3.1.2006

DIE DIREKTORIN SPRICHT

Focus online widmet sich dem Fall Sozialgericht Bremen ./. Björn Harste. Erstmals meldet sich auch die Direktorin des Gerichts zu Wort.

Blogoscoped bringt die Sache auf den Punkt:

Welcome to the world wide web, Sozialgericht, and welcome to Google. … So, everyone, if you want to help out the Sozialgericht Bremen, stop linking to the Shopblogger using these words.

29 Kommentare zu “DIE DIREKTORIN SPRICHT”

  1. Schnee-Gronauer’s FÖRDEBLICK (Link) meint: (3.1.2006 um 20:18) AntwortenReply to this comment

    Ich finde das Vorgehen von Frau Holst total nachvollziehbar und in Ordnung für eine Nichtjuristin.

  2. Sven meint: (3.1.2006 um 20:27) AntwortenReply to this comment

    "Darunter findet sich auch das Lawblog, das bereits mit einer juristischen Analyse der Chancen einer Klage gegen den Shopblogger aufwartet. Nach Auffassung der dort bloggenden Rechtsanwälte liegen die Erfolgsaussichten für das Bremer Sozialgericht bei Null."
    Achso? Also wenn man den Beitrag "Sozialgericht Bremen" als Analyse sieht, vielleicht. Aber meines Wissens bloggt hier doch Udo allein, oder?

    So ganz recherchiert haben die Herren von Focus online wohl auch nicht. Sonst wüssten sie, dass eine solche Analyse wohl nur verlinkt wurde :)

  3. Tom Hagen (Link) meint: (3.1.2006 um 20:33) AntwortenReply to this comment

    Ich hab mal irgendwo gehört oder gelesen, daß auch Arbeits- und Sozialrechtler Juristen sein sollen. Es kann aber auch nur ein Gerücht sein. ;)

  4. jn (Link) meint: (3.1.2006 um 20:36) AntwortenReply to this comment

    Dass sie "nur" eine Sozialrechtlerin ist und ihr das Internet mehr oder minder fremd erscheint, tja, schön und gut – aber das kann nun wirklich keine Entschuldigung sein.

  5. Martin_mb meint: (3.1.2006 um 20:48) AntwortenReply to this comment

    "Die Richterin und ihr Blogger"

    Hm, irgendwie schmeckt der Titel merkwürdig pappig nach Dürrenmatt…

  6. Andre Heinrichs (Link) meint: (3.1.2006 um 21:11) AntwortenReply to this comment

    ich verweise einfach mal auf meinen Kommentar bei Björn zu dem Thema:
    shopblogger.de/blog/archi...d-ihr-Blogger.html#c24026

  7. feng meint: (3.1.2006 um 21:27) AntwortenReply to this comment

    @1: wieso Nichtjuristin? Sie ist doch Richterin.

  8. Rudi meint: (3.1.2006 um 21:36) AntwortenReply to this comment

    Das ist m. E. ein klassischer Fall der zeigt, wie wichtig es ist, sich einen Anwalt zu suchen, der mit dem Rechtsgebiet vertraut ist…
    Hier war es zwar eine Richterin, deren Kompetenz in Fragen des Sozialrechtes ich nicht in Abrede stellen möchte, aber Rechtsfragen, die mit dem Netz zusammhängen sind doch was anderes, da muß man sich mal mit befasst haben…

  9. A. John (Link) meint: (3.1.2006 um 21:37) AntwortenReply to this comment

    [if you want to help out the Sozialgericht Bremen]
    Vielleicht spendiert der Senat der guen Frau ja einen Volkshochschulkurs "Einführung in das Internet für Senioren".
    Das wäre auf jeden Fall billiger, als die Dame weiterhin als ahnungslosen Bürgerschreck auftreten zu lassen.
    Nach dem Focusartikel habe ich allerdings den Eindruck, das sie nicht nur lern- sondern auch beratungsresistent ist.

    Gruß A. John

  10. Ix meint: (3.1.2006 um 21:42) AntwortenReply to this comment

    @7: Ach was – sach bloß… :)

  11. Andy meint: (3.1.2006 um 22:04) AntwortenReply to this comment

    Am besten gefällt mir ja das:
    „Ich wollte gerne diese Seite weghaben.“

    Wünsche kann man ja viele haben aber diese in Form eines amtlichen Schreibens erpressen (Stichwort: "Gerichtliche Schritte einleuten" -> mögl. hohe Kosten) zu wollen ist schon starker Tobak.

  12. Rudi meint: (3.1.2006 um 22:18) AntwortenReply to this comment

    @12: Den alten Spruch "Bangemachen gilt nicht" sollten sich anscheinend nicht nur "Abmahnanwälte" sondern auch manche Richter/-innen hinter die Ohren schreiben…

  13. herbert meint: (3.1.2006 um 22:36) AntwortenReply to this comment

    Das Richterwahlverfahren in Bremen wird schon seit langem kritisiert.
    Öfter wird die Personalunion zwischen Bürgermeister und Justizsenator kritisiert.

    DRB erwartet eigenständigen Justizsenator in Bremen!

    Der Deutsche Richterbund erwartet, daß bei der Neubildung der Lan-desregierung in Bremen wieder ein alleinverantwortlicher Justizsenator für das derzeit vom Präsidenten des Senats (Bürgermeister) in Personalunion mitgeführte Justizressort eingesetzt wird.
    Der Justizsenator hat die Unabhängigkeit der Gerichte und die Bindung der Staatsanwälte an den Legalitätsgrundsatz zu schützen. Dies ist bei einer in Personalunion vom Präsidenten des Senats wahrgenommenen Leitung des Justizressorts nicht verläßlich gewährleistet. Hinzu kommt, daß so dem Eindruck Vorschub geleistet wird, die Dritte Gewalt sei eine nach Maßgabe politischer Zweckmäßigkeitsüberlegungen jederzeit disponible "Verschiebemasse". Damit wird in Kauf genommen, daß das Ansehen der Dritten Gewalt in der Öffentlichkeit Schaden nimmt

  14. RA Dominik Boecker meint: (3.1.2006 um 22:54) AntwortenReply to this comment

    Andreas, die Vorsitzende eines Gerichtes ist beileibe keine Nichtjuristin, sondern zwingend eine Richterin. Sie hat Jura studiert und zwei Staatsexamina in der Tasche.

    @Rudi: 100% D'accord

    Grüße

  15. Arne (Link) meint: (4.1.2006 um 09:03) AntwortenReply to this comment

    @1: lol, sehr treffend
    @12: in der Tat, wenn das Zitat stimmt

    und ein weiter Anlass mal wieder auf die notwendige Reihenfolge hinzuweisen: 1) Ärgern, 2) Denken, 3) Schreiben. Hätte Frau Direktorin sich mal dran gehalten.

  16. Harry ohne Wagen meint: (4.1.2006 um 09:15) AntwortenReply to this comment

    So geht das also. Man "will was weg haben", also mißbraucht man die eigene Stellung. Da muß man froh sein, daß die Dame Juristin ist und nur Briefe schreibt.

    Sollte sich noch mal jemand wundern, warum Juristen einen so schlechten Ruf haben, dann einfach auf die Dame zeigen, die sich an Bürgern vergreift.

  17. caroline meint: (4.1.2006 um 09:36) AntwortenReply to this comment

    Tatsache ist aber: das Layout vom shopblogger war daneben, weil "Sozialgericht Bremen" an dem Platz war, wo üblicherweise das Logo erscheint und so der Eindruck entstand, es handele sich um die offizielle Seite. Es würde mich auch nicht wundern, wenn die Dame in einem Rechtsstreit Recht bekäme – da entscheiden nämlich Richter, also ihre Kollegen. Für das Google-Ranking kann der Shopblogger natürlich nichts.

  18. A. John (Link) meint: (4.1.2006 um 10:26) AntwortenReply to this comment

    @18: [Sollte sich noch mal jemand wundern, warum Juristen einen so schlechten Ruf haben, dann einfach auf die Dame zeigen, die sich an Bürgern vergreift.]
    Die Dame ist kein Einzelfall.
    Richter, die ihre Stellung dazu missbrauchen um sich an unschuldigen Bürgern abzureagieren, gibt es auch woanders.

    linkhitlist.com/cgi/comme...;LNO=36554&ENO=674667

    Sie können das relativ gefahrlos, weil sie sich der Rückendeckung ihrer Kollegen sicher sein können.

    Gruß A. John

  19. Sanníe (Link) meint: (4.1.2006 um 12:19) AntwortenReply to this comment

    @Caroline
    Tatsächlich ist es ungewohnt, daß beim Shopblogger der Eintragstitel auf den Archivseiten größer ist als der Blogtitel. Viel verwirrender noch, daß man bei Klick auf diesen Link zurück zur Startseite kommt. Aber das ist doch eher eine Frage der Usability als der Namensanmaßung.

    Und das ist es ja auch nicht, was die Direktorin als erstes bemerkte. Vielmehr ist sie doch schon über den Seitentitel bei Google gestolpert, in dem der Eintragstitel dem Weblognamen vorangestellt ist. Im Lawblog ist das andersrum gelöst, find ich besser – vom Großen zum Kleinen. Das ist aber eine Geschmacksfrage, bei Lumma z.B. wie auch bei einigen Nachrichtenseiten steht der Seitenname zuletzt im Titel.

    Wenn nicht so Bewanderte nach Ansicht der Seite nicht verstehen, wo sie gelandet sind, sollten sie vielleicht mal an ihrer Medienkompetenz arbeiten. Ich habe schon Kommentare von jemandem erhalten, der meinte, ich sei H&M Kiel und fragte, ob es die guten Conwell-Unterhosen noch gibt, die seine Kinder ihm letztes Jahr zu Weihnachten grschenkt haben. Zu diesem Zweck hinterließ er in meinem Blog auch gleich seine komplette Anschrift. Neulich bekam ich eine Mail, die ich erst in den Spam-Ordner schob, mir aber später nochmal genauer ansah und feststellen mußte, daß die Verfasserin glaubte, bei der Bild-Zeitung gelandet zu sein und um Zusendung eines Artikels aus dem Archiv bat. Kein Witz, leider. Und das obwohl bei mir die Eintragstitel _nicht_ in der Titelleiste auftauchen.

    Wenn Privatleute einfach zu blöd sind, ist das deren Problem. Ich habe längst aufgehört, da missionarisch tätig zu werden, dankt einem eh keiner. Wenn aber die Direktorin eines Gerichts oder der Vertreter eines weltweit tätigen Konzerns deswegen anderen mit juristischen Konsequenzen drohen, muß einen das leider doch kümmern.

  20. cabi (Link) meint: (4.1.2006 um 13:19) AntwortenReply to this comment

    @22 (Sannie)
    > Tatsächlich ist es ungewohnt, daß beim Shopblogger der
    > Eintragstitel auf den Archivseiten größer ist als der
    > Blogtitel. Viel verwirrender noch, daß man bei Klick auf
    > diesen Link zurück zur Startseite kommt. Aber das ist doch
    > eher eine Frage der Usability als der Namensanmaßung.

    Dieses Verhalten ist das Standardverhalten der Blogsoftware. Du wirst hunderte von Blogs mit diesem Verhalten finden.

    cabi

  21. Schnee-Gronauer’s FÖRDEBLICK (Link) meint: (4.1.2006 um 22:18) AntwortenReply to this comment

    @7 und 15:

    War'n Scherz (und allenfalls ein ganz, ganz kleiner Seitenhieb eines Gesellschaftsrechtlers).

  22. RA Dominik Boecker meint: (4.1.2006 um 22:45) AntwortenReply to this comment

    Ich bitte um Entschuldigung!

    Schreib bitte künftig das allgemein verständliche ;-) dazu, denn dann raffen es aucch die, die grade auf der Leitung stehen (vulgo: ich :) ).

    MfkG

  23. 500! (Link) meint: (5.1.2006 um 12:05) AntwortenReply to this comment

    "ich wollte gerne diese Seite weghaben.."

    Ich würde gerne
    diese Dame weghaben.

  24. Anonymous meint: (5.1.2006 um 22:00) AntwortenReply to this comment

    Als versöhnlicher Diskussionsbeitrag hier hier eine plausible Erklärung der Handlungsweise von Frau Holst, die durch Indizien erhärtet ist:
    [url]http://37sechsblog.de/?p=198[/url]
    (gefunden über die Chronik bei hirnrinde.de): [url=http://www.hirnrinde.de/index.php/2006/01/02/nachste_stufe_der_sylvester_rakete_n_abg]klick![/url]
    Nichtsdestotrotz könnte Frau Holst ja einmal bei Björn anrufen oder locker vorbeigucken. Statt nur Interviews zu geben.

  25. Stephan Hertz (Link) meint: (7.1.2006 um 02:24) AntwortenReply to this comment

    Die Frau Direktorin hat eine wunderbare Quittung bekommen :-)

    Der Shopblogger hat nun [url=http://www.stephan-hertz.de/blog/archives/shopblogger-bei-google-auf-position-2.html]Platz 2[/url] bei Google zum fraglichen Keyword :-D

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