Unfall: Rechner zum Rabatt
Lohnt es sich, einen Unfallschaden aus eigener Tasche zu zahlen? Die Stiftung Warentest bietet einen Rechner zum Schadensfreiheitsrabatt.
(Link gefunden im Blog der Verkehrsunfallabwicklung)
Lohnt es sich, einen Unfallschaden aus eigener Tasche zu zahlen? Die Stiftung Warentest bietet einen Rechner zum Schadensfreiheitsrabatt.
(Link gefunden im Blog der Verkehrsunfallabwicklung)
Der Rechner kommt in bestimmten Konstellationen zu dem Ergebnis, dass sich auch noch Selbstzahlungen von mehreren Tausend Euro lohnen. Hierbei ist jedoch Folgendes zu bedenken:
Die Rückzahlung muss binnen sechs Monaten nach Mitteilung der Versicherung über die Schadenshöhe erfolgen. Die Mehrbelastung durch einen niedrigeren Schadensfreiheitsrabatt verteilt sich hingegen über diverse Jahre. Zudem steht die Berechnung unter der unausgesprochenen Hypothese, dass im Berechnungszeitraum keine weiterer Schaden auftritt. Kommt nämlich noch ein Schaden hinzu, wird die gesamte Berechnung falsch, da der Schadensfreiheitsrabatt erneut belastet wird. In diesem Falle müssten wiederum – ggf. erhebliche – Zahlungen erbracht werden, um den Rabatt zu retten.
Zudem wird in einer solchen Konstellation vorausgesetzt das man das aktuelle Fahrzeug über diese Jahre behält. Wenn man sich in dem Zeitraum, über den sich die Mehrbelastung bei Hochstufung verteilt, ein neues Fahrzeug mit anderer Versicherungseinstufung anschafft, verschiebt sich die Rechnung gegebenenfalls nicht unerheblich.
Interessant wirds erst, wenn ein kunde sowas wie ein Rabattschutz oder Rabattretter hat, dass heisst nach einem Unfall nicht umgestuft wird. Da wird der VN im ersten Moment nicht hochgestuft und kann sich so ein paar Unfälle leisten. Wenn er jetzt den VR wechseln will oder der Vertrag wegen einer ungünstigen Schadensquote "saniert" wird, kriegt er aber alle Unfälle beim neuen VR angerechnet. Kann sehr ärgerlich sein.
Mal andersrum beleuchtet.
Attraktiv ist es vor allem für die jeweilige Versicherungsgesellschaft.Eine 100%ige Prämienvereinnahmung und die Gewissheit,dass sich statistisch gesehen ihr Risiko für die nächsten 4 Jahre stark minimiert hat.
Diese selbstzahlenden VN verhalten sich so vorbildlich,wie es die Ankündigungen über Hochstufungen u. Verteuerungen im Schadenfall auch erwarten lassen.Selbstverständlich ist da so ein Berechnungsmodell noch außerst hilfreich.Die Frage ist jedoch wem es mehr hilft.