2.8.2006

Post aus Hamburg und Berlin

Stichworte: “Planeten” und diese Diskussion von gestern. Heute sind in meinem Posteingang interessante Gruppen vertreten: Blogger. Podcaster. Ein Buchautor. Zwei Journalisten. Und ein (kleiner) Verlag. Wie es aussieht, bin ich bei weitem nicht der einzige, dem diese Form der “Weiterveröffentlichung” bisher nicht bekannt war.

Keiner der Betroffenen findet es toll, seine Texte, Fotos oder Podcasts ungefragt auf fremden Webseiten zu finden. Das Argument, man rette damit das Internet, löst nicht gerade ein Helfersyndrom aus.

Ich werde den Leuten, die von meiner Kanzlei vertreten werden wollen, zu einem moderaten Vorgehen raten. Aber nur in den Fällen, in denen sich die andere Seite nicht in der Anonymität verschanzt. Falls die Auftraggeber jedoch direkte Abmahnungen wünschen, werden wir diese auch schicken.

Denn, noch einmal: Wer fremde Inhalte im Netz veröffentlicht, ohne vorher zu fragen, verletzt das Urheberrecht. Das löst Unterlassungs- und Schadensersatzansprüche aus. Wer das Ganze noch mit Google-Anzeigen garniert, macht sich möglicherweise sogar strafbar. Das alles ist auch nicht so kompliziert oder überraschend, dass man nicht selbst drauf kommen könnte.

Wieso es für die Planetenbetreiber unter ihrer Würde sein sollte, die jeweiligen Autoren vorher zu fragen, hat mir noch niemand erklären können. Es ist ja nicht zwingend, dass der Rechteinhaber nein sagt. Vielleicht ist das auch der Unterschied zur Musikindustrie.

Einige Absender haben mich auf “CC” ihrer Schreiben an bekannte Medienanwälte gesetzt. Es darf also auch mit weniger freundlicher Post gerechnet werden, vorzugsweise aus Hamburg und Berlin.

120 Kommentare zu “Post aus Hamburg und Berlin”

  1. M. meint: (2.8.2006 um 10:38) AntwortenReply to this comment

    Das muss sich auch erstmal herumsprechen. Weit verbreitet sind Einstellungen wie diese:

    rabe.supersized.org/archi...egator-vs.-Aggressor.html

  2. Torsten meint: (2.8.2006 um 10:41) AntwortenReply to this comment

    Kleine Korrektur: "Wer fremde Inhalte im Netz veröffentlicht, ohne vorher zu fragen, verletzt das Urheberrecht" ist in der Konsequenz falsch – viele Blogger stellen ihre Beiträge unter Creative Commons oder ähnliche Lizenzen. Wer die Inhalte verwenden will, muss nicht fragen – er muss nur die Lizenz beachten.

    "Wer fremde Inhalte ohne Erlaubnis des Urhebers im Netz veröffentlicht, verletzt das Urheberrecht" ist richtiger – Zitatrecht mal außen vor gelassen.

  3. roxic (Link) meint: (2.8.2006 um 10:45) AntwortenReply to this comment

    Schwimmen, ohne naß zu werden, klappt nicht. Prinzipiell hat Herr Vetter zwar recht, aber wenn man von dem Web2.0 so profitiert, wie er, sollte man auch etwas den Gedanken dahinter verinnerlichen.

  4. M. meint: (2.8.2006 um 10:49) AntwortenReply to this comment

    @3: Und was ist der Gedanke dahinter? Dass man alle guten Sitten über Bord wirft und dreist kopiert? So wie ich U.V. verstanden habe, taucht sein Blog in einigen juristischen Aggregatoren auf, die brav angefragt haben.

  5. Anonymous meint: (2.8.2006 um 10:58) AntwortenReply to this comment

    Darf ich nun noch http://www.netvibes.com nutzen oder muß ich mir jetzt einen lokalen RSS-Reader installieren?

  6. Surfer meint: (2.8.2006 um 11:00) AntwortenReply to this comment

    Und, steht http://www.technorati.com auch auf eurer Liste? Oder traut ihr euch da nicht dran?

  7. M. meint: (2.8.2006 um 11:02) AntwortenReply to this comment

    @6: Gibt es bei Technorati fremde Blogs im Volltext oder nur Auszüge und eben Links auf den Volltext. Begreift doch bitte einmal den Unterschied!

  8. Dietrich meint: (2.8.2006 um 11:03) AntwortenReply to this comment

    " … Denn, noch einmal: Wer fremde Inhalte im Netz veröffentlicht, ohne vorher zu fragen, verletzt das Urheberrecht. Das löst Unterlassungs- und Schadensersatzansprüche aus. Wer das Ganze noch mit Google-Anzeigen garniert, macht sich möglicherweise sogar strafbar. Das alles ist auch nicht so kompliziert oder überraschend, dass man nicht selbst drauf kommen könnte. …"
    Ich verstehe das einfach mal so: wenn ich Texte oder Bilder kopiere und in meinen Web-Sites veröffentliche, mache ich mich strafbar – wenn ich vorher nicht das Einverständnis des Urhebers eingeholt habe. Wie sieht das eigentlich mit Links aus, z.B. http://www.lawblog.de/— etc.?
    Das Internet lebt von sogenannten Links, in meinem Blog verlinke ich (ungefragt) auf lawblog und andere Seiten. Allerdings entspräche es deutscher Mentalität, auch das gesetzlich zu regeln: willst du auf deiner Website einen Link setzen, frage vorher gefälligst um Erlaubnis und lasse dir diese Erlaubnisch schriftlich geben: Ort, Datum, der erlaubte Link und die Unterschrift des Erlaubenden, der selbstverständlich über entsprechende Befugnisse verfügen muss. Die Berechtigung der Befugnis ist zu überprüfen, – etc.

    Es gibt viele Gesetze, die ihren Sinn haben. Das Urheberrecht steht für mich auf des Messers Schneide. Es wird damit zuviel Schindluder getrieben – es wird als sprudelnde Geldquelle von Abmahnern und anderen zwielichtigen Gestalten benutzt. Diesbezüglich scheint der Gesetzgeber überfordert zu sein: er sieht nicht die Folgen seiner Gesetze – oder eine Lobby versperrt im die Sicht.

  9. @7 meint: (2.8.2006 um 11:07) AntwortenReply to this comment

    Bei Technorati gibt es die Blogs natürlich auch im Volltext!
    Suche mal z.B. nach "Post aus Hamburg". Klicke auf mehr Details und du hast den vollen Beitrag. Und zwar auf der Technorati Seite!!

  10. Lim_Dul (Link) meint: (2.8.2006 um 11:10) AntwortenReply to this comment

    @8 Links setzen ist was ganz anderes. Der Unterschied ist hier, dass eine geistigee Leistung, der Blogeintrag, ohne Erlaubnis des Urhebers komplett übernommen wird.

    Auf einen selbst geschriebenen Text hat man Urheberrecht, das ist der Knackpunkt. Links verletzen kein Urheberrecht und auszugsweise Zitate mit Quellenangabe sind explizit vom Gesetzgeber erlaubt.

  11. Anonymous meint: (2.8.2006 um 11:11) AntwortenReply to this comment

    @9: Sehr interessant. Bin gespannt, wie U.Vetter darauf reagiert. Nicht dass ich UV mit seiner Ansicht nicht verstehe, aber bin wirklich interessiert, was da jetzt in die Wege geleitet wird.
    Vor einigen Tagen gab es schon einen "Hinweis" an livejournal.com, doch bitte die lawblog-Texte da zu entfernen…

  12. Mattias Schlenker (Link) meint: (2.8.2006 um 11:13) AntwortenReply to this comment

    @8: ,,Es gibt viele Gesetze, die ihren Sinn haben. Das Urheberrecht steht für mich auf des Messers Schneide.''

    Für mich nicht! Etwa 40% meines Einkommens erziele ich als Urheber geschützter Werke (Zeitschriftenartikel u.ä.) — ich bin dennoch für recht kurze Fristen nach denen ein Werk gemeinfrei wird und versuche viel Content kostenlos anzubieten. Eine komplette Abschaffung des Urheberrechtes würde für mich bedeuten, dass ich Autos reparieren müsste.

    Links sind übrigens nichts anderes als Literaturverweise und benötigen deshalb — auch in Kombination mit Zitaten — keine besondere Erlaubnis. Die Möglichkeit, Links und Zitate zu kombinieren, Trackbacks zu setzen, Linklisten automatisch zu erstellen etc. erlaubt auch innerhalb der klaren rechtlichen Grenzen den sehr effizienten Zugriff auf fremde Inhalte.

  13. Lim_Dul (Link) meint: (2.8.2006 um 11:18) AntwortenReply to this comment

    Bzüglich Technocrati & Co würde mich folgendes interessieren:

    Die meisten Blogs senden ja Pings, dass es einen neuen Beitrag gibt an diese Dienste. Gibt man damit nicht implizit sein Einverständnis, dass diese Dienste dann Infos über den neuen Eintrag veröffentlichen dürfen? Und das einzige, was diesen Diensten zur Verfügung steht, ist nunmal der RSS Feed.

    Gebe ich also mit Pings automatisch ein Einverständnis an die gepingten Seiten, meine Beiträge zu veröffentlichen?

  14. m. meint: (2.8.2006 um 11:20) AntwortenReply to this comment

    Herr Schlenker, besser hätte man es nicht erklären können – genau beschrieben – sehr gut.

  15. Sebs meint: (2.8.2006 um 11:38) AntwortenReply to this comment

    Bitte, wer nicht kopiert werden will, der soll halt die inhalte die er NICHT auf drittseiten sehen will aus seinem RSS feed nehmen .. so einfach ist das Ganze .. klar das ein Anwalt schneller bei einem bösen Brief ist als bein einer Änderung des Sourcedoes. Udo, pack doch einfach eine Lizenz zur Weiterverbreitung hierhin und gut isses.
    Die Annahme jeglicher Inhalt im Netz sei urheberrechtlich geschützt finde ich falsch und wiedersinnig … wäre es soo sinnvoll dann gäbe es auch keine Creative Common Lizenzen.

  16. Lim_Dul (Link) meint: (2.8.2006 um 11:40) AntwortenReply to this comment

    @15 Jeder Inhalt ist urheberrechtlich geschützt, sieht man denen ab, wo das Urheberrecht ausgelaufen ist.
    Auch das Stellen unter CC Lizenzen ändert nichts daran, sie räumen einem nur das Recht ein, diesen Text zu verwerten. An dem Urheberrecht ändern sie nichts.

  17. P meint: (2.8.2006 um 11:47) AntwortenReply to this comment

    @15: Weil jemand nicht möchte, dass seine Texte geklaut werden, soll er sie nicht veröffentlichen?

    Ich nehme an, eine Bank, die nicht ausgeraubt werden möchte, soll kein Geld vorrätig halten? Und eine Frau, die nicht belästigt werden möchte, soll sich gefälligst was anziehen?

  18. P meint: (2.8.2006 um 11:50) AntwortenReply to this comment

    Das Problem ist doch nicht, dass die Texte im Volltext veröffentlicht werden. Das werden sie auch bei Technorati oder Google.

    Das Problem (zumindest das Problem, das ich sehe) ist, dass sie in einem redaktionellen Umfeld präsentiert werden und der "Contentdieb" sich die Texte zu eigen macht. Manchmal mehr oder manchmal weniger.

    Ich weiß auch gar nicht, auf welcher Grundlage die Archivierung von Texten bei Technorati, Google oder Web Archive legitimiert ist. Weiß da jemand Näheres, wo genau die Abgrenzung ist?

    Aber die Diskussion über die Planets ist extrem sinnlos. Natürlich ist das nicht erlaubt. Versuch das mal mit Spiegel-RSS-Feeds und Du wirst morgen eine Abmahnung auf dem Tisch haben und Schadensersatzforderungen. Wie NAIV kann man denn sein? Also bitte.

  19. Mattias Schlenker (Link) meint: (2.8.2006 um 11:50) AntwortenReply to this comment

    @Sebs: Ein RSS-Feed ist eine andere Art und Weise, seine Inhalte zu verbreiten. Legale Nutzungsmöglichkeiten bestehen in der Indexierung durch Suchmaschinen, in der Erstellung reiner Linklisten und natürlich in der Möglichkeit, ein Blog mit einem Feedreader zu lesen.

    Ich kann nicht nachvollziehen, wie aus der einfachen Bereitstellung eines Feeds — der lediglich eine andere Darreichungsform des Contents der HTML-Version — implizit auf ein Recht zur Weiterverbreitung geschlossen werden kann.

    Noch weniger kann ich nachvollziehen, dass viele Diskussionsteilnehmer die Unart der vollständigen Übernahme fremder Inhalte gutheissen und stattdessen, den Erzeuger von Inhalten dazu auffordern, es doch ausdrücklich zu erwähnen, wenn sie es wünschen, dass Ihre Texte den gesetzlichen Schutz genießen.

    Wenn die Mißachtung fremder Rechte zur Norm wird und die in ihren Rechten verletzten Urheber sich den Vorwurf des fehlenden Verständnisses von "Web 2.0" gefallen lassen müssen, dann läuft etwas ganz gewaltig schief.

  20. @18 meint: (2.8.2006 um 11:54) AntwortenReply to this comment

    @18: Was versteht ihr daran nicht? Im Spiegel-Feed sind eben KEINE Beiträge, so wie hier. Sondern nur Links. Und da gibts auch keinen Ärger.

    Das gleiche mit dem Veröffentlichen. Natürlich kann man die Texte veröffentlichen und niemand hat das Recht sie komplett zu sich zu kopieren. Wer Sie aber in RSS-Feeds zur Verfügung stellt die ja extra für RSS-Reader und automatische Verarbeitung erfunden wurden, hat doch auch davon auszugehen, dass Personen die RSS-Feeds nutzen.

  21. SvenW meint: (2.8.2006 um 11:56) AntwortenReply to this comment

    Also doch das wahre Gesicht des Herrn Vetter.

    Ist ja OK, wenn man seine Inhalte nicht auf diesen Planeten oder wo auch immer wiederfinden will.

    Aber selbst mit Google-Anzeigen drauf dürfte der kommerzielle Charakter der meisten derartigen Angebote vernachlässigbar klein sein und der Schaden nicht meßbar. Das mag bei Verlagen was anderes sein als bei Blogs, aber trotzdem.

    Positiv ist der Rat an potentielle Mandanten zur "moderaten" Vorgehensweise, EXTREM negativ (IMHO) ist die Bereitwilligkeit, auf Wunsch eben doch gleich die Keule rauszuholen und eine Abmahnung loszujagen. Anständig wäre meiner Meinung nach zu sagen "Ich stehe für folgende Vorgehensweise zur Verfügung: Netten Brief, nicht so netten Brief, Abmahnung, für alles andere such dir einen anderen Anwalt". Naja, aber warum soll man auch leicht verdientes Geld in den Wind schießen – ist ja schließlich legal.

    Das kotzt mich sowas von an, das gibt es gar nicht.

    Naja, Anwälte halt…

  22. fukami (Link) meint: (2.8.2006 um 11:59) AntwortenReply to this comment

    Lieber Udo! Wie sieht denn den deiner Meinung nach mit Betreibern von Diensten wie Technorati, Bloglines oder Suchmaschinenbetreibern aus? Sie alle veröffentlichen Teile oder vollständige Inhalte, ohne sich von den Betreibern explizit eine Genehmigung zu holen und haben dazu Terms of Services, in denen sie die Meinung zum Besten geben, diese Inhalte gehören nach dem Einpflegen in ihre Datenbanken ihnen.

    Andererseits sehe ich so gut wie nie, dass Betreiber von Blogs eine robots.txt hinterlegen, die eigentlich so gut wie alle dieser Betreiber beachten (so gut wie nie heisst eins von etwa 100.000 Blogs).

    Ich finde die Diskussion seltsam und ehrlich gesagt verlogen bis zum geht nicht mehr …

  23. Jens meint: (2.8.2006 um 12:01) AntwortenReply to this comment

    Ich betreibe selbst einige Webseiten und habe bisher die Erfahrung gemacht das das Unrechtsbewusstsein bei vielen Leuten nicht sehr ausgeprägt ist. Ich bezahle Leute dafür dass sie Inhalte für meine Webseite schreiben oder schreibe diese in stundenlanger Arbeit selbst.

    Dann übernehmen Leute die Inhalte einfach für Ihre eigene Webseite klatschen Adwords Werbung drauf und wollen daraus Kapital schlagen. Und dann bekommt man Antworten wie "sehen Sie das doch einfach als Kompliment für Ihre Arbeit". Dann werden ein zwei Sätze umgestellt und das wars dann.

    Inzwichen mach ichs so: Klaut jemand ohne dass ein finanzielles Interesse dahinter steht bekommt er (zunächst) eine freundliche Email. Will er damit Geld verdienen gibts sofort eine Abmahnung und Schadenersatzforderungen.

    Das Problem ist das manche den Content Klau als Geschäftsmodell für sich entdeckt haben.

    Es gab auch schon Fälle in denen plötzlich die Urheber von Texten von Firmen abgemahnt wurden mit der Behauptung die hätten den Text geklaut und nicht umgekehrt. Wenn man dann nicht seine Urheberschaft beweisen kann sieht man ganz schön alt aus.

    Im Prinzip sind Abmahnungen schon ein legitimes Mittel und dienen auch der Entlastung von Gerichten. Den Mißbrauch von Abmahnungen sollte man aber durch Kostendeckelung und vor allem durch ein Haftungsrisiko bei unberechtigte Abmahnungen eindämmen.

  24. Alphager meint: (2.8.2006 um 12:02) AntwortenReply to this comment

    @20:
    Ein Feed ist nix anderes als eine alternative Darstellungsform der normalen Webseite. Ein Feed ist NICHT der Freifahrtsschein zum wilden kopieren.

  25. Siggi meint: (2.8.2006 um 12:06) AntwortenReply to this comment

    @21:

    Ich nahm bisher an, daß betroffene Anwälte erstmal ihre eigenen Kenntnisse bemühen müssen und daher keine anderen Kollegen bemühen dürften und daher auch die Kosten im Rahmen bleiben sollten.

  26. @24 meint: (2.8.2006 um 12:06) AntwortenReply to this comment

    Warum will man Inhalt in maschinenlesbarer Form darstellen, wenn man danach verbieten will, dass Maschinen diese auslesen?

  27. Jens meint: (2.8.2006 um 12:10) AntwortenReply to this comment

    @21
    "Aber selbst mit Google-Anzeigen drauf dürfte der kommerzielle Charakter der meisten derartigen Angebote vernachlässigbar klein sein und der Schaden nicht meßbar."

    Da hast du aber keine Ahnung. Bei einer entsprechend gut besuchten Seite oder vor allem wenn man tausende von Seiten automatisch erstellt indem man durch RSS Feeder andere Inhalte kopiert lassen sich locker mehrere tausend Euro im Monat verdienen. Pro Klick gibts ca. 15 Cent, bei manchen Suchbegriffen auch 50 Cent und mehr.

  28. fukami (Link) meint: (2.8.2006 um 12:15) AntwortenReply to this comment

    Noch was: Dieser mit der "hinter Anonymität verschanzen" finde ich ja ehrlich gesagt krass formuliert. Ich sehe z.B. nicht ein, auf meinem Blog private Daten preiszugeben, eher schliesse ich mein Weblog und suche mir andere Publikationsmöglichkeiten. Email, JID und Telefonnummer müssen reichen im Jahre 2006. So nun, schicke mir 'ne Abmahnung, denn ich habe dein dich schon mal mehr oder weniger zitiert ohne dich zu fragen.

    Ich bin wirklich entsetzt in welches Horn du da stösst, vor allem wenn ich mir klar mache. Vor allem, wenn ich mir mal klar mache, von welchen Schöpfungshöhen wir hier reden.

  29. P meint: (2.8.2006 um 12:17) AntwortenReply to this comment

    @26: Niemand will verhindern, dass Maschinen die RSS-Feeds auslesen und verarbeiten. Es ist nur *verboten*, die Texte wieder selbst zu veröffentlichen. Und das ist eine Selbstverständlichkeit.

    Du kannst mit den Texten in Prinzip machen was Du willst, sie in Bloglines lesen, in Deinem Offline-Feedreader oder sie Dir automatisch ausdrucken oder im Intranet Deinen Kollegen zur Verfügung stellen, das einzige was Du nicht darfst ist, sie der Öffentlichkeit auf Deiner Seite zur Verfügung stellen.

    Deine Argumentation ist haarsträubend.

    Nur weil eine Waffe geeignet ist, einen Menschen zu töten, kannst Du doch nicht daraus ableiten, dass der Staat seine Polizisten durch das Zurverfügungstellen einer Waffe legitimiert, beliebige Menschen zu töten. Das ist doch völlig absurd.

    Selbst wenn ein Werkzeug bestimmte Möglichkeiten bietet, ist das doch kein Freifahrtschein, die deutschen Gesetze nicht beachten zu müssen.

    Meinst Du das wirklich Ernst?

  30. @27 meint: (2.8.2006 um 12:20) AntwortenReply to this comment

    Aber du hast Ahnung oder wie?

    - Welche Blog-Planets sind denn gut besucht?

    - Wo siehst du tausende von Seiten?

    - Bei manchen Suchbegriffen zahlen Firmen 50 Cent und mehr, aber die kommen nicht beim Seitenbetreiber an

    - Die genannten Seiten, die Udo gerne abmahnen will und dafür noch Unterstützung bekommt, sind allesamt klein und privat, wie du über Google leicht auffinden kannst

    - selbst die großen Blogs verdienen nicht allzu viel mit Google, kannst sie gerne fragen, der wird eine Übersichtsseite kaum "mehrere tausend Euro" abwerfen. Das ist ABSOLUT ILLUSORISCH.

    - diese Planets machen nichts den Eindruck, dass sie der Urheber sind. Quellen und Links sind immer gegeben.

  31. fukami (Link) meint: (2.8.2006 um 12:22) AntwortenReply to this comment

    @10 Du irrst dich gewaltig. Das Ganze ist viel weniger klar als du und vermutlich andere es gerne hätten (siehe das Urteil im Revisionsverfahren von Alvar Freude).

    Das Gericht hat nämlich schon ausdrücklich die Meinung zum Besten gegeben, das sich er Verlinkende die Meinung der Seite und aller anderen Seiten unterhalb(!!) der Sitestruktur zu eigen macht. Alvar wurde freigesprochen, weil das Ganze sowohl Satire als auch als Dokumentation gewertet wurde. Dünnes Eis.

  32. Besucher meint: (2.8.2006 um 12:24) AntwortenReply to this comment

    Hallo,

    kann mir jemand den Unterschied erklären, zwischen einer 1:1 Kopie auf Google Cache (oder Technokrati oder wo auch immer) die scheinbar ok ist und dem was diese Planeten tun? Ich kann keinen Unterschied finden. Es wird in beiden Fällen nicht behauptet, dass die grade besuchte Seite Urheber ist. Und Link ist auch genauso da.

    Wo ist also der Unterschied zwischen Google Cache und den hier angeprangerten Angeboten?

  33. Fritz Meier meint: (2.8.2006 um 12:24) AntwortenReply to this comment

    Der Punkt ist einfach, daß die allermeisten RSS-Feeds bei denen Artikel im Volltext enthalten sind, auch eine Verwertung der Inhalte erlauben. Im Gegensatz dazu lassen praktisch alle Anbieter die dergleichen nicht wollen, die Inhalte aus ihrem Feed weg. Das ist dann wohl eine klare Ansage. Natürlich ist die Verletzung des Urheberrechts damit nicht entschuldigt. Aber: Wenn ich mich so verhalte wie die Leute, die normalerweise mit der Übernahme kein Problem haben, sollte ich mich nicht wundern, wenn ich dieser Gruppe ebenfalls zugerechnet werde.

    Das ist ein wenig wie §3 AGBG ("Überraschende Klauseln"). Lösung 1: RSS-Feed beschneiden. Lösung 2: Jeden Eintrag im RSS-Feed mit einem entsprechenden Disclaimer versehen. Herr Vetter verhält sich hier gerade wie jemand, der zu einem Punkkonzert geht, sich in die pogende Masse stellt und sich dann beschwert, daß er angerempelt wird.

  34. Fritz Meier meint: (2.8.2006 um 12:26) AntwortenReply to this comment

    @32: Einfach. Gegen Google hätte auch ein Herr Vetter keine Schnitte. Das ist der Unterschied.

  35. Mattias Schlenker (Link) meint: (2.8.2006 um 12:26) AntwortenReply to this comment

    @30: ,,diese Planets machen nichts den Eindruck, dass sie der Urheber sind. Quellen und Links sind immer gegeben.''

    Und das erlaubt es den öffentlich zugänglichen Planets, das Urheberrecht einfach so zu mißachten?

    Wozu haben wir Links, Trackbacks, das Zitatrecht? Damit wir im Rahmen der urheberrechtlichen Grenzen effizient kommunizieren, diskutieren, uns streiten können. Dafür muss man aber keine fremden Inhalte vollumfänglich kopieren.

  36. @35 meint: (2.8.2006 um 12:31) AntwortenReply to this comment

    Du beantwortest immer noch nicht die Frage, wo der Unterschied ist, wenn Google oder Technorati das tun!

  37. Udo Vetter (Link) meint: (2.8.2006 um 12:34) AntwortenReply to this comment

    Wenn ich etwas gegen Google hätte, würde ich etwas gegen Google unternehmen. Für Mandanten haben wir das übrigens schon etliche Mal gemacht – und die haben sich auch nicht die Zähne ausgebissen. Ich würde mich auch an Technorati wenden, wenn es mich stört. Tut es aber nicht!

    Noch bin ich es selbst, der entscheidet, was er akzeptiert und ggf. sogar für nützlich hält. Ich muss mich auch nicht dafür rechtfertigen.

    Und was die angebliche Arroganz amerikanische Großanbieter angeht, möchte ich auf livejournal verweisen. Nach einer freundlichen Bitte hat man vor einigen Wochen den law blog – Feed dort gesperrt. Ohne jede Diskussion.

  38. Dominik Boecker (Link) meint: (2.8.2006 um 12:36) AntwortenReply to this comment

    "Im Prinzip sind Abmahnungen schon ein legitimes Mittel und dienen auch der Entlastung von Gerichten."

    Copy that.

    "Den Mißbrauch von Abmahnungen sollte man aber durch Kostendeckelung und vor allem durch ein Haftungsrisiko bei unberechtigte Abmahnungen eindämmen."

    Ersteres halte ich für kritisch so lange es nicht für sämtliche Bereiche gemacht wird und zweiteres halte ich – obwohl auch Argumente dagegen sprechen – wohl doch für sinnvoll.

    JFTR: Ich war heute Morgen mit jemanden verabredet, der sich im anwaltlichen Berufsrecht vergleichweise gut auskennt. Obwohl ich bereits gestern Abend telefonisch meine Frage telefonisch angekündigt habe und er demnach Zeit hatte, ein bißchen über die Konstellation nachzudenken, fiel ihm keine Möglichkeit ein, mit berufsrechtlichen Mittel gegen mißbräuchliche Abmahnungen vorzugehen. Auch die Lektüre im Feurich sowie im Henssler/Prütting brachte keinen weitergehende Erhellung.

    Einziger denkbarer Ansatzpunkt wäre IMO ein "unwürdiges Verhalten" iSd § 7 Nr. 5 BRAO iVm § 14 Abs. 1 BRAO, das mir aber nicht sonderlich durchgreifend zu sein scheint, wenn man dabei im Auge behält, dass dem Bewerber nach § 7 Nr. 6 BRAO nur dann die Zulassung versagt werden kann, wenn er in strafbarer Weise die freiheitliche demokratische Grundordnung bekämpft. Oder nach § 7 Nr. 1 BRAO ein Grundrecht verwirkt hat. Wenn aber nach § 7 Nr. 6 BRAO zwingend notwendig ist, dass sich der Bewerber strafbar gemacht hat, damit ihm die Zulassung versagt, bzw. widerrufen wird, dann erscheint mir das Argument, dass der Anwalt wegen Rechtmißbrauches zur Berufsausübung unwürdig erscheint noch weniger plausibel, wenn nach Auffassung der Gerichte grade keine Rechtsmißbräuchlichkeit vorliegt.

    Ich habe das BMJ mal mit einer Frage nach der berufsrechtlichen Norm angeschrieben und werde auch meine Kammer mal anrufen und dort nachfragen (auf der mir gegebenen Durchwahl geht momentan nur leider niemand ans Telefon).

  39. @Udo meint: (2.8.2006 um 12:36) AntwortenReply to this comment

    Ja, ist doch schön das sie das sofort gesperrt haben. Aber sie haben es auch erstmal ohne Fragen eingerichtet. Und wie du selber schreibst, hast du denen "eine freundliche Bitte" geschickt. Und nicht öffentlich im Blog mit 24-Stunden-Frist eine Abmahnung angedroht.

  40. Markus meint: (2.8.2006 um 12:39) AntwortenReply to this comment

    @36 (anonym?)

    Die Frage brauchst Du gar nicht stellen. Herr Vetter kann seine Inhalte so vielen oder wenigen Leuten zur Verfügung stellen, wie er das für richtig hält.

    Google indiziert zudem meist im Interesse der Indizierten, da diese mittels der weltweit bekanntesten Suchmaschine aufgefunden werden.

    Bei Technorati habe ich das Lawblog nicht gefunden. Ich bitte daher um einen Link Deinerseits.

  41. Jens meint: (2.8.2006 um 12:39) AntwortenReply to this comment

    @30
    Ich habe Ahnung weil ich meinen Lebensunterhalt damit verdiene. Ich betreibe Webseiten auf denen ich eigene Inhalte schreibe und andere Menschen bezahle Inhalte für mich zu schreiben. Geld verdiene ich ausschließlich über Werbung wie Google Adsense. Und es gibt immer mehr Menschen die so ihr Geld verdienen.

    Und da reagiere ich sehr allerisch wenn jemand sich 10 Minuten hinsetzt eine Programm installiert mit dem er fremden Content aufbereitet und diesen wieder veröffentlicht. Und wenn man dies entsprechend professionell macht ist da einiges zu verdienen.

  42. Mattias Schlenker meint: (2.8.2006 um 12:39) AntwortenReply to this comment

    @36: Wenn ich Technorati "anpinge", gebe ich mein explizites Einverständnis (Opt-In). Technorati indexiert keine Seiten ohne Wissen des Urhebers. Schöner wäre trotzdem eine feiner granulierte Unterscheidung. Bei Google ist dies anders gelagert und ich sehe ehrlich gesagt den Cache sehr kritisch: wer Google anschreibt, dass er seine Seiten zwar indexiert, aber nicht über den Cache zugänglich sehen möchte, fliegt ganz raus. Soweit ich weiss beschäftigen sich die Kartellwächter derzeit mit dieser Situation. Ich hoffe, dass dann bald die Möglichkeit kommt, per Meta-Tag Seiten zwar im Index zu belassen, diese aber nicht über den Cache verfügbar zu machen.

    Bezüglich der reinen Suchfunktion von Google sehe ich kein Problem, schließlich gibt diese nur Auszüge wieder und verlinkt dann auf die betreffende Seite.

  43. sz meint: (2.8.2006 um 12:40) AntwortenReply to this comment

    Der Frage nach den Aktivitäten gegen technorati & Co möchte ich mich anschliessen. Ist es so, dass wer nicht per robots.txt Suchmaschinen wie google ausschließt der Übernahme der Volltexte in deren DB zustimmt? Das wäre äußerst merkwürdig. Dennoch machen google und andere Suchmaschinen genau das. Und gehen mit der HTML-Umsetzung von PDF Files sogar noch deutlich darüber hinaus.

    Werden also auch google, technorati usw. weniger freundliche Post erhalten, vorzugsweise aus Hamburg und Berlin?

  44. Melanie meint: (2.8.2006 um 12:40) AntwortenReply to this comment

    @39: Irgendwo hatte Herr Vetter geschrieben, dass bei besagtem Fall keine Kontaktdaten vorhanden waren.

  45. Thomas Schulz (Link) meint: (2.8.2006 um 12:42) AntwortenReply to this comment

    Udo, wenn du deinen RSS-Feed anders als üblich genutzt sehen möchtest (ein offensichtlich mißbräuchliches Zueigenmachen mal ausgeschlossen, aber dass ist nicht die Intention von Planets, die Quelle und Autor eindeutig kennzeichnen und Beiträge nur begrenzte Zeit vorhalten) solltest Du zur Vermeidung von Mißverständnissen deinen RSS-Feed nicht so einfach zugänglich machen.

    Was hindert Dich daran, eine Seite mit Nutzungsbedingungen vor den Volltext-Feed-Link zu schalten und die Feed-Links aus dem HTML-Head zu entfernen oder hier nur "Zitate" zu liefern? Wenn eine öffenliche Wiese nicht als Liegewiese benutzt werden darf, steht das auch schön auf einem Schild.

    Ein sauber aufgesetzter Planet ist ein RSS-Reader. Daran ändert auch Werbung nichts.

    Zu den Zitaten: Natürlich könnte ein Planet Volltextcontent automatisch zum Zitat beschneiden. Aber dann wird sich bald jemand über die Veränderung seines Content beschweren, weil zum Beispiel eine mitgelieferte Werbe-Fußzeile fehlt.

  46. Mattias Schlenker (Link) meint: (2.8.2006 um 12:44) AntwortenReply to this comment

    @45: GOTO #19…

  47. Jens meint: (2.8.2006 um 12:45) AntwortenReply to this comment

    @42
    Wer seine Seiten nicht im Google Cache haben will schreibt einfach
    in den Seitenheader. Obwohl eine Opt-In Variante normalerweise die bessere Lösung wäre.

  48. Christian (Link) meint: (2.8.2006 um 12:45) AntwortenReply to this comment

    @15: Die Lizenz ist doch im Impressum eigentlich klar spezifiziert: "Eine Verbreitung der Inhalte, die über das gesetzlich Zulässige (z.B. Zitate) hinausgeht, bedarf der vorherigen Zustimmung. Dies gilt uneingeschränkt auch für die RSS-Feeds."

  49. Nick (Link) meint: (2.8.2006 um 12:46) AntwortenReply to this comment
  50. Jens meint: (2.8.2006 um 12:46) AntwortenReply to this comment

    zu 47. Wups, das muss heissen: schreibt einfach
    META HTTP-EQUIV="CACHE-CONTROL" CONTENT="NO-CACHE" in den Seitenheader

  51. Nick meint: (2.8.2006 um 12:47) AntwortenReply to this comment

    @50: Und wird damit aus Google gekickt.

  52. Nick meint: (2.8.2006 um 12:48) AntwortenReply to this comment

    @50: Und wird damit aus Google gekickt. Incl. Suchfunktion.

  53. Lim_Dul (Link) meint: (2.8.2006 um 12:48) AntwortenReply to this comment

    @31 Da ging es aber um explizit fragwürdige Inhalte. Das berührt jetzt das Urheberrecht nicht.

    Wenn ich einen Link auf eine Seite A setze, kann Seite A dagegen nicht wirklich was sagen. Wenn aber Seite A illegale Sachen anbietet oder sonstwie strafbare Äußerungen draufstehen hat, dann bewege ich mich auf sehr dünnem Eis. Aber nicht des Urheberrechts wegen.

  54. Mattias Schlenker (Link) meint: (2.8.2006 um 12:48) AntwortenReply to this comment

    Seit wann frisst Google die ,,no-cache'' HTTP-Direktive? Diese sollte eigentlich Proxies davon abhalten, dynamischen Content aufzubewahren? Nunja, der Scahden durch den erhöhten Traffic durch häufiger anfragende Proxies dürfte marginal sein.

  55. Mattias Schlenker meint: (2.8.2006 um 12:50) AntwortenReply to this comment

    @52, Nachtrag zu 54: OK, gleiches Verhalten wie in #42 angesprochen. Die Kartellwächter haben also zurecht ein Auge auf Google…

  56. Jens meint: (2.8.2006 um 12:50) AntwortenReply to this comment

    @51 Stimmt nicht, ist ein Gerücht.

    Viele Seiten haben Ihren Cache gesperrt und sind nach wie vor in Google drin. Z.B. Zeitungen wie Welt am Sonntag (wams.de). Auch der Spiegel ist nicht im Google Cache. Aber auch viele kleine Seiten.

  57. Lim_Dul (Link) meint: (2.8.2006 um 12:52) AntwortenReply to this comment

    Bzüglich Googles Cache:
    google.de/support/webmast...in/answer.py?answer=35306

    Da steht eigentlich alles wisseswerte dazu

  58. Jens meint: (2.8.2006 um 12:53) AntwortenReply to this comment

    Hoppla "no-cache" war natürlich Blödsinn. Der korrekte Befehl ist: meta name="robots" content="index, follow, noarchive"

  59. Simon (Link) meint: (2.8.2006 um 12:56) AntwortenReply to this comment

    36: Das ist ja überhaupt die Kernfrage des Sache. Auch rechtlich.

  60. Markus meint: (2.8.2006 um 13:04) AntwortenReply to this comment

    @ 59 (Simon)

    Nein, ist es nicht.

    Da es im Belieben des Rechtsinhabers steht, über sein Recht zu verfügen, geht es niemanden etwas an, wen Herr Vetter seine Inhalte cachen oder übernehmen lässt.

    Google ist übrigens auch nur ein Unternehmen und nicht Gott. Da aber die meisten Leute erfreut sind in Google weit oben zu stehen, erübrigt sich das Thema zumeist.

  61. Argelbargel meint: (2.8.2006 um 13:14) AntwortenReply to this comment

    @50, @54:
    Cache-Control hat mit Google etc. gar nix zu tun, sondern mit Proxy-Caches (z.B. in Unternehmen).

    Laut Google (google.de/support/webmast...in/answer.py?answer=35306)
    lautet der korrekte Meta-Tag im Seiten-Header JEDER Seite, die nicht gecached werden soll so:

    Gruß

    Argelbargel

  62. Argelbargel meint: (2.8.2006 um 13:16) AntwortenReply to this comment

    Arg. Hatt wohl die Größer/Kleiner-Zeichen nicht gemocht, aber Jens hats ja schon gesagt: So muss es sein: META NAME="ROBOTS" CONTENT="NOARCHIVE"

    Gruß

    Argelbargel

  63. Nick meint: (2.8.2006 um 13:17) AntwortenReply to this comment

    Hallo argelbargel,

    mit den Tags kenne ich mich nicht so gut aus. Es ist aber auf jeden Fall so, dass Seitenbesitzer Maßnahmen ergreifen muss, damit Google in nicht cached. Und das Google nicht fragt.

  64. Argelbargel meint: (2.8.2006 um 13:23) AntwortenReply to this comment

    @63: ich hab mich im gestrigen Thread schon kommentarmäßig ausgetobt, deshalb hier nur kurz:

    Stimmt. Google & Co. fragen nicht. Soweit es die reine Aufnahme in den Suchindex angeht, halte ich dies auch für ok – die Zugangseinstellungen für Suchmaschinen per robots.txt ist ein gängiger "Standard", wer den nicht nutzt ist selber Schuld.

    Den Cache sehe ich sehr viel kritischer (und das NOARCHIVE-Dingens ist auch nicht so alt, Google scheint da also schon auf die Finger bekommen zu haben). Dennoch ist es Herrn Vetter überlassen, ob er dagegen vorgehen will – sein aktulles Problem mit den Planets ist davon unabhängig.

    Und ja, ich fand die Wortwahl gestern auch nicht schön, angesichts der dann folgenden Diskussion, erscheint sie mir aber doch nicht ganz unangebracht…

    Gruß

    Argelbargel

  65. Tim meint: (2.8.2006 um 13:35) AntwortenReply to this comment

    Klar hat U.V. recht. Urheberecht ist wichtig. Aber man kann vielen bloggern ein Messen mit zweierlei Mass, oder auch Verlogenheit, nicht ansprechen. RSS-feeds sind offen. Wenn man gegen jede "Planet", Aggregator oder sonstwas-Seite angehen würde, hätte man als A-list blogger (als der sich U.V. versteht) viel zu tun. Also trifft es mal wieder zufällig und willkürlich. Feeds sind natürlich auch Mittel, um mehr Besucher zu bekommen. Genau wie backlinks, blogroll usw. Suchmaschinen-Positionen usw. Alles für den Ruhm – gemessen in visits, Schwanzvergleichen, Interviews und Erwähungen in anderen Medien usw.

    Dabei bleibt of genug der content auf der Strecke. Oft offenbart sich ein groteskes Verständnis von dem Wert (oder Schöpfungshöhe) der eigenen Inhalte. Auf der anderen Seite versucht man sein content mit Youtube usw. aufzupeppen. Links sind zwar "Zitate" aber praktisch auch ein Aneignen fremder Inhalte – wenn sie nicht beonders Kommentiert oder anderes in den eigenen Inhalt integriert werden.

    Wie wenig auch a-list blogger sich um das Urheberrecht scheren, zeigt sich dieser Tage: In vielen blogs wird die Bravo-Titelseite des eigenen Geburtstags gezeigt. Dabei steht gross unter dem Bild auf den Seiten des Baur-Verlags: em User/Betrachter ist es nicht gestattet das Bild oder Teile desselben zu bearbeiten, zu vervielfältigen, zu verbreiten, mit ihnen zu werben oder sie sonst in irgendeiner Form zu nutzen. Eigentlich klar, oder? Wird aber ignoriert.

    Solange beim eigenen Inhalt schwere Geschütze aufgefahren werden, aber mit den Rechten fremder Inhalte grosszügig umgegangen wird, solange bleibt es ein Kampf gegen Windmühlen und U.V. kann eigemtlich nur verlieren, weil er mit anderen "bloggern" in Sippenhaft (Autung ist bildlich gemein!!!) genommen wird.

  66. fronti meint: (2.8.2006 um 13:51) AntwortenReply to this comment

    nun ja.. Google, msn und co über eine robots Liste ausschliessen ist ja schön und gut, und funktioniert auch. Geht aber meiner Ansicht nach etwas am Thema vorbei.
    Sonst kann man ja auch einen planet oder irgend was anderes aufsetzen, und dann in die Nutzungsbedingungen _seiner_ Seite schreiben: "wenn du nicht willst, dass ich dich indiziere, mach einen Kopfstand und schick mir das Photo, dann nehm ich dich raus. Wenn du das nicht machtst, pech gehabt.."

    Irgendwie ist das in meinen Augen dasselbe wie ein Verbot aufzusetzen für Suchmaschinen.

    So, jetzt muss ich weiterarbeiten :))

  67. Mattias Schlenker (Link) meint: (2.8.2006 um 13:53) AntwortenReply to this comment

    > Oft offenbart sich ein groteskes Verständnis
    > von dem Wert (oder Schöpfungshöhe) der eigenen
    > Inhalte.

    In einigen Fällen lässt sich dieser Wert sogar direkt monetär abschätzen. Sei es, weil ein Artikel auf einer Webseite oder im Blog sonst an ein Printmedium gegangen wäre oder weil man Werbeeinnahmen mit den Artikeln hat. Nicht zu unterschätzen der Reputationseffekt. Und wer seine Reputaion zu einem Teil auf Blog-Einträgen aufbaut, soll selbst entscheiden können, ob Trittbrettfahrer daran teilhaben können.

  68. fh (Link) meint: (2.8.2006 um 13:54) AntwortenReply to this comment

    law blog hat schon seit Monaten ein Noarchive-Tag in den Headern. Von wegen Google und so.

  69. Mitleser meint: (2.8.2006 um 13:59) AntwortenReply to this comment

    @65: So what? Das ist doch die Entscheidung jedes einzelnen, was und mit wem man mitmacht und was nicht. Genau wie die Entscheidung, ob und gegen wen man (außer)gerichtlich vorgehen will, wenn gegen Rechte verstoßen wird. Ich verstehe die Aufregung nicht.
    Alle mit dem gleichen Maß messen muss höchstens der Staat. Udo Vetter als Privatmann oder RA darf sich selbst entscheiden, was mit seinem Content geschieht. Dafür muss er sich nicht rechtfertigen.
    Und wenn sein Content so schlecht wäre, wären wir doch wohl alle nicht hier, oder?

  70. wolfgang (Link) meint: (2.8.2006 um 14:27) AntwortenReply to this comment

    RSS: Really Simple Syndication ad absurdum. Es gibt doch jeher ein Problem mit dem Urheberrecht, dass auf digitale und analoge Entwicklungen zurück zu führen ist.

    Privatkopie war ok so lange die Qualität bei jeder Kopie litt. Jetzt, wo digital 1:1 kopiert werden kann ist auch eine Privatkopie in der Diskussion.

    Ich frage mich schon, warum jemand unter dem Deckmantel RSS seinen Content verbreiten will, aber nicht bereit ist das dieser veröffentlicht wird. Ich könnte auch genauso verlangen das der Feed per Passwort geschüzt wird.

    Bei der Bundeswehr wurde ich bestraft, wenn ich andere dazu verleitet habe meinen Besitz zu klauen, also irgend etwas offen herum liegen lies (ohne es zu verschliessen).

    Andererseits hat den jemand etwas Anderes von einem Anwalt erwartet? Ich meine der verdient damit seine Brötchen.

    Um das Klarzustellen:
    Ich sehe es als Unrecht an, wenn jemand Werke anderer als eigene verkauft. Also Zitate nicht als Zitate kennzeichnet, oder ganze Artikel als eigene verkauft (oder anbietet). Das ganze potenziert sich mit einer finanziellen Bereicherung durch die Nutzung der Werke. In diesem Fall finde ich es absolut angebracht abzumahnen oder zu klagen.

    Wenn ich aber etwas "Wirklich einfach Verteilen" will (wie wird RSS richtig übersetzt?), oder Inhalte "Wirklich einfach zusammenführen" will (vielleicht eine etwas bessere übersetzung), dann darf ich mich doch nicht beschweren, wenn der Inhalt den ich verbreite verwendet wird (wie auch immer). War es nicht das ursprüngliche Ziel?

    Warum bieten Sie einen RSS Feed an? Wenn Ihre Inhalte nur "gelesen" werden sollen, kann ich auch auf ihre Webseite kommen (das wünschen sich doch eh alle). So war es schon jeher. Um einen RSS Feed zu lesen muss ich ihn nunmal runterladen und transformieren. Oder muten Sie es ihren Lesern zu diese kryptischen Tags zu entschlüsseln? Ich finde diese Transformation (in der ich aus Ihrem Inhalt machen kann was ich will, Bilder, PDF, Audio, etc) ist doch auch eine Urheberrechtsverletzung (§3 UrhG http://www.gesetze-im-internet.de/urhg/__3.html).

    Wenn Sie möchten, dass jemand über Ihre "Neuigkeiten" informiert wird, aber die Informationen _nicht_ weiterverbreitet werden dürfen, sollten Sie auch so fair sein und selber entscheinden welche Informationen jemand verbeiten darf. Das kann jemand aber nicht aus ihrem Fulltext RSS-Feed erkennen.

  71. Lim_Dul (Link) meint: (2.8.2006 um 14:31) AntwortenReply to this comment

    @70:
    Es geht um das wiederveröffentlichen. Natürlich dürfen die Sachen aus dem RSS Feed wiederverwendet werden. Nur darf man diese Wiederverwendung nicht öffentlich stellen.

    Und bezüglich des letzten Absatzes, auch die Informationen dürfen weiterverbreitet werden. Einzig der vollständige öffentliche Abdruck ist nicht gestattet. Was ist eigentlich daran so schwer?

  72. M. meint: (2.8.2006 um 14:38) AntwortenReply to this comment

    @70: Es gibt genügend legale und legitime Möglichkeiten, einen RSS-Feed zu gebrauchen. Dazu gehören neben Linklisten oder dem Abo im Feedreader auch Planet-Seiten, die entweder authorisiert oder durch Passwort geschüzt sind.

    Jetzt den Schwarzen Peter demjenigen zuschieben zu wollen, der Content generiert und diesen schon unter sehr liberalen Bedingungen zur Verfügung stellt, ist einfach dreist. Genauso dreist wie die Annahme, dass jede nicht ausschließlich widersprochene Nutzung erlaubt sein soll. Dazu haben wir Gesetze wie das Urheberrecht, die einen recht vernünftigen Rahmen bilden.

  73. Thomas Schulz (Link) meint: (2.8.2006 um 14:40) AntwortenReply to this comment

    @46 Mattias Schlenker
    Hatte #19 durchaus gelesen. Unsere Position unterscheidet sich nur in der Definition von "RSS-Reader". Ich würde es auch begrüßen, wenn dass RSS-Format Möglichkeiten bieten würde, ganz klar zu definieren, was mit den gelieferten Inhalte geschehen darf (Zwischenspeichern, Lesen mit welchen Clients, zum Bestandteil anderer Feeds machen).

    Andererseits verkompliziert das die Sache unnötig. Der Inhalteanbieter hat meines Erachtens bereits heute genügend Möglichkeiten, die nicht gewollte Nutzung seiner Inhalte zu verhindern.

    * Er kann Teaser statt Volltext liefern
    * Er kann dafür sorgen, dass dem Link zum Volltext-Feed Nutzungsbedingungen vorgeschaltet werden (die nur im Impressum niederzuschreiben finde ich nicht optimal)
    * Er kann bestimmten Clients den Zugriff verbieten

    Das Problem ist allerdings, dass Inhalteanbieter oftmals nicht wissen, was sie da per RSS rausblasen und wozu dieses Format explizit dient. Ich hatte den konkreten Fall, dass mich ein Inhalteanbieter an den durch Links vom Planet auf seine Inhalte generierten Umsätze beteiligen wollte. Im Gespräch ergibt sich plötzlich, dass man sich garnicht bewußt ist, per RSS Volltexte zu liefern. Den will man eigentlich selbst vermarkten. Nach dem Tipp, doch nur Zitate zu liefern, war die entsprechende Funktion im Blog schnell gefunden.

  74. Jens meint: (2.8.2006 um 14:50) AntwortenReply to this comment

    Mit einem RSS Feed kann ich Inhalte quasi "abonnieren". Diese werden mir dann sozusagen frei Haus in ein entsprechenes Programm geliefert z.B. einem RSS Reader.

    Genau wie ich auch eine Zeitung abonnieren kann die dann jeden morgen in meinem Briefkasten liegt. Daraus abzuleiten, dass ich deren Inhalte deshalb frei verbreiten kann ist absurd. Wer möchte kanns ja mal ausprobieren. Einfach die abonnierte Tageszeitung vervielfältigen und weiterverbreiten, am besten noch mit Werbeanzeigen drin. Mal sehen was passiert.

  75. Markus meint: (2.8.2006 um 14:56) AntwortenReply to this comment

    @ 73 (Thomas Schulz)

    Lesen Sie eigentlich auch andere Kommentare?
    Oder ist das bewusste Ignoranz, was aus Ihrem und anderen Kommentaren hervorscheint?

    Lesen Sie doch nur z.B. #72 (M.) oder #19 (Mattias Schlenker).

    Immer wieder den gleichen Denkfehler zu begehen zeugt nicht von Diskussionsfähigkeit.

  76. Lim_Dul (Link) meint: (2.8.2006 um 14:58) AntwortenReply to this comment

    Das ganze Problem beschränkt sich ja nicht nur auf die RSS Feeds. Grundsätzlich trifft man im Internet auf viele Leute, die der Ansicht sind, sobald man etwas öffentlich ins Internet stellt, gibt man damit auch jedes Urheberrechte auf.

    Das darüber diskutiert werden muss, ob die Übernahme der Texte richtig oder falsch ist, ist irgendwie absurd. Das würde nämlich bedeuten, es gäbe ein Medium, wenn man in dem veröffentlicht automatisch, ohne das es unter irgendwelchen Lizenzen veröffentlicht wird, sein Urheberrecht aufgibt. Und das kann ja wohl nicht sein!

    Unabhängig davon fände ich so Sachen, wie dem Link zum Feed Nutzungsbedingungen vorzuschalten, nicht verkehrt. Damit machen sich dann vielleicht mal mehr Leute Gedanken um das Urheberrecht.

  77. Mattias Schlenker (Link) meint: (2.8.2006 um 15:00) AntwortenReply to this comment

    @73: Die Grenzen eines Readers sehe ich dort, wo die Inhalte als neue Zusammenstellung einer breiten Öffentlichkeit bereitgestellt werden. Ein Planet, der privat betrieben wird und mittels Passwort geschützt ist, ist keine Veröffentlichung fremder Inhalte.

    Wer wie Du einen — redaktionell betreuten — Planet zur Verfügung stellt, dürfte kein Problem damit haben, entweder Opt-In zu praktizieren oder bei interessanten Blogs selbst nachzufragen. Ich halte das für absolut zumutbar.

    Natürlich wäre alles besser, wenn man Lizenzinformationen in jeden RSS-Feed packen könnte, aber bis sich hierfür ein Standard durchgesetzt hat, muss man einfach mit der Gesetzeslage leben und auch wenn sich solch ein Standard durchsetzt, wird man bei Feeds, die keine Lizenzinformationen enthalten, davon ausgehen müssen, dass der der Urheber zunächst keine Verbreitung im Volltext wünscht.

    Im übrigen sollte man nicht vergessen, dass das Urheberrecht auch Rechte einräumt, die nicht per Vertrag eingeschränkt werden können. So kann nicht untersagt werden, Links zu setzen oder zu zitieren.

  78. SvenR meint: (2.8.2006 um 15:16) AntwortenReply to this comment

    @73 Thomas Schulz: Natürlich können die Herausgeber von Zeitungen dafür Sorge tragen, dass man ihre Artikel nicht fotokopieren kann:
    * Dunkelmittelgraue Schrift auf hellmittelgrauem Muster
    * "Spiegelndes" Papier
    * Sie können Teaser anstatt Volltext liefern
    Na, irgendwelche Analogien festgestellt…

  79. Tim meint: (2.8.2006 um 15:19) AntwortenReply to this comment

    @77
    Eine ganz schön beschränkte Sicht von "Öffentlichkeit". Warum gibt es denn die Honorarpflicht bei elektronischen Pressespiegeln, die ja nur intern verbreitet werden? Warum will der Bundesverband Digitale Wirtschaft, dass diese Abgabepflicht eingeschränkt wird, bzw. das Urheberrecht zur "Befriedigung der Informationsbedürfnisse von Körperschaften und Privatpersonen zu den sie betreffenden Veröffentlichungen gegenüber Mitarbeitern, Kunden, Lieferanten und Investoren" aufgeweicht werden soll?

    Als a-list und Fachblogger würde ich mir eher Gedanken machen, wo meine Inhalte intern in Pressepiegeln und Intranets weiterverarnbeitet und übernommen werden.

  80. wolfgang (Link) meint: (2.8.2006 um 15:20) AntwortenReply to this comment

    @71, 72
    Wiederveröffentlichen? Was macht den google, technorati und andere? die veröffentlichen Artikel die schon erschienen sind WIEDER.

    (Ich weiß google und technorati sind schon oft gefallen, aber eine richtige antwort habe ich noch nicht gelesen, was google von "planeten" unterscheidet.)

    Sobald der Gesetzgeber festhält, dass JEDE Webseite (sprich jedes Bit und Byte das ich auf meinen FTP Server lade), dass nicht explizit durch Zugriff der Öffentlichkeit geschützt ist als "ÖFFENTLICH" zu betrachten ist, kann ich mich euren Meinungen anschließen.

    Aber solange ich nicht über einen öffentlichen Index gefunden werden kann (oder euer Inhalt nicht darüber gefunden werden kann). Gelten für mich diese Bits und Bytes als NICHT ÖFFENTLICH. Von einer WIEDER_VERÖFFENTLICHUNG_ kann also gar nicht die rede sein.

    @74
    Da haben wir wieder das Problem mit digitaler und analoger Verarbeitung. Der Aufwand aus einer Zeitung eine neue zu machen ist weit höher als aus einem RSS Feed (der nicht wie eine Zeitung aufgemacht ist) eine neue Webseite zu machen nicht.

    Würde ich von meiner Zeitung nur ein paar Blätter mit Inhalten geliefert bekommen, wäre es nicht verwerflich diese in schönem Layout (MIT ANGABE DER QUELLEN UND RECHTE) zu "transformieren". Ich ERSCHAFFE DANN NÄMLICH EIN NEUES WERK. nur die Inhalte sind geschützt, und das mache ich ja deutlich. Wenn das einer nicht will, kann er mir das sagen, und mich mit seinen Listen nicht mehr belästigen… Oder mir weniger Informationen geben. Er kann mir auch ne vollständige Leseprobe einreichen, die ich dann auch genauso wiedergeben werde.

    PRESSETEXTE?, REUTERS?, DPA? mensch ist es denn für euch so schwer? Content zu verbreiten ist doch ausdrücklich gewünscht. Es gebietet nur der Anstandt, der Respekt untereinander diese Werke nicht als eigene zu verkaufen. (schon gar nicht mit finanziellen gewinn).

    RTL empfängt täglich mehrere Stunden Videomaterial von Reuters (u.a.). Dieses Material ist durch Reuters freigegeben, und darf in eigenen Beiträgen verwendet werden. Es gibt dafür genau Bestimmungen die von Reuters rausgegeben wurden, nach denen sich RTL richten muss. Geregelt sind z.B. Bezahlung, angabe von Quellen, Vertriebswege (print, tv, regionen, etc)

    Ich habe noch keine solchen Bestimmungen im (oder an) irgendeinem Feed gefunden.

    Beiträge die niemand lesen darf, verbreite ich nicht in einem RSS feed. Das Internet ist öffentlich… richtig! Aber nicht jede Seite ist öffentlich bekannt und kann über die bekannten wege gefunden und gelesen werden.

    Was sollen all die geschundenen Kinder sagen, die in jungen Zeiten "unwahre Tatsachen" veröffentlichten, und dadurch im Alter (weil sie ja im Internet auch Jahre später noch gefunden werden können) "verunglimpft" (oder was auch immer) werden?
    Ihre meinung könnte ja sein, dass sie sich seither geändert hätten, diese (durch sie selber veröffentlichten Informationen) sollten doch deswegen nicht mehr Zugänglich sein (sie Wiedersprechen also jetzt einer Wiederveröffentlichung, obwohl sie damals freudig auf den eigenen seiten verbreitet wurden)?

  81. Lim_Dul (Link) meint: (2.8.2006 um 15:25) AntwortenReply to this comment

    Ich fass den Beitrag 80 mal knapp zusammen:
    Weil man rss feeds leicht kopieren kann, darf man das.

    PS: Die Inhalte der Zeitung im privaten Kämmerchen zu transformieren, geht. Diese Information dann öffentlich zu verteilen: Da wird aber sehr schnell die Zeitung gegen vorgehen.

    Richtig ist, das bei den Feeds keine Lizenzbedingungen dranstehen, unter denen man das nutzen darf. Ergo darf man das im Sinne des Urheberrechts nutzen. Das bedeutet zitieren, darauf verweisen, aber eben nicht wortgetreu wiedergeben.

    Was an der Aussage: Die Texte sind eine geistige Leistung des Urhebers und dürfen nicht ohne desen Zustimmung verbreitet werden, ist eigentlich so schwer?

  82. wolfgang (Link) meint: (2.8.2006 um 15:30) AntwortenReply to this comment

    ach und nochwas…

    eine webseite als "feed" zu parsen ist weit mehr aufwand (und für jede webseite individuell durchzuführen) als einen standardisierten rss-feed zu parsen. dass es aber dennoch geht zeigt z.b. der tvbrowser. dort gab es IMHO auch diskussionen über die rechtliche situation. mittlerweile haben die tvsender dieser verwendung zugestimmt und man bemerke:

    DIE BESCHREIBUNGEN ÜBER DIE FILME SIND ALLE VERKÜRZT DARGESTELLT. Entweder, weil die Inhalte nur so geliefert werden, oder weil die TVAnstalten das so wollten. auch, weil tvbrowser mit einer art Proxie die informationen abholt. Das heißt die Informationen sind nur ausgewählten leuten zugänglich, denen mitgeteilt wurde die Infos nur gekürzt zu verwenden.

  83. Mattias Schlenker (Link) meint: (2.8.2006 um 15:31) AntwortenReply to this comment

    @80: Es gibt durchaus Unterschiede zwischen der reinen Nutzung (Lesen von Seiten, Lesen vom Feeds im Feedreader) und der Verwertung. Wer Inhalte verwerten darf, bestimmt der Urheber, basta!

    Seltsamerweise kommt bei Zeitschriften auch kaum jemand auf die Idee, dass er mit den paar Euro für das Magazin die kompletten Verwertungsrechte erworben hätte.

    Bitte in diesem Kontext auch #12, #19 und #72 beachten!

  84. Anonymous meint: (2.8.2006 um 15:32) AntwortenReply to this comment

    Ihr solltet langesam zur Ruhe kommen. Es ist ganz klar, das UV bestimmen kann, was mit SEINEN Texten passieren soll/ kann/ darf und das er die Rechte an dem Text hat.
    Die Diskussion entsteht, wie so viele Lawinen in letzter Zeit in Bloggerhausen, durch den die Unverhaeltnissmaessigkeit der eingesetzten Mittel.
    Und da wundert es mich, dass UV in dieser Sache nicht sensibler vorgegangen ist, einfach weil er eine Menge Erfahrung in dem Thema hat.
    Der planet-Mensch da bekommt eine Nennung als "Dieb" auf dem lawblog samt Abmahnungsandrohung, technorati.com bekommt keinerlei Probleme. Was ja oekonomisch sinnvoll und UV auch vollkommen freigestellt ist, wie er sich wem gegenueber verhaelt. Aber wenn es wie im aktuellen Fall wieder einem David gg. Goliath heisst, muss sich UV den Aufschrei hier im Blog gefallen lassen. Waere er gegen technorati, statt gegen den planet-Nutzer, vorgegangen, haette er alle Sympathien auf seiner Seite.

  85. wolfgang (Link) meint: (2.8.2006 um 15:34) AntwortenReply to this comment

    @81 nein
    Weil man rss feeds leicht kopieren kann und weil der feedanbieter sich nicht anders äußert und mir die informationen quasi freihaus liefert darf ich das*.

    *insofern ich mich gewisser regeln nicht verweigere, die da währe:
    • Zitieren
    • Quellenhinweis
    • Das Werk des anderen nicht als Eigenes ausgeben (deutliche distanzierung)
    • Finanzielle Absichten verfolgen (Pagerank, doorpages, etc.)

  86. Udo Vetter (Link) meint: (2.8.2006 um 15:41) AntwortenReply to this comment

    @ Wolfgang: Das ist Ihr Wunschdenken, nicht die Realität.

  87. Markus meint: (2.8.2006 um 15:41) AntwortenReply to this comment

    @ 85 (Wolfgang)

    Vielleicht solltest Du Folgendes endlich verstehen:
    Nicht DU bestimmst, was Du mit fremden Rechten machen darfst.

  88. Mattias Schlenker (Link) meint: (2.8.2006 um 15:42) AntwortenReply to this comment

    @85: Eine Einschränkung fehlt: kein Volltext! Das Recht zu zitieren, das Dir kein Urheber aberkennen kann, ist etwas richtig geiles! Das einzige Problem: es erfordert die schöpferische Auseinandersetzung mit dem zitierten Werk. Die ist aber dummerweise mit Arbeit verbunden.

  89. Jens meint: (2.8.2006 um 15:45) AntwortenReply to this comment

    @85 wolfgang
    Das Problem ist aber das zumindest bei kommerziellen Angeboten ein Schaden auch schon alleine durch die Veröffentlichung auf der Internetseite entsteht. Zum Beispiel dadurch das die Kopie das Original in den Suchmaschinen verdrängt.

    Außerdem: Nehmen wir den Fall an jemand bindet Inhalte Ihrer Webseite in seine eigene ein. Möglicherweise zusammen mit irgendwelchem Schmuddel oder Nazikram. Möchten Sie wirklich dass dort auf der Seite Ihr Name auftaucht und Sie so mit dieser Seite in Verbindung gebracht werden? Nehmen Sie an Sie bewerben sich irgendwo und Ihr zukünftiger Arbeitgeber findet Inhalte mit Ihrem Namen drunter auf irgendwelchen Schmuddelseiten. Da bekommen Sie unter Umständen gar keine Chance den Irrtum aufzuklären.

    Insofern sollte auch zukünftig jeder das Recht haben selbst zu bestimmen ob er will das seine Inhalte von anderen weiterverbreitet werden und wo diese erscheinen sollen.

  90. wolfgang (Link) meint: (2.8.2006 um 15:51) AntwortenReply to this comment

    das hasse ich so an kommentaren, man muss immer viel zu schnell tippen, und hat gar nicht die zeit sich ordentlich vorzubereiten.

    als aller letztes (versprochen) würde ich noch folgende Pragraphen des UrhG vorlegen.

    Ich habe da noch so ein paar dinge im Hinterkopf, die ich in den Medienrechte Vorlesungen behalten konnte.

    Zum Thema Zeitungen zu neuen Zeitungen kopieren:
    http://www.gesetze-im-internet.de/urhg/__49.html

    Transformation von Feeds (datenbanken, xml-files):
    http://www.gesetze-im-internet.de/urhg/__55a.html

    Wenn ich einen planet betreiben würde (was ich nicht tue, und was ich auch nicht zu tun gedenke), dann würde ich das hier anführen:
    http://www.gesetze-im-internet.de/urhg/__44a.html

    nachlesen kann das ja jeder selber.

    *basta*

  91. Thomas Schulz (Link) meint: (2.8.2006 um 15:56) AntwortenReply to this comment

    @76 (Lim_Dul)
    Das hier beklagte fehlende Unrechtsbewußtsein steht und fällt mit der Interpretation des Mediums "RSS". Die ist historisch "Verbreite mich!". Wäre die Interpretation auschließlich "Lies mich!", bräuchte gäbe es die Diskussion nicht.

    Interessant sind in dem Zusammenhang "geteaserte" Feeds. Wäre die Präsentation dieser Inhalte nur dann rechtlich wasserdicht, wenn aus dem Teaser nochmal ein Zitat herausgelöst wird?

  92. wolfgang (Link) meint: (2.8.2006 um 16:00) AntwortenReply to this comment

    mist ich muss doch nochmal.

    > • Finanzielle Absichten verfolgen (Pagerank, doorpages, etc.)
    das sollte heißen:
    • KEINE Finanzielle Absichten verfolgen (Pagerank, doorpages, etc.)

    Ich würde gerne weiterdiskutieren, aber die Diskussion in einem Blog finde ich sehr befremdlich. Es fehlt ein wenig der Dialog. Daher lass ich das jetztmal, ich konnte mich bisher gut aus solchen Diskussionen raushalten, also werde ich das weiterhin so machen.

    Zu eurer beruhigung: Ich habe keinerlei Absichten Inhalte Anderer irgendwie mein Eigen zu nennen, oder einen planet oder sowas zu betreiben. Wenn ich das machen sollte, werde ich den Urheber dafür bezahlen, bzw. die Rechte für die veröffentlichung erwerben).

    Aber wenn hier so rumgewettert wird, muss ich mir "sorgen" machen, dass http://www.bloglines.com bald Geschichte ist. (obwohl… die haben wohl ein anderes Verständnis in dieser Beziehung. Vielleicht ist es ja was typisch deutsches, ich weiß es nicht.)

    Mich kann ja jeder der da noch bedarf hat per email kontaktieren (ich antworte gerne :))

  93. Mattias Schlenker (Link) meint: (2.8.2006 um 16:01) AntwortenReply to this comment

    @91: Früher™, als alles besser war, enthielten RSS-Feeds nur Überschriften und Links zu Artikel. Irgendwann kamen die Teaser und dann der Volltext. Teaser haben einen unbestreitbaren Vorteil beim Verlinken (und sind dazu legal) und Volltext hat wunderbare Vorteile bei der Lektüre, so benutze ich auf dem N770 eher mal den Feedreader als den Browser. Daraus aber abzuleiten, dass ein Urheber mit der Verbreitung des Feeds der Weiterverbreitung im Volltext zustimmt, halte ich für sehr mutig.

    @90: Schau Dir die verlinkten Paragraphen mal bitte genauer an.

  94. Argelbargel meint: (2.8.2006 um 16:02) AntwortenReply to this comment

    @90: Jetzt wirds IMHO aber albern!

    "Flüchtig" bedeutet die Übertragung DURCH das Netz von Punkt A nach Punkt B – dass das Werk dann an Punkt B veröffentlicht werden, erst recht nicht in einem anderen redaktionellen Kontext, deckt der angeführte Paragraph nicht ab.

    Anders gesagt: aufs Web bezogen würde der vielleicht für Caching-Proxies bei Providern oder Caching-Farmen wie Akamai etc. gelten, nicht aber für den Webseiten-Betreiber der die Inhalte veröffentlicht, nachdem er sie übers Web flüchtig übertragen hat…

    Ansonsten geht es halt um die rechtmäßige Nutzung – und dazu haben wir jetzt eigentlich genug gesagt, dass Dir das so nicht passt, ist arg blöd für dich, aber nicht zu ändern.

    Gruß

    Argelbargel

  95. Mattias Schlenker meint: (2.8.2006 um 16:04) AntwortenReply to this comment

    @91, Nachtrag: Auf Teaser dürfte der von Wolfgang verlinkte §49 anwendbar sein. Es handelt sich bei Teasern um Auszüge in einer Nachrichtenübersicht. Ob die Auszüge bereits vom Urheber mundgerecht aufbereitet wurden oder erst von Dir dürfte keine Rolle spielen.

  96. Mathias Bank (Link) meint: (2.8.2006 um 16:14) AntwortenReply to this comment

    Ihr diskutiert hier aus unterschiedlicher Sichtweise. Einerseits hat Udo recht, denn er soll bestimmen können, was mit seinem Content passiert. Andererseits nutzt Udo über RSS ein Format, das zum Austausch von Content erfunden wurde. Das ist eigentlich, als ob ich mich aufregen würde, wenn meine Musik über Filesharing-Dienste verteilt werden würde, obwohl ich sie da selbst reingestellt habe.

    Um nun auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen: Die Lösung würde so aussehen, dass man entweder kein Format anbietet, das zum Austausch von Content gedacht ist oder eben diese Verbreitung eingrenzt (Auszugstext, wie es eigentlich alle großen kommerziellen Anbieter machen).

    Udo: als Anwalt weißt du sicher selber am besten: Recht ist nicht gleich Recht. Das Urheberrecht ist auf deiner Seite, keine Frage. Aber ich darf mich nicht beschweren, wenn ich eine Erfindung (und nichts anderes ist RSS ja) zum Content-Austausch verwende und dies dann auch genutzt wird. Dieses zweideutige Verhalten kann nicht zu einem gemeinsamen Konsenz führen.

    Dass die rechtliche Lage hier nicht mithält ist klar. Sie wird aber immer der technischen Entwicklung hinterherhinken. Sollen wir deshalb aufhören, neue Ideen zu verwirklichen? Nur weil manche nicht verstehen, für was die Erfindung eigentlich da ist?

    Ich habe dich eigentlich bisher für einen sehr intelligenten Anwalt gehalten. Enttäusch mich jetzt mit deiner Einstellung nicht.

  97. Mathias Bank (Link) meint: (2.8.2006 um 16:19) AntwortenReply to this comment

    Ach ja, und noch ein wichtiger Punkt:

    Die Ausrede: "Ich wusste nicht, dass RSS zum Austausch von Content erfunden wurde und dass es so genutzt wird" finde ich mehr als lächerlich. Aus juristischer Sicht gilt ja auch: "Unwissenheit schützt vor Strafe nicht".

  98. Markus meint: (2.8.2006 um 16:21) AntwortenReply to this comment

    @ Herr Vetter

    Bei #96 fällt mir ein:
    Bitte bitte bitte, Herr Vetter, tun Sie alles, um in der ehrwürdigen Blogger-Gemeinde Ansehen und Wohlwollen zu finden!
    Unterlassen Sie bitte jedes Auftreten in Ihrem Interesse, denn Sie müssen der knuffige semper-pro-bono-Retter der Gepeinigten bleiben!

    ;-)

  99. SvenR meint: (2.8.2006 um 16:26) AntwortenReply to this comment

    @96 Mathias Bank: Da sind wir wieder an dem Punkt angelangt: Frauen, die keine Burkha (schreibt man das so, gehört nicht zu meinem aktiven Wortschatz) tragen, sind selbst schuld, wenn sie belästigt werden? Man man man.

    Einfach mal den ganzen Thread lesen oder Klappe halten!

  100. Mattias Schlenker (Link) meint: (2.8.2006 um 16:27) AntwortenReply to this comment

    @Mathias: Mich ärgert die in vielen Beiträgen hier zu findende Deutungsumkehr. Nur weil jemand Inhalte in maschinenlesbaren Formaten bereitstellt, heisst das noch lange nicht, dass jeder diese Inhalte nach belieben aggregieren und weiterverbreiten darf.

    Ich bin immer wieder verärgert, wenn ich Tutorials "zurückholen" muss, die jemand auf seine Webseite kopiert hat oder gar per C&P in einen Zeitschriftenartikel übernommen hat. Ich höre dann meist etwas wie: "Aber Du hast es doch ins Internet gestellt!"

    Was ist denn so schwer daran, einen Artikel entweder sinngemäß wiederzugeben oder zu zitieren und auf das Original zu verlinken. Hyperlinks sind nicht zum Spaß erfunden worden, sondern eben dafür, dass ein einfacher Zugriff auf Originale möglich ist, ohne rechtlich fragwürdige Volltextkopien anzulegen.

  101. Mathias Bank (Link) meint: (2.8.2006 um 16:28) AntwortenReply to this comment

    @98: Kann sein, dass es so rübergekommen ist. Aber Herr Vetter hat sich bisher in meinen Augen eigentlich damit als Anwalt hervorgehoben, dass er mit seinem Wissen auf aktuellem Stand der Technik ist und nicht uralte Maßstäbe an neue "Kulturen" geheftet hat. Und er soll den Content auch nicht einfach so anbieten, wenn er das nicht möchte. Meine Aussage lag darin, dass er einfach sein RSS-Format entsprechend anpassen muss.

    Man muss nicht ständig mit dem Hammer auf alles eindreschen, was sich bewegt. Hier stoßen offensichtlich zwei Welten zusammen: Die Nutzer vs die Entwickler. Die Frage ist nun, wie reagiert man darauf. Mit einem Kompromiss oder mit Verunsicherung und Einschüchterung?

  102. Mathias Bank (Link) meint: (2.8.2006 um 16:30) AntwortenReply to this comment

    @Matthias:

    Ich sage ja gar nicht, dass es in Ordnung ist, jede maschinenlesbare Form (z.B. reguläre Internetseite) zu kopieren. RSS ist aber mehr als nur eine maschinenlesbare Form. Es ist ein Format zur Verbreitung von Content. Und das ist eben der Unterschied.

  103. Mattias Schlenker meint: (2.8.2006 um 16:31) AntwortenReply to this comment

    @Mathias, #101: Warum möchtest Du Udo dafür verantwortlich machen, wenn einige Nutzer das RSS-Format als Freibrief für die Weiterverbreitung im Volltext mißverstehen?

  104. Thomas Schulz (Link) meint: (2.8.2006 um 16:32) AntwortenReply to this comment

    @95 (Mattias Schlenker)
    Die Dienstleitung eines Planet ist es ja, dem Nutzer Inhalte aus verschiedenen Quellen gebündelt bereitzustellen. Nehmen wir mal an, RSS impliziert nicht "Verbreite mich" sondern es gilt das Urheberrecht ohne Einschränkung. Bedarf es dann eines Opt-In um den Volltext darstellen zu können oder reicht ein Opt-Out?

    So ein Planet liefert ja selbst wieder Feeds. Dürfen die den Volltext enthalten? Wäre das dann ein "Vorübergehende Vervielfältigungshandlung" nach § 44a? Wenn ja, warum ist sie das nicht, wenn die selben Inhalte auf einer Webseite stehen?

  105. Mattias Schlenker meint: (2.8.2006 um 16:32) AntwortenReply to this comment

    @Mathias, #103: GOTO 19, PLEASE :-)

  106. Mattias Schlenker meint: (2.8.2006 um 16:36) AntwortenReply to this comment

    @104: Urheberrecht ohne Einschränkungen, Teaser wohl erlaubt, ansonsten Opt-In oder eben die aktive Nachfrage beim Bereitsteller eines Feeds. Es sollte doch nicht schwer sein, aus nicht explizit genehmigten Fulltext-Feeds die ersten 150 bis 500 Zeichen (je nach Artikelgröße) zu extrahieren und die Grenze möglichst auf eine Satzgrenze zu legen?

  107. Jan meint: (2.8.2006 um 18:07) AntwortenReply to this comment

    Nach der Argumentation von einigen hier dürften beispielsweise Künstler und Labels ihre Musik auch nur mit DRM vertreiben, wenn sie nicht möchten, dass sie beliebig weiterverbreitet wird.
    Einige der Kommentare hier haben mich überzeugt bei zukünftigen Urheberrechtsverletzungen gleich kostenpflichtig abmahnen zu lassen, dann braucht man sich wenigstens nicht mehr über diese dreisten Vorwürfe ärgern.

  108. Andreas Klein (Link) meint: (2.8.2006 um 18:10) AntwortenReply to this comment

    Ich habe mich jetzt nicht durch über 100 Kommentare gelesen – aber irgendwie glaube ich langsam echt, es hakt!

    Ok, machen wir das Spiel mal anders herum: Alle, die meinen, dass das Urheberrecht auf den Müll gehört und überholt wäre, senden wir ab sofort ihre Texte und selbst geschossenen Fotos mit tagesaktuellen Inhalten – da ja das Urheberrecht sowieso überholt ist, werde ich dann die Texte und Bilder an die Agenturen und Printmedien geben (natürlich mit meinem Namen … Urheberrecht ist ja nicht!) und mich dumm und dusselig verdienen! Habe ich eigentlich erwähnt, dass keiner von Euch von der Kohle etwas abbekommt? :)

    So, und jetzt schaltet Ihr mal alle brav den PC aus, nehmt Euch was Gutes zu trinken – und denkt mal nach! Solltet Ihr mit meinem Vorschlag nicht einverstanden sein, kann ich nur gratulieren … vielleicht ja doch noch begriffen, dass das Urheberrecht etwas taugt und nicht auf den Müll gehört!

    P.S.: Und sollte jemand einmal auf die Idee kommen, meine Bilder und Texte zu klauen, ohne dafür zu bezahlen … werde ich keinen Anwalt einschalten! Nein, ich komme direkt mit meinen beiden Kampfhundenmal vorbei, die spielen soooo gerne mit fremden Leuten! Aber leider immer nur einmal … :)

    Ach ja: Wer Sarkasmus findet, darf ihn behalten … ich habe genug davon!

  109. Thomas Schulz (Link) meint: (2.8.2006 um 19:28) AntwortenReply to this comment

    @106 Technisch ist das im Detail durchaus auch problematisch, wenn der Feed HTML liefert (man muss Tags rausfiltern, was den Sinn entstellen kann).

    Darauf, dass das automatische Ausschneiden der ersten 100 Worte mit dem Zitatrecht zu vereinbaren ist, möchte ich mich nicht verlassen.

    Bei Opt-In lauert das nächste Fettnäpfchen: Was, wenn das als unerwünschte Werbung verstanden wird?

    Die Frage nach neu zusammengestellten Feeds mit Volltexten ist noch offen.

    Aber lassen wir die Diskussion, malgadey.de hat es schön zusammengefasst.

  110. Mattias Schlenker meint: (2.8.2006 um 20:05) AntwortenReply to this comment

    @111, Thomas: Warum die Herumlamentiererei? Frag doch einfach die Blog-Betreiber, ob Du darfst!

  111. Mike meint: (2.8.2006 um 21:03) AntwortenReply to this comment

    Herr Vetter, man kann es auch ablehnen Mandanten zu vertreten die sofort Abmahnschreiben fordern.
    Als mittlerweile langjähriger Leser bin ich sehr enttäuscht von Ihnen.
    Dabei hatte ich angefangen durch dieses Blog nicht alle Anwälte über einen Kamm zu scheren, nunja.

  112. Hootch meint: (2.8.2006 um 21:28) AntwortenReply to this comment

    @ die 'Herr-Vetter,-dass-hätte-ich-nie-von-Ihnen-gedacht' Fraktion:

    Was hat er denn böses gemacht? Gar nix!
    Er hat mit einer durchaus provokanten Wortwahl dafür gesorgt, dass auf der Homepage des 'Contestklauers' eben dieser als 'klein' und 'fies' bezeichnet wird. Nicht mehr und nicht weniger.

    Es stellt sich auch nicht die Frage, ob man Texte übernehmen darf, die per RSS zur Verfügung gestellt werden. Man darf ja auch nicht Bücher kopieren (von mir aus mit dem Hinweis 'geschrieben von…'), nur weil diese Bücher einem zur Verfügung gestellt werden – ob man dafür bezahlen muss oder nicht, ist egal!

    Grüße!

  113. Mathias Bank (Link) meint: (2.8.2006 um 22:39) AntwortenReply to this comment

    Hm, die Argumentation von der Partei "Pro-Urheberrecht" geht irgendwie am Thema vorbei. Es geht doch gar nicht darum, dass Urheberrecht auf den Müll gelegt werden soll. Es geht auch nicht darum, dass alles was im Internet veröffentlicht wird, automatisch frei kopiert werden darf.

    Aber wenn ich als Urheber meinen Inhalt in einem System veröffentliche, das zum Verbreiten von Content gedacht ist, dann darf ich mich nicht wundern, dass eben dies gemacht wird. Und (weil es manche offensichtlich nicht verstanden haben): Ich meine damit nicht das Internet an sich: das ist eine Kommunikations-Technik. RSS aber ist eine Technik zum Verbreiten von Content. Und genau das setze ich gleich mit File-Sharing: wenn ich den Content da reinsetze, dann muss ich auch akzeptieren, dass es verbreitet wird. Und zwar weil ICH es da reingestellt habe.

    Ich finde es interessant, dass ihr teilweise so spitzfindig seid in Auslegung von Rechts-Paragraphen, aber die Unterscheidung zwischen Internet und RSS scheinen einige nicht hinzubekommen.

  114. Igor (Link) meint: (2.8.2006 um 22:42) AntwortenReply to this comment

    Ich kann mich nur Mike,@113 anschliessen. Ich bin auch langjähriger Leser und muss mich wundern, dass hier jemanden der Bekanntheitsgrad zu Kopfe steigt. Eben noch Teil der Community, jetzt wieder ein normaler Anwalt. Wie man sie kennt.

    Aber ein ehrliches Danke für die vielen guten Beiträge bis zum gestrigen Tag!

    Ich habe ja erst ca. 0,1% des Internets kennengelernt, ich schau mich mal weiter um.
    *PLONK*

  115. Argelbargel meint: (3.8.2006 um 00:01) AntwortenReply to this comment

    @115: Sorry, aber nur weil RSS ein Format ist, das die Content-Syndizierung und Maschinenlesbarkeit erleichtern soll, unterscheiden sie die "sozialen" Regeln, für den Umgang mit Dokumenten in diesem Format doch kein Stück von denen des sonstigen Internets.

    Ich sage bewusst soziale Regeln statt Urheberrecht oder geistiges Eigentum, denn ich bin der Meinung, es ist selbstverständlich, dass man vorher fragt, bevor man fremde Inhalte VOLLINHALTLICH irgendwo anderes veröffentlicht, unabhängig wie die Rechtslage am aktuellen Aufenthhaltsort ist (gegen gekürzte Versionen oder verlinkte Schlagzeilen hat doch keiner was).

    Ausserdem dient RSS in Blogs auch nicht in erster Linie dazu, es anderen leichter zu machen, fremde Inhalte auf ihren eigenen Seiten zu verbreiten, sondern haben eher die Funktion einens Newstickers o.ä., über den Du (bzw. dein Aggregator) schneller, leichter und übersichtlicher mitbekommst, wenn es was neues gibt.

    Ich halte mich übrigens auch nicht für spitzfindig – eigentlich gehöre ich sonst eher dem "Free Speech"-Lager an – aber ich finde diese unreflektierte Empörung über die Sache an sich – mit Herrn Vetters Ton im Ursprungspost bin ich auch nicht ganz einverstanden – ziemlich peinlich für die Blogosphäre, die ich, als eigentlich unbeteiligter "Mitleser", bisher immer für ihre Medienkompetenz bewundert habe.

    Oder kurz: es geht hier mitnichten um "Goliath gegen David" sondern um schlichte Benimmregeln. Und nochmal: es war (und wird in zukünftigen Fällen) doch für Herrn Vetter schlicht nicht erkennbar, wer da seine Inhalte mit welcher Intention ungefragt weiterverbreitet. Wenn dann noch die simpelsten Kontaktinfos auf der betreffenden Seite fehlen, muss man sich nicht wundern, wenn es mal eine vor den Bug gibt.

    Gruß

    Argelbargel

  116. Markus meint: (3.8.2006 um 00:04) AntwortenReply to this comment

    @ 115 (M. Bank)

    Sie scheinen es immer noch nicht begriffen zu haben.
    Herr Vetter hat sich mehrfach geäußert und einige haben es mehrmals versucht, es Ihnen zu erklären.

    Wenn Ihnen was nicht passt, dann fantasieren Sie sich einfach Ihre Realität zusammen?
    Und andere verstehen RSS nicht?

    Immer schön die Bodenhaftung behalten.

  117. Engywuck meint: (3.8.2006 um 01:48) AntwortenReply to this comment

    @80:
    "(Ich weiß google und technorati sind schon oft gefallen, aber eine richtige antwort habe ich noch nicht gelesen, was google von “planeten” unterscheidet.)"

    Ganz einfach:
    Um den Volltext einer Webseite in Google zu finden muss ich erst diese Seite suchen und dann auf den Link zur Anzeige der gecacheten Version klicken.
    Planeten scheinen einfach den Volltext anderer Webseiten zu nehmen, neu zusammenzustellen und dann als eigene Webseite zu verbreiten. Das fehlen die "Suchen" und "Ich will Volltext-Klick"-Schritte.

    Aus diesem Grund ist für mich das Ansinnen von google, einen extra-noarchive-Tag für nichtaufnahme im Volltext vorzusehen, eventuell noch hinnehmbar, ein frei verbreiteter "Planet" aber auch dann nicht, wenn er nicht mit Gewinnerzielungsabsicht erstellt wurde (und nicht nachgefragt hat…)

    Aber nach allem was ich hier gelesen habe stellt sich mir ohnehin die Frage, wie groß die Zahl der bereits strafmündigen Personen in der Bloggszene (oder was sich dafür hält) ist… ;-)

  118. Engywuck meint: (3.8.2006 um 01:50) AntwortenReply to this comment

    Was ich noch vergessen habe: *Bisher* war ich auch immer gegen sofortige Abmahnungen, aber so langsam kann ich die Sofortabmahner verstehen.

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