HILFE !
Sophie hat zwei Rechtsanwälte gefragt. Und eine Sekretärin. Alle haben sich ihre Mathe-Hausaufgabe angesehen. Dann haben sie so getan, als hätten sie dringend was anderes zu tun.
Aber wahrscheinlich sind sie nur zu dumm für die 3. Klasse.
(Oldenbourg, Zahlenzauber, Arbeitsheft 3, Ausgabe D)
In der Tat eine harte Nuss, wieso können die keine konkreten Anforderungen formulieren?
Also wenn mich das Auge des Hausaufgaben-Meister noch nicht verlassen hat:
von links nach rechts:
50, 630, 311
Die Aufgaben von links nach rechts:
1) 50+399=449 399+50=449 449-399=50 449-50=399
2) 630+100=730 100+630=730 730-100=630 730-630=100
3) 311+329=640 329+311=640 640-329=311 640-311=329
Ich bin gespammt ob es stimmt ;-)
der inner mitte is 630
100+630=730
730-630=100
730-100=630
und ähm ach noch so eine ^^
@2: Da musste ich jetzt aber zweimal hinschauen. Nach dem Prinzip: "Hä, 50+399 und 399+50 ist doch dieselbe Aufgabe?!"
Erinnert mich an meine Schulzeit, als wir "Punkt vor Strich" lernten und ich's irgendwie noch nicht ganz gerafft hatte. Da gabe es dann Aufgaben vom Stil "13*10+3". Und ich habe dann eben beide Ergebnisse hingeschrieben (133 und 169)
Heute weiß ich's ;-)
Aber die Aufgaben laufen ja schon fast auf Sudoku-Niveau…
Kein Wunder, daß bei den PISA-Studien die deutschen Kinder im Bereich Texterfassung so besch**** abgeschnitten haben: "Immer 3 Bälle ergeben 4 Aufgaben" erfüllt ja noch nicht mal die Mindestanforderungen an einen grammtikalisch richtigen Satz.
Und wo ist die vierte Aufgabe? *dummguck*
test: wollte nur mal gucken, ob der bei beschissen gleich automatisch die sterne setzt
Udo: Was mit den Aufgaben gemeint ist, ergibt sich meist erst aus dem Kontext.
wie man sieht: er tut es nicht, die sterne also bitte automatisch dazudenken ;-)
Ich wundere mich auch immer wieder über die doch sehr seltsame Aufgabenstellung in der Grundschule. Die Vorstellung, ich müsste den Stoff nach dem heutigen Lehrplan erlernen … *kopfschüttel*
Judex non calculat? :-)
Iudex non calculat, genau. Wäre auch schlimm, wenn sie es täten.
Sollen die Rechnen lernen oder Rätselraten?
@12: Es würde die Sachverständigen arbeitslos machen, oder wie? *g*
Für die Nummer müssten selbst die Mitglieder im Mensa Club mindestens 10 Minuten lang überlegen und kämen am Ende nicht mal zu ner eindeutigen Lösung ;-) Statt +/- ginge auch */: und wer weiss was sonst noch möglich wäre. Nicht schlecht, ich bin immer auf der Suche nach Knobeleien, aber an Schulbuecher/Arbeitshefte für Drittklässler habe ich für meine Recherche bislang nicht gedacht. Ich persönlich glaube auch, dass unsere Schulbücher einen nicht unerheblichen Anteil am PISA-Abschneiden unserer Kinder haben. Wie im Web die Usability muss das auch bei Büchern immer wieder bedacht und optimiert werden. Im Web steht der Kunde/Besucher im Mittelpunkt, in der Schule "sollten" es die Kinder sein und nicht irgendwelche Gremien von Beamten , Lehrern und Gelehrten.
Ganz frei nach SWR 3: Nix versteh´n in Athen!
Ich hätte mit der Aufgabe alleine nichts anfangen können. Normalerweise würde ich aber davon ausgehen, dass ein Lehrer solche Hausaufgaben vorher erklärt? Wenn man die konkrete Aufgabenstellung dazu gesagt bekommt, sieht das nicht mehr sehr schwierig aus.
Was ein Anwaltskind….ich ahbe nie so Aufgaben gemacht sondern mich ancher um kopf und kragen argumentiert warum die singer sinnlos sind. und meisst hat es geklappt. Villeicht haette einer der kollegen ihr eine gute argumentation mitgeben können :)
Ich sag es mal (wieder), wie mir der Schnabel gewachsen ist:
warum können die Pädagogen, die an solchen Schulbüchern mitarbeiten, nicht einsehen, dass es für SchülerInnen einfacher ist, konkrete Rechenaufgaben zu lösen (und somit lernen) und nicht so einen Mist?
Ich erinnere an die 'Hoch'Zeit der Mengenlehre, die als das A&O zur Heranführung an die Mathematik von Schülern galt. Noch in Erinnerung? Menge, Schnittmenge etc. Auch das hat sich als Schwachsinn erwiesen.
Die 'Kids' haben es schwer, einen einfachen Dreisatz zu bewerkstelligen: ein Pfund (hä, was ist ein Pfund?) Zucker kostet 52 Cent, was kosten 100 Gramm plus 3 Prozent vom errechneten Preis für die aufwändigere Verpackung? Rechnet auf ein Zehntel genau und rundet entsprechend kaufmännischen Grundsätzen auf oder ab. Machts nicht wie an einer Tankstelle – im Laden gibts nur 'glatte' Euro und Cent.
Damit geht mal in die Abschlussklasse einer Haupt- oder Realschule. Das Ergebnis wird niederschmetternd sein.
Nachtrag: komme mir keiner mit dem Hinweis, es gäbe ja Taschenrechner. Diese Dinger erleichtern den rechnerischen Alltag. Aber sie setzen voraus, dass das angezeigte Ergebnis 'über den Daumen gepeilt' als richtig oder falsch erkannt werden kann. Eine Zehnerpotenz (falsch gedrücktes 'Komma') sollte schon erkannt werden können. Das ist leider auch nicht der Fall. Was das Display eines Taschenrechners anzeigt, ist für Mathe-untrainierte Leute genau so wahr wie ein Bericht in der Tagesschau oder der BILD-Zeitung: 'Im Fernsehen wurde gesagt' bzw. 'in der Zeitung stand …' einfach blindes Vertrauen und gelegendlich totaler Mist.
Ich habe heute einen schlechten Tag. Udo, machs weg, wenn es stört: copy >nul oder 'del alix.*', ich weiß nicht, wie der Server meinen Krempel aufzeichnet, aber Du wirst es wissen ;-)
Mir kommt das ganze sehr bekannt vor….
http://members.aol.com/quentncree/lehrer/newmath.htm
Sehr lesens- und vor allem hörenswert.
Grüße!
2 Rechtsanwälte? Hmm, ich überlege noch, welche beiden Anwälte von den dreien sie da wohl gefragt haben könnte…
Mangels Schulbuch kenne ich die Aufgabenstellung nicht. Aus den Postings geht aber hervor, daß es sich um den Typ "Mit einer Tankfüllung fährt Herr Müller 100km. Auf dem Weg nach X muß er dreimal tanken."
Es ist sicherlich richtig, daß die Fähigkeit zur Texterfassung bei deutschen Schülern dringender Förderung bedarf. Ich verwende mich jedoch schon seit meiner Schulzeit dagegen, daß dies im Mathematikunterricht passiert. Fächerübergreifende Lehre ist sicherlich in manchen Bereichen sinnvoll und gut, aber in der Mathematik gehören zu klaren Ergebnissen halt auch klare Aufgabenstellungen.
@23: erinnert mich an den alten Witz mit dem Unternehmensberater: "Sie haben keine Ahnung, wovon Sie reden, werden es mir aber berechnen."
Wozu hat Herr Vetter denn wohl das pdf verlinkt?
Also im Grunde ist das trivial, nur leider verstand ich die Angabe überhaupt nicht. Warum heißt das "Aufgaben"? Ich meine, das sind Gleichungen und nicht Aufgaben! Unter einer Aufgabe verstehe ich etwas anderes … dieser spezielle Kontext ist bei mir nun 22 Jahre nicht mehr aufgefrischt worden.
Und außerdem ist es nur eine Gleichung! So stimmt es für mich: "Immer drei Bälle ergeben eine Gleichung. Wie heißen die fehlenden Zahlen?" — warum vier Gleichungen? Das ist ja völliger Unsinn, denn es handelt sich dabei nur um EINE Gleichung, z.B. 730 – 100 = 630, die restlichen drei sind alle äquivalent. *kopfschüttel*
Es sollten den Kindern auch in der Volkschule (in DE heißt das sicher anders? — Grundschule?) schon die korrekten Begriffe und mathematischen Sachverhalte gelernt werden. Aber vielleicht geht das noch nicht ins Kinderhirn, kann sein :-)
Ich komm bei Addition und Multiplikation jeweils immer auf 6 Aufgaben, sonst hieße das, das Kommutativgesetz zu ignorieren. Außerdem ist die Lösung nicht eindeutig. +100 oder -100 zum Beispiel. Um auf der sicheren Seite zu sein empfehle ich ein x, ein y und ein z einzutragen und
{x,y,z} "Elementzeichen" Q
drunter zu schreiben. Dumme Frage gibt dumme Antwort.
Arithmetische und Geometrische Folgen lernt man doch erst in der Sek II kennen – fall es welche sind.
Wie schon geschrieben, ich habe heute einen schlechten Tag erwischt. Deshalb komme ich hartnäckig noch mal auf das Thema Mathematik zurück:
Ich habe mir ein Mathe-Buch aus dem Jahre 1993 für eine Berufs-Fachschule rausgesucht – ne, das lag in irgend einem Regal meines Büros.
Aufgabe:"Eine Besuchergruppe will ein Automobilwerk besichtigen. Für die Fahrt vom Treffpunkt zum Automobilwerk wird ein Bus gemietet. Die Buskosten von 51 DM werden gleichmäßig auf alle Teilnehmer verteilt. Jeder Teilnehmer zahlt 2,55 DM. Wieviele Teilnehmer fahren mit?"
Spinne ich, ein Schüler einer Berufsfachschule sollte dieses 'Problem' nicht lösen können? Lieber Himmel. Pauker, bringt den Schülern und Schülerinnen im Grundschulalter logisches Denken bei. Und bringt ihnen vor allen Dingen bei, wie Mensch lernt. Lerntechnik ist gefragt, nicht 'pauken' oder auswendiges Lernen. Wobei ich nicht sagen möchte, dass die Beherrschung des Textes von einem Gedicht unnötig sei. Gedichte auswendig zu lernen ist auch ein Training des Gehirns. Mensch kann leicht einen Text verinnerlichen und wiedergeben, wenn er ihn verstanden hat. Es muss ja nicht unbedingt Schillers 'Die Glocke' sein. Hä? nie davon gehört oder schon wieder vergessen? Dann war es nix mit der Lernerei. http://www.delernen.de/personen/werke/glocke.html
Um es auf den Punkt zu bringen: pauken nützt vielleicht dazu, eine Prüfung zu bestehen. Aber das war es dann auch schon. Nach einem Jahr ist nichts mehr vorhanden. Lernen heisst verstehen, begreifen. Das gelernte (und verstandene) Zeugs bleibt lebenslang im Gedächtnis. Es muss evtl. mal aufgefrischt werden – das merkte ich an mir selbst, als ich meinem Sohnemann das Ohmsche Gesetz erklären wollte. Ich habs jahrelang nicht gebraucht. Aber die Zusammenhänge sind noch im Hirn – und somit konnte ich ihm noch die Formel hinschreiben und passend nach Strom, Spannung, Widerstand umstellen. Und die elektrische Leistung (Watt) habe ich auch noch geschafft. Ich konnte es ihm so erklären, dass er die Materie _begriffen_ hat. Das ist nix dolles, aber ich habe den Krempel über 35 Jahre nicht mehr gebraucht. Ich habe nur verstanden, was ein Berufsschul-Lehrer damals so anschaulich erklärte, dass sogar ich es begreifen konnte.
Vielleicht hab ich als Mathestudent ja die falsche Perspektive, aber derjeniger der diese Aufgabe zu verantworten hat, sollte doch bitte nicht mehr auf Kinder losgelassen werden.
Erstens: Wie einer vor mir schon sagte, "Immer 3 Bälle ergeben 4 Aufgaben." ist noch nicht mal ansatzweise ein Satz.
Zweitens: Wenn Nr.2 Recht hat, dann ist das keine Aufgabe sondern eine Gleichung und niemand der etwas mit Mathematik zu tun hat und ein klitzekleines bisschen davon verstanden hat, würde das als Aufgabe bezeichnen. Die Aufgabe ist höchstens das Ganze zusammengenommen.
Drittens: "Wie heißen die fehlenden Zahlen?"
Antwort: Die fehlenden Zahlen heißen "die Lösungen der Gleichungen".
Eine Zahl heißt nicht 50, sie heißt vielleicht transzendent/ganz/pi oder ähnliches.
(Googlen nach "Zahl heißt", immer wenn danach eine Zahl kommt, also beispielsweise "die Zahl heißt 52", dann ist es eine Schulaufgabe)
Viertens: Was sollen die Kinder bitte durch diese Aufgabe lernen?
Dass man mit Logik bei einer Matheaufgabe keine Chance hat?
Dass Matheaufgaben kryptisch und unverständlich gestellt sein müssen?
Dass Mathe sowieso doof ist?
Dass die Schwierigkeit einer Aufgabe darin bestehen sollte, die Aufgabenstellung zu verstehen?
Und zu guter Letzt:: Warum nur 4? Siehe Nr.15, man kann sich bestimmt noch ne Menge anderer aussuchen.
Wie geht die Folge weiter (beliebte Aufgabe von IQ-Tests, z.B. auch im Fernsehen):
1,2,3,4,5,6,7,8,9
Möglichkeiten für einen sinnvollen nächsten Wert
10 oder 11 oder 1 oder 2 oder 3 oder 4 oder …
http://www.research.att.com/~njas/sequences/Seis.html
was haltet ihr von folgender Lösung?
1. 848
2. 830
3. 969
Lösungen? Wie unakademisch.
Herr vetter machen sie sich keine sorgen, ich bin auch anwalts-tochter und habe dennoch ein studium mit mathematischem Hintergrund erfolgreich absolviert. Inzwischen ist es soweit, dass ich mein wissen bereitwillig an meinen vater weitergebe, damit er kollegen und vorsitzende in verhandlungen verwirren kann.
Ein in Fachkreisen sehr berühmter Mathematikprofessor, damals in Bremen tätig, sagte vor Jahren sinngemäß:
"Deutschland ist das einzige Land der Welt, in dem man mit mathematischer Unwissenheit gesellschaftliche Reputation erlangen kann."
q.e.d.
Die "Aufgabe" erinnert mich an die Prüfungsfrage "Wer starb wann, wo und in wessen Armen?".
Sie hat weder etwas mit Rechnen, oder mit Mathematik, oder mit Logik zu tun sondern offensichtlich mit der Art von Kuschelpädagogik allergrößter Beliebigkeit, wie sie im "Lehrerhasserbuch" (das ich im Übrigen nicht besonders gut finde) beschrieben wird. Anstatt Aufgaben zu lösen, sollen die lieben Kleinen raten, welche Aufgabe die nette Lehrerin ihnen denn überhaupt gestellt hat. Und wehe, wenn sie oder ihre Eltern daran etwas auszusetzen haben, dann wird sie aber ganz traurig und böse…
Ich glaube so manche hier vertretene laienhafte Ansicht (wie denn Lehrer unterrichten oder Schulbücher erstellt werden sollten) ist ebenso fehl am Platz, wie andere bei früheren Diskussionen über juristische Probleme. Auch wer Mathematik studiert (hat), besitzt noch lange keine Kompetenz in deren Didaktik. Wie will man als Laie also beurteilen, wie sinnvoll es beispielsweise ist, schon früh die korrekten Fachtermini zu verwenden? Eine solche Aufgabe muss man doch im Kontext des Aufbaus von Buch und Unterricht sehen.
Und – auch wenn er streitbar sein mag, so ist „Immer 3 Bälle ergeben 4 Aufgaben.“ natürlich ein syntaktisch korrekter Satz (adverbiale Bestimmung der Zeit, Subjekt, Prädikat, Objekt).
@35: Sorry, Herr Müller-Güldemeister, Ratespielchen waren schon vor 50 Jahren anerkanntermaßen mangelhaft. Wer sich so etwas heute im Referendariat leistet, kann gleich wieder nach Hause gehen.
Aber bei diesen Vorurteilen muss ich an verzogene Vorortjuristenkinder denken, die sich regelmäßig daneben benehmen, aber statt eine sinnvolle pädagogische Maßnahme zu erdulden, doch lieber von Papi rausgeboxt werden, weil der Lehrer ja so blöd war, formellrechtliche Vorraussetzungen nicht einzuhalten. Das kann man ja glücklicherweise vom Büro aus erledigen und muss sich nicht stundenlang mit seinem eigenen Kind beschäftigen.
@JK (29):
> Erstens: Wie einer vor mir schon sagte, “Immer 3 Bälle
> ergeben 4 Aufgaben.” ist noch nicht mal ansatzweise ein Satz.
Auf die Gefahr hin mich zu blamieren:
Auch wenn der Satz keinen Sinn macht bzw. dieser sich höchstens aus dem Kontext des Heftes erschliessen sollte, weshalb sollte es kein Satz sein?
"Immer" ist vielleicht etwas unglücklich gewählt, "Jeweils" wäre besser.
Hum, für mich ergibt dei Aufgabe durchaus so Sinn, wie sie da steht. Immer DREI Bälle ergeben VIER Aufgaben, nicht eine Aufgabe, wie in diesem Thread scheinbar oft vertreten wird. Zudem ist zu bedenken, dass es nicht um IQ-Tests geht, wo man aus sinnlose Zahlenfolgen eine Regel ableiten soll, um so die Zahlenfolge fortzusetzen (einfaches Beispiel währe die Fibonacci-Zahlenfolge 0, 1, 1, 2, 3, 5, 8, 13, 21, 34, 55).
Was lernt man denn in der Grundschule (3. Klasse) an Mathematik? Richtig, die VIER Grundrechenarten Addition, Substraktion, Multiplikation und Division. Also, was macht man aus drei Bällen, von denen zwei Zahlen enthalten und aus denen sich vier Aufgaben ergeben sollen? Genau! Man wendet die vier Grundrechenarten auf die Zahlenpaare an!
Im ersten Aufgabenteil:
449 + 399 = 848
449 – 399 = 50
449 * 399 = (*Windows-Taschenrechner an*) 179.151
449 / 399 = (dito) 1,12531….
Naja, das wäre meine Auslegung der Aufgabenstellung. Allerdings hatte ich Mathematik noch nicht mal im Abitur und im Gegensatz zu Grundschülern wäre ich heute nicht mehr in der lage, ohne Taschenrechner eine Division oder Multiplikation durchzuführen, die über mein beschränktes Kopfrechenniveau hinausgeht.
Der Klugscheißer…
@24:
Ooops, Link übersehen. Sorry und Danke f.d. Hinweis.
Ich bleibe jedoch auch nach lesen der PDF dabei:
1. #23 gilt sinngemäß, das PDF-Beispiel ist noch schlimmer
2. In der Mathematik gehört zu einer klaren Antwort auch eine klare Aufgabenstellung!
Da gab's doch mal so 'nen Witz "Mathematik im Wandel der Zeit", in dem die Aufgabenstellungen nach Art der pädagogischen Moden von 1950 bis 2000 beschrieben werden (z. B. 1950: ein Bauer…, 1980: Ein Agrarwirt…). Hat da jemand einen Link? Der würde hier doch gut passen!
@36 Es gibt hier nicht darum Kindern in der Grundschule die Integralrechnung beizubringen, aber würden sie/du es begrüßen, wenn man statt Substantiv/Nomen/etc. zum Beispiel "Großwort" benutzt?
Wenn man ein Diktat nicht Diktat nennt, sondern "geredete Wortansammlung"?
Niemand außerhalb der Schule würde es verstehen und den Kindern hilft es auch nicht, es ist eine Gleichung weil die rechte Seite "gleich" der linken Seite ist, niemand würde auf die Idee kommen, dies als Aufgabe zu bezeichnen.
Und bezüglich Mathematikdidaktik:
Die Lehrer lernen auch nicht wie man so etwas vernünftig erklärt, und bei den komplizierteren Dinge wie Differentialrechnung/Integralrechnung bringen die meisten (aus Unwissenheit oder weil sie keine Lust haben) noch nicht mal sinnvolle Beispiele warum das so wichtig ist.
Als beste Erklärung kommt dann da, "damit kann man die Extremwerte von Funktionen ausrechnen".
Wow, da kann man sich dann auch bestimmt vorstellen warum man das in der realen Welt braucht und das ist ja auch die einzige Anwendung davon …
@39 Und was ist mit
399/499=0,7995…
399-449=-50
Nebenbei macht man in der 3. Klasse (jedenfalls in meiner) keine Division mit Nachkommastellen. Man hat ja am Anfang grade mal das große Einmaleins.
Ich glaube, dass die Lösung mit dem Kommutativgesetz und +,- mehr Sinn macht.
Ich habe die Aufgaben eben meinem Sohn (7 Jahre, 2-Klässler) vorgelegt.
Der nahm einen Stift und zog als erstes Trennlinien.
Nächster Schritt: "Papa dass sind doch wieder nur Umkehraufgaben."
Rund 5 Minuten später ist ein krakeliges Ergebnis das gleiche wie @2.
Auf Frage von mir, ob er das öfters macht: "Das üben wir jeden Tag".
Fazit: Die Kinder sind auf diese Fragestellungen trainiert.
Ich als Vater und Anwalt nicht (mehr).
Und ich bin auf andere Fragestellungen 'trainiert' bin.
Die Fragestellung muss aber aus dem Paralleluniversum stammen in dem auch die Autoren dieser Bücher leben. Jetzt verstehe ich auch ansatzweise die Grundschullehrerin die sich mal in meinem Beisein beim Verlag über das Fehlen von Lösungsbüchern für die Sachaufgaben Mathe Klasse 3 beschwerte :D
@42:
7-jähriger? Pfuschen gilt nicht! ;-)
in bezug auf kommentar 2
"1) 50+399=449 399+50=449 449-399=50 449-50=399"
das erfüllt aber nicht die bedingung "4 verschiedene aufgaben" da 50+399=449 und 399+50=449 identisch sind, lediglich per in N gültigem kommutativgesetz der addition vertauscht. dann wären -399 + 449 =50 und -50 + 449 = 399 zwei weitere "aufgaben" und damit zuviele aufgaben.
grade angesehen … erster Gedanke: WTF ? soll das sein ?
Was zur Hölle ist eigentlich die Aufgabe ?
Nachdem ich einen Blick auf die Lösungen geworfen hatte war es mir auch schnell klar, aber zumindest aus dem Blickwinkel eines Oberstüflers sollte der Lehrer (oder eher Autor des Buches) 'ne glatte 6 bekommen – wenn das die "Verbesserungen" der letzten Jahre sind, habens wirs bald geschafft – endgültig letzter bei der nächsten PISA-Studie ;)
@42: "Fazit: Die Kinder sind auf diese Fragestellungen trainiert."
Das ist wohl nicht nur in der Grundschule so. Durch die ständige Wiederholung desselben Aufgabentyps lernen die Schüler "Schema F" und im Rahmen eines bestimmten Zeitfensters, in dem nunmal ein bestimmter Lehrplanabschnitt umgesetzt wird, sind alle Aufgaben einfach mit diesem Schema F zu lösen.
Sobald es aber darum geht, dieses Wissen außerhalb dieses Zeitfensters und ohne die sattsam bekannte Aufgabenstellung anzuwenden, hapert es dann oft.
Ich habe mal für Mittelstufe und Oberstufe im Gymnasium Mathe-Nachhilfe gegeben (gar nicht so lange her). Wenn gerade Quadratische Gleichungen behandelt wurden, war bei den Aufgaben klar, dass die Gleichung in die Normalform umgeschrieben und die Mitternachtsformel angewendet werden muss.
Kam dann aber im Zusammenhang mit einer anderen Aufgabe aus einem anderen Lehrplanabschnitt eine quadratische Gleichung heraus, hatten viele meiner Schützlinge Schwierigkeiten, zu erkennen, dass es eine quadr. Gleichung ist, geschweige denn, wie man sie löst. Dabei sind quadr. Gleichungen nur ein Beispiel für dieses Problem.
Was die Kinder scheinbar lernen, ist das Aufgabenschema, nicht die Idee, die dahinter steckt. Ich kann jedenfalls nicht erkennen, was die Schüler speziell bei dieser Aufgabe über Mathe lernen sollen.
@29: Diese Zahlenreihen bei Einstellungstests sind schon Lustig. Ein ehemaliger Kommilitone von mir hatte sich nach seinem Diplom u.a. bei einem Versicherungsunternehmen beworben (Abteilung Risikobewertung, sprich: Statistik, Stochastik, lin. Opt. etc.).
Er konnte auf anhieb Approximationspolynome für Zahlenreihen mit bis zu 14 Zahlen nennen (die einzelnen Stellen wurden durchnummeriert für die zweite Variable) und fast genauso schnell das Ergebnis für die 15 nennen. Genauso ging er bei dem Test vor, schrieb die nächste Stelle sowie das dazu passende Approx.-Polynom auf. Später bekam er gesagt, wenn er die korrekten Antworten nicht wisse solle er doch bei einem Einstellungstest bitte keine kryptischen Zeichenfolgen hinschreiben um seine Unwissenheit zu überspielen. Derjenige der ihm das sagte war der Chef der Abteilung, Herr über 47 Mathematiker ^_^.
ganz ehrlich, die ganze diskussion hier amüsiert mich ohne ende. ich hätte die aufgabe auch nicht lösen können, aber man muß doch mal sehen, daß sie in einem grundschul-mathebuch stand. es konnte also nur eine sehr einfache antwort gesucht sein. dann sah ich post #2, und das hätte das ende dieser diskussion hier sein sollen. natürlich ist das dumm gefragt, aber wie am schluß (#42) jetzt ENDLICH jemand (RA Bu) klargestellt hat: GRUNDSCHÜLER, die noch keinen blassen schimmer haben von a) bruchrechnen b) negativen zahlen c) zahlenfolgen d) stochastik usw usf etc haben mit dieser aufgabe kaum probleme! das ist doch logo leute! natürlich, wenn man mehr von mathematik versteht, verkompliziert sich die aufgabe. aber denkt doch mal simpel, oder: denkt doch mal an den empfängerhorizont!!!
mensch.
@49
Nein, der Witz ist doch, dem Lehrer klarzumachen, das diese Aufgabe mindestens mißverständlich gestellt ist. Jetzt könnte Udo zumindest mit Fug und Recht Sophie einen Zettel mit geben wo draufsteht: "Wir haben diese Aufgabe >20 Leuten vorgelegt. Nach reger Diskussion kamen wir zu folgenden Ergebnissen(…) Daher bitten wir noch um den kommentierten Lösungsweg."
Lehrer stehen ja eigentlich nicht so auf ein "Konnte ich nicht" vom Schüler.
das ist nicht lustig !
wie wärs mit vollständigen matheaufgaben… für erwachsene ?
ihr superhirne gebt euch auch mit allem zufrieden !
Schön, dass jetzt endlich viele Leute ohne Kinder mal sehen, was wir (Frau+ich) jeden Tag mitmachen. Übrigens in den anderen Fächern ist das nicht besser. Fehlt noch der Hinweis, dass Lehrer Kinder, die die Aufgaben schneller als andere bearbeiten, zum Ruhigstellen aufgefordert werden den Clown auszumalen. Wer wundert sich da noch über PISA? Und alles auf den Rücken der Eltern.
@49:
Für einen Drittklässler wäre die Lösung mit 848 (399+449=848;449+399=848;848-399=449;848-449=399), 830 und 969 genauso richtig. Wollen sie nun alle (für einen Drittklässler) möglichen Lösungen oder nur eine beliebige?
Mit der sinkenden Anzahl 8-Jähriger schrumpfen auch deren Versteher!
39, das basst ganz sicher nicht, da in der Grundschule nur ganze Zahlen hinter dem = stehen ;-)
Was hast du denn da links abgeschnitten, Udo? War dort nochmals ein Jongleur mit drei Bällen? Dann soll man wohl nur jeweils die Bälle miteinander verrechnen. Auf welche Weise müsste sich aus dem aktuellen Thema des Unterrichts erschließen lassen.
Das ist die komplette Aufgabe. Links steht eine völlig andere mit Zahlenpfeilen.
Hallo,
ich hab da gestern abend nochmal darüber nachgedacht.
Gleichungssysteme sind noch nichts für die 3. Klasse. Das Lehrbuch (sagt der Verlag) soll Kinder spielerischen Umgang mit der Welt der Zahlen ermöglichen.
Wir denken vielleicht viel zu weit und Lösungsorientiert…
Wie wäre dies:
Kind denke sich eine Zahl für den freien Kreis und rechne dann die sich ergebenden 4 Aufgaben:
1. Jongleur
Ich denke mir die 50.
Aufgaben:
399+499+50=
399+499=
399+50=
499+50=
Es geht also nicht um korrekte Lösungen, sondern das "jonglieren" mit Zahlen.
Sowas in der Art wird der/die Lehrer/in aber hoffentlich dazusagen.
Kann das sein??
ähm, 449 natürlich – richtig lesen sollte man die Zahlen schon
Ich habe die Aufgabe auch nicht verstanden, obwohl ich bisher der Meinung war, halbwegs gut rechnen zu können.
Ich hoffe wir werden auch über die Lösung aufgeklärt.
@58: In der 3. Klasse kann man mehr als nur addieren. Daher glaube ich nicht, dass das so gemeint ist.
wer behauptet das die abgebildete aufgabe aus o.g. buch
vollständig ist sich also unter anderem die gesamte fragestellung auf ihr befindet.
der linken hälfte des blattes scheint ein stück zu fehlen.
hat dies schon jemand bemerkt resp. kontrolliert ? zumal eine quellenangabe nicht der authentizitätsbeweis ist sonder eben nur die möglichkeit bietet die authetizität nachzuprüfen.
mir für meinen teil erscheinen die absichten des fragestellers
bedenklich und haben wohl ebensowenig mit kindlicher naivität zu tun wie die aufgabe selbst.
in diesem sinne gute nacht allerseits.
mfg rose
(Text editiert. Der erste Kommentar, der von einem anderen unter meinem Namen abgegeben wird. Auch eine Premiere. U.V.)
Einzig und allein #42 und #2 machten mir nach ewiger Zeit klar wie diese aufgabe zu verstehen ist.
Das hier vorhandene Schema F sollte doch aber dann bekannt den Schülern bekannt sein, da hat der Lehrer das wohl net erklärt oder besagtes Kind net aufgepasst ;-)
Hier vorliegendes Schema F (ich hab lange gebraucht um einzusehen dass es eben nur 4 Aufgaben sind die sich ergeben)
Es geht nicht nur darum die fehlende Zahl zu finden, das ist nämlich eine Aufgabe… man soll die beiden vorhandenen Zahlen addieren. Und dann noch mal anders rum zur Übung und Überprüfung ob es richtig ist. Daraufhin wird weiter überprüft indem zwei Subtraktionsaufgaben durchgeführt werden.
Ziel des ganzen ist denke ich mal den Schülern so unterbewusst klar zu machen, dass hinter dem ganzen eine Gleichung steckt. Und klarzumachen, dass wenn ich etwas addiere und das gleiche wiederum subtrahiere, wieder das Gleiche rauskommt.
Und das ganze Aufgaben zu nennen ist durchaus ok. Denn unter Aufgaben verstehen Schüler in dem Alter in Mathe Sachen wie "35 + 457 = ?". Wobei das Gleichzeichen noch nicht wirklich die Funktion, welche es eigentlich in einer Gleichung hat, erfüllt, sondern mehr sagt: Rechne das Ergebnis aus. Damit ist klar X plus Y ist gleich Z. Aber noch nicht Z ist gleich X plus Y.
Zum Beispiel durch solche Aufgaben soll erst erreicht werden, dass ein derartiges Verständnis entsteht.
mfg
@wiedehopf
gegen deine erläuterungen ist die aufgabe ja der reinste hohn!!!
kannst du das bitte noch mal simpler erklären!?
gruss kurt
Dr. Rose, kennen wir uns nicht von irgendwo her? Arbeiten Sie vielleicht in der Pathologie der Helios-Kliniken der Stadt Erfurt ?
Berthold Ulshöfer
Das darf ja wohl nicht wahr sein, oder?
Die sollten besser Mengenlehre lernen:
1+1=1
nämlich eine Menge Erbsen und ein Menge Würste = eine Menge Erbsensuppe.
Und Logik: Auf der Papiervorerseite steht:"Was auf der Rückseite steht ist wahr" . Auf der Papierrückseite steht:"Was auf de Papiervorderseite steht ist falsch."
Damit schulen sie ihr logisches Denken.
Das sollten die Schüler in der 3. Klasse lernen.
@U.V.: Warum haben Sie denn den Beitrag "Das Original!", der gestern abend noch hier drin war, so ganz kommentar- und ersatzlos gestrichen? Herrscht hier Zensur oder wie? Die Aufgabe ergibt mit "Immer drei Bälle ergeben 1000" viel mehr Sinn. Allerdings glaube ich Ihnen dass die Aufgabe oben mit "ergeben vier Aufgaben" so auch tatsächlich im Lehrbuch steht und Sie da nichts verändert haben. Wäre ja auch fies.
wenn noch jemand einen witz auf lager hat dann ist jetzt der richtige augenblick denke ich, oder!?
Mathe ist war und bleibt mein lieblingsfach ich hatte/habe nur 1