Geärgert
Ein 21-Jähriger hat im Kreis Dithmarschen einen Autofahrer erschossen. Er soll sich darüber geärgert haben, dass das spätere Opfer zu dicht aufgefahren ist, berichtet Spiegel online. Darauf habe er den Mann ausgebremst und ihn mit vier Kugeln getötet.
In welcher Entwicklungsstufe muss der Mensch stehengeblieben sein, dass er wegen so einer Kleinigkeit einen Menschen erschießt?
Kommentar gelöscht.
Das ist das Probleme wenn Leute Schußwaffen mit sich rumtragen. Irgendwann werden sie dann auch benutzt.
Das man sich ärgert ist eine Sache. Eine Schusswaffe bei sich tragen und auch noch eine knallharte Hinrichtung aus einer (fast) Lapalie zu machen ist eine andere Sache.
Ich denke man kann davon ausgehen, dass man 4 Kugeln in den Kopf nur auf die Reihe bekommt, wenn man voll Zurechnungsfähig war und es mit Absicht gemacht hat. Was ich damit sagen möchte its: ich hoffe nicht in den nchsten Tagen zu hören, dass der 21 Jährige (nettes Alter um sich per Mord das Leben zu versauen) unter Drogen stand, gesoffen hatte wie ein Loch oder Verhaltensgestört war und somit max. 3 Jahre bekommen kann oder so was.
Tja, hätte der Dichtauffahrer auch ne Waffe gehabt, wäre das alles nicht passiert! Jeder Bundesbürger sollte sich frei bewaffnen dürfen. Dann würden wir uns auch diese ganze leidige Sicherheits- und Terroristendiskussion sparen. 9/11 ist ja auch nur passiert, weil die korrupte US-Regierung den freiheitsliebenden US-Bürgern den Besitz schwerer Waffen (Panzer, Abwehrraketen, Artillerie) verbietet!
… oder so ähnlich …
In Hilden hat heute jemand eine Kippe aus dem Autofenster geworfen. Darüber hat sich ein anderer so geärgert, dass er ihm die Tür aufgerissen hat und ihm ein paar Schuhe weggenommen hat…!?
@5: War ja klar, daß beim Thema Schußwaffen von dir gleich wieder sowas kommen musste, auch wenn es mit den USA absolut nichts zu tun hatte. Ärmlich.
@3: Klar, mit einem Messer hätte er ihn nicht erstechen können. Oder doch? Schnell, verbietet Brotmesser!
Tatsächlich beweist der Fall, daß Verbrecher, die sich ja eh nicht an die Gesetze halten, sich von eimem Schusswaffenverbot (wie wir es in D ja haben) nicht beeindrucken lassen und sich trotzdem eine kaufen.
In D gibt es Millionen von Menschen, die legal Schusswaffen besitzen (und vermutlich ein paar weitere Millionen, die illegal eine haben). Von denen ermorden aber 99,9…% niemals irgendwen und begehen auch sonst keine Straftaten. Die "irgendwann werden sie dann auch benutzt"-Theorie ist also völliger Unsinn.
Als "völliger Unsinn" würde ich es nicht bezeichnen. Ein Straftäter wird wahrscheinlich nicht von einer geplanten Tat zurückschrecken, nur weil er gerade keine Schusswaffe hat, das ist klar. Aber jemand der im Affekt handelt, wie der Täter in diesem Fall, und eine Schusswaffe bei sich trägt, ist ohne Schusswaffe eben weniger gefährlich.
Um es auf den Punkt zu bringen: Wenn Waffen frei verkäuflich wären und jeder der es 'cool' findet mit einer herumlaufen würde, wäre die Wahrscheinlichkeit dass bei einer Tat im Affekt eine Schusswaffe eingesetzt wird um einiges größer als heute mit unserem stark reglementierenden Waffengesetz.
@7: a) Ironiedetektoren kaputt? b) Ich würde schon gern wissen, wo ich hier schon mal was zum Thema Schusswaffen gesagt haben soll ;)
Es bedarf nicht viel, dass Bewaffnete sich bedroht fühlen. (aus: Max Frisch, Wilhelm Tell für die Schule)
@10 und viele andere: in der Schweiz und in Kanada gibt es verhältnismäßig mehr Schusswaffen als in den USA und dennoch weniger Todesfälle. Es scheint an einem anderen Level der gefühlten Bedrohung zu liegen.
@all: Ich lasse mir geschmacklose Bumpersticker aus Folie lasern: "WER ZU DICHT AUFFÄHRT WIRD ERSCHOSSEN". Wer auch welche möchte, kann sich gerne an mich wenden.
In Florida und anderen US-Staaten gibt's doch jetzt Gesetze, wonach man jemanden abknallen darf, wenn man sich von ihm bedroht fühlt. Dort könnte dieser Todesschütze wahrscheinlich sehr gelassen einer Verhandlung entgegenblicken. Ich find sowas einfach pervers.
Glück gehabt, dass er sich nur geärgert hat.
Was wohl passiert wäre, wenn er wütend geworden wäre.
Gestern hat mich eine Fliege genervt. Ich habe sie mit einem Granatenwerfer beschossen. Sie war tot. Glaube ich.
Terry Pratchett schrieb mal so schön (frei zitiert) "He was a criminal, yes, but he didn't carry a weapon. Because when it came to it, weapons raised the stakes far to high"
Und das ist auch schon die ganze Problematik des Ganzen. Nicht "Wer eine Waffe hat benutzt sie auch", sondern, dass wenn sie eingesetzt werden um zu drohen oder um ein Drohgebären eines Gegners abzuwenden sich das Gegenüber denkt: Okay, hol ich mir auch ne Schusswaffe. Und schon wird aus einem potentiellen blauen Auge für eine der Parteien ein Kopfschuss.
"Guns defend people against people with smaller guns"
@ Nr. 12 (Christian): Ob das 'Stand your ground' Law in diesem Fall helfen würde wage ich zu bezweifeln, da der Täter das Opfer (laut Bericht) zum Anhalten zwang.
@11: Ja, ich möchte so einen Sticker… :D
Das ist für mich die Überreaktion des Jahrhunderts. Wahrscheinlich kam der Mann aus Florida?
@17, ne die kommen alle aus Texas ;-)
@8: Wären Schusswaffen frei verkäuflich, hätte das Opfer womöglich noch eine Chance gehabt. Jedenfalls, wenn es ebenfalls bewaffnet und angesichts der bedrohlichen Situation diese Waffe aus dem Handschuhfach geholt hätte. Aber in diesem Land haben ja nur die Verbrecher Schusswaffen (die wirklich nicht schwer zu beschaffen sind, schon in der 10. Klasse hatten Mitschüler von mir Knarren). Der rechtschaffende Bürger traut es sich nicht, sich eine Waffe zuzulegen.
Ich hatte eigentlich Kommentare zum Thema "Automarken" erwartet …
@19, ich weiß nicht:
Für das Opfer sah es so aus: Er wird ausgebremst und dann kommt jemand auf ihn zu.
Jetzt kann er entweder die Waffe aus dem Handachuhfach holen oder nicht.
Wenn nein, hätte ihm die Waffe nichts genützt.
Wenn ja: Dann hätte vielleicht dieser eine Mord verhindert werden können. (Was viel ist) Aber wieviele Menschen würden stattdessen aufgrund von Missvertändnissen sterben, wenn ängstliche Menschen mitten in der Nacht mit Schusswaffen herumfuchteln?
Ich würd mich nicht sicherer fühlen, wenn mehr Menschen mit Waffen herumlaufen. Und gegen wirkliche Verbrecher hat ein unbedarfter Normlabürger eh eher schlechte Karten.
An alle, die hier für freiere Waffengesetze trompeten: Es gibt mehr als genug Asis, die sich mit der heutigen Gesetzes- und Faktenlage keine Waffen holen oder holen können (auch nicht illegal), es aber bei einer Aufhebung des Verbots tun würden. Gleichzeitig wären Schusswaffen in den Händen dieser Leute hochgefährlich.
Die Argumentation mit dem Brotmesser in diesem Fall ist geistig arm. Das hätte der Angegriffene überstanden, da die Wagentür zu war und das Fenster nach oben gekurbelt. Andererseits gibt es Länder wie Großbritannien, die ernsthaft überlegen, nur noch große Messer ohne Spitze zuzulassen.
Desweiteren sind auch legale Schusswaffen ein Problem, weil sie schon öfters in die falschen Hände geraten sind. Es kommt bei solchen Fällen immer wieder vor, dass die Waffe eigentlich dem als Sportschützen tätigen Vater o.ä. gehört hat.
Die Schusswaffenkonzentration in der Schweiz und in Kanada… liebe Leute, das sind *Gewehre*! Zumindest in der Schweiz. (Und in Kanada ist Jagen ein extrem beliebtes Hobby.) In der Schweiz hat zwar praktisch jeder männliche Schweizer ein Gewehr, aber so was trägt man normalerweise nicht mit sich herum. Und vor allem haben die Schweizer diese Dinger, und nicht die 20% Nicht-Schweizer, deren Verbrechensrate nun mal eindeutig höher liegt, wie bei uns halt auch.
(Kann kulturelle Gründe haben, muss aber nicht mal unbedingt so sein, da die Ausländer auch dort schlicht und einfach im Schnitt jünger sind, und damit erheblich stärker zur Risikogruppe gehören.)
@22: Nein, in der Schweiz sind das bei weitem nicht nur Gewehre. Kurzwaffen sind kein Problem, und je nach Kanton ist es auch mehr oder weniger unkompliziert, eine Genehmigung zu bekommen, die Dinger auch zu tragen. Mal nur so als Beispiel für das, was in der Schweiz so über den Ladentisch geht: http://www.waffen-joray.ch/waffen-list.php?showall=1
http://www.tmpguns.ch/tmp1a.html
http://www.waffenzimmermann.ch/
http://www.waffenbuerchler.ch/
http://www.waffennoser.ch/kurzwaffen.htm
Und ja, das dürfen alles Zivilisten kaufen…
Was erwartet man in einer Welt, die von Medien dominiert ist, in denen ständig Schusswaffen und andere Gewaltwerkzeuge zu den üblichen Argumenten bei Auseinanderstzungen gehören.
Meine Erfahrung ist, daß jemand der eine Waffe besitzt und mit sich führt, diese auch benutzen wird. Allein aus dem Mitführen der Waffe würde ich diesem "Kerl" einen Vorsatz konstruieren.
@25: Wie kommst du auf so einen Blödsinn? Waffen dienen den Menschen zur Selbstverteidigung. Benutzen werden sie die Waffen nur, wenn sie angegriffen werden. Und dann kann man ihnen das kaum vorwerfen.
@26: Ah, der 21jährige hat sich also nur selbst verteidigt?
Der Mann hatte eine geladene Pistole mit geführt? Oder ist er erst aus dem Auto gestiegen, hat die Pistole aus dem Kofferraum genommen, sie mit vier Patronen geladen und dann den anderen erschossen?
@ 13
Der Mann war weder ärgerlich noch wütend, sondern aufgrund der Auffahrattacke seines Hintermannes nur in Panik! Hierauf deuten insbesondere die vier Schüsse aus nächster Nähe, wo doch einer genügt hätte. Der Beschuldigte hatte seinen Gegner auch nicht bewußt ausgebremst, sondern war nur mit großer Mühe schleudernd zum Stehen gekommen, nachdem er zunächst die Flucht nach vorn angetreten hatte.
(so vielleicht die entschuldigende Argumentation seines Verteidigers)?
Es wahr nicht das erste Mal:
http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,433738,00.html
Das ist nicht passiert, weil der Täter eine Waffe hatte.
Das ist passiert, weil der Schütze Dithmarscher war…
Also ruhig, so was passiert in Düsseldorf nicht so schnell. Die Sauerländer lassen samstags ihre Knarren nämlich im Kadett!
@ Flensburger: Bloß weil Ihr von den Dänen total indoktriniert wurdet, musst Du hier nicht das wunderbare freiheitsliebende Volk aus der freien Bauernrepublik, das den Dänen 1500 richtig den Hintern versohlt hat, verunglimpfen!
Der Fahrer hat anscheinend noch einen zwei Jahre zurückliegenden Mord gestanden, eben auf RTL gesehen.
@33(Mantla): siehe link bei 30.
In der Schweiz stört es niemand, wenn man mit mit einem umgehängten Automatikgewehr (Schnellfeuergewehr) mitten durch "Großstädte" wie Zürich läuft. In Deutschland fallen aufgrund der Mündungsenergie eigentlich schon Playmobilkanonen unter das Waffengesetz.
Trotzdem fühle ich mich in der Schweiz sicherer.
In den 15 Paranoiastaaten der VSA hätte der Schütze nichts zu befürchten. Dort sind schon Schützen freigesprochen worden, die erkennbar unbewaffnete auf Distanz erschossen haben.
@32 (Wiebke): Nicht nur der Kampf der Dithmarscher Bauernrepublik war ehrenwert und erfolgreich (1500 Hemmingstedt), sondern erst recht die Abstimmung in Flensburg nach Versailles 1920 (ca. 75% deutsch / 25% dänisch); das gleiche Ergebnis, wesentlich unblutiger. Für eine gewisse Hartschädeligkeit der Dithmarscher spricht auch, dass dort die altgermanische Blutrache erst 1538 abgeschafft wurde…
meint ein "Buten-Flensburger"
@35: mit solchen Gesetzen ("wer mein Grundstück betritt, darf legal erschossen werden") kann man die Mordrate auch nach unten bringen. :->>>
Klingt danach als hätte der Täter zuviel Hiphopmusik gehört bzw. -videos gesehen und den dort präsentierten 'Ehrenkodex' leider verinnerlicht…
@38
mal wieder alle in eine Schublade gesteckt.
Da lob ich mir meinen alten Religionslehrer. Offen für alles hörten wir uns alle möglichen Musikrichtungen an, auch Ganster-Rap, welcher eine Unterrubrik der Hiphopmusik ist.
Also sprech doch bei deinen nächsten Kommentaren von Ganster-Rap und nicht verallgemeinernt von Hiphop. Ich denke viele Leute hören auch Soul,RnB oder Funk und knallen keine Leute ab.
Würden die Leute das was sie in den Videos sehen nicht selbst tagtäglich erleben würden sie das ganze vielleicht mit etwas abstand betrachten. Aber wenn dir ein Ganster-Rapper 5 Verse die du mit deinem derzeitigen Leben verbinden kannst erzählt und der 6te heisst "lauf Amok" passiert sowas schon eher.
Vielleicht kannst du dich auch einfach nicht reindenken wie es ist ohne Zukunft, ohne Job, in solchen Vierteln zu wohnen.
Oftmals sind es auch die falschen Freunde, bzw. wie soll man auch die "richtigen" Leute kennenlernen wenn im Umkreis von 5km alle so drauf sind… Die Leute kennen kein anderes Leben