4.1.2005

CONTENT-KLAU

Die belgische Firma IzySoft vermarktet großflächig Content – auch den deutscher Weblogs (Beispiel). Für ein paar Euro kriegt der Nutzer die Inhalte per E-Mail. Natürlich ohne genauen Hinweis oder Zugriff auf die Originalseite. Zitat:

Wenn Sie Nachrichten aus einer Anzahl von Quellen lesen, werden Sie das klare und einheitliche Bild der IzyNews-Nachrichten zu schätzen wissen, eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Durcheinander von Formaten und Designs, das man in traditionellen Newslettern und auf Websites findet. Das konsistente IzyNews-Format unterstützt und erleichtert das Lesen und erlaubt es Ihnen, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren.

Ich kann mich der Meinung von IT & W nur anschließen, dass RSS-Feeds für diesen Zweck nicht gemacht sind; jedenfalls nicht meiner.

Da ich die Firma wahrscheinlich sowieso offiziell anschreiben und zur Unterlassung auffordern werde, kann ich gerne auch “Betroffene” mit aufnehmen. Wer sich also gemeinsam wehren möchte, schickt mir bitte eine Mail an lawblog(at)gmx.de.

(Danke an Marc Wickel für den Hinweis)

Nachtrag: Gebt bitte Namen, Postadresse, Mail, euer Weblog und wenn möglich auch eine Telefonnummer durch. Ohne diese Daten kann ich nicht nach außen auftreten. Wenn in dem Schreiben an die Gegenseite bestimmte Daten nicht erwähnt werden sollen, gebt das bitte mit an. Einzelheiten würden dann vor dem Absenden abgestimmt.

56 Kommentare zu “CONTENT-KLAU”

  1. R. Langenhan (Link) meint: (4.1.2005 um 11:15) AntwortenReply to this comment

    Bitte auch in meinem Namen; Hinweis auf "Urheberrecht/Sidebar". Gruß RL

  2. Moe (Link) meint: (4.1.2005 um 11:18) AntwortenReply to this comment

    >Natürlich ohne genauen Hinweis oder Zugriff auf die Originalseite.

    Wie ist das gemeint? Die Screenshots sahen mir schon danach aus, als ob die URL der Beiträge angegeben würde. Was wahrscheinlich nur ein Detail am Rande ist.

  3. Martin Otten (Link) meint: (4.1.2005 um 11:19) AntwortenReply to this comment

    Immerhin habe ich durch die Seite (google sei dank ;-) ) noch ein paar interessante Blogs gefunden.

    Andererseits verdient ja google durch google-news auch Geld. Die Frage ist daher, ob ein solchen "Newssammler" illegal ist.

  4. dogfood meint: (4.1.2005 um 11:54) AntwortenReply to this comment

    @martin: google-news hat meines wissens ein "opt-out". zeitschriften/zeitungen die nicht ausgewertet werden wollen, können sich bei google melden.

    @udo: wo ist die grenzziehung zwischen izyNews und artverwandten diensten wie z.B. newsIsFree oder syndic8, die RSS-feeds z.B. aufgrund empfehlung von dritten aufnehmen? wo ist die grenzziehung zu jeder art von webservice, die RSS-feeds bzw. content anderer leute spidern/scannen und damit direkt oder indirekt via werbeeinblendungen geld verdienen?

    izynews, zumindest meiner meinung nach, verkauft eine technische dienstleistung und bewirbt eben diese und nicht spezifischen content, nicht anders als es ein software-hersteller tut.

    ich bin zugegebenermaßen mit meiner "meinungsfindung" noch nicht zu ende, aber ich kann noch keine argumentation bzgl des "content-diebstahls" erkennen.

    (P.S: original-links zu den beiträgen sind bei izyNews auf den übersichtsseiten jedes blogs vorhanden. kein wunder stehen diese doch auchin den feeds)

  5. dogfood meint: (4.1.2005 um 12:05) AntwortenReply to this comment

    nachtrag: problematisch wird es für meinen geschmack bei den "Exklusive, erweiterte Newsfeeds", bei denen izyNews anscheinend über den feed hinausgehende zusatzinformationen in einen gesonderten feed einspeist und damit den feed nicht mehr in seiner ursprünglichen form belässt (izyNews zeigt es exemplarisch an einem ZDF Newsfeed). das scheint mir aber derzeit nur bei einigen wenigen feeds von "professionellen" medien der fall zu sein (ZDF, N24, netzeitung)

  6. 7/4 meint: (4.1.2005 um 12:13) AntwortenReply to this comment

    dogfood: wenn die einen dienst anbieten, der ohne unseren content seine daseinsberechtigung verloere, hat man (zumindest moralischen) anspruch auf teile des gewinnes. dass die fuer eine dienstleistung (und nicht inhalte) kassierten, halte ich fuer augenwischerei.

  7. Stefan meint: (4.1.2005 um 12:30) AntwortenReply to this comment

    Übrigens kann man mit Mozilla Thunderbird auch ganz gut Informationen per RSS einsammeln und braucht nicht solche Firmen. Eine kurze Einführung findet man hier:
    kb.mozillazine.org/index....rbird_:_FAQs_:_RSS_Basics

  8. dogfood meint: (4.1.2005 um 12:38) AntwortenReply to this comment

    @7/4: hast du dein ansinnen auch schon google vorgetragen?

    was den "moralischen" anspruch angeht: ich halte ihn nicht für unberechtigt: izyNews bedient sich (u.a.) der blogger-community für sein geschäftsmodell. izyNews kann aber nicht zu unrecht argumentieren, dass sie der öffentlichkeit ein RSS-portal/-verzeichnis zur verfügung stellen.

  9. SurfGuard (Link) meint: (4.1.2005 um 13:40) AntwortenReply to this comment

    Hmmm… Inwiefern greift hier denn Deiner/Eurer Meinung nach nicht das <a href="http://www.jurpc.de/rechtspr/20030274.htm">"Paperboy-Urteil "des BGH</a>? Aus diesem Urteil:

    Ein Internet-Suchdienst, der Informationsangebote, insbesondere Presseartikel, auswertet, die vom Berechtigten öffentlich zugänglich gemacht worden sind, handelt grundsätzlich nicht wettbewerbswidrig, wenn er Nutzern unter Angabe von Kurzinformationen über die einzelnen Angebote durch Deep-Links den unmittelbaren Zugriff auf die nachgewiesenen Angebote ermöglicht [...]. Die Tätigkeit von Suchdiensten und deren Einsatz von Hyperlinks ist wettbewerbsrechtlich zumindest dann grundsätzlich hinzunehmen, wenn diese lediglich den Abruf vom Berechtigten öffentlich zugänglich gemachter Informationsangebote ohne Umgehung technischer Schutzmaßnahmen für Nutzer erleichtern.

    Wenn ich das richtig verstehe, wäre es also nur verboten, vollständige Artikel eines fremden Angebots zu verbreiten, nicht aber Anreißer mit (Deep) Links. Ich kann anhand der Screenshots von IzyNews nicht eindeutig erkennen, ob sie das tun oder nicht. Jedenfalls tun sie es <a href="http://www.izynews.com/de/img/thunderbird_lg3.gif">nicht immer</a>.

  10. strudel (Link) meint: (4.1.2005 um 14:31) AntwortenReply to this comment

    Der Schockwellenreiter war auch auf der Suche nach einem Anwalt in dieser Angelegenheit. Eigentlich wollte ich ihm den Link Deines Beitrags als Kommentar schreiben, aber leider scheint sein Server gerade down zu sein.

    Sein Beitrag war dieser: http://blog.schockwellenreiter.de/7571

  11. Mark Obrembalski (Link) meint: (4.1.2005 um 15:07) AntwortenReply to this comment

    Aus dem, was ich auf der Website sehe, kann ich nicht erkennen, dass über den Inhalt der eigentlichen RSS-Feeds hinaus oder ohne Zugriff auf die Originalseiten Inhalte übernommen würden. Was die zahlenden Kunden bekommen, weiß ich natürlich nicht. Solange die aber im Prinzip nix anderes machen als jurablogs oder die Neuesten Geklauten Nachrichten, habe ich kein Problem mit dieser Nutzung. Auch wenn sie Geld dafür wollen – da vermute ich nur, dass sie wenig Kunden kriegen werden.

  12. Stefan meint: (4.1.2005 um 16:10) AntwortenReply to this comment

    Vom lawblog bekommt man ja per RSS gleich den ganzen Artikel. Von vielen anderen Seiten bekommt man nur den Titel oder einen 'teaser'. Wenn die Firma die Titel & URLs per E-Mail verschicken wollte, wäre das ziemlich sinnfrei. Daher vermute ich, dass sie den Rest automatisch holen und dann daraus eine Art "Blogspiegel" (analog zu einem Pressespiegel) zusammenstellen.

  13. ck (Link) meint: (4.1.2005 um 18:22) AntwortenReply to this comment

    Meine erste Reaktion entspricht der von Udo, vor allem weil der Zugriff auf das Originalblog versperrt schien. Aber nach weiterer Pruefung gelange ich doch auf das Original. Die angebotene Leistung erfasst nicht nur die Formattierung und Lieferung, sondern auch die Auswertung der Beitraege. Ha! Wenn sie das tun, setzen sie sich auch einer Haftung fuer den Inhalt aus. Da sie gegen Nutzungsbestimmungen einzelner Anbieter verstossen, stehen sie ja mit mehr als einem Bein im Gefaengnis oder Schuldturm.

    Andererseits sollte man neue Geschaeftsmodelle nicht im Keim ersticken. Gewisse Anfangsfehler sollte die Gesellschaft tolerieren koennen, und als Urheberrechtsinhaber kann ich technisch solche Eingriffe unterbinden.

    Im Ergebnis tendiere ich heute dahin, die Entwicklung abzuwarten. Sollte der Schaden fuer mich den Nutzen fuer die Gesellschaft uebersteigen, ist wohl eine erzieherische Massnahme angezeigt, die das Geschaeftsmodell in sauberere Bahnen lenkt. Beispielsweise kaeme ein Nutzungsvertrag in Frage, der gegen eine Mikro-Verguetung bestimmte Nutzungen zulaesst.

  14. Stefan meint: (4.1.2005 um 18:31) AntwortenReply to this comment

    Wie sollen denn die Blogbetreiber "technisch solche Eingriffe unterbinden", wie Du geschrieben hast? Sie bieten RSS an, das kann man einfach abgreifen und auswerten. Weiterhin kann man anhand der Adressen auch die Inhalte herunterladen, neu zusammenstellen und weiterverkaufen. Eine Blacklist ist nicht praktikabel, weil dieser Anbieter natürlich seine "Ernte" von überall auf der Welt einfahren könnte. Welche Maßnahmen schlägst Du also vor?

  15. Thomas meint: (4.1.2005 um 19:04) AntwortenReply to this comment

    .htaccess-Inhalt:

    Order deny,allow
    Deny from izynews.de

  16. Stefan meint: (4.1.2005 um 19:24) AntwortenReply to this comment

    Fein. Und wenn sie ihre Scripte auf einen anderen Rechner bei einem anderen Provider legen? Die können den Ausgangspunkt ihrer Abrufe automatisch rund um die ganze Welt wandern lassen (Zugriff und Berechtigungen auf andere(n) Rechner(n) vorausgesetzt).
    Die können sich auch eine Strategie mit verteilten Zugriffen ausdenken. Dabei liefern die verteilt liegenden Scripte ihre Ergebnisse an einem zentralen Punkt in einer Datenbank ab.

  17. Stefan meint: (4.1.2005 um 19:35) AntwortenReply to this comment

    Nachtrag: Wenn die Blogbetreiber meinen, dass gegen Lizenzen verstoßen wird und dass Rechte missachtet werden, bleibt nur der Weg zum Anwalt (oder hier eine gemeinsame Aktion mit einem Anwalt). Man muss solche Firmen ächten und auch ihre Kunden dazu bringen, solche "Leistungen" gar nicht erst zu kaufen.
    Technisch sind die RSS-Inhalte und die Blogs meiner Meinung nach nicht zu schützen. Alles, was man in einem Browser oder mit einem Aggregator abrufen kann, kann man auch per Script abrufen.

  18. Michael Preidel (Link) meint: (4.1.2005 um 20:07) AntwortenReply to this comment

    Ich beobachte das seit Monaten, gekommen bin ich darauf mal über die Plagiats-Suchmaschine <a href="http://www.copyscape.com/">Copyscape</a>. Dass sich Izynews für das Versenden eines Newsletters mit zusammengesammelten Inhalten bezahlen lässt, ist mir allerdings neu. Aber genau aus diesem Grund biete ich keinen Vollfeed an – das sind ja nicht die ersten, die das versuchen.

  19. Ulrich Schwanitz (Link) meint: (4.1.2005 um 20:25) AntwortenReply to this comment

    Versuch einer Klarstellung:

    Die Aufgabe von IzyNews besteht darin, die Funktion eines RSS-Readers in einem beliebigen eMail-Programmen abzubilden, ganz unabhängig von spezifischen Inhalten. Der Mehrwert für den Anwender liegt in der Umsetzung des RSS-Formates in eine lesbare Form, in der Verwaltung der Abonnements und in der Verwendung der gewohnten (eMail-) Umgebung.

    Im Ergebnis steht IzyNews also in einer Reihe mit einschlägigen Online- und Offline- Leseprogrammen für RSS-Dateien, ob kommerziell oder auch nicht.

    Darüberhinaus dient unser Verzeichnis -wie andere Suchmaschinen und RSS-Verzeichnisse auch- lediglich der Orientierung und vereinfachten Abwicklung.

    Als Anbieter einer RSS-Datei gestatten Sie wahrscheinlich Ihren Lesern, die Datei in beliebigen, auch kommerziell vertriebenen RSS-Reader-Programmen oder Online-Diensten zu betrachten. Analog wäre es auch, einem ungeliebten Anbieter eines Webbrowsers das Anzeigen bestimmter HTML-Seiten zu verbieten. Insofern würden wir uns freuen, wenn Sie und wir ohne Sonderregeln für IzyNews auskommen könnten.

    Ich hoffe, damit etwas zur Klärung beigetragen zu haben. Über ein Antwort würde ich mich freuen.

    Mit freundlichen Grüßen,
    Ulrich Schwanitz

    für IzyNews http://izynews.de

  20. Stefan meint: (4.1.2005 um 20:55) AntwortenReply to this comment

    Zitat: "Die Aufgabe von IzyNews besteht darin, die Funktion eines RSS-Readers in einem beliebigen eMail-Programmen abzubilden, ganz unabhängig von spezifischen Inhalten."

    Merkwürdig: Mein E-Mail-Programm kann das. Es holt sich genau die Informationen der Blogs und der Info-Seiten, die ich beobachten möchte. Es holt sich auch die Header und Artikel der Newsgroups, die ich gern lesen möchte. Ich kann nicht nachvollziehen, dass jemand dafür *bezahlt*, sich diese Informationen irgendwann später per E-Mail zusenden zu lassen. Wie oft "liefern" Sie denn pro Tag?

    Zitat: "Im Ergebnis steht IzyNews also in einer Reihe mit einschlägigen Online- und Offline- Leseprogrammen für RSS-Dateien, ob kommerziell oder auch nicht."

    Falsch. Denn eine derartige Software ist ein Werkzeug zum Sammeln der Informationen. Wenn ich das Werkzeug einmal habe, wende ich es nach meinen Vorstellungen an. Sie reichen aber aufbereitete Informationen ("Material") an den Endkunden weiter. Der Unterschied zwischen Werkzeug und Material ist hoffentlich klar?

    Zitat: "Als Anbieter einer RSS-Datei gestatten Sie wahrscheinlich Ihren Lesern, die Datei in beliebigen, auch kommerziell vertriebenen RSS-Reader-Programmen oder Online-Diensten zu betrachten."

    Die meisten Anbieter von RSS-Daten und Blogs gestatten explizit *nicht*, dass ihre Informationen kommerziell weiterverbreitet werden. Frage: "Betrachtet" Ihre Firma Daten oder verkauft sie diese Daten gesammelt und aufbereitet an Endkunden?

    Zitat: "Analog wäre es auch, einem ungeliebten Anbieter eines Webbrowsers das Anzeigen bestimmter HTML-Seiten zu verbieten."

    Mit Verlaub: Dieser Vergleich ist Unfug. Webbrowser sind ein Werkzeug, um diverse Internetdienste nutzen zu können. Ihre Firma stellt aber kein solches Werkzeug zur Verfügung. Ihre Firma sammelt Informationen, bereitet sie auf und gibt sie in aufbereiteter Form weiter. Das wäre kein Problem, wenn Sie sich dabei an die Regeln hielten, die durch die Anbieter für sich in Anspruch genommen werden. Offenbar sehen die Anbieter diese Regeln aber als verletzt an. An welcher Stelle besteht für einen Informationsanbieter die Möglichkeit, Ihren Service "abzubestellen"?

  21. Kristian Köhntopp (Link) meint: (4.1.2005 um 21:26) AntwortenReply to this comment

    "Wie oft “liefern” Sie denn pro Tag?"

    Izynews liefert gar nicht. Izynews betreibt einen IMAP-Server ("telnet izynews.de 143"), auf dem ein Haufen öffentlicher Ordner verwaltet werden, für jeden Feed einer. In diesem öffentlichen Ordnern liegen die Inhalte der Feeds in HTML-Mails konvertiert vor.

    Izynews macht also Kopien von den Daten aus den RSS-Feeds, formatwandelt diese Kopien, und stellt diese kopierten, formatgewandelten Daten dann Dritten zum Abruf zur Verfügung. Dritte connecten sich an den Server, bekommen die Ordner zu sehen, die sie subscribed haben und für die sie ggf. bezahlen, und können die Artikel dann mit ihrem IMAP-fähigen Mailclient abrufen.

    "Die meisten Anbieter von RSS-Daten und Blogs gestatten explizit *nicht*, dass ihre Informationen kommerziell weiterverbreitet werden. Frage: “Betrachtet” Ihre Firma Daten oder verkauft sie diese Daten gesammelt und aufbereitet an Endkunden?"

    In meinem Blog steht unter "Lizenz":

    Der Inhalt dieses Blogs ist © Copyright 2004 Kristian Köhntopp. Jegliche Reproduktion und Wiederverwertung nur mit schriftlicher Genehmigung des Autors.

    In einem ähnlichen Fall (Slashdot) habe ich damals erläutert, worum es mir geht (http://kris.koehntopp.de/copyright.txt für eine Kopie des Slashdot-Textes in englischer Sprache). Ich habe kein Problem damit, meinen Content – letztendlich soll das einmal alles sein, was ich jemals geschrieben habe und für aufbereitenswert halte – auf meiner Site kostenfrei zur Verfügung zu stellen. Ich gebe auf Nachfrage oft auch Dritten das Recht, meine Werke zu kopieren, wenn sie am Ziel kostenfrei und öffentlich zur Verfügung stehen, aber ich möchte das gerne kontrollieren können.

    Wenn jemand jedoch meine Werke zum Geld verdienen einsetzt – egal wann, wo und wie, dann will ich das nicht bloß kontrollieren können, sondern ich will sicherstellen, daß dies in einem formal korrekten Rahmen mit Vertrag, Nutzungsbedingungen und einer Kompensationsvereinbarung geschieht. Wem die Transaktionskosten dafür zu hoch sind, muß entweder im frei verfügbaren Bereich bleiben, oder sein Businessmodell überdenken.

    Und das deutsche Recht gibt mir die Mittel, das durchzusetzen.

    So einfach kann das sein.

  22. Kristian Köhntopp (Link) meint: (4.1.2005 um 21:37) AntwortenReply to this comment

    Stefan: "Fein. Und wenn sie ihre Scripte auf einen anderen Rechner bei einem anderen Provider legen? Die können den Ausgangspunkt ihrer Abrufe automatisch rund um die ganze Welt wandern lassen (Zugriff und Berechtigungen auf andere(n) Rechner(n) vorausgesetzt)."

    So groß ist izynews.de nicht. Eine Anfrage nach deren Nameservern ("dig izynews.de ns") liefert diese Nameserver:

    ;; ANSWER SECTION:
    izynews.de. 226818 IN NS server1-ns1.udagdns.net.
    izynews.de. 226818 IN NS server1-ns2.udagdns.net.
    izynews.de. 226818 IN NS server1-ns3.udagdns.net.

    Eine weitere Frage an den ersten Nameserver nach deren Zone ("dig @server1-ns1.udagdns.net. izynews.de axfr") liefert:

    izynews.de. 3600 IN SOA server1-ns1.udagdns.net. hostmaster.united-domains.de. 1 10800 3600 604800 3600
    *.izynews.de. 3600 IN A 62.75.174.182
    izynews.de. 259200 IN NS server1-ns2.udagdns.net.
    izynews.de. 14400 IN MX 10 appendix.udag.de.
    izynews.de. 259200 IN NS server1-ns1.udagdns.net.
    izynews.de. 3600 IN A 62.75.174.182
    izynews.de. 259200 IN NS server1-ns3.udagdns.net.
    izynews.de. 14400 IN MX 20 appendix.udag.de.
    izynews.de. 3600 IN SOA server1-ns1.udagdns.net. hostmaster.united-domains.de. 1 10800 3600 604800 3600

    Es gibt also einen A-Record izynews.de, der auf 62.75.174.182 zeigt, und einen Wildcard-A-Record *.izynews.de., der auf dieselbe Adresse zeigt. Mailserver sind die Server von udagdns.net, es gibt also nicht mal einen dedizierten Mailserver von izynews.de, sondern udag.de, die auch die Nameserver für izynews.de betreiben, wickeln das mit ab.

    United Domains AG (http://www.udag.de) ist ein Nameservice Provider und Domainhöker (united-domains.de/kontakt/wir-ueber-uns/) und gehört zum Lycos Konglomerat.

    Die IP 62.75.174.182 kommt aus dem 62.75.174.0 – 62.75.174.255 Range von Admania (http://www.admania.de), einem Anbieter von Colo, Housing und Dedis (Rootservern).

    Ein nmap-Scan der Kiste zeigt 80, 443 (http, https) und 143 (imap). Ein normaler Webspace hätte mehr Dienste, also handelt es sich wahrscheinlich um einen Dedi oder Colo bei Admania.

    Bis zum Beweis des Gegenteils spricht hier alles für einen kleinen Laden mit einer (fragwürdigen) Geschäftsidee, der auf dem RSS-Hype mitreiten möchte, und dem gerade die Blog-Community ins Gesicht explodiert. Ich würde da nicht all zu viel personelle und technische Ressourcen erwarten.

  23. Marc (Link) meint: (4.1.2005 um 21:43) AntwortenReply to this comment

    25 Kommentare… Da habe ich ja was ausgelöst.

  24. ck (Link) meint: (4.1.2005 um 23:12) AntwortenReply to this comment

    Nur um Recht zu behalten weil ich eine Antwort schuldig bin, obwohl es nicht weiter relevant ist:

    Klauversuchen laesst sich auf verschiedenen technischen Wegen begegnen, einer stand oben. Aber ich gestehe gern, dass man gegen eine distributed klauing attack machtlos sein kann.

  25. Kollege meint: (5.1.2005 um 11:15) AntwortenReply to this comment

    >>> Die meisten Anbieter von RSS-Daten und Blogs gestatten explizit *nicht*, dass ihre Informationen kommerziell weiterverbreitet werden. Frage: “Betrachtet” Ihre Firma Daten oder verkauft sie diese Daten gesammelt und aufbereitet an Endkunden?”<<<

    So ein Schmarrn und was für eine Panikmache. Wenn man die Technik von denen genauer anschaut, das eigene LOG-File gegenueberstellt, stellt man fest, dass die Geldeinnahmen nicht für den Verkauf von Content sein können, sondern nur für die reine technische und kostenpflichtige Konvertierung(!) von RSS auf IMAP.

    Ein Leser, der mit RSS nichts anfangen kann (sei aus welchen Gründen auch immer), ist froh, wenn dieser per IMAP doch noch zum Content der Bloggers hinkommt und diese lesen kann. Sollen sich die Bloggers doch darüber freuen, die Quellen-URL wird ja auch noch mit angegeben. Was willstn mehr?

    @Udo: Mit der Abmahnung solltest Du vorsichtig sein, der Schuss könnte nach hinten losgehen. Ohne einem Sachverständigen-Gutachten wird das nichts. Vielmehr halte ich das für geschäftsschädigend, wenn man einem kommerziellen Konvertierungsdiensleister Contentklau unterstellt.

  26. Kollege meint: (5.1.2005 um 11:16) AntwortenReply to this comment

    So ein Schmarrn und was für eine Panikmache. Wenn man die Technik von denen genauer anschaut, das eigene LOG-File gegenueberstellt, stellt man fest, dass die Geldeinnahmen nicht für den Verkauf von Content sein können, sondern nur für die reine technische und kostenpflichtige Konvertierung(!) von RSS auf IMAP. Ein Leser, der mit RSS nichts anfangen kann (sei aus welchen Gründen auch immer), ist froh, wenn dieser per IMAP doch noch zum Content der Bloggers hinkommt und diese lesen kann. Sollen sich die Bloggers doch darüber freuen, die Quell-URL wird ja auch noch mit angegeben. Was willstn mehr?
    @Udo: Mit der Abmahnung solltest Du vorsichtig sein, der Schuss könnte nach hinten losgehen. Ohne einem Sachverständigen-Gutachten wird das nichts. Vielmehr halte ich das für geschäftsschädigend, wenn man einem kommerziellen Konvertierungsdiensleister Contentklau unterstellt.

  27. Udo Vetter (Link) meint: (5.1.2005 um 11:48) AntwortenReply to this comment

    @ Herrn Schwanitz und alle anderen Leser:

    Stellungnahme folgt.

  28. Stefan meint: (5.1.2005 um 11:59) AntwortenReply to this comment

    @#34 — ich übersetze Ihren Kommentar mal ins reale Leben. Dazu denke ich mir folgendes Geschäftsmodell aus: Ich scanne EDV-Fachbücher und bereite ihren Inhalt auf elektronische Weise auf. Dann verkaufe ich den Inhalt in Form eines Abonnements von PDF-Dateien an EDV-Freaks, die ja ohnehin keine Lust zum Lesen der Bücher haben haben und sich das lieber am Monitor ansehen.

    Meine Geldeinnahmen *können* ja gar nichts mit dem Content zu tun haben! Ich kassiere nur für die kostenpflichtige Konvertierung "Buch in PDF" und für meinen Serverdienst. Ein Leser, der mit Büchern nichts anfangen kann, wird mir dankbar sein und gern für diesen Dienst bezahlen. Sollen sich die Autoren doch freuen: Ich lasse ihre Namen auf der ersten Seite der PDF-Datei stehen, nehme ihn sogar in die Meta-Informationen mit auf und stelle ein Verzeichnis aller Autoren im WWW zur Verfügung.

  29. Kollege meint: (5.1.2005 um 13:28) AntwortenReply to this comment

    @#36 Sorry, aber irgendwo ist hier ein Widerspruch drin. Nach Eurer These müsste auch die Yahoo oder Lycos oder Bloglines abgemahnt werden. Bei Yahoo speisen sich Werbebanners ein, weil die Bloggers Content haben. Nee, lasst bitte die Finger weg von Abmahnungen. Ansonsten müsste ich hernach noch als Blogger selbst was zahlen, damit meine Inhalte bei auch bei Yahoo, Lycos, Bloglines, Izynews drinstehen können. Das widerstrebt den Grundsatzgedanken der Blogsphere.

  30. Stefan meint: (5.1.2005 um 13:48) AntwortenReply to this comment

    Ich sehe nach wie vor keinen Widerspruch in meinem Artikel (#36). Würden Sie mir bitte auf die Sprünge helfen, zwischen welchen Aussagen ein Widerspruch besteht?
    Ich habe vielleicht nicht lange genug gesucht: aber wo präsentieren "Yahoo" oder "Lycos" [kostenpflichtig oder werbefinanziert] komplette Inhalte aus fremden Blogs?

  31. Sencer (Link) meint: (5.1.2005 um 13:55) AntwortenReply to this comment

    Stefan, dein Vergleich hinkt ja vorne und hinten. Wenn der Dienst ansonsten kostenpflichtige Quellen einfach so zugänglich machen würde, dann sähe die Diskussion wohl gänzlich anders aus (falls es sie überhaupt geben würde.

    Ich kann dir auch leicht ein Gegenbeispiel konstruieren. Was ist, wenn jemand Ikea-Billy Regale in großen Stil kauft, ein Loch in die Rückwand reinbohrt und es grün anstreicht und für diese Dienstleistung mehr verlangt, als was das Billy-Regal bei Ikea kostet. (Natürlich hinkt auch dieser Vergleich erheblich, eben so wie der deinige).
    Anderes Beispiel: Ich bin Amazon und biete meine Website an, mit Bannereinblendungen. Du bist User und verwendest eine Software welche meine Seiten verändert in dem sie Banner ausblendet und Preisvergleiche zu BOL einblendet. Und diese Software ist nicht konstenlos, sondern du bezahlst einen kleinen Obulus dafür (machst du aber gerne, da du die Funktionalität richtig gut findest). Und diese Software läuft auch nicht bei dir auf dem Rechner, sondern in Form eines sogenannten Proxy-Dienstes auf der Hardware des Anbieters dieses Dienstes. Findest du auch das Amazon das Recht haben sollte, dir zu unterbinden, den Content in irgendeiner anderen Form als sie ihn anbieten anschauen zu wollen? Findest du Amazon sollte den Anbieter des Dienstes verklagen dürfen, weil der auf ihrem Rücken Geld macht?

    Mir geht es bei diesem Beispiel nicht darum irgendeine Beweiskraft anzuleiten. Aber durch geschickte Wahl der Analogie kann die Sache schon ganz anders aussehen. Und jetzt erzähl mir bitte nicht, dass du noch nie einen Werbe- oder Popupblocker eingesetzt hast… (obwohl es solche Leute ja durchaus gibt, die aus Überzeugung dagegen sind).

    Der Dienst macht nichts anderes was ich als User auch selber lokal machen könnte, wenn ich die entsprechenden technischen Fähigkeiten hätte. Und wenn ich mangels Zeit, Fähigkeit und Interesse das nicht selber machen will und einen Dienst in Anspruch nehme der das für mich macht, dann sehe ich da immer noch keinen fundamental großen Unterschied.

    Letztlich läuft es für mich aus "ethischer" Sicht, darauf hinaus welchen Einfluß der Contentanbieter darauf haben können soll wie der User den Content konsumiert, und sich da kompromißlos und bedingslos auf die Seite der Contentanbieter zu stellen, halte ich für nachhaltig schädlich für unsere Gesellschaft.

    Dass man nun in rechtlicher Sicht, auf Basis von Interpretationen von für andere Zwecke geschriebenen Gesetzen und der konkreten Ausgestaltung des izynews Dienstes evtl. doch Anhaltspunkte dafür findet, dass izynews was Unrechtes getan hat, mag sein. Und wenn sich das Angebot daraufhin in positiver Richtung für Contentanbieter _und_ Nutzer wandelt, dann finde ich es auch gut. Aber im Prinzip sollte es IMHO einen Dienst der RSS nach IMAP konvertiert und mit dieser Dienstleistung Geld verdient durchaus geben können sollen.

  32. JoG meint: (5.1.2005 um 15:14) AntwortenReply to this comment

    Genau. Und dann bitte schicke auch Google-Cache und Webarchive.org ebenfalls eine Abmahnung. Die anderen 100 ebenfalls. Nur weiter so. Ich sags ja: Die Techniker stellen im Internet was auf und die bloggenden Anwälte machens wieder kaputt. Und das nur, weil hier einer von vielen halt auch eine RSS-Suchmaschine reingestellt hat, damit man uns Bloggers besser findet und all die Blog-Szene besser verwalten kann.

  33. SurfGuard (Link) meint: (5.1.2005 um 15:19) AntwortenReply to this comment

    Mal die ganz offen gestellte Gretchenfrage:
    Welches Problem habt Ihr damit, wenn Eure Inhalte unter Nennung der Quelle weiter verwertet werden, die Ihr ohne Gewinnabsicht offen und kostenlos anbietet? Wieso freut Ihr Euch nicht, dass Ihr weitere Verbreitung findet als ohne IzyNews?

    Ich empfehle für Blogs die GNU Free Documentation License – und eben nicht die Creative Commons. Die Wikipedia macht's vor: Dort hat niemand ein Problem damit, dass die WP-Artikel z.B. in kostenpflichtigen Büchern weiterverarbeitet werden. Und die WP-Artikel sind, mit Verlaub, gehalt- und damit wertvoller als vieles, was in Blogs verbreitet wird. (Die Blogs der hier Lesenden natürlich ausgenommen ;-)

    Information wants to be free.

  34. Stefan meint: (5.1.2005 um 23:30) AntwortenReply to this comment

    Erklären wir es noch mal ein einem konkreten Beispiel. "Google Groups" durchsucht tausende Newsgroups und speichert die Inhalte in einer Datenbank, die man ziemlich komfortabel durchsuchen kann. Google verdient durch die Werbeeinblendungen und aufgrund hoher Benutzerzahlen Geld damit. Damit habe ich gar kein Problem.

    Denn zum einen kann jeder Mensch bei Google kostenlos nach meinen Postings suchen. Zum anderen könnte ich auch mit einem einfachen kleinen (und automatisierbaren) Eintrag in jedes Posting veranlassen, dass Google dieses Posting nicht archivieren darf. Und Google hält sich daran.

    Also gibt es zwei Unterschiede zu "IzyNews": Zum einen wird bei den Anwendern abkassiert und zum anderen gibt es kein X-No-Izy="yes" (also keine Möglichkeit, den Verkauf der eigenen Beiträge zu verhindern). Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass einige Leute mit Absicht nichts davon verstehen wollen :-) — denn wenn jemand die Blogger-Szene besser durchsuchbar machen wollte, stünde es ihm ja frei, das Modell 'Google' zu nutzen. Ich glaube, darüber würde sich kaum jemand aufregen.

  35. Clemens meint: (6.1.2005 um 05:11) AntwortenReply to this comment

    @#36: wenn der kunde der das pdf kauft, auch das original-buch gekauft hat, ist dort (um im beispielrahmen zu bleiben) kein problem.

    genereller: wenn es die jeweilige lizenz des blogs kommerzielle nutzung erlaubt (bzw allgemein nutzung erlaubt, und kommerzielle nicht verbietet), dann seh ich (rein rechtlich) kein grosses problem darin. eine dienstleistung (wie auch immer man sie technisch bewerten moechte) wird erbracht, auch die volumensbasierte verrechnung kann man ueber diese dienstleistung vertreten (mehr subscriptions, mehr last auf dem imap server, etc.)

    bei weblogs die kommerzielle nutzung nicht erlauben oder explizit verbieten, sieht die sache natuerlich komplizierter aus, viel spass den anwaelten.

    und auch wenn einem die geschaeftsidee moralisch noch so verwerflich erscheint, so moege man doch bitte objektiv bleiben.

  36. Stefan meint: (6.1.2005 um 07:41) AntwortenReply to this comment

    @Clemens: Selbstverständlich wäre das Verfahren aus #36 verboten. Ich greife mit geschlossenen Augen in mein EDV-Fachbuchregal und nehme zwei Bücher (von Addison-Wesley und Springer) heraus. In beiden wird explizit formuliert, dass der Inhalt des Buchs nicht in Datenverarbeitungsanlagen übernommen und nicht unerlaubt vervielfältigt werden darf. Erst recht wäre natürlich der Verkauf der Daten verboten. Ich wünschte mir ein etwas höheres Problembewusstsein und etwas mehr Nachdenken, bevor solche Behauptungen in die Welt gesetzt werden.

    Es geht die ganze Zeit um Weblogs, die die kommerzielle Nutzung ihrer Inhalte nicht wünschen oder explizit untersagen. Was meinst Du wohl, warum diese ganze Aufregung entstanden ist? Vielleicht liest Du Dir auch noch mal das Beispiel über "Google-Groups" durch. Manchmal dient das dem besseren Verständnis …

  37. Stefan meint: (6.1.2005 um 08:28) AntwortenReply to this comment

    @Sencer, #41: So, jetzt werde ich mich noch kurz mit Deinem Kommentar befassen und dann soll es erst mal genug sein. Du wirfst mir vor: "Stefan, dein Vergleich hinkt ja vorne und hinten. Wenn der Dienst ansonsten kostenpflichtige Quellen einfach so zugänglich machen würde, dann sähe die Diskussion wohl gänzlich anders aus (falls es sie überhaupt geben würde."

    Der Dienst verkauft aufbereitete Daten aus Quellen, deren Urheber die Nutzung explizit auf den nicht-kommerziellen Bereich einschränken. Punkt. Welcher Teil des Beispiels zum Thema Fachbücher ist so unverständlich, dass Du mir einen hinkenden Vergleich vorwirfst? Oder bist Du auch der irrigen Auffassung, dass man den Inhalt der Fachbücher einfach digitalisieren und weiterverkaufen kann?

    Du schreibst, dass man die Sache durch geschickte Wahl der Analogie "anders aussehen" lassen kann. Nein, das kann man nicht. Es gibt Informationen. Es gibt Regeln zur Verwertung von Informationen. Diese Regeln ändern sich auch nicht, wenn man sich eine passende Analogie ausdenkt.

    Weiterhin schreibst Du:
    "Ich kann dir auch leicht ein Gegenbeispiel konstruieren. Was ist, wenn jemand Ikea-Billy Regale in großen Stil kauft, ein Loch in die Rückwand reinbohrt und es grün anstreicht und für diese Dienstleistung mehr verlangt, als was das Billy-Regal bei Ikea kostet. (Natürlich hinkt auch dieser Vergleich erheblich,
    eben so wie der deinige)."

    Ein IKEA-Regal kann man *einmal* kreativ aufwerten und das fertige Produkt kann man *einmal* verkaufen. IKEA entsteht kein Schaden, wenn das Originalregal bezahlt wurde. Tatsächlich wäre es vielleicht sogar eine Geschäftsidee, zum Beispiel unbehandelte Holzregale mit einer Lasur zu versehen. Digitale Daten kann man dagegen beliebig oft kopieren und dadurch kann dem Urheber ein materieller oder immaterieller Schaden entstehen. Dein Vergleich hinkt nicht nur, der ist noch nie gelaufen.

  38. Clemens meint: (6.1.2005 um 15:03) AntwortenReply to this comment

    @stefan, #47:

    > Es geht die ganze Zeit um Weblogs, die die kommerzielle Nutzung
    > ihrer Inhalte nicht wünschen oder explizit untersagen. Was
    > meinst Du wohl, warum diese ganze Aufregung entstanden ist?

    ich bin auf _diese_ seite hier ueber drei andre seite gestossen, in deren "lizenz" kein ausschluss kommerzieller nutzung zu finden war. daher meine diesbezuegliche aussage.

    ein (mechanisches) opt-out aus izynews waere natuerlich genauso wichtig wie eine beachtung entsprechender lizenzen seiten izynews.

    > Selbstverständlich wäre das Verfahren aus #36 verboten. Ich
    > greife mit geschlossenen Augen in mein EDV-Fachbuchregal und
    > nehme zwei Bücher (von Addison-Wesley und Springer) heraus.
    > In beiden wird explizit formuliert, dass der Inhalt des
    > Buchs nicht in Datenverarbeitungsanlagen übernommen und
    > nicht unerlaubt vervielfältigt werden darf.

    informier' dich mal wie das entsprechend fuer den privatgebrauch ausschaut. zumindest nach schweizer urhg steht der uebernahme in dv anlagen fuer den rein privaten gebrauch nichts im wege.

  39. Nina Pohl meint: (7.1.2005 um 03:32) AntwortenReply to this comment

    @Clemens: Im Falle von Izynews geht es aber nicht um die Aufnahme in private Archiven (die Möglichkeit gibt es auch im deutschen Urheberrecht). Es geht auch nicht um die Hilfe bei der Erstellung von Privatkopien (Analog: Kommerzieller Copyshop, irgendwo ab §53 UrhG).

    Es geht um die (kommerzielle) Verbreitung von Inhalten ohne Zustimmung der jeweiligen Urheber über die "DV-Anlagen" von Izynews als elementarer Bestandteil eines Geschäftsmodells.

    Desweiteren macht sich Izynews die Inhalte offenbar zu eigen (Mag Zufall sein, evtl. auch schlechtes Webdesign, vielleicht auch Absicht) und wirbt zudem noch damit Inhalte zu abzuändern.

  40. LR (Link) meint: (20.8.2005 um 08:18) AntwortenReply to this comment

    Ich meine, Geldeinnahmen *können* ja gar nichts mit dem Content zu tun haben! Ich kassiere nur für die kostenpflichtige Konvertierung “Buch in PDF” und für meinen Serverdienst. Ein Leser, der mit Büchern nichts anfangen kann, wird mir dankbar sein und gern für diesen Dienst bezahlen. Sollen sich die Autoren doch freuen: Ich lasse ihre Namen auf der ersten Seite der PDF-Datei stehen, nehme ihn sogar in die Meta-Informationen mit auf und stelle ein Verzeichnis aller Autoren im WWW zur Verfügung.

  41. Jens Vollmar (Link) meint: (15.3.2006 um 08:57) AntwortenReply to this comment

    Euer Problem ist, dass Ihr das Medium RSS-Feed nutzt, das aber selbst nicht die von Euch gewünschte Einschränkung der Nutzung vorsieht:
    Im Gegensatz zu html-Dateien (meta name="robots" content="noindex") und Büchern ("Nachdruck nur mit Genehmigung …") sieht RSS eben kein NoIndex,NoFollow vor.
    Und da RSS-Feeds nun mal explizit für das automatische Auslesen vorgesehen sind wird ein entsprechender Nutzungs-Hinweis, der nicht im Feed, sondern nur auf der verweisenden (HTML-)Seite steht, nicht automatisch Beachtung finden.

  42. Ulf meint: (15.11.2006 um 16:17) AntwortenReply to this comment

    Ich spiele unabhängig von diesem Skandal schon länger mit dem Gedanken dieses Plugin einzubauen:

    WordPress Plugin to Automatically add Copyright Message to your RSS / ATOM Feeds – Angsuman’s Feed Copyrighter Plugin
    blog.taragana.com/index.p...e-to-your-rss-atom-feeds/

    Nun wird es wohl langsam dringend…

  43. viktor (Link) meint: (23.1.2008 um 18:53) AntwortenReply to this comment

    hmm, worin unterscheidet sich deren Idee von einer Mashup-Lösung oder eines RSS Feed Readers? Da kann ich mir auch alle abbonierte Blogs gleich darstellen lassen?

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