20.12.2006

Zu wenige Mordakten: Richter satteln um

Weil in Düsseldorf zu wenig gemordet wird, müssen sich einige Richter künftig mit weniger aufsehenerregenden Fällen beschäftigen. Eine der beiden Schwurgerichtskammern wird dicht gemacht. Die Richter sollen künftig Kollegen unter die Arme greifen, berichtet die Westdeutsche Zeitung.

Einen dauerhaften Trend beim Rückgang der Tötungsdelikte kann man aber nicht ausmachen. Die Staatsanwaltschaft spricht von “üblichen Wellenbewegungen”. Dafür spricht, dass im Düsseldorfer Umland nach wie vor ordentlich (Krefeld) oder sogar mehr getötet wird (Mönchengladbach).

9 Kommentare zu “Zu wenige Mordakten: Richter satteln um”

  1. Dennis meint: (20.12.2006 um 17:27) AntwortenReply to this comment

    Wellenbewegung?! Das ist ja interessant, mit welcher anderen Welle da wohl Deckungsgleicheit herschen würde? Konjukturelle Entwicklung? Ölpreis? Arbeitslosenzahl? DAX? – Man weiss es nicht…

  2. Mark meint: (20.12.2006 um 17:34) AntwortenReply to this comment

    @1: Hat wohl auch was mit der Anzahl der Patologien zu tun die überhaupt erst feststellen ob es sich um ein natürliches Ableben oder doch Mord handelt. Da wird AFAIK nämlich zur Zeit gerne dran gespart, wo es doch auch noch die Statistik schönt.

  3. M. meint: (20.12.2006 um 17:38) AntwortenReply to this comment

    Mein Gedanke. Die sollen einfach ein paar mehr Obduktionen (oder wenigstens ordentliche Leichenschauen) dürchführen — Schwupps gibt es wieder Arbeit für die Tötungsdelikteprofis. Hat deshalb nicht auch Schweden eine der höchsten Mordraten Europas? Einfach weil mehr obduziert wird.

    Ich kann hierzulande auch gut vorstellen, dass es dem einen oder anderen beim Erben nicht schnell genug geht und dass er der kranken Oma ein Expressticket ins Jenseits spendiert…

  4. H. meint: (20.12.2006 um 18:26) AntwortenReply to this comment

    Ich muss an dieser Stelle spontan an den Film "Kops" denken.

  5. Gerrit meint: (20.12.2006 um 19:13) AntwortenReply to this comment

    Es ist allgemein so, dass man den Verdacht hat, dass… *würg* *schieß*,*mord*

    Aber nicht jeder Hausarzt kann einen unnatürlichen Tod erkennen.

    Sicher, es ist seltsam, wenn der Tote an Händen und Füßen gefesselt, sich ein Seil um den Hals legt und dann aus dem 13. Stock springt.

    Andererseits soll man ja auch nicht abergläübig sein ;-)

  6. Subsumtionsautomat meint: (20.12.2006 um 23:57) AntwortenReply to this comment

    @5: Da sollte man aufmerksam werden – wenn er nicht gerade David Copperfield heißt… ;-)

  7. n.n. meint: (21.12.2006 um 14:15) AntwortenReply to this comment

    das wird noch dramen bis hin zum axtmord geben, wenn man gestandene schwurgerichtsvorsitzende auf den beruf des vorsitzenden einer baukammer umschulen muss ….
    *fettgrins*

  8. BMG meint: (21.12.2006 um 14:16) AntwortenReply to this comment

    In Mönchengladbach ist es ja auch leicht zu erklären … wenn man sich den Tabellenplatz von Borussia zur Zeit anschaut…

  9. Yerodin meint: (21.12.2006 um 22:31) AntwortenReply to this comment

    http://www.wdr.de/tv/q21/2948.0.phtml

    Etwa 60% der Morde werden in Deutschland garnicht als solche erkannt.

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