Alkotest im Personalbüro
Der Arbeitnehmer war schon länger krankgeschrieben. Im Arbeitsvertrag hatte er sich verpflichtet, nüchtern am Arbeitsplatz zu erscheinen und während des Dienstes keinen Alkohol zu trinken. Innerhalb der Krankschreibung lud ihn der Arbeitgeber zu einem “Personalgespräch” ein, um die berufliche Zukunft zu erörtern.
Das Gespräch war kurz, denn es ging dem Arbeitgeber nur darum, den Mitarbeiter pusten zu lassen. Dafür rückten extra Männer vom Werksschutz an, das Atemalkoholmessgerät im Anschlag.
Das Ergebnis waren 0,2 Promille. Und eine Kündigung, die auf einen “Verstoß gegen das arbeitsvertragliche Alkoholverbot” gestützt wird. Wenn das die Rechtsabteilung gegengelesen hat, können die dort aber auch nicht ganz nüchtern gewesen sein.
ArbG-ArK, siehe auch
http://www.lawblog.de/index.php/archives/2006/07/17/heute-mal-umgekehrt/
Übrigens ist in meinem Hustensaft auch Alkohol enthalten.
Vielleicht sollte der Arbeitgeber überlegen ob das (siehe Link) nicht noch eine bessere Möglichkeit wäre, seine Mitarbeiter zu kontrollieren! Es erspart Ihm dann auch gleich sich Gedanken über Arbeitnehmer rechte zu machen.
Ups Sorry der Link fehlt!
http://www.nachdenkseiten.de/cms/front_content.php?client=1&lang=1&idcat=7&idart=1941
kann mann denn auch den Chef zum Alktest "überreden"? Denn so wie sich meiner aufführt trinkt der nicht nur, sondern leckt auch an Fröschen
Wenn mich ein Arzt krank schreibt, kann sich der Chef auf den Kopf stellen, Handstand machen oder sonstige Kunststückchen vorführen, er sieht mich nicht in der Firma. Wenn mir der Arzt den 'gelben Schein' in die Hand drückt, "feiere" nicht krank, ich bin nach Ansicht des Arztes arbeitsunfähig.
ad 1,
wenn schon dieser link, dann mal wieder die Frage, wer hier die A – Karte zieht,
bei solch "kreativen" Vorschlägen kommt das A-Karten-Abo nicht ganz von ungefähr, oder?
Also ich für meinen Teil kenne keine Anwälte, die den ganzen Tag über stocknüchtern bleiben würden … oder kenne ich doch einen? ;)
Soll er das nächste mal den hier abgeben;)
http://www.cjm.name/wp-content/uploads/2006/06/g_schein.jpgb
Nee, Ernsthaft, Ist schon Heftig…
(Geschäfts)Man(n) findet ja immer einen Grund jemanden
zu feuern den man nicht leiden kann.
Ich frag mich bei sowas immer, wieso menschen sowas mit sich machen lassen.
Ich gehe erstmal davon aus, das der werksschutz keine körperverletzung begehen wird.
Und wenn doch, dann dürfte das die Abfindung nicht gerade schälern.
Aber wie gesagt, ich kann mir einfach nicht vorstellen, das der Werksschutz da wirklich mehr als leichten Druck machen würde. Und man kann immer noch durch die Nase atmen.
Sollten die das verhindern, wäre das sehr heftig und dann bliebe nur noch die Beweisbarkeit. Ansonsten dürfte das heftigen Ärger geben.
Nochmal langsam, damit ich das auch verstehe: Im Arbeitsvertrag hat der Arbeitnehmer also ein Alkoholverbot am Arbeitsplatz stehen. Nun ist er vor einiger Zeit erkrankt, und der Chef hat ihn in die Firma bestellt. (Darf der das überhaupt?) Da sollte der Arbeitnehmer dann pusten, wobei 0,2 Promille rausgekommen sind. So weit so übersichtlich. Wie begründet der Chef denn jetzt die Entlassung? Es ist ja eben gerade nicht so, dass der Arbeitnehmer am Arbeitsplatz gewesen wäre. Wenn mich nicht ganz viel täuscht, darf der das doch auch überhaupt nicht, immerhin hat der Arzt ihm bescheinigt, dass er arbeitsunfähig (vulgo: krank) ist. Hat der Arbeitnehmer nicht eventuell sogar eine rechtliche Handhabe gegen das (zumindest komische) Verhalten des Arbeitgebers?
Davon, dass ich mit einer AU-Bescheinigung nicht mal in der Nähe der Firma sein wollen würde, brauche ich ja jetzt nicht anfangen…
Stellt ein "Personalgespräch" für den Arbeitnehmer Dienst dar?
Falls ja, hätte er dazu ja wirklich nicht mit Alkohol im Blut erscheinen dürfen…
>Stellt ein “Personalgespräch” für den Arbeitnehmer Dienst dar?
>Falls ja,
>hätte er dazu ja wirklich nicht mit Alkohol im Blut erscheinen dürfen…
Er hätte nicht erscheinen dürfen …
Aber nicht wegen dem Alk im Blut,
sondern weil er Krankgeschrieben ist!
>Stellt ein “Personalgespräch” für den Arbeitnehmer Dienst dar?
>Falls ja,
>hätte er dazu ja wirklich nicht mit Alkohol im Blut erscheinen dürfen…
Er hätte nicht erscheinen dürfen …
Aber nicht wegen dem Alk im Blut,
sondern weil er Krankgeschrieben ist!
Ich hoffe Ihr kommt damit durch.
mich würde in diesem zusammenhang sehr interessieren welche rechte dem arbeitgeber tatsächlich zustehen – kann mir da jemand weiterhelfen?
das alkoholverbot im arbeitsvertrag ist nichts besonderes – aber darf der arbeitgeber den tatsächlich so ohne weiteres einen test verlangen? (die sache mit der krankmeldung mal aussen vor gelassen…)
ob alkohol- oder drogentest: wo ist die grenze? darf der arbeitgeber hierzulande womöglich auch die krankengeschichte bzw. medizinische unterlagen des arbeitnehmers einsehen?
"herr huber, wir beide kennen ja das ergebnis ihrer letzten vorsorgeuntersuchung – packen sie bitte ihre sachen, ehe ich sie als pflegefall am hals habe…"
vielleicht kann mir ja jemand nen link geben aus dem ich dann schlau werde?
mfg!
Ganz abgesehen von der Rechtmässigkeit des Vorgehens hat so ein Alkoholmessgerät eine Messtoleranz – liegt diese beim verwendeten Gerät im Bereich von +/- 0.2 Promille, kann man das ganze wohl vergessen….
Hier mal die Alkoholwerte einiger Lebensmittel (Quelle:Wikipedia;Volumenprozente):
- Brot: bis 0,3 %
- Apfelsaft: bis 0,4 %
- alkoholfreies Bier: bis 0,5 %
- Sauerkraut: 0,5 %
- Traubensaft: bis 0,6 %
- reife Banane: bis 1 %
Ich ess jetzt mal ein paar Bananen ;-)
Mario: Danke, ich sehe das Verhalten von Oliver Kahn in den letzten Jahren nun in einem ganz neuen Licht.
@ 15
null komma null. Es gibt die ärztliche Schweigepflicht, wird zwar ständig und dauerhaft versucht, diese zum umgehen, aber daran ist nicht zu rütteln
auf gut deutsch: es geht den Arbeitgeber einen Scheißdreck an, wie gesund oder krank du bist.
vgl. auch: wenn jemand falsche Angaben macht hinsichtlich Schwangerschaft kann sie der Arbeitgeber niemals belangen, weil die Frage unzulässig ist ….
Atemtest ist eine Sache für sich, da schlägt auch schon mal ein Mundwasser oder alkoholhaltige Medizin an – darum ja auch Bluttests. Sollte allerdings in der Packungsbeilage stehen.
Hallo ich hab ne Frage, die mich sehr beschäftigt und ich von nirgens beantwortet bekomme.werden in Firmen, die Stablerfahrer ausbilden Bluttests gemacht, ohne unbegründeten Verdacht auf Alkoholmissbrauch?
Firmen wie Schott oder IBM?