Bilanzzettel
Durch den Bürotag begleitet mich derzeit ein DIN-A-4-Blatt. Links notiere ich alle kurzen Sachen, die ich erledigt habe. Und rechts alle umfangreichen. Abends habe ich dann eine kleine Tagesbilanz.
Die Aufstellung hilft mir gegen dieses diffuse und manchmal quälende Gefühl, gar nichts oder jedenfalls viel zu wenig geschafft zu haben. Das stimmt nämlich gar nicht. (Meistens jedenfalls.)
Wieviele Punkte ergeben sechs Blog-Einträge? *duckundrenn*
Gute Frage. Es zählt aber nur "richtige" Arbeit.
Ist Bloggen denn keine richtige Arbeit? Schließlich ist Bloggen erfolgreiches Marketing und generiert nicht zu vernachlässigende Reputationseffekte ("Das nächste Mal nehme ich den Vetter als Anwalt, der zeigt es dem Winkowski immer so schön!").
von Time/System gibt es schöne Formblätter…
http://www.timesystem.de/index.php?page=24
Bloggen ist Vergnügen.
- Bilanzzettelvorlage gefertigt
- Bilanzzettel überprüft
- Bilanzzettel abgeheftet
oh, what a day!
Da würde ich aber schon gerne mal ein Foto eines solchen Zettels sehen, überhaupt kommen hier Fotos viel zu kurz.
Ist das schon die Vorbereitung, um demnächst auf minutengenaue Abrechnung umzustellen? ;-)
Udo, die Methode ist inzwischen weit verbreitetet. Inzwischen hat fast jeder Manager sein Moleskine oder ähnliches Büchlein andauernd bei sich dabei.
Ein "Bilanzzettel" wäre es doch nur dann, wenn die Aufgaben und deren Erledigung (Soll und Haben) gegenübergestellt würden, oder?
Und das heutezutage bloggende Anwälte Zettel brauchen, um sich sowas zu notieren… Wenn der Zettel voll ist, dann habe ich mein Tagwerk getan?
Ich halte viel von den schönen kleinen elektronischen Helferlein. Meine PDAs begleiten mich schon seit fast 10 Jahren und wurden von Generation zu Generation leistungsfähiger. Aufgaben, Termine, deren Erledigung, Notizen, Kontakte, Kosten etc. alles immer dabei und a jour.
Meistens, wenn ich das Gefühl habe, den ganzen Tag nichts getan zu haben, kommen am nächsten Tag 10 Akten zurück vom Sekretariat. ;P
Ich habe ein sehr simples System. Basiert darauf, dass es eigentlich unwichtig ist, was genau man macht, hauptsache man ist produktiv.
Ich nehme eine Tabelle: 7 Spalten und ~17 Zeilen (+Beschriftung), damit ist die ganze Woche abgedeckt. Dann geht's mit dem Textmarker dran (die großen Erfolge/Eckpunkte kann man auch noch reinschreiben). Gelb ist Examensvorbereitung, blau Freizeit+Sport+Erholung, grün wichtie Dinge (Essen..) und rot verschwendete Zeit+Lücken. Da sieht man auf einen Blick wie viel man eigentlich schafft, v.a. wenn man so unter Beobachtung steht. bei belieben kann man ja ein schönes Balkendiagramm daraus machen. Oder einfach abheften.
Nachtrag: Natürlich ersetzt das keinen PDA/Covey-Planer/etc. Aber darum geht's mit der Übung auch garnicht. Klar braucht man einen Terminkalender/To-Do liste, aber die gibt einem kein direktes Feedback, dass man doch nicht der Faulste ist ;-) (oder eben doch. wenn man sich nicht selbst bescheißt)
@Ben: Wozu zählt schlafen? Zum Punkt "Erholung", also blau? Und wenn ja, ab wieviel Uhr bzw wieviel Stunden, wird aus dem "blauen Schlaf" ein roter?
Die Feinheiten kann man sich selbst überlegen, ist ja keine feste Struktur. Einfach mal ausprobieren. Schlafen streiche ich durch oder mach's schwarz. Die Idee Schlafen ab dem Weckerklingeln rot zu machen gefällt mir, thx für den Tipp :-) (Mittagsschlaf ist definitiv blau)
@ Nr. 13 (Ben):
Aber warum soll ich denn alles mehrmals machen. Mein PDA und die Desktop-Synchronisation zeigt mir das doch genauso. Da muss ich doch nicht noch einen Extraaufwand betreiben, der nur dazu führt, dass am Ende weniger wirkliches herauskommt.
Hmm, ich glaube das sollte ich auch mal einführen. Habe nämlich auch immer öfter das Gefühl am Ende des Tages nix erledigt gehabt zu haben, bin aber trotzdem immer groggy…
Sie arbeiten ?!
Und wahrscheinlich auch noch gegen Entgelt.
Wie gewöhnlich!
Sehr schöne Sache, das mit dem Bilanzzettel – mach ich auch und ist denke ich für viele eine Hilfe, die keinen Cheffe haben, der ihnen was auch immer für Vorgaben macht. Bei mir ist es allerdings kein Zettel, sondern ein Txt-File mit mittlerweile ungefähr 7500 Zeilen.