Gewollte Tränen
Die amerikanische Fotografin Jill Greenberg bringt Kinder zum Weinen – um sie dann abzulichten. Ihre Bilder haben in den USA Entrüstung ausgelöst. Sogar der Vorwurf des Kindesmissbrauchs wird erhoben, berichtet die Süddeutsche Zeitung.
Meine Meinung schwankt: zwischen entsetzlich und lasst die Kirche im Dorf.
Wozu Kinder zum Weinen bringen? Als Kinderfotografin wird das auch ohne Provokation oft genug vorkommen? Im Großsupermarkt um die Ecke könnte sie täglich 50 Kandidaten casten. Besonders wenn die Kinder dieses lustige Münz-Autochen am Eingang verlassen sollen.
Wollte ich auch gerade sagen – über mir wohnt eine Familie mit einem Kind in etwa dem Alter… Das ist im Prinzip den ganzen Tag sehr lautstark am Heulen. Und wie mein Vorredner bin ich der Auffassung, dass man bei Kindern in diesem Alter grundsätzlich nicht nachhelfen muss – man braucht eigentlich nur im entsprechenden Moment auf den Auslöser drücken. Und darauf braucht man auch nicht lange warten.
Definitiv Kirche im Dorf lassen.
PS: Die FOTOS sind die Aufregung eh nicht wert…
Ammis. Ich sag nur, Ammis…
Kommentar Nr. 1 hat recht, man muß sich nur irgendwo in einem öffentlichen Bereich tagsüber auf die Lauer legen, schon findet man blökende Blagen – im Gegenteil, man kann ihnen oft überhaupt nicht entkommen, selbst wenn man es wollte, beispielsweise in der S-Bahn. Und so ein Blag flennt natürlich immer gleich mit einer Dramatik, als ob alle Leid der Welt auf es eingestürzt sei; das liegt an der kindlichen Unmittelbarkeit, die Welt wahrzunehmen, und das hat die Photographin sehr schön erkannt.
Ich sollte auch mal eines meiner Photos von meiner dramatisch heulenden kleinen Lady (=Nichte) ins Web stellen, einen Busch-kritischen Kommentar dazuschreiben, und dann zugucken, wie sich die amerikanischen Neocon-Blogger geifernd um mich versammeln…
mich wunder es, dass die prüden amis nicht viel eher auf die gezeigte nakte haut der kinder angesprungen sind. weinende kinder sind doch in den usa nix neues. oder sind waffen neuerdings zum streicheln da?
Wenn ich dass richtig verstanden habe soll dass ganze eine politische Botschaft sein oder unterstützen. Ich behaupte mal dass krigt man auch ohne kollatteralschäden an Kleinkindern hin. Wenn die Kinder erwachsen sind dann können sie ja die Fotografin wegen selischer Grausamkeit verklagen. Ich würde mich jedenfalls ärgern wenn es von mir so ein Bild aus der Kindheit gäbe. Ich habe als kleines Kin übrigens nie geweint ;-)
Die gute Frau brauch einfach mal in ein Kriegs- oder Krisengebiet fliegen, wenn sie so scharf darauf ist.
img134.imageshack.us/img1...4/9691/afrikachildhl1.jpg
ich möchte mal sehen, was ein erwachsener dazu sagen würde, wenn mit ihm das gleiche angestellt würde: oben ohne auf einer öffentlichen tribüne zur schau gestellt und fotografiert. das ist unwürdig und pervers und obendrein kinderquälerei.
Ich finde die Bilder – vollkommen abgesehen davon, ob es ethisch-moralisch vertrebar ist, Kinder zum Weinen zu bringen, um sie dann zu fotographieren – absolut grausam. Was hat die für Farbsättigung auf den bildern drauf? Dies sehen ja wie eine Kobination aus schlecht gemacht und noch schlechter per EBV nachbearbeitet aus – GRAUSAM!
Kinder zum Weinen zu bringen – wo ist das Problem? Aber Kinder (halb-)nackt ablichten geht ja mal gar nicht. 200 bis 300 Jährchen Knast sollten sie Dame zur Raison bringen.
Klarer und besonders dreister Fall von menschenunwürdiger Behandlung, daher auch nicht einwilligungsfähig (nur für den Fall, die Kinder hätten eingewilligt und wären grundrechtsmündig).
Die Frau ist scheinbar geisteskrank und sollte sich einer Behandlung unterziehen. Mit Kunst hat ihr Werk jedenfalls nichts zu tun.
Daß die umstrittenen Bilder nun bei manchen Begehrlichkeiten geweckt haben, um sie zu Werbezwecken einzusetzen, zeugt allenfalls von weiteren potentiellen Patienten.
Positiv ist, daß die Bilder in Amerika offenbar auf breite Ablehnung stoßen. In Deutschland würde dergleichen vermutlich nur von ein paar Kirchenleutchen und Kinderschutzverbänden kritisiert.
@8 (Doc): Vollkommene Zustimmung! Da versucht eine "Fotografin", die sich wahrscheinlich vor ein paar Monaten eine digitale Spiegelreflexkamera und eine (preiswerte) Bildbearbeitungssoftware gekauft hat, einen auf "künstlerisch" zu machen!
Wenn ich meine "künstlerische Phase" habe, dann fotografiere ich anstelle irgendwelcher heulenden Blagen doch viel lieber leicht bis gar nicht bekleidete Frauen … macht auch mehr Spaß! ;)
Es scheint ja mittlerweile schon ein Reflex zu sein.
Kaum wird über einen Vorgang in den USA berichtet (übrigens ein Vorgang von dem ich nicht sehe, warum er so ähnlich nicht auch in Deutschland hätte passieren können), schon gibt es die üblichen Kommentare:
"Ammis. Ich sag nur, Ammis…"
"die prüden amis"
"weinende kinder sind doch in den usa nix neues"
Nichts für ungut: Den Vorgang als solchen kann man unterschiedlich beurteilen. Auch ich schwanke wie Herr Vetter zwischen "entsetzlich und lasst die Kirche im Dorf".
Aber auf die Idee muss man erst mal kommen, auch hier gleich wieder "die Amis" als solche an den Pranger zu stellen.
["Und so ein Blag flennt natürlich immer gleich mit einer Dramatik, als ob alle Leid der Welt auf es eingestürzt sei; das liegt an der kindlichen Unmittelbarkeit, die Welt wahrzunehmen"] Erstmal empfinde ich "flennendes Blag" als Abwertung, die weder in diesem noch in irgendeinem anderen Zusammenhang passt. Und ja, für die Kinder stürzt in dem Moment die Welt ein. Es ist absolut schrecklich für sie, was da gerade passiert. Da spielt es keine Rolle, wie wir als Erwachsene die Situation beurteilen: für die Kinder ist sie grausam und real. Ich kann nicht verstehen, wie jemand bewusst Kinder so quälen kann. Ich verstehe nicht die Eltern, die so etwas zulassen und auch nicht das Publikum, das solche Ausstellungen sehen will. Der Markt ist anscheinend ja vorhanden. Traurig, sowas. Bei Erwachsenen hieße es Psychoterror und Folter, wenn sie "zum Spaß und zur Belustigung anderer" einer Situation ausgesetzt werden, die als bedrohlich und angsteinflößend empfunden wird. Sarkastisch kann man hier aber sagen: es sind ja nur Kinder, und es ist ihr Problem, wenn sie eine scheinbar "harmlose" Situation "falsch verstehen".
Wer als Erwachsener Kinder wissentlich oder willentlich zum Weinen bringt, gehört bestraft. Punkt. In jedem Land dieser Erde.
Gerade eben Einkaufen gewesen: 2 erbärmlich weinende Kinder, die keine Süßigkeiten bekamen. Irgendwie sahen die authentischer aus, als auf den Bildern der Künstlerin. Credo: Kirche im Dorf lassen.
Davon abgesehen das die Formulierung "lediglich die dramatisch wirkenden Lichtverhältnisse und die schimmernde Haut ihrer Modelle hat die Fotografin auf dem Computer nachbearbeitet" für den allerwertesten ist, die Bilder einfach nur schlecht aussehen, und ich es nicht sonderlich erquickend finde, halbnackte Kinder mit Sabberfetzen am Mund so darzustellen:
Ich kann die "nölenden", wie die SZ sie nennt, gewissermaßen verstehen. Das Leute das als "tolle Kunst" bezeichnen liegt wohl hauptsächlich an der politschen Botschaft, die die Künstlering ihren Bildern gibt. Gegen die ist ja nichts einzuwenden, aber die Bilder sind gelinde gesagt schei*e.
Zudem: Nichts gegen gespielte Aufnahmen, aber wollen wir wirklich, dass Kunst und Medien die Darsteller zukünftig maltretieren, weil die künstliche Träne nicht so echt aussieht? Weil das Kunstblut nocht echt genug aus dem Koprus spritzt?
Mhm. Die Bilder hinterlassen und die Art, wie sie entstanden sind hinterlassen bei mir ebenfalls den Eindruck, den Udo Vetter so treffend mit der Formulierung "Meine Meinung schwankt: zwischen entsetzlich und lasst die Kirche im Dorf" auf den Punkt gebracht hat.
Ich denke, es gibt im Moment auch Wichtigeres, über das es sich aufzuregen lohnt.
Viel Show, wenig dahinter. Kunst muss auch nicht schön sein. Auf jedenfall ein Kontrast zu gestellten, aufgehübschten Kinderportraits.
Die politische Message koennte allerdings nach hinten losgehen. Besonders in den USA. Es gibt ja genug reaktionäre Hitzköpfe und Gutmenschen.
Mal die Kirche im Dorf lassen.
@Jens:
Es sind gestellte und aufgehübschte Kinderportraits.
Die Eltern dürfen jedenfalls gespannt sein, was passiert, wenn die Kinder mal irgendwann kapieren, für welchen Sch_ sie da hergegeben wurden. Ich würde jedenfalls fristlos kündigen.
@bru: ich meinte eher Kinderportraits im klassischen Sinne. Fein angezogen, ein Laecheln, perfektes Licht, etc. Mir ist schon bewusst das diese Aufreger-Photos auch gestellt und nachbereitet wurden. Aber auf andere art und weise.
Btw:
flickr.com/search/?q=todd...rying&w=all&s=int
Hmmm, nette Diskussion.
1. Kritik an den Bildern:
Ich halte die Bilder für sehr gelungen. Was an der Farbsättigung stört, verstehe ich nicht. Zu wenig? Zu viel?
Ok, wer rosa Schweinchen-Bilder mag, kommt vielleicht nicht auf seine Kosten.
2. Kritik an der Kinderquälerei:
Man möchte meinen, die Welt hat keine anderen Probleme als ein Kind, das eine Minute weint. Wie manche hier schon schreiben, weinen Kinder in diesem Alter schon aus den nichtigsten Gründen. Häufig allein um ihren Willen durchzusetzen.
Das in Kontext mit Missbrauch und Folter zu setzen ist an Bigotterie kaum zu überbieten.
Ich möchte außerdem auf die offenbar etwas empfindlichere Grundhaltung in den USA hinweisen. Vgl. spiegel.de/panorama/0,1518,428806,00.html
@Markus: Klar, Kinder tun sich ja auch alle naselang weh, darum ist es nicht so schlimm, einem Kind wehzutun, um es dann zu fotografieren.
Ein Kind absichtlich zum Weinen zu bringen, ist gemein. Punkt.
Ich gebe Herrn Vetter recht: Es gibt Schlimmeres und Wichtigeres. (Die Kinder in Darfur oder im Libanon z.B. haben ganz andere Probleme.) Aber darum muss so etwas trotzdem nicht sein.
Die Kinder werden hier allein auf den Zweck reduziert, taugliche Ablichtobjekte der Fotografin zu sein. Darüber hinaus werden sie – besonders grausam – zum Weinen gebracht, weil das der Ausdruck ist, der die "Künstlerin" interessiert.
Man muß nicht erst Kants Kategorischen Imperativ gelesen haben, um dieses "setting" entwürdigend zu finden.
Ein Kind hat nicht die psychische Apparatur eines Erwachsenen zur Verfügung, es empfindet jede erniedrigende Behandlung als unmittelbaren Angriff auf seine Person als ganzes.
Hier werden Kinder unter dem Deckmantel künstlerischer Betätigung vorsätzlich traumatisiert. Dazu kann man nur eine Meinung haben, und die schwankt auch nicht: abscheulich.
Wäre Vergleichbares in Deutschland passiert, hätten die Kinder vermutlich Pech gehabt, daß sie keine Dackel sind.
Denn für Tierschutz haben die Deutschen grundsätzlich mehr übrig als für ihre Kinder.
Wobei Ausnahmen die Regel bestätigen.
Mal so ganz nebenbei die Frage:
Was ist denn mit den Eltern?
Wie kommt man auf die Idee, sein Kind dafür herzugeben? Spätestens, wenn es "so weit ist" und das Kind jetzt endlich weinen soll, damit auch Kunst zustande kommt – spätestens in diesem Augenblick würden normale Eltern es sich doch wohl noch anders über legen, oder?
@23:
Sehr richtig, Herr Geheimrat!
Jossi: Niemand tut den Kindern weh für die Fotos.
Angesichts der Sachen die Menschen heute mit ihren Kindern machen, damit meine ich nicht nur generellen Missbrauch in jedweder Form sondern auch das Jahrelange hin- und herschleppen zu Castings, Sing-Sang-Veranstaltungen plus unmenschlicher Druck beim Sport schon im Kleinkindalter, ist
das sicherlich noch Pipifax. IMHO. Sieht aber sicher jeder anders. Ist ja auch nicht verkehrt.
Nur mal die Perspektive: in jeder Arztserie, in jeder Familienserie werden schreiende Babies gebraucht.
Grausam oder einfach eine Frage des Timings?
@Torsten:
Babies schreien immer und zu jeder Zeit sowie in der maximalmöglichen Lautstärke.
Die Frage ist eher, was sie den Kindern geben, wenn sie *ruhige* Kinder brauchen… bei Wolpertingern kann man ja noch jemanden in ein Kostüm stecken, aber wenn ein ruhiges Baby gebraucht wird…. *hmm*
Das Kinder mal weinen ist ja ganz normal, wie "dramatisch und erfolgreich" das Weinen dann ausfällt, liegt allerdings oft daran, wie die Eltern darauf eingehen (z.B. im Supermarkt an der Kasse bei den Süßigkeiten).
Man muß sich allerdings schon fragen, warum die Kinder auf den Bildern von Frau Greenberg alle nackt sein müssen. Weinen angezogene amerikanische Kinder nicht, oder verkaufen sich scheinbar nackte Kinder besser. Als Botschaft gegen die Busch-Regierung jedenfalls gäbe es bestimmt bessere Bilder.
Pah, geschieht den Gören recht. Immer nur rumheulen, wenn sie wollen, aber mir's nicht paßt, das können sie. Jetzt wird der Spieß umgedreht ;-)
Ich finde es entsetzlich. Mit Pein spielt man nicht herum, und schon gar nicht kommerziell (es sei denn, es ist vom gepeini9gten so gewollt, was ich mal ausschließe).
Aber eine Hetzkampagne gegen die Fotografin finde ich auch albern.
@Torsten (Nr. 26): Das ist ein Missverständnis. Ich wollte nicht behaupten, dass den Kindern (körperlich) wehgetan wurde, sondern nur die etwas verquere Argumentation von Markus verdeutlichen, da Kinder ohnehin dauernd weinten, sei es nicht so schlimm, sie zum Weinen zu bringen.
Im Übrigen bleibe ich dabei: Die Sache ist keinen großen Hype wert, aber Kinder weinen nicht zum Vergnügen, sondern weil sie sich (in diesem Moment) unglücklich fühlen. Und man macht Kinder nicht absichtlich unglücklich. Einem Kind ein Bonbon hinzuhalten und es ihm dann wieder wegzunehmen, ist ein Akt der Grausamkeit, wenn auch ein vergleichsweise harmloser.
ich finds eher typisch deutsch, dass man gleich sagt : alle kinder in dem alter heulen… ach ne "blagen"! typische deutsche kinderfeindlichkeit würde ich sagen…
ansonsten finde ich es schon grausam ein kleinkind nackt auf eine bühne zu setzen mit vielen fremden leuten drumherum.. das kann bei kindern große angst auslösen. und absichtlich so etwas zu machen halte ich für grausam. viele menschen sind grausam und haben spass daran schwächere zu quälen… ich gehöre numal nicht dazu… und das unter dem deckmantel der kunst zu machen finde ich mehr als lächerlich…
Gutmenschengeheule noch und nöcher … "traumatisierte Kinder, grausame Behandlungen" und was der eifernden Übertreibungen noch sind.
a) Kunst darf (fast) ALLES!
b) Kunst muss man nicht gut finden, muss man aber akzeptieren.
c) Wer schützt die Kinder vor den Kinderschützern?
d) Ja, bitte DEFINITV die Kirche im Dorf lassen!
… und e) Es gibt sehr viel wichtigere Dinge, wegen denen man sich aufregen sollte und MUSS, wie zB. Armut, Kinderarbeit, Kinderpornographie, Kindersoldaten usw. usf.
Ich bin immer wieder erstaunt, mit was für Leuten ich im gleichen Land lebe. Reinhard zB. ist einer von ihnen.
Wenn man mit triftigen Gründen ein Verhalten kritisiert, das sich als künstlerisches Handeln ausgibt und unter diesem Deckmantel Kinder quält, dann kommt Reinhard und bezeichnet das als Gutmenschengeheule. Super.
Und ordentlich sortierte Belehrungen darüber, was Kunst dürfe, fehlen freilich auch nicht.
Deutscher geht´s wohl nimmer. Dümmer wohl auch nicht.
@jens DANKE!
Bitte auch Anne Geddes moralisch aburteilen:
poster.de/Geddes-Anne/Ged...e-Bumble-bee-2404226.html
Ja, Gutmenschengeheule! Erregtes Echauffieren und moralisches Sich-auf-die-Schulter-Klopfen! Überkandidelte Political Correctness!
Leute, habt ihr denn keine eigenen Kinder? Habt ihr selber vergessen, wegen welchen "Grausamkeiten" Eurer Eltern ihr in Tränen ausgebrochen seid (keine bestimmte Süßigkeit, ins Bett gehen müssen, kein bestimmtes Spielzeug gekauft …)
Aber nee, dat is ja gaaaaaanz schrecklich, was die Fotographin hier macht. Wisst ihr was … spendet doch einfach für SOS Kinderdorf, für Miserior, für x Kinderhilfsorganisationen. TUT WAS GESCHEITES! Und lasst die Kirche im Dorf … danke :)
@ Reinhard: Das Argument verstehe ich nach wie vor nicht. Darf man sich erst über die kleineren Übel in dieser Welt unterhalten, wenn alle größeren beseitigt sind?
ich habe nichts dagegen, dass man fotos von kindern macht.. solange die kinder nicht gequält werden.. klar kann man es moralisch verwerflich finden, wenn eltern ihre sprösslinge zu castings bringen usw. aber da kann man tatsächlich die kirche im dorf lassen.
aber ABSICHTLICH ein kind einer *gruseligen* situation auszusetzen, gegen die es sich nicht wehren kann, die sogar traumatische folgen haben kann, ist für mich untragbar… man quält einfach keine kinder. klar hat das ne andere qualität, als kinderpornographie oder kinderprostitution.. aber deshalb muss es noch lange nicht in ordnung sein.
und die hungernden kinder in afrika sind für mich ganz andere
Die Frage ist hierbei … ist das überhaupt ein Übel? Bedaure, ich kann da kein Übel entdecken. DAS will ich damit sagen. Es ist einfach nur leicht sich hier zu entrüsten, weil es wunderbar Klischees erfüllt und Reflexreaktionen hervorruft:
Fotographin quält Kinder! Shocking!!!! Und los geht es mit dem Aufschrei …
Meine kleine Tochter (14 Monate alt) heult ständig wegen irgendwelchen Anlässen, weil ihr irgendwas nicht passt, da Heulen mom. die einzige Möglichkeit ist, ihr Mißfallen auszudrücken. Die 4 Jahre alte "Große" rollt schon genervt mit den Augen, wenn's wieder losgeht :)
Und von mir gibt es diese typischen Bilder auf dem Schoß eines Weihnachtsmannes, vollkommen hysterisch und panisch. Weder habe ich dadurch ungelöste Traumata, noch werfe ich meinen Eltern seelische Grausamkeit vor. Denn einige Jahre später hatte ich kapiert, dass a) der gute Mann Geschenke bringt und b) nur ein Kostüm ist. Sprich, Kinder können sehr viel ab. Kinder verstehen sehr gut. Sehr viel mehr und besser, als die Erwachsenen ihnen so allgemein zutrauen.
Und nein, ich befürworte oder relativiere damit nicht Kindermißhandlungen (bevor hier wieder alles möglich in diese Worte hineininterpretiert wird). Ich sage nur, man muss die Kirche im Dorf lassen und sich besser um richtige Probleme kümmern, anstatt hier künstlich ein Problem herbeizureden.
ok und jetzt mal hammerhart…
dann setz Deine kleine Tochter nackt auf den Marktplatz,
häng 2 Meter entfernt Ihr Lieblingsspielzeug hin
jetzt noch 5 Meter drumherum einen Vorhang damit von aussen
niemand etwas sehen kann – verlang eintritt und verkauf
das als happening oder kunstaktion oder einen ähnlichen mist
also wenn ich ein GUTMENSCH bin, bloss weil ich Kinder oder
meine 6 jährige Tochter ein solches Erlebnis erspare, ja dann
bin ich das gerne und dazu noch eine riesengrosser Kunstbanause
Also ehrlich – ein solche bescheuerte Argumentation wie die
Ihre … da tut mir ja ihr Kind leid
Ergänzung zu 43
Dies bezieht sich auf die Kommentare von Reinhard
Nr. 42 und vorige
Genau … ohne Deinen Eintrag vorher gelesen zu haben … ich finds einfach respektlos gegenüber den Kindern. Auch wenn diese keinen bleibenden Schaden erlitten haben. Kirche im Dorf lassen .. ja … in Ordnung finde ich das Vorspiel zur Kunst dennoch nicht.
Werter Paul,
gehts auch ohne die große Polemik-Keule? Fehlen die Argumente?
Schon mal gesehen wie leicht Kinder losheulen, nur um 5 min später wieder aufhören und der Welt ein strahlendes Lachen zu schenken? Bitte auf dem Teppich bleiben! Ja, sind Kinder, fällt schwer. Sollte aber als rationaler Erwachsener mit (!) Kindern selbst Dir nicht schwer fallen ;)
Hallo Reinhard,
manchmal geht es leider nicht ohne Polemik und warum sollten
Argumente fehlen.
Würden Sie wirklich um der Kunst willen vorsätzlich mit den
Gefühlen Ihrer Tochter spielen????
Wie schreiben Sie
a) Kunst darf (fast) ALLES!
b) Kunst muss man nicht gut finden, muss man aber akzeptieren.
c) Wer schützt die Kinder vor den Kinderschützern?
d) Ja, bitte DEFINITV die Kirche im Dorf lassen!
zu a) eben – ( FAST ) alles – und negative Gefühle von Kleinkindern gehören DEFINITIV NICHT dazu
zu b) soweit ok, wenn nicht gegen a verstossen wird – siehe diese Leichenausstellung – wer's mag – ok
zu c) überall gibt es schwarze Schafe – aber warum dann nicht
auch – wer schützt die Kinder vor Künstlern
zu d) gerne, wenn man nicht unter einem Deckmantel alles, sorry ( FAST ) alles – zulässt.
M.E. passt es eben nicht zusammen für Ruhm und Ehre und auch für Geld mit den negativen Gefühlen von anderen – zumal wenn Sie nicht selber entscheiden können – zu spielen.
Einen schönen Sonntag noch
Lieber Reinhard,
wenn du es in Ordnung findest, deine kleine Tochter zum Weinen zu bringen, dann tut mir deine Tochter leid.
Gruß Jossi (Vater von 4 Kindern)
Nein, ich finde es nicht in Ordnung meine Tochter zum Weinen zu bringen, das macht sie schon ganz alleine, danke der Nachfrage.
Es bringt aber MICH zum Weinen, wenn (wie bei Diskussionen zum Umgang mit Pädophilen) jegliche Rationalität ausgeschaltet wird, das Hirn auf Durchzug schaltet und der Mob schon mal eifrig am Scheiterhaufen zündelt.
Kleine Kinder fangen sehr leicht an zu Weinen, aus Schreck, weil sie zum ersten Male etwas Unvertrautem begegnen. Da muss niemand nachhelfen oder gar "quälen" wie hier gar kolportiert wird. Und jetzt stellt Euch mal alle vor … die hören auch in Windeseile wieder auf zu weinen, wenn der Schreck vorbei ist. Da wird niemand geqält, da bleiben keine Traumata und bleibende Psychosen zurück. Ernsthaft, ich frage mich allen Ernstes, ob von den hier Diskutirenden wirklich jemand Kinder hat, bzw. sich überhaupt mit Kinder beschäftigt? Kinder sind keine zarten Engelchen, die man vor allen Unbillen des Lebens schützen muss, weil sie sonst kaputt gehen. Man kann es nämlich mit der Fürsorge auch ganz schön übertreiben …
Zudem, schreitet hier auch jemand dagegen ein, wenn in der Weihnachtszeit kleine Kinder irgendwelchen fremden Männern in angsteinflössender Montur auf den Schenkel gesetzt werden? Wo bleibt da der moralische Aufschrei, die Sorge um das Wohl der Kinder (hach, die armen Kleinen …)
Entschuldigt, aber ich habe mit selbsternannten Kinderschützern zu sehr ganz, ganz schlechte Erfahrungen gemacht, um derartige Aufschreie um das Wohlergehen der Jugend auch nur ansatzweise ernstzunehmen. Übereifrige Nachbarn, die das Jugendamt angerufen haben, weil die Große im Sommer nackisch im Garten herumlief, mit den Eltern herumalberte und man potentielle Kinderschändung befürchtete.
Also, bitte nicht zuviel Explosiv und sonstige schmierige Enthüllungsmagazine schauen, sondern einfach tiefdurchatmen und nicht bei jedem Pups gleich den Untergang des westlichen Zivilisation herbeischreien.
aha.. jetzt wissen wir warum der reinhard so gestänkert hat… weil er mal "angeschwärzt" wurde und bis heute noch grantig ist….
und nein, ich würde ein kind auch nicht gegen seinen willen auf den schoß vom weihnachtsmann setzen… ist das in Deutschland überhaupt populär????…
Hallo Reinhard,
DEFINITIV die Kirche im Dorf lassen.
Ich hatte eigentlich eben noch vor zu schreiben, dass dann ja hoffentlich nicht noch ein Kinderporno im Namen der Kunst zu akzeptieren sei, da ja Kunst ( fast ) alles darf. Denn darum geht es mir, darauf zu entgegnen was Du unter Punkt 35 in der a,b,c – Argumentation angeführt hast.
Ich habe definitiv eine 6-jährige Tochter – leider mein einziges Kind – bin fast 56 Jahre alt und sehe das schon relativ gelassen.
Das möchte ich auch Jossi entgegnen – auch er, genau wie ich, hat bestimmt eines seiner Kinder schon zum weinen gebracht, durch ein nein oder durch ein vergessen. Und auch hier – und da gebe ich Dir, Reinhard recht, bald war wieder ein strahlendes Lachen da – wie es so schnell nur Kinder hinbekommen.
Aber – und hier geht es mir drum – sich auf Kosten von Gefühlen von anderen, die sich nicht selbst äussern oder entscheiden können – zu profilieren und ggf. noch Geld damit zu verdienen – dass kann und will ich nicht akzeptieren und dagegen erhebe ich auch meine Stimme – wie ich auch – und hier stimme ich Dir Reinhard ebenfalls zu, wie ich meine Stimme gegen Kinderarbeit, Kinderarmut, Kindersoldaten, Kindermissbrauch meine Stimme erhebe.
Es geht eben nicht alles im Namen der Kunst und wenn wir schon dabei sind im Namen der Wissenschaft und im Kampf gegen den Terrorismuss und was man uns sonst noch alles unterjubeln will.
In diesem Sinne Reinhard – es ging rein gegen die o.a. Argumente – wenn Sie es anders empfunden haben – sorry.
Also, ich kann mich noch gut an meine Kindheit erinnern. Ich hab' damals auch des öfteren mal geheult. Die Gründe dafür erscheinen mir aus heutiger Sicht des ein oder anderen Mal durchaus nichtig (nicht, als ich mir in Folge einer Auto- 'Begegnung' ein Bein brach – eher als ich ein Spielzeug nicht bekam o. Ä.). Aber egal wie nichtig mir der Grund für mein Weinen heute erscheint, damals war es berechtigt und begründet. Spaßig oder freudig waren diese Anlässe nie! Jedenfalls nicht aus meiner damaligen Sicht.
Ich finde es höchst unmoralisch einen Menschen ohne triftigen Grund zum Weinen zu bringen. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Mensch dabei traumatisiert wird, ober nicht. Eine Situation, in der ein Mensch zu weinen beginnt, ist stets unangenehm.
Ich darf schließlich auch niemandem eine Backpfeife geben oder jemanden beleidigen (dieser Jemand muss noch nicht mal deswegen weinen) – auch wenn dies auch nicht traumatisierend wirkt – egal aus welchem Grund.
Das Ganze erinnert mich an einen Fall von Kindesmisshandlung von dem ich vor Jahren mal gehört habe. Eine Mutter hatte ihren Sohn mehrmals heftig geschlagen, mit der Begründung: 'Er sieht so niedlich aus, wenn er weint'.
Sicherlich mag es größere Probleme auf der Welt geben, aber damit kann man das Nichtangehen der "keinen" Probleme fast immer 'begründen'. Aber ein Problem (egal ob groß oder klein) weniger, und die Welt ist ein Stückchen besser.
Es folgt reine, persönliche Meinung:
Lachende Kinder sind viel schöner, als weinende!
Grüße!
Hat schonmal jemand daran gedacht, dass die "Künstlerin" durch diese Diskussion doch recht übermässig bekannt wird.
Ein Schelm, der böses dabei denkt.
Zumindest rücken diese Bildchen doch dadurch in ein Medieninteresse, welches nicht unbedingt gerechtfertigt ist. Denn so toll sind die Bilder nun wirklich nicht.
Ich gehe noch weiter und behaupte, dass die Kinder für die Aufnahmen garnicht "zum Weinen" gebracht wurden, sondern alles ganz langweilig regulär ablief…!
Noch (vielleicht abschliessend) eine Klarstellung von mir …
Nein, ich würde meine Kinder nicht in irgendwelche Photocastings setzen, solange sie nicht verstehen, was da passiert. Aber das ist UNSERE Entscheidung als Eltern, weil WIR das nicht mögen. Es geht hier nicht darum, ob meine Kinder dabei eventuell in Tränen ausbrechen oder seelische Traumata bekommen.
Es sei daher jedem Elternpaar doch bitte selbst überlassen, ob sie ihre Kinder zu so einer Foto-Session bringen oder nicht. Die Kinder leiden hier mit Sicherheit NICHT!
Schon seltsam. Wären das nun Bilder von glücklichen Mamis mit ihren glücklichen Kindern, dann drüften diese, solange sie glücklich lächeln, auch halbnackt oder ganz unbekleidet abgelichtet werden und alles wäre Kunst und schön und super.
Oder die schönen Kinderbilder, die einem der Fotograf um die Ecke macht, die sind ja soooo schön, weil das Kind ja so adrett angezogen ist und lächelt. Die Heultiraden vor den richigten "Schuss" und nach diesem scheinen dabei irgendwie vergessen zu werden. Wenn schon etwas Quälerei ist, dann ist das generell Kinderarbeit. Und Kindermodells sind nichts weiter als – nicht selten – von den karrierebewussten Eltern "verkaufte" Zwangsarbeiter. Sicher gibt es auch Kinder, denen das Spass machen wird, schliesslich darf man sich verkleiden, bekommt viel Aufmerksamkeit und die Mami und Papi sind ja soooo stolz. Aber irgendwie bleibt da doch ein schelchter Beigeschmack.
"Lachende Kinder sind viel schöner, als weinende!"
Aber Kinder weinen eben auch. Und das von ganz alleine und aus den unterschiedlichsten Gründen. Und das darf man auch darstellen. Und ob das Kind dazu überredet wird sich lachend oder weinend fotografieren zu lassen oder ob man es zum Lachen oder Weinen bringt, dass finde ich eher nebensächlich, wenn Kinder kommerziell ausgebeutet werden. Aber vielleicht kann man ja drunterschreiben "Es wurden nur glückliche und zum lachen motivierte Kinder ausgebeutet."
Da beruhigt sich sofort das Gewissen das Betrachters – "Die lachen doch…".
Die Bilder finde ich übrigens absolut uninteressant. Aber ich bin auch nicht sonderlich empfänglich für Kunst und das, was sich Kunst nennt. Ne Wanne mit Fettecke gehört gescheuert oder erneuert.
Wenn ich ein weinendes Kind sehen will, dann gehe ich meinen Neffen besuchen. Der ist 2 Jahre und 3 Monate alt und hat ein neues Spiel entdeckt. Wann immer ihm etwas nicht passt, heult er wie ein Schlosshund. Wann immer er etwas nicht kriegt, heult er wie ein Schlosshund. Wann immer er Aufmerksamkeit will, heult er wie ein Schlosshund. Gerne begleitet durch ein herzergreifendes und gequältes "Auaaaaa". Neulich, die Grossen haben Karten gespielt, fand er, er müsse doch etwas mehr Aufmerksamkeit bekommen, liess sich an der Bakontür niederrutschen und begann seine Vorstellung. Und im weinenden Ton erklärte er, wie es nur zweijährige können, dass ihn die Tür am Kopf getroffen habe. Gute, diese war verschlossen und Onkel Danio hat die ganze Aktion beobachtet. Und musste hezrlich lachen, wie sein halbbekleideter Neffe das große Schauspiel übt. Und ein Fotos macht er auch gerne in solchen Situationen. Ein schlechter Mensch, der Onkel Danio.
Aber ich werde es geniessen, so lange es dauert. Und wenn er das richtge Alter hat, dann werd ich diese und andere Geschichten seinen Freunden oder seiner Freundin erzählen. Mit Bildern.
Aber ich schweife ab.
Um mir meine Meinung nicht durch Argumente versauen zu lassen habe ich mir die Bilder erst ein mal nicht angeschaut. Ich bin da ziemlich ambivalent, so zwischen Udo Vetter, Reinhard und Danio (ist das Ihr richtiger Name).
Nur mal so zum darüber nachdenken: Mein Tochter (4 Jahre) lag gestern abend im Bett und wollte nicht schlafen. Daher fing sie an zu weinen. Als ich dann zu ihr ging (deshalb weinte sie ja, damit jemand kommt) und sie fragte, warum sie den weine, antwortete sie "weil ich so glücklich bin, dass ich weinen muss".
@ SvenR
Sie dürfen nicht alles für bare Münze nehmen, was Ihnen Ihre 4-jährige Tochter erzählt.
Sie hanben´s schon richtig erkannt: sie weinte, damit jemand kommt. Sie weiß, daß sie das nicht zugeben darf (sonst käme ja keiner mehr), also läßt sie sich was einfallen: da Sie gekommen sind, ist sie happy.
Nehmen Sie´s leicht: ich habe 4 Kinder. Kenne ALLE Tricks. Habe meine Kinder trotzdem NIE (aus welchen Gründen auch immer) absichtlich zum Weinen gebracht. Warum auch?
Das ist widerlich. Hier werden Kinder zunächst in leidvolle Situationen versetzt, um danach aus derem Leid Profit zu schlagen. Dass Erwachsene den "Grund" der Kinder für deren Tränen als banal empfinden, er höchstwahrscheinlich auch banal ist, ändert nichts daran, dass die Kinder ihre Situation einige Zeit lang als leidvoll empfinden.
Natürlich kann das eine politische Aussage sein (Assoziationen zu Interessen, die Kriege schüren, um daran zu verdienen, drängen sich geradezu auf), aber es ist widerlich, Kinder als Mittel zum Zweck zu missbrauchen. Will die Fotografin solches darstellen, muss sie andere Mittel finden.
Als ich die Bilder das erste Mal gesehen hab, dachte ich die sind von Haderer (der vom "Stern") gezeichnet. Aber offenbar sind das wirklich Fotos… cool.
Weinende Kinder, dann auch noch nackt… zumindest soweit man sehen kann… SKANDAL!!! Seelische Grausamkeit, Pornografie, Kindesmissbrauch und was hier einige Schlaukacker noch so alles anprangern… Polizei!!! Denkt denn keiner an die Kinder??? Ok, im Irak kann man die minderjährigen Kollateralschäden nicht so einfach mit einem Lutscher wieder zum lachen bringen, nicht mal mit 100. Die bleiben trotzdem tot. Auch die in Libanon und überhaupt.
Diese Amikinder haben mit Sicherheit schon lange ihre Lutscher vernascht und seit der Fotoserie schon wieder mehrfach wegen jeder noch so nichtigen Angelegenheit das größte Weltuntergangsgeschrei veranstaltet – aber sie leben noch!
Wünschen wir ihnen, dass sie gesund bleiben, alt werden und die Welt verbessern!
@SvenR
Jau, isser. Na gut, eine Ableitung von Daniel, eine Mischung aus Spitzname und Kurzform.
Wie herzlos und/oder geisteskrank muss man eigentlich sein, diese Fotos zu verharmlosen oder es gar amüsant zu finden, wenn fühlenden, menschlichen Wesen ganz bewusst Leid zugefügt wird?
Liebe Mone (Kommentar 13), du sprichst mir aus dem Herzen: "Ja, für die Kinder stürzt in dem Moment die Welt ein. Es ist absolut schrecklich für sie, was da gerade passiert. Da spielt es keine Rolle, wie wir als Erwachsene die Situation beurteilen: für die Kinder ist sie grausam und real."
Diese Fotos sind ein grausamer Verstoß gegen die Menschenwürde. Nichts Neues – auf diesem Gebiet sind manche Menschen wirklich sehr KREATIV. Aber ist es harmlos, andere zu quälen???
Nur zur Erinnerung der Artikel 1, Grundgesetz: "Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt." FAZIT: DAS GANZE MUSS ANGEZEIGT, VERBOTEN UND BESTRAFT WERDEN!
Ihr habt Recht: vielen Menschen in anderen Teilen der Erde geht es unvergleichlich schlechter. Aber das gibt niemandem das Recht, diesen Kindern Leid zuzufügen! Wo kämen wir denn da hin?
Jemand, der weint, empfindet eine bestimmte Situation als wahnsinnig belastend. Was dich zum Weinen bringt, mag für andere ebenso lächerlich sein wie die Gründe, die diese Kinder zum Weinen gebracht haben.
Ich hoffe, man findet einen Grund, die Fotografin zum Weinen zu bringen, damit sie fühlen kann, was sie da anstellt. Denn genug Einfühlungsvermögen besitzt sie ja offensichtlich nicht.
a) Niemand und Nichts darf alles!
b) Selbst wenn es Kunst wäre, müsste man sie nicht akzeptieren!
c) Sicher bist du so hartherzig geworden,
weil dich jemand verletzt und niemand geschützt hat.
d) Menschenrechte sind keine Kirchen im Dorf!
e) Ein schlimmes Übel rechtfertigt kein vergleichsweise geringes Übel!
f) Übrigens finde ich deine Einstellung auch ziemlich übel…
Die Bilder erinnern mich an die Ramschecke aus dem Supermarkt meiner Kindheit, da gab es auch immer diese heulenden Zigeunerkinder-Ölgemälde.
Vermutlich ist keines dieser Kinder tatsächlich für de Rest seines Lebens traumatisiert. Wahrscheinlich werden diese Bilder den meisten dieser Kinder in ein paar Jahren schrecklich peinlich sein. Die daraus entstandene Aufregung ist genau das, was die "Künstlerin" haben wollte. Ihren Namen hat sie sich gemacht, ohne große Mühe und ohne sonderliche Begabung. Sie hat diese Kinder – darunter ihre eigene Tochter – ganz gezielt ausgebeutet. Dafür bekommt sie positive und negative Aufmerksamkeit und die heulenden Gören hinterher ein Eis. Was will man mehr?
ich finde das so schlimm das man kinder zum weinen bringt!wie kann man das nur tun,das ist doch einfach schrecklich.kinder haben es nicht verdient das man sie so behandelt!!!!!!!!
Reinhard,tun Sie mir nächstes Mal einen Gefallen und lesen Sie ihren Text durch bevor Sie ihn verschicken,denn dann merken Sie was für dumme Sachen sie schreiben!!Ich gebe dem hHerrn Paul Kempken völlig recht,wenn es ihnen nichts ausmacht ,dann setzen Sie ihre Tochter doch auf die Staße!Ihre Tochter tut mir leid,mein herzlichstes Beilleid an ihre Tochter!!Schönen Tag noch !!!
wer würde diesem Kind glauben, dass es ihm schlecht geht, wenn es nicht weinen würde?
aber ich versteh nicht, wie man so etwas fotografieren kann.
aber statt hier rein zu schreiben, dass es total schlimm ist, sollte man lieber helfen!
ich finde das auch schrecklich,aber wie sollen wir denn helfen wir können doch nichts machen!!
wie kann man so ein bild nur veröffentlichen ich meine ach…… es versteht eh keiner
Ich finde die Bilder rührend. Sie zeigen doch wie die Wahrheit im schrecklichen Afrika wirklich sein könnte… (auch wenn es nicht die wahrheit ist…) aber ich finde die bilder zum aufessen!!!
tut mir leid.. ich habe es nicht so gemeint
ich habe es falsch verstanden und mich falsch ausgedrückt
ich meine dass diese bilder
1. schrecklich aussehen
2. doppelt schlimm sind weil sie extra hervorgerufen wurden und nicht echt sind
3. man weiß ja nicht auf welche art und weise die fotografin die kinder zum weinen bringt
4. es ist eine art der vergewaltigung des inneren dieser kInder
5. unverschämt ist es auc noch die dann zu veröffentlichen.
ich finde es auch unverschämt und diese frau die die kinder so gequält hat gehört sonst wohin wie kann man kindern nur so etwas antun??kinder sind doch so etwas schönes!!!
das arme kind wie können leute das tuhen das ist unmenschlich warum hilft den dem kind keiner das its grausam
das kann man kindern dochnicht antuhen
Ich bin auch ein Kind! Ich finde es pervers Kinder zum weinen zu bringen, damit man die gewünschten Fotos hat!!
Ich sehe hier vor allem zwei Probleme.
Zum Ersten wird in diesem speziellen Fall nicht, wie Einige es hier so verharmlosend abtun, eine natürliche Reaktion der Kinder dargestellt oder darauf gewartet, dass diese, wie so oft, von alleine weinen. Vielmehr werden wehrlose Menschen bewusst unter psychischen Druck gesetzt, um bei diesen eine bestimmte emotionale Reaktion zu erzeugen. Ein Vergleich mit Missbrauch oder Folter mag da zwar übertrieben sein, liegt aber sehr nahe. Und im Unterschied zu erzieherischen Maßnahmen, bei denen auch schon mal Tränen fließen können, liegt hier kein altruistisches Motiv auf Seiten der Erwachsenen vor, kein Ideal des "es ist ja zum Besten des Kindes" kann hier vorgeschützt werden. Vielmehr handeln Eltern und Fotografin aus reinem Eigennutz, was den Vorwurf der Kinderpornographie nicht rechtfertigt, aber vielleicht erklären kann. Man kann es Eltern nunmal nicht verbieten, hin und wieder an sich selbst zu denken und dafür das Wohl der Kinder innerhalb gewisser Grenzen zu vernachlässigen.
Damit wäre man auch schon beim zweiten, viel grundsätzlicheren Problem. Fotografen wie Anne Geddes, TV-Sendungen wie die Mini-Playbackshow und auch das eine oder andere Werbefilmchen zeigen, dass es heute durchaus als normal gilt, wenn Kinder für wirtschaftliche Zwecke zur Schau gestellt werden. Ich empfinde das persönlich als eine postmoderne Variante von Freakzirkus oder Zwergenwerfen, bei denen man sich auch auf Kosten wehrloser Menschen, die für ihre Unbedarftheit nichts können, amüsiert und unterhalten hat. Solches Tun zeigt einen gewissen moralischen Rückfall ins 18. oder 19. Jahrhundert. Dabei wird gezeigt, dass heutzutage eben alles käufliche Ware ist; was Publicity und Werbezwecken dient, wird dem Wunsch nach Konsum untergeordnet. Und leider gibt es viel zu viele Eltern, denen es wichtiger zu sein scheint, ihr Kind in der Öffentlichkeit zur Schau zu stellen, ihre persönlichen Eitelkeiten durch den Verkauf seines Privatraumes an die Medien zu befriedigen. Wie die heutigen Kinder ihren Ausverkauf und den oft für Jahre öffentlich präsenten Eingriff in ihr Privatleben später in der Pubertät oder im Erwachsenenalter verarbeiten, bleibt dahingestellt. Es mag viele geben, die davon profitieren oder sich wenig daraus machen, aber es wird immer auch die Fälle geben, die sich bis ins Rentenalter hinein über die ungewollte einstige Popularität ärgern. Sowas kann man aber leider nicht verbieten, hier sind moralische Urteile gefragt.