25.8.2006

Sigmar Gabriel will nicht zu den Nutten

Wenn ihn eine dumpfbackige Satire stört, schickt Bundesumweltminister Sigmar Gabriel gleich seine Anwälte los. Marcel Bartels, der Abmahnkönig unter den Bloggern, erhielt jetzt die Aufforderung, ein Bild Gabriels mit dem Text “Ich will auch zu den Nutten, Herr Hartz” zu entfernen. Das Bild hatte nicht mal Marcel selbst, sondern ein Nutzer ins Wiki der Seite eingestellt.

Näheres in “Mein Parteibuch”.

18 Kommentare zu “Sigmar Gabriel will nicht zu den Nutten”

  1. Martin_mb meint: (25.8.2006 um 18:21) AntwortenReply to this comment

    Ach der Sigmar. Als gebürtiger Niedersachse bin ich schon vor Jahren zu dem Schluß gekommen, daß er zwar ziemlich gut im Austeilen ist, jedoch sehr schnell die beleidigte Leberwurst spielt, wenn er selber mal was einstecken muß…

  2. Malte meint: (25.8.2006 um 19:14) AntwortenReply to this comment

    Frage an die Advokaten: Kann die gängige Rechtsprechung, dass ein Foren-Betreiber erst nach Kenntnisnahme haftbar gemacht werden kann, auch auf ein Wiki übertragen werden?

  3. Reinhard meint: (25.8.2006 um 19:23) AntwortenReply to this comment

    Laut einem bestimmten Berliner Amtsgericht durchaus …

  4. Willi Butz meint: (25.8.2006 um 20:11) AntwortenReply to this comment

    Hihi, in Niedersachsen hatte er, gemäß seiner Herkunft aus Goslar und in Bezug auf sein Körperfülle, den Spitznahmen "Harzer Roller";-)

  5. A. John meint: (25.8.2006 um 20:44) AntwortenReply to this comment

    Dem Vernehmen nach sitzt die Anwältin in Hamburg. Man darf also spekulieren, vor welchem Gericht Gabriel seine EV beantragen wird….
    Ich vermute vor dem, an welchem selbst Spekulationen über Haarfarben zu Unterlassungsverfügungen führen. Hier geht es jedoch um nicht weniger, als den Fortbestand der Bundesrepublik Deutschland!
    Jedem verständigen Menschen ist klar, daß hier allen Ernstes einem Regierungsmitglied unterstellt wird, auf Kosten eines Staats Automobilkonzerns Bordelle besuchen zu wollen.
    Richter B. in seinem heiligen Krieg gegen die Presse- und Meinungsfreiheit wird hier hoffentlich, nachdem er seinen Blutrausch überwunden hat, die nötigen Konsequenzen ziehen. Mit der Abschaffung des Internet alleine ist es hier nicht mehr getan. Hier müssen die Geheimdienste in enger Zusammenarbeit mit Polizei und Wehrm Bundeswehr den Untergang des Abendlandes verhindern. Das heißt: Notstandsregierung, kappen sämtlicher Richtfunk- und Satelitenverbindungen, sowie Telefonleitungen und Postverkehr aus dem Ausland. Ferner die Bildung einer effizienten Gedankenpolizei, welche idealer weise Richter B. direkt unterstellt wird. Selbstverständlich wird dieser auch die Kontrolle über Rundfunk, TV und Printmedien übertragen, sofern diese gefährlichen Einrichtungen nicht von Richter B. höchstelbst zum schweigen gebracht werden.
    Die Zukunft bleibt spannend.

    Gruß A. John

  6. luci meint: (25.8.2006 um 20:56) AntwortenReply to this comment

    es ist schon ein merkwürdig Ding. Der Siggi, da hat Martin_mb recht teilt gerne aus und hat ein schlechtes Gedächtnis….. siehe http://wiki.mobbing-gegner.de/Mobbing/GegenWehr/MailsGabriel

  7. Yerodin meint: (25.8.2006 um 21:28) AntwortenReply to this comment

    Zu seiner Zeit in Niedersachen war der Herr Gabriel ein Machtpolitiker und Selbstdarsteller ersten Ranges.
    Kann mich noch gut drann erinnern, dass mein damaliges Gymnasium unter dem Ministerpresident Gabriel renoviert wurde. Wurden ein 1-2 Millionen in die Sanierung einiger Schulgebäude investiert und hinterher ist er in meiner Schule mit einem ganzen Medientross aufgetaucht und hat eine Pressekonferenz dort abgehalten.
    Da ein paar Schulen vom Gebäudestand "Wrack" auf "halbwegs passabel" gebracht wurden hat der einen Ternz um seine eigene Person gemacht. Also um sein Ego braucht man sich keine Sorgen machen, man muss nur wissen, dass er immer da ist wo die Presse ist. Er ist Umweltminister und hatte auch nie ansatzweise mit der Thematik zu tun…

  8. Malte meint: (25.8.2006 um 21:36) AntwortenReply to this comment

    Nun ja, eins ist aber klar und darauf freue ich mich auch: Nach Callboy T. aus B. ist Umweltsiggi nun die nächste, richtig dicke Sau, die durch Kleinbloggershausen getrieben wird. (Die Zweideutigkeit war leider unvermeidbar).

  9. Klabauter meint: (26.8.2006 um 03:07) AntwortenReply to this comment

    Seit dem die Initiative zur Geichstellung der Geschlechter in Buccholz in der Nordheide dazu führte, dass der (männliche) Bürgermeister als Herr BürgermeisterIN geführt wurde, bin ich sehr wählerisch, was die Politik in unserem Landkreis angeht. Am 17.09. sind in unserer kleinen Stadt Bürgemeister-Wahlen. Mal gucken, was da raus kommt. Ich bin Wahlhelfer.

  10. macdet meint: (26.8.2006 um 12:36) AntwortenReply to this comment

    Bei Umwelt und Mobbing (luci sei Dank) fällt mir gleich mein Fall ein!

    http://tinyurl.com/px8se

  11. Uwe meint: (28.8.2006 um 10:00) AntwortenReply to this comment

    Moin, mal ganz dumm gefragt, weil es mich auch persönlich betrifft, wenn man eine Abmahnung/Unterlassungserklärung erhält, kann man die eigentlich "gefahrlos" veröffentlichen?
    MfG uwe

  12. MaxR meint: (28.8.2006 um 11:21) AntwortenReply to this comment

    @5: Sie haben vergessen, die Übeltäter mit von Atomsprengköpfen befreiten Interkontinentalraketen erschlagen zu lassen.
    http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,433821,00.html

  13. Androsch meint: (17.9.2006 um 20:51) AntwortenReply to this comment

    Beleidigte Leberwürste sollten sich nicht für den Beruf des Politikers entscheiden. Und wenn sie es doch getan haben, sollte man sie darauf aufmerksam machen, dass sie den falschen Beruf gewählt haben.

    Womit ich nicht sagen will, dass Sigmar Gabriel eine beleidigte Leberwurst ist. Wahrscheinlich weiß er ja gar nicht, was seine Anwählte in seinem Namen anrichten, genausowenig wie er wusste, was bei VW vorging.

    Die Bildunterschrift „Ich will auch zu den Nutten, Herr Hartz“ ist angesichts des VW-Skandals ein durchaus passender Witz, indem er die angebliche oder tatsächliche Ahnungslosigkeit von Herrn Gabriel gut parodiert: Der Satz könnte doch von jemandem stammen, dem etwas entgangen ist.

    Ich weiß nicht, ob Herr Gabriel das versteht, aber ich bin sicher, dass seine ehemaligen Wähler das sehr gut verstehen.

    Das zugehörige Bild kann ich nicht beurteilen, weil ich es nicht gesehen habe.

    Dass Herr Gabriel mit Anwälten reagiert, zeigt seine seine Humorlosigkeit. Und von humorlosen Politikern, die dem Volk das Maul verbieten, halte ich überhaupt nichts. Ich hoffe, dass sich für Herrn Gabriel ein besserer Nachfolger finden wird.

    Ich wünsche mir, dass Herr Gabriel von allen Posten zurücktritt und ich würde mich freuen, wenn das Land Niedersachsen endlich seine VW-Anteile verkaufen würde.

    Wie wir auch in Berlin schmerzhaft erleben mussten, gehen Politik und Wirtschaft überhaupt nicht gut zusammen. Und die schlimmste Misswirtschaft herrscht in privaten Unternehmen, die ganz oder teilweise dem Staat gehören (womit ich nicht VW meine). Diese geraten den Parlamenten leicht aus den Augen und sind dann unfähigen Politikern (womit ich nicht Herrn Gabriel meine) und deren Freunden ausgeliefert: Keiner führt ordentlich aufsicht, geschweige denn, dass sich jemand verantwortlich fühlen würde oder später zur Verantwortung gezogen werden könnte. Sicher ist nur, dass wir Steuerzahler am Ende für die Misere aufkommen müssen.

    Also Tschüss Herr Gabriel!

  14. Androsch meint: (6.11.2006 um 16:49) AntwortenReply to this comment

    Sehr geehrter Herr Bundesumweltminister Gabriel,

    bitte ziehen Sie Ihre Abmahnung und Ihre Klage gegen Herrn Marcel Bartels zurück.

    Die Bildunterschrift "Ich will auch zu den Nutten, Herr Hartz" unter Ihrem Foto mag schmerzhaft für Sie sein, angesichts Ihres langjährigen politischen Engagements und der Einschränkungen, die damit verbunden sind, dass Sie in der Öffentlichkeit stehen.

    Ich muss aber sagen dass ich als Bürger über diesen Satz herzhaft gelacht habe. Ich empfand diesen Satz unter Ihrem Foto angesichts des VW-Skandals und Ihrer früheren Ämter als niedersächsischer Ministerpräsident und VW-Aufsichtsrat als durchaus gelungene Satire, die Ihre angebliche oder tatsächliche Ahnungslosigkeit gut parodiert.

    Ich weiß nicht, ob Sie diesen Witz verstehen, aber ich bin sicher, dass Ihre ehemaligen Wähler ihn sehr gut verstehen.

    Wie wir auch in Berlin schmerzhaft erleben mussten, gehen Politik und Wirtschaft überhaupt nicht gut zusammen. Politiker sind damit überfordert, Wirtschaftsunternehmen zu leiten, womöglich noch neben Ihren anderen Ämtern, zumal die parlamentarische Kontrolle meistens sehr lückenhaft ist. Umso bedauerlicher ist es, dass es das Land Niedersachsen immer noch nicht geschafft hat, sich von seinen VW-Anteilen zu trennen.

    Inwieweit sie tatsächlich in den VW-Skandal verwickelt sind, kann und will ich gar nicht beurteilen und ich hätte den Witz sicher schnell wieder vergessen, wenn Sie nicht gegen Herrn Bartels juristisch vorgegangen wären.

    Möglicherweise sind ja Ihre Mitarbeiter und Anwälte aktiv geworden, ohne dass Sie selbst im Detail informiert waren. Für den Fall, dass Sie das satirisch ergänzte Foto selbst gar nicht kennen, nachdem Herr Bartels es unverzüglich von seiner Website gelöscht hatte, hier ein Link zu einer anderen Seite wo es noch steht: [Link zu dem Bild "Ich will auch zu den Nutten, Herr Hartz!" im Baseblog aus juristischen Gründen von der Website entfernt]

    Als Bürger eines demokratischen Landes kann und will ich nicht hinnehmen, dass Sie versuchen, eine gelungene Satire und damit die Kunst und die Meinungsfreiheit durch juristisches Mobbing zu unterdrücken. Ich möchte Sie deshalb auffordern Ihre Abmahnung und Ihre Klage gegen Herrn Marcel Bartels unverzüglich zurückzuziehen.

    Andernfalls werde ich Sie nachhaltig und öffentlich dazu auffordern, von allen Ihren politischen Ämtern zurückzutreten, weil Ihr Verhalten nicht eines demokratischen Volksvertreters würdig ist.

    Das Volk lässt sich nicht das Maul verbieten!

  15. Presswurst meint: (14.11.2006 um 14:52) AntwortenReply to this comment

    Beim einpflocken der Heringe soll es Oberfalke Gabriel sogar zu gewissen Fertigkeiten gebracht haben. Seine kurze Zeit als Aushilfslehrer war dann wieder ein echter Rückschritt deutscher PISA Tauglichkeit. Als Landtagsabgeordneter war er ein ständig aufgeblasener Egomane, als Ministerpräsident blieb er das und auch sein Amt als Umweltminister zeigt nur eins. Der Mann ist soetwas von globalinkompetent, soetwas hat die Welt noch nicht gesehen. Jetzt sieht er sich schon als gebenedeiten Kanzlerkandidaten, hoffentlich ist die Klimakatastrophe eher da als der Wahltag.

  16. guido meint: (2.9.2007 um 17:14) AntwortenReply to this comment

    Ich möchte von dem Dummschwätzer Gabriel einmal einen vernünftigen Vorschlag zum Umwelschutz hören. Alles was der kann ist sich mit seiner Dummheit in den Vordergrund zu stellen.

  17. Androsch meint: (11.11.2009 um 19:54) AntwortenReply to this comment

    Herbst 2009: Die SPD ist mit ihrem Wahldebakel nicht zufrieden und nominiert Sigmar Gabriel zur Wahl des neuen Parteivorsitzenden. Tschüß alte Tante SPD!

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