Knieabiesla
Don Alphonso beschreibt die fünf aussichtslosesten Methoden, Leser auf sein Weblog zu locken. Sehr schön, vor allem der Abschnitt über den “Knieabiesla”:
Der kleine Schreihals. Den kennt jeder A-Blogger. Alle paar Tage findet sich bei Technorati irgendein kaum verlinktes, frisches Blog, das dem bekannten Blogger persönliche Mängel, psychische Defekte, Korruption, Verrat, keine Ahnung vom Bloggen und sonstige unschöne Dinge nachsagt. Gerne auch in Zusammenhang mit irgendwelchen Konflikten, wo es vielleicht als Söldner Anerkennung von einem anderen Blogger zu holen gibt. Ist der nicht davon begeistert, ist er eben auch ein Zensor, ein doppelmoralischer Hund, ein Verräter an den Idealen des Bloggens.
Und weiter:
Amüsanterweise ist es den meisten A-Listern meines Wissens egal, wieviele Leser und Links sie haben. Man kennt ohnehin nicht jeden, und Links sind als Währungseinheit nicht zu gebrauchen. Man schreibt einfach, weil man es braucht und will. Es gibt natürlich selbstverstärkende Mechanismen, aber die Grundlage ist meines Erachtens: Einzigartiger, interessanter Inhalt und klare Persönlichkeit. Man muss das nicht mögen, aber es wird gelesen. Das ist, denke ich, das ganze Geheimnis.
Nicht minder amüsant ist heute Thomas Knüwer. Er zerpflückt einen grenzdebilen Blog-Artikel in der FAZ.
"Grenzdebil"? – Wußte gar nicht, daß Du Broder-Leser bist. Früher oder später kommt eben alles raus.
ist einfach genial, vor allem der Text von Thomas Knüwer
vielleicht sollte man mal schon einen Nachruf auf die FAZ in die Schublade legen, muss ja nicht die Unterste sein :-))
@ 'Don Alfonso'
Glashaus? Steine?
BTW: Was ist ein A-Blogger?
@1, Lektor:
Soweit ich weiß, ist "Grenzdebil" – auch heute noch – die offizielle Bezeichnung für Menschen mit einer verminderten Intelligenz (IQ zwischen 75 und 85 – auf die Zahlen lasse ich mich aber nicht festnageln).
Übrigens betrifft das tatsächlich mehr Leute, als man so glaubt. Es dürften so um die 10% der Bevölkerung sein.
Andere Bezeichnungen für schwerwiegendere geistige Behinderungen, wie z. B. Idiotie, Schwachsinnigkeit werden offiziell aber glücklicherweise nicht mehr verwendet.
Von daher kann man kaum zwingend auf einen "Broder-Leser" schließen ;-)
Grüße!
OT!
Weil du ja auf rotglut.org verlinkst interessiert es dich vielleicht das der Betreiber von rotglut.org Jörg Reinholz wegen seiner Beiträge nun im Knast sitzt.
Siehe dazu:
http://robian.de/2007/01/26/pressemitteilung-von-mario-dolzer/
Das wichtigste der Pressemitteilung ist der Punkt Linkhaftung der auch dich betrifft.
Das der erste Blogger nun wegen seiner Beiträge in den Knast wandert ist schon ein starkes Stück!
"Andere Bezeichnungen für schwerwiegendere geistige Behinderungen, wie z. B. Idiotie, Schwachsinnigkeit werden offiziell aber glücklicherweise nicht mehr verwendet."
Warum glücklicherweis? An dem lateinischen Wort "Idiot" ist im Grunde nichts auszusetzten, genauso wenig wie "schwacher Sinn" wirklich abwertend ist.
Sobald ein beschreibender Begriff für eine wirkliche oder empfundene Benachteiligung (Tschuldigung: Herausforderung!) sich allgemein durchgesetzt hat, wird sie als herabwürdigend empfunden.
Und sei es bloß, die Bezeichnung beschreibt eine (gefühlte)Minderheit, die sich irgendwie benachteiligt fühlt.
Daher schafft das Gender-Mainstreaming auch gerade die Geschlechter ab. :-)
@ Axel: Ich zittere schon. Wobei ich das Verhalten beider Seiten nicht ganz nachvollziehen kann – sofern ich mal was davon mitbekomme.
@6, Die taube Nuss:
Glücklicherweise einfach deshalb, weil die Einteilung der geistigen Behinderung in verschiedene Grade neutraler ist und man erkennen kann, ob es sich um einen Terminus technicus oder um Umgangssprache handelt. Immer wenn Fachausdrücke sich mit der "normalen" Sprache vermischen, kommt es leicht zu Missverständnissen.
Beispiel:
Ich sage: "Die Kinder im Hof spielen mit alten Autobatterien. Das ist ja gemeingefählich." Der Jurist antwortet: "So ein Schwachsinn! Das ist doch überhaupt nicht gemeingefährlich."
Fazit: Weder gefährden die Kinder hunderte Menschenleben, noch bin ich geistig behindert.
Das Ganze hat nichts mit politischer Korrektheit oder ähnlichem zu tun.
Um aber noch ein bisschen klugzuscheißen:
Idiot kommt aus dem Griechischen und beschreibt ursprünglich einen Menschen, der nicht am politischen Leben teilnahm. :-)
Grüße!
@Axel
Erstaunlich, mal postest du als Axel und anderswo als "odenwald-geschichten".
Evtl. solltest du dich mal für einen Nick entscheiden, "Mario" wäre ziemlich passend.
Außerdem zweifle ich den Wahrheitsgehalt der Meldung stark an.
Dafür spricht schon alleine die Tatsache, daß fastix nicht reagieren kann, weil er heute einen Termin in Dresden hat ( http://rotglut.org/nachricht_zeigen.php?id=523&start=1 ) und auch die Tatsache, wie diese "Nachricht" von dir und deinen Kumpanen in den Blogs gestreut wird.
Danke, Hootch, hatte Dich insofern tatsächlich falsch verstanden.
Ich weiß zwar nicht, ob die Erklärung "Idiot = mangelnde Teilnahme politischen Leben" tatsächlich stimmt – auch wenn die deutsche Wikipedia das behauptet – aber passen tät´s.
Allerdings ist der Umkehrschluss offensichtlich unzulässig. :-)
@Prinko
Zur Info:
http://www.gulli.com/news/knast-fuer-blog-krieger-2007-01-26/
Aber Gulli glaubst du ja sicher auch nicht.
Du hast das Geheimnis des Bloggens angesprochen.
Schua mal auf mein Blog und sag, ob ich dir ein Geheimnis bilde!?
lg
Danke für die rotglut.org Links. ich war was M.D. angeht schon nicht mehr auf dem laufenden.
manueller Trackback:
"Serendipity … bis auf weiteres … Hauptantriebsfeder im Web 2.0"
Die FAZ schreibt über Blogs, Usenet etc.
Nun, nach kurzer Lektüre kann ich mich den Ausführungen von Indiskretion Ehrensache nur anschließen. So steht in besagtem Artikel etwa: …