Thomas Thiemeyer, Medusa:
In stummer Ehrfurcht schritten die Mitglieder der Gruppe die Stufen empor und passierten die betenden Skulpturen, bis sie unmittelbar vor der Medusa standen. Schweigend betrachteten sie das dreilappige Auge, das wie ein fremder Stern auf sie herabschien. Das Material war in der Tat merkwürdig. Grobe Einsprengsel in einer feinkörnigen Grundmasse waren zu erkennen. Und der Glanz der Oberfläche vermittelte den Eindruck triefender Feuchtigkeit. Irene, die das seltsame Phänomen ebenfalls entdeckt hatte, hob die Lampe und ein großartiges Bild tat sich vor ihnen auf. Die Feuchtigkeit war nicht bloßer Schein, sondern Realität. Tränen rannen an den Seiten der Lider herab und sammelten sich in zwei Kanälen.
“Seht nur, sie weint”, hauchte Irene…
Das Buch ist besser als das Zitat. Wer für etwas Indi-Jones-Feeling James Rollins erträgt, Matthew Reilly, Steve Alten oder Preston/Child, kann durchaus auch Thiemeyer lesen. Und zwar mit Vergnügen.
Homepage des Autors
Thomas Thiemeyer, Medusa:
In stummer Ehrfurcht schritten die Mitglieder der Gruppe die Stufen empor und passierten die betenden Skulpturen, bis sie unmittelbar vor der Medusa standen. Schweigend betrachteten sie das dreilappige Auge, das wie ein fremder Stern auf sie herabschien. Das Material war in der Tat merkwürdig. Grobe Einsprengsel in einer feinkörnigen Grundmasse waren zu erkennen. Und der Glanz der Oberfläche vermittelte den Eindruck triefender Feuchtigkeit. Irene, die das seltsame Phänomen ebenfalls entdeckt hatte, hob die Lampe und ein großartiges Bild tat sich vor ihnen auf. Die Feuchtigkeit war nicht bloßer Schein, sondern Realität. Tränen rannen an den Seiten der Lider herab und sammelten sich in zwei Kanälen.
"Seht nur, sie weint", hauchte Irene...
Das Buch ist besser als das Zitat. Wer für etwas Indi-Jones-Feeling James Rollins erträgt, Matthew Reilly, Steve Alten oder Preston/Child, kann durchaus auch Thiemeyer lesen. Und zwar mit Vergnügen.
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Vor einiger Zeit habe ich "Das Jesus-Video" (oder so ähnlich) von Andreas Eschbach geschenkt bekommen. Konnts nicht zu Ende lesen. Habs als Zeitverschwendung empfunden.
Das Jesus-Video habe ich nicht gelesen. Aber das Genre ist Geschmackssache, wie alles. Wenn es dich nicht unterhält, ist es in der Tat Zeitverschwendung.
Eigentlich trifft das Genre meinen Geschmack. Dummerweise leide ich an einer typisch mitteleuropäischen Krankheit, die es mir unmöglich macht, abzuschalten. Ständig habe ich das Gefühl, meine Zeit zu verschwenden. Dieser Kommentar ist also gewissermaßen ein Dementi.
Ich fand das Jesus-Video sprachlich und plot-technisch auch nicht überwältigend (auch wenn die Begründung der Zeitreise mir sinnhafter erschien als im Film).
Danke für den Tip, Udo.
Medusa – ein seltsames Buch. Ich habe es mit Spannung sehr schnell in einem Rutsch durchgelesen, getrieben von Neugier vermutlich.
Erst nch der letzten Seite habe ich bemerkt, daß es mir nicht gefallen hat.
Öhem … Wäre nicht folgendes Werk die sinnvollere Alternative? ;-)
http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3789117161/qid=1142850972/sr=8-2/ref=sr_8_xs_ap_i2_xgl/028-1232655-5709362
Fand das Buch eigentlich OK. Würde es aber nicht unbedingt mit den Werken von Matthew Reilly vergleichen. Die haben mehr "Boooom" (fast comichafte Sprache) und sind doch wesentlich aktionlastiger – um nicht zu sagen tötlicher. Ansonsten schließ ich mich Claus an. Irgendwie spannend und plötzlich ein ehr konstruiertes Ende – war etwas enttäuschend.
Ich lese eigentlich alles, sofern es gut geschrieben ist. Wenn ich einen Satz lese, wie: "Das Material war in der Tat merkwürdig." wird mir dann aber mulmig. Denn dass das Material merkwürdig war sollte der Autor die LeserInnen selber bemerken lassen (anhand der Beschreibung) und es nicht mitteilen und danach rechtfertigen, warum das so zu empfinden sei.
Ich hoffe, das Buch geht nicht so weiter.
P.S.: Für Interessierte hab vielleicht ich eine Liste solcher Unzulänglichkeiten in "Hunde von Riga" geschrieben. Gerade peinlich bei einem Autor, der es besser können müsste.
Das Ende bei solchen Büchern ist immer progammiert. Das rätselhafte Objekt muss verschwinden. Sonst wäre ja zu erklären, um was es sich wirklich handelt.
Die enttäuschendsten, um nicht zu sagen lächerlichsten Schlusskapitel liefern nach meiner Meinung The Ice Limit und Thunderhead von Preston / Child.
Die großen Vorbilder machen es also vor.