8.8.2005

OHNE LEERZEILE

Adressen sollen künftig ohne eine Leerzeile zwischen Straßenangabe und Postleitzahl/Ort geschrieben werden. Das hat das Deutsche Institut für Normung (DIN) beschlossen, und zwar auf Antrag der Deutschen Post. So berichtet es der Anwaltsreport (Printausgabe 4/2005).

Ich traue mich gar nicht, das ans Sekretariat weiterzugeben. Dort missachtet man ja schon seit Jahren beharrlich meine Bitte, nicht jede Adresse mit “Herrn”, “Frau” oder sogar “Eheleute” zu beginnen.

25 Kommentare zu “OHNE LEERZEILE”

  1. Funbug meint: (8.8.2005 um 09:27) AntwortenReply to this comment

    Das habe ich bereits zu Beginn des Jahres in einer Info-Broschüre der Post gelesen. Dort steht auch, dass das "D-" vor der Postleitzahl entfällt. Nur noch für internationale Briefe wird das Land in Großbuchstaben und fett unter die Postleitzahl geschrieben.

  2. Andreas Unkelbach meint: (8.8.2005 um 09:44) AntwortenReply to this comment

    Diese Änderung hat mir beim Layout einer Zahlungsavis einmal eine Unmenge an Arbeitsaufwand erspart. SAP druckt diese immer ohne Leerzeile aus, daher war die Änderung der DIN 5008 eine sehr große Hilfe.

    Mit der Argumentation anhand der DIN, konnte ich dann doch noch eine Lösung für alle herbeiführen :-)

    Siehe auch Webiste :-)

  3. Arno meint: (8.8.2005 um 10:30) AntwortenReply to this comment

    @Funbug: Warum sollte ich bei nationalen Briefen auch ein "D-" vor die Postleitzahl setzen?

  4. KleinesF meint: (8.8.2005 um 10:41) AntwortenReply to this comment

    Würde direkt zum ReNo-Streik führen. ;-)

  5. n.n. meint: (8.8.2005 um 10:49) AntwortenReply to this comment

    ach gott, das kann man doch machen wie man will, der brief kommt doch eh an, und wenn doch nicht, dann lags bestimmt nicht an einer leerzeile mehr oder weniger. der einzige faktor, der da wirklich interessant ist, ist doch, ob auch alle zeilen im sichtfenster zu sehen sind.
    aber die herren juristen machens natürlich mal wieder streng nach vorschrift ….
    ;-)

  6. Stefan D. meint: (8.8.2005 um 10:55) AntwortenReply to this comment

    Habe heute die DIN 5008 an das Sekretariat weitergeleitet … noch keine Reaktionen, aber irgendwann muss ich wohl wieder mein Büro verlassen und einen Kaffee holen gehen … ;-)

  7. matt meint: (8.8.2005 um 11:59) AntwortenReply to this comment

    als hätte deutschland keine wichtigeren probleme als normen über das richtige schreiben von adressen.

    who cares?
    in den durchschnittsbürger kriegt man das eh nicht rein.

    in einem land in dem man beim arbeitsamt abgewiesen wird weil der perso 2 tage abgelaufen ist (mein kommentar dazu war:"ach so, dann bin ich das auf dem foto jetzt nicht mehr? interessant!") kann ich mir gut vorstellen das anträge, mahnungen, einsprüche etc demnächst keine gültigkeit mehr haben weil eine leerzeile zu viel drin ist.
    *seufz*
    langsam mag ich das schöne deutschland nicht mehr…

  8. Jens meint: (8.8.2005 um 12:57) AntwortenReply to this comment

    DIN was?

    Ich habe noch nie eine Leerzeile zwischen Straße und PLZ gemacht. Die Post ist trotzdem angekommen. Wer bin ich, das ich mir vom Deutschen Institut für Normung Vorschriften machen lasse. Das ist doch Papierverschwendung. Da hat man ja eine Zeile weniger zum vollschreiben unten.

    Das selbe gilt für Duden und Co. Ich mach doch meine Rechtschreib- und Kommafehler nicht nach Vorschrift.

  9. Alix meint: (8.8.2005 um 14:18) AntwortenReply to this comment

    Es gibt sicherlich Dinge, bei denen es sich lohnt, sie in eine DIN-Norm zu pressen (z.B. technische Teile wie Gewindeschrauben, Kugellager, Kontaktabstände etc.) Wie ich eine Adresse auf einen Briefumschlag verewige, bleibt schlicht und einfach meine Angelegenheit – ebenso wie die Schreibweise des heutigen Datums in einen Briefkopf.

  10. Funbug meint: (8.8.2005 um 14:36) AntwortenReply to this comment

    @Arno: Ich weiß es nicht. Aber viele national versendete Briefe, die bei uns im Büro ankommen, sind so adressiert.
    Ich meinte eigentlich auch vielmehr, dass alle "XX-"-Kürzel vor Postleitzahlen entfallen. Nicht nur "D-".

  11. Philipp meint: (8.8.2005 um 14:41) AntwortenReply to this comment

    Was habt ihr eigentlich?

    In der DIN-Norm steht sicher auch drinne, dass zuerst der Name, dann in der nächsten Zeile die Straße und dann der Wohnort kommt. (Vereinfacht ausgedrückt)

    Wenn das jede Hanswurst in einer Reihenfolge, wie er möchte, draufschreiben würde => Gute Nacht

  12. Arno meint: (8.8.2005 um 14:45) AntwortenReply to this comment

    @Alix: Ist die Schreibweise des Datums nicht auch genormt? Glaub schon… ;)

  13. Arno meint: (8.8.2005 um 14:47) AntwortenReply to this comment

    @Philipp: Meine Oma hat sich bis zu Ihrem Tod geweigert, so einen modernen Schnickschnack wie Postleitzahlen zu benutzen. Und außerdem schrieb sie die Straße immer unter den Ort. Das sah dann so aus:

    Hans Mustermann
    Berlin
    Musterstraße 8

    Die Briefe sind immer angekommen. Haben nur manchmal zwei, drei Tage gebraucht. ;)

  14. ck meint: (8.8.2005 um 15:04) AntwortenReply to this comment

    Wegen einer Norm gleich an den Sinn des Lebens in Deutschland zweifeln? Als ob es sonst nirgends Normen gaebe.

    Der Bezug zum Arbeitsamt passt ja auch: Da DIN im Ausland positiv aufgenommen wird, lassen sich Waren aus D gut exportieren. Das ermoeglicht wiederum die Finanzierung der Leistungen des Arbeitsamtes. Also sollte Matt Normen eigentlich schaetzen.

    Uebrigens ist es deutsches Know-How, das die US-Post machinell sortiert – dazu zaehlt auch die Normierung der Anschrift in der Zeilenfolge wie in der DIN.

  15. matt meint: (8.8.2005 um 16:57) AntwortenReply to this comment

    ich wollte eigentlich nur ausdrücken das ich normen nicht zu jedem thema gut finde.
    ich mein das es ne DIN für papier gibt….ok.
    das es ne DIN für schrauben gibt…..ok.

    aber ne INDUSTRIENORM für das schreiben einer adresse?
    darf ich mir bald nicht mehr den hintern abwischen wie ICH es möchte?
    vorschriften, vorschriften, vorschriften. bald gibt es nichts anderes mehr hier.
    wenigstens solche kleinigkeiten könnten die uns selbst überlassen, oder?
    und wie das praxisbeispiel mit der oma gezeigt hat kommt man auch gut ohne solchen kappes aus.

  16. ck meint: (8.8.2005 um 17:10) AntwortenReply to this comment

    Klar, man kann auch ohne Normen auskommen. Mein Drucker bearbeitet auch Papierschnitzel. Selbst die un-normiert addressierte Post kommt irgendwann an.
    Wegen der Anregung, auf eine Leerzeile zu verzichten, wuerde ich nur nicht am Sinn des Lebens zweifeln. Im Gegenteil, man kann viel leichter das Positive an solchen Regelwerken sehen.
    Beispiel: Genormte Schuhgroessen. Unheimlich praktisch, wenn man gleich zwei Schuhe kauft.

  17. Thorsten meint: (8.8.2005 um 17:16) AntwortenReply to this comment

    Wieso regt Ihr Euch eigentlich über die Änderung einer Norm auf, die seit Jahren, wenn nicht Jahrzehnten, besteht?! Da macht Ihr Euch mehr Gedanken darüber als notwendig und dazu noch unsinnigerweise, weil Ihr nur eine Zeile weglassen sollt…

  18. Tilman meint: (8.8.2005 um 18:47) AntwortenReply to this comment

    @Andreas (2): Schön, dass die Realität mal wieder etwas mehr an SAP-Hindernisse angepasst wird. Ich warte auf den Moment, wenn unsere Ausweisnummern ebenfalls angepasst werden um SAP-Konform zu werden :-)

  19. Rafael meint: (9.8.2005 um 00:27) AntwortenReply to this comment

    Dir ist aber schon der Unterschied zwischen einer Norm und einer Vorschrift bekannt?

    Die Normierung soll(te) in erster Linie eine Erleichterung, eine Richtlinie sein. Jeder, der in einem bestimmten Bereich viel zu tun hat, wird – mal mehr, mal weniger – dankbar darüber sein, dass es für gewisse Dinge in diesem Bereich Normen gibt.
    Sei es etwas komplexes, technisches oder auch nur etwas einfaches, wie die Verschlussrichtung eines Türschlosses.
    Dennoch bleibt es jedem selbst überlassen, ob er die Adressen auf seinen Briefen rückwärts schreibt, ein Türschloss baut, welches durch dreimaliges Klatschen aufgeht, oder, oder, oder… Er (du) darfst nur nicht erwarten, dass die Mehrzahl der anderen Menschen sich allerdings um deine persönliche Normierung kümmert, diese versteht oder sich daran hält.

  20. nelly_pappkarton meint: (9.8.2005 um 10:02) AntwortenReply to this comment

    Mann schreibt nicht mehr "Herr" oder "Frau" drüber? Wußte ich auch noch nicht. Da schick ich doch glatt mal einen Azubi zur Post, um so ein Din-Heftchen zu holen …

  21. Andreas Unkelbach meint: (9.8.2005 um 10:08) AntwortenReply to this comment

    @Tilman:

    ;-) In diesen Fall war es jedoch umgekehrt. Eine Kollegin wies darauf hin, dass die Anschrift ohne Leerzeile falsch sei und man dieses doch evtl. innerhalb SAP ändern sollte. Grds. ist das auch möglich, aber nach einiger Nachforschung war das Vorlegen der geänderten DIN doch hilfreicher und liess mich nicht noch tiefer innerhalb von SAP graben…..

    Man kann über SAP denken, was man möchte, aber anpassbar ist es schon…. manchmal ist es aber auch sinnvoll Abläufe an SAP anzupassen was zum Teil sogar Vorteile bringen kann. Nehmen wir nur mal als Beispiel, das Gedankenmachen um die Unternehmensstruktur bei Einführung einer ERP Software :-).

  22. Udo Vetter meint: (9.8.2005 um 10:12) AntwortenReply to this comment

    Ob man Herr oder Frau weglassen soll, weiß ich nicht. Ich finde eine sachliche Adressierung aber besser. Vor allem "Eheleute" mag ich nicht. "Eheleute Dieter Meyer" lasse ich zurückgehen; alles andere wird toleriert.

  23. Justus meint: (9.8.2005 um 14:00) AntwortenReply to this comment

    Die Post ist noch zu anderen Großtaten fähig!

    bei DasNuf gefunden):

    "Der Wertsack ist ein Beutel, der auf Grund seiner besonderen Verwendung nicht Wertbeutel, sondern Wertsack genannt wird, weil sein Inhalt aus mehreren Wertbeuteln besteht, die in den Wertsack nicht verbeutelt, sondern versackt werden."

    Quelle: Merkblatt der Deutschen Bundespost

  24. Herr Lukas meint: (19.1.2006 um 21:29) AntwortenReply to this comment

    oh, Alix, Nr. 9, und Ihr anderen, denen es egal ist, wie eine Anschrift gelesen werden soll:
    Schade, Chance für's Erwachsen-Werden verpaßt!
    Dann baut Ihr mal schön Eure Maschinen, die Eure Post verteilt!
    Viel Spaß!

    Und dann lest mal solche Zeilen von Solchen in so einem blog, denen es egal ist, was sie wo/wie draufschreiben;

  25. Franziska meint: (14.9.2006 um 13:34) AntwortenReply to this comment

    so nun muss ich diese Regelungen für die Arbeit durchforsten,um raus zu finden ob eine Leerzeile im Adressfeld hin kommt oder nicht..wie soll ich es finden,wenn nicht mal der Computer das Wort "Leerzeile" richtig umsetzen kann..:)!!

    nun gut ich such weiter,keine Frage..aba an sich ist DIN ne gute Sache…aba nicht immer!!!**grins**

    liebe grüße an Philipp..meine oma macht es heut noch so!!

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