PROZESSINFO
Prozessinfo.de ist auf Sendung. Mal sehen, wie sich die Weblogtechnik in der praktischen Öffentlichkeitsarbeit auswirkt.
Ich hoffe insbesondere auf einen Zeitvorteil bei der Weitergabe aktueller Informationen. Und natürlich auf weniger Stress. Die Zeiten, in denen ich meiner Sekretärin hektisch übers Handy eine Pressemitteilung durchtelefoniert habe und diese dann in einen Faxverteiler lief, sollten damit endgültig vorüber sein.
Wow. Ich bin beeindruckt.
Ich schließe mich an und ziehe den Hut.
Bie diesem Angebot stellt sich doch sofort die Frage, ob dem Auswärtigen Amt ein IP-Adressblock zugeordnet werden kann. Es dürfte nicht unwahrscheinlich sein, daß sich einige der hiesigen Aussagen in der Erinnerung von Zeugen vor dem Visa-Ausschuß wiederfinden werden.
Auch von mir ein Chapeau!
Wesentlich besser als das, was die Kollegen Strate et al. aus HH mit dem Falk-Prozeß machen.
Ich glaube, Sie werden da den einen oder anderen Nachahmer
;-)
Ich bin ebenfalls stark beeindruckt.
Toller Auftritt
MfkG
MD
Bin gespannt wann die ersten Beschwerden kommen, daß sich dort jemand Task-Manager und Co. herunterladen will und den nirgends findet…
Gute Idee, schönes Design.
Die Umsetzung überzeugt nicht ganz. Als blog verschwinden wichtige Informationen, die als blog-Eintrag gespeicher wurden schnell. Keywords, Tagging wäre sicher hilfreich.
Was ist, wenn die Kanzlei nicht nur einen sondern noch einen zweiten öffentlichkeitswirksamen Fall bearbeitet? Einstiegsseite, die sich in zwei blogs verzweigt? Nicht optimal.
Meine persönliche Meinung: Statt wordpress gibt es andere CMS, die geeigneter gewesen wären. Da wurde nach dem Motto gearbeitet: Wenn ich einen Hammer habe, sehen alle Probleme wie Nägel aus.
Nichts desto trotz: Sehr vielversprechender Anfang.
ich sag nur:
ps aux
Zur Kritik in #7:
Niemanden würde es interessieren, wenn der Anwalt die Öffentlichkeit mit Hilfe eines (noch so schönen) CMS informieren würde. Das ist keine Meldung. Aber von einem Blog haben inzwischen viele Presseleute etwas gehört. Die Information "Der Verteidiger bloggt über den aktuellen Prozessablauf" ist eigentlich schon eine Story für sich. Da der Prozess ja AFAIK öffentlich ist, kann man ja auch fast alles bloggen(?) und aus der Sicht der Verteidigung kommentieren.
Zur Information über Prozesse auf dem Rechner (#6 und #8) sage ich nur: 'ps' (gegebenenfalls mit geeigneten Optionen und Filter) und 'top'. Wer braucht schon einen Taskmanager :-)
@Udo:
Wie gibst Du denn die Daten in das Weblog ein? Über mobile Dienste (Handy, PDA etc.)?
ocj
Übers Notebook, Dell X 300. Und eine UMTS-Karte von Vodafone.
Yeah, MobileConnectCard UMTS von Vodafone. Habsch auch. Tut wunderbar. Hat allerdings 'nen Vierteljahr gedauert, bis Vodafone das auf die Reihe gekriegt hat.
Hi Udo,
Verteidigung ist Kampf, Kampf um die Rechte des Beschuldigten im Widersteit mit den Organen des Staates, die dem Auftrag zur Verfolgung von Straftaten zu genügen haben.
Okay.
Aber ist diese Aktivität mit dem PROZESSINFO nicht ein bisschen starkes Engagement in der Sache? Wie steht es denn mit der inneren und äußeren Unabhängigkeit vom Mandanten. Die sollte doch für einen Verteidiger unter allen Umständen auch die gewährleistet sein.
Und wie liquidierst Du die ganze Aktion eigentlich. Ein Fall von Altruismus oder einfach jenes Überbordende Engagement, wenn man meint, den Fall zu haben, genau jenen Fall den man schon immer haben wollte?
Herzlichen koll. Gruß
MD
@ Michael: Gerade in diesem Verfahren haben sich Organe des Staates, namentlich die Staatsanwaltschaft, bislang nicht gerade durch mediale Zurückhaltung ausgezeichnet. Dabei ist ein Bild entstanden, das mit der Realität nicht mehr viel gemeinsam hat.
Die Pressearbeit in diesem Fall kann man deshalb durchaus mit "Notwehr" umschreiben. Und ohne würde es ja ohnehin nicht gehen. Oder soll ich den anfragenden Journalisten immer ein "no comment!" entgegen schleudern mit der Folge, dass sie notgedrungen jede Mär aus dem Kölner Justizzentrum als bare Münze nehmen?
Die Seite selbst ist lediglich ein Vehikel, um Informationen schnell, unkompliziert und authentisch zu transportieren. Da nehme ich halt ein Weblog, etwas was ich kenne und beherrsche. Aber so ene große Pioniertat ist das alles nicht. Im Mannesmann-Verfahren gab es bereits ein ähnliches Konzept, wenn auch statischer. Und der Hamburger Kollege Strate stellt auf seine Seite nicht nur Pressemitteilungen, sondern die wichtigsten Schriftsätze im Original, derzeit zum Beispiel im Falk-Prozess.
@Udo:
Da würde mich noch etwas weiteres interessieren:
Hast Du schon mal von einem Mandanten ein Feedback zu Deiner Weblog-"Tätigkeit" bekommen?
Gruß,
ocj