Das Joghurt hört sich für meine Ohren auch bescheuert an. Da muss man als normal-intelligenter Mensch meiner Ansicht nach irgendwie drüberstehen.
Chris meint:
(4.7.2006 um 14:59) Antworten
Klar, heisst ja auch der Log-Buch. Und wie wir alle wissen kommt Blog von Log(-Buch).
Joghurtliebhaber meint:
(4.7.2006 um 15:08) Antworten
Der Duden meint:
Joghurt, der u., bes. österr. u. schweiz., das;
Anonymous meint:
(4.7.2006 um 15:15) Antworten
@3: Log-Buch? Wohl eher "weblog", nur leider haben englische Wörter im Gegensatz zu deutschen kein grammatikalisches Geschlecht (mehr). Insofern ist das "das" nachvollziehbar, wenn man sich am deutschen "das Log", wo es ja ursprünglich auch herkommt (wenn auch vom gleichgeschriebenen englischen "log", orientiert.
GHLing meint:
(4.7.2006 um 15:18) Antworten
Warum befasst sich der Duden eigendlich mit englischen Wörtern? Das will mir nicht ganz einleuchten. Nur weil ein englisches Wort oft gebraucht wird müssen wir es doch nicht gleich "eindeutschen". Schon gar nicht mit der "Wir sind anders"-Mentalität, die man schon so manchmal beim Duden meint, erkannt zu haben.
Chris meint:
(4.7.2006 um 15:21) Antworten
@5 Sorry, ich dachte, dass ich das nicht komplett erläutern muss:
blog
weblog
web-log
log
log-buch
hth…
n.n. meint:
(4.7.2006 um 15:33) Antworten
na wunderbar, da scheint der duden ja langsam etwas toleranz zu lernen und zu begreifen, dass sprache das ist, was das volk schreibt und spricht.
ich konnte die ollen sprachfaschisten aus dem dudenverlag übrigens noch nie leiden. vermutlich alles vertrocknete germanisten, die komplexe haben, weil es nicht zu einer wissenschaftlichen karriere gereicht hat.
;-)
Anne meint:
(4.7.2006 um 15:42) Antworten
Tut mir leid, wenn ich die quasi-etymologische Argumentationskette schon im Keim ersticken muss, aber schon der Schritt von "Das Log-Buch ergo Das Log" funktioniert nicht, weil man bei einem zusammengesetzten Wort nie das Geschlecht des ersten Teils vom zweiten Teil ableiten kann.
Es heißt ja auch nicht DAS Butter, obwohl es DAS Butterbrot heißt.
Es gibt zwar das deutsche Wort "Log", tatsächlich sogar mit dem Artikel "das". Dieses Wort bezeichnet wohl ein "Fahrgeschwindigkeitsmesser eines Schiffes". Viel Spaß jetzt weiter bei der logischen Herleitung des Artikels.
-thh meint:
(4.7.2006 um 15:48) Antworten
Der Duden ist bekanntlich maßgeblich in allen Zweifelsfragen. Neuerdings allerdings in der Weise, daß die richtige Schreibung in der Regel dort *nicht* steht. Warum sollte das nicht auch für den, die oder das Genus gelten?
Wer im übrigen gerne seinen Blog pflegt, damit ihm der auch öfters mal ein E-Mail schreibt, bei dem ist vermutlich auch die Lektüre von Atlassen und das Beschauen von Globussen Standard, ohne daß er wüßte, wo da der Hacken liegt. :)
Der Kontaktbereichsbeamte meint:
(4.7.2006 um 15:53) Antworten
Erdkundelehrer: "Wer von euch trägt die Atlasse zurück?"
Schüler:"Es heißt Atlanten!"
Erdkundelehrer:"Du also!"
Der Kontaktbereichsbeamte meint:
(4.7.2006 um 15:55) Antworten
…und die Moral von der Geschicht': Auch wenn er's wusst' genutzt hat's nicht!
n.n. meint:
(4.7.2006 um 15:59) Antworten
@ 10
meines wissens hat die dudenredaktion ihr (mach-)werk für maßGEBEND und nicht für maßGEBLICH in allen zweifelsfällen gehalten.
;-)
ansonsten hat mir die dudenredaktion gar nichts zu sagen. ich betrachte einträge in wörterbüchern stets als empfehlung und entscheide selbst, wann und zu welchem anlass ich welcher empfehlung folge.
:-)
Rasmus meint:
(4.7.2006 um 15:59) Antworten
Web|log, das; -s, – (Internet-Tagebuch mit Katzenbildern)
Zweifelsfrei die Meinung wahrer Experten auf dem Gebiet.
… und wenn diese Leute jetzt sagen, es hieße "der Blog" oder "die Blog", dann wird dem wohl so sein, und wir sollten uns nicht Anmaßen, es besser wissen zu können.
Carsten meint:
(4.7.2006 um 16:02) Antworten
Nicht alles, was erlaubt ist, ist auch schön. Ich darf mein Kind auch Claudé-Sören nennen, wenn ich will, aber wie erklär ich ihm später, dass die anderen Kinder ihn verhauen? (sorry, fallls hier einer Claudé-Sören heißt) Umgekehrt ist aber auch nicht immer die regelkonforme Lösung die schönste. Sprache ist eine lebedige Sache, die von Region zu Region und von Person zu Person variiert. Die größten Dichter der Welt haben Texte verfasst, die wohl zu keiner Zeit unbedingt den Regeln entsprachen.
Für manche mag halt "der Blog" besser klingen als "das Blog" und umgekert. Laßt sie doch. Der Unterschied fällt doch sowieso nur in zwei Fällen auf und auch nur dann, wenn sie überhaupt richtig verwendet werden. Denn das Geschlecht des Blogs kann man weder an seinem Genitiv sehen, noch kann man es dem Blog im Dativ entnehmen und sind es erstmal viele Blogs ist sowieso keine Unterscheidung mehr möglich. Alles Haarspalterei.
n.n. meint:
(4.7.2006 um 16:09) Antworten
@ 15
in der tat claudé-sören ist grausam. wenigstens den accent aigu hätte ich dort weggelassen, das sieht nur französisch aus, ist es aber gar nicht …
Chris meint:
(4.7.2006 um 16:16) Antworten
@9: Verdammt, ich dachte es merkt keiner :-D
Cláúdé Sörén meint:
(4.7.2006 um 17:21) Antworten
*Schnief* *Schluchz*
F.R. (Psycho-Blog) meint:
(4.7.2006 um 17:21) Antworten
Mist! Und ich wollte unbedingt mal so etwas wie eine Regelübertretung machen, indem ich "der Blog" schreibe.
Jetzt ist es keine Regelübertretung mehr *motz* *fg*
Matthias ‘moeffju’ Bauer meint:
(4.7.2006 um 21:22) Antworten
@20: die Blog.
Und unsere Korpora finden deutlich mehr Kookkurenzen von Weblog/Blog mit "das" als mit "der". Das <a href="http://wortschatz.uni-leipzig.de/" rel="nofollow">Wortschatz-Projekt der Uni Leipzig</a> ist der gleichen Meinung ("Weblog").
Carsten Dobschat meint:
(4.7.2006 um 22:44) Antworten
Das war ja zu befürchten, die haben ja auch den Deppen-Apostroph "genehmigt"… *kopfschüttel*
Chris meint:
(6.7.2006 um 05:32) Antworten
@9: gerade "das Butter" wäre gar nicht so verkehrt, kam das Wort doch über das Lateinische ins Deutsche, nämlich als "buthyrum", neutrum. Später wurde der Plural, "buthyra", als Singular reanalysiert und daher zum Femininum. Wobei im Bairischen auch Maskulinum möglich ist.
Michael meint:
(6.7.2006 um 21:30) Antworten
In Saarbrücken heißt es (zumindest unter älteren Rotpäßlern) „der Butter“.
fake. der blog hört sich bescheuert an.
Das Joghurt hört sich für meine Ohren auch bescheuert an. Da muss man als normal-intelligenter Mensch meiner Ansicht nach irgendwie drüberstehen.
Klar, heisst ja auch der Log-Buch. Und wie wir alle wissen kommt Blog von Log(-Buch).
Der Duden meint:
Joghurt, der u., bes. österr. u. schweiz., das;
@3: Log-Buch? Wohl eher "weblog", nur leider haben englische Wörter im Gegensatz zu deutschen kein grammatikalisches Geschlecht (mehr). Insofern ist das "das" nachvollziehbar, wenn man sich am deutschen "das Log", wo es ja ursprünglich auch herkommt (wenn auch vom gleichgeschriebenen englischen "log", orientiert.
Warum befasst sich der Duden eigendlich mit englischen Wörtern? Das will mir nicht ganz einleuchten. Nur weil ein englisches Wort oft gebraucht wird müssen wir es doch nicht gleich "eindeutschen". Schon gar nicht mit der "Wir sind anders"-Mentalität, die man schon so manchmal beim Duden meint, erkannt zu haben.
@5 Sorry, ich dachte, dass ich das nicht komplett erläutern muss:
blog
weblog
web-log
log
log-buch
hth…
na wunderbar, da scheint der duden ja langsam etwas toleranz zu lernen und zu begreifen, dass sprache das ist, was das volk schreibt und spricht.
ich konnte die ollen sprachfaschisten aus dem dudenverlag übrigens noch nie leiden. vermutlich alles vertrocknete germanisten, die komplexe haben, weil es nicht zu einer wissenschaftlichen karriere gereicht hat.
;-)
Tut mir leid, wenn ich die quasi-etymologische Argumentationskette schon im Keim ersticken muss, aber schon der Schritt von "Das Log-Buch ergo Das Log" funktioniert nicht, weil man bei einem zusammengesetzten Wort nie das Geschlecht des ersten Teils vom zweiten Teil ableiten kann.
Es heißt ja auch nicht DAS Butter, obwohl es DAS Butterbrot heißt.
Es gibt zwar das deutsche Wort "Log", tatsächlich sogar mit dem Artikel "das". Dieses Wort bezeichnet wohl ein "Fahrgeschwindigkeitsmesser eines Schiffes". Viel Spaß jetzt weiter bei der logischen Herleitung des Artikels.
Der Duden ist bekanntlich maßgeblich in allen Zweifelsfragen. Neuerdings allerdings in der Weise, daß die richtige Schreibung in der Regel dort *nicht* steht. Warum sollte das nicht auch für den, die oder das Genus gelten?
Wer im übrigen gerne seinen Blog pflegt, damit ihm der auch öfters mal ein E-Mail schreibt, bei dem ist vermutlich auch die Lektüre von Atlassen und das Beschauen von Globussen Standard, ohne daß er wüßte, wo da der Hacken liegt. :)
Erdkundelehrer: "Wer von euch trägt die Atlasse zurück?"
Schüler:"Es heißt Atlanten!"
Erdkundelehrer:"Du also!"
…und die Moral von der Geschicht': Auch wenn er's wusst' genutzt hat's nicht!
@ 10
meines wissens hat die dudenredaktion ihr (mach-)werk für maßGEBEND und nicht für maßGEBLICH in allen zweifelsfällen gehalten.
;-)
ansonsten hat mir die dudenredaktion gar nichts zu sagen. ich betrachte einträge in wörterbüchern stets als empfehlung und entscheide selbst, wann und zu welchem anlass ich welcher empfehlung folge.
:-)
Web|log, das; -s, – (Internet-Tagebuch mit Katzenbildern)
Zweifelsfrei die Meinung wahrer Experten auf dem Gebiet.
… und wenn diese Leute jetzt sagen, es hieße "der Blog" oder "die Blog", dann wird dem wohl so sein, und wir sollten uns nicht Anmaßen, es besser wissen zu können.
Nicht alles, was erlaubt ist, ist auch schön. Ich darf mein Kind auch Claudé-Sören nennen, wenn ich will, aber wie erklär ich ihm später, dass die anderen Kinder ihn verhauen? (sorry, fallls hier einer Claudé-Sören heißt) Umgekehrt ist aber auch nicht immer die regelkonforme Lösung die schönste. Sprache ist eine lebedige Sache, die von Region zu Region und von Person zu Person variiert. Die größten Dichter der Welt haben Texte verfasst, die wohl zu keiner Zeit unbedingt den Regeln entsprachen.
Für manche mag halt "der Blog" besser klingen als "das Blog" und umgekert. Laßt sie doch. Der Unterschied fällt doch sowieso nur in zwei Fällen auf und auch nur dann, wenn sie überhaupt richtig verwendet werden. Denn das Geschlecht des Blogs kann man weder an seinem Genitiv sehen, noch kann man es dem Blog im Dativ entnehmen und sind es erstmal viele Blogs ist sowieso keine Unterscheidung mehr möglich. Alles Haarspalterei.
@ 15
in der tat claudé-sören ist grausam. wenigstens den accent aigu hätte ich dort weggelassen, das sieht nur französisch aus, ist es aber gar nicht …
@9: Verdammt, ich dachte es merkt keiner :-D
*Schnief* *Schluchz*
Mist! Und ich wollte unbedingt mal so etwas wie eine Regelübertretung machen, indem ich "der Blog" schreibe.
Jetzt ist es keine Regelübertretung mehr *motz* *fg*
@20: die Blog.
Und unsere Korpora finden deutlich mehr Kookkurenzen von Weblog/Blog mit "das" als mit "der". Das <a href="http://wortschatz.uni-leipzig.de/" rel="nofollow">Wortschatz-Projekt der Uni Leipzig</a> ist der gleichen Meinung ("Weblog").
Das war ja zu befürchten, die haben ja auch den Deppen-Apostroph "genehmigt"… *kopfschüttel*
@9: gerade "das Butter" wäre gar nicht so verkehrt, kam das Wort doch über das Lateinische ins Deutsche, nämlich als "buthyrum", neutrum. Später wurde der Plural, "buthyra", als Singular reanalysiert und daher zum Femininum. Wobei im Bairischen auch Maskulinum möglich ist.
In Saarbrücken heißt es (zumindest unter älteren Rotpäßlern) „der Butter“.