Wie wichtig es ist
Ich hatte im Supermarkt auch diesen Stand mit Spielzeugautos gesehen. Und konnte verstehen, dass der Junge unbedingt eins haben wollte. Die waren schon klasse, für 3,85 €. Seine Mutter zog ihn aber weiter. Er weinte ziemlich leise vor sich hin. Für mich ein Zeichen für Kinder, die Kummer gewohnt sind.
In der nächsten Viertelstunde begegnete ich den beiden mehrfach wieder. Oder hörte jedenfalls, was da abging. Erfreulich klang es nicht. Umso schöner fand ich es, dass die Mutter doch noch zu einem schwachen Augenblick in der Lage war. Der Kleine durfte zurückflitschen und sich ein Auto holen.
Bei den Süßwaren, nicht weit von den Kassen, dann das Drama. Die Frau hielt ihr Portemonnaie in der Hand und stellte fest, dass kein Geld drin war. Sie zeterte ziemlich laut, wobei die Versionen verdächtig schnell zwischen verloren, vergessen und beklaut schwankten. Der Kleine stand neben seiner tobenden Mutter und begriff langsam, dass es wohl mit dem Auto nichts mehr wird. Ich habe selten so ein Häufchen Elend gesehen.
Ich also dorthin, ohne groß nachzudenken, und drückte dem Kind fünf Euro in die Hand. “Hier, damit du dir dein Auto kaufen kannst.” “Ach, das ist aber nett”, sagte die Frau. “Na ja, man merkt ja, wie wichtig es Ihrem Sohn ist.”
Kurz darauf wartete ich an Kasse sieben. Und sah, wie an Kasse fünf die Frau mit dem Geldschein zahlte. Das Gesicht des Jungen konnte ich nicht sehen; er reichte noch nicht übers Förderband. Und dann wurde er auch ganz schnell durch den Ausgang gezerrt.
Ich hoffe, die Frau erstickt an ihrer neuen Schachtel Marlboro.
kurze Frage Udo, bin vielleicht net grad auf der Höhe heute:
1. hat die Frau Dein Geld verwendet, um sich eine Schachtel Zigaretten zu kaufen und ihr Kleiner ging leer aus?
2. hat sie selbst noch Geld gehabt, allerdings nicht mehr genug um beides zu kaufen.
Na sowas. Sind Anwälte nicht erfahren im Umgang mit geldschnorrenden Klienten? Dass die Kohle – suchtbedingt – eher verflüssigen als tatsächlich was zu Essen zu kaufen?
;-)
Ist nur blöde, dass man jetzt solchen Leuten schon die Spielzeugautos für die Kinder kaufen muss. Früher hatte es gereicht Schnorrern anzubieten ihnen eine Pizza zu kaufen.
Ist zwar auch irgendwie anmaßend, aber Geld ist halt zu universell.
@1
"Elendes Raucherpack" — aha. Über diese Wortwahl würde ich mich hier jetzt auskotzen, aber ich hab gerade einen derart dicken Hals…
unfassbare geschichte. ich wäre definitv hinterher gegangen und hätte die dame zur rede gestellt.
Es haben immer die falschen Leute Nachwuchs.
Und die Moral von der Geschicht'
gutes Geld verschenkt man nicht,
sondern man kauft selbst den Wagen
da hat der Jung' dann mehr Behagen
wenn man _nach_ des Kaufes Tat
das Spielzeug übergeben hat.
Und zum schluss hat man gut lachen,
blogt man über schöne Sachen.
Grüße!
P. S.: Das Verhalten der Frau ist eine Sauerei! Unter welchen Umständen kann man eine Schenkung eigentlich rückgängig machen? Da müsste doch was zu machen sein… (Gut der Streitwert….)
und die Moral von der Geschicht? Barspenden macht man nicht!
(Lieber das Auto bezahlen und dann dem Kind schenken)
Klingt für mich nach einem klaren Fall von veruntreuender Unterschlagung bzw. Untreue:
Das Kind wurde beschenkt, nicht die Mutter. Völlig unabhängig von Sorgerechts- und Geschäftsfähigkeitsfragen war es jedenfalls nicht für die Mutter gedacht, eine Verwendung für Kippen daher also ausgeschlossen.
Mal rein juristisch:
Gibt es sowas wie eine zweckgebundene Schenkung?
Hat diese Frau sich also zivilrechtlich belangbar gemacht?
ich fürchte, ich will eigentlich garnicht wissen, wie es diesem Kind sonst zu hause geht :/
Das merkt sich der Kleine unauslöschlich.
Vielleicht steht er später drüber und macht es besser.
Macht mich mehr traurig als alles andere, weil ich da das Gefühl habe, das da wieder eine Sucht ein Leben zerstört. Außerdem, bevor man der Frau den Tod an den Hals wünscht: das Kind braucht die Mutter mehr als alles andere.
Mensch was war das eine emotionale Berg- und Talfahrt.
Zuerst konnte ich gut mit dem Kleinen und seiner Mutter mitfühlen. Kenne ich als Vater doch das Gefühl gut genug, dass die Kinder nicht immer alles haben müssen, was sie sehen. Aber auch das Gefühl des Kindes, wenn es etwas nicht haben darf, was es sieht kann ich prima nachvollziehen. Wie gesagt, als Vater befindet man sich oft genug in solchen Situationen. Egal ob man nun notorisch Pleite oder einfach streng mit dem Kind ist.
Mich hat das Ende der Geschichte dann so traurig gemacht, dass ich mir fest vorgenommen habe meinem Sohn und meiner Tochter morgen was kleines mitzubringen…
Die werden sich freuen. Ich sag dann: "Ist vom Herrn Vetter" :)
In meiner Nachbarschaft gibt es auch eine Mutter die regelmäßig ihre Tocher auf der Strasse zusammenschreit. Mit Wörtern, die nicht einmal mehr als "Gossensprache" zu bezeichnen sind. Ich habe jedes Mal Lust, die Mutter zu packen und etwas länger zu schütteln um vielleicht den Kalk zu lösen – was aber sicherlich ihre Tochter (4 Jahre?) nicht weiterhelfen würde. Ich hoffe nur das die Kleine später ihren Kindern nicht das gelernte weitergibt…
WTF? Ich bin ja selbst Raucher, aber das ist das krasseste was ich je gehört habe…
Wie kann man so einen schlechten Charakter haben, dass man das Geschenk an sein eigenes Kind für sich beansprucht?
Zum Kotzen sowas.
Lustig … wenn die gute Frau sich statt Zigaretten einfach 2 Packungen Sojawürstchen gekauft hätte hätte man sich köstlich amüsiert wenn Marco geschrieben hätte: "Elendes Vegetarierpack". Denn es geht beileibe nicht um Raucher sondern um Menschen, denen die eigene Befriedigung wichtger ist als das Lächeln Ihres eigenen Kindes. Und das gibt es leider nicht nur bei Rauchern.
Und vielmehr sollte uns diese Geschichte lehren mal öfters die Augen ein bißchen weiter zu öffnen (und dann auch den Mund). Denn wenn Kinder wie in Nr 15 beschrieben auf offener Strasse zusammengeschrien werden darf man nicht einfach so zugucken. Denn das ist meist nur die erste Stufe.
Also was lernen wir ?
1. Auch Anwälte haben ein Herz :-)
2. Augen auf und Zivilcourage beweisen
3. Denen helfen, die sich nicht selbst helfen können!
ist es eigentlich normal in kommentaren immer den grassen durchblicker und menschenachter raushängen zu lassen? oder erkläre mir mal jemand diese ständigen "das ist das krasseste was ich je gehört habe" oder "Zum Kotzen sowas" antworten?
ich meine, ist es wirklich nicht offensichtlich, dass es viel unding da draussen gibt? bekommt ihr nicht mit, dass die einzigen menschen die noch zügig kinder bekommen, rauchende, picklige, sich selbst nicht verstehende 15jährige sind?
Eine nette Geste von Herrn Vetter!
Hoffentlich wirds bald verboten, hilft sicher auch vielen Süchtigen, die gern die Finger von lassen würden, es aber nicht schaffen.
Übel.
Besonders schlimm finde ich bei solchen Dingen den "sozialen Unwert". Man wird für das Bedürfnis, seinen Mitmenschen zu helfen, mit einem solchen Schlag ins Gesicht bestraft.
Ging mir auch mal so:
Frau spricht mich aufgelöst am Bahnhof an: "Mein Mann hat mich grad geschlagen. Ich muss telefonieren, hab aber kein Kleingeld."
Geb ihr nen Euro.
Gehe zufällig kurz nach ihr in die Bahnhofshalle. Sie unterwegs mit ihrem plötzlichen Begleiter in nen Laden zum Bierkühlschrank.
@23: Ach, in Glasgow sah ich mal ein Auto parken, zwei drei Straßenzüge von den Einkaufspassagen der Innenstadt entfernt. Zwei Männer steigen ganz normal aus, öffnen den Kofferraum, holen ihre Krücken raus und bewegen sich damit ins Gewühle.
ich habe mal nach längerem bitten eine ältere frau zum krankenhaus gefahren, die dort ihre mutter ganz dringend noch vor 15.45 besuchen mußte; eigentlich mußte ich in die andere richtung und es war grad leider kein taxi da, weswegen die frau tatsächlich einen aufgelösten eindruck machte. sie sagte auch die ganze zeit, sie würde sich auch erkenntlich zeigen. gut, normalerweise sagt man dann, "ist schon ok", aber diese dame hat mich derart genervt und unter druck gesetzt, dass ich mir vorgenommen habe, den euro (oder was sie mir hinhält) tatsächlich anzunehmen.
naja, beim krankenhaus angekommen, fragt sie mich nach meiner adresse (im selben stadtteil wie sie selbst wohnt), und sagt, sie bringt mir dann was vorbei. klang nach kuchen oder so was… egal, denn gekommen ist sie selbstverständlich nie.
aber ganz im ernst: es haben sich leute, denen ich "einfach so" geholfen habe, auch schon richtig erkenntlich gezeigt. und ich bin auch schon oft dankbar gewesen, wenn mich jemand als anhalter mitgenommen hat. das macht aber heute wirklich fast überhaupt niemand mehr, was ich nicht so recht verstehe.
zu der anti-raucher-diskussion hier: auch ich bin nichtraucher und bin der meinung, "wir" waren jetzt wirklich lang genug tolerant. und der kürzlich erfolgte mikrozensus hat etwas herausgebracht, das ich NIEMALS gedacht hätte: lediglich 25% der bevölkerung rauchen! und für eine so kleine gruppe soll ich weiterhin meine gesundheit ruinieren lassen und den ewig-toleranten spielen? nein. von daher: volle zustimmung zu #1.
Tja, so sind sie halt, die Nikotin-Junkies. Erst die Suchtbefriedigung, dann der Nachwuchs. Man muß halt Prioritäten setzen. Aber immerhin erbt der Junge statistisch gesehen früher, als wenn Mutti normal und nichtrauchend wäre. Dummheit hat manchmal auch ihre guten Seiten. :-)
@26: offenbar gibt's da nicht viel zu erben ;)
@story: Krass, ich schliesse mich Udo's Wuenschen an. Egal ob jetzt für Zigaretten oder sonst was. Man kann doch nicht das eigene Kind so dreist betrügen. Wenn sie jetzt für das Geld Lebensmittel gekauft hätte, weil's der Familie tatsächlich so übel ginge, OK, aber Zigaretten??
Einmal bot ich einem Bettler, der über Hunger klagte, an ihm in der Baeckerei vor der wir standen was zu kaufen. "Nö das Geld wär mir da lieber," sprachs. Und ging dann natürlich leer aus. Bier mag ja offiziell als Nahrungsmittel gelten, ich sehe das aber anders.
Jetzt gebe ich grundsätzlich niemandem mehr irgendetwas, und wer mich auf Kleingeld anspricht (heute wird eh nach "ein paar Euro" gefragt – Inflation ist schon böse) erhält nur die Empfehlung sich doch einen Job zu suchen.
@22 in den usa war alkohol auch verboten (mit ähnlicher intention) und _das_ hat die mafia nach oben gebracht.
nimue
(rücksichtsvoller raucher, niemals in gegenwart von nichtrauchern)
Mir fehlen die Worte.
Die Dame hätte ich aber noch kurz angesprochen, direkt vor den Leuten im Supermarkt und ggfs. das Geld wg. sachfremder Verwendung zurückgefordert.
"Schöne" Geschichte … und emotional aufwühlend. Aber im Ergebnis nicht anders, wie ein Sich-Aufregen darfüber, dass man mit den Spenden in die "Dritte Welt" nicht nur Lebensmittel und Medikamente kauft. Ich meine damit: Wenn man etwas gibt, dann muss man sich des alten Spruches erinnern "lass die rechte nicht wissen, was die linke tut", denn sonst kann man jede Art von Spende hinterfragen und kommt zum Schluss: Ach, bringt ja doch nichts.
Dein Fünfer hat den Kleinen glücklich gemacht für ein paar schöne Minuten. Mission erfüllt. Mit nem Fünfer das Leben verbessern wäre auch zu viel gewollt.
Schöne Geste von Dir, Udo Vetter.
Und das die Mutter dann doch noch Geld für Zigaretten hatte, schämen soll sie sich!
"Vergiss die Zigaretten, und bewahre dir den Gesichtsausdruck des Glücklichen Kindes als es deinen Fünfer erhielt!"
Wenn ich mal mein von Schulmathematik gestähltes Hirn anstrenge, stellt sich bei mir folgende Gleichung auf:
5€ – 3,85€ = 1,15€. Bis eben dachte ich noch, sie hätte das Auto UND Zigaretten gekauft. Hilfe, ich wäre sooo sauer auf meine Mutter! Es geht dabei ja garnicht darum, dass es Zigaretten sind, es ist einfach Geld, dass Udo dem Kleinen gegeben hat.
Wirklich, man hätte der Mutter hinterhergehen und sie zur Rede stellen sollen – Eine Sache, für die ich aber leider selbst nie den Mut aufbringe =/
Wie kann man sein Kind nur so enttäuschen.
ich bin zwar auch für einen umfassenden nichtraucherschutz.. aber muss sagen, dass die mutter sicherlich auch das geld für sich ausgegeben hätte, wäre sie keine raucherin… das ist das grundlegende problem in deutschland.. diejenigen die kinder bekommen, sind die emotional und sozial Schwachen bzw. Armen.
Das ist dann so wie …
… man wird als (ehrenamtlicher) Organisator und Zeltlagerleiter von einer Mutter "angebettelt" den Teilnehmerbeitrag für die Tochter doch bitte zu ermäßigen, da es der alleinerziehenden (?) Mutter nicht möglich sei, den vollen Betrag zu zahlen* … und dann, sowohl bei der An- und Abreise des Kindes qualmt die Mutter pausenlos und hängt auch lange am Handy.
PRIORITÄTEN – das ist es, was diese Leute setzen – nur ob sie richgtig sind … :-(
____________
* später stellte sich heraus, dass ihr Lebensgefährte wohl Mitinhaber eines Autohauses ist – das macht es aber noch unverständlicher, denn für Sucht ist Geld da – aber nicht fürs Kind
@35: "… das ist das grundlegende problem in deutschland.. diejenigen die kinder bekommen, sind die emotional und sozial Schwachen bzw. Armen."
Und was soll uns das sagen?
Meine Eltern haben auch vier Kinder (ich bin eins davon ;-)) und si gehören sicher nicht zu den besonders wohlhabenden, den als (angestellter) Handwerksmeister verdient man sich keine goldene Nase und meine Mutter hat sich 18 Jahre um uns Kinder gekümmert und deshalb kein Einkommen erwirtschaftet.
Es gab sicher nicht immer alles was wir uns wünschten und tolle Ferienreisen mit dem Flieger waren nicht drin …
Und was ist aus uns Kindern geworden?
3x Abitur, eines steht in 2 Jahren an.
2x abgeschlossenes Studium, eines steht kurz vor dem erfolgreichen Abschluss.
Keiner in der Familie ist arbeitslos …
schade eigentlich! waere die feine dame dem herrn v. nicht mehr ueber den weg gelaufen, haette sich den ganzen tag ueber eine wohliges gefuehl in seiner magengrube heimisch gemacht – ganz egal was die "verfluchte nikotinabhaengige" (wann tut die polizei endlich mal etwas dagegen?) dann doch mit der kohle gemacht haette.
aber nein – wenn es ums necken geht, biegt das schicksal das gerne mal so, dass man natuerlich auch sieht, und sei es nur aus dem augenwinkel, dass genau das passiert was einen in dieser situation am meisten aergern wuerde.
"life is great" – gruesse,
subway
epilog:
dem armen, frierendem maedel 5 tacken zu spenden, um mit dem letzten bus zu ihrem freund nach altoetting zu fahren, dessen auto bei diesen temperaturen irgendwie nicht anspringen wollte, kurze zeit spaeter gar nicht mehr so frierend mit nem sixpack an der haltestelle zuzusehen, war bereits meine lektion.
es haette sooo schoen sein koennen, warum habe ich nur durch das fenster geschaut?
@32: Sie hatte "nicht noch Geld für Zigaretten" … sondern, wenn ich das richtig verstanden habe, mit dem Geld für das Auto ihre Zigaretten bezahlt!
Und dafür soll sie in der Hölle schmoren – ohne Zigaretten, dafür mit ganz vielen Spielzeug-Autos!
@Subway:
Wann tut "die Polizei" denn mal endlich etwas gegen die "verfluchten Anti-Nikotin-Nazis"?
Es ist wirklich grotesk, wie sich Leute einbilden, anderen den Umgang mit ihrem Geld und ihrer Gesundheit vorschreiben zu wollen. Mit Sorge um die eigene Gesundheit hat das nichts mehr zu tun, weil auf die eigene Beeinträchtigung in derartigen Pauschalaussagen ja gar nicht abgestellt wird – und solche Weltverbesserungsfantasien auf Kosten Dritter sind nichts weniger als ekelhaft.
[selbst Ex-Raucher]
@37
ihre familie gehört dann wohl nicht zu den emotional UND sozial schwachen. es gibt sozial schwache familien, die sich wunderbar um ihre kinder kümmern..
ach ja.. und bei sozial schwachen meine ich auch nicht diejenigen, die *nur* ein kleines einkommen haben.. sondern die, die tatsächlich auf sozialhilfeniveau leben.
@35 "diejenigen die kinder bekommen, sind die emotional und sozial Schwachen bzw. Armen"
Meine Mutter ist alleinerziehend,3 Kinder, wir hatten meistens auch nicht so viel Geld.
Aber, meine Mutter hat sich besser um uns gekümmert, als viele Eltern mit Geld sich um Ihre Kinder kümmern.
Gut ich hatte keine Urlaubsflüge, ich habe auch manchmal einfach zurückstecken müssen.
Dass aber Armut mit sozialer und emotionaler Schwäche gleichgesetzt wird finde ich ziemlich traurig.
Ich find ja, ein "Führerschein für Kinder" ist höchst überfällig. Für ein normales "Zusammenleben" im Strassenverkehr gibt es Regeln und Gesetze und wer durch die Prüfung fällt, geht zu Fuß. Nur kinderkriegen kann jeder ohne Rücksicht auf Qualifikation und Fähigkeiten, das gehört wirklich abgestellt!
P.S. Für Alle, die den (okeokeoke, sehr) kleinen ironischen Unterton nicht gehört haben, hier nochmal: Das ist ironisch gemeint!
Hallo ers'mal,
hier zwei einfache Fragen und meine Antworten:
Hat Herr Vetter auch nur irgendwo im entferntesten erwähnt, dass die Mutter eine Schachtel Marlboro gekauft hat? — Nein. Sein Beitrag suggeriert dies nur.
@Herr Vetter:
Was das so geplant? — Dann haben Sie erfolgreich demonstriert, wie das deutsche Hirn einiger der hier schreibenden Kommentatoren tickt! Erst mal den Splitter im Auge des anderen suchen, dann in Biedermannmanier draufhauen! Wie die Schweine an die Tröge …
Hatten wir doch schon mal — funktioniert bei BILD-Lesern immer noch — oder ist BILD-lesen kein notwendiges Kriterium mehr?
Hipp hipp, hurra!
"@Subway:
Wann tut “die Polizei” denn mal endlich etwas gegen die “verfluchten Anti-Nikotin-Nazis”?
Es ist wirklich grotesk, wie sich Leute einbilden, anderen den Umgang mit ihrem Geld und ihrer Gesundheit vorschreiben zu wollen. Mit Sorge um die eigene Gesundheit hat das nichts mehr zu tun, weil auf die eigene Beeinträchtigung in derartigen Pauschalaussagen ja gar nicht abgestellt wird – und solche Weltverbesserungsfantasien auf Kosten Dritter sind nichts weniger als ekelhaft.
[selbst Ex-Raucher]"
@ Lurker
Das ist doch nicht ihr Ernst, oder?
Wie wäre es denn mit einer Sonderabgabe zur Krankenversicherung bei Rauchern?
Dann allerdings auch für Risikosportler u.a…
"Ich hoffe, die Frau erstickt an ihrer neuen Schachtel Marlboro."
Ich hoffe das dem Jungen eines Tages eines der größten Autohäuser des Landes gehören. :)
Tja, gibt so Mütter, die fallen eben in die Kategorie "Schlampen". (Was ist eigentlich der Fachbegriff für Männer aus dieser Güteklasse? Schlamperich?)
Meistens rächt sich sowas später. Meinem Vater sind als Kind ähnliche Dinge in Serie passiert. Als meine Großmutter dann pflegebedürftig wurde ist relativ emotionslos ein Platz im Pflegeheim gebucht worden, obwohl häusliche Pflege durchaus möglich gewesen wäre. Den Termin auf dem Friedhof 6 Wochen später mit ihr als Hauptdarstellerin hat mein Vater dann ebenfalls so sachlich und nüchtern durchgezogen wie die Kenntnisnahme des Wetterberichts…
“Ich hoffe, die Frau erstickt an ihrer neuen Schachtel Marlboro.”
Im Sinne des Kindeswohles wäre das sicher wünschenswert. Aber denken wir die Geschichte mal weiter: Ein couragierter Mitmensch stellt die Frau zur Rede, es entwickelt sich ein Streit und der Mitmensch ruft via Handy die Polizei, um Anzeige zu erstatten. Die Frau hält bis zu deren Eintreffen fest, um sie am weggehen zu hindern.
3 Tage später kommt die Frau in die Kanzlei von U. Vetter, und will ihn beauftragen, gegen besagten Mitmenschen wegen Freiheitsberaubung, Nötigung, Körperverletzung, (das volle Programm) vorzugehen. Preisfrage: Was macht U. Vetter?
a.) Er nimmt das Mandat an und haut den Mitmenschen nach allen Regeln der Kunst in die Pfanne.
b.) Er erklärt der Frau, daß er ihr einen baldigen und qualvollen Tod wünscht und schmeißt sie hochkantig aus der Kanzlei.
Gruß A. John
@46 dante:
herzlichen glückwunsch zum titel des begriffsstutzigsten kommentators.
ich fasse es für sie nochmal zusammen:
1) der junge wollte ein auto
2) die mutter sagte, es gibt keins
3) sie erlaubt es ihm doch
4) sie merkt, dass ihr portemonnaie leer ist
5) herr vetter gibt dem jungen einen 5-euro-schein
6) die mutter bezahlt ETWAS mit dem schein (merke: siehe 4)!!!
7) sie besitzt eine NEUE schachtel marlboro
was an informationen fehlt ihnen denn noch? natürlich, es steht nicht wörtlich da, dass die mutter marlboros gekauft hat. das nennt man jedoch ein stilmittel, und zwar die auslassung. herr vetter formuliert seine texte hier halt auch schonmal in prosa. ist das so schwer zu verstehen? ich glaube fast, dass bild-leser argument ist hier bei ihnen nach hinten losgegangen. hätten sie gerne noch uhrzeiten in fettdruck gehabt?
@51 martin
Glückwunsch! Gleiches habe ich beim Lesen von Nr46 auch gedacht.
War mir nur zu mühsam, es aufzuschreiben…
@Jens
Zu "Risikoabgabe zur Krankenversicherung bei Rauchern":
Wir Raucher belasten aber die Rentenkasse weniger. Wie wäre es also mit höheren Rentenversicherungsbeiträgen für Nichtraucher?
ICH rauche aus purem Patriotismus !
(Ich hoffe, das Augenzwinkern ist zwischen den Zeilen erkennbar.)
@44 schön, dass es menschen gibt, die immer alles falsch verstehen WOLLEN. emotional UND sozial…. die geschichten *wir waren auch arm und aus mir ist was geworden, weil meine eltern sich so toll um mich gekümmert haben*- bedeuten das man NICHT emotional vernachlässigt wurde.
1. das verhalten der *mutter* ist gelinde gesagt unter aller sau. dem kind gegenüber gleich vierfach… erst nein, dann ja, dann "ups geht nicht weil kein geld" und dann, als der kleine denkt nun sei alles in ordnung… knöpft sie ihm das geld ab dass ihm jemand anderes aus mitleid geschenkt hat. wahrscheinlich noch mit der bemerkung, dass man von fremden *onkels* nichts annehmen soll.
wenn ich so manche menschen mit ihren kindern sehe, kann ich mich gar nicht entscheiden zwischen wut, mitleid und…wut.
2. können sowohl die raucher- als auch die nichtraucherlobby mal bitte hier einfach klar denken? danke.
die "mutter" hätte als nichtraucherin wahrscheinlich in ihrem unermesslichen negativen egoismus (ja es gibt auch positiven ;) ) auch was anderes gekauft. ich hätte selbst in meiner zwei-päckchen-am-tag raucherzeit mir eher ein bein abgehackt, als soetwas wie diese "dame" getan hat durchzuziehen.
das hat absolut NICHTS mit raucher vs. nichtraucher zu tun, sondern einfach mit unglaublichem egoismus und fehlendem respekt vor einem kind und einem mitmenschen.
mal ganz ehrlich -.- wenn ich diese ganzen raucherfeindliche parolen lese, hab ich das bedürfnis eine zu rauchen. ich bin übrigens für ein alkoholverbot in der öffentlichkeit, da mir vom geruch von alkohol schlecht wird und man solle mal gucken welche unfälle und verbrechen unter alkoholeinfluss geschehen… aber ich spar mir mal die anti-alkohol-propaganda ;)
*sarkasmus wieder in tüte stopf und weggeh*
@55
Was mich stört ist die Assoziation, sozial schwach UND emotional schwach. ImHo klingt das als wäre jeder Sozial schlechter gestellte auch ein emotional schwächer gestellter.
Sorry, aber dieser Pauschalisierung kann ich so nicht zustimmen.
Nach gerechter Empörung über die Schlechtigkeit der Welt, und dem ersten Impuls: "Was für ein trauriger Start in die Woche" zu kommentieren, bin ich jetzt darauf gekommen, woran mich dieser Blogeintrag (wenn auch auf verdrehte Art und Weise) erinnert:
An die erbaulichen Geschichten, die im "Reader's Digest" nach und zwischen den einzelnen Ratgeber-/Abenteuergeschichten abgedruckt wurden. Zumindest war das vor einem Vierteljahrhundert noch so.
Bloggen ist also oft wie Reader's Digest-Kurzgeschichtchen mit Kommentarfunktion. Hm, keine revolutionäre Erkenntnis, aber immerhin besser als die der Schlechtigkeit der Welt.
@56
Stimme Dir in allen Punkten zu. Aber selbst bei anderen ist dieses Verhalten leider immer öfter zu beobachten. Man braucht sich nur die Bettlerinnen ansehen, welche im Winter mit Kleinkindern auf der Strasse sitzen(und dann das Geld einem Daimlerfahrer geben).
Und das Nikotin soll ja, wie in einem anderen Blog geschrieben, regelrecht geächtet werden. Nun ja, Kokain wird dafür immer gesellschaftsfähiger(wie war das doch mit den Toiletten im Bundestag?). Eventuell bietet man demnächst dem Gesprächspartner anstelle der Zigarette eine Prise Koks an. Wundern würde mich nichts mehr.
Aber das problem betrifft nicht nur das Rauchen in der Öffentlichkeit, was selbstverständlich verboten gehört.
Unter mir wohnt ein Nachbar, der raucht immer am offenen Fenster, vermutlich weils ihn innen auch zu sehr stört. Daraufhin zieht der Rauch dann wunderbar in meine WOhnung, von einem Freund, kenne ich das gleiche Problem, mit einem Balkonraucher. Auch hier gilt, das muss eine klare Ordnungswidrigkeit sein.
Daher plädiere ich für öffentlche Rauchersammelplätze, wo sie sich dann alle schön zusammendrängen können und kollektiv zuräuchern. Auch private kommerzielle Raucherräume wären ein Ansatz, zB Eintritt für 15 Minuten rauchen 0,50€, da kommte Einiges zusammen.
@57
wer meine kommentare lesen kann ist klar im vorteil…
echt das nervt.. die assoziation habe ich nicht.. ich habe nur ein gruppe von menschen angesprochen, die ich als sozial und emotional schwach chrakterisiere… nähere ausführungen sprengen nach meiner meinung meine zeit und den rahmen des themas. aber wenn es glücklich macht.. reiche leute, die emotional nicht in der lage sind kinder aufzuziehen gibt es auch… nur hier in dem beitrag geht es um eine mutter, die offensichtlich nicht als reich einzustufen ist… aufgrund ihrer handlungsweise würde ich sie auch als emotional arm einschätzen…
@61
danke, für Ihre Richtigstellung.
Trotz des unschönen Ausgangs der Geschichte finde ich es klasse, daß Du dem Jungen das Auto schenken wolltest. Was hingegen das Verhalten der Mutter angeht, das ist natürlich völlig inakzeptabel. Es ist wohl eine Frage der persönlichen Stimmung und des Terminplanes, ob man die Dame zur Rede stellt oder still verwünscht — verdient hat sie sich beides.
Andererseits erschrecken mich die Arroganz und Militanz, mit der einige Mitmenschen ihre nikotinsüchtigen Mitbürger angehen. Wenn jemand in meiner Gegenwart raucht und mich das stört, bitte ich ihn freundlich, das Rauchen wahlweise zu unterlassen oder an einem anderen Ort vorzunehmen. Es ist mir in 35 Lebensjahren noch niemals passiert, daß meine Bitte ignoriert, oder daß ich aggressiv angegangen wurde. Außerdem habe ich so schon einige — ja, auch Raucher können nett sein, Tatsache — sehr nette Menschen kennengelernt. Könnte daran liegen, daß schon meine Großmutter wußte, daß der Ton die Musik macht und es genauso aus dem Wald herausschallt, wie man hineinruft. Vielleicht sind ein wenig Besonnenheit, Verständnis und Toleranz auf allen Seiten und explizit auch gegenüber suchtkranken Rauchern hilfreich, um ein zivilisiertes Zusammenleben in einer freien Gesellschaft zu ermöglichen… Nur so 'ne Idee.
Ich wollte nur kurz melden: Mit Rauchen oder Nichtrauchen hat der Eintrag aus meiner Sicht eigentlich nichts zu tun.
Lars schrieb in 60:
> Daher plädiere ich für öffentlche Rauchersammelplätze, wo
> sich dann alle schön zusammendrängen können und kollektiv
> zuräuchern.
Seien Sie ehrlich: haben sie vor dem letzten Wort nicht die Silbe "aus" vergessen? Ich finde es erschreckend, wie leicht sich aus ganz normalen Menschen fanatische Extremisten entwickeln.
@63 Dann haben Sie sicher auch Lust mit Spammails überhäuft zu werden und jeden Tag zahlreiche Unterlassungsklagen zu versenden, die Ihnen rein nichts bringen, ausser evtl. die Unterlassung und "hoffentlich" eine freundliche wünschenswerte Reaktion. So kann man an die Angelegenheit nicht ernsthaft herangehen.
@65 Sie verkennen das Problem. Der Nichtraucher wird ausgeräuchert, in seinem Wohlbefinden gestört und an seiner Gesundheit geschädigt, das kann doch wohl nicht ihr Ernst sein, das unbedarften Mitbürgern jederzeit zumuten zu wollen. Wenn sich Raucher schon auf Gesundheits-Kosten der Allgemeinheit schädigen müssen und die Krankenkassen dies weiterhin einspruchsfrei zahlen, trotz bewusster Selbstschädidigung der Raucher, kann doch zumindest erwartet werden, dass sie sich untereinander schädigen und nicht Unschuldige in ihr morbides Tun hineinziehen.
Zu denken wäre auch an Sensoren für jeden Raucher, mit dem erkenntlichen Sende-Signal "Ich bin ein Raucher.", wenn ein Nichtraucher seinen Sender ansteckt mit der Sende-Einstellung "Ich bin eine Nichtraucher und möchte nicht beraucht werden.", so hat dieser den Umkreis auf 10m zu meiden.
@ 64: U.V.
leider hat der Eintrag — wenn auch nicht gewollt — doch was mit Rauchen zu tun: Rauchen ist eine Sucht! Und für ihre Sucht tun Menschen vieles.
Auch wenn das Schema "Mutter misshandelt ihren Sohn seelisch wegen ihrer Sucht" nicht schön ist und — zu recht — archaische Emotionen weckt, sollte man doch rational damit umgehen und nicht emotional verächtlich, niedermachend oder wie von Ihnen menschenverachtend ("Ich hoffe, die Frau erstickt an ihrer neuen Schachtel Marlboro") kommentiert werden.
Haben Sie denn nun gesehen, wie die Frau Zigaretten von ihrer Spende gekauft hat? "Jetzt mal Butter bei die Fische!"
Dass bei ihnen der Eindruck entstehen könnte, die Frau hätte Zigaretten gekauft — ja, den Eindruck hätte ich auch haben können. Aber halt! Ein Eindruck ist keine Beobachtung, keine Tatsache. Vielleicht hatte sie aus mannigfaltigen Gründen einen scheiß Tag, oder so. Jedenfalls kein Grund, das Schwert der Vergeltung über sie zu schwingen! (Mir kommt es teilweise — auch in Kommenteren gegen Raucher — so vor; ist aber auch mein subjektiver Eindruck.
Und wenn man dann in diesem Blog sieht, wie sich einige Kommentatoren moralisch echauffieren, sollte man bedenken, was die eigene Wortwahl bewirken kann. Gott sei Dank springen nicht alle auf den Zug der "Hexenverbrennung" auf! Solange man in einem relativ abgeschlossenen Zirkel (diesem Blog oder anderen Blogs) darüber reden bzw. schreiben kann, ist noch nicht alles verloren.
Grüße
auch an martin, dem ich wohl auf den Schlips getreten habe (sollte ja so sein!)
- dante -
@66 Ich nehme sicher richtig an, der Raucher hat dann einen Umkreis von 10m zu wahren und den Nichtraucher mit seinen schädlichen Gasen zu meiden.
Wie wär denn hier die Diskusion verlaufen, wenn diese natürlich schreckliche Mutter, sich eine Flasche Wein oder Schokolade oder Condome, sie will ja nicht noch mehr Kinder schlecht erziehen oder was weiss ich gekauft hätte?
Ist schon ungehäuerlich hier die Diskusion:
Raucher = Schlampe, Verbrecher können ja nicht anderst.
Polizei! abführen!
hust, hust, hust.
Ist dieses Anti-Raucher-Gefasel eigentlich schon Zeugnis einer faschistoiden Geisteshaltung? So von wegen, druff auf die, die anders sind und die Dinge tun, die ich doof find?
Ein Drittel der Kommentare zu diesem Eintrag hier sind sowas von neben der Spur, dass das Wort Toleranz wohl vielen im Wortschatz fehlt. Aber in Deutschland wird Toleranz vor allem empfangen, nicht gewährt.
All' die Jungs und Mädels, die hier so militant tönen sind doch diejenigen, die am lautesten losheulen, wenn sie in dem Tonfall angefaßt werden, in dem sie hier posten. Wenn man euch in dem Tonfall Kritik entgegenschmeißen würde, dann wär's Mobbing, Beleidigung, Chauvinismus, o. ä., nicht?
Umgekehrt, ist Gesundheistschädigung/ Tötung/ Mord (Raucher an Nichtrauchern) mittlerweile gesellschaftlich legitimiert und kein Tabu mehr?
umm mal ehrlich wollt ihr jetzt hin gehen und uns raucher in neue kz´s jagen nur weil wir ja "schädlinge" sind??
ist schon ne miese sache die die mutter mit ihrem kind abgezogen hat und für mich raucher auch nicht wirklich nachvollziehbar aber shit happens und fürs nächste mal ham wir dazu gelernt ..
Wann hören Raucher auf, die Gesundheit Unschuldiger zu schädigen, zu töten und ggfs. aus niedrigen Beweggründen zu morden?
Nun gut, Tötung von Nichtrauchern, dass lass ich mir noch eingehen. Aber nur im Affekt! Und da applaudieren auch schon mal die anderen Nichtraucher, wenn nach kurzem Gerappel wieder Ruhe einkehrt und dieses nasale Keifen endlich verstummt. Da wird man auch schon mal zum Entlastungszeugen.*
Zählt bei den Todesstatistiken von Nichtrauchern eigentlich auch Bluthochdruck zu den Folgen des Passiv-Rauchens?
[*] Dies ist keine Aufforderung zu einer Straftat! Ein jeder setze seinen gesunden Menschenverstand ein (oder schalte ihn zu gegebener Zeit aus) um wie auch immer geartete juristische Folgen zu verhindern. Wer Ironie findet, darf sie behalten.
Eine Trickbetrügerin. Zu meiner Studentenzeit in München habe ich in einem Kaufhaus eine bemittleidenswerte frau beobacht, die Waren für etwa 25,- DM auf das Band gelegt hatte. Beim Bezahlen an der Kasse (und einer laaangen Schlange hinter ihr) sammelte sie ihe Geldstücke zusammen, 21,00, 21,50,22,00,22,10,22,30,22,35,22,50, 22,65 mehr war nicht in der Börse. Die Frau machte ein herzzerreissendes Gesicht, konnte sich nicht so recht entscheiden, die Wurst, die Joghurts, oder doch das Müsli wegzulassen. Der Vorgang dauerte. Irgendwann erbot sich ein ungeduldiger Kunde der Frau die Differenz zu schenken. Doch die Kassiererin hatte was dagegen. Offenbar zog die Frau die gleiche Masche mehrmals die Woche ab.
"Wann hören Raucher auf, die Gesundheit Unschuldiger zu schädigen, zu töten und ggfs. aus niedrigen Beweggründen zu morden?"
"Umgekehrt, ist Gesundheistschädigung/ Tötung/ Mord (Raucher an Nichtrauchern)"
Indem sie diesen Beitrag missbrauchen, um Raucher zu diffamieren und ihnen sogar schwere Strafbestände (ohne den Beweis dafür erbringen zu können) vorwerfen, zeigen hier einige Kommentierende nicht nur, dass sie schlecht informiert sind, sondern dass sie Propaganda unkritisch übernehmen.
@Ben Sie sind nicht ernst zu nehmen, mit Ihren abwegigen Theorien.
Denn sie wissen nicht was sie tun.
Werden nie glücklich und zufrieden leben.
Sich ständig fragen wieso dem so ist.
mfg ß
#67 dante sagte: Haben Sie denn nun gesehen, wie die Frau Zigaretten von ihrer Spende gekauft hat? “Jetzt mal Butter bei die Fische!” Dass bei ihnen der Eindruck entstehen könnte, die Frau hätte Zigaretten gekauft — ja, den Eindruck hätte ich auch haben können. Aber halt! Ein Eindruck ist keine Beobachtung, keine Tatsache. Vielleicht hatte sie aus mannigfaltigen Gründen einen scheiß Tag, oder so.
ok jetzt noch mal ganz langsam zum mitschreiben: die frau hatte laut herrn vetters beobachtung (und laut ihrem eigenen gezeter) VORHER KEIN GELD IM PORTEMONNAIE. dann wechselte ein 5-euro-schein den besitzer (und zwar an das kind), und dann BEZAHLTE DIE FRAU MIT EINEM SCHEIN. ihr mitleid in allen ehren, lieber edler herr ritter dante, aber hier müßte es schon tatsächlich mit dem teufel zugehen, wenn die vermutung nicht richtig wäre. danach hatte die dame nämlich eine NEUE schachtel marlboro.
preisfrage 1: welche supermärkte gibt es mit geldautomat im gebäude?
preisfrage 2: welcher geldautomat spuckt 5-euro-scheine aus? (gut, die automaten meiner bank haben das in den ersten monaten nach der euro-einführung getan, aber jetzt nicht mehr.)
Ich finde es interessant, daß viele Raucher hier meinen, es ginge den Nichtrauchern um die Gewohnheit an sich.
In Wirklichkeit geht es darum, daß Nichtraucher zum Mitrauchen gezwungen oder genötigt werden.
Es ist absolut möglich, Rauchen weiterhin zu erlauben ohne Nichtraucher zu beeinträchtigen. Aber dann
–müßte Rauchen in Gegenwart von Minderjährigen als Körperverletzung verfolgt werden.
–müßte wiederholtes Rauchen in Gegenwart der eigenen Kinder zu Sorgerechtsentzug führen
–müßte in sämtlichen öffentlichen Einrichtungen, einschließlch des öffentlichen Raumes und öffentlichen Plätzen, ob in geschlossenen Räumen oder im Freien, das Rauchen bei Strafe untersagt sein.
Die Regelungen am Arbeitsplatz in der freien Wirtschaft wird man sich unterschiedlich vorstellen, je nachdem welcher ordnungspolitischen Schule man angehört. Aber soviel steht fest: So lange schon geringe Mengen Asbest am Arbeitsplatz problematisch sind, muß jede Zigarette am Arbeitsplatz drastische rechtliche Konsequenzen sowohl für den Täter als auch für den Arbeitgeber, falls dieser es toleriert, haben.
Wir reden hier nicht von Bauchtanz oder Briefmarkensammeln. Auch nicht von Schnupftabak.
Es scheint vielen Rauchern tatsächlich schwerzufallen, auch nur zu kapieren, welch schwere körperliche Schäden sie jedem in einem Umkreis von mehreren Metern zufügen. Zum mittelbaren verfrühten Tod durch Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen kommt das unmittelbare Leid bereits während des Passivrauchens durch Atemprobleme, Unwohlsein bis zur physischen Übelkeit, und die psychische Belastung.
Die Idiotie der Selbstvergiftung mag jedermanns individuelle Freiheit sein, aber der Staat ist dafür da, uns vor solcherlei Schädigung durch andere zu schützen. Wo es auch nur einen Nichtraucher oder Minderjährigen gibt, darf nicht geraucht werden.
Lars schrieb in 65:
> Dann haben Sie sicher auch Lust mit Spammails überhäuft zu werden und
> jeden Tag zahlreiche Unterlassungsklagen zu versenden, die Ihnen rein
> nichts bringen, ausser evtl. die Unterlassung und “hoffentlich” eine
> freundliche wünschenswerte Reaktion. So kann man an die Angelegenheit
> nicht ernsthaft herangehen.
Aber selbstverständlich kann man, und ich fahre seit Jahren sehr gut damit. Das geht wirklich prima, und ganz entspannt. Wissen Sie, ich finde Prinzipien fürchterlich unentspannt. Stellen Sie sich vor, ich kann sogar tolerant gegenüber Rauchern sein.
Davon abgesehen geht Ihr Vergleich fehl, denn bei Rauchen und Spammails geht es um vollkommen andere Situationen. Wenn jemand in meiner Gegenwart raucht und mich das stört, dann kann ich ihn also völlig problemlos ansprechen, direkt, unmittelbar, ganz einfach. Was Spammails angeht, liegt die Problematik vollkommen anders. Es wäre für mich ein erheblicher Aufwand, einen Spammer ausfindig zu machen und zur Rede zu stellen. Jeder Versuch einer Kontaktaufnahme würde meine Mailadressen gegenüber dem Spammer validieren, und das Problem nur verschärften.
Übertragen wir Ihr Spambeispiel zurück auf Ihr Raucherbeispiel: dann würde Ihre Bitte um Rauchfreiheit dazu führen, daß in Ihrer Umgebung noch mehr geraucht wird. Dies allerdings widerspricht allen meinen Erfahrungen, die ich in den letzten Jahren gemacht habe. Wenn Ihnen hingegen so etwas häufiger geschieht: ich habe da so eine Idee, woran das liegen könnte.
> @65 Sie verkennen das Problem. Der Nichtraucher wird ausgeräuchert, in
> seinem Wohlbefinden gestört und an seiner Gesundheit geschädigt, das
> kann doch wohl nicht ihr Ernst sein, das unbedarften Mitbürgern
> jederzeit zumuten zu wollen.
Niemand hat jemals gefordert, daß Nichtraucher "ausgeräuchert", "geschädigt" oder "gestört" werden dürfen, schon gar nicht "jederzeit". Sie hingegen fordern das für Raucher: "ausräuchern", strafrechtlich verfolgen und ausnehmen wollen Sie sie. Halten Sie das für auch nur ansatzweise diskutabel, gar verhältnismäßig? Immerhin sprechen Sie davon, einen großen Teil Ihrer Mitbürger empfindlich einzuschränken.
> Wenn sich Raucher schon auf Gesundheits-Kosten der Allgemeinheit
> schädigen müssen und die Krankenkassen dies weiterhin einspruchsfrei
> zahlen, trotz bewusster Selbstschädidigung der Raucher, kann doch
> zumindest erwartet werden, dass sie sich untereinander schädigen und
> nicht Unschuldige in ihr morbides Tun hineinziehen.
Auf den Punkt des Nachlasses für Raucher bei der Rentenzahlung sind Sie interessanterweise nicht eingegangen. Offenbar geht es Ihnen nicht um konstruktive Lösungen für ein Miteinander. Was Sie sich wünschen, ist ein Gegeneinander. Andererseits ist Ihr Haß auf Raucher für Ihre Gesundheit garantiert schädlicher, als wenn Sie selbst zu Rauchen begännen.
Ich möchte Sie wirklich nicht belehren, aber mit ein wenig Ruhe und Gelassenheit kommt man wesentlich durchs Leben und deutlich besser mit seinen Mitmenschen aus. ;-)
> Zu denken wäre auch an Sensoren für jeden Raucher, mit dem
> erkenntlichen Sende-Signal “Ich bin ein Raucher.”, wenn ein
> Nichtraucher seinen Sender ansteckt mit der Sende-Einstellung “Ich bin
> eine Nichtraucher und möchte nicht beraucht werden.”, so hat dieser
> den Umkreis auf 10m zu meiden.
Ach, Gottchen. Ist sehr heiß heute, nicht wahr?
@ 80: martin
nehme meinen Gruß an Dich zurück.
Wenn man mal ne Meinung hat … Klammer Dich nur ganz fest an daran. Es könnte ja Deine Mutti kommen und sie Dir wegnehmen, Kind.
Kein Gruß
- dante -
Inzwischen auch in Print-Medien:
http://www.welt.de/data/2006/08/22/1005692.html
Aber mal ehrlich, es wird sich doch hier niemand diese abhängigen, willensschwachen, armseligen Nikotinsüchtigen als ernsthafte Diskussionspartner zu diesem Thema nehmen? Deren Hirn und Körper ist doch schon komplett von Schadstoffen zerfressen, da kann doch kein wahrhaft kluger und wesentlicher Gedanke mehr draus hervordringen. Einfach ignorieren diese humanen Giftstofflager.
@82 Sie schreiben ja einen Irrsinn, man sollte schon mal zwischen den Zeilen lesen können, wer sklavisch am Wortlaut klebt, versteht nichts, so wie Sie.
Liebe Anne, wer hier anfängt neben dem wortwörtlichen Unsinn auch noch den zwischenzeilichen Unsinn gewissen Posts zu entnehmen (hey, sarah, lars), der wird ja mit dem durch-den-Kakao-ziehen gar nicht mehr fertig. Nein nein, belassen wir's doch bei dem wortwörtlichen Unfug, ja?
Herr Vetter, bitte könnten Sie nicht versuchen, in Zukunft MEHR Reizwörter auf einmal in einen Eintrag zu nehmen? So in etwas in diesem Stil:
"Neulich hab ich gesehen, wie ein dicker, zigarrenqualmender Wohlstandsrentner einer jungen mehrfachen Mutter beim angrenzenden Supermarkt mit seiner übermotorisierten S-Klasse den letzten Parkplatz weggenommen hat. Die arme Frau hat dann ihren Yoga-gegen-Mobbing-Kurs verpasst und hat jetzt schwere Depressionen und konnte deswegen nicht bei der PETA-Kampagne 'Rettet die Labormaus!' mitmachen!"
Irgendwie so …
Deswegen kriegen Bettler und Straßenzeitungsverkäufer keinen Pfennig von mir: wer heult daß er kein Geld hat, aber sich jeden Tag eine Schachtel Marlboro leisten kann, braucht keine zusätzliche Knete. Und wenn dieses Geld mehr als 100 Euro im Monat ausmacht, dann sollte man eine Entziehungskur an erste Stelle stellen anstatt gleich nach Geld zu betteln.
Rauchen ist besser als heucheln.
Demnächst wehren sich Raucher nämlich auch gegen die "unerträglichen Belästigungen" durch ihre Mitmenschen, z.B. ecklige Parfums, häßliche Kleidung, schreiende Kinder, starkes Übergewicht, Schweißgeruch, dämliches Rumgelaber etc.
Nicht daß wir uns falsch verstehen: Das war eine Zuspitzung der Anti-Raucher-Diskussion. Jeder halbwegs normal belichtete Mensch versucht, seine Mitmenschen vor Belästigungen zu schützen. Das fängt bei lauter Musik in einem Mehrfamilienhaus an und endet noch lange nicht vor Tabakqualm. Das hat auch nichts mit Gesundheitsrisiken durch Passivrauchen zu tun, sondern ist ganz einfach Respekt und Höflichkeit.
Aber eigentlich sollte ja der Beitrag über die Supermarktszene etwas ganz anderes anspreschen….
@89 Sie argumentieren unrealistisch, ich habe beides, laute Nachbarn, gleich zweimal und einen Raucher, dessen Rauch in meine Wohnung weht, wo ist denn da die Rücksichtnahme? Wären alle Menschen sozial, gebildet, moralisch und rücksichtsvoll bräuchten wir kein StGB und keine Owi`s.
Über neuzig Kommentare – allesamt von Vetter-Fans, wenn man den Tenor mal zusammenfaßt. Wie kann es die Mutter auch nur wagen, an ihrem Sohn Erziehungsmaßnahmen durchzusetzen!
Ich möchte mal eine Gegenposition beziehen:
Herr Vetter, wie können Sie es nur wagen, in die Erziehung fremder Kinder einzugreifen!
Denn was hätte der Junge gelernt, wäre er erfolgreich mit dem Auto aus dem Laden gegangen?
Er hätte gelernt: Wenn ich im Laden was sehe, was ich unbedingt haben will, dann muß ich nur so lange Trara machen und ganz traurig gucken – und zwar in die Gesichter fremder Menschen – bis mir einer von denen das schenkt, was ich haben will.
Die Mutter wäre aus dem Spießrutelauf, der ihre Einkaufstour mit Kind mutmaßlich jetzt schon ist, nie mehr herausgekommen. Es sei denn (und das würde dann natürlich auch wieder kritisiert), sie stellte sich drauf ein: Lass den Jungen man bei fremden Menschen betteln, dann spare ich das Geld für sein Spielzeug künftig.
Und am Ende landet das Auto dann doch ganz schnell auf dem immer größer werdenden Stapel uninteressanter Spielsachen – weil: Nur das Auto ist interessant, was man NICHT haben kann.
Gewiß: Die Mutter hätte das Geldgeschenk an den Jungen auch direkt zurückweisen können. Dazu hätte sie aber einen Konflikt mit Herr Vetter auszutragen gehabt. Und ich möchte den Menschen sehen (psychisch in der Situation ohnehin schon gestresst), der es im Rededuell mit einem Rechtsanwalt aufnimmt.
Sorry, aber ich kann nicht nachvollziehen, warum Udo Vetter hier gefeiert wird, als würde er den Weltuntergang aufgehalten haben, während gruppendynamisch auf die Mutter eingeprügelt wird.
Eine kinderfreundliche Gesellschaft stelle ich mir anders vor. Da prügelt man nicht die Eltern, sondern unterstützt _sie_. Und nicht an jeder erzieherischen Maßnahme vorbei direkt die Kinder. Mit Geld. Für ein Auto aus dem Kaufhaus, was nur unter schlimmsten Tränenausbrüchen zurückgelassen werden kann.
@91 Gast:
Ohne auf die Frage eingehe zu wollen, ob Fremde in die Erziehung durch Eltern eingreifen sollen oder nciht, fällt mir zu Ihrem Beitrag Folgendes ein:
Na ja, lesen sollte man schon können …
(1)
Das Argument in Beitrag 91:
"Herr Vetter, wie können Sie es nur wagen, in die Erziehung fremder Kinder einzugreifen!
Denn was hätte der Junge gelernt, wäre er erfolgreich mit dem Auto aus dem Laden gegangen?
Er hätte gelernt: Wenn ich im Laden was sehe, was ich unbedingt haben will, dann muß ich nur so lange Trara machen und ganz traurig gucken – und zwar in die Gesichter fremder Menschen – bis mir einer von denen das schenkt, was ich haben will."
geht schlicht weg ins Leere.
(2)
Denn die Mutter hatte sich ja schon vom Quengeln ihres Sohnes breitschlagen lassen:
"Der Kleine durfte zurückflitschen und sich ein Auto holen."
(3)
Erst dann trat Udo Vetter auf den Plan, nämlich als die Mutter an der Kasse feststelle, dass heute Morgen Taschenpfändung* war und der Geldbeutel leer ist.
(4)
Also wars nix mit Eingriff in die Erziehungsgewalt der Mutter.
__________________
* meine private Einschätzung ;-)
Wer ein Auto fahren will, braucht einen Führerschein.
Wer eine Waffe besitzen will, braucht einen Waffenschein.
Wer mit Sprengstoff handeln will, braucht entsprechende Kenntnisse und Bescheinigungen.
Nur bei Eltern und Kindern tun wir so als sei Erziehungsfähigkeit genetisch vererbar oder alleine geschlechtsbedingt generell vorhanden ("Eine Mutter weiß, was gut für ihr Kind ist…"). Insbesondere in den letzten Jahren werden vielfach Frauen Mütter, sie selbst noh viel zu sehr Kind im Kopf sind. Das Ergebnis sieht man Tag für Tag – erschreckend. Ich habe bislang einige alleinerziehenden Mütter kennengelernt und kann da nur sagen: Die Kinder haben mein Mitleid, die Therapeuten noch lange zu tun. Elternschaft als institutionalisierte Unfähigkeit und Verantwortungslosigkeit…
MfG
Daniel
MfG
Daniel
Wenn ich manche sog. emanzipierte alleinerziehende Mütter mit ihren Kindern sehe, zB im Bioladen, wird mir immer ganz schlecht und die Kinder haben ebenfalls mein Mitgefühl: Diese müssen zwangsweise gestört werden, Frauen also unfruchtbare behaarte Männerhasser und Männer wohl "Schwuletten", viele weitere Alternativen kann es da nicht geben. Wenn ich mir vorstelle, so einem zahnbehaarten Besen ausgeliefert zu sein… ;)
Zu @ 88: martin
Zizat martin: "Deswegen kriegen Bettler und Straßenzeitungsverkäufer keinen Pfennig von mir: wer heult daß er kein Geld hat, aber sich jeden Tag eine Schachtel Marlboro leisten kann, braucht keine zusätzliche Knete. Und wenn dieses Geld mehr als 100 Euro im Monat ausmacht, dann sollte man eine Entziehungskur an erste Stelle stellen anstatt gleich nach Geld zu betteln."
Solche Leute wie den martin, den haben auch schon die Nazis gut ausnutzen können; der nimmt ihnen die Drecksarbeit ab.
Sehen wir uns doch mal seinen Beitrag an!
Er redet von Bettlern und Straßenzeitungsverkäufer, die keinen Pfennig von ihm kriegen — gut, kann er machen. Dann macht er einen inhaltlichen Schwenk zu "wer heult daß er kein Geld hat, aber sich jeden Tag eine Schachtel Marlboro leisten kann, braucht keine zusätzliche Knete …". Worin besteht diese Verbindung zwischen den zwei Sätzen? — Durch das "… stilmittel, und zwar die auslassung" (Beitrag @ 46 dante) von Argumenten.
Bettlern und Straßenzeitungsverkäufer rauchen meist Tabak in Blättchen gedreht — Ist billiger. Und hier geht es ja um eine Frau mit Sohn, keine Bettlerin und keien Straßenzeitungsverkäuferin.
So funktioniert [b]Hetze gegen andere Menschen[/b]!!! Ein mehr als unappetitliches Stilmittel, dass unter anderem solche Leute anwenden, die auf andere einprügeln, weil Sie selbst eventuell kein Selbstbewusstsein und keine Rückrat haben und/oder sich nur in der Masse, egal in welcher, stark fühlen und/oder eine Autorität wie Herrn Vetter brauchen, um einen Sinnt in ihrem Leben zu finden. Kann auch andere Gründe haben … Ich prognostizieren: Wenn der mal Rentner ist, liegt der den lieben langen Tag im Vorgarten und schreibt Falschparker auf.
Also liebe Rattenfänger der rechten Szene: Holt ihn Euch ab, irgendwann reicht im das Geschreibsel hier nicht mehr. Dann gehört er (zu) Euch.
Seid immer aufmerksam und wachsam!
- dante -
@95
> Also liebe Rattenfänger der rechten Szene:
> Holt ihn Euch ab, irgendwann reicht im das
> Geschreibsel hier nicht mehr. Dann gehört
> er (zu) Euch.
Nun ja, so gesehen passt es natürlich, dass der von dir so scharf Kritisierte ausgerechnet den Beitrag Nummer 88 verfasst hat. ;-)
Nebenbei, ich gebe Bettlern auch kein Geld, und zwar aus ähnlichen Gründen: Weil sie davon Mist kaufen. Das heißt aber noch lange nicht, dass ich anfällig für rechte Rattenfänger werde. Die Problematik, dass Geld oft für unnütze Dinge ausgegeben wird, lässt sich nämlich lösen: Ganz einfach was zu Essen anbieten. (Bzw. anbieten, was zu kaufen, da wo man angebettelt wird, ist die nächste Gelegenheit nie weit.) Das mache ich seit Jahren so (wenn auch nicht immer, hängt von der Stimmung ab), und es funktioniert gut.
Übrigens gibt es sehr oft auch in Foren wie diesem höhnische Kommentare von Leuten, die behaupten, sie hätten das gemacht, dies sei aber abgelehnt worden, und überhaupte seien sie dann beschimpft worden, was mal wieder zeige, was für ein Pack die doch alle seien. Diesen Berichten, durch die die Ideologie schon hindurchtrieft, glaube ich nicht ein Wort. Meine eigenen Erfahrungen, bestehend aus mehreren Dutzend "Stichproben" sagen nämlich ziemlich klar aus, dass so ein Angebot meistens angenommen wird. Ruhig mal ausprobieren: Einfach klar und bestimmt, aber nicht unfreundlich, sagen "Geld gebe ich aus Prinzip nicht, aber was zu Essen würde ich Ihnen kaufen."
Probiert es mal einige Male aus, das wird in zwei Dritteln der Fälle angenommen. Teilweise natürlich dann immer noch mit der Nachfrage nach Geld, da muss man natürlich konsequent bleiben. Dennoch, auch ein Junkie oder Alkoholabhängiger nimmt meistens lieber das Angebot einer Gratismahlzeit an, als dass er gar nichts besitzt. Selbst wenn er viel lieber Geld für Drogen hätte.
@Ben (der unerwünschte)
guter Beitrag! Schildert er uns Menschen doch, was wir sind — zwiegespalten.
Einerseits wünschen wir uns eine ideale Welt, andererseit ist diese nicht so, wie wir uns das wünschen — aber das sollte uns doch bewusst sein!!! Daher sollten wir nicht pauschal verurteilen. Das ist verdammt schwierig, ich weiß.
Mir geht es auch in erster Lineie darum, dass ohne Kenntnis der Verhältnisse der/des Einzelne/n eine Schlussfolgerung der allgemeinen Art nicht einfach so getroffen wird. Das ist — so finde ich — nicht zulässig.
Man kann — z. B. auf der soziologische Ebene — allgemeine Schlussfolgerungen ziehen. Aber: auf dieser Ebene keine Urteile über Einzelschicksale fällen.
Urteile über Einzelschicksale können aber nur aufgrund von Kenntnissen der Verhältnisse der/des Einzelne/n getroffen werden.
Dies durcheinander zu bringen ist fatal. Wer erinnert sich denn noch daran, dass der Auslöser von Hartz IV ein Bericht in der BILD über den sog. Florida-Rolf war — ein Einzelereignis (-schicksal wäre übertrieben). Aber doch nicht übertragbar auf generelle Ansichten!
Mich beunruhigt, dass die Haltung — eben die von martin — Grundlage für die Verführung durch Menschen sind, die vor 60 Jahren eine unbeschreibliche menschenverachtende sog. Politik waren. Heute findet sich die gleiche Haltung — ohne !dieserart! menschenverachtende Politik — immer noch in dieser Gesellschaft wieder. Solch eine Haltung ist damit immer noch dankbare Grundlage für jeder Art von Ideologen, deren Ziel es ist, möglichst viele Menschen auf ihre Seite zu ziehen. Zum Beispiel: Menschen ohne Arbeit sind Schmarotzer; Frauen ohne Kinder dienen nicht der Gesellschaft; wer nicht für das Volk finanziell zurückstecken will, ist gegen dieses Land. — Was für ein Blödsinn, im Einzelfall betrachtet.
Meine Überezugung ist, dass man zwar Emotionen bezüglich singulärer Ereignisse habe soll. Aber bitte rational über die Lösungswege diskutieren muss!!! Sonst landen wir da, wo die Rattenfänger — aller Couleur — uns haben wollen.
Lassen wir und auf die Details einfach mal ein. Ist schwieriger, als Allgemeinplätze von uns zu geben — aber näher an den Menschen.
Die Nähe zu Menschen — darum gehts doch!!!!!!!!!!!!!!
Grüeß
- dante -
Nur dadurch wird den Menschen auch nicht geholfen, so stehen sie täglich auf der Strasse und betteln, ob nun nach Geld oder Essen. Wenn ich angesprochen werde, verweise ich stets zur Caritas oder den Johannitern, wo die Menschen etwas zu Essen und eine Übernachtungsmöglichkeit bekommen, was gerade im Winter sehr wichtig ist, denn dorthin spende ich, und dort wird das Geld sinnvoll für die Menschen eingesetzt.
hi dante!
ich bin der martin, der hier 2mal vergeblich versucht hat, dir zu sagen, dass in herrn vetters artikel keine fragen offenblieben, obwohl du auf deiner "es kann auch eine andere erklärung geben!" beharrst, und zwar in #51 und #80.
ich bin aber weder der gute alte Martin_mb noch bin ich der martin aus #88, auf den du dich hier so eingeschossen hast. dieser kritik möchte ich mich anschließen, so leid es dir wahrscheinlich tun wird, dass du da nicht auf mich einargumentiert und mich in die nazi-ecke gestellt hast. soweit würde ich zwar nicht gehen, aber wie gesagt: eine einstellung wie die des martins aus #88 (nomen es omen) halte ich für falsch. die kam aber auch schon früher hier in den kommentaren schonmal durch, hast du die überlesen? oder wolltest du dich wirklich einfach nur an mir rächen? pathetic, wie der amerikaner sage.
seit neustem gibt es hier ja auch noch den dante hicks und den – dante – , da eweiß man ja schon gar nicht mehr was los ist. falls es dich interessiert, #25 ist tatsächlich von mir. daran vielleicht etwas auszusetzen?
@95 / 97 -dante-:
Autsch. Nach der Klarstellung in Post#99 müßte man wohl hier – à la Web2.0 – ein OWNED! einfügen!
Oder man könnte beinahe eine Entschuldigung erwarten. Meiner Ansicht nach ist relativ eindeutig, dass Sie sich auf den Schlips getreten fühlten und Ihre "Zielperson" aus den Posts 51 sowie 80 hier absichtlich diskreditieren wollten. Peinlich, wenn die martins hier tatsächlich nicht übereinstimmen!!
Grüße an alle
Hallo martin aus Beitrag 99, 51 und 80,
grundsätzlich sind Formulierungen wie "ok jetzt noch mal ganz langsam zum mitschreiben" und "herzlichen glückwunsch zum titel des begriffsstutzigsten kommentators" eine kleine Herausforderung für mich, darauf zu antworten. Ich sehe das eher sportlich, Rache war da nicht das Motiv.
Die Verwechselung mit Nr. 88 tut mir leid, hätte ich den Unterschied doch anhand der Groß-/Kleinschreibung erkennen können.
In die NAZI-Ecke habe ich niemanden gestellt, ich wollte darauf hinweisen, dass pauschale Verurteilungen eine Grundlage für jedwede Ideologie sind. Ebenso dienlich kann dabei eine abwertende Wortwahl sein. Sachliche Auseinandersetzungen sind da immer besser.
So, ich mach' in diesem Thema jetzt mal Schluss. Hat Spaß gemacht.
Allen einen guten Morgen
Grüße
- dante -
Das ist ja ein klassisches Beispiel für die Zweckentfremdung von Entwicklungshilfe.
Das sollte man dringend der Ministerin mitteilen. ;)
Ich empfehle mal dieses Buch: (Rauchen Sie)
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Für alle Raucher und Nichtraucher.
Aus der Amazon-Info:
"Imre von der Heydt, geboren 1964 in Köln, hat in München Neuere Deutsche Literaturgeschichte, Philosophie und Theaterwissenschaft studiert. Er arbeitet in Köln als Producer für eine Fernseh-Produktionsfirma im Bereich Fernsehkomödie"
Kurzum, der Autor ist vollkommen unqualifiziert, "einen kritischen Blick auf die vermeintlich erdrückende Beweislast der Mediziner" (ebf. Amazon) zu werfen.