aufzuzwingen, was die erste soldatische Pflicht einer Abwehrbereiten Armee wäre, am Hindukush das Teutsche Vaterland verteidige. Seit 1914 nichts dazu gelernt bei den Sozis, bei jedem Krieg dabei (außer Irak) und dann über Brioni-Anzüge und Toskana dumm labern.

    Und dann VDS fordern, um die Turnschuhtäter auch im Parlament zu finden. Ist klar. Vielleicht fordern die auch Schiesser-Unterwäsche demnächst oder Medima. An was sich manche Frauen aufgeilen :-)))

  10. llamaz meint: (18.6.2012 um 20:53) AntwortenReply to this comment

    Naja, das wirkt schon wieder ziemlich spießig und bemüht wie die Piraten zwanghaft versuchen sich durch ihre Kleiderwahl abzuheben. Ziemlich albern.

  11. RA Kompa meint: (18.6.2012 um 20:54) AntwortenReply to this comment
  12. aida meint: (18.6.2012 um 20:57) AntwortenReply to this comment

    Mit den Schlipsträgern ist das eben so eine Sache:

    Was unterscheidet eine Krawatte von einem Kuhschwanz?
    Der Kuhschwanz verdeckt das ganze Arschloch…

  13. Christian meint: (18.6.2012 um 21:06) AntwortenReply to this comment

    Ich muss den SPDler unterstützen – Kleider machen Leute.
    Gerade in herausgehobenen Positionen ist es einfach klug auch einen vernünftigen Stil zu pflegen.
    Das sage ich als jemand, der es schon an der Uni nicht verstanden hat, warum mit Cappi, Kapuzenpullover und uralter Hose präsentieren musste…

  14. Andy meint: (18.6.2012 um 21:11) AntwortenReply to this comment

    @Christian: Ich verstehe das auch nicht. Man mag mich jetzt "angepasst" schimpfen, aber in der Kleidung, in der manche Piraten im Parlament auftreten, würde ich mich nicht einmal zum Fußballabend mit Freunden trauen. Es wäre mir schlicht peinlich, wenn mich jemand so sieht.

  15. Autolykos meint: (18.6.2012 um 21:13) AntwortenReply to this comment

    Und noch einer, der offenbar im letzten Jahrtausend stecken geblieben ist. Was für Klamotten ein Politiker trägt ist mir schnuppe, er muss nur die richtigen Entscheidungen treffen (außer er wird hauptsächlich fürs dekorativ rumstehen bezahlt, wie unser Bundesgrüßaugust).
    Aber schön, dass die SPD mal wieder klargestellt hat, was ihnen wirklich wichtig ist.

  16. Seph meint: (18.6.2012 um 21:14) AntwortenReply to this comment

    Er wünscht sich für männliche Abgeordnete eine Pflicht zu langen, geschlossenen Hosen, aus denen nichts herausguckt.

    Ich auch.

  17. joanna meint: (18.6.2012 um 21:17) AntwortenReply to this comment

    Und als nächstes wird, analog zum sächsischen Landtag, eine Kleiderordnung von den Altetablierten erlassen, die jedem der "in einer der Würde des Landtags nicht entsprechenden Weise" erscheint den Zutritt verwehrt und wenn man sich nicht dran hält, dann läßt man die gewählten Vertreter des Volkes von der Polizei abholen oder man läßt diese subversiven Elemente besser gleich vom Verfassungsschutz überwachen.
    So erwehrt man sich der gewählten Konkurrenz.
    Mir schwant, wir hatten sowas vor ca. 80 Jahren schonmal…

  18. Andi meint: (18.6.2012 um 21:34) AntwortenReply to this comment

    Die Piraten sind leider einfach nur dumm, egal ob in Anzug oder Shorts.

    Ich bin gespannt, ob die es irgendwann mal schaffen, zu irgendwas eine a) klare, b) halbwegs einheitliche, c) inhaltlich fundierte Meinung zu haben.

    Aber wahrscheinlich wird der Entscheidungsfindungsprozess so lange dauern, dass sie bis dahin längst wieder bei 2 % gelandet sind.

  19. user124 meint: (18.6.2012 um 21:36) AntwortenReply to this comment

    @Andy: geht mir genau so mit anzügen – denen dingern haftet für mich die aura eines penners an der mal schick aussehen und "was hermachen" will.

  20. erforderlich meint: (18.6.2012 um 21:40) AntwortenReply to this comment

    Wer ein ernsthaftes Gespräch mit Anzug führen will, den kann ich nicht ernst nehmen. Der Mensch ist wichtig, nicht die Hülle. Wer sich rausputzt versucht nur von sich als Mensch abzulenken, der kann nichts.
    Man sollte meinen, die SPD hätte besseres zu tun, als einen weiteren Grund hinzuzufügen, sie nicht zu wählen.
    Lächerlich.

  21. erforderlich meint: (18.6.2012 um 21:42) AntwortenReply to this comment

    Vergessen vorzuschlagen: Sollen die Piraten mal allesamt in Uniform einmarschieren, mal sehen, wie die Alten dann gucken! ^^
    Wobei, das wollen die ja…

  22. Oppi meint: (18.6.2012 um 21:54) AntwortenReply to this comment

    Wenn man seriös handelt, ist es nicht so wichtig dass man seriös aussieht. Andersherum natürlich umso mehr. Das erklärt im Grunde alles.

  23. Qwertz meint: (18.6.2012 um 21:58) AntwortenReply to this comment

    @erforderlich: Man sollte bei Martin Delius besser keine Assoziationen wecken.

  24. Oppi meint: (18.6.2012 um 21:59) AntwortenReply to this comment

    @Christian: Wer glaubt aus dem Äusseren eines Menschen auf dessen Charakter oder Eignung für seinen Job schliessen zu können oder zu müssen, der sollte vielleicht doch nochmal ein Weilchen die Schulbank drücken.

    Das sage ich als jemand, der sich laut und für jeden hörbar über alle lustig macht, die glauben sie müssten bei 30 Grad im Sacko im Hörsaal sitzen. Juristen und Wirtschaftler machen das ja besonders gern.

  25. tapir meint: (18.6.2012 um 22:18) AntwortenReply to this comment

    @oppi: daumen hoch!
    @rubu: nazis raus!
    on topic: anders als die spd find ich nicht die länge sondern die herkunft der hose scheiße. wer als politiker bei h&m kauft, steht für die politik dieses konzerns mitsamt allen negativen aspekten, über die jüngst selbst der letzte pirat der republik sich medial informieren durfte … – deswegen @pirat: daumen runter!

  26. skugga meint: (18.6.2012 um 22:25) AntwortenReply to this comment

    @Seph: Ah, noch jemand, der bei diesem Satz kurz die Luft angehalten hat. :-)

  27. Chef meint: (18.6.2012 um 22:30) AntwortenReply to this comment

    Die Shorts sehen echt bekackt aus.

  28. Rubu meint: (18.6.2012 um 22:42) AntwortenReply to this comment

    @tapir Wer hindert dich daran, die Würzburger Asylanten bei dir selbst daheim aufzunehmen? Denen Taschengeld und Essen&Trinken zu sponsern? Oder wenn es an der Residenzpflicht scheitert, diesen ein 5 Sterne Hotel in Würzburg zu bezahlen?

    Wenn diese Asylanten so verfolgt sind, warum haben die nicht bei den angrenzenden Ländern asyl beantragt, sondern sind den extra weiten Weg ins schöne Honig&Milch Land gereist?

    Asyl ja, aber nicht für Wirtschaftsflüchtlinge!!!

  29. tapir meint: (18.6.2012 um 22:49) AntwortenReply to this comment

    @Rubu: PI-Trolle jetzt auch schon im lawblog. Hier ist kein Platz für deine braune Soße. Zieh Leine!

  30. Bernat meint: (18.6.2012 um 22:54) AntwortenReply to this comment

    Soweit ich weiß steht es jedem frei seine Kleidung zu wählen. Und wenn es keine Kleiderordnung gibt, gibt es auch keinen Grund sich über die freigewählte Kleidung zu mokieren.
    Da sich die SPD ständig in akuter geistiger Notwehr befindet, scheint der Verweis auf die Kleidung einzelner Abgeordneter das einzige (unsachliche) Argument der SPD gegen die Piraten zu sein.
    Ich bin dafür das man den ganzen Mummenschanz in der Politik verwirft. Schon aus dem Grund, sich schon optisch von Parteien wie CDU und FDP abzuheben. Und vor allem, um sich von der Denkweise "da hat jemand einen Anzug an, der muss wichtig sein…" zu lösen. Wenn man so will ist der Anzug die moderne Form der Krone. Und die wurde auch abgeschafft…

  31. bismarckhering meint: (18.6.2012 um 22:58) AntwortenReply to this comment

    1. Regel für Hochstapler und Heiratsschwindler:

    Kleider machen Leute.

    b.

  32. Uwe1164 meint: (18.6.2012 um 23:06) AntwortenReply to this comment

    Um Strom für die Klimaanlage zu sparen, SOLLEN Beamte in Südkorea jetzt im Sommer kurze Hosen tragen.
    ( spiegel.de/panorama/gesel...osen-tragen-a-837169.html )

    Übrigens wurden letzte Woche NPD-Mitglieder aus einem Landtag geworfen, weil sie ThorSteinar-Kleidung trugen.
    Vielleicht versuchen die das auch bei den Piraten.
    Käme den etablierten Parteien ganz entgegen, wenn man vom Volke gewählte Abgeordnete rauswirft, dessen Nasen einen nicht gefallen. (Huch, und wieder ein unbewusster Nazi-Vergleich)

    Und wenn man sich die Verbrechensstatistiken anschaut… Ich glaube, da sind Krawattenträger ganz weit vorne dabei. Man muss natürlich auch die Betrugsfälle und Wirtschaftsdelikte mit einbeziehen. Vielleicht sollte man die also BESONDERS vorsichtig sein, wenn einem jemand so kommt.

    Wahrscheinlich fühlte sich dieser SPD-Typ aber herausgefordert, weil Bermuda-Shorts irgendwie Piraten-typisch erscheinen :).
    Und er als Sozialdemokrat darf nur so eine lächerliche rote Krawatte tragen. Spätestens seit Schröder und Joschka sind Klamotten, die an die Arbeiterklasse (igittigitt) erinnern bei der SPD sowas von out!

    Endlich haben die gelernt wie viel Nullen eine Milliarde hat, diese ganzen Vokabeln und Abkürzungen eingeprägt, sind schon der Geldelite und Bankstern gaaanz nahe, FÜHLEN sich schon wie sie… und jetzt kommen diese Bubis, machen einen auf Zivil, sind (noch) gar nicht geldgeil, reden lieber von Terabytes als Gigaeuros (Obwohl, langsam sind wir auch bei Teraeuros — gibt es eigentlich das Mooresche Gesetz auch in der Finanzwelt?). Da sind denen die LINKEN schon fast sympathischer, weil die immerhin auch geldgeil sind, wenn auch irgendwie anders.

    Bei den "etablierten" Parteien scheinen wohl die Nerven blank liegen, bahnt sich da eine Identitätskrise an?

  33. tacke meint: (18.6.2012 um 23:08) AntwortenReply to this comment

    Dass die Sondersitzung eines Innenausschusses eines Landesparlamentes nicht der angemessene Ort für Shorts und buntes T-Shirt ist, sollte trotz fehlender Kleiderordnung in der GO des Abgeordnetenhauses auch einem Verteidiger einleuchten. Oder empfangen Sie Mandanten, die sich vielleicht schweren Anschuldigungen ausgesetzt sehen, in Shorts und Urlaubshemd?

  34. Zwerg meint: (18.6.2012 um 23:10) AntwortenReply to this comment

    Vielleicht sollte man noch bedenken, dass es noch irgendwo ein adäquates Mittelding zwischen Anzug mit Langbinder und Shorts und T-Shirt gibt.

    Möchte Herrn V. mal sehen, wenn er jemanden in seiner Kanzlei einstellen will und diese Person zum Vorstellungsgespräch in Shorts erscheint.

  35. Kommentar meint: (18.6.2012 um 23:11) AntwortenReply to this comment

    @Oppi: Erinnert mich immer an den alten Mann der bei meinem Lehrbetrieb Servicearbeiten verrichten ließ. Der Typ sah aus wie Oppa der gerade ausm Schrebergarten kommt. Hochintelligenter Mann, der die ganzen sozial und moralisch verantwortungslosen Penner heute in den Arsch treten würde und als "Patriarch" von jedem Kind seiner Mitarbeiter wusste wann es Schnupfen hat, gerechte Löhne gezahlt und trotzdem Millionen gescheffelt hat.

  36. Recht§§taat meint: (18.6.2012 um 23:18) AntwortenReply to this comment

    Schei§§e in Anzügen bleibt immer noch Schei§§e. Von mir aus können die neokonservativen SPD-Spacken kleiden wie immer sie wollen, ich werde sie trotzdem nicht wählen!

  37. Christian meint: (18.6.2012 um 23:26) AntwortenReply to this comment

    Gesichtspalme.

  38. Rubu meint: (18.6.2012 um 23:46) AntwortenReply to this comment

    @tapir besser als rotes Gammelketchup.

  39. Raoul meint: (18.6.2012 um 23:55) AntwortenReply to this comment

    Herrlich, vor allem die eBay Auktion. Und wenn der SPD nichts anderes mehr einfällt als sich über die Kleidung zu mokieren, dann ist sie ungefähr an der Stelle angelangt als den Islamisten nichts besseres mehr einfiel als im Supermarkt in der Obst- und Gemüseabteilung Exkremente zu versprühen (lawblog berichtete).

  40. Daarin meint: (19.6.2012 um 00:12) AntwortenReply to this comment

    @Zwerg: Naja, eigentlich wäre das so, als wenn irgend ein Rechtsanwaltsgehilfe einer anderen Kanzlei dem von Herrn Vetter vorschreiben will was er anzuziehen hat, nur weil Herrn Vetters Kanzlei neuer und kleiner ist. Oder so.

  41. Veritas meint: (19.6.2012 um 00:15) AntwortenReply to this comment

    Es wundert mich, dass Sie nicht wissen bzw. nachvollziehen können, warum der SPD-Politiker dies fordert. Von einem Anwalt wird vor Gericht erwartet, dass er sich entsprechend kleidet (auch wenn es nicht zwingend muss). Dies hat etwas mit Respekt vor der Demokratie, dem Wähler und den anderen Abgeordneten zu tun. Jede Sitzung des Landtags/Bundestags ist eben nicht Arbeit oder Freizeit für die Abgeordneten, sondern ehrenvolle Pflicht!

  42. Jonas meint: (19.6.2012 um 00:27) AntwortenReply to this comment

    Ich find die ganze Sache gut, so weiß ich welche spießigen SPDler ich ums Verrecken nicht wählen werde.

  43. Peter64 meint: (19.6.2012 um 00:51) AntwortenReply to this comment

    "für männliche Abgeordnete eine Pflicht zu langen, geschlossenen Hosen" Nur für die Männer? Na, wo bleibt das obligatorische "sexistische Kackscheiße" von den Pirat(inn)en? ;)

  44. Doc Holliday meint: (19.6.2012 um 00:55) AntwortenReply to this comment

    @Veritas

    In einer Kabinettsorder vom 15. Dezember 1726 verfügte König Friedrich Wilhelm I. in Preußen jedoch mit der ihm eigenen Ironie die Einführung einer einheitlichen Juristentracht in den Gerichten seines Territoriums:

    „Wir ordnen und befehlen hiermit allen Ernstes, dass die Advocati wollene schwarze Mäntel, welche bis unter das Knie gehen, unserer Verordnung gemäß zu tragen haben, damit man diese Spitzbuben schon von weitem erkennen und sich vor ihnen hüten kann.“

    Und wieso mich der von mir gewählte Abgenordnete besser vertritt, wenn er einen Anzug trägt erschliesst sich mir irgendwie nicht ….. Und eine gute Vertretung der Wähler ist nunmal der echte Respekt vor der Demokratie und eben nicht das einhalten obskurer Kleiderordnungen.

  45. rtq meint: (19.6.2012 um 02:28) AntwortenReply to this comment

    Liebe SPDler und andere Anzugsfetischisten.
    Ihr regt euch darüber auf, daß gewählte Abgeordnete in euch nicht genehmer Kleidung erscheinen?

    Mich regen andere Sachen auf, wie z.B. "Gas-Gerd", der immer noch der Meinung ist, Putin sei ein "lupenreiner" Demokrat.
    Oder daß NRW bei der Bereitstellung von Kindergartenplätzen Schlußlicht unter den Bundesländern ist.
    Oder daß ich in NRW teilweise über Straßen fahren muß, deren Belag noch den WK II erlebt hat.
    Oder das NRW gerade eine Milliarde gutes Geld schlechtem hinterhergeworfen hat (WestLB).
    Oder daß unsere alte und neue Landesmutti Kraft, die jetzt ja gaaanz schwer sparen will – zur Bekräftigung Ihres Sparwillens – erstmal ein neues, zusätzliches Ministerium schafft.
    Oder daß ich ständig aufgefordert werde doch bitte den ÖPNV zu benutzen, während Städte, wie Mülheim a. d. Ruhr z.Z. ihr Straßenbahnnetz – teilweise- stilllegen müßen, da sie es über Jahre haben verrotten lassen. Von den Anschlüssen, Fahrzeiten, Streckenausdünnungen und Streckenstillegungen der einzelnen Städte ganz zu schweigen.

    Das könnte ich jetzt noch eine ganze Zeit fortsetzen, aber Hauptsache ihr könnt mal wieder eine neue Sau durchs Dorf treiben.

    Von mir aus könnten alle Abgeordneten auch nackig oder im Phantomas-Kostüm im Parlament erscheinen, wenn sie Sach-, statt Klientel- und Lobbypolitik machen würden.

  46. Theodor meint: (19.6.2012 um 04:02) AntwortenReply to this comment

    Was, verdammt, ist den so schwer, sich minimal in gesellschaftliche Regeln einzufügen? Keiner hat von Anzug gesprochen, es wird ganz selbstverständlich ein gepflegtes Äußeres in diesem Haus gefordert.
    Oder gehen die Piraten auch im Bikini in eine Kirche?

    Wer provoziert, beweist diplomatische Unfähigkeit.

  47. erforderlich meint: (19.6.2012 um 05:25) AntwortenReply to this comment

    @Veritas: Die Ironie beim Sprechen über eine Kleiderordnung zur Bekräftigung der Demokratie ist Ihnen wohl entgangen.
    @Theodor: Danke für die Einsicht, dass der SPD'ler provoziert. Übrigens ist mir neu, dass es eine gesellschaftliche Regel ist, zugeknöpft und möglichst im Anzug zu erscheinen (denn es geht sehr wohl um Anzüge).

  48. Mauermer meint: (19.6.2012 um 07:27) AntwortenReply to this comment

    Manche Leute gehen in Kleidung auf die Staße, in der würde ich nicht mal um Mitternacht den Müll raustragen, vorausgesetzt, ich hätte solche Fetzen überhaupt.

    Mal ganz abgesehen vom schlechten Geschmack, ICH möchte auch in Besprechungen oder Sitzungen kein kurzbehostes Gegenüber. In der Freizeit ist das anders, aber ich empfinden kurze Hosen auf der Arbeit als Zumutung. Parlament ist Arbeit, von daher…

  49. Maria meint: (19.6.2012 um 07:34) AntwortenReply to this comment

    Der SPDler war doch nur neidisch auf das, was da rausschaute?!

  50. Klarmacher meint: (19.6.2012 um 08:09) AntwortenReply to this comment

    Lächerliche Diskussion. Ich finde es aber interessant, wie viele Leute anscheinend peinlich berührt sind, nur weil jemand eigene Modevorstellungen durchsetzt. Als wenn nur die eigene kulturelle Prägung. die einzige wahre sein kann., an die sich alle zu halten haben.

  51. Kinki meint: (19.6.2012 um 08:25) AntwortenReply to this comment

    Was der SPD-Fuzzy hier macht, ist einfach nur peinlich. Er soll sich seinen Teil über den/die Piraten denken; das tun nämlich alle anderen auch.

    Einen gewissen (ungeschriebenen) Dresscode sollten die Piraten schon aus eigenem Interesse einhalten, wenn sie ernstgenommen werden wollen. Es ist nunmal gesellschaftliche Realität, dass man Personen mit seriöser Kleidung auch entsprechende Fähigkeiten unterstellt. Oder andersherum ausgedrückt: Jemandem in Bermudashorts und T-Shirt wird eben ein Stück Seriosität abgesprochen.

    Kleider machen Leute … das kann man durchaus kritisieren und abstreiten. Aber es ist gesellschaftliche Realität, die man nicht wegdiskutieren kann.

  52. Gliebenfaus meint: (19.6.2012 um 09:08) AntwortenReply to this comment

    Tom Schreiber hat recht! Mit einem stilsicheren CORDANZUG (Qualität aus den 70ern, noch von Papi geerbt) kann sich der Wähler auch eher identifizieren:

    bild.de/regional/berlin/s...otsdam-10649214.bild.html

    (großes SORRY für Link auf die BLÖD ;-)

  53. hessenfrank meint: (19.6.2012 um 09:14) AntwortenReply to this comment

    Typisch Piraten – plakative Aktion ersetzt Sachverstand. Und gibt es in Berlin keinen guten Zweck, den er unterstützten kann?

  54. spYro meint: (19.6.2012 um 09:21) AntwortenReply to this comment

    Wieso fordert er diese Kleiderordnung nur für männliche Abgeordnete? Wieso dürfen sich, laut seiner Meinung, Frauen über diese Regelung hinwegsetzen? Das Notgeil-Argument bei Miniröcken wird er wohl kaum bringen, oder?

  55. Clark meint: (19.6.2012 um 09:37) AntwortenReply to this comment

    Schwätzer und Selbstdarsteller in Anzügen.
    Konzentriert euch endlich auf die Inhalte und nicht auf die Uniform.
    Darüber hinaus ist der Anzug gerade im Management und in der Politik zur langweiligsten und uninspiriertesten Kleidung auf diesem Planeten verkommen, der ausser "Festhalten an bestehenden Glaubenssätzen" und Gleichschaltung aber auch gar nichts ausdrückt; höchstens Langweile.

    Ich würde auch Bärte verbieten. Damit wollen die Leute nur "was" verstecken und diese sehen immer so ungepflegt aus!

    Clarky grüßt

  56. Banane meint: (19.6.2012 um 09:38) AntwortenReply to this comment

    Erbärmlich… seit Jahren keine gescheite Politik hinbekommen… und sich dann über sonen irrelevanten Müll mockieren. Aber daran sieht man das es in der Politik nicht mehr um sachliche Arbeit sondern nur noch um Fraktionsküngelei und "Dagegen weils die Anderen sind" besteht.

  57. kleitos meint: (19.6.2012 um 09:50) AntwortenReply to this comment

    @Rubu: Angst essen Hirn

  58. Rainbow meint: (19.6.2012 um 09:57) AntwortenReply to this comment

    Vielleicht sollte man es manchmal doch handhaben wie noch bei uns im Mittelalter, wenn die Sitten schon noch aus der Zeit stammen.
    Da haben Sie unseren Bürgermeister aufgeknüpft, weil er die Stadt fast in den Ruin getrieben hat.

  59. Twinnie meint: (19.6.2012 um 10:32) AntwortenReply to this comment

    Sein wir doch mal realistisch… wenn alle Piraten sich ab sofort nur noch im Anzug blicken lassen würden wie Herr Schreiber fordert würde genau der gleiche Herr Schreiber in die Mikros säuseln das sich die Piraten ja bereits verstellen. Egal was die Piraten machen, es findet sich immer jemand dem es nicht recht zu machen ist.
    Unterm Strich ist es so das ich die momentane Bürgerfeindliche Politik aller etablierten Parteien die sich inzwischen selbst als Lobbyvertretungen geoutet haben NICHT den Piraten zu verdanken habe… also sind sie für mich die EINZIG wählbare Alternative die es momentan gibt. Und das sage ich als Selbstständiger mit einem Mittelständischen Betrieb… ich bin kein Student oder sonstwas der auf einer rosa Wolke lebt und davon träumt alles legal und kostenlos aus dem Internet laden zu können.
    Die Piraten sind notwendig für unsere Politiklandschaft. Es muss eine Partei geben die auf Seiten der Bürger steht… auch wenn sie sich momentan aufgrund ihres noch sehr jungen Alters (sie sind praktisch noch ein Baby in Politikjahren gerechnet) recht chaotisch verhält. Ich erinnere nur mal wieder an die Anfänge der Grünen… aber Deutsche vergessen im Allgemeinen sehr schnell…
    Von deswegen ist es mir völlig Wumpe wie die im Parlament auflaufen solange sie ihren Job vernünftig und im Sinne der Bürger machen… obwohl ich selbst auch sagen würde das Bermuda-Shorts doch ein bisschen viel zu lässig sind… aber einen Dresscode fordern? Wenn wir sonst keine dringlicheren Probleme haben ist ja alles gut… "hier gibts nichts zu sehen… weitergehen… weitergehen"…

  60. HansDampg meint: (19.6.2012 um 11:39) AntwortenReply to this comment

    @yak: Wie kann man einen erwachsenen Mann ernst nehmen der andere nach ihrem Kleidungsstil beurteilt

  61. AGISB meint: (19.6.2012 um 11:45) AntwortenReply to this comment

    Wenn ich eines im Leben gelernt habe ist es, dass je edler Menschen gekleidet sind, desto weniger darf man ihnen trauen. Die meisten Menschen haben da eine sehr verschobene Wahrnehmung. Je besser die Leute gekleidet sind, desto größer ist der Schaden den sie anrichten, wenn sie unlautere Absichten haben.

  62. Zwetschge meint: (19.6.2012 um 12:00) AntwortenReply to this comment

    An alle die gegen kurze Hosen sind:
    Was ist denn schlimm daran an seinem Arbeitsplatz eine kurze Hose zu tragen? Im Sommer habe ich im Büro kurze Hosen und teilweise auch Flip Flops an (natürlich nur wenn ich keinen Lieferantenbesuch habe). Was ist daran schlimm? Mangels Klimaanlage haben wir ab der Mittagszeit 30°C und mehr und da soll ich nicht drauf reagieren? Sobald mein Chef das erste Mal was dagegen sagen würde, würde ich ab diesem Zeitpunkt eben den Vorteil der Gleitzeit nutzen und nur noch halbtags arbeiten…

  63. Schlindwein meint: (19.6.2012 um 12:24) AntwortenReply to this comment

    sich für eine öffentliche Parlaments- oder Ausschussitzungsitzung etwas Mühe bei der Klamottenwahl zu machen ist Ausdruck von Respekt vor dem Wähler, der einen da hingeschickt hat.

  64. Troll meint: (19.6.2012 um 12:29) AntwortenReply to this comment

    @Theodor:
    Dein Kirchenvergleich ist gut.
    Ja – Gott ist es völlig egal ob du einen Bikini an hast zum beten oder ob du schwul oder schon einmal geschieden(verheiratet) warst.

    An deinem Vergleich siehst du wo der Ursprung des ganzen Übels liegt.

  65. Troll meint: (19.6.2012 um 12:38) AntwortenReply to this comment

    Was CHRIST sein bedeutet haben alle schon vergessen, besonders die Parteien die das in Ihrem Namen tragen.

  66. Mat Scheibe meint: (19.6.2012 um 12:46) AntwortenReply to this comment

    Ein Glück, dass unsere Politiker zumindest keine lustigen Perücken tragen und sich selbst siezen müssen. Und auch wie müssen in glücklichen Zeiten leben, wenn die Politik sich nur mit solchen Fragen zu auseindersetzen nötigt.

  67. Statistiker meint: (19.6.2012 um 12:55) AntwortenReply to this comment

    Um es mal zusammenzufassen: Die Hälfte der Beitragsschreiber outet sich als undemokratisch, indem Menschen das grundrecht auf freie Entfaltung der persönlichkeit abgesprochen wird.

    Die Hälfte der Beitragsschreiber outet sich als gehirntot, indem nur solchen Menschen Seriösität zugesprochen wird, die sich in Zwirn und Krawatte zwängen.

    Der anderen Hälfte wird die Legimation zum Leben abgesprochen, da diese es ja wagen, den Begriff "Menschenrechte" auch nur zu denken. Darauf steht die Todesstrafe, jawohl!!!!!

    Ach ja, Rubu: Es heißt immer noch "Asylbewerber", nicht "Asylant". Aber dieser Unterschied ist für Volksverhetzer wohl zu hoch. Geh zurück auf PI und hetz weiter!

  68. Frank Schenk meint: (19.6.2012 um 13:03) AntwortenReply to this comment

    Ich sag nur "Nieten in Nadelstreifen".

    Wobei mir das mit der hohlen Nuß und der hübschen Schale auch gefallen hat.

    Manchmal habe ich den Eindruck, daß die Hochwertigkeit der modischen und dem Dresscode entsprechenden Garderobe im reziproken Verhältnis zur spirituellen Kapazität der Träger steht. Jedenfalls tragen alle Hohlbratzen (Hosen-)Anzüge.

    gruß

  69. J. S. meint: (19.6.2012 um 13:18) AntwortenReply to this comment

    Man sollte endlich mal eine alternative Kleidervorschrift bei Sommertemperaturen finden. Wenn ich schon Leute in der Bank sehe, die bei 40° immer noch im Anzug rumsitzen und diesen vollschwitzen, gehe ich gar nicht erst rein. Denn anscheinend ist die Seriosität wichtiger, als die Kundschaft mit dem Gestank zu verschonen.

  70. Clark meint: (19.6.2012 um 13:47) AntwortenReply to this comment

    @J. S.:

    Das ist sowieso nochmal ein anderes Thema. Während bei der Mehrzahl der Politiker und Manager wenigstens "ordentliche" Anzüge zu sehen sind und auch der Rest passt (Hemd, Zubehör, Schuhe, Passform, etc…) – sprich – Gesamtauftritt (trotzdem laaaangweilig), ist es im normalen Arbeiterleben oft so, dass irgendein ungebügelter Anzug mit schiefem Hemdkragen, hängenden Schultern und mangelhaftem Gesamteindruck über dem Menschen hängt.
    Ich nenne das das Spielcasino-Syndrom:
    Hauptsache Anzug oder Sakko, aus welchem Jahrhundert das Ding stammt und ob's 5 Nummern zu groß ist, mit Flecken übersäht, spielt keine Rolle.
    Das ist mir ein ordentliches Polo zur Cordhose, ne Jeans mit Hemd drüber oder im Sommer kurze Hose 100mal lieber. (Beispiel halt!)
    Was den pos. Gesamteindruck angeht, falls man darauf Wert legt, kann ich mehr Beispiele von normaler Kleidung nennen, als Anzugträger; und das in allen Bereichen, gerade Aussendienstler, Banker, Verkäufer…
    Ich bin sowieso gegen Uniformen, in allen Bereichen: Anzüge, Nicht-Blöd-Markt, McDoofelt, Knast…ich komm mir immer wie im Fasching vor und jeder hat das selbe Kostüm. Als ob nicht ein Teil wie Shirt, Mütze, Anstecknadel oder Weste passend zur CI genügen würde.

    Allerdings kenn ich auch die Unternehmer-Seite und die Tatsache, dass ohne Vorschriften 30% der Belegschaft ungepflegt in Müllsäcken zur Maloche kommt, egal ob im Anzug, Uniform oder Freizeitkleidung. Ich kann aber aus eigener Erfahrung sagen, dass dies durch vernünftige Gespräche von Mensch zu Mensch in vielen Fällen aus der Welt zu schaffen ist.
    Um was ging's gleich nochmal? Ah ja, nicht an Äusserlichkeiten aufgeilen – Inhalte zählen ;)

  71. jan meint: (19.6.2012 um 13:53) AntwortenReply to this comment

    @Schlindwein: Und wenn der Wähler, der einen dahin geschickt hat, damit gar kein Problem hat?

    Was in der Diskussion hier häufig vergessen wird, dass der Abgeordnete gerade keinem "Job" nachgeht. Er ist gewählt, um frei seinem Gewissen zu folgen. Und wenn er dies in seiner Kleidungswahl tut, ist das sein gutes Recht. Wer damit ein Problem hat, soll ihn nicht (mehr) wählen.

  72. Sandra meint: (19.6.2012 um 13:54) AntwortenReply to this comment

    Soviele Kommentare für Nebensächlichkeiten. Mit dieser Methode funktionieren insbesondere repressive Systeme wunderbar. Siehe u.a. die aktuellen Kleidervorschriften in Saudia Arabien, Irak, Afghanistan, …
    Damit übt man Kontrolle aus und kann dem Gegenüber jederzeit einen Vorwurf machen, ohne dabei auf dessen Argumente eingehen zu müssen. Schliesslich ist der (meisst die) Andere falsch gekleidet und daher a priori im Irrtum resp. der Verdammnis anheim resp. gleich zum Tode zu verurteilen.

  73. Kratzer meint: (19.6.2012 um 14:11) AntwortenReply to this comment

    @Andi:
    da bin ich ja beruhigt, daß die Anzugparteien seriöse, klare gradlinige Politik machen!
    @Schlindwein:
    Wenn das was die SPD/CDU/FDP/Grünen zeigen Respekt vor dem Wähler darstellt, will ich das gar nicht!
    @Veritas:
    Den Respekt vor dem Amt, dem Parlament und der Verfassung der letzten 40 Anzugjahre! Ich kann diesen Beitrag nur ironisch sehen!

    So jetzt ziehen wir den Anzug an sonst können wir nicht regieren! (prust rotfl)

    Kratzer
    ((nochß)kein Pirat)

  74. AiA meint: (19.6.2012 um 14:31) AntwortenReply to this comment

    1. hat ordentliches Anziehen was mit Respekt gegenüber meinen Mitmenschen zu tun, denn manche Konventionen haben schon einen Sinn,

    und

    2. sind die heutigen Grünen in der Regel sowas von gutbürgerlich angezogen.

  75. Mat Scheibe meint: (19.6.2012 um 14:49) AntwortenReply to this comment

    Das Ziel ist eigentlich klar:

    Das dominante Männchen oder Weibchen versucht, mangels unterscheidbarer äußerer Merkmale, die eine bestimmte Rangordnung im Rudel symbolisieren (wie der silberne Rücken beim Gorilla oder ein besonders großes Hirschgeweih), seine Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Schicht über die Kleidung zu symbolisieren. Kurzum: jeder, der wichtig ist, und dessen Wort in diesem Staat Gewicht hat, und Respekt abverlangt, egal welchen Unsinn er absondert, versucht diesen sozialen Status über seine Kleidung zu vermitteln. Nach dem Motto: "Huhu, hier bin ich. Schaut mich an, ich bin ganz, ganz wichtig" und "ICH kann mir diesen Anzug leisten" … Ein Anspruch, der seriösen Leuten wie Versicherungsvertretern, Gebrauchtwagenhändlern, Investmentbankern und Politikern gleichermaßen verdient zusteht. ;-)

    Ich habe selbst von meinem früheren Arbeitgeber aus erster hand erfahren, welche Unannehmlichkeiten es einen bereiten kann, bereits auf die Krawatte zum Anzug zu verzichten, und sich damit bewusst nicht auf eine Autoritätsebene über die "Klienten" zu erheben. Das wurde mir sehr angefeindet, und meine Argumentation, die Qualität meiner Arbeit hänge nicht davon ab, ob ich wie Herr Kaiser von der HM-Versicherung aussehe, als Anfeindung ausgelegt.

    Es geht also ums standesdenken: Die "masters of leadership" heben sich gerne von ihren Untertanen ab. Und dazu zählt nun mal die Optik. Und wer diesen Pakt durch zu legeres Äußeres bricht, und sich mit den niederen Klassen verbündet, ist im Prinzip ein Sünder, und darf wie ein Untertan behandelt werden. Und bevor ich mich in Rage rede, setzt ich lieber nun den

    .

  76. ThorstenV meint: (19.6.2012 um 15:01) AntwortenReply to this comment

    @jan: Vielen Dank für diesen Kommentar. Sowohl die Gerichte wie die Parlamente solten es schaffen, die Frage des würdigen Auftretens auf den zur reibungslosen Funktion nötigen Kernbereich zu beschränken.

  77. Müller meint: (19.6.2012 um 15:26) AntwortenReply to this comment

    Auf dem Niveau ist die SPD gelandet. Die Bürger verraten, aber auf die Kleider-"ordnung" achten.

  78. Gert Buschmann meint: (19.6.2012 um 15:37) AntwortenReply to this comment

    Die Hose wäre ein gutes Ausstellungsstück für das Haus der Geschichte in Bonn. Geschichte, die sich wiederholt.

  79. Mat Scheibe meint: (19.6.2012 um 16:08) AntwortenReply to this comment

    @ThorstenV: Gut, wenn der Betroffene im Adams- oder Halloween-Kostüm u. dgl. zur Sitzung erschienen wäre, wäre ich mit der "Kleidermutti" ebenfalls noch d'accord gegangen. ;-) Aber irgendwo kommt der Punkt, wo sich die Ordnung der Freiheit beugen muss. Aber da fängt schon die Juristerei mit ihren verbalalchimistischen Geheimlehren an. ;-)

  80. Mat Scheibe meint: (19.6.2012 um 16:14) AntwortenReply to this comment

    p.s. Es ist natürlich auch der Mandant, Kunde oder Wähler, der einen Anzug d.h. ein bestimmtes soziales Rollenbild "erwartet" … Mal Hand aufs Herz: Welchen Anwalt halten Sie, lieber Leser, für erfolgreicher und kompetenter: den rasierten Mann im Nadelstreifenanzug oder den "Zottel" im Iron Maiden-T-Shirt? Es sind auch die Erwartungen der anderen, die bestimmte Rollenbilder prägen. Und auch Sie, geneigter Leser, werden nicht abstreiten können, ebenfalls auf solche Vorurteile reinzufallen. Manchmal, jedenfalls. ;-)

  81. Jean-Paul meint: (19.6.2012 um 18:34) AntwortenReply to this comment

    Wer einen blauen Anzug mit roter Krawatte trägt, sollte von Geschmack besser nicht reden.

  82. Dornfelder meint: (19.6.2012 um 20:48) AntwortenReply to this comment

    @ nr 80: Mir persönlich wäre der "Zottel" wesentlich lieber,
    da ich diese Menschen als meist sehr integer kennengelernt habe :)

  83. Kurt meint: (19.6.2012 um 23:12) AntwortenReply to this comment

    Naja, Piraten sind so eine Sache. Langsam dämmert es ihnen, dass ihre beste Zeit vorbei ist. Und optisch sind die meisten Vertreter dieser Partei eine Zumutung. Ab einem bestimmten Alter sollten man sich vom gewollten oder ungewollten Anderssein verabschieden, wenn man sich nicht komplett zum Hansel machen will.

    Aber so zieht man sich eben an, wenn Mutti morgens nichts rauslegt…

  84. marcus05 meint: (19.6.2012 um 23:36) AntwortenReply to this comment

    unglaublich, wieviel Modenazis hier rumlaufen. Beurteilt ihr Menschen immer nach ihrem Äußeren?

  85. Olli meint: (20.6.2012 um 01:56) AntwortenReply to this comment

    @Kurt: Und lass mich raten ohne Bericht wäre dir das niemals aufgefallen oder?

    ALso warum regst du dich auf.

  86. Björn meint: (20.6.2012 um 02:15) AntwortenReply to this comment

    Die Seriosität und vor allem fachliche Kompetenz von Anzugträgern haben wir bei den 1, 2, 3 Kleinigkeiten rund um Banken und Immobilien weltweit gemerkt. Die müssen ja bekanntlich auch immer so rumlaufen, damit der Kunde gleich sieht, wie stilsicher, kompetent und seriös diese Menschen sind.

    Das gerade die lupenrein demokratische SPD an dieser Stelle ein Abkupfern ihres eigenen Modestils fordert, sollte mich jetzt überraschen, oder? Oder vielleicht sollte ich das einfach nur als Bestätigung sehen…? Man weiß es nicht…

  87. Horst meint: (20.6.2012 um 03:54) AntwortenReply to this comment

    @AiA: Und was "ordentliches Anziehen" ist definierst du oder wie?
    Die Anzugfuzzies im Parlament zeigen auch wenig Respekt gegenüber meinem ästhetischen Empfinden, wenn sie ihre viel zu vollgefressenen Körper in Hemd und Krawatte zwängen, das der Fleichwulst über dem Kragen heraus quillt oder sich die aufgequollene Muddi aus der Uckermark in viel zu engen Hosenanzügen verkrampft vor der Kamera präsentiert.
    Und ich wüßte gerne einmal was genau an kurzen Hosen respektlos oder unangemessen sein soll und wo ich jenen Ansichten aus den postfaschistischen 50ern zustimmen muß wenn ich mich für eine Wahl aufstelle.

  88. CR meint: (20.6.2012 um 15:16) AntwortenReply to this comment

    Die Kleinanzeige wurde eingestellt bei ebay und ist nun unter einer anderen Auktionsnummer zu finden (weitere Angebote des Verkäufers).

  89. Modista meint: (20.6.2012 um 22:43) AntwortenReply to this comment

    Zur Auflockerung der Diskussion könnte UV ja mal mitteilen, wie er seine Mandanten empfängt.

    Vielleicht im Dreitagebart mit ungewaschenem T-Shirt und Bermudashorts.

    Einfach nur der Fairness halber bitte mal mitteilen. Vielleicht auch, worauf UV bei der Anstellung neuer Mitarbeiter (Mädels an der Empfangstheke) Wert legt.

  90. Mario H. meint: (21.6.2012 um 16:08) AntwortenReply to this comment

    Die ursprüngliche Auktion musste beendet werden, eine neue wurde eingestellt: ebay.de/itm/Die-echte-ori...ory=883&cmd=ViewItem

  91. drui meint: (22.6.2012 um 09:16) AntwortenReply to this comment

    Wie war das mit "die Parlamentarier sind ein Spiegelbild und Repräsentanten der Gesellschaft"? In meiner Nachbarschaft (und das ist in Berlin) laufen nicht alle mit langen Hosen und Sakkos herum, es sind auch nicht 80% Lehrer und Juristen oder 70% sich als Elite fühlende Arschlöcher. Es wird Viele überraschen, aber die SPD war mal eine Arbeiterpartei, vor ca. Hundertmillinonen Jahren.

  92. heinz meint: (23.6.2012 um 14:53) AntwortenReply to this comment

    Dass Leute, die ein gepflegtes Äußeres ihrer Volksvertreter fordern, hier regelmäßig nicht nur diffamierend, sondern sogar beleidigend als hirntot, demokratiefeindlich und co bezeichnet werden, zeigt vielmehr die Intoleranz der piratenfreundlichen Anhängerschaft hier gegenüber dem "Establishment" und die fast an Rassismus grenzende permanente Anfeindung derjenigen, die es wagen, Piraten überhaupt zu kritisieren.

    Ob das jetzt die besseren Demokraten sind… mein Gott ihr seid so lächerlich.

  93. Horst meint: (24.6.2012 um 00:50) AntwortenReply to this comment

    Ja heinz, du bist jetzt ein Opfer des Rassismus. Fast so schlimm wie von der NSU abgeschlachtet zu werden, doch. Eine Runde Mitleid..
    *tätschel*

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