21.2.2006

MIT-LACH-THEATER

Der FAZ-Kritiker Dr. Stadelmaier im SZ-Interview:

Mir wurde mein Spiralblock brutal aus der Hand gerissen. Ich hätte mich dabei verletzen können.

(Link – und einige treffende Anmerkungen – gefunden bei Indiskretion Ehrensache)

27 Kommentare zu “MIT-LACH-THEATER”

  1. Arno meint: (21.2.2006 um 13:07) AntwortenReply to this comment

    Sehr lächerlich. Journalisten sind eh ein komisches Völkchen.

  2. Chris meint: (21.2.2006 um 13:15) AntwortenReply to this comment

    @Arno: Mach Dich nicht noch über den armen Mann lustig, der sich schwer hätte verletzen können – und denk an den seelischen Schmerz, den er erlitten hat. ;-)

  3. besserwisser meint: (21.2.2006 um 13:18) AntwortenReply to this comment

    lustig ist das in der tat. unlustig ist, dass besagter beleidigter zeitungsangestellter es schafft, über betreffenden indendant und willfährige oberbürgermeisterin eine fristlose kündigung des schauspielers durchzudrücken. was sagt das arbeitsrecht dazu?

  4. Praktiker (Link) meint: (21.2.2006 um 13:20) AntwortenReply to this comment

    Schade, da war wer schneller:
    http://www.spiralblog.de

  5. Christian meint: (21.2.2006 um 13:20) AntwortenReply to this comment

    Und ausserdem wird er wohl viele Sitzungen bei seinem Therapeuten mit Brennnesseltee auf der Bastmatte verbringen müssen, um das erlebte emotional bewältigen zu können.

  6. jörg meint: (21.2.2006 um 13:30) AntwortenReply to this comment

    Wer braucht jetzt noch den Stefan von DSDS? – Stadelmeier ist die neue Heulsuse.
    Unfassbar, und für mich erneut die Bestätigung, das Feuilleton der FAZ (die Bahners-Texte versteht man sowieso nur mit nem abgeschlossenen Philosophie-Studium) mit Ausnahme der Medien-Seite unbeachtet zu lassen.
    Wie kann man sich als erwachsener Mann, der an verantwortlicher Stelle bei einer der größten deutschen Tageszeitungen sitzt, nur aufführen wie ein Erstklässler, dem das Pausebrot geklaut wurde?

  7. Anonymous meint: (21.2.2006 um 13:32) AntwortenReply to this comment

    1. Heulsuse, … (Eigenzensur)
    2. Wo bleibt der Vorwurf der Relgionsfreiheit?
    3. So entmannt man sich selber
    4. Der Falsche ist gefeuert worden

  8. Snyper meint: (21.2.2006 um 13:47) AntwortenReply to this comment

    Warum erhaelt der Bloedsinn eigentlich soviel Aufmerksamkeit … ?

    Waehre doch besser, wenn es moeglichst schnell still wuerde und nicht auch noch Werbung gemacht wird ?

    Dem "Kuenstler-Ensemble", dem "Theater", "dem Regisseur" kann doch nix besseres passieren als Publicity… egal ob positiv oder negativ, bei dem was man als Inhalt herraushoert fragt man doch, ob man sich angesichts leerer Kassen solche "Kultur" ueberhaupt leisten sollte.

  9. Tommy (Link) meint: (21.2.2006 um 14:00) AntwortenReply to this comment

    Es kann ja aber wohl auch nicht sein, dass man sich bei einem Theaterbesuch alles bieten lassen muss. Blöcke aus der Hand reißen und angebrüllt werden muss nun wirklich nicht sein.
    Denen, die sich hier so lustig machen, wünsche ich mal eine ähnliche Situation.
    Und Mitleid ist auch fehl am Platze, besagter Schauspieler hat schon ein neues Engagement am Berliner Ensemble bei Claus Peymann.
    Was wohl eine bessere Adresse ist als in Frankfurt.

  10. Christian (Link) meint: (21.2.2006 um 14:03) AntwortenReply to this comment

    Tommy: Nun, wenn ich mir als zartes Gemüt einen splatterigen Horrorfilm im Kino anschaue, kann ich ja gern einen Verriss schreiben, aber werde gewiss nicht die Filmfirma verklagen, weil sie in mir Übelkeitsgefühle hervorgerufen hat.

  11. Christian (Link) meint: (21.2.2006 um 14:03) AntwortenReply to this comment

    (Ja, dass der Herr nicht geklagt hat, ist mir schon klar, ich wollte jetzt nur eine öffentliche Aktion einführen, die seiner öffentlichen Reaktion vergleichbar wäre ;-) )

  12. Tommy (Link) meint: (21.2.2006 um 14:07) AntwortenReply to this comment

    Natürlich ist der Kritiker eine Mimose. Aber das Verhalten des Schauspielers ist unverschämt und anmaßend und rechtfertigt auch eine Kündigung. Dem Publikum gegen dessen Willen körperlich nahe zu treten ist ein absoluter Fauxpas für einen Schauspieler.

  13. Chris meint: (21.2.2006 um 14:11) AntwortenReply to this comment

    @13: Das ist noch die Frage, denn wenn ich richtig informiert bin, war vor der Vorstellung klar, dass es sich um eine "Performance" mit Publikumsinteraktion handelt.

  14. michelle meint: (21.2.2006 um 14:12) AntwortenReply to this comment

    FAZ-Kritiker hört sich verwirrend an; zuerst dachte ich, er sei jemand der der faz kritisch gegenübersteht; dann ist mir eingefallen, dass das egtl nur bei der bild gibt

  15. twig meint: (21.2.2006 um 14:35) AntwortenReply to this comment

    Der Bundesgesundheitsminister warnt:
    "Leben gefährdet ihre Gesundheit!"

    Als Kritiker für ein modernes Theater halte ich solche "Turnbeutelvergesser" für ungeeignet.
    Aber es gibt eine einfache Lösung: Theatersubventionen streichen, Theater wird geschlossen, Kritiker arbeitslos, Thema erledigt.

    Und nun auf ins wirkliche Leben …

  16. Martin_mb meint: (21.2.2006 um 14:36) AntwortenReply to this comment

    Hm, also dafür daß das aufgeführte Stück "Das große Massakerspiel" hieß ist der Typ doch noch gut davongekommen. Ich weiß nicht, ob solche Titel heutzutage normal sind, aber wenn ICH zu einer so bezeichneten Aufführung gehen würde, dann hätte ich mir vorher mindestens schuß-, stich- und bißfeste Unterhosen angezogen. Und wenn dann auch noch Zuschauerbeteiligung angekündigt ist nehme ich noch die Keule mit, man weiß ja nie…

  17. heinz.gelking (Link) meint: (21.2.2006 um 16:07) AntwortenReply to this comment

    Wer sich als Theaterkritiker mit einem Spiralblock ins Publikum setzt, hat a) ein Gedächtnis wie ein Sieb, oder braucht den Spiralblock b) als Insignie seiner Bedeutung.

    G.B. Shaw nahm, als er noch Musikkritiken schrieb, keinen Spiralblock mit, sondern einen Revolver.*

    Die Zeiten waren anders damals.

    *Man lese: Musikfeuilletons des Corno di bassetto (von G.B. Shaw).

  18. A. John (Link) meint: (21.2.2006 um 18:02) AntwortenReply to this comment

    [Mir wurde mein Spiralblock brutal aus der Hand gerissen. Ich hätte mich dabei verletzen können.]
    Wäre das ein Polizist- und kein Theaterkritiker gewesen, könnte sich der Schauspieler auf einiges gefaßt machen:
    Widerstand gegen die Staatsgewalt, Körperverletzung, Sachbeschädigung, Beleidigung, Bedrohung und wer weiß was noch alles.

    Gruß A. John

  19. Praktiker (Link) meint: (21.2.2006 um 19:03) AntwortenReply to this comment

    @10
    na ich weiß nicht, Peymann hat sich gerade
    mit Rolf Hochhut überworfen.
    Ob der Job sicher ist ?

    So wie es eine Putativ – Notwehr gibt, die letztendlich Ian McLeod
    in den 70ern das Leben kostete, gibt es vielleicht auch ein
    putatives Aua – Empfinden.

  20. skugga meint: (21.2.2006 um 21:19) AntwortenReply to this comment

    Paßt einfach perfekt zu sämtlichen sonstigen Peinlichkeiten, an die ich mich so auf Anhieb in den letzten 25 Jahren im Frankfurter Kulturbetrieb erinnern kann.

  21. Erbfeind meint: (21.2.2006 um 22:06) AntwortenReply to this comment

    LOL

    @21 Mehr fiel mir auch nicht ein, als ich über den Vorfall gelesen habe. Die lange Liste der Peinlichkeiten und Geschmacklosigkeiten auf Frankfurts Bühnen ist um einen Eintrag länger geworden. :-)

  22. jizt meint: (21.2.2006 um 22:11) AntwortenReply to this comment

    Wir wollen Herrn Lawinky doch zugestehen, dass er aufgeregt ist. Er weiß, dass er ungefähr eine Viertelstunde später sein Glied entblößen wird.
    Herr Stadelmaier schreibt, dass er sich auf den Abend gefreut hat.

  23. Hootch meint: (22.2.2006 um 19:08) AntwortenReply to this comment

    Heute Mittag kam ein schöner Beitrag zum Thema bei WDR 5 von Rayk Wieland. Hier ist die Textversion:
    wdr5.de/sendungen/scala/m...-02-22_theaterskandal.pdf

    Viel spaß & Grüße!!

  24. L. meint: (22.2.2006 um 20:06) AntwortenReply to this comment

    Ich gehöre ja nun auch zu den Menschen, die eher konservatives Theater mögen (auch wenn ich selber Schauspieler bin).
    Und trotzdem
    @ 10: Wenn bei einem Theaterstück, bei dem angekündigt wird, dass Publikumsbeteiligung erwünscht, bzw. Pflicht ist, sehe ich es als Schauspieler als Beleidigung, wenn meine "Mitakteure" nicht mitspielen. Und Wenn denn jemand so frech wird wie herr S., könnte mir das auch zu bunt werden.
    das wars in Kürze

  25. Mantla meint: (23.2.2006 um 01:45) AntwortenReply to this comment

    Heute während der Arbeit ein Telefoninterview mit Herrn Stadelmaier gehört.

    Pressefreiheit. Menschenrechte.

    Wie ich doch diese Schlagworte liebe.

  26. skugga meint: (23.2.2006 um 10:49) AntwortenReply to this comment

    @26: Klasse. Und da basteln wir jetzt noch flugs einen neuen Kampf der Kulturen – Pressefreiheit vs. Freiheit der Kunst… ;o)

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