Das würd' ich machen, vorausgesetzt, die Frau arbeitet ordentlich. Kostet nicht viel und trägt zur Erhaltung der guten Laune bei.
Malte meint:
(4.3.2006 um 11:48) Antworten
In der Industrie auch durchaus üblich.
Jurastudentin meint:
(4.3.2006 um 11:51) Antworten
Sehe auch keinen Grund zur Verwunderung. Einfach mal selbst putzen.
Trixi meint:
(4.3.2006 um 11:57) Antworten
Äh, gut, o.k., eine gute Handcreme kostet nicht allzuviel – aber warum trägt sie nicht einfach Gummihandschuhe beim Putzen ? Oder hat sie eine Latexallergie ? *verwundertguckt*
Jeremy meint:
(4.3.2006 um 12:00) Antworten
Willst Du lieber wegen eines Hautausschlages verklagt werden, weil Du den Arbeitsschutz vernachlässigt hast? ;)
Zitat:"Die Gesundheits-Prävention hat heute vielfach noch nicht den Stellenwert der technischen Prävention erreicht. Krankheitsbedingter Personalausfall hat zwar bei verringertem Mitarbeiterstamm logischerweise größere Auswirkungen auf die Produktionsfähigkeit und damit die Wirtschaftlichkeit des Betriebes, trotzdem zollen wir ihr nicht den notwendigen Respekt. Und das, obwohl oftmals die gesundheitliche Prävention keine Sache des Geldbeutels ist.
Dazu ein simples, aber beeindruckendes Beispiel aus der Bauindustrie:
Maurerkrätze ist nach wie vor eine der häufigsten berufsbedingten Erkrankungen. Fällt ein Maurer in einem kleinen Unternehmen wegen dieser Zementallergie für sechs Wochen aus, so kostet das seinen Chef erheblich mehr als 10.000 ?. Da sind die Störungen des Produktionsablaufs, eventuelle Termin- und Lieferschwierigkeiten und der daraus folgende Imageverlust noch gar nicht berücksichtigt.
Das hätte der Unternehmer billiger haben können. Ein Paar Nitril-beschichtete Baumwollhandschuhe kostet etwa 2,50 ?, eine Tube Handcreme ca. 1,50 ? und chromatarmer Zement nur wenige Cent pro Sack mehr als der allergieauslösende chromathaltige Zement.
Es sind sicherlich keine großen buchhalterischen Rechnungskünste erforderlich, um festzustellen, dass das Geld für diese einfachen, aber äußerst effektiven Schutzmaßnahmen bestens angelegt ist. Von dem verhüteten menschlichen Leid einschließlich einer möglichen Berufsaufgabe der Betroffenen gar nicht zu reden."
Das gehört in allen Laboren die ich bisher kennengelernt habe, zum Arbeitsschutz dazu. Und permanent Latexhandschuhe zu tragen ist für die Haut übrigens eine ziemliche Belastung. Danach ist einfetten noch wichtiger.
Marty meint:
(4.3.2006 um 12:13) Antworten
Trixi, wenn man als Bodenkosmetikerin immer Handschuhe anzieht, braucht man auch eine Creme, weil die Hände da auch leiden drunter, nur nicht so, wie wenn ist Putzwasser ohne greift
M. meint:
(4.3.2006 um 12:19) Antworten
Ich würde sie bitten, Handcreme im Spender zu kaufen, die Quittung vorzulegen und die Handcreme dann auf der Kanzleitoilette zu deponieren. Da haben dann auch Anwälte und Mandanten, die sich die Hände in Unschuld waschen, etwas davon.
In unserer Stammkneipe gibt es übrigens auch Tampons und recht neutral riechendes Deospray auf den Toiletten. Das kann im Notfall ganz gut sein…
Grüße,
M.
Anonymous meint:
(4.3.2006 um 12:30) Antworten
Weil ich immer Handschuhe vor Gericht anziehe, wegen der Ansteckungsgefahr durch teuschendes Recht, bleibe ich verschont und benötige keine Creme.
orphem meint:
(4.3.2006 um 12:49) Antworten
Also, dass sie nach sowas fragen muss entsetzt mich schon, ich halte sowas füe eine Selbstverständlichkeit.
Beatmaster_t meint:
(4.3.2006 um 13:31) Antworten
So ist das, die machen es erstmal aus Eigeninitiative und dann kommen sie ins Chefbüro und sagen das es ja wohl nicht ginge, das man es aus eigener Tasche bezahlen sollte.
Das es aber über die normale Beschaffung immer wieder zu bekommen war, wird den Damen und Herren niemals klar werden. Schätze ich!
Hobbyjurist meint:
(4.3.2006 um 13:56) Antworten
Da drängt sich mir doch die Frage auf: Wird die Reinigungskraft denn so schlecht bezahlt, daß sie sich keine eigene Handcreme leisten kann? ;-)
Mascha meint:
(4.3.2006 um 14:12) Antworten
@ 11:
Schön! Dann sei allerdings auch hierauf verwiesen:
Gerhard Schoolmann meint:
(4.3.2006 um 14:17) Antworten
Es ist Aufgabe des Arbeitgebers, Risiken abzuschaetzen und geeignete Massnahmen zu ergreifen.
Dazu gehoert sicherlich auch die Pruefung von Risiken von Reinigungsmitteln und Massnahmen zu ihrer Vermeidung. Dabei sind sicherlich die konkreten Verhaeltnisse vor Ort einzuschaetzen.
Haka wird durch Aussendienstmitarbeiter vertrieben, die auch wegen allergischer Reaktionen usw. beraten koennen.
Eine Creme fuer die Haende mag nach der Arbeit angebracht sein. Sie schuetzt aber selbst nicht waehrend der Arbeit. Dafuer sind geeignete Handschuhe zu empfehlen bzw. vorzuschreiben. Falls der Arbeitnehmer auf Latex empfindlich reagiert, kommen auch andere Materialien in Frage. Siehe http://www.2mains.ch/?p=gants&id=73
Ergaenzend: Die fuer Sie zustaendigen Berufsgenossenschaft berechnet Ihnen sicherlich Kosten eines arbeitsmedizinischen Dienstes (oder Sie haben einen Vertrag mit einem alternativen Dienst und sich davon befreien lassen). Den könnten Sie dann auch schon mal in Anspruch nehmen und sich beraten lassen. Die sollten was tun fuer Ihr Geld.
Formal sind Sie ohnehin verpflichtet, sich bei der Einführung oder Erprobung von Körperschutzmitteln in Fragen des Gesundheitsschutzes durch einen Betriebsarzt oder eine Fachkraft für Arbeitssicherheit mit branchenbezogener Fachkunde betreuen zu lassen. Siehe: http://www.vbg.de/vbg.de/sicherheitsreport/artikel/0105/Betreuungskonzept.html
Servicetelefon der Verwaltungs-Berufsgenossenschaft:
0180 5 8247728, 12 Cent/min
Referendar meint:
(4.3.2006 um 14:27) Antworten
Die immer gegenwärtige Angst, Kosten zu verursachen, und die bange Frage, ob diese denn übernommen werden oder auf den/die Kostenverursacher zurückfallen, kenne ich auch.
marcc meint:
(4.3.2006 um 14:38) Antworten
Ist die Putzfrau Angestellte oder freiberuflich tätig? Ist sie freiberuflich, dann könnte sie versuchen, die Handcreme von der Steuer abzusetzen.
Ben meint:
(4.3.2006 um 15:15) Antworten
Einfach machen. Die Frage finde ich persönlich zwar etwas ungewöhnlich, weil ich die 2,- Euro wohl selbst rausgetan hätte, aber da sie nun mal im Raum steht, wäre es dumm, da Nein zu sagen. (Zumal sie sachlich nicht ganz ungerechtfertigt ist, wie die Kommentare hier deutlich zeigen.)
Einen effektiveren Weg, jemandem seine Geringschätzung zu signalisieren, als ein "Nein" an dieser Stelle, gäbe es wohl kaum.
VBK meint:
(4.3.2006 um 15:18) Antworten
@marc und an alle anderen:
Ist die Putzfrau angestellt, ist es Aufgabe des Arbeitgebers adäquate Schutzausrüstungen (PSA) zur Verfügung zu stellen. Also nichts mit kann etc.
Gesetzliche Grundlage ist das ASiG.
Weitere Infos: http://www.hvbg.de/d/fa-psa/service/.
PS. Fragt den Arbeitsmediziner oder die SiFa. Ersterer ist verpflichtend, letzter kann im Arbeitgebermodel durch den Arbeitgeber ersetzt werden (nur bei Kleinbetrieben.
Ingo Vogelmann meint:
(4.3.2006 um 15:28) Antworten
ich würde ihr einen ganzen karton schenken und sie fragen, ob sie sonst noch was braucht.
w.gerner meint:
(4.3.2006 um 15:38) Antworten
in unserer praxis liegen verschiedene produkte aus, es handelt sich um die jeweiligen favourite´s der einzelnen mitarbeiterinnen. ich drück mir auch gerne was davon in die hand und werde nächste woche einen entsprechenden ausgleich anbieten.
mart meint:
(4.3.2006 um 15:41) Antworten
Sind die Gewerbeaufsichtsämter auch für Anwaltskanzleien zuständig? Falls ja: Dann erledigt sich die o.g. Frage ganz schnell. Und einen Betriebsarzt gibts oben drauf.
Michael N. meint:
(4.3.2006 um 15:53) Antworten
(Text gelöscht. U.V.)
Praktiker meint:
(4.3.2006 um 16:03) Antworten
hoffentlich kein blogfreies Wochenende. Ich ruf lieber mal durch. jo
Sebastian meint:
(4.3.2006 um 16:05) Antworten
@23: was lässt Sie glauben, daß die Kommentare eines Anwalts-Blog der richtige Ort für Werbung sind? Nun ja, andere Blogs berechnen für sowas schonmal einige Hundert Euro …
Chris meint:
(4.3.2006 um 16:08) Antworten
Respekt, Herr Nagorski, sowas ausgerechnet in diesem Blog zu posten!
Chris meint:
(4.3.2006 um 16:26) Antworten
@20 (Ingo Vogelmann)
Ingo, was ist der reale Sinn dahinter, jemanden wegen so einer Lappalie in irgendeiner Form zu kränken oder zu verhöhnen? Warum sowas aufbauschen, hast du wirklich so wenig andere Probleme? Warum nicht einfach eine Portion Handcreme kaufen, und gut ist?
Muss man, bloß weil die andere Person mit der Frage vielleicht einen kleinen Fehltritt begangen hat, ja, vielleicht sogar gaaaaanz geschickt zwei Euro mehr im Monat raushauen will (vielleicht aber auch nicht!), direkt die Sau raushängen lassen? Ist das in in irgendeiner Form noch verhältnismäßig, oder ist es nicht schlicht und einfach krank?
abc meint:
(4.3.2006 um 16:33) Antworten
Warum wurde ihr die bisher nicht zur Verfügung gestellt? Oder muss sie sich nächstens die Gummihandschuhe, Putzmittel und Seife auch selbst kaufen? Ich denke, Handcreme ist nötig, da langes Tragen von Gummihandschuhen ungesund ist – bzw. bekommt man gerade dadurch trockene Hände, weswegen dann eben wieder Handcreme nötig ist. Zudem ist die Putzfrau vermutlich auch zum Geschirrabwaschen abkommenadiert – und dabei trägt sie bestimmt keien Gummihandschuhe.
Martin_mb meint:
(4.3.2006 um 16:36) Antworten
Wenn schon Handcreme und sonstiges Zeug, dann aber bitte vom Industrie-Profi, die verzichten auf "Eselsmilch-Vodoo" und sonstigen Schmonzens:
Kleine Anmerkung falls Deine "Bodenkosmetikerin" historisch sensitiv veranlagt sein sollte: Ist ein Unternehmen der Degussa-Spezialchemie. (Jep, DIE Degussa. Frau Rosh würde deren Handcreme wohl nicht benutzen.)
Die Produkte dieser Firma haben mich sehr erfolgreich durch meine Lehre als Industriemechaniker begleitet, die von meinem Ausbildungsbetrieb zur Verfügung gestellten (Billig-) Schutzcremes und Handwaschpasten sorgten bei mir nach zwei Tagen Benutzung immer für blutigen Ausschlag. Von dem (auch noch teureren) Vodoo-Zeug, das es in jeder Drogerie gibt, will ich gar nicht erst anfangen.
abc (Korrektur) meint:
(4.3.2006 um 16:39) Antworten
"abkommandiert" sollte es natürlich heißen
velychnaya meint:
(4.3.2006 um 16:42) Antworten
Hier eine weitere Stimme für die Selbstverständlichkeit von Handcreme für die Putzfrau. Wer da dagegen argumentiert, sollte selbst mal jeden Tag mehrere Stunden putzen.
Praktiker meint:
(4.3.2006 um 17:12) Antworten
Handcreme ?
Naja, bei Verwendung eines handfreundlichen
Reinigungsmittels für die sicher wenigen naß zu
reinigenden Flächen einer Anwaltskanzlei
ist die normal Pflege der Hände ausreichend.
Wie wäre es denn mit Duschgel, denn beim
intensiven Putzen kann die arme Frau auch ins
Schwitzen kommen. Und geruchsneutrales Deo?
Oder Kniepolster? Und Franzbranntwein für den
kaputten Rücken ?
Oder Ganzkörpermassagen jeden Freitag wegen der
verspannten Muskulatur? Forderungen können auch überzogen sein.
Das sagt ein im Putzen fitter Pensionär, (auch) weil Weibchen
noch ein paar Jahre zur Rente vor sich hat.
Praktiker meint:
(4.3.2006 um 17:15) Antworten
@32,
hab ich was falsch <gestrongt?>
M. meint:
(4.3.2006 um 17:35) Antworten
@23: Wow, mutig. Ich bin mir sicher, dass dies einige nette — und nicht ganz billige — Follow-Ups provoziert.
Grüße,
M.
Julius meint:
(4.3.2006 um 17:36) Antworten
Wisst ihr eigentlich wieviel Niveacreme man für nen Zehner bekommt?
Das man über sowas überhaupt diskutieren muss, ob es dafür eine rechtliche Grundlage ist :)
Stellt der guten Dame 3 Dosen Nivea hin und gut ist.
Q meint:
(4.3.2006 um 18:07) Antworten
@23: für die ungefragte Inanspruchnahme des Bloggs bzw. der Kommentarfunktion wird der Betreiber hoffentlich nicht zögern eine gepfefferte Rechnung zu erstellen. Ob des Berufs des Betreffenden vermute ich, dass die Forderung ziemlich wasserdicht formuliert sein wird. Die finanziellen Folgen werden dem unverschämten Guerilla-Marketing bestimmt den nötigen Kick verleihen ;-)
Uwe Keim meint:
(4.3.2006 um 19:50) Antworten
Jaja, Ihr Jammerlappen, ist das cool, mit "Rechnung" zu drohen. Ich bin überwältigt!
marcc meint:
(4.3.2006 um 19:58) Antworten
@19: Ich frage im ersten Satz nach angestellt oder selbstständig und mache dann für den Fall der selbstständigkeit einen Vorschlag. Ist se eine Angestellte greifen meiner Meinung nach die anderen hier vorgestellten Regelungen.
Ich frage mich, warum man immer wieder Selbstverständlichkeiten in Kommentaren dazuschreiben oder in ellenlangen Fußnoten erklären muss. Das ist ein Kommentarfunktion und keine wissenschaftliche Abhandlung.
schreibmschine meint:
(4.3.2006 um 20:40) Antworten
Herr Vetter, Herr Vetter – was man mit so einem kleinen Einzeiler nicht alles auslösen kann. Muss am schlechten Wetter liegen. Erstaunlich!
Hootch meint:
(4.3.2006 um 20:59) Antworten
@38, Schreibmaschine:
Dafür brauchts nicht mal einen einzeiler, es reichen drei Buchstaben: GEZ (kommentarlos).
Ich frage mich, was da für Antw….. aber lassen wir das.
Grüße!
und… meint:
(4.3.2006 um 21:35) Antworten
wow, 39 comments. hab sie alle nicht gelesen. deswegen die frage: wird die creme jetzt bezahlt?
Memnoch meint:
(4.3.2006 um 22:30) Antworten
Weia..Leute XD
*stimmt schreibmaschine mal zu*
Es ist wirklich erstaunlich ^^
Alix meint:
(4.3.2006 um 22:54) Antworten
Wenn es nicht so weit wäre, würde ich sagen: Gute Frau, kommen Sie vorbei und holen sich eine Dose bester Vaseline ab. Geschenkt.
genevainformation meint:
(4.3.2006 um 23:25) Antworten
Vor Jahren bereits wurde in Werkstätten die Bereithaltung von Handpflegemitteln zur Pflicht..und so ein Handpflegemittel neben dem Waschbecken mag ja auch der eisernen Hand des Rechts wohltun ;)
Torsten meint:
(5.3.2006 um 08:36) Antworten
Mascha: was soll das hhiermit zu tun haben?
Chris meint:
(5.3.2006 um 12:25) Antworten
Eine ehemalige Reinigungskraft wollte einen eigenen Tiergaragenparkplatz. Eine andere ehemalige wollte einen PC geschenkt bekommen.
Die Frage nach der Bezahlung der Handcreme mutet dagegen richtig bescheiden an.
CeKaDo meint:
(5.3.2006 um 13:09) Antworten
Köstlich, welche Vermutungen allein durch einen in den Raum gestellten Satz erhoben werden :))
Dann stelle ich mal in den Raum, mit welch vorsintflutlichen Putzgeräten die Dame denn arbeiten muß. Ich habe mir von der Reinigungskraft im Vereinshaus meines Jobgebers ein Reinigungsgerät "abgeschaut" und fasse nie wieder in Putzwasser.
Das würd' ich machen, vorausgesetzt, die Frau arbeitet ordentlich. Kostet nicht viel und trägt zur Erhaltung der guten Laune bei.
In der Industrie auch durchaus üblich.
Sehe auch keinen Grund zur Verwunderung. Einfach mal selbst putzen.
Äh, gut, o.k., eine gute Handcreme kostet nicht allzuviel – aber warum trägt sie nicht einfach Gummihandschuhe beim Putzen ? Oder hat sie eine Latexallergie ? *verwundertguckt*
Willst Du lieber wegen eines Hautausschlages verklagt werden, weil Du den Arbeitsschutz vernachlässigt hast? ;)
Zitat:"Die Gesundheits-Prävention hat heute vielfach noch nicht den Stellenwert der technischen Prävention erreicht. Krankheitsbedingter Personalausfall hat zwar bei verringertem Mitarbeiterstamm logischerweise größere Auswirkungen auf die Produktionsfähigkeit und damit die Wirtschaftlichkeit des Betriebes, trotzdem zollen wir ihr nicht den notwendigen Respekt. Und das, obwohl oftmals die gesundheitliche Prävention keine Sache des Geldbeutels ist.
Dazu ein simples, aber beeindruckendes Beispiel aus der Bauindustrie:
Maurerkrätze ist nach wie vor eine der häufigsten berufsbedingten Erkrankungen. Fällt ein Maurer in einem kleinen Unternehmen wegen dieser Zementallergie für sechs Wochen aus, so kostet das seinen Chef erheblich mehr als 10.000 ?. Da sind die Störungen des Produktionsablaufs, eventuelle Termin- und Lieferschwierigkeiten und der daraus folgende Imageverlust noch gar nicht berücksichtigt.
Das hätte der Unternehmer billiger haben können. Ein Paar Nitril-beschichtete Baumwollhandschuhe kostet etwa 2,50 ?, eine Tube Handcreme ca. 1,50 ? und chromatarmer Zement nur wenige Cent pro Sack mehr als der allergieauslösende chromathaltige Zement.
Es sind sicherlich keine großen buchhalterischen Rechnungskünste erforderlich, um festzustellen, dass das Geld für diese einfachen, aber äußerst effektiven Schutzmaßnahmen bestens angelegt ist. Von dem verhüteten menschlichen Leid einschließlich einer möglichen Berufsaufgabe der Betroffenen gar nicht zu reden."
Zitiert aus: http://www.stbg.de/protect/2002/hagem.html
Das gehört in allen Laboren die ich bisher kennengelernt habe, zum Arbeitsschutz dazu. Und permanent Latexhandschuhe zu tragen ist für die Haut übrigens eine ziemliche Belastung. Danach ist einfetten noch wichtiger.
Trixi, wenn man als Bodenkosmetikerin immer Handschuhe anzieht, braucht man auch eine Creme, weil die Hände da auch leiden drunter, nur nicht so, wie wenn ist Putzwasser ohne greift
Ich würde sie bitten, Handcreme im Spender zu kaufen, die Quittung vorzulegen und die Handcreme dann auf der Kanzleitoilette zu deponieren. Da haben dann auch Anwälte und Mandanten, die sich die Hände in Unschuld waschen, etwas davon.
In unserer Stammkneipe gibt es übrigens auch Tampons und recht neutral riechendes Deospray auf den Toiletten. Das kann im Notfall ganz gut sein…
Grüße,
M.
Weil ich immer Handschuhe vor Gericht anziehe, wegen der Ansteckungsgefahr durch teuschendes Recht, bleibe ich verschont und benötige keine Creme.
Also, dass sie nach sowas fragen muss entsetzt mich schon, ich halte sowas füe eine Selbstverständlichkeit.
So ist das, die machen es erstmal aus Eigeninitiative und dann kommen sie ins Chefbüro und sagen das es ja wohl nicht ginge, das man es aus eigener Tasche bezahlen sollte.
Das es aber über die normale Beschaffung immer wieder zu bekommen war, wird den Damen und Herren niemals klar werden. Schätze ich!
Da drängt sich mir doch die Frage auf: Wird die Reinigungskraft denn so schlecht bezahlt, daß sie sich keine eigene Handcreme leisten kann? ;-)
@ 11:
Schön! Dann sei allerdings auch hierauf verwiesen:
http://www.kleinz.net/kimble/konsorten2.shtml
Es ist Aufgabe des Arbeitgebers, Risiken abzuschaetzen und geeignete Massnahmen zu ergreifen.
Dazu gehoert sicherlich auch die Pruefung von Risiken von Reinigungsmitteln und Massnahmen zu ihrer Vermeidung. Dabei sind sicherlich die konkreten Verhaeltnisse vor Ort einzuschaetzen.
Soweit ich trotzdem eine Ferndiagnose wage, wuerde ich zur Reinigung "Neutral-Seife" von Haka empfehlen. Die verwenden wir auch (in der Gastronmie)
http://www.haka.de/
http://www.haka.de/opencms/web/Produkte/Neutralseife/index.html
Haka wird durch Aussendienstmitarbeiter vertrieben, die auch wegen allergischer Reaktionen usw. beraten koennen.
Eine Creme fuer die Haende mag nach der Arbeit angebracht sein. Sie schuetzt aber selbst nicht waehrend der Arbeit. Dafuer sind geeignete Handschuhe zu empfehlen bzw. vorzuschreiben. Falls der Arbeitnehmer auf Latex empfindlich reagiert, kommen auch andere Materialien in Frage. Siehe
http://www.2mains.ch/?p=gants&id=73
Ergaenzend: Die fuer Sie zustaendigen Berufsgenossenschaft berechnet Ihnen sicherlich Kosten eines arbeitsmedizinischen Dienstes (oder Sie haben einen Vertrag mit einem alternativen Dienst und sich davon befreien lassen). Den könnten Sie dann auch schon mal in Anspruch nehmen und sich beraten lassen. Die sollten was tun fuer Ihr Geld.
Formal sind Sie ohnehin verpflichtet, sich bei der Einführung oder Erprobung von Körperschutzmitteln in Fragen des Gesundheitsschutzes durch einen Betriebsarzt oder eine Fachkraft für Arbeitssicherheit mit branchenbezogener Fachkunde betreuen zu lassen. Siehe:
http://www.vbg.de/vbg.de/sicherheitsreport/artikel/0105/Betreuungskonzept.html
Servicetelefon der Verwaltungs-Berufsgenossenschaft:
0180 5 8247728, 12 Cent/min
Die immer gegenwärtige Angst, Kosten zu verursachen, und die bange Frage, ob diese denn übernommen werden oder auf den/die Kostenverursacher zurückfallen, kenne ich auch.
Ist die Putzfrau Angestellte oder freiberuflich tätig? Ist sie freiberuflich, dann könnte sie versuchen, die Handcreme von der Steuer abzusetzen.
Einfach machen. Die Frage finde ich persönlich zwar etwas ungewöhnlich, weil ich die 2,- Euro wohl selbst rausgetan hätte, aber da sie nun mal im Raum steht, wäre es dumm, da Nein zu sagen. (Zumal sie sachlich nicht ganz ungerechtfertigt ist, wie die Kommentare hier deutlich zeigen.)
Einen effektiveren Weg, jemandem seine Geringschätzung zu signalisieren, als ein "Nein" an dieser Stelle, gäbe es wohl kaum.
@marc und an alle anderen:
Ist die Putzfrau angestellt, ist es Aufgabe des Arbeitgebers adäquate Schutzausrüstungen (PSA) zur Verfügung zu stellen. Also nichts mit kann etc.
Gesetzliche Grundlage ist das ASiG.
Weitere Infos: http://www.hvbg.de/d/fa-psa/service/.
PS. Fragt den Arbeitsmediziner oder die SiFa. Ersterer ist verpflichtend, letzter kann im Arbeitgebermodel durch den Arbeitgeber ersetzt werden (nur bei Kleinbetrieben.
ich würde ihr einen ganzen karton schenken und sie fragen, ob sie sonst noch was braucht.
in unserer praxis liegen verschiedene produkte aus, es handelt sich um die jeweiligen favourite´s der einzelnen mitarbeiterinnen. ich drück mir auch gerne was davon in die hand und werde nächste woche einen entsprechenden ausgleich anbieten.
Sind die Gewerbeaufsichtsämter auch für Anwaltskanzleien zuständig? Falls ja: Dann erledigt sich die o.g. Frage ganz schnell. Und einen Betriebsarzt gibts oben drauf.
(Text gelöscht. U.V.)
hoffentlich kein blogfreies Wochenende. Ich ruf lieber mal durch. jo
@23: was lässt Sie glauben, daß die Kommentare eines Anwalts-Blog der richtige Ort für Werbung sind? Nun ja, andere Blogs berechnen für sowas schonmal einige Hundert Euro …
Respekt, Herr Nagorski, sowas ausgerechnet in diesem Blog zu posten!
@20 (Ingo Vogelmann)
Ingo, was ist der reale Sinn dahinter, jemanden wegen so einer Lappalie in irgendeiner Form zu kränken oder zu verhöhnen? Warum sowas aufbauschen, hast du wirklich so wenig andere Probleme? Warum nicht einfach eine Portion Handcreme kaufen, und gut ist?
Muss man, bloß weil die andere Person mit der Frage vielleicht einen kleinen Fehltritt begangen hat, ja, vielleicht sogar gaaaaanz geschickt zwei Euro mehr im Monat raushauen will (vielleicht aber auch nicht!), direkt die Sau raushängen lassen? Ist das in in irgendeiner Form noch verhältnismäßig, oder ist es nicht schlicht und einfach krank?
Warum wurde ihr die bisher nicht zur Verfügung gestellt? Oder muss sie sich nächstens die Gummihandschuhe, Putzmittel und Seife auch selbst kaufen? Ich denke, Handcreme ist nötig, da langes Tragen von Gummihandschuhen ungesund ist – bzw. bekommt man gerade dadurch trockene Hände, weswegen dann eben wieder Handcreme nötig ist. Zudem ist die Putzfrau vermutlich auch zum Geschirrabwaschen abkommenadiert – und dabei trägt sie bestimmt keien Gummihandschuhe.
Wenn schon Handcreme und sonstiges Zeug, dann aber bitte vom Industrie-Profi, die verzichten auf "Eselsmilch-Vodoo" und sonstigen Schmonzens:
http://www.stoko-shop.de
Kleine Anmerkung falls Deine "Bodenkosmetikerin" historisch sensitiv veranlagt sein sollte: Ist ein Unternehmen der Degussa-Spezialchemie. (Jep, DIE Degussa. Frau Rosh würde deren Handcreme wohl nicht benutzen.)
Die Produkte dieser Firma haben mich sehr erfolgreich durch meine Lehre als Industriemechaniker begleitet, die von meinem Ausbildungsbetrieb zur Verfügung gestellten (Billig-) Schutzcremes und Handwaschpasten sorgten bei mir nach zwei Tagen Benutzung immer für blutigen Ausschlag. Von dem (auch noch teureren) Vodoo-Zeug, das es in jeder Drogerie gibt, will ich gar nicht erst anfangen.
"abkommandiert" sollte es natürlich heißen
Hier eine weitere Stimme für die Selbstverständlichkeit von Handcreme für die Putzfrau. Wer da dagegen argumentiert, sollte selbst mal jeden Tag mehrere Stunden putzen.
Handcreme ?
Naja, bei Verwendung eines handfreundlichen
Reinigungsmittels für die sicher wenigen naß zu
reinigenden Flächen einer Anwaltskanzlei
ist die normal Pflege der Hände ausreichend.
Wie wäre es denn mit Duschgel, denn beim
intensiven Putzen kann die arme Frau auch ins
Schwitzen kommen. Und geruchsneutrales Deo?
Oder Kniepolster? Und Franzbranntwein für den
kaputten Rücken ?
Oder Ganzkörpermassagen jeden Freitag wegen der
verspannten Muskulatur?
Forderungen können auch überzogen sein.
Das sagt ein im Putzen fitter Pensionär, (auch) weil Weibchen
noch ein paar Jahre zur Rente vor sich hat.
@32,
hab ich was falsch <gestrongt?>
@23: Wow, mutig. Ich bin mir sicher, dass dies einige nette — und nicht ganz billige — Follow-Ups provoziert.
Grüße,
M.
Wisst ihr eigentlich wieviel Niveacreme man für nen Zehner bekommt?
Das man über sowas überhaupt diskutieren muss, ob es dafür eine rechtliche Grundlage ist :)
Stellt der guten Dame 3 Dosen Nivea hin und gut ist.
@23: für die ungefragte Inanspruchnahme des Bloggs bzw. der Kommentarfunktion wird der Betreiber hoffentlich nicht zögern eine gepfefferte Rechnung zu erstellen. Ob des Berufs des Betreffenden vermute ich, dass die Forderung ziemlich wasserdicht formuliert sein wird. Die finanziellen Folgen werden dem unverschämten Guerilla-Marketing bestimmt den nötigen Kick verleihen ;-)
Jaja, Ihr Jammerlappen, ist das cool, mit "Rechnung" zu drohen. Ich bin überwältigt!
@19: Ich frage im ersten Satz nach angestellt oder selbstständig und mache dann für den Fall der selbstständigkeit einen Vorschlag. Ist se eine Angestellte greifen meiner Meinung nach die anderen hier vorgestellten Regelungen.
Ich frage mich, warum man immer wieder Selbstverständlichkeiten in Kommentaren dazuschreiben oder in ellenlangen Fußnoten erklären muss. Das ist ein Kommentarfunktion und keine wissenschaftliche Abhandlung.
Herr Vetter, Herr Vetter – was man mit so einem kleinen Einzeiler nicht alles auslösen kann. Muss am schlechten Wetter liegen. Erstaunlich!
@38, Schreibmaschine:
Dafür brauchts nicht mal einen einzeiler, es reichen drei Buchstaben: GEZ (kommentarlos).
Ich frage mich, was da für Antw….. aber lassen wir das.
Grüße!
wow, 39 comments. hab sie alle nicht gelesen. deswegen die frage: wird die creme jetzt bezahlt?
Weia..Leute XD
*stimmt schreibmaschine mal zu*
Es ist wirklich erstaunlich ^^
Wenn es nicht so weit wäre, würde ich sagen: Gute Frau, kommen Sie vorbei und holen sich eine Dose bester Vaseline ab. Geschenkt.
Vor Jahren bereits wurde in Werkstätten die Bereithaltung von Handpflegemitteln zur Pflicht..und so ein Handpflegemittel neben dem Waschbecken mag ja auch der eisernen Hand des Rechts wohltun ;)
Mascha: was soll das hhiermit zu tun haben?
Eine ehemalige Reinigungskraft wollte einen eigenen Tiergaragenparkplatz. Eine andere ehemalige wollte einen PC geschenkt bekommen.
Die Frage nach der Bezahlung der Handcreme mutet dagegen richtig bescheiden an.
Köstlich, welche Vermutungen allein durch einen in den Raum gestellten Satz erhoben werden :))
Dann stelle ich mal in den Raum, mit welch vorsintflutlichen Putzgeräten die Dame denn arbeiten muß. Ich habe mir von der Reinigungskraft im Vereinshaus meines Jobgebers ein Reinigungsgerät "abgeschaut" und fasse nie wieder in Putzwasser.
Ich bin nämlich gegen Creme allergisch *g*