OBERHAUSEN JEMAND ?
Kennt sich jemand in Oberhausen aus? Würde mich interessieren, was an der Virchowstraße 10 ist. Vielleicht ein Geschäft, Restaurant o.ä. Ich habe im dortigen Umfeld noch eine Schuldnerin, deren Angaben zu ihrem Einkommen ich nicht ganz glauben kann.
Anmerkung: Der Eintrag wurde nachträglich geändert.
PLZ / Vorwahl wäre hilfreich gibt mehr als ein Oberhausen
0208 ?
Google findet im 46047 Oberhausen zwei Restaurants an dieser Stelle
(http://web2.cylex.de/firma-home/happy-garden-1339629.html bzw.
http://www.kultour24.de/datenbank/details.php?id=172670)
Warum nicht gleich die ganzen persönlichen Daten mit zugrundeliegendem Fall ins Internet stellen? Es werden sich bestimmt einige eifrige Freizeitermittler" finden.
Ist das denn ok, die ganzen Daten inclusive der Anschuldigung ins Netz zu stellen? Datenschutz und so???
Find ich auch eine sehr fragwürdige Methode.
Man könnte andenken, solches Verhalten auch als öffentliches Anprangern zu verstehen, was in das allgemeine Persönlichkeitsrecht des Schuldners eingreifen, und zu Unterlassungsansprüchen wegen wettbewerbswidrigem Verhaltens führen kann.
Einwand: wahrscheinlich kennt niemand von uns die Hintergründe gut genug, um das abschließend beurteilen zu können. Der Artikel ist IMHO noch auf der sicheren Seite, weil die Daten ja anonymisiert sind.
Das hängt davon ab, wieviele 29-jährige es in der Virchowstraße 29, einem Geschäft oder Restaurant, in Oberhausen gibt.
Virchowstraße 10 natürlich.
wird hier jetzt „wer denunziert am besten“ praktiziert?
und wieviel bekommt man dafür, die gewünschten informationen zu liefern?
fingerabdrücke gefällig? kontodaten? sexuelle aktivitäten? fotos? einen lauschangriff?
soll ich auch etwas über meine nachbarn in erfahrung bingen?
benennen wir uns nach der gestapo, stasi oder lassen wir uns was neues einfallen?
wo finden die verhöre statt und wohin werden die verdächtigen transportiert? muss ja alles organisiert sein…
Ja, Herr Vetter. Diese Vorgehensweise ist nahe an der Praxis der Zeitung mit den vier Buchstaben.
Wie ist diese "Auschreibung zur Fahnung" rechtlich zu bewerten?
Udo Vetter wird sich was debei gedacht haben, als er diesen Beitrag schrieb. Es würde (sicher nicht nur) mich interessieren was er gedacht hat.
@Udo:
Eine kurze Stellungnahme würde sicher etliche Fragezeichen der lawblog-Leser beseitigen.
Andererseits schuldet sie ihm warscheinlich einen Haufen Geld und versucht sich mit Tricks aus der Affäre zu ziehen.
Wenn ein Rechtsanwalt über nicht bezahlte Schulden spricht, muss es nicht immer um eigenes Geld gehen. — Ich gehe einfach mal davon aus, dass das Alter und der Beruf der Person "erfunden" sind und dass nur die Virchowstraße 10 in Oberhausen interessant ist.
Und ein PS: ich finde es gelinde gesagt unwürdig und nicht sachgerecht, wenn bei jeder Lappalie sofort die Stasi/Gestapo-Keule herausgeholt wird. Damit hat dieser Blogeintrag nun mit Sicherheit nichts zu tun.
Ich kann mich der Verwunderung nur anschließen. Auch wenn die Verzweiflung (des Gläubigers) groß ist und die Infos mit hoher Wahrscheinlichkeit im großen weiten Netz versickern – manchmal ist die Welt eben doch ein Dorf.
Huch, da überstürzen sich ja die Kommentatoren: meine Verwunderung bezieht sich auf den Beitrag von Udo, ist also keine Zustimmung zu den Kommentaren 14 bis 16 (nur zur Klarstellung).
Sehr geehrter Herr Vetter,
ich bin zwar nur für inländische Angelegenheiten zuständig, kann Ihr Anfrage aber gegen ein gewisses Honorar an die entsprechenden Stellen weiterleiten.
Hochachtungsvoll
Stasi Peter
Scherz beiseite: Solche Anprangerungen halte ich für moralisch höchst Fragwürdig, ob sie nun ein ganzes Geschäft schädigen oder "nur" eine einzelne Privatperson betreffen. Sie als Anwalt müssten das doch am besten wissen.
Achja, vielleicht sollten Sie wenigsetens jetzt den Straßennamen und die Nummer unkenntlich machen, damit dieses Gerücht sich nicht noch weiter verbreitet, über google wird es sonst leicht gefunden.
Obige Anregung, "gleich alle persönlichen Daten ins Internet zu stellen" war durchaus ironisch gemeint, sollten dies meine Folgekommentatoren nicht bemerkt haben. Die Angaben waren schon mehr als detailliert genug. Jedenfalls wird sich der Beitrag künftig unter Eingabe der Adresse problemlos in Google finden lassen.
Solches Vorgehen ist meiner Meinung nach schon rechtlich sehr bedenklich.
Ganz abgesehen von der rechtlichen Bewertung, ist es aber jedenfalls moralisch "unter aller Sau." und durch nichts zu rechtfertigen.
Ich halte die Reaktionen doch für ein wenig übertrieben, zumal mit der Anfrage keinerlei Anschuldigung verbunden ist.
@Ulrich:
"…" (Ich habe das Zitat aus meinem Eintrag rausgenommen, weil es sonst ja keinen Sinn machen würde, den Eintrag zu ändern. Bitte um Verständnis, Peter. U.V.)
ich halte das schon für einen dicken Batzen von Anschuldigungen. Oder könnten Sie sich vorstellen, es wäre angenehm wenn jeder in Ihrem Bekanntenkreis Ihnen diese Eigenschaften zurechnen würde?
@Stefan bezüglich "Stasikeule":
natürlich möchte ich Herrn Vetter nicht mit einem Stasimitarbeiter vergleichen. Allerdings haben "viele private Daten ausspähen" und "jemanden mit privaten Daten an den Pranger stellen" solche Ähnlichkeit, dass ich mir eine Satire nicht verkneifen konnte.
@Peter: Das trifft doch auf jeden Dritten zu, oder?
Hey, ihr Gralshüter des Datenschutzes… Wahrscheinlich werdet ihr nie Geld ausleihen – für euch gilt sicherlich das Intellektuellen-Dogma: Geld hat man und vermehrt es oder man hält's Maul. ABER: manche Auftraggeber, Borger, Schlitzohren, Freunde etcpp. GEBEN NICHTS ZURÜCK!! Jede Bank hat dann, wenn sie der dumme Gläubiger war, mehr Rechte als Stasi und Konsorten zusammen. Also was soll diese Demagogie mit dem angeblichen Denunzieren? Datenschutz?! Dann aber auch mein zukünftiger Reisepass hierhier auf den Altar! Warum nicht: "fangt den Dieb!" Vielleicht hilft es in diesem Sumpf des Geld-bleibt-bei-den-Banken-RECHT. Übrigens: Rapper prangern ihresgleichen cool normal an, nennt sich "dissen". Und die machen das im Fernsehen.
Das gibts ja nich. Da geh ich gleich mal vorbei! Die Blog les ich nemlich voll gern und wer dem jetz Geld schuldet, gehört auf die Fresse!
Ich nehme die Kritik zur Kenntnis, kann sich auch teilweise nachvollziehen. Allerdings ist es auch meine Aufgabe, die Interessen des Gläubigers durchzusetzen und mich nicht mit – möglichen – Lügen zufrieden zu geben.
Da es allerdings nicht konkret um Information über die Person, sondern über das Haus ging, aus denen ich dann wiederum meine Schlüsse ziehen kann, nehme ich die näheren Daten, die im Übrigen auf Selbstangaben der Betreffenden beruhen, nach diesem Kommentar raus.
Und bedanke mich bei AlexM für den glorreichen Hinweis auf das, was ich ohnehin vermutet habe.
also ich kenn minimum mal 3 die ähnlich gelagert sind und wo in diesem Leben auch keiner mehr an sein Geld kommt.
Von daher halte ich das nicht für unglaubwürdig.
Jaja, fragt euch nur in welchen Kreisen ich verkehre:-))
ausserdem gestehe ich : Ich finde die Praktik da shier einzustellen auch sehr zweifelhaff. Dafür gibt es doch Leute die das ausspionieren , die wollen schliesslich auch leben. So was sollte man doch den Fachleuten überlassen.
claudia
@alexm.
herzlichen glückwunsch. sie haben den zuschlag.
@udo
wenn es vermutungen zu einem gewissen haus, in einer gewissen stadt, in einer gewissen strasse, zu einer gewissen person gibt, dann geht man hin und prüft es, oder lässt es durch dafür zuständige stellen prüfen, die ebenfalls dem datenschutz obliegen. und man formuliert keinen aufruf im netz, der JEDEM zugänglich ist, herr anwalt…
komplett selbst disqualifiziert.
btw. Kennt sich jemand in Düsseldorf aus? Würde mich interessieren, was an der Lützowstr. x ist. Vielleicht ein Geschäft, Restaurant o.ä. Ich habe im dortigen Umfeld noch…
1. ich finde es auch etwas unpassend das derart öffentlich zu machen, aber der untergang des abendlandes ist das für mich nicht unbedingt.
mensch udo, hattest du keinen matula denn du hättest losschiucken können wie günther strack das auch immer gemacht hat?
2. wer hier gross wegen des datenschutzes heult soll bitte mal munter werden und den kopf aus dem sand ziehen – sowas gibt es nämlich nicht, so ziemlich jede information lässt sich mehr oder weniger legal besorgen, man muss nur wissen wie und wo man ansetzen muss. siehe z. b. das flotte google-ergebnis oben, von geschwätzigen beamten auf einwohnermeldeämtern usw. mal noch gar nicht zu reden, und erst die schmierigen privatschnüffler…
3. vielleicht sollte man sich generell mal dazu durchringen klassische erfolgskonzepte wie pranger oder schuldturm wieder einzuführen, da mittlerweile zu viele leute schulden machen ohne mit der wimper zu zucken, weil sie wissen dass ihnen eh keiner was kann, die bestellen und erteilen aufträge ohne sich gedanken zu machen was mit ihren "opfern" dann passiert. die wiederum sollen dann aber schön stillhalten und sich damit begnügen blöde lügen erzählt zu bekommen, ein frecher schuft wer gar das persönliche gespräch sucht oder nachforschungen anstellt.
irgendwie hab ich das gefühl, dass da jemand das medium weblog missbraucht hat und damit ein bisher recht gern gelesenes weblog ziemlich gewaltig disqualifiziert.
Ihr seid ja alles ganz schöne Jammerlappen…
@Martin: Vielleicht sollte man getrennt noch mal auf die Mietnomaden hinweisen, die unter Nutzung aller legalen und halblegalen Mittel die Miete schuldig bleiben und damit letzten Endes die Konditionen für alle Mieter verschlechtern. Da wir zur Zeit eine etwas größere Wohnung suchen, haben wir in der letzten Zeit z.B. einen Anstieg der Kautionsforderungen registriert. Der Ehrliche darf nicht der Dumme sein und endloses Schuldenmachen schadet letztlich immer denjenigen, die ihre Verpflichtungen erfüllen.
Was bitte soll das denn? Ich hoffe, das war nur ein Scherz – wenn auch ein schlechter .. !
@ Mein Namensvetter:
Das sehe ich ähnlich – hier scheinen einigen Leuten vor Empörung die Gäule durchzugehen.
Statt sich hier über den ach so bösen und unmoralischen Anwalt zu empören, sollte man auch mal daran denken, daß es nicht weniger unmoralisch ist, seine Schulden nicht zu bezahlen. Es ist nicht in Ordnung, daß man das Risiko hieraus einfach auf den Gläubiger überwälzt.
Wenn jemand das hartnäckig betreibt (sonst wäre kein Anwalt an der Sache dran), ist er schlichtweg selbst schuld, wenn der Gläubiger sich so behilft. Man muß darüber hinaus an etwas anderes denken: Daß die streng gesetzmäßige Alternative nämlich darin bestünde, ihn oder sie einfach nach Nichtbezahlung die Finger heben zu lassen. Und daneben gibt es dann noch eine rechtliche Grauzone, bestehend aus Russisch-Inkasso und ähnlichem Zeug.
Beides hätte für die betroffene Person *wesentlich* tiefgreifendere Konsequenzen, als daß irgendwo im Web ein paar Angaben stehen, die von Dritten nicht ohne weiteres einer bestimmten Person zuzuordnen sind.
Das mag den Datenschutz tangieren – nur sollte man zur Kenntnis nehmen, daß dieser keine Über-Rechtsposition ist, hinter die alles andere zurückzustehen hätte.
Hmm, Schuldnersuche über's Weblog. Eine neue Facette des Social Engineerings. Sonst mache ich das immer mit ner Klicktel und laß die Nachbarn anrufen. Man findet immer einen mit Blockwartmentalität, der viel zu erzählen weiß. Und wer das in ländlichen Gebieten macht, kann davon ausgehen, daß der Schuldner kurzfristig die Kanzlei aufsucht und darum bittet, nicht mehr die Nachbarn anzurufen. *fg*
Interessante Beiträge und interessante Rechtsauffassungen. Zweifellos vom langatmigen und oft genug erfolglosen Vorgehen unseres Rechtsstaates geprägt. Aber auch von einer naiven Oberflächlichkeit, die schaudern läßt. Allen die den Datenschutz zu leicht nehmen und eine Anklagehandlung über das Netz als lässliche Sünde ansehen sei ein Chinesisches Sprichwort erwidert: Ein Wort ist schneller als das schnellste Pferd, ein falsches Wort vernichtender als der kräftigste Speer. Dies gilt umso mehr, wenn es über das Netz verbreitet wird.
korfstroem
@ Ulrich
Es wohnt aber nicht jeder Dritte unter der genannten Adresse.
Ich verstehe durchaus, wenn verzweifelte Gläubiger, die wissen dass sie verar**** werden, zu drastischen Mitteln greifen. Zumal die Rechtslage bestimmte Gesellschaftsschichten quasi dazu auffordert, ihre Rechnungen nicht zu bezahlen.
Wenn aber ein Rechtsanwalt, der bei jeder Gelegenheit die unbedingte Beachtung rechtsstaatlicher Formalien einfordert, selbst die Methoden des Russeninkasso anwendet, hat er für mich jeden Anspruch auf Glaubwürdigkeit verloren.
Gruß A. John
@ RA F
Netter Vergleich: Oberhausen und ländliches Gebiet. Ich als Berliner sehe das genau so.
Wenn ich die Diskussion richtig verfolgt habe, geht es darum, dass RA Vetter einen Mandanten vertritt, der eine Forderung an eine bestimmte Person hat, und ob der eingeschlagene Weg richtig ist, über das www Auskünfte über den Schuldner einzuholen.
Ich finde das etwas bedenklich, weil das Internet zum Pranger 'verkommt'. Davon ausgehend, dass der RA sich davon überzeugt hat, dass die Forderung berechtigt ist, gibt es sicherlich andere Möglichkeiten, Aussenstände rechtlich gesichert einzutreiben. Außerdem: greift einem nackten Menschen in die Taschen :-)
@ A. John:
Die Mandanten, die Du hier gegenüberstellst, haben jeweils eine ganz andere Interessenlage.
Darum ist das nicht unglaubwürdig. Vielmehr zeigt dies nur, daß da jemand seinen Beruf ernstnimmt, weil er jeweiligen Interessen konsequent wahrnimmt. Und dafür wird ein Anwalt ja schließlich bezahlt.
@ Uwe [Darum ist das nicht unglaubwürdig]
IMO doch. Wenn ein RA sich einer derart "kreativen" Arbeitsweise befleißigt, muss er sich diese auch vorhalten lassen, wenn er sich mal wieder über die vermeintliche Vernachlässigung irgendeiner Formalie durch Polizei, StA, oder Richter mokiert.
Gruß A. John
ich empfehle:
http://www.russisch-inkasso.de/
Muss man die ganzen Kommentare zur Kentniss nehmen? Mal davon abgesehen das sich einige hier schon durch den Namen disqualifizieren unter welchen sie posten.
Und an die Hobby-Datenschutzbeauftragten: Da gibt es so CDs, D-Info oder Klick-Tel. Ein Telefonbuch-CD-Verlag bietet neben den Telefonnummern auch noch statistische Daten zu den jeweiligen Straßenzügen an. Das sind z.B. Angaben zur Konsumfähigkeit, also wie viel Geld so ein Haushalt, in der jeweiligen Straße, im Schnitt zur Verfügung hat.
Adieu Datenschutz, willkommen im 20. Jahrhundert.
Das Herr Vetter Straßenname und Hausnummer veröffentlicht hat, finde ich auch nicht ganz so korrekt. Denn diese Telefonbuch-CDs bieten unter anderem auch die Suche nach Straßennamen an. Selbst wenn die gesuchte Person mit der genannten Adresse nicht direkt im Zusammenhang steht (z.B. weils "nur" ihr vermutlicher Arbeitsplatz ist), sehe ich da generell ein Problem Adressen im Internet zu nennen. Es gibt genug Leute die Abends nichts weiter zu tun haben und mal eben bei der genannten Adresse "Vorbeischauen".
Die Problematik liegt also wohl eher darin, dass sich Gaffer einfinden und unbeteiligte Dritte in Mitleidenschaft gezogen werden.
Da ist es natürlich auch sehr nützlich via Trackback und Links auf den betreffenden Eintrag zu verweisen [ironiemodus aus]
Ich hoffe Herr Vetter nimmt nun doch noch entweder den ganzen Beitrag raus oder zumindest noch Straßennamen und Hausnummer. Denn die Sache schlägt anscheinend immer höhere Wellen.
Auch wenn ich damit nicht unbedingt in die allgemeine Stimmung hier in den Kommentaren passe.. ich find die Aktion von Udo in Ordnung..
Mir wird als Unternehmer regelmässig übel, wenn Kunden ihre Rechungen über Monate nicht begleichen und auf "softe" Maßnahmen mit bestens ausformulierten Widersprüchen antworten, die jedoch jenseits jeder Wahrheit sind.. zum Schluss (und wirklich erst nach meist monatelangem aufreibendem Hin und Her) sieht man sich vor Gericht wieder.. und hofft dann intensivst, dass man einen guten Anwalt hat.. oder einen Kreativen..
Ach und zu dem Hinweis "greif einem nackten Mann mal in die Tasche".. klar, oft gehört und wahr – aber meistens waren die Taschen ja auch schon fast leer, als der Auftrag unterschrieben wurde.. und das kann ich einfach nicht akzeptieren..
ich habe dafür verständnis.
hehe, so kann sich eine meute hochschaukeln.
@ Rotkäppchen
… Ich auch. Wenn ein Mandant (Gläubiger) so handelt.
Bei einem gestandenen Rechtsanwalt sollte man da IMO aber etwas strengere Maßstäbe anlegen.
Udo hätte seinem Mandanten unter 4 Augen z.B. sagen können: "Ich kann Ihnen zwar nicht offiziell raten sich mit gewissen Praktiken zu befassen….privat jedoch…". Aber öffentlich, im eigenen Blog, das halte ich doch für seeehr ungeschickt. (Vorsichtig formuliert).
Gruß A. John
Ich bin ja für sachlche Information und hierauf rekurrierende Meinung; drum:
1.) man darf schon geteilter Meinung sein, ob nicht der hier – entgegenkommenderweise als ungewollt angenommen – suggerierte Werbeslogan "Hier bin ich richtig, hier bin ich im Internet-Underground, die setzen meine Forderungen durch, egal wie" über das Ziel hinaus schießt. Denk ich an § 2 Abs. 3 BORA, träume ich bedenkenlos weiter. Das gleiche gilt angesichts § 6 BORA – allerdings eingeschränkt.
2.) Summary/Entscheidung: Der Bundesgerichtshof hat für den privaten Rechtsverkehr ein auf der Würde des Menschen beruhendes allgemeines Persönlichkeitsrecht zum Schutz des gesamten Wirkungs- und Ausstrahlungskreises einer Person anerkannt, das von jedermann zu beachten ist (BGHZ 13, 334; 50, 133, 143). Danach stellt sich eine Wettbewerbshandlung als unlauter i. S. v. § 1 UWG dar, wenn sie mit Wertvorstellungen des Grundgesetzes, insbesondere dem persönlichkeitsrechtlichen Schutz der Individualsphäre, nicht vereinbar und auch nicht durch gewichtigere Schutzinteressen des Wettbewerbers gedeckt ist.
Die beabsichtigte Wirkungsweise der "Schwarzen Schatten" beruht erkennbar auf der Überlegung, dass die verfolgte Person aufgrund der Verfolgungssituation und der öffentlichen Bloßstellung als säumiger Schuldner in eine psychische Ausnahme- und Zwangssituation gerät, die sie dazu veranlasst, eine tatsächlich oder vermeintlich bestehende Verbindlichkeit auszugleichen, um dadurch die weitere oder eine erneute öffentliche Bezichtigung als "fauler Schuldner" zu vermeiden. Um die öffentliche Aufmerksamkeit auf die verfolgte Person, auf ihr Geschäftslokal oder auf ihre Wohnung zu lenken und in der Öffentlichkeit die Assoziation hervorzurufen, dass es sich bei der betreffenden Person um einen säumigen Schuldner handelt, werden bewusst Mitarbeiter eingesetzt, die sich durch ihr auffälliges Äußeres und ihr Verhalten deutlich von sonstigen Passanten abheben. Die öffentliche Bloßstellung des säumigen Schuldners sowie der psychologische Druck durch eine – tatsächliche oder mögliche – soziale Ächtung sind demnach nicht lediglich Nebenfolge und Begleiterscheinung des Auftretens der "Schwarzen Schatten", sondern wesentliches Mittel zur Erfüllung ihres Auftrages. Diese psychologisch-taktische Methode, säumige Schuldner durch öffentliche Anprangerung zur Zahlung geneigt zu machen, ist mit dem grundrechtlichen Gebot der Achtung der Persönlichkeit und der Individualsphäre des Einzelnen und der Respektierung des jedermann zustehenden sozialen Geltungsanspruches nicht vereinbar.
(Anmerkung "Der Schulz": Hier sehe ich im vorliegenden Fall eine echte Gefahr, welche der Story um den "Maschendrahtzaun" sehr nahezukommen geeignet sein könnte)
Das auch gegenüber einem säumigen Schuldner zu wahrende allgemeine Persönlichkeitsrecht verbietet es, die öffentliche Schande gezielt als Mittel zur Verwirklichung privater Vermögensinteressen, und sei es auch nur an peripherer Stelle der Rechtsdurchsetzung, anzuwenden.
Eigene grundrechtlich geschützte Interessen des Auftragnehmers des Inkasso und seines jeweiligen Auftraggebers haben dahinter zurückzustehen.
3.) Anwendbarkeit & Fazit: Die vorgenannte Entscheidung ist auf die Bekanntgabe im Internet 1 : 1 (ohne Analogieschluss) anzuwenden;
Es ist hier jetzt alles gesagt – wenn auch noch nicht von allen.
Und wegen des achso heren Datenschutzes: Wenn die Schuldnerin im Verfahren nach §§ 807, 900 ZPO eine eidesstattliche Versicherung leisten und ein Vermögensverzeichnis vorlegen mußte, dann wird das ins Schuldnerverzeichnis eingetragen und damit ist die Sache eh öffentlich und kann von jedem eingesehen werden, der ein Interesse daran vorheuchelt.
Mensch, was ist denn hier los? Darf man in Deutschland keine Erkundigungen mehr einholen? :->
was auch immer das alles ist, eins steht fest: sensationelles entertainment, und zwar kostenlos :oD
Nicht verzagen, KlickTel fragen:
H., Virchowstr. 10, 46047 Oberhausen, Rheinl, 0208-86….
Für nähere Informationen vielleicht 'mal dort anrufen ?
Anmerkung: Herr Kollege, ich habe Sie zensiert. Vor allem, weil der genannte Name definitiv nichts mit der Betreffenden zu tun hat. Bitte um Verständnis. U.V.
….warum so schwer wenns einfach geht?
Ins Auto hinfahren und selber nachsehn (dat verbraucht sogar Kalorien) und wenn man kein Geld hat fürs Benzin, wie alle anderen ja auch kein Geld mehr haben.
Empfehle ich dat Schöne Wochenende Ticket von Der Bahn.
Gruß ein Eisbär