Aus dem verlinkten Artikel: "Wenn es der Polizei nun gelungen ist, mittels Überprüfung von mehr als 20 Millionen Kreditkarten über 300 Händlern und Konsumenten von Kinderpornos auf die Spur zu kommen – wer möchte sich da gerne über die fragwürdigen Aspekte einer solchen Fahndungsmethode den Kopf zerbrechen?"
Manche verstehen aber auch gar nichts!!!
SvenR meint:
(16.1.2007 um 09:29) Antworten
Nr. 1 war ich.
Torsten meint:
(16.1.2007 um 09:37) Antworten
SvenR: Ich möchte tatsächlich nicht meinen Kopf darüber zerbrechen. Mache es aber trotzdem.
Da geht es um die 13 jährige die per unverpixeltem Bild gesucht wurde. Nun ist heraus gekommen, dass sie (wenn auch auf Chat Anfrage) die Bilder selber gemacht hat. Auch das ist verboten, wie es in diesem Artikel heisst: http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,459823,00.html .
Auf der einen Seite ist es gut dass etwas aufgeklärt wurde(?), auf der anderen Seite möchte ich mich NICHT in die Lage dieses Mädchens nun hinein versetzen. Wenn selbst die Schulkameraden das Mädchen identifiziert haben wird es sicherlich nun einem enormen Druck ausgesetzt sein (Spießruten laufen), der von der Familie und den üblichen Verdächtigen in der Schule ausgeht. "Du bist ja geil.", "Zeig auch mir was Du hast.", "Pornogirl mit 11 Jahren." etc. Viele, viele viele Sprüche sind denkbar.
Ob dem Mädchen ein gefallen damit getan wurde ist sicherlich Disskusionswürdig. Ihre sexuelle Entwicklung wird ab letzter Woche sicherlich einige Umwege nehmen.
littleandy meint:
(16.1.2007 um 10:17) Antworten
@Ronald:
Sehe ich ähnlich. Das Kind kann eigentlich nur noch die Schule wechseln. Der Schaden, der durch die Veröffentlichung ihres Bildes damit erzielt wird, dürfte den Schaden, den sie bisher davongetragen hat, deutlich übersteigen.
Stefan meint:
(16.1.2007 um 10:17) Antworten
Wandlitz-Assoziationen hab ich bei dem G8-Gipfel keine.
Eher schon: Was wurde aus dem Demonstrationsrecht, wenn man ganze Orte abriegelt und Demonstranten sich irgendwo weitab und fern vom Objekt ihrer Kritik aufstellen sollen? Was für eine Farce.
Mark meint:
(16.1.2007 um 10:33) Antworten
zu Tauschbörsen: Wie sähe es eigentlich rechtlich aus wenn die Tauschbörsensoftware so arbeiten würde das die Teilnehmer keinen Einfluss hätten welche Teile sie gerade anbieten. Sprich man von aussen nicht sehen kann ob jemand das File das er anbietet selbst runtergeladen hat, oder das Automatisch geschehen ist? Ich meine ISPs cachen ja auch, sogar P2P Daten.
Marcel meint:
(16.1.2007 um 10:36) Antworten
Zu dem Heise-Musikindustrie-Gedöns fällt mir nur ein, daß die Musikindustrie (Timbaland / Geffen Records) sich fleißig bei Open-Source-Musik bedient und das als eigenes Zeugs rausbringt.
Ich würde so sogar behaupten, dass das 13 jährige Mädchen bisher keinen "Schaden" am eigenen Leib erfahren hat, WENN es zu keiner körperlichen KiPo durch Personen gekommen ist. Wie im Artikel beschrieben hatte sie nach dem versenden der Bilder keinen weiteren Kontakt zu dieser Person. Soll heissen, für das Mädchen war die Sache mit dem Gedanken, dass eine Fremde person die Bilder nun hat eigentlich "abgeschlossen". Quasi "Blöd gelaufen – das Leben geht weiter. Kleine Dummheit begangen."
In wiefern sich sowas nach Jahren rächt, sieht man wenn Bilder veröffentlicht werden, wenn man es am wenigsten gebrauchen kann. Beispiel die Frau von Blair IIRC die irgendwann mal in einem Sexualbuch posiert hat. Bei dem Mädchen ist es nun 2 Jahre später passiert und wie ich schon geschrieben habe wird das Unheil auf die ein oder andere Weise nun seinen Lauf nehmen. (Schule, Ausbildung, Beruf)
Ich heisse KiPo bestimmt nicht gut, aber die Folgen dieser Fahndungsmethode waren sicherlich nicht abschätzbar.
Dort bereiten Eltern von Kindern, die kurz vor dem 1.1.07 auf die Welt kamen, mithilfe des Verfassungsrechtlers Zuck schon mal eine Musterklage gegen die Stichtagsregelung vor.
augustnacht meint:
(16.1.2007 um 13:32) Antworten
Die Power Point Präsi enthält als letztes ein gefaktes Bild.
Siggi meint:
(16.1.2007 um 14:05) Antworten
@11:
Ist auch nicht mehr ganz taufrisch. Die letzte Folie ist natürlich bearbeitet (der LKW ist viel kleiner und kann wegen des PKW gar nicht umkippen). Das lustige Steigerungsspiel wurde etwas übertrieben.
juergenW meint:
(16.1.2007 um 14:25) Antworten
@ Der Weg in die Unfreiheit
Mich ärgert, dass die Staatsanwaltschaft den mühsamen Weg eines Rechtshilfeersuchens oder der Anregung eigener Ermittlungen der indonesischen Strafverfolger gar nicht versucht hat. Eine Ermittlung (Durchsuchung, Beschlagnahme) direkt bei dem Unternehmen, dass die Zahlungen in Indonesien abwickelt, und gegen das ein konkreter Anfangsverdacht vorliegt, falls der Handel mit Kinderpornografie in Indonesien strafbar sein sollte, wäre ein rechtsstaatlicher Weg gewesen. Falls dabei auch deutsche Kunden gefunden werden, könnten und sollten diese, und eben tatsächlich nur diese Personen verfolgt werden.
Ein Rechtshilfeersuchen wäre voraussichtlich erfolglos geblieben, weil dazu auch ein konkreter, auf Tatsachen zu stützender Anfangsverdacht nötig gewesen wäre, den es in Deutschland gegen benennbare Personen nicht gab. Also bliebe nur noch die Anregung eigener indonesischer Ermittlungen. Einen Versuch wäre das jedenfalls wert gewesen.
Dabei müsste man aber einen Privatfersehsender dazu überreden, auch einige Monate Geduld zu haben, man könnte dann aber nicht mal schnell fernsehmässig bekannt werden.
Stattdessen verbauen sich deutsche Strafverfolger selber den Weg durch unrechtmässige Ermittlungsmassnahmen und erreichen damit genau das Gegenteil eines "Erfolges".
Mark meint:
(16.1.2007 um 16:01) Antworten
@13: Woher weist du das sie es nicht versucht haben, bzw. aus anderen Fällen wissen das es nichts bringt? Außerdem hatte SAT1 mehrere Monate Geduld! Glaub im Beitrag war was von August die rede.
Den letzen Absatz versteh ich nicht, illegal Beweise zu sammeln scheint ja nicht sanktioniert zu sein.
Cator meint:
(16.1.2007 um 21:31) Antworten
@7 Mark:
http://freenetproject.org/ ist da inzwischen etwas weiter: Die Industrie bekommt überhaupt nicht mit, wer was anbietet, denn die IP, über die die Daten kommen, hat das Material höchstwahrscheinlich nie besessen.
@ Der Weg in die Unfreiheit
Aus dem verlinkten Artikel: "Wenn es der Polizei nun gelungen ist, mittels Überprüfung von mehr als 20 Millionen Kreditkarten über 300 Händlern und Konsumenten von Kinderpornos auf die Spur zu kommen – wer möchte sich da gerne über die fragwürdigen Aspekte einer solchen Fahndungsmethode den Kopf zerbrechen?"
Manche verstehen aber auch gar nichts!!!
Nr. 1 war ich.
SvenR: Ich möchte tatsächlich nicht meinen Kopf darüber zerbrechen. Mache es aber trotzdem.
Peinlicher finde ich den ersten Satz des Welt-Artikels. Siehe http://notes.computernotizen.de/2007/01/16/gut-gemeint/
Ich möchte mal (weil es neue Erkenntnisse gibt) bezug nehmen auf die Link Sammlung 58 und diesen Verweis: http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,459494,00.html .
Da geht es um die 13 jährige die per unverpixeltem Bild gesucht wurde. Nun ist heraus gekommen, dass sie (wenn auch auf Chat Anfrage) die Bilder selber gemacht hat. Auch das ist verboten, wie es in diesem Artikel heisst: http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,459823,00.html .
Auf der einen Seite ist es gut dass etwas aufgeklärt wurde(?), auf der anderen Seite möchte ich mich NICHT in die Lage dieses Mädchens nun hinein versetzen. Wenn selbst die Schulkameraden das Mädchen identifiziert haben wird es sicherlich nun einem enormen Druck ausgesetzt sein (Spießruten laufen), der von der Familie und den üblichen Verdächtigen in der Schule ausgeht. "Du bist ja geil.", "Zeig auch mir was Du hast.", "Pornogirl mit 11 Jahren." etc. Viele, viele viele Sprüche sind denkbar.
Ob dem Mädchen ein gefallen damit getan wurde ist sicherlich Disskusionswürdig. Ihre sexuelle Entwicklung wird ab letzter Woche sicherlich einige Umwege nehmen.
@Ronald:
Sehe ich ähnlich. Das Kind kann eigentlich nur noch die Schule wechseln. Der Schaden, der durch die Veröffentlichung ihres Bildes damit erzielt wird, dürfte den Schaden, den sie bisher davongetragen hat, deutlich übersteigen.
Wandlitz-Assoziationen hab ich bei dem G8-Gipfel keine.
Eher schon: Was wurde aus dem Demonstrationsrecht, wenn man ganze Orte abriegelt und Demonstranten sich irgendwo weitab und fern vom Objekt ihrer Kritik aufstellen sollen? Was für eine Farce.
zu Tauschbörsen: Wie sähe es eigentlich rechtlich aus wenn die Tauschbörsensoftware so arbeiten würde das die Teilnehmer keinen Einfluss hätten welche Teile sie gerade anbieten. Sprich man von aussen nicht sehen kann ob jemand das File das er anbietet selbst runtergeladen hat, oder das Automatisch geschehen ist? Ich meine ISPs cachen ja auch, sogar P2P Daten.
Zu dem Heise-Musikindustrie-Gedöns fällt mir nur ein, daß die Musikindustrie (Timbaland / Geffen Records) sich fleißig bei Open-Source-Musik bedient und das als eigenes Zeugs rausbringt.
http://www.trancefish.de/blog_499.html
Ich würde so sogar behaupten, dass das 13 jährige Mädchen bisher keinen "Schaden" am eigenen Leib erfahren hat, WENN es zu keiner körperlichen KiPo durch Personen gekommen ist. Wie im Artikel beschrieben hatte sie nach dem versenden der Bilder keinen weiteren Kontakt zu dieser Person. Soll heissen, für das Mädchen war die Sache mit dem Gedanken, dass eine Fremde person die Bilder nun hat eigentlich "abgeschlossen". Quasi "Blöd gelaufen – das Leben geht weiter. Kleine Dummheit begangen."
In wiefern sich sowas nach Jahren rächt, sieht man wenn Bilder veröffentlicht werden, wenn man es am wenigsten gebrauchen kann. Beispiel die Frau von Blair IIRC die irgendwann mal in einem Sexualbuch posiert hat. Bei dem Mädchen ist es nun 2 Jahre später passiert und wie ich schon geschrieben habe wird das Unheil auf die ein oder andere Weise nun seinen Lauf nehmen. (Schule, Ausbildung, Beruf)
Ich heisse KiPo bestimmt nicht gut, aber die Folgen dieser Fahndungsmethode waren sicherlich nicht abschätzbar.
Habe auch eine link: http://www.elterngeld.net/
Dort bereiten Eltern von Kindern, die kurz vor dem 1.1.07 auf die Welt kamen, mithilfe des Verfassungsrechtlers Zuck schon mal eine Musterklage gegen die Stichtagsregelung vor.
Die Power Point Präsi enthält als letztes ein gefaktes Bild.
@11:
Ist auch nicht mehr ganz taufrisch. Die letzte Folie ist natürlich bearbeitet (der LKW ist viel kleiner und kann wegen des PKW gar nicht umkippen). Das lustige Steigerungsspiel wurde etwas übertrieben.
@ Der Weg in die Unfreiheit
Mich ärgert, dass die Staatsanwaltschaft den mühsamen Weg eines Rechtshilfeersuchens oder der Anregung eigener Ermittlungen der indonesischen Strafverfolger gar nicht versucht hat. Eine Ermittlung (Durchsuchung, Beschlagnahme) direkt bei dem Unternehmen, dass die Zahlungen in Indonesien abwickelt, und gegen das ein konkreter Anfangsverdacht vorliegt, falls der Handel mit Kinderpornografie in Indonesien strafbar sein sollte, wäre ein rechtsstaatlicher Weg gewesen. Falls dabei auch deutsche Kunden gefunden werden, könnten und sollten diese, und eben tatsächlich nur diese Personen verfolgt werden.
Ein Rechtshilfeersuchen wäre voraussichtlich erfolglos geblieben, weil dazu auch ein konkreter, auf Tatsachen zu stützender Anfangsverdacht nötig gewesen wäre, den es in Deutschland gegen benennbare Personen nicht gab. Also bliebe nur noch die Anregung eigener indonesischer Ermittlungen. Einen Versuch wäre das jedenfalls wert gewesen.
Dabei müsste man aber einen Privatfersehsender dazu überreden, auch einige Monate Geduld zu haben, man könnte dann aber nicht mal schnell fernsehmässig bekannt werden.
Stattdessen verbauen sich deutsche Strafverfolger selber den Weg durch unrechtmässige Ermittlungsmassnahmen und erreichen damit genau das Gegenteil eines "Erfolges".
@13: Woher weist du das sie es nicht versucht haben, bzw. aus anderen Fällen wissen das es nichts bringt? Außerdem hatte SAT1 mehrere Monate Geduld! Glaub im Beitrag war was von August die rede.
Den letzen Absatz versteh ich nicht, illegal Beweise zu sammeln scheint ja nicht sanktioniert zu sein.
@7 Mark:
http://freenetproject.org/ ist da inzwischen etwas weiter: Die Industrie bekommt überhaupt nicht mit, wer was anbietet, denn die IP, über die die Daten kommen, hat das Material höchstwahrscheinlich nie besessen.