Neue Strichpersonen
Großes Schilderhängen in Wien: Neben Strichmännchen warnen künftig auch Strichfrauen auf Hinweisschildern und Piktogrammen. Orf.at stellt die neuen Bilder vor.
Den Weg zum Notausgang weist künftig eine Frau mit Stiefeln und wehenden Haaren. Ein Mann mit Baby im Arm signalisiert in Bus und Bahn, dass dieser Sitzplatz für Reisende mit Kind freizumachen ist. Das Pendant für Behinderte zeigt seltsamerweise weder Mann noch Frau. Sondern das Schwarze Phantom mit Perücke und in einem Frauenkleid.
(Link gefunden bei RA Melchior)
Super! Frauen aufm Strich find ich auch besser als Männer.
Besonders gut gefällt mir die flüchtende Domina! Ich bin auch der Meinung, jeder sollte sein Geschlecht täglich neu bestimmen können! "Gender" hat nämlich bei diesen Veranstaltungen nix mit dem biologische nGeschlecht zu tun, sonder ist frei wählbar! Da kommt noch was auf uns zu…
Musste es nicht fairerweise "Strichfrauchen" heissen?
Naja. Das Baustellenschild ist ja wohl sowas von bescheuert. Pferdeschwanz, Minirock und hohe Stiefel? Wenn eine Frau so auf der Baustelle arbeitet da steht doch ruckzuck einer von der Berufsgenossenschaft auf der Matte.
Und die Frau auf dem Notausgangsschild sieht aus wie eine Transe mit brennendem Haar.
… auf der Originalseite sind auch nicht schlecht!
@4: Full Ack, und noch darüber hinaus.
Ich weiß nicht, was die Verursacher dieser Schilder sich dabei gedacht haben, aber das ist so übel, dass sogar ich mich beleidigt fühle, obwohl ich mänlichen Geschlechts bin.
Warum ?
Genau kann ich das nicht erklären, aber diese Scheinheiligkeit und die Tendenz Mensche auf ihr Geschlecht zu reduzieren, verbunden mit dieser Übersteigerung bis ins Lächerliche und diesen Klishees wirken auf mich irgendwie widerlich.
Die "alten" Schilder fand ich wesentlich besser – soweit ich mich erinnern kann, hatten die weder Kleidung noch Haare … und kamen damit sogar vielen Menschen (ja, gerade weiblichen biologischen Geschlechts [absichtlich so übertrieben ausgedrückt btw.], die ja zum Glück nicht gezwungen werden, wie diese Strichfräuchen [war das jetzt sexistisch oder darf ich hier den Diminuitiv übertragen?] zumzulaufen; auch wenn sie niemand aufhält, es dennoch zu tun, haben sich aus meinem Umfeld reichlich wenige dazu entschieden … und selbst dann nur zu Partys seltsamerweise …) wesentlich näher.
Die neuesten Kunstformen der ehemaligen Emanzipation tragen immer eigenere (Stil-)BlütInnEn.
*kopfschüttelnd*
Muahaha. Ist mir erst beim dritten mal hinsehen aufgefallen. Aber die Frau auf dem Baustellenschild pflanzt Blumen.
Das ganze erinnert fatal an die kürzliche erschienene "Bibel in gerechter Sprache", ein ebenso peinliches wie desavourierendea Unterfangen gleichberechtigungsbewegter Teologen/-innen.
Schade um Wien.
die bisherigen strichmännchen waren doch völlig geschlechtsneutral, sie hatten weder haare noch kleidung, und keinerlei primäre oder sekundäre geschlechtsmerkmale – das stilisierte bild eines menschen jederlei geschlechts und alters.
JETZT hat man es dagegen geschafft diskriminierende schilder zu schaffen: die "weiblichen" versionen haben wehende haare und stiefel, während die alten neutralen versionen (die offenbar nur noch uns männer repräsentieren sollen) durch ihre schlichtheit eine diskriminierung darstellen.
ich fordere daher ab sofort echte strichkerle mit schnauzer oder vollbart, dicken oberarmen und einer beule in der leistengegend.
Vielleicht hing bei den Wiener Baustellenschildern der Dödel raus… Wer weiss das schon so genau??
So ein Schwachsinn die haben nun doch
wirklich nicht mehr alle tassen im Schrank das
ist wirklich ziemlicher quatsch so z versuchen
chancengleichheit zu symbolisieren!
Insbesondere geht dabei ein Vorteil der alten Piktorgramme zugrunde. Piktogramme zeichnen sich meines Erachtens dadurch aus, dass sie auf das wesentliche konzentriert sind. Durch hinzunahme von mehr Details, wie bei den Notausgangsschild das wehende Haar, sind sie im Endeffekt schwerer zu erkennen.
Außerdem, so dämlich es vielleicht ist, Schilder die man schnell erfassen soll, sollten auch im entsprechenden Klischee bleiben.
Mit einer Baustelle verbindet man nunmal Männer. Wenn man das Schild mit der Frau sehen würde, bräuchte man länger um zu verstehen, dass damit eine Baustelle gemeint ist. Und gerade im Straßenverkehr sollte man Schilder schnell erfassen können.
Kein Wunder das sich immer mehr Wiener B und C Promis als Homos outen.
Grüße
F L A M E
Ich werfe mal ganz sanft ein RTFA in die Runde: Die blümchenpflanzende Frau und das Damenfahrrad entstammen der *Werbekampagne* für die Schilder und sind mitnichten in freier Wildbahn anzutreffen. Sie sind (on-topic-Kurve :-) laut Artikel sogar StVO-widrig.
Ich stelle mir gerade vor, ein Auswärtiger verbrennt in einer Wiener Behörde, da er das Notausgangsschild mit einem Hinweis für die Damentoilette verwechselt.
Ich stimme @12 absolut zu: Jedes Schild sollte sich durch absolute Klarheit auszeichnen. Insbesondere Schilder, die in Notsituationen weiterhelfen sollen, müssen möglichst einfach zu erkennen sein. Einfach zu erkennen ist aber das, was man bereits kennt. Ausgerechnet bei Notausgangschildern von bekannten Normen und Symbolen abzuweichen ist vielleicht nicht die beste Idee.
@flümo: da empfehle ich mal ganz unverbindlich UFG, diese schilder wurden zwar tatsächlich nicht aufgestellt, aber eben nur weil das eben probleme mit der StVO gegeben hätte, andernfalls hätten die intiatorInnen die sicher auch mit vollem ernst anschrauben lassen.
achja, ist nicht eigentlich ein damenfahrrad ein diskriminierendes relikt alter tage in denen gemutmasst wurde dass frauen durch röcke und ungeschick nicht in der lage seien sich auf ein normales fahrrad zu setzen?
Wobei ja auch noch der Gag hinzukommt, daß die Kennzeichnung von Fluchtwegen gemäß UVV und anderer "Scherze" normen-konform sein muss. Und solange diese Weibliche Flüchtende nicht in die Ösi-Norm aufgenommen wurde, darf sie in öffentlichen und öffentlich-zugänglichen Gebäuden gar nicht fdas männliche Pendant (was ja eigentlich das neutralere ist) ersetzen!
Wobei ich mich ja frage, wieso Emanzen eigentlich davon ausgehen, wenn sie solche Schilder verhackstückeln, daß die Frauen Röcke tragen? Ich würde mal so locker behaupten, daß _weit_ über 66% der Beschäftigten in einem Gebäude keine Röcke tragen, oder gar offenes, langes Haar haben. und das auch, wenn mehr als 50% weiblichen Geschlechtes sind.
.oO( oder wollten sie deutlich mehr metro-sexuelle Männer ermuntern, doch auch Röcke zu tragen? Das wäre aber wieder schwer diskriminierend.)
So, das war fast so lustig wie die Trennung Belgiens am Mi!
Tragisch wirds erst, wenn ein Tourist zu Tode kommt, weil er das Fluchtwegschild als Hinweisschild zum nächsten Friseur missdeutet hat.
BTW: Die Frauenparkplätze werden doch hoffentlich auch zu 50% Männerparkplätze?
http://homepageberatung.at/cont/junk/
Lustige Ergänzungen zu den Schildern.
Gut die Schweizer hatten schon immer die besseren Designer (Frutiger, Miedinger u.a.). Aber eine derartige Entblödung hätte man unseren südöstlichen Nachbarn dann wirklich nicht zugetraut. Neben der unbekannten Blumenpflanzerin weiß auch der "schwarze Mann mit Kind auf dem Arm" voll zu überzeugen. Hauptsache Zickenbart. Von den sonstigen Assoziationen die dieses Bild weckt, noch ganz zu schweigen. Nächste U-Bahn-Haltestelle "Garagenkeller".
Liebe Freunde der Mozartkugel: des woar nix.
Schön, solange die Gender-Spinner sich an Schildern abarbeiten, lassen sie die Kinder in Ruhe das werden, was der liebe Gott – oder wer auch immer – für sie vorgesehen hat.
Also liebe Gleichmacher, antreten zum Schilderaustausch, Schraubendreher freimachen und die Parlamente und Behörden wieder den geistig Gesunden überlassen.
Wie wäre es mit elektronischen Displays als Schilder, die je nach Betrachter die Personen weiblich oder männlich darstellen?
Bei der Frau auf dem Baustellenschild denke ich irgendwie an Trümmerfrauen.
ist das nicht diskriminierend, dass alle frauen röcke tragen?!?
ich fänd *neutrale* strichmännchen am besten
Da hatten wohl einige "überbezahlte Designer und Gleichmachungsapostel" zuviel Zeit und Geld. Alternativ zuwenig Arbeit oder "Hirn" (oder sollen Pictogramme die als Warn-/Gefahrenzeichen eingesetzt werden etwa nicht mehr einfach gestaltet [ohne Schnickschnack] und eindeutig sein?).
Schwachsinn hoch drei.
Bei dem Bild, in dem der Mann das Kind im Arm hält, scheint es so, als ob der Mann sabbert und nicht das Kind.
Da fällt mir nur ein, was ich kürzlich in einem Blogg fand:
"Liebe Krankenschwestern und SchwesterInnen!"
:-0
Das ist doch alles absurdes Theater
<a href="http://www.my-os.net/media/diaporama_graphisme/image/otl_aicher.jpg" rel="nofollow">Otl Aicher</a> dürfte in seinem Grabe rotieren.
http://de.fishki.net/podborka3/20/picu_29.jpg aus einem Posting von 2005 einer Russischen Seite. Man beachte das Schild im Hintergrund.