Verloren zwischen Postfach und Postnummer

Das sollen lauter Zufälle sein? Oder steckt nicht doch ein Geflecht schlapper Pflichterfüllungen dahinter? Das fragt ein Kunde aus dem Düsseldorfer Norden erstens sich, zweitens die Elektronikfirma Medion in Essen und, wie kann es anders auch sein, unsere Deutsche Post. Es wird, nach aller Erfahrung, kein Einzelfall sein.

Der Kunde hatte ein simples Kabel bei Medion bestellt. Die bemühten ihre Datenbank und schickten das Kabel, obwohl ihnen die neue Kunden-Anschrift bekannt war, an die alte. Die Post forschte nicht weiter, beförderte das Kabel zurück an Medion. Die Firma bat um Nachsicht, brachte es noch mal auf den Weg, nun korrekt ans geschäftliche Postfach des Kunden in der Postfiliale Kaiserswerth adressiert. Doch die Post muckte.

Sie notierte: „Die Sendung wurde fehlgeleitet und konnte nicht zugestellt werden.” Die Begründung dafür ließ sie offen. Auf Nachfrage des Kunden zuckte in der Postzweigstelle Kaiserswerth ein netter Mitarbeiter mit den Schultern. Auch bei Medion zeigte sich leichte Nervosität.

Zum dritten Mal wurde das Kabel auf den Weg gebracht. Die Firme verspricht einen „erstklassigen Service“ für alle ihre Produkte. O ja! Hat sie denn nicht mit der Sturheit der Deutschen Post gerechnet. Die stellte lapidar fest: „Rücksendung eingeleitet“. Denn: „Der Empfänger ist unbekannt“. Der Kunde schrie auf, fasste sich an den Kopf und rief die Post an.

Dort ließ ihn eine Dame streng wissen: „Wir stellen keine Pakete an ein Postfach zu!“ Auch nicht, wenn in der Filiale der Post eine Tür weiter Mitarbeiter Kunden bedienen. Das sei einfach so. Punktum. Und die Firma Medion, die wisse das auch. Warum die also ein – nicht sonderlich dickes – Kabel per Paket an ein Postfach schicke, das sei schleierhaft. Der Kunde, inzwischen ein bisschen zermürbt, blieb tapfer.

Er schaute sich die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) der Post an. Und siehe da. Der Kunde, einerseits, hatte wie vereinbart der Post seine private Hausanschrift offenbart. Und an die, dazu hat sich die Post anderseits verpflichtet, werden dann größere Sendungen, ausdrücklich auch „Pakete“ zugestellt. Diese juristische Betrachtung ließ der Kunde aber erst mal beiseite.

Weil die Postfiliale Kaiserswerth telefonisch für die Kundschaft nicht erreichbar ist, machte er sich auf den Weg dorthin. „Ob das Paket nicht vielleicht doch…“, fragte er. Der nette Mitarbeiter versuchte per Telefon (doch, doch da stehen tatsächlich mehrere funktionierende Apparate) einen Rat einzuholen, bekam aber keine Verbindung zu seiner Zentrale und tat, was er in solchen Fällen tut. Er zuckte mit den Schultern.

Neben ihm, auf dem Tresen, entdeckte der Kunde einen Prospekt der Deutschen Post. „Ab sofort Pakete in Ihrer Wunschfiliale abholen“, so wird es versprochen. Und: „Lassen Sie Ihre Pakete direkt in eine Filiale Ihrer Wahl schicken, um sie dort abzuholen“.

Mehr noch: „Bei Ihrer nächsten Bestellung geben Sie anstelle Ihrer Straße und Hausnummer Ihre persönliche PostNummer sowie die Nummer der gewünschten Filiale an“. Wer jetzt den vernünftigen Vergleich zu einem Postfach zieht, liegt zwar mit dieser Vermutung sehr nahe an der Wahrheit. Aber irgendwie völlig schief. Es wird womöglich, wir ahnen es, ein reiner Zufall sein. (pbd)

31 Gedanken zu “Verloren zwischen Postfach und Postnummer

  1. 1

    Vorsicht Der Teufel steckt im Detail! Sollte – um beim Beispiel zu bleiben – Medion das Kabel nun per Päckchen oder Warensendung schicker; ich gebe zu Bedenken, dass der Kunde die Versandart in der Regel vorher nicht weiß, geht die Sendung auch wieder zurück. Päckchen und Warenensendungen sind eben keine Pakete. BTDTGTT – Service made by Deutsche Post!

  2. 2

    Herr Vetter,

    Postfach und PostNummer haben in der Tat nichts miteinander zu tun, lassen sich nicht kombinieren oder äquivalent behandeln.

    Die Postnummer ist eine vom Postfach unabhängige Kundennummer, die eine Zuordnung zu Postservices erlaubt. Das hat nichts mit der Einrichtung eines Postfachs als Empfangsvorkehrung i.S.d. §130 BGB.

    Ich bin irritiert über diesen blog.

  3. 3

    Per Warensendung an das Postfach wäre es “okay” gewesen.

    Neben ihm, auf dem Tresen, entdeckte der Kunde einen Prospekt der Deutschen Post. „Ab sofort Pakete in Ihrer Wunschfiliale abholen“, so wird es versprochen. Und: „Lassen Sie Ihre Pakete direkt in eine Filiale Ihrer Wahl schicken, um sie dort abzuholen“.

    Mehr noch: „Bei Ihrer nächsten Bestellung geben Sie anstelle Ihrer Straße und Hausnummer Ihre persönliche PostNummer sowie die Nummer der gewünschten Filiale an“. Wer jetzt den vernünftigen Vergleich zu einem Postfach zieht, liegt zwar mit dieser Vermutung sehr nahe an der Wahrheit.

    Nicht vergleichbar. Ein Postfach ist nunmal ein Postfach, nicht größer als ein normaler Briefkasten.

    Die Pakete an die Filiale mittels Postnummer landen eben auch nicht in irgendeinem Fach, sondern im Lager der Filiale.

  4. 4

    Soweit ich aus dem Text entnehmen kann, ist der Deutschen Post die private Anschrift des Postfachinhabers bekannt.

    Wäre es denn so unglaublich schwierig, anstatt das Paket zurückzuschicken Ihm das zuzustellen, im schlimmsten Fall mit Bearbeitungsgebührt?

    Das wäre ja zwar Sinnvoll, aber nicht Regelkonform.
    Und Regeln einzuhalten ist des Deutschen höchste Pflicht!

  5. 5
  6. 6

    Wenn ein Kunde das Paket zuhause nicht angenommen werden kann, wird eine Benachrichtigung mit Information über die Abhol- oder Zustellmöglichkeiten in den Briefkasten geworfen. Es sollte daher doch eigentlich auch möglich sein, eine solche Benachrichtigung in das Postfach zu werfen.

  7. 7
  8. 8

    Wo ist nun das Problem hier? Ein Postfach heißt Postfach und nicht Post- und Paketfach, oder?

  9. 9

    3 mal ist es bisher vorgekommen:

    Ich schicke eine Ware, die per ebay ersteigert wurde von A nach B.
    A ist meine Adresse und oben links in der Ecke recht klein gehalten.
    B ist die Adresse des Empfängers und ist im rechten unteren Viertel des Päckchens recht groß geschrieben.

    Ich schicke also ein Päckchen von A nach B und gebe es in A zur Post.

    Drei Tage später ist es wieder bei mir.
    Ist ja auch logisch. Denn ein Päckchen, das in A zur Post gegeben wird muß natürlich auch in A zugestellt werden. Zumal dann, wenn der vermeintliche Absender hunderte Kilometer entfernt in B wohnt. Da wird er wohl von B nach A gefahren sein um dort bei der Post das Päckchen aufzugeben.

    Das ganze drei mal im Abstand von mehreren Monaten.
    Seit dem schreibe ich immer mit fettem roten Edding EMPFÄNGER ins rechte untere Viertel und mache noch einen fetten roten Rand um die Adresse.

  10. 10

    Ach nee, jetzt auf einmal soll auf Datenschutz geschissen werden, wenn es den Lawblog-Leser gerade mal in den Kram passt? Der Postbote soll also mal eben ALLE Daten des Kunden einsehen können, ja, einfach so, um kulant zu sein? Missbrauch ist ja vööölig ausgeschlossen, und keiner hat was zu verbergen, ne!

  11. 11

    Postfächer sind für Briefe und Karten praktisch, aber ansonsten nicht für größere Sendungen ausgelegt – sie haben aber den Vorteil, dass jederzeit die Post abgeholt werden kann oder zumindest in einem großen Zeitfenster.

    Bei der Postnummer, die eigentlich keine großen Vorteile gegenüber der normalen Zustellung hat, wird das Paket halt an die Filiale geschickt und mit der Postnummer ausgestattet, was insofern die Adresse ersetzt. Dies sagt aber noch nichts darüber aus, in welchem Zeitrahmen der Empfänger das Produkt abholen kann – wenn es z.B. eine “wir sind direkt in einem Schuhgeschäft-Filiale” ist, dann hat er eben nur bedingt Möglichkeiten, das Paket abzuholen, das hat aber z.B. Vorteile, wenn irgendwelche Zusteller, die anonsten die “Rufen Sie uns an, sonst liegt Ihr Paket in dem 150 km entfernten Wrenlager”Zettelchen in den Briefkasten werfen, die Ware eben bei der Filiale vorbeibringen.

    Nur mal so die Öffnungszeiten einer Filiale in Nds, Einwohnerzahl ca 7.000 Einwohner:
    Mo: 09:00-12:00
    Di-Fr: 09:00-12:00 & 15:00-18:00
    Sa: 09:00-12:00

    Wähend also die Briefe vom Postfach jederzeit abgeholt werden können, hängt beim Paket und Päckchen wieder alles von der Filiale ab. Ist also ein großer Unterschied.

  12. 12

    Wer jemals Pakete von DPD oder Hermes erhalten hat (bzw. versucht hat, zu erhalten) wird Glückstränen verstömen, wenn der DHL wieder kommt. Meine an die Zusteller gericheten Weihnachtsumschläge sind aus gutem Grund so gefüllt:
    DPD: 0,00 EUR
    UPS: 0,00 EUR
    Hermes: 0,00 EUR
    German Parcel: 0,00 EUR
    TNT: 0,00 EUR
    DHL: 30,00 EUR

  13. 13

    Wo wäre denn das Problem für die Post ein Paket an ein Postfach wie eine nicht zugestellte Paketsendung zu behandeln?

    Einfach das Paket zu all den Anderen stellen die auf Abholung warten, und eine orange Abholkarte in das Postfach legen.

    Aber so viel Service ist wohl zu viel verlangt. Genauso dumm, dass man keine Sendung mit dem Vermerk “eigenhändig” an eine Packstation senden kann, obwohl man sich dort mit Karte und Pin/Tan authentifizieren muss.

  14. 14
  15. 15

    Warum die also ein – nicht sonderlich dickes – Kabel per Paket an ein Postfach schicke, das sei schleierhaft.

    Damit wäre eigentlich alles gesagt. Warum so mancher (auch nicht unbedingt kleiner) Versandhändler es nicht schafft Adressen, Versandform und Logistikdienstleister auseinander zu halten, ist mir auch ein großes Rätsel. Bekomme selber meine DHL/Post- Pakete an die Packstation geliefert, es ist schon das ein oder andere Mal vorgekommen dass dann der Versandhändler doch nicht mit DHL verschickt hat, aber trotzdem NICHT an meine Rechnungsadresse geliefert hat sondern versucht hat an die Packstation zu liefern die aber nur von DHL beliefert wird. Dann kommt ne Woche später ne Mail was denn mit meiner Adresse nicht stimmt das Paket sei unzustellbar zurückgekommen, auf meinen Hinweis dass die Packstation nur mit DHL beliefert wird wollte man dann doch meine Hausanschrift haben – DIE ICH JA SCHON ANGEBEBEN HATTE. Ein unnötiger Versand und mehrere unnötige Emails – weil niemand auch nur einmal tatsächlich einen Blick auf meine Bestellung geworfen hat.

    Also soviel zu Versandunternehmen und Logistikdienstleistern. Kenntnisse über die eigene Branche sollte man nicht unbedingt erwarten.

  16. 16

    @Harald: Dafür gibt es diese zu beschriftenden Adressaufkleber die in der Post ausliegen, dann passiert sowas auch nicht

  17. 17

    2 Briefe an einem Tag an die gleiche Adresse.
    1 x Übergabe Einschreiben
    1 x ein normaler Brief

    Das Einschreiben kommt zurück. Empfänger unbekannt.

    Wo Menschen arbeiten gibt es Fehler.

    Auch solche Fehler, die sich weder mit Logik noch sonst irgendwie erklären lassen.
    Selbst Bosheit greift da nicht mehr.

  18. 18

    In der heutigen Zeit?

    Wer jetzt den vernünftigen Vergleich [...]

    Wer achtet denn die “Vernunft” noch?
    Heutzutage ist “Arbeit” ja nur dazu da “Geld” zu verdienen. Wer was wann warum und wie macht ist irrelevant.
    Es geht nur um “billigstmöglich” ohne die Pfuschgrenze
    zu überschreiten, tangiert wird sie ständig.
    @heinz: Ich mutmaße mal, daß Herr Vetter noch in der Lage ist vernünftig zu denken, obwohl er Jurist ist. Nennt sich das richtige Leben. Denn der von Ihnen erwähnte Unterschied betrifft nur die juristische Ebene. Auf der Sachebene sieht es deutlich anders aus. Da ist also die Postfiliale, ausgestattet mit: Personal, Postfächern, und manuell bedientem Paketlagerplatz nebst Lagerliste. Was also spricht rein sachlich dagegen eine nicht in das Postfach passende Sendung am Paketlagerplatz zu deponieren und einen Hinweis ins Postfach zu legen? Wie gesagt: rein sachlich!

    @Aufklärer: Per Warensendung (undokumentiert, offen), per Maxi-Brief (undokumentiert, verschlossen), aber die exakt gleiche Sendung als Paket (dokumentiert, verschlossen) geht nicht? Das sind willkürliche Unterteilungen, die einer objektiven Betrachtung nicht standhalten.
    Spekulation: Die Kunden sollen daran gewöhnt werden, daß Regeln und Logik zwei Paar Schuhe sind. Siehe Rauchverbot auf Freiluftbahnsteigen.
    Dressur ist angesagt.

    @soeirpo: Aus gutem Grund gab es mal Post-BEAMTE, davon ab, in den Verteilzentren findet eine elektronische Adresserfassung und -verifikation statt, die entsprechenden Datenbanken könnten mit den notwendigen Zusatzinformationen bestückt werden und nur die jeweils Notwendige im Quittungsgerät des Zustellers hinterlegen.

    @Christian:

    Warum so mancher (auch nicht unbedingt kleiner) Versandhändler es nicht schafft Adressen, Versandform und Logistikdienstleister auseinander zu halten, ist mir auch ein großes Rätsel.

    Zeitarbeit, Aushilfen etc. gute Expedienten gibts zwar, die will aber niemand adäquat entlohnen.

    b.

  19. 19

    ich weiß schon, warum ich – wann immer es nur geht – pakete, päckchen, briefe, etc… mir von post-konkurrenz schicken lasse.

    deutsche post, dhl (und der vollständigkeit halber noch die postbank mit erwähnt) gehören zu den inkompetentesten unternehmen, die mir in meinem leben bisher begegnet sind…

  20. 20

    sofern es hier noch niemandem aufgefallen ist: die post hat keine eigenen filialen mehr. die filialen gehören samt und sonders der postbank, siehe beschriftungen. alle anderen “niederlassungen” sind irgendwelche schreibwarenhändler und dergleichen…. “die post” agiert in dieser hinsicht nur noch fernab des kunden und lässt sich nur noch durch vasallen vertreten..

  21. 21

    Lustigerweise funktioniert der Spass auch umgekehrt. Mir wurde erklärt, dass ich an meine Postnummer-Adresse ausschliesslich Pakete schicken lassen kann (ist ja auch die PackBox) – dummerweise weiss man nur nie in welcher Form ein Händler jetzt seine Pakete verschickt – bei Amazon oder so. Spass pur. Eingerichtet habe ich mir die Nummer, weil der Postbote es eine gute Idee fand, meine Pakete bei einem nicht näher deklarierten “Imbiss” abzugeben oder erst gar nicht zugestellt hat und die Karte zur Abholung selbst mit der Post geschickt hat, was dann zu zusätzlichen 2 Tagen Wartezeit führt.

  22. 22

    Ich habe jahrzehntelang ein Postfach gehabt und weiß daher, dass die Handhabung regional unterschiedlich ist. So war es bei mir nie ein Problem “größere Sendungen” zu empfangen, es wurde unbürokratisch ein Zettel eingelegt, dass ich mich bei der Paketausgabe melden soll, selbiges bei Einschreiben & Co.

    Es war allerdings auch schon immer so, dass die Deutsche Post AG die Anschrift des Postfachinhabers mitteilt, wenn der Versender ein berechtigtes Interesse nachweist. Es sei denn der Postfachkunde hat dem ausdrücklich widersprochen. In letzterem Fall würde ich allerdings von einer Geschäftsbeziehung absehen, da das ein beliebter Schuldnertrick ist.

    Päckchen werden übrigens offiziell nicht ins Postfach eingelegt.

    Davon abgelöst, ich verstehe das Problem nicht so ganz. Bevor der Versender eine Sendung auf den Weg bringt, muss er aus den Kundendaten eine zustellfähige Adresse auswählen bzw. ermitteln. Das ist doch nicht so schwer oder? Das Problem liegt eindeutig beim Elektronikversender und weniger bei der Post.

  23. 23
  24. 24

    Tja, das mit dem Kundenservice bei der Deutschen Post klappt leider erfahrungsgemäß vorn und hinten nicht.

    Das merkt man nicht nur als Postfach-Kunde wie im hier beschriebenen Fall (mal wieder), sondern sehr gerne auch immer wieder als Packstation-Kunde.

    Unternehmerisch und juristisch mag es sicher nicht ungewöhnlich sein, aber welcher normale Kunde kann und will verstehen, dass die Firma DHL vollen Zugriff auf alle Packstationsfächer hat und ggf. nicht zustellbare Pakete in der dazu gehörenden Postfiliale hinterlegen darf, während die Firma DHL-Express – obwohl wie DHL, Packstation und die Postfiliale ebenfalls eine Tochter der Deutsche Post AG – nur eine Hand voll Fächer in der gleichen Packstation benutzen darf und möglicherweise mangels Platz in der Packstation diese wieder mitnehmen muss, statt sie in der Postfiliale abgeben zu dürfen.

    Da kommen dann eilige DHL-Express-Pakete (“garantiert vor 12 Uhr”) irgendwann mal Tage später an. Oder gar nicht. Kommuniziert werden solche Kuriositäten natürlich nicht – schlauer wird man nur, wenn man die Glasgoogle befragt.

    Nötigt man die Deutsche Post AG, die DHL, DHL-Express *und* auch Packstation, darf man sich immerhin von allen vier Unternehmen über eine einheitliche Antwort freuen: gar keine :(

  25. 25

    Zu Wunschfiliale und DHL lässt sich aus meiner Sicht nur sage:

    Versager!

    Bei der letzten Bestellung, durch Erfahrung klug geworden, wurde ich nach ein paar Tagen Wartezeit ohne SMS-Benachrichtigung nervös. In der Sendungsverfolgung auf paket.de erschien die Sendung auch nicht.

    Doch man kennt seine Pappenheimer. Daher wagte ich es, unter Aufbietung aller Willenskräfte, ohne SMS-Benachrichtigung in besagter Wunschfiliale nachzufragen. Nach einer Minute Diskussion warum das Paket gar nicht da sein kann (wir erinnern uns, keine Benachrichtigung), sah man lustlos pro-forma im Lager nach und fand es …

    Danach musste ich mir einen Vortrag anhören, wie das mit der Wunschfiliale wirklich funktionieren soll, wie es das Paket wagen konnte einfach so in der Filiale zu erscheinen und wie ich es wagen konnte ohne Benachrichtigung zu erscheinen. Nebenbei versuchte die Vortragende immer wieder vergeblich den Barcode auf der Sendung zu scannen. Irgendwas lief bei dem Qualitätsunternehmen gar nicht wie geplant.

    Schließlich händigte man mir die Sendung ohne Scannen, nach Vorlage meines Personalausweises und nach Ablehnung meiner DHL Goldcard aus. Dabei schreibt DHL selber, dass zur Abholung die Goldcard vorgelegt werden muss. Na ja.

    Einen Tag später fand ich auf paket.de auch die Sendung in der Sendungsverfolgung. Das stand irgendwas in der Art von Auslieferung abgebrochen und zurück an Absender …

  26. 26

    @dude:
    Postbank und Deutsche Post haben nichts mehr miteinander zu tun, es sind getrennte Unternehmen. Die Postbank gehört zur Deutschen Bank.
    Aber du hast schon recht. Ausbeutung zu unterstützen ist wesentlich besser als ein logistisch ausgeklügeltes System nicht annehmen zu wollen und Ausnahmen verlangen ohne Aufpreis, nur weil “kann ja nicht so schwer sein”.
    Kunden wie du … lass dir ruhig weiter von Hermes alles liefern.

  27. 27

    @Albert:
    Dazu muss man wissen, dass Packstation und SMS-Versand rein technisch 2 unterschiedliche Prozesse sind, die zwar ineinander greifen, aber nicht voneinander abhängig sind.
    Es kann also auch mal vorkommen, dass das System mit dem SMS-Versand versagt und dann die vorgelagerten Prozesse (Paket in die Wunschfiliale bringen) eben trotzdem funktionieren. Da hilft aber auch mal ein Anruf in der Hotline. Die können nämlich die SMS auch neu generieren oder eben nachschauen wo der Prozess kleben geblieben ist.
    Manchmal ist Technik eben auch nur ein Mensch. Aber wir wollen unsere Amazon-Pakete ja auch morgen früh haben wenn mir heute Abend noch das Geld locker sitzt. Es soll sich nur einer der Meckerer mal vorstellen welche logistische Meisterleistung dahinter steckt. Dann werdet ihr ansatzweise (!) erahnen können was wirklich alles geleistet wird.
    Aber über 90% Kundenzufriedenheit reicht eben offenbar nicht. Irgendwas ist ja immer und sei es nur dass die Sonne nicht scheint wenn das Päckchen geliefert wird.

  28. 28

    @Michael:
    Du meinst also wo andere 15,- bezahlen für eine automatische Weiterleitung (siehe Umzugsservice), soll ein fehlerhaft geliefertes Paket einfach mal kostenfrei weitergeleitet werden, weils ja nicht soviel Aufwand macht?
    Schonmal überlegt wie das “mal eben so” bei 20.000 Paketen und Päckchen pro Stunde und pro Verteilzentrum gehen soll? Sowas passiert doch am laufenden Band, natürlich ist die einzige Lösung die Kunden zu erziehen. Klar, blöde Vorschriften, aber dafür klappts eben auch mit der Lieferung am nächsten Tag wenn alles ordnungsgemäß gemacht wird.

  29. 29

    Er schaute sich die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) der Post an. Und siehe da. Der Kunde, einerseits, hatte wie vereinbart der Post seine private Hausanschrift offenbart. Und an die, dazu hat sich die Post anderseits verpflichtet, werden dann größere Sendungen, ausdrücklich auch „Pakete“ zugestellt. Diese juristische Betrachtung ließ der Kunde aber erst mal beiseite.

    Diesen Absatz haben die aufgeregten Vorkommentatoren wohl übersehen…
    (Hervorhebung von mir.)

  30. 30

    … eine meiner Banken hat mich vor einigen Tagen unhöflich aufgefordert
    mein Postfach gegen eine “natürliche” Adresse zu Tauschen.
    Dazu müsste ich auch eine entsprechende Urkunde einreichen oder mein Konto würde aufgelöst werden.

  31. 31

    Hier ist eine Abhilfe, die ich verwenden, wenn Sie des Seins aus der Auktion geschlossen zugeführt werden, weil der eBay-Verkäufer nicht zu Ihrem Land versenden. Das Gleiche gilt für Online-Händler, die zu Ihrem Ziel versenden verweigern.

    Wenn Sie sich mit BPM, erhalten Sie lokale Lieferadressen in 6 Ländern.
    Tropfen Punkte umfassen: USA, UK, Deutschland, Frankreich, Belgien und Luxemburg. Dann verwenden Sie diese für den Kauf von wem Sie wollen, unabhängig davon, wo die Verkäufer versendet oder nicht.

    Sie haben dann alle Ihre Einkäufe zu einem zusammengefügt, auch aus den verschiedenen Ländern, und verwenden Sie das Paket Postservice zu Hause haben alles in nur einer Sendung geschickt, wo immer Sie in der Welt sind!

    Mitgliedschaft für die Vermietung dieser Adressen und die Nutzung des Dienstes ist nur 5 € pro Monat.
    Sie können es auf http://www.bpm-lux.com

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