26.8.2005

EXPLOSIVE INHALTE

Der Kölner Stadtanzeiger beleuchtet in diesem Artikel die juristischen Risiken, denen sich Blogger aussetzen. Die Sprengstoffgeschichte klingt reißerisch, ist aber so passiert. In dem verwaisten Weblog nisteten sich einige Freaks ein, veröffentlichten und diskutierten Bauanleitungen für Sprengsätze. Manche Beiträge klangen sogar so, als würden Sprengstoffgeschäfte verabredet.

Die Ermittler gingen – für mich nachvollziehbar – davon aus, dass der Seiteninhaber die monatelange Diskussion nicht nur duldet, sondern unter einem Nick selbst mitmischt. Nachdem bei ihm zu Hause aber nichts Relevantes gefunden wurde, standen immer noch diverse (Beihilfe-)Delikte aus den Bereichen Verstoß gegen das Sprengstoffgesetz und Verabredung von Straftaten im Raum.

Zum Glück hatte der Staatsanwalt etwas Ahnung vom Internet und begriff, dass jeder für die Einträge verantwortlich sein konnte. Entsprechend glimpflich endete das Verfahren.

Quelle: wulkan (www.wulkan-comic.de)

4 Kommentare zu “EXPLOSIVE INHALTE”

  1. djo meint: (26.8.2005 um 10:22) AntwortenReply to this comment

    Darf man erfahren, was das für eine Blogsoftware war? Dabei würde mich auch interessieren, wie das mit Antville-Blogs ausschaut – dort können User ja nur kommentieren, wenn die sich vorher registrieren. Ist zwar nur blabla, die Registration, aber zumindest eine kleine Hürde gegen Wildwuchs an Kommentaren.

  2. Papakiesel meint: (26.8.2005 um 11:10) AntwortenReply to this comment

    Das Problem gibt es ja auch bei Foren, Gästebüchern usw. Meines Erachtens nach ein Grund für

    a) eine automatisierte Benachrichtigung bei neuen Kommentaren (dürfte bei viel kommentierten Blogs schwierig sein) und
    b) für eine automatische Kommentarsperre für alte Blogeinträge.

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