12.10.2006

Ferres zeigt sich kompromissbereit

Veronica Ferres will doch keine 10.000 Euro Schmerzensgeld von einem Blogger. Sie verzichtet, teilt ihr Büro mit. Der Betroffene soll aber die Anwaltskosten für die Abmahnung übernehmen. Was er auch tun wird.

Die Vorgeschichte.

18 Kommentare zu “Ferres zeigt sich kompromissbereit”

  1. Magneto meint: (12.10.2006 um 07:07) AntwortenReply to this comment

    Das ist keine Kompromissbereitschaft, sondern das Wissen, dass diese Abmahnung und die Schmerzensgeldforderung einer gerichtlichen Überprüfung nicht standhalten würden. Im Prinzip ist es nur eine weitere Unverschämtheit.

  2. Torsten meint: (12.10.2006 um 08:22) AntwortenReply to this comment

    Ich frage mich, warum der Blogger ausgerechnet ein Bild von Charlie-Chaplin ein seinem Hitler-Kostüm einbaut. Soll das wieder ein wahnsinnig witziger Kommentar sein? Manche Leute verwechseln Satire mit Pöbelei.

    Magneto: Wenn eine Abmahnung sicher nicht standhalten würde, müsste der Blogger ja schlicht nicht zahlen. Es geht wohl eher um Imagepflege.

  3. Tilman meint: (12.10.2006 um 09:04) AntwortenReply to this comment

    Ingo Appelt hat sie damals nicht verklagt, sondern da hat sie die "zähne zusammengebissen":
    http://www.stern.de/lifestyle/leute/:Veronica-Ferres-Superweib-Hollywood/522466.html?p=2&nv=ct_cb

  4. Arno Nyhm meint: (12.10.2006 um 09:08) AntwortenReply to this comment

    @Torsten: Lies bitte den Text dazu. Der Autor bezieht sich auf Adenoid Hynkels Abneigung gegen "Free Spraken". Eine Abneigung, die er offensichtlich mit Frau Ferres teilt.

    (Mal sehen ob die Gute mir jetzt wegen des letzten Satzes ihre Anwälte auf den Hals hetzt.)

  5. Tim meint: (12.10.2006 um 09:09) AntwortenReply to this comment

    Super. Ist ja nett von Frau Ferres. Das wird sich nun als Standard bei Promis etablieren: Einschüchterung durch hohe Schmerzensgeldfordrung, grosszügiger Verzicht bei Begleichung der Anwaltskosten. Über die Rechtmässigkeit der Forderung wird nicht entschieden und der Promi kommt sogar noch positiv weg, und wird nicht als skrupelloser Abmahn-Hai gebrandmarkt.

    Da werden einige Anwälte schon in den Startlöchern sitzen.

  6. SvenR meint: (12.10.2006 um 09:35) AntwortenReply to this comment

    Wie ist das denn jetzt mit den Anwaltskosten? Wenn Sie doch gar keinen Schadensersatz (mehr) fordert, schmälert das nicht den Streitwert, der Grundlage der Gebührenberechnung ist?

    Wo sind sie, die Gebühren-Spezialisten ;-))

  7. Torsten meint: (12.10.2006 um 09:54) AntwortenReply to this comment

    Arno: Zum einen steht das explizit nicht im Text, zum anderen war ich intellektuell durchaus fähig diese Interpretation selbst zu ziehen und habe deshalb das Wort "Pöbelei" verwendet.

  8. Arno Nyhm meint: (12.10.2006 um 10:03) AntwortenReply to this comment

    Ach so, mit "Manche Leute verwechseln Satire mit Pöbelei." meintest Du Dich selbst. Jetzt hab ich's gerafft. :-)

  9. Torsten meint: (12.10.2006 um 10:37) AntwortenReply to this comment

    SvenR: Falls die Frage ernst gemeint war – die Anwaltskosten sind bereits mit der Vorgabe 10000 Euro entstanden. Wenn ein Anwalt einen Freispruch oder einen Vergleich erreicht, geht er ja auch nicht leer aus.

  10. Flo meint: (12.10.2006 um 11:08) AntwortenReply to this comment

    @ 11: Bei Vergleichen gibt's sogar noch eine Gebühr extra. ;)

  11. SvenR meint: (12.10.2006 um 12:25) AntwortenReply to this comment

    @ Nr. 11 (Torsten):

    Sie ist durchaus ernst gemeint, ich bin kein Jurist und auch im Kostenrecht nicht sehr bewandert. Ich dachte nur, dass das Gericht ja auch hin und wieder einmal den Streitwert anders festlegt, als die eine oder andere Partei sich das vorstellt. Und dann werden doch die Gebühren von dem neuen Streitwert berechnet.

    Und wenn doch Frau Ferres keinen Schadenseratz mehr möchte, was ich durchaus löblich finde, so kann man doch darüber nachdenken, ob die Gebühren, die sich auf diesen vermeintlichen Schadensersatzanspruch beziehen, in ihrer Höhe noch berechtigt sind.

  12. Walter Hedderich meint: (12.10.2006 um 12:44) AntwortenReply to this comment

    Naja, Meinungsfreiheit heißt nicht, daß jede Beleidigung sakrosankt ist. Wenn's auf dem Gebiet sonst keine Probleme gibt, ist ja gut.

    Zeigt nur wieder, daß man die meisten Meinungen getrost auf sich beruhen lassen kann.

    Welches Positive sollte eigentlich aus solcher Schmähkritik erwachsen?

  13. Mike meint: (12.10.2006 um 13:00) AntwortenReply to this comment

    Die Ferres kommt nun bei mir, sicher auch bei vielen andern, auf die im Kopf gespeicherte Abmahnwahnsinnige-Liste (wie schon die Klum oder das Sozialgericht Bremen, etc.).
    Mit mir sind viele andern, hunderte, eventuell gar tausende, nicht unwahrscheinlich das es zehntausende sind die in Zukunft die Ferres ebenso assoziieren.

    Sollte der Imageverlust durch diese Aktion es der Frau Ferres wert gewesen sein, bitte.
    Deshalb ist es auch wichtig das so viele Leute wie möglich darüber schreiben und reden. Der grösste Feind für derartige Dinge ist die Öffentlichkeit. Sobald die ersten "alten und grossen" Medien darüber berichten wird es eventuell auch Frau Ferres klar.

  14. lurker meint: (12.10.2006 um 13:47) AntwortenReply to this comment

    Was mich vielmehr interessiert: Wusste "die Ferres" ueberhaupt von der initialen Abmahnung – zumindest in diesem einen speziellen Fall? Oder ist sie erst -quasi- extern darauf aufmerksam geworden?

  15. Andi – andreas-lazar.de meint: (12.10.2006 um 13:49) AntwortenReply to this comment

    Man sollte fairerweise aber anmerken, daß die Ferres selbst vielleicht gar nicht so viel mit dem ganzen Fall zu tun hat. Ihr Anwalt ist ja ständig bevollmächtigt, für sie in Sachen des Persönlichkeitsrechts zu handeln, und dazu scheint wohl zu gehören, selbständig Medien nach rechtsverletzenden Äußerungen zu durchsuchen und entsprechend abzumahnen. Vielleicht weiß sie gar nicht, wie so eine Abmahnung im Einzelnen abläuft, oder es trifft ansonsten nur Zeitungen etc., für die 10.000 Euro eine ganz andere Größenklasse als für mich sind.

  16. h meint: (12.10.2006 um 14:15) AntwortenReply to this comment

    Andi, kann man das zur Verteidigung benutzen?

    "Ich kann nichts dafür, dass hat alles mein RA gemacht, den habe ich lediglich ständig bevollmächtigt."

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