WEB 2.0: ENDE DER LANGEWEILE
Web 2.0. Die Meinungen gehen auseinander. Aggressionen kochen hoch. Das kennt man ja, denkt nur mal an die Diskussion um Cherry Coke.
Ich will mir keine Gedanken machen, ob Web 2.0 was wird. Oder nicht. Mich interessiert momentan nur, ob wirklich genug (heiße) Luft für eine Börsenblase vorhanden ist.
Im Gegensatz zu Don Alphonso denke ich gerne an die New Economy. Was weniger daran liegt, dass mir die Phase den bisher einzigen Aufsichtsratsposten meines Lebens beschert hat. Sondern mehr daran, dass ich Vertical Net und ICG verkauft habe, kurz nachdem Bild Deutschland an den Neuen Markt gerufen hat.
Außerdem bin ich wahrscheinlich nicht der einzige, dem Fondssparen mittlerweile auf den Zeiger geht. Web 2.0 klingt sooooooo süß und verheißungsvoll. Offensichtlich handelt es sich im Technologiesegment um die erste Vision seit dotcom, die faszinieren kann, ohne dass man auch nur den Hauch einer Ahnung braucht, um was es eigentlich geht.
Bleibt nur eine Frage. Allerdings die schwierigste. Wo steigen wir jetzt ein? Sachdienliche Hinweise, am besten mit WKN oder ISIN, bitte in die Kommentare.
Ich gebe zurück an die Experten, zum Beispiel Mario Sixtus.
:)
muss man das wissen, was gemeint ist?
Ich empfehle (schon seit langem und völlig ohne Bezug zu Web 2.0) Google und Apple. Beschert mir in letzter Zeit satte Gewinne. :-)
@2
http://de.wikipedia.org/wiki/Web_2.0
@3: Google im Jahre 2015
http://www.albinoblacksheep.com/flash/epic
Dem Fondssparern will ja die neue Regierung angeblich auch den Hahn abdrehen. Von daher bietet es sich ohnehin an, sich neu zu orientieren. ;)
Metabox
@4. Oh Gott, soviel heiße Luft auf so kleinem Raum. Da starte ich lieber mit Fondssparen.
Ich steck mein Geld in nix was ich nicht verstehen tu.
(Als wenn ich welches hätte…)
@8: Du bist also Single?
Investiere mein Geld in Goldbarren. Die kommen unter's Kopfkissen.
Ja, Apple gefällt mir auch seit geraumer Zeit :)
Ich sach ja nur WKN 522700..
@10: Wenn du so schlafen kannst ;-)
Der US-Apfel wurde mir vor kurzem empfholen, der deutsche wäre unbrauchbar.
Du kannst ja als der zigste Geldhai mal bei info@wikipedia.de anfragen, wieviel der Laden kostet… :-) –~~~~
Google ist, glaube ich, schon über 100 Milliarden wert. Bei Apple dürfte der Zug auch längst abgefahren sein.
Es geht eher um Firmen, die heute da stehen, wo zum Beispiel Yahoo ca. Mitte der Neunziger angefangen hat.
Ich verstehe nur nicht, was Web 2.0 mit diesem Börsenkram zu tun haben soll. In dem verlinkten Wikipedia-Artikel steht auch nichts von Kursen und Investitionen.
Im alten Web 1.x kriegt erhält der Sender eine Email, wenn die vorhin gesendete Email nicht zugestellt werden konnte.
Im neuen Web 2.0 frägt man doof hinterher: "Guten Tag Herr Sixtus, ich hatte ihnen gestern eine E-Mail geschickt. Ist die mittlerweile bei Ihnen angekommen?"
http://www.sixtus.net/entry/638_0_1_0_C/
http://www.techcrunch.com abonnieren bildet in Sachen Web 2.0 enorm. Außerdem sollte man den O'Reilly Radar im Auge behalten (bin jetzt zu faul, den Link zu suchen). Tim O'Reilly war der erste, der eine Begriffsdefinition zu Web 2.0 gebracht hat.
Im übrigen ist bei Google noch längst nicht das Ende der Fahnenstange erreicht. Mehr als 3% per anno sind da locker drin. Vielleicht machen sie ja mal einen 1:10 Split, dann wird's auch optisch wieder günstiger.
Und AOL wäre noch ein heißer Übernahmekandidat…
Eins scheint ziemlich klar zu sein: das 21. Jahrhundert wird das Jahrhundert der Software. Die Computer-Hardware ist heute so weit, dass man damit – das Vorhandensein entsprechender Software und Daten vorausgesetzt – fast alles machen könnte: selbstfahrende Autos, das Optimieren von Energie-, Waren-, Dienstleistungs-, Verkehrs- und Datenströmen auf dem vorhandenen Leitungsnetz, das Kanalisieren von Wissen dorthin, wo es gebraucht wird u.s.w. Das faszinierende daran ist, dass sich Software nicht verbraucht, wie andere Güter, sondern dass sich das in ihr vorhandene Potential summiert. Diese uferlosen Möglichkeiten verlangen nach Mythen, Prognosen und Definitionen: so etwas scheint den Definierern von Schlagworten wie "web 2.0" im Kopf herumzuschwirren. Es ist aber letztlich nur ein Schlagwort, ebenso gefährlich wie das von der "New Economy" – was das ist oder war, will heute – zu Recht – niemand mehr genau wissen. Investitionsentscheidungen kann man auf derartige Schlagworte nicht stützen. Wo sich das technische und kaufmännische Potential der Software in Zukunft in klingende Münze umsetzt, ist genau so wenig prognostizierbar wie bei der New Economy Blase der neunziger Jahre.
Herr RA Lothar Müller-Güldemeister:
Im Grunde ist es das Gleiche, wenn ein PR-Fuzzi daherkommt und sagt: "So, jetzt machen wir den Rechtsanwalt 2.0. Dann kommt mehr Kohle in die Anwaltskasse rein."
Derweilen ist es immer noch ein und die gleiche Rechtspflege…….
@20. Was überall jederzeit verfügbar ist wird selten geschätzt. Insofern schläft es sich auf Gold wohl immer noch am ruhigsten.
@15:
Wikipedia ist eigentlich nicht zu verkaufen. Und wenn, dann wäre es witzlos. 3 Stunden nach dem Verkauf gäbe es nupedia2.org mit den kompletten Inhalten wie gehabt…
@16: Das ist immer relativ. Google hat sich im letzten Jahr verdreifacht und will nicht aufhören, zu steigen. Apple ebenso. Natürlich ist das irgendwann vorbei. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass das morgen oder übermorgen ist, halte ich für sehr gering. Die Wahrscheinlichkeit, dass Du im nächsten Monat 20 % Rendite machst ist hingegen hoch. Natürlich solltest Du das als riskante Investition sehen und vor allem rechtzeitig wieder aussteigen. Wenn Du was langfristiges suchst, lass die Finger davon. Und wenn Du kein comdirect-, DAB-bank- oder CortalConsors-Depot mit Live-Trading hast, dann auch. :-)
Web 2.0 ist eine Ansammlung von Diensten, von denen ein paar ganz nützlich sind. Aber es ist gibt auch im Old-School-Web schon nützliche Sachen.
Anstatt Trackback:
Nun. Lieber Anon Ymous, entweder Sie sind ein echter Fuchs. Haben Ihre Googleaktien nach dem IPO gekauft und verkauft. Dann, aber auch nur dann, haben Sie fette Gewinne gemacht.
Oder Sie sind eines dieser armen Geschöpfe, die denken, nur weil der Aktienkurz steigt, würden auch ihre Gewinne steigen. Zumindest sind Sie dann in guter Gesellschaft.
Also ich muß ja sagen als ich den Aufruf gelesen hab war mein erster Gedanke: Mal sehen wieviel BWL und Jura-Futzi-Studenten Apple und Google rufen; Es sind ja einige…
Ok, ehrlich: Google wurde ja versteigert und für den IPO mußte man, as far as I remember, Amerikaner sein. Ich hätte nie gedacht das der Zettel mal so hoch steigt. Aber jetzt noch einsteigen? Nen Freund hat vor einigen Jahren Morphosys gekauft, 2 Tage vor dem Höchststand ever. Heute telefoniert der mit Simyo, der hat schlappe 50.000 Euro verbrannt.
Google und Apple sind doch eindeutig total überbewertet. Intershop hatte mit 500 Angestellten zu Spitzenzeiten einen Börsenwert > Lufthansa, und die hatten Flugzeuge und richtige Kunden, Intershop hat doch nix. Gar nix. 100.000 Zeilen Quellcode, das Shopsystem bau ich doch in den Semesterferien nach mit 2 Opensource Komponenten.
Schaut Euch doch mal die KGV's an, das entbehrt sämtlicher Logik. Google wurde grad heute auf Ziel 650$ erhöht von ner Bank die in Europa keiner kennt. Warscheinlich gehört die Bank Sergey Brin, haha.
Ich würde solide Sachen kaufen, Firmen die was Herstellen, oder die klein sind und schnell wachsen. Oracle kauft ja im Moment alles was mit Bürokommunikation zu tun hat. Opera wäre ein heißer Übernahmekandidat. Oder wärs riskanter mag, Argentinische Staatsanleihen, ich denk schon das die in nächster Zeit nen ordentlichen Schuldenerlaß bekommen.
Ich hab vorm Studium das Depot leergeräumt weil ich keine Zeit mehr hatte und nur Dax Optionsscheine gahabt, das hat sich auch ordentlich rentiert, dieses Jahr.
Und zum Schluß kann ich nochmal richtig angeben: Ich hab für 3000 € ein Papier gahabt von nem Carrier, das sind die Firmen die die einzelnen Telkos unternander vernetzten, damit macht man auch nix falsch. de-cix heißt die Pappe. kennt keine Sau und brennt wie Hölle.
Der Tip ist der alte wie immer: Immer antizyklicsch kaufen, wenn ein Papier 300% gemacht hat wird es kaum nochmal 300% machen und in dem Moment wo du einsteigst, kaufst du nem anderen die Dinger ab, vergiss das nicht. Wenn Google an der magischen Grenze knabbert und pendelt verlieren alle die Nerven und gehen auf sell ohne stop und das ganze Kartenhaus fällt zusammen.
Übrigens, Gold ist auf dem Höchststand, da steig ich doch nicht ein. Äußerdem ist Gold immer sehr langfristig. Wie wärs denn mit Shell oder Exxon? oder Halliburton? Der nächste Krieg kommt bestimmt. Ich würd sie beobachten und einsteigen wenn sie nochmal richtig abschmieren, und dann 2 Jahre warten, das ist doch eigentlich bombensicher.
Ich hab leider nur nicht genug Geld was ich lange weglegen kann, ich muß mir vom Gewinn Happa und Sprit kaufen.