23.2.2006

BLOCKIERTE RICHTER

Die Arbeitszeit von ganzen drei Richtern soll in Düsseldorf ausschließlich für die Einspruchsflut wegen einer Radarfalle auf der A 44 draufgehen, berichtet der Express. Die Pläne der Stadt, solch lukrative Blitzer auch noch an der A 46 aufzustellen, stoßen deshalb auf unverhohlenen Widerstand: “Die Stadt kassiert, wir haben die Arbeit”, zitiert das Blatt Amtsrichter Dirk Kruse.

47 Kommentare zu “BLOCKIERTE RICHTER”

  1. Heiko meint: (23.2.2006 um 13:14) AntwortenReply to this comment

    Journalismus zum Abgewöhnen. Radargeräte sind also Abzockfallen und warum da 2000 Verfahren auf dem Tisch landen, interessiert natürlich nicht. Jedenfalls nicht den "Express".

  2. Heiko meint: (23.2.2006 um 13:15) AntwortenReply to this comment

    Naja, also IRGENDEINEN Grund müssen die Einspürche ja haben

    Aber gut, einfach 3,5 Monate abwarten – hoffen – Glück haben :-)

  3. Udo Vetter meint: (23.2.2006 um 13:31) AntwortenReply to this comment

    @ Heiko: Ich weiß nicht, ob du schon mal die A 44 in Höhe Düsseldorf befahren hast. Da geht es hinter der Ausfahrt Stadtmitte Richtung Krefeld auf die neue Rheinbrücke und durch diverse Tunnels. Alles dreispurig, gerade, schnieke, mit Platz ohne Ende und wenig Verkehr. Aber Tempo 80 / 100 im schönen Wechsel. Den Vorwurf der Abzocke kann ich an dieser Stelle gut verstehen.

  4. Torsten meint: (23.2.2006 um 13:44) AntwortenReply to this comment

    Wie wär's mit einer 'Umsatzbeteiligung' der Amtsgerichte?

    (SCNR)

  5. Charly meint: (23.2.2006 um 13:46) AntwortenReply to this comment

    @Udo: kann ich nur bestätigen. die A44 verleitet einfach zum zu-schnell-fahren – bei 80 km/h kommt man sich vor, als führe man rückwärts. Ich habe mir angewöhnt, dort immer den Tempomat zu benutzen.
    Die Begründung für die Geschwindigkeitsbeschränkung ist übrigens Lärmschutz, wenn ich mich nicht irre.

  6. Anonymous meint: (23.2.2006 um 13:47) AntwortenReply to this comment

    Gerade dadurch dass es unglaubliche 2000 Verfahren sind, wird der Verdacht der "Abzocke" doch erst genährt. Wenn die Allgemeinheit so massiv gegen die Geschwindigkeitsbeschränkung verstößt, dann liegt der Verdacht nahe, daß diese weder akzeptiert wird, noch notwendig ist. Wenn es ein Unfallschwerpunkt wäre, würden wohl nicht so viele so rasen. Schlußendlich sollten die Behörden im Interesse der Öffentlichkeit handeln, und für die Geschwindigkeitsbeschränkung scheint ja, nach den Worten von Udo, keine Begründung zu existieren. Also weg mit dem Kasten!

  7. A. John meint: (23.2.2006 um 13:57) AntwortenReply to this comment

    @ 1: [Radargeräte sind also Abzockfallen]
    Warum stehen die Dinger vorzugsweise an schnurgeraden- und bestens ausgebauten Bundesstraßen und Autobahnen mit geringer Verkehrsdichte? Wo man mit Tempo 80 ein Verkehrshindernis ist?
    Ich habe noch nie eine Radarfalle vor einer Schule oder einer KiTa gesehen. Gibt wohl zu wenig Umsatz.

    Gruß A. John

  8. RA Lothar Müller-Güldemeister meint: (23.2.2006 um 14:01) AntwortenReply to this comment

    Bei 200 Arbeitstagen im Jahr würde das bedeuten, dass die drei Richter nur 3,3 Einsprüche pro Tag bearbeiten würden. Das erscheint nicht besonders viel. Ich bin eher der Meinung – vor allem, wenn die Einsprüche die genannte Qualität haben ("war notgeil schneller fahren", "meine Brille war beschlagen und konnte daher den Starenkasten nicht erkennen" usw. – dass 2000 Einsprüche auch von einem Richter abgearbeitet werden können. Bei Gerichtskosten von 40 € pro Einspruch würde die Justiz dabei wohl noch verdienen. Selbst wenn man Rückstellungen für die Richterpensionen bilden würde…

  9. jörg meint: (23.2.2006 um 14:02) AntwortenReply to this comment

    "Ich habe noch nie eine Radarfalle vor einer Schule oder einer KiTa gesehen."

    Sehr richtig!

  10. Lutz meint: (23.2.2006 um 14:03) AntwortenReply to this comment

    Laaaaaaaaaaangweilig.

    Die da oben, bla bla, Abzocke, bla bla, modernes Raubrittertum, bla bla. Alles schon tausendmal gehört. Wird dadurch nicht richtiger.

  11. A. John meint: (23.2.2006 um 14:10) AntwortenReply to this comment

    @10: [Wird dadurch nicht richtiger.]
    Dann begründe doch mal sachlich, warum @7: … falsch ist.

    Gruß A. John

  12. Lutz meint: (23.2.2006 um 14:17) AntwortenReply to this comment

    @10: Muss ich nicht. Denn zur Frage, ob Radarfallen Abzocke sind oder nicht, ist es vollkommen egal, ob @7 stimmt oder nicht.

    Gruß, Lutz

  13. Lutz meint: (23.2.2006 um 14:17) AntwortenReply to this comment

    "@11:" meint ich natürlich ;)

  14. Heiko meint: (23.2.2006 um 14:22) AntwortenReply to this comment

    @11:
    Wie soll man eine derartig aus der Luft gegriffene Behauptung widerlegen? Eventuell stehen dort Radarfallen, weil sich viele Verkehrsteilnehmer dort offensichtlich nicht an die Geschwindigkeitsbegrenzungen halten. Hier scheint die Ansicht vorzuherrschen, Geschwindigkeitsbegrenzungen müssten nur eingehalten werden, wenn man den Grund für die Anordnung nachvollziehen kann.

    Wer meint, er müsse sich nur dann an Geschwindigkeitsbegrenzungen halten, wenn er diese akzeptiert, sollte seinen Führerschein zurückgeben.

    2000 Verstöße sprechen übrigens nicht dafür, dass die Geschwindigkeitsbegrenzeung nicht notwendig ist, sondern dafür, dass sich 2000 Menschen dagegen entschieden haben, die angeordnete Geschwindigkeitsbegrenzung einzuhalten.

    Selbst wenn die Radargeräte nur aufgestellt würden, um Geld damit zu verdienen, ist die Bezeichnung als Abzockfalle nur ein vorgeschobenes Feigenblatt für die selbst verschuldete Missachtung einer Geschwindigkeitsbeschränkung.

  15. felix meint: (23.2.2006 um 14:23) AntwortenReply to this comment

    2% der Knöllchen vor Gericht, das spricht nicht gerade für "massives Vorgehen der Allgemeinheit" und Abzocke, sondern nur für Unverbesserliche.

  16. Heiko meint: (23.2.2006 um 14:39) AntwortenReply to this comment

    @15:
    Das spricht für gar nichts, falls du nicht behaupten willst, dass nur Unverbesserliche vor Gericht gehen.

    Nur weil jemand nicht vor Gericht gehen will, heißt das nicht, dass alles korrekt abgelaufen ist.

  17. Rowerle meint: (23.2.2006 um 14:46) AntwortenReply to this comment

    @14:
    so sehe ich es auch – zumal es ja iirc Möglichkeiten gibt, über die Verwaltungseingaben die Zulässigkeit der 'Fallen' zu beanstanden.

    Außerdem meine ich mich erinnern zu können, dass dort auch Tunnel existieren, oder irre ich mich? (Kenn mich im Landeshauptdorf nicht so gut aus…)
    Und da finde ich die 80 zwar auch 'langweilig' aber dennoch sinnvoll – die Alpentunnel zeigen es ja leider immer wieder…
    "Alles soll sicherer werden, aber bitte nicht mich in meiner freien Fahrt herabbremsen!"

  18. BloggingTom meint: (23.2.2006 um 14:53) AntwortenReply to this comment

    Die Krönung der „Ausreden“ erfand ein Fahrer, der sage und schreibe zum sechsten Mal geblitzt worden war. Sein Freund, ein renommierter Anwalt, habe behauptet, dass dieser Starenkasten an der A 44 eine Attrappe sei. Sonst wäre er selbstverständlich nur 100 gefahren.

    Warst Du das Udo? ;-)

  19. Kai meint: (23.2.2006 um 14:54) AntwortenReply to this comment

    @14:

    Die so inbrünstig vorgetragene Obrigkeitshörigkeit löst bei mir nur eines aus: Übelkeit.

    Der Staat soll dem Bürger dienen. Nicht umgekehrt.

  20. Lutz meint: (23.2.2006 um 15:05) AntwortenReply to this comment

    Vorschlag zum Kompromiss zwischen Obrigkeitshörigkeit und zivilem Ungehorsam:

    Ruhig mal zu schnell fahren. Wenn man dann aber geblitzt wird, die Sache sportlich nehmen, zahlen – und nicht rumheulen.

  21. Praktiker meint: (23.2.2006 um 15:12) AntwortenReply to this comment

    1. fest installierte Geschwindigkeits -Messanlage
    oder
    2. eine in einem Mülleimer am Straßenrand versteckte ??

    Was bitte ist eine Falle ?

  22. A. John meint: (23.2.2006 um 15:13) AntwortenReply to this comment

    @14: [Eventuell stehen dort Radarfallen, weil sich viele Verkehrsteilnehmer dort offensichtlich nicht an die Geschwindigkeitsbegrenzungen halten.]
    Umgekehrt wird ein Schuh daraus.
    Offensichtlich werden viele Geschwindigkeitsbegrenzungen nur eingeführt, um Radarfallen zu Goldgruben zu machen.
    Oft in raschem Wechsel 100-80-120-80-100 auf wenige Km. Und dies an Strecken wo es verkehrstechnisch völlig sinnlos ist.
    BTW: Wenn an Schulen und KiTas mit 60 durch die 30er-Zone gefahren wird, halte ich das für kriminell.
    80-100 auf einer intakten, schnurgeraden, 3-Spurigen und verkehrsarmen Aurobahn ist definitiv Abzocke.

    Gruß A. John

    PS: Ich fahre seit 35 Jahren Auto. Ohne selbstverschuldeten Unfall und ohne Punkte in Flensburg.

  23. Heiko meint: (23.2.2006 um 15:15) AntwortenReply to this comment

    @19:
    Grundlage eines Staates ist die Einhaltung der Rechtsnormen durch den Bürger und die Durchsetzung der Rechtsnormen durch den Staat.

    Komisch, dass es als "inbrünstig vorgetragene Obrigkeitshörigkeit" bezeichnet wird, sobald man dieses Grundprinzip auch im Bereich des Straßenverkehrs einfordert.

  24. Heiko meint: (23.2.2006 um 15:22) AntwortenReply to this comment

    @22:

    [Offensichtlich werden viele Geschwindigkeitsbegrenzungen nur eingeführt, um Radarfallen zu Goldgruben zu machen.]

    Offensichtlich ist nur, dass du gerne Behauptungen ohne Beleg aufstellst und diese dann als offensichtlich bezeichnest.

    [Oft in raschem Wechsel 100-80-120-80-100 auf wenige Km.]

    Autofahrer, die dieser Wechsel überfordert, sollten ihren Führerschein abgeben, da sie nicht zur Teilnahme am Straßenverkehr geeignet sind.

    [Und dies an Strecken wo es verkehrstechnisch völlig sinnlos ist.]

    Das hast du wie nachgeprüft? Möglicher Lärmschutz wurde bereits erwähnt. Das kratzt im Alltagsverkehr auf der Straße aber offenbar sowieso keinen.

    [BTW: Wenn an Schulen und KiTas mit 60 durch die 30er-Zone gefahren wird, halte ich das für kriminell.]

    Das ist schön für dich, aber es ist immer noch kein Argument, wenn irgendwo anders eine sinnvolle Maßnahme unterlassen wurde.

    [80-100 auf einer intakten, schnurgeraden, 3-Spurigen und verkehrsarmen Aurobahn ist definitiv Abzocke.]

    Du bist offenbar der Ansicht, dass man überall so schnell fahren dürfen muss, wo es technisch möglich ist.

  25. Hootch meint: (23.2.2006 um 15:26) AntwortenReply to this comment

    Mann, schlagen die Wogen hier hoch… (der GEZ-Effekt)

    Soweit ich mich erinnern kann, wird doch sogar auf der Autobahn mit Schildern auf die Starenkästen hingewiesen (oder hat man die abgeschraubt?).
    Was mich aber interessieren würde ist, womit das Tempolimit auf der A44 an dieser Stelle begründet wird. Mir fällt dazu nix sinnvolles ein…
    Was ich aber auch toll finde, ist, dass das Ordnungsamt auf seiner Website sich darüber auslässt, man müsse Schulwege sicherer machen etc. p. p. – Aber von den acht Starenkästen in Düsseldorf, steht nur ein einziger vor einer Schule (St.-'Francisco'-Straße).
    Das gibt mir zu denken…

    Grüße!!

    P. S. @18:
    Das war auch mein erster Gedanke ;-)

  26. Kai meint: (23.2.2006 um 15:35) AntwortenReply to this comment

    @23:

    Nicht jede Rechtsnorm ist es wert eingehalten zu werden.

    Darüber entscheidet der Verstand des Einzelnen (cogito ergo sum).

    Dass man die Konsequenzen seines Handelns tragen muss, versteht sich von selbst.

    In diesem Fall wurde offensichtlich von einer Handvoll Beamten eine Entscheidung getroffen, die jedes Jahr 100.000 Bürger negativ betrifft. Falls es sich tatsächlich um eine Maßnahme zur Lärmreduzierung handelt, stellt sich die Frage nach der Verhältnismäßigkeit.

  27. max meint: (23.2.2006 um 15:36) AntwortenReply to this comment

    @7: Ich schon.
    Interessant ist, wen man erwischt: Laut Aussage eines mir befreundeten Polizeibeamten erwischt man in der ersten Schulwoche ca. 2/3 Mütter/Väter, die gerade ihre Kinder ind die Schule/Kita bringen.
    Auch gut.

  28. Patrick K. meint: (23.2.2006 um 15:44) AntwortenReply to this comment

    Ein starrer Blitzerkasten an einer gut einsehbaren Stelle ist definitv keine Radarfalle. Man kann von jedem verlangen das er in dem Bereich definitv schon mal vom Gas geht.

    Wenn auch noch durch ein Schild oder sogar mehrere darauf hingewiesen wir, ist eine Missachtung einfach nur Dummheit der entsprechenden Person.

    Und zum Thema Geschwindigkeitsbegrenzung als Massnahme zur verhinderung von Lärmbelästigung: Hat von euch schon mal jemand in der Nähe einer stark befahrenen Autobahn oder Bundesstrasse gewohnt? Wenn man da die Geschwindigkeit von 100 auf zb 80 drosselt wirkt sich das schon sehr deutlich aus.

  29. Lutz meint: (23.2.2006 um 15:47) AntwortenReply to this comment

    @26: Was meinst Du genau? Welche Rechtsnormen sind es nicht wert, eingehalten zu werden? Und wer soll darüber entscheiden?
    Jeder für sich? Dann drückst Du Dich falsch aus, dann müsste es heißen: Nicht jede Rechtsnorm ist es wert, von jedem eingehalten zu werden. Meinst Du das? Und selbst wenn es eine Rechtsnorm gibt, die es nicht wert ist, eingehalten zu werden, warum soll man dann trotzdem die Konsequenzen tragen müssen? Und was hat der gute René Descartes damit zu tun? Sollte man da nicht besser Gustav Radbruch zitierne, wenn wir schon philosophisch werden?

  30. max meint: (23.2.2006 um 15:54) AntwortenReply to this comment

    Wenn dieser eine Starenkasten pro Jahr 100.000 Mitmenschen blitzt -so unterstellt es zumindest der Text- dann fang ich doch mal an zu rechnen.
    Wieviele Autos fahren auf dieser stark befahrenen Straße pro Tag? 20.000 täglich? Mal 250 Arbeitstage wären (damit eine schöne Zahl rauskommt) 5Mio Autos, davon viele regelmäßige Vorbeifahrer. Und von den 5Mio 2% geblitzt? Und der Starenkasten ist auch noch weithin bekannt?

    Dann kann ich entweder angesichts soviel versammelter Unaufmerksamkeit nur noch den Kopf schütteln oder vor so viel Widerstand gegen die Staatsmacht Hochachtung haben.
    Fühle mich an Alices Restaurant erinnert: It's a movement!

  31. Hootch meint: (23.2.2006 um 16:05) AntwortenReply to this comment

    @30:
    Bei der Geschwindigkeitsmessung auf der A44 handelt es sich nicht um 'einen' Starenkasten. Das ist ne große Anlage (sechs Kameras, sechs Blitzgeräte, je eine(s) für jede Spur). Nur so…

  32. A. John meint: (23.2.2006 um 16:07) AntwortenReply to this comment

    @24: [Offensichtlich ist nur, dass du gerne Behauptungen ohne Beleg aufstellst und diese dann als offensichtlich bezeichnest.]
    Offenbar ist es so, dass du gerne Behauptungen ohne Beleg aufstellst und diese dann als offenbar bezeichnest. ;-)
    Mit einer Fahrpraxis von über 2,5 Mio Km kann ich gut beurteilen, ob eine Geschwindigkeitsbegrenzung verkehrstechnisch sinnvoll ist, oder zum Wohle der maroden Staatskassen eingerichtet wurde.

    [Du bist offenbar der Ansicht, dass man überall so schnell fahren dürfen muss, wo es technisch möglich ist.]
    Offenbar ist es so, dass du…. ;-)
    Technisch gesehen, kann ich auch in der Fußgängerzone 100 und schneller fahren.

    Autofahrer, die das vernünftige beurteilen von Verkehrssituationen überfordert, sollten ihren Führerschein abgeben, da sie nicht zur Teilnahme am Straßenverkehr geeignet sind.

    Gruß A. John

  33. Heinzelmann meint: (23.2.2006 um 16:19) AntwortenReply to this comment

    @32:
    ob eine Geschwindigkeitsbegrenzung sinnvoll ist, kann man nur beurteilen, wenn man sich dauerhaft mit dem entsprechenden Streckenabschnitt beschäftigt – und nicht, wenn man ab und zu dort vorbeikommt. Was soll also eine Fahrpraxis von 2,5 Mio. Kilometern für eine Kompetenz unterstreichen?
    Fragt doch mal in den zuständigen Polizei- und Rettungswachen nach, wie häufig es an manchen scheinbar ungefährlichen Stellen zu Unfällen kommt. Es sind nämlich gerade die übersichtlichen und geraden Strecken, die die meisten Autofahrer zum Rasen verleiten. Manchmal muss man dann die Fahrer eben mit Radaranlagen vor sich selbst schützen.
    Ein generelles Tempolimit von 130 km/h auf Autobahnen wäre deshalb nicht schlecht.

  34. max meint: (23.2.2006 um 16:20) AntwortenReply to this comment

    @31: Was ändert das daran, daß sich knapp 2% der Vorbeifahrenden an einer offenbar wohlbekannten Stelle blitzen lassen? Vielleicht werden ist es nur 1% der Vorbeifahrenden, weil im Schnitt jeder der geblitzt wird, auch gleich 2x erwischt wird?

    Sind die Starenkästen eigentlich noch mit den ROBOT-Kameras mit Film bestückt oder mit etwas Digitalem?
    Bei 12 Kameras, wenn 31 recht hat, wären das 100.000 / 12 = 8.000 Blitze pro Kamera und Jahr. Bei knapp 50 Bildern pro Film bei der ROBOT muß also jede Kamera an jedem zweiten Tag entleert und neu gefüllt werden. Bei den dadurch entstehenden Staus auf einer so stark befahrenen Straße kann man doch gar nicht wirklich schnell fahren …..

    Also irgendwas gefällt mir hier nicht. Kann man den Zahlen des Boulevardblatts glauben?

  35. Hootch meint: (23.2.2006 um 16:34) AntwortenReply to this comment

    @34:
    Nicht zwölf Kameras!! _Sechs_ Kameras nebst zugehörigen Blitzgeräten (Es hängen also insgesamt zwölf 'Kästen' neben der Autobahn).
    Ich hab das nur geschrieben, da man, wenn man von einem Starenkasten spricht, meinen könnte, es würde nur eine oder zwei Spuren überwacht.

    Hier gibts auch ein Bild davon:
    http://www.express.de/servlet/Satellite?pagename=XP/index&pageid=1006361736967&rubrik=269&artikelid=1102961935584
    (Andere als der Express scheinen darüber nicht zu berichten)

    Grüße!!

  36. Benedikt meint: (23.2.2006 um 16:47) AntwortenReply to this comment

    Wollte nur mal fragen, ob damit die große Anlage vorm Flughafen gemeint ist ?

  37. Alix meint: (23.2.2006 um 16:53) AntwortenReply to this comment

    Dass ich in Düsseldorf (Bilk) gelebt habe, ist schon ein paar Jährchen her. Damals war es jedenfalls so: um von Bilk zur FH zu fahren, klappte es mit der 'Grünen Welle' ausgezeichnet, wenn zwischen 60 und 65 Km/h gefahren wurde, wo 50 Km/h offiziell erlaubt sind. Aufgeregt hat sich niemand, es sei denn, man hat sich an die 50 Km/h gehalten. Na gut, damals gab es noch keine 'Starenkästen' :-)
    Starenkästen und mobile Radarkontrollen in Osnabrück: die Einnahmen werden fest im städtischen Haushalt verplant, ebenso die Knöllchen für Parkzeitüberschreitungen etc. . Also doch Abzocke zur teilweisen Sanierung der maroden Stadtfinanzen.

  38. ingo meint: (23.2.2006 um 17:57) AntwortenReply to this comment

    mal nur am rande: wenn der finanzdezernent bei der vorstellung des neuen haushaltes öffentlich jammert dass die einnahmen durch radarfallen gesunken sind und dieses geld ja fest eingeplant gewesen wäre und man deshalb verstärkte kontrollen durchführen will (in unserem landkreis vor 1-2 jahren geschehen), dann legt das schon den verdacht seeehr nahe dass es wohl doch weniger um verkehrssicherheit geht…

  39. ingo meint: (23.2.2006 um 18:37) AntwortenReply to this comment

    @33:
    [Ein generelles Tempolimit von 130 km/h auf Autobahnen wäre deshalb nicht schlecht.]

    Wie das die Kompetenzwerte der Fahrzeugführer steigert, kann man an unseren österreichischen Nachbarn verdeutlichen: Sie fahren permanent mit max. 140km/h auf der linken Spur, erschrecken heftigst, wenn ein schnelleres Fahrzeug sich nähert und wechseln dann in einem riskanten Manöver ruckhaft die Spur. Das liegt primär daran, dass die Erfahrung mit höheren Geschwindigkeiten fehlt.

    Und das in Deutschland? Nein, danke.

    An dieser Stelle sei auch erwähnt, dass die Anzahl Verkehrstoten letztes Jahr die geringste seit 50 Jahren war (Quelle: n-tv.de). Und das, obwohl viele Fahrzeuge problemlos Geschwindigkeiten von 250km/h und mehr erreichen.

    Wer wirklich bemüht ist, die Zahl der Unfallopfer noch weiter zu senken, sollte darüber nachdenken z.B. Fahrsicherheitstrainings verpflichtend zu machen.

  40. nicht der ingo meint: (23.2.2006 um 18:37) AntwortenReply to this comment

    39 ist nicht von ingo.

  41. ingo meint: (23.2.2006 um 19:08) AntwortenReply to this comment

    Irgendwo hab ich mal gelesen, daß die meisten geahndeten Straftaten im Verkehrsgeschehen zu verzeichnen sind. Liegt wohl daran, daß jeder ein Kennzeichen mit sich führen muss.
    Diese Pflicht scheint ja auch zu zeigen, daß man, wenn man Auto fährt sofort den Generalverdacht des Verbrechers mit sich führt. Denn wie sonst wäre es zu rechtfertigen, daß man sich öffentlich Kennzeichnen muss.
    Ach ja, die Verbrechen, die man als Autofahrer machen kann, sind wohl schwerwiegender als Kinder zu vergewaltigen, Morde etc; denn sonst würde man das solchen Leuten auch auf die Stirn Tätowieren, damit man diese zumindest hinterher leichter Identifizieren kann.
    Ich finde daß im Verkehrsrecht die gesammte Rechtsnorm, und Rechtsordnung auf den Kopf gestellt wird.
    Die Haftung ist niedrig, die Strafen sind trakonisch (gemessen an anderen Vergehen)
    Hier ein Beispiel. Gehe ich als IT Techniker in eine Fabrik und mache Wartungsarbeiten, und verursache hierbei grob Fahrläßig einen Betriebsausfall, bin ich dafür voll haftbar. Verursach ich jedoch auf einer viel befahrenen Straße einen Unfall, bin ich nicht für den Zeitausfall der tausend Betroffenen Menschen, welche im Stau stehen zur Haftung zu ziehen.

  42. Florian meint: (23.2.2006 um 19:28) AntwortenReply to this comment

    @39
    Studiert man mal die Zahlen der Verletzten und Toten genau, ist nicht angepasste Geschwindigkeit zwar ein Hauptgrund. Geht man aber genauer in die Statistik, so stellt man fest, daß hier doppelt bis achtfachnennungen möglich sind. D.h. zu der nicht angepassten Geschwindigkeit kommt Alkohol, zu geringer Abstand oder technischer Verschleiß oder schlechte Straßenverhältnisse (witterungs oder abnutzungsbedingt) Da eine vielzahl der Unfälle, welche die Wertung nicht angepasste Geschwindigkeit sogar innerhalb der erlaubten Geschwindigkeitsbeschränkungen (jedoch nicht angepasst) geschehen sind, läßt sich argumentieren, daß man eigentlich sämtliche Geschwindigkeitsbeschränkungen abschaffen kann, jedoch dann dem Mündigen Bürger mit auf den Weg geben muss, fahre angemessen. Jedoch lassen sich Geschwindigkeitsüberschreitungen so schön einfach ahnden, und deswegen wird dies wohl nie geschehen.
    Weil die meisten Unfalltoten entstehen durch Alkoholeinfluss, und an zweiter Stelle steht hier der Schwerverkehr.
    Komisch ist aber das bei den angezeigten und verurteilten delikten Geschwindigkeit, Parkverstöße und Rotlicht sind. Weil jeder im Gefühl hat, daß hier was nicht stimmt, ist die aktzeptanz von den Starenkästen in der Bevölkerung so gering.

  43. Lutz meint: (23.2.2006 um 21:36) AntwortenReply to this comment

    @41: ich versteh' leider übehaupt nicht, worauf du in deinem beispiel mit dem it-techniker und der vielbefahrenen straße hinaus willst…

  44. ingo meint: (24.2.2006 um 08:28) AntwortenReply to this comment

    @43
    Also wenn ein IT Techniker, zb wegen zu wenig schlaf eine Produktionsstraße lahmlegt, und deswegen 200 Leute direkt, und tausende Leute als Folge nicht arbeiten können, da sehr viel Just in Time ist, und dann eben Teile fehlen; dann darf der IT Techniker für den Schaden voll haften. (Arbeitsausfall und Produktionsausfall)
    Legt jedoch ein Berufsfahrer die Straße lahm, wird nur für den Blechschaden, jedoch nicht für den Zeitschaden der beteiligten gehaftet. Müßten zumindest im Schwerlastverkehr ähnlich hohe Versicherungen abgeschlossen werden; welche eben für die Folgeschäden aufkommt, und dies nicht als allgemeines Lebensrisiko abtut, wären die Güter da wo sie hingehören. Auf der Schiene. Und die Unfall Ursache #1 wäre gebannt.

  45. RAW meint: (24.2.2006 um 11:17) AntwortenReply to this comment

    @41
    Zumindest ist die Wahrscheinlichkeit in einem Verkehrsunfall schwer verletzt oder getötet zu werden für Kinder und Erwachsene um ein vielfaches höher, als Opfer eines Gewaltverbrechens zu werden. Ob's "schwerwiegender" ist, ermordet zu werden oder einem Autounfall zum Opfer zu fallen – nunja.

  46. Lutz meint: (24.2.2006 um 13:57) AntwortenReply to this comment

    @44: ja, aber was hat das mit der kennzeichenpflicht zu tun?

    und wenn man im verkehr ständig dem unkalkulierbar hohem verspätungsrisiko ausgesetzt ist, warum ist das dann schon kein grund, auf die schiene zu setzen?

    wobei ich im grundsatz natürlich deiner meinung bin und es wünschenswert wäre, wenn mehr güter auf der schiene transportiert würden. aber ob das undbedingt durch ausnahmen von allgemeingültigen haftungsgrundsätzen erreicht werden kann und sollte, weiß ich nicht…

  47. MPU meint: (4.8.2008 um 13:25) AntwortenReply to this comment

    Wer zu schnell fährt muss auch zur Kasse geordert werden düefen und wenn die Bürokratie in Deutschland damit nicht fertig wird hat sie dies selber verursacht.

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