28.10.2004

DRUCKMITTEL

Wie hilfreich für Strafverfolger das Druckmittel Untersuchungshaft ist, zeigt sich am Fall Karsten Speck. Jahrelang hat er geleugnet, nach einer Woche Gefängnis legt er eine Art Geständnis ab. Und seine Verteidiger ziehen 77 Beweisanträge zurück.

Das ist übrigens genau die Situation, in der immer wieder passiert, was man sich gemeinhin kaum vorstellen kann: ein falsches Geständnis.

14 Kommentare zu “DRUCKMITTEL”

  1. F L A M E meint: (28.10.2004 um 08:12) AntwortenReply to this comment

    Na einmal U-Haft – Dusche und zurück, da wird jeder weich ;-)
    Eine kleine Kostprobe dessen was ihn in Zukunft erwartet.
    ME geht es in Deutschen Gefängnissen viel zu human zu.
    Sein Geständnis hat ihm leider nichts genutzt er bleibt wohl vorerst drin.
    Gab´s doch mal so ein AOL Slogan: In ist wer drin ist ;-)

    Grüße Flame

  2. paulo meint: (28.10.2004 um 08:36) AntwortenReply to this comment

    Die Humanität einer Gesellschaft zeigt sich auch darin, wie die Gesellschaft mit ihren "Getsrauchelten" umgeht.

  3. Chris meint: (28.10.2004 um 09:22) AntwortenReply to this comment

    @Flame
    ME hättest Du das nicht geschrieben, wenn Du schon mal drin gewesen wärst.

  4. Ghettomaster meint: (28.10.2004 um 09:54) AntwortenReply to this comment

    Ich hab mic hgrade gefragt was man mit einem Gefangenen macht der unter starker Platzangst leidet… Ihn in einen engen Raum zu sperren würde ihn ja seine, ich sag mal, "körperliche Unversehrtheit" kosten, da mit schweren psychischen Schäden zu rechnen wäre (ob das schon ne Körperverletzung ist weiß ich nicht). Wird der dann zwangstherapiert?

    CU
    Ghettomaster

  5. F L A M E meint: (28.10.2004 um 11:16) AntwortenReply to this comment

    @chris
    1989, 48 Stunden in einer Zelle der Staatssicherheit, halbnackt unbeheizterweise haben mir ausgereicht.
    Was ich mich dennoch gerade frage wieviel Prozent der U Haft Insassen dort zu unrecht sitzen?

    Grüße F L A M E

  6. Sebastian Kayhs meint: (28.10.2004 um 12:34) AntwortenReply to this comment

    das echt witzig. FLAME hat in seinem Leben schon alles durchgemacht… Egal, worum es geht – er kennt es. Praktisch so jemand…

  7. Anonymous meint: (28.10.2004 um 13:15) AntwortenReply to this comment

    @Sebastian Kayhs
    Meinst du, er könnte auch schon ein Kind ausgetragen haben? In einem seiner früheren Leben?

  8. F L A M E meint: (28.10.2004 um 13:42) AntwortenReply to this comment

    @Sebastian
    Ich bin ja auch nicht mehr der jüngste ;-)

    @anonymus
    Ein Kind habe ich noch nicht bekommen, hatte aber mal eine arge Verstopfung, so das ich mich da hineinversetzen kann.

    Grüße F L A M E

  9. Anonymous meint: (28.10.2004 um 14:26) AntwortenReply to this comment

    @flame
    Puh, Verstopfung mit bösen Wehen. Respekt. Der Mann hat was erlebt.

  10. Sebastian Kayhs meint: (28.10.2004 um 23:12) AntwortenReply to this comment

    Das muß aber eine sehr arge Verstopfung gewesen sein… Nun ja. Vielleicht sprechen wir ja bald auch über einen Flugzeugabsturz oder ähnliches. Hat Flame sicherlich auch überlebt. ;-) Nichts für ungut…

  11. F L A M E meint: (29.10.2004 um 08:38) AntwortenReply to this comment

    @Sebastian

    Einen Fluzeugabsturz habe ich natürlich noch nicht mitgemacht. Leider, stelle ich mir sehr aufregend vor.
    Hätte aber aufgrund meiner Ausbildung bei der 82. Luftlandedivision [Fallschirmjäger] wahrscheinlich gute Chancen.

    Neues Thema ;-)

    Grüße

  12. ernesto meint: (11.7.2005 um 22:40) AntwortenReply to this comment

    leider musste ich selbst 6 jahre die erfahrung Knast "geniessen", allerdings in den Kerkern von Österreich.
    Wer die Zeit richtig nutzt, kann als Mensch auch sehr davon profitieren,sofern er sich wirklich mit sich auseinandersetzt.
    Als ich erfuhr, dass mir Knast drohen könnte, hatte ich kaum noch schlafen können, die schlimmsten Alpträume quälten mich und ich habe oft schon morgens unter der Dusche gekozt. Das war eine schlimme und auch nervenzerreißende Zeit. Also, ich kann sehr gut nachfühlen, wie sich ein Karsten Speck – der vielleicht auch etwas verwöhnt ist – nun empfindet…
    Allerdings mit dem Abstand zur "so normalen" Gesellschaft kann man unter anderem auch feststellen: "Niemand ist frei, der nicht über sich selbst Herr ist. (Matthias Claudius, 1740-1815,dt. Schriftsteller, daß unendlich viele Menschen in der sogenannten Freiheit nicht wirklich frei sind, da sie sich in ihren selbst geschaffenen Käfigen befinden.
    Wer die Zeit hinter Gittern für sich wirklich nutzt, kann eigentlich nur (trotz unzähliger seelischer Schmerzen…) provitieren!
    Ich habe für mich, trotz vielen Verlusten auf der ganzen Linie, für mich sehr viel gewinnen können.
    ernesto

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