13.2.2007

Billige Mietkassetten

Der bayerische Gesetzentwurf zum Verbot von Killerspielen soll weitreichende Einschränkungen mit sich bringen. Auf eine eher merkwürdige weist Spiegel online hin: Der Verleih von Pornofilmen wäre in Videotheken künftig untersagt – auch an Erwachsene.

Die bayerische Staatsregierung soll in der Antragsbegründung so argumentieren:

“Es ist durchaus gängige Praxis, dass sich erwachsene beziehungsweise heranwachsende Personen mit billigen Mietkassetten beziehungsweise DVDs versorgen und diese an ihre noch nicht volljährigen Freunde weitergeben oder ihnen vorführen”. Dies habe dazu geführt, “dass heute schon viele Kinder und Jugendliche mit Porno-, Horror- und Gewaltdarstellungen konfrontiert werden”. Ein höherer Kaufpreis sei “zumindest eine gewisse Hürde für den Erwerb jugendgefährdender und indizierter Medien”.

Mit der gleichen Folgerichtigkeit muss man auch Mietwagen verbieten. Ich kann da von einem erschütternden Fall aus meiner Praxis berichten. Ein 20-Jähriger hat sich einen Wagen gemietet – und seinen 17-jährigen Cousin fahren lassen. Hammerunfall. Da würde ich als Minister gleich ganz hektisch werden und dem Jugendschutz knallhart den Vorrang geben.

Außerdem, mal unter uns: Scheiß auf die Freiheit, danach krakeelen sowieso nur Onanisten, Freizügigkeitsfanatiker und Grundgesetzleser.

Kein Grund weiterhin, schon auf halber Strecke stehen zu bleiben. Ein Verleihverbot reicht weder für Pornos noch für Mordwerkzeuge auf vier Rädern aus. Wir brauchen auch Mindestverkaufspreise, um die Hürde möglichst hoch zu setzen. Unter dreißigtausend Euro sollte ein Fiat Panda definitiv nicht zu haben sein.

106 Kommentare zu “Billige Mietkassetten”

  1. Hobbyjurist meint: (13.2.2007 um 20:57) AntwortenReply to this comment

    In Bayern ticken die Uhren sowieso etwas anders.

  2. bru meint: (13.2.2007 um 21:02) AntwortenReply to this comment

    Hoffentlich erzählt den Byern keiner was von diesen neumodischen billigen Mietinternetanschlüssen, sonst werden die gleich mit verboten.

  3. flx meint: (13.2.2007 um 21:03) AntwortenReply to this comment

    Haha…herrlich!

  4. h.c. meint: (13.2.2007 um 21:04) AntwortenReply to this comment

    Autos und Pornos haben wir jetzt schon erwähnt.

    Autos, Pornos, Ziagretten… jeder darf ein Gegenstand zur Liste hinzufügen. ;o)

    Aber wehe jemand erwähnt Bier, an dem ich als 15jähriger meinen ersten (und einzigen) Vollrausch erlebte – Bayern ohne Bier wäre wie ein Auto ohne Lenkrad…

  5. Ein Bayer meint: (13.2.2007 um 21:06) AntwortenReply to this comment

    @4: Traurig, aber wahr: Bayern ist auch mit Bier wie ein Auto ohne Lenkrad…

  6. McDough meint: (13.2.2007 um 21:12) AntwortenReply to this comment

    Beckstein mal wieder. Bei einigen Leuten habe ich das Gefühl, sie werden dümmer je älter sie werden. Ob er wohl ernsthaft glaubt, damit etwas erreichen zu können?
    Praktisch an der ganzen Sache ist nur, dass er nicht nachzudenken braucht, um die tatsächlichen Probleme der Sache anzugehen. Wenn dann der nächste Amoklauf stattfindet liegt es daran, dass der Entwurf aus Bayern sich nicht durchgesetzt hat ;)

  7. Rainer Wahnsinn meint: (13.2.2007 um 21:15) AntwortenReply to this comment

    Auch Weizenmehl, Wasser und Hefe müssen deutlich verteuert werden und die Abgabe auf Volljährige mit Unbedenklichkeitsbescheinigung begrenzt werden! Es ist eine offenkundige Tatsache, dass mindestens 90% aller jugendlichen Straftäter in den 48 Stunden vor Tatbegehung aus diesen Bestandteilen zusammengesetzte Produkte, namentlich "Brot", verzehrten.

  8. Chris H. meint: (13.2.2007 um 21:24) AntwortenReply to this comment

    Der Gesetzesentwurf der einen § 134 a? in das StGB einführen soll, ist der absolute Witz. Wenn das kein Verbot gegen Art 103 II GG ist weiß ich auch nicht.

    Aber wo ich am allermeisten lachen musste, ist die Ordnungswidrigkeit:
    Da stand sinngemäß drinn, dass Ordnungswidrig derjenige handle, welcher an Spielen teilnimmt welche geeignet sind, die Menschenwürde der Mitspieler herab zu setzen.

  9. Anonymous meint: (13.2.2007 um 21:24) AntwortenReply to this comment

    Messer, Gabel, Schere, Licht – sind für kleine Kinder nicht. Wie das wohl klingt, wenn wir das mit den Parametern Bier, Killerspiele, Autos, Pornos und Zigaretten ergänzen?
    Aber weils so schön war:

    Autos, Pornos, Ziagretten, ich sag: Streichhölzer!

    nils

  10. h.c. meint: (13.2.2007 um 21:33) AntwortenReply to this comment

    @5, nun ja. Darüber möchte ich mich jetzt nicht äußern. ;o)
    @6, und wenn er sich durchgesetzt hat dann waren es die Pornos die im Internet zu finden sind. Also: Internet-Pornos verbieten! (Die Idee darf ein Ideenloser für "meine" Liste nutzen…)
    @7, Brot – ist das ihr Ernst, oder soll das doch nicht in die Liste? ;o)
    @8, welchen Sinn haben "Killerspiele" eigentlich als andere zu "killen"? Das wäre ja wie als wenn ich sage: Fußball muss verboten sein, weil dort massenhaft Körperverletzungen begangen werden! Übrigens eindeutig mehr Körperverletzungen als bei Amokläufen…

    Autos, Pornos, Zigaretten, (Brot???), Streichhölzer… Der nächste bitte. ;o)

  11. Peter Schaefer meint: (13.2.2007 um 21:43) AntwortenReply to this comment

    Herr Vetter!
    Sie lesen zu viel in diesem Grundgesetz. Das bringt ihnen scheinends ein Unwohlsein. Zerreisen sie dieses komische alte Büchlein einfach. Auch in einem Kamin kann es noch wertvolle Dienste leisten. Hernach reicht der übermäßige Genuß dieses komischen bayrischen – ich glaube sie nennen es Bier, und schon ist die Glückseligkeit wieder hergestellt.

    Mich erinnert dieser momentane Aktionismus an zwei Texte:
    "Operative Hektik ersetzt geistige Windstille."
    und
    "Wir trampeln durchs Gemüse,
    Wir trampeln durch die Saat.
    Hurra, wir verblöden, für uns bezahlt der Staat."

    Beim ersten ist der Autor unbekannt und beim zweiten ist es der Brösel mit dem Werner.

  12. LL0rd meint: (13.2.2007 um 21:47) AntwortenReply to this comment

    Autos, Pornos, Zigaretten, (Brot???), Streichhölzer, Deos…..

  13. cinspor meint: (13.2.2007 um 21:48) AntwortenReply to this comment

    Mahlzeit,
    faszinierend! Und dabei wird etwas ganz wichtiges Übersehen. Was hatten wohl die Amokläufer alle dabei? Naaaaa? Scharfe Schußwaffen und Sprengkörper, wo die herkamen frag ich mich eher! Es kann doch nicht sein, dass solch instabile Persönlichkeiten so leicht an Schußwaffen kommen, aber die bösen virtuellen Spiel Schuld an allem sind.
    Deshalb votiere ich ganz klar für den Verbot von Rohren, sprich alles woraus sich Rohrbomben bauen lassen. Auspuffanlagen, Regenrohre, Rohre mit Schraubdeckeln.
    Außerdem müssen auch Nägel verboten werden, da diese meist als Splittermaterial für Rohrbomben benutzt werden.
    Rattengift ist auch gleich zu verbieten, außer für Giftmorde und als Blutverdünner in Rohrbomben hat es eh keinen Zweck.

    Bis denn
    cinspor

  14. Rainer Wahnsinn meint: (13.2.2007 um 21:55) AntwortenReply to this comment

    @13: Auch Glasscherben können enorme Zerstörungskraft in Rohrbomben entwickeln. Daher sollte auch Glas verboten werden. Baucht eh kein Mensch mehr – Plastikflaschen sind zB viel leichter (beim Tragen von Wasserkästen mit PET-Flaschen wird somit der Rücken weniger stark belasted und im Endeffekt wird dadurch auch dei Volkskrankheit Rückenschmerzen bekämpft!).

    @10: Es waren eher die einzelnen Bestandteile des Brotes gemeint. Immerhin kann mittels Weizenmehl eine Mehlstaubexplosion verursacht werden, auf Wasser kann man ausrutschen und man kann andere Menschen darin ertränken. Hefe ist definitv ein biologischer Kampfstoff mit eigenständiger Persönlichkeit und Weltherrschaftsambitionen.
    Klingt nicht schlüssig? Kommt mir bekannt vor…

  15. Hootch meint: (13.2.2007 um 21:56) AntwortenReply to this comment

    "Der nächste bitte.."
    Ganz einfach: Eine Chemikalie namens Dihydrogen- Monoxid.
    - Sie führt – schon in geringen Mengen – beim Einatmen zum Tod
    - Sie ist Hauptbestandteil von Saurem Regen
    - Sie wurde schon in Tumorzellen nachgewiesen
    - Sie führt – sowohl im gasförmigen alsauch im festem Zustand- zu schwersten, teils irreversiblen Gewebsdefekten
    - Sie ist notwendig, um Kernreaktoren zu betreiben

    Bis heute hat keiner der verantwortlichen Politiker Stellung zu dieser gefählichen Chemikalie genommen, was auf die Lobbyarbeit der chemischen Industrie zurückzuführen ist. Die chemische Industrie verarbeitet jährlich mehrere Tonnen dieses Stoffes auf der ganzen Welt. Ein Verbot dieses Giftes ist dringend nötig, aber politisch und wirtschaftlich scheinbar nicht gewollt.

    Hier gibt es weitere Informationen:
    http://de.wikipedia.org/wiki/DHMO

    Grüße!

    P. S.: ;-))

  16. Max meint: (13.2.2007 um 22:00) AntwortenReply to this comment

    Ich kann vor meiner Haustür beobachten, wie sog. Dealer BtMG-Pflichtige Substanzen an Minderjährige verkaufen, mit zum Teil erschreckenden Folgen. Ich sage daher: Sofort hoch mit der Heroin-Steuer!!

  17. h.c. meint: (13.2.2007 um 22:03) AntwortenReply to this comment

    @12, DAS müssten Sie mir jetzt aber genauer erklären…
    @13, eine Mehlstaubexplosion, oha… Oder es kann in ein Luftsystem eingeführt werden, welches den Bunker der Bundesregierung versorgt – und Mehl können die Damen und Herren ja schlecht atmen. Also eindeutig ein terroristisches Mittel! Wird in die Liste mit aufgenommen!

    Also:

    Autos, Pornos, Zigaretten, Weizen, Streichhölzer, Deos, Dihydrogen-Monoxid …

    Tipp für Ideenlose: Guckt euch mal an aus welchen alltäglichen Bestandteilen der Explosivstoff Schwarzpulver besteht. ;o)

  18. Anonymous meint: (13.2.2007 um 22:04) AntwortenReply to this comment

    jo spinnenst de Bayern?

    Ohne den Porno aus der Videothek steigt auch keine Geburtenrate.
    - Für die unverheiratetenten, heiratet und ihr wisst wovon ich rede -

    Ohne deutschen Nachwuchs, kommen mehr Ausländer in das Land, also auch radikale islamistische Terroristen.
    Das widerum würde dafür sorgen das der Staat uns noch mehr beschnüffelt…

    Herr Beckstein, ich glaube wir haben Ihre Gedankengänge durchschaut.

    Der Deutsche Gymnasiast der in der Schule nach extensiven Gebrauches von GewaltPornos und EgoShootern abdreht soll also der Vergangenheit angehören und dafür der abgedrehte Mullah kommen welcher in deutschen Kirchen zum Sonntagsgebet ein Blutbad anrichtet.
    Der Mullah hat bestimmt nicht am PC geübt, nee, der konnte live trainierten. Bei den Taliban zum Bleistifft, wie es der Bremer Taliban wohl wollte.
    Was ist denn da eigentlich rausgekommen, haben die den endlich in seine Heimat abgeschoben??

  19. h.c. meint: (13.2.2007 um 22:05) AntwortenReply to this comment

    @16, Drogen sind ja nun generell verboten. Wenn Sie natürlich auch schon gesehen haben, wie Minderjährige Klebstoff o.ä. schnüffeln können wir den Stoff mit in unsere Liste aufnehmen.

  20. @15 meint: (13.2.2007 um 22:07) AntwortenReply to this comment

    soooo alt

  21. Max meint: (13.2.2007 um 22:23) AntwortenReply to this comment

    @19:
    DROGEN SIND VERBOTEN???

    Ach du liebes Herrgottchen. Nicht einmal das scheint zu nützen!

    Jedenfall sollten Versandhauskataloge auf die Liste, weil die bekanntlich bei Heranwachsenden zur Onanie führen!

  22. HobbyBlogger meint: (13.2.2007 um 22:24) AntwortenReply to this comment

    Ich würd gern der Liste etwas hinzufügen.
    Traue mich aber kaum es einzutippen.
    Das "böse" Internet (Erklärung dürfte wohl überflüssig sein)
    ;-)

  23. jan meint: (13.2.2007 um 22:27) AntwortenReply to this comment

    nur weil (Text editiert. U.V.)
    keinen mehr hoch bekommt müssen doch nicht alle in die Röhre schauen!

  24. bru meint: (13.2.2007 um 22:56) AntwortenReply to this comment
  25. Lars meint: (13.2.2007 um 23:05) AntwortenReply to this comment

    sagt mal kann mal wer diese Gimps endlassen die sind ja völlig weltfremd… datt gibts doch nich die wissen doch selber nicht was sie reden.

  26. LL0rd meint: (13.2.2007 um 23:09) AntwortenReply to this comment

    Deos: Aus zwei Gründen.

    1) Jugendliche nutzen die Deo Flaschen als "Drogen". Beim Einatmen versetzen sich die Jugendlichen in eine Art Rauschzustand (Wenn sie es überleben). Ich kann es nicht verstehen, wie man sich sowas überhaupt antun kann. Nachdem ich das Haarspray benutzt habe, fliehe ich sofort für ein paar Min aus dem Bad, um das Zeugs nicht einzuatmen. Dass einige sich das Zeugs freiwillig reinziehen, kann ich nicht verstehen. (Liegt aber imho am IQ der Person ;) )

    2) Ich sag nur Deo + Feuerzeug = ?

  27. n.n. meint: (13.2.2007 um 23:42) AntwortenReply to this comment

    @ 24

    ich hätt nie gedacht, dass ich noch einmal derartige sympathien für die jungen liberalen entwickeln würde ….

  28. Chris meint: (13.2.2007 um 23:46) AntwortenReply to this comment

    Ein Eingriff in Grundrechte, der weder geeignet, noch erforderlich, noch angemessen ist, ist schon ziemlich großartig. Da müssen selbst Klausursteller regelmäßig tief in die Trickkiste greifen um sich derart skurrile Fallstellungen auszudenken.
    Beeindruckend, wie die CSU sowas einfach aus dem Ärmel schütteln kann. Wirklich beeindruckend.

  29. Sebastian meint: (14.2.2007 um 00:18) AntwortenReply to this comment

    Ich danke für Kommentar 23, ausdrücklich auch für dessen behutsame Entschärfung. Besser hätte man meine Gedanken nicht ausdrücken können! :-)

  30. Jossi meint: (14.2.2007 um 00:37) AntwortenReply to this comment

    @bru (24): Danke für den Link! Ich habe mich gerade weggelacht angesichts der abstrusen Argumentationsversuche gegen den logisch schlüssig begründeten Vorschlag der Julis. Z. B. Miriam Gruß, Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion für Kinder und Jugend: "Pornofilme zeigen sexuelles Vergnügen ohne emotionale Bindung, und ich bin der Meinung, dass Jugendliche mit 16 noch Bindung brauchen". Frau Gruß meint also offenbar, dass Erwachsene ab 18 keine Bindung mehr brauchen. Herr, schmeiß Hirn vom Himmel!

  31. Martin_mb meint: (14.2.2007 um 01:02) AntwortenReply to this comment

    Pornoverleih verbieten? So ein Wahnsinn!

    Ich sage: MEHR Pornos tragen zur Sicherheit in diesem Land bei. Die Verbrecher haben dann nämlich alle Hände voll zu tun…

  32. Sebastian meint: (14.2.2007 um 01:20) AntwortenReply to this comment

    Die CSU nimmt Pornographie-Konsumenten an der Hand – sofern sie noch eine frei haben.

    @24: Die Domain "bekifft-ficken.de" gehört auch immer noch den JuLis in Schleswig-Holstein…

  33. kolja meint: (14.2.2007 um 02:48) AntwortenReply to this comment

    hum… warum, warum nur fällt mir dabei dieser eintrag ein?

    http://www.hotelblogger.de/index.php?/archives/15-Dieter-Bohlen-sagt-danke…..html

  34. MaxR meint: (14.2.2007 um 08:04) AntwortenReply to this comment

    @9: Strichhölzer sind offenbar gar nicht das Problem, aber die EU kümmert sich ganz intensiv um Feuerzeuge ….

  35. Lifeguard meint: (14.2.2007 um 08:08) AntwortenReply to this comment

    Geh doch mal in einen Baumarkt. Was man da alles für kleines Geld bekommt. Ne Flex schon ab 5 Euro. Ob die Steine oder Metal sauber auseinander bekommt wage ich zu bezweifeln. Aber Unheil wird man mit denen allemal machen können.
    Warum entmündigen die Politiker nicht alle Deutschen per Gesetzt. Und dann erlauben Sie uns nach dem Opt-In verfahren so nach und nach alle sachen, die absolut narrensicher sind.

    §1 Es ist alles verboten, was nicht ausdrücklich erlaubt ist.
    §2 Nahrungsaufnahme und Flüßigkeitsaufnahme ist erlaubt.
    §3 Atmen ist auch erlaubt.

  36. MaxR meint: (14.2.2007 um 08:10) AntwortenReply to this comment

    Ergänzung zu 34:
    siehe hier: http://www.verbrauchernews.de/haushalt/artikel/2005/09/0086/

    Pornos mit Kindersicherung – ein Thema, mit dem man Unmengen ansonsten unbrauchbarer EU- und Regionalpolitiker relativ lange beschäftigen könnte – das nenne ich mal schadstoffarme Entsorgung.

  37. bombjack meint: (14.2.2007 um 08:47) AntwortenReply to this comment

    Anmerkungen:

    a) es werden keine Deos verwandt sondern Feuerzeuggas (Butan/Propan); das Risiko ist dabei sich u.a. den Rachen zu vereisen und/oder eine akuten Sauerstoffmangel zu bekommen….

    b) Zum Verleihverbot wurde schon einiges gesagt….allerdings hinkt die CSU-Argumentation dazu in meinen Augen, da ein Verleihverbot den Kauf von DVDs ankurbeln wird (u.U. auch aus dem Ausland) und da schätze ich dann doch das Risiko höher ein, daß Kids die Teile daheim finden….aber damit das nicht passiert soll ja

    c) das Elternprivileg im §184 StgB gestrichen werden (komischerweise nicht im §131 StgB), dann darf man sich auch auf die ersten Prozesse gegen Eltern freuen wo der Ableger die Pornos gefunden hat…..

    d) es soll aus dem Jugendschutzgesetz (im §24 wenn ich mich nicht irre) das Wort "nutzerautonom" gestrichen werden, was zur Zeit die Verwendung der nicht öffentlich zugänglichen Indexe C und D nur zum Einsatz für nutzerautonome Filterprogramme zuläßt.
    Interessanterweise kommt diese Forderung ziemlich regelmäßig von der CSU auf den Tisch, einmal mit der Begründung das diese Eisnchränkugn ja unnötig wäre und nichts bringt…wers glsubt wird seelig….denn fällt diese, dann wird auf Umwegen die Gesetzesgrundlage für eine Zwangsfilterung geschaffen; ein Schelm wer böses dabei denkt…..

    bombjack

  38. SvenR meint: (14.2.2007 um 09:17) AntwortenReply to this comment

    Autos, Pornos, Zigaretten, Weizen, Streichhölzer, Deos, Dihydrogen-Monoxid, Duschen.

    Wie ich in diesem Blog bereits vor Monaten ausführte haben alle (sic!) deutschen Amokläufer vor Ihren jeweiligen Taten geduscht. Manche sogar mehrmals in der Woche. Das muss verboten werden.

  39. shinji meint: (14.2.2007 um 09:26) AntwortenReply to this comment

    dann sollte aber auch der öffentliche verkauf von alkohol und sowieso allem verboten werden. denn alles ist auf irgendeine weise schädlich und kann an kinder weitergegeben werden ..
    stell dir vor du gibst einem 17 Monate alten kind ein küchenmesser … oder ein Ü-Ei Figur … da muss der Staat handeln !

  40. Khor meint: (14.2.2007 um 09:28) AntwortenReply to this comment

    Hat eigentlich schonmal jemand über die Gefahren von Küchenutensilien nachgedacht? Gerade wenn ich mir angucke, mit was für Messern ich in der Küche so hantiere. Immerhin habe ich eine Schublade, die ich im Falle eines Verbotes abschließen könnte. Die Besitzer sündhaft teurer Messerblöcke tun mir jetzt schon leid. Wobei sündhaft teuer natürlich gut ist: Ein Universalküchenmesser sollte nicht für unter 1000€ zu haben sein. Sicher ist sicher.

  41. swordfish23 meint: (14.2.2007 um 09:35) AntwortenReply to this comment

    aber wir sind doch alle anständig, also muss der bund und kein mindespreis unterschieben… [/zitat off]

  42. Andreas Klein meint: (14.2.2007 um 09:37) AntwortenReply to this comment

    Es ist schon spassig: In Deutschland sollen die "Killerspiele" verboten werden … und in den USA werden mit genau eben diesen Killerspielen potentielle Soldaten geködert! Das kostenlos zum Download angebotene Spiel "America´s Army", gerade in Version 2.8 erschienen wird von der US Army finanziert – zur Werbung neuer Berufssoldaten! Und dieses Spiel gibt es auf der ganzen Welt … sogar in einer deutschen Version!

    Mal schauen, was Herr Beckstein dazu sagt … und ob er den Download verbieten will! Wenn ja, wird sich dies die US Army sicherlich nicht gefallen lassen! Und wer weiß, vielleicht ist München demnächst ja durch die Amis besetzt! ;)

  43. F.R. (Psycho-Blog) meint: (14.2.2007 um 09:38) AntwortenReply to this comment

    Zum Thema Killerspiele:

    http://www.psycho-blog.net/200702a.htm#5_495

    Und zu Pornofilmen könnte man eigentlich noch etwas extra schreiben… v.a. wer denn durch so etwas gefährdet wird… außer einigen M*llahs, die so etwas noch nicht gesehen haben.

  44. Kristine meint: (14.2.2007 um 09:38) AntwortenReply to this comment

    @10: Was Brot anbelangt, ein Wort: Mutterkorn-Vergiftung.

    Kristine

  45. TheDoctor meint: (14.2.2007 um 09:49) AntwortenReply to this comment

    Ich könnte ja jetzt lästerlich sein und behaupten das dieses grundgesetzwidrige Zensurmachwerk erst über dem Horizont der bloggenden Anwaltschaft erscheint wenn es nicht mehr nur um meine Lieblingsspiele (Combat-Flugsimulatoren und EgoShooter) sondern um den eigenen Hosenlatz geht…
    …mach ich aber nicht Herr Vetter, dazu lese ich Ihr Blog mit viel zu großem Vergnügen :)

    Aber Spass beiseite, solange Beckstein et. al. nur die Spieler diskriminieren wollten hat es halt keinen aufgeregt.

  46. Lenn meint: (14.2.2007 um 11:02) AntwortenReply to this comment

    Kommentar auf Wunsch des Autors gelöscht.

  47. Lurker meint: (14.2.2007 um 11:15) AntwortenReply to this comment

    Sehr spannend ist an dieser Stelle übrigens die eigentlich eher am Rande erfolgende Streichung des Elternprivilegs: Während man bei den sonstigen Verbotsmaßnahmen v.a. über die Verhältnismäßigkeit streiten kann (und m.E. zur Unverhältnismäßigkeit kommt), ist die vollständige Streichung des Elternprivilegs eine Dokumentation der Tatsache, daß der Regelungsversuch schon gar keinen verfassungslegitimen Zweck verfolgt.

    Die Verfassungskonformität des "Jugendschutzes" an sich ergibt sich nämlich entgegen popularer Auffassung nicht schon aus Art. 5 II GG – dieser erlaubt zwar Einschränkungen zugunsten des Jugendschutzes, setzt diesen aber als Verfassungwert voraus. Inhalt und Umfang ergibt sich daher aus anderen Normen.

    Art. 2 I GG, das (APR) des Kindes, ist mit strafbewehrten Spiel- und Sehverboten aber absolut nicht in Einklang zu bringen – ohne Zweifel ist der Aufenthalt in einer Strafanstalt nämlich deutlich der Charakterentwicklung abträglicher als der Konsum von *IRGENDWAS*. Nicht umsonst ist die Eigengefährdung grundsätzlich straffrei (vgl. den erlaubten Konsum von Drogen und die damit verbundenen straffreien Eigenbedarfsmengen).

    Das Erziehungsrecht der Elten schließlich wird mit dem Verbot aber schon gar nicht gefördert – schließlich unterstützt es nicht eine mögliche elterliche Entscheidung (wie z.B. die Verkaufsrestriktionen an sich), sondern nimmt diese vorweg (weil es die Eltern sogar bestraft, wenn sie ihr Erziehungsrecht durch offene Konfrontation ausüben).

    Diese Einschränkung des elterlichen Erziehungsrechts kann aber gerade nur dann gerechtfertig sein, wenn durch die Ausübung dem Kind konkrete und erhebliche Schäden drohen – das müsste man dann jedoch im konkreten Einzelfall nachweisen; eine generalisierende Betrachtung ist mit dem elterlichen Erziehungsrecht, das ja gerade auf das Verhältnis der konkreten Eltern zum konkreten Kind abstellt, nicht zu vereinbaren.

    Und an dieser Stelle ergebt die konservative Wertelite ihr häßliches Haupt: Es geht nicht um Jugendschutz, sondern um Moral- und Geschmackspolizei. Und das ist einer der Gründe, warum mich bzgl. besagter "Jugendschützer" schlicht die Abscheu packt.

  48. HobbyMensch meint: (14.2.2007 um 11:24) AntwortenReply to this comment

    Die Sache mit dem "Brot" ist ein schon Jahre alter Internetjoke, der selbst in der c't neulich im Editorial gebracht wurde.

  49. Nils meint: (14.2.2007 um 11:27) AntwortenReply to this comment

    Noch mehr Verbotsideen:

    Feuerwerkskoerper zu Sylvester – Man koennte daraus Bomben bauen.

    Scheeren und Messer aller Art.

    Regenschirme, Kruecken und Spazierstoecke (prima Keulen).

    Kabel (man koennte jemanden erwuergen).

    Action-, Kriminal- und Horrorfilme, sowie Thriller und alle anderen Unterhaltungswerke in denen jemand umgebracht oder verletzt wird.

    Wikipedia (Artikel ueber Sprengstoffe).

    Autos (man koennte jemanden ueberfahren).

    Um Jon Stewart zu zitiren: "If you want to make the world safe, dude, forget it. The world's never been completely safe. You can spread what you want: Democracy, manure, it's not gonna happen."

  50. Stefan meint: (14.2.2007 um 11:35) AntwortenReply to this comment

    Wenn wir schon beim elterlichen Erziehungsrecht sind (und ich denke, man sollte die Erziehung generell bei diesen Problemen stärker in den Fokus rücken) – gibt es eigentlich irgendwelche Ratgeber, wie ich meinen Kindern einen sinnvollen Umgang mit diesen gefährdenden "Schriften" beibringe.

    Ich bin von diesem Problem zwar vermutlich noch 10 Jahre entfernt, fände ein paar ernsthafte Tipps dazu aber recht praktisch.

    Meine Eltern haben es zwar auch ohne Ratgeber geschafft (auch ich habe Killerspiele mit 15 gespielt, aber der Raketenwerfer bleibt immer schön unter dem Bett und wird nicht rausgeholt ;) aber ich könnte mir gut vorstellen, dass nicht nur ich bei dem Gedanken etwas "ratlos" bin.

  51. Lenn meint: (14.2.2007 um 11:44) AntwortenReply to this comment

    Zur Erziehungskompetenz: Ich bin auch am "anderen Ende" und mit 23 noch ein Stück weit davon entfernt, meine Kompetenzen dem Nachwuchs zugute kommen zu lassen.

    Ich denke aber, dass der Nachwuchs "meiner" Generation es wahrscheinlich deutlich einfacher haben wird als Erwachsene meines Alters früher. Dadurch, dass zwischen 16-34 Jahren die meisten zumind. gelegentlich zocken, ist dann in einigen Jahren auch Kompetenz im Elternhaus vorhanden, wenn es darum geht, zu entscheiden, was der Nachwuchs spielen soll.

    Das setzt aber natürlich voraus, dass die zukünftigen Eltern den Computer nicht nur als Berieselungsmaschine nutzen. Dann ist nämlich die ganze Medienkompetenz in der Elterngeneration für die Katz.

    Und auch heute könnten "DAU-Eltern" wesentlich besser kontrollieren und teilnehmen: Wenn denn Interesse da ist. Mit USK-Labels haben Eltern zB schon Anhaltspunkte für die Geeignetheit eines Spiels. Nur, solange sich keiner kümmert…

  52. RA Junghans meint: (14.2.2007 um 11:53) AntwortenReply to this comment

    Imho sind Verbote die Kapitulation in der Bekämpfung der eigentlichen Ursachen der dem zugrundeliegenden Misere.
    Zur Gefährdung durch Pornografie aber:

    http://www.stern.de/politik/deutschland/581936.html?nv=ct_cb

    Keine Ahnung, ob das nur eine reißerische Aufmachung eines eigentlich nichtexistenten Problems ist, aber vorstellbar ist es schon.

  53. TheDoctor meint: (14.2.2007 um 12:15) AntwortenReply to this comment

    Wie 47: sehr richtig schreibt ist es auch besonders verwerflich wie der Jugendschutz von der "konservativen Wertelite" (schöner Begriff) missbraucht wird.

    Um mich gegen das Tun dieser Leute zu wehren werde ich quasi gezwungen etwas anzugreifen was ich für sinvoll halte. (Mein lang vergangenes 16-jähriges Ich sah das zwar anders, aber man wird ja seine Meinung adaptieren dürfen)

  54. tara meint: (14.2.2007 um 12:17) AntwortenReply to this comment

    @52: Habe den Artikel gerade durchgelesen. Der macht mich ehrlich gesagt, sehr sprachlos. Mit Sicherheit werden die im Artikel beschriebenen Fälle die Extremfälle sein, aber dennoch bleibt noch genug übrig, was mich wirklich entsetzt.

  55. Lenn meint: (14.2.2007 um 12:18) AntwortenReply to this comment

    @RA Junghans: Natürlich verroht die Gesellschaft sexualisiert. Was will man denn auch bei den aktuellen Medien erwarten?

    Im Internet gibts an jeder Ecke Pornos, über einschlägige Songs lässt der Titel sich ja aus. Die Frage ist aber nur: Warum wird das zum Problem? Auch vor zehn Jahren haben zumind. die Jungs mit 13 angefangen, Pornos zu gucken – damals noch samstag nachts auf Vox, wenn die eltern aus dem Haus waren.

    Der Artikel greift da interessante Beispiele raus. Wie sollen Kinder im Alter von 6-11, die mit ihren Eltern(!) Vergewaltigungspornos gucken, denn verstehen, dass das, was da auf dem Schirm abgeht, eben nicht normal, richtig und gut ist?

    Wenn ich daran denke, ich hätte mit meinen Eltern Pornos gucken müssen, da wird mir irgendwie schlecht.

  56. Lenn meint: (14.2.2007 um 12:20) AntwortenReply to this comment

    Nachtrag: Es handelt sich im Artikel ausschließlich um Extremfälle, die auch noch alle in "sozialen Brennpunkten" stattfinden. Das macht es allerdings keineswegs weniger bedenklich.

    Ich glaube nicht, dass derartige Szenen Normalität sind.

  57. tara meint: (14.2.2007 um 12:24) AntwortenReply to this comment

    @55: Aber das, was vor 13 Jahren auf Vox oder RTL lief, war erstens nicht so explizit (ich kann mich nicht erinnern, da jemals ein entblößtes Glied gesehen zu haben) und zweitens eher schnulzig (Emmanuelle) bis hochnotpeinlich (Schulmädchenreport).

    Ich denke auch, dass das Problem hier bei den Eltern zu suchen ist. Wer mit seinen Eltern solche Vergewaltigungspornos guckt, kann doch gar nicht lernen, dass das nicht in Ordnung ist. Woher sollen denn da die Vorstellungen kommen? Mit 6-11jährigen wird in der Schule wohl kaum die Unrechtmäßigkeit von Vergewaltigungen und das Problem der Vergewaltigungspornos thematisiert…

  58. Lenn meint: (14.2.2007 um 12:27) AntwortenReply to this comment

    @57: RIchtig. Genau das wollte ich auch noch anführen "Lady Chatterleys Tochter" ist mit neuen Pornos nicht zu vergleichen.

    Für Erwachsene mag das vorteilhaft sein – "interessante" Filme bekommt man heute einfacher als noch vor zehn Jahren. Kinder müssen vor derartigen Machwerken aber geschützt werden. Und das fängt nunmal im Elternhaus an.

  59. TheDoctor meint: (14.2.2007 um 12:27) AntwortenReply to this comment

    Zu 51: Letzter Absatz.
    Ursula von der Leyen hat sich ja gestern (natürlich wieder in den öffentlich rechtlichen) Nachrichten darüber beklagt das die USK Labels viiiiel zu klein seien.

    Als die ganze Diskussion los ging fragte mich mein alter Vater: erklär mir das doch mal mit den Freigaben für die Computerspiele. Es könne doch nicht sein das man den Spielen das nicht ansehen könne (so sein Eindruck aus der Berichterstattung). Wir mussten sowieso in den Elektromarkt und da habe ich ihm am Spieleregal die verschieden Labels gezeigt.
    Sein Kommentar: Das ist doch vollkommen klar und durchsichtig, was soll der Unsinn der da erzählt wird.

    Tante Leyen will halt die Käufer stigmatisieren, mit handtellergroßen Logos und "Killerspiel-Peep" an der Kasse.

    Ihre Kinder würden bestimmt niemals Egoshooter oder Paintball spielen, die bekommen höchsten Fechtstunden, davon bin ich zutiefst überzeugt.

  60. n.n. meint: (14.2.2007 um 12:29) AntwortenReply to this comment

    @ 52

    natürlich gibts in sozialen brennpunkten extremfälle. und wenn man die entsprechend aufhübscht, dann kommt so ein reisserischer artikel dabei heraus. die gleichen geschichten gibts übrigens auch zu den themen alkohol, drogen, gewaltfilme (a la rambo) u. ä.

    die frage ist doch nur: ist da wirklich der porno an sich (oder der alkohol, rambofilm etc.) das problem, oder nicht vielmehr der mangel an erziehung?!

    und wenn wir dann alles verbieten wollen, was zusammen mit verblödeten eltern und nicht erzogenen kindern gefährlich werden kann, dann haben wir bald eine ziemlich leere und langweilige welt.

  61. Siggi meint: (14.2.2007 um 12:34) AntwortenReply to this comment

    Natürlich stumpft man mit der Zeit ab, aber das war schon bei der Beat-Musik (schlechtes Beispiel) so und wird sich in Zukunft bei vielen anderen skandalträchtigen Geschichten fortsetzen.

    Was reizt denn den durchschnittlichen Videothekskunden im 18er-Bereich? Double-A**l sollte es doch schon sein, wenn nicht gar Triple. Oder "4 Stunden fette Sch*eine".

    Mahlzeit.

  62. TheDoctor meint: (14.2.2007 um 12:43) AntwortenReply to this comment

    Zu 52: schlägt eigentlich genau in die gleiche Kerbe wie ich schon in 53 geschrieben habe.
    Ich zitiere den derzeitigen Gesetzesstand:

    § 184 Verbreitung pornographischer Schriften
    (1) Wer pornographische Schriften (§ 11 Abs. 3)
    1. einer Person unter achtzehn Jahren anbietet, überläßt oder zugänglich macht,
    2. […]
    wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft.
    (2) Absatz 1 Nr. 1 ist nicht anzuwenden, wenn der zur Sorge für die Person Berechtigte handelt;
    dies gilt nicht, wenn der Sorgeberechtigte durch das Anbieten, Überlassen oder
    Zugänglichmachen seine Erziehungspflicht gröblich verletzt.

    Zitat Ende.

    Damit dürfte das geschehen aus 52 vollständig abgedeckt sein, denn wenn das nicht grob fahrlässig ist, was dann ?

    Aber der Jugendschutz ist nicht das Ziel.

    Wie bei Mikado: wirf eine Blendgranate (ein anerkannt verwerfliches Tun) und verhindere damit das das eigene Tun als das erkannt wird was es ist, verwerflich.

  63. Roland meint: (14.2.2007 um 13:02) AntwortenReply to this comment

    Hübsche Verbotsideensammlung, die allerdings am Kern des Problems vorbeigeht. Das eigentliche Problem ist doch, daß die Bürger dieses Landes einfach so hoch- und höchstgefährliche Produkte (Mehl, Streichhölzer, etc) kaufen kann und dabei nicht registriert werden.
    Deshalb meine Forderung: "Verbietet Bargeld! Einführung einer Bundeskreditkarte!"
    http://20six.de/rolandschwarzer

  64. Anonymous meint: (14.2.2007 um 13:02) AntwortenReply to this comment

    Bei den völlig realitätsfernen Äußerungen des Herrn Becksteins hat man schon den Eindruck, als leben wir in einem Despoten Staat, der seinen Bürgern nur das zu fressen vorwirft, was er für richtig hält. Bei Herrn Beckstein könnte man auch sagen: "Je älter er wird, desto dümmer wird er".

    Glaubt er wirklick er könnte durch Verbote Jugendliche besser schützen? – Das ganze ist die größte Zensur, die Deutschland je erlebt hat- und das auf Kosten der Volljährigen PC Spieler und Filmkonsumenten in Deutschland. Ich habe nichts gegen einen stärkeren Jugendschutz, aber Verbote (und in diesem Fall auch für Erwachsene, wie Bayern das will) ist der größte Witz seit es Beckstein gibt.

  65. Anonymous meint: (14.2.2007 um 13:16) AntwortenReply to this comment

    @62

    Ja genau. Wenn das alles so schlimm und beweisbar ist, wieso sind die nicht im Knast?

    Das ist wieder mal einer der unzähligen GewaltKillerKinderpornoTerrorismusInternet-Artikel.
    Da wird einer zitiert, der von "echten Schmerzen" spricht (der hätte sicher gar keinen Grund etwas zu übertreiben, und daß die Porno-Branche z.B. in den US gesetzlich verpflichtet ist, das Alter der Darsteller nachzuweisen – U.S.C. sonstwas – und daher Gonzo einfach nur "Fake-Quark" ist, würde ja nur verwirren), und das ist dann natürlich in allen Pornos so.

  66. Florian Liekweg meint: (14.2.2007 um 14:51) AntwortenReply to this comment

    Killerspiele verbieten? Klar, das wird helfen!

    Wenn ich mir allerdings anschaue, wieviele LAN-Parties stattfinden, und wieviele Leute da kommen und (erstaunlich lange) ausharren – und da wird nicht nur "Worms" gezockt – frage ich mich bang: Wo sind denn nun die ganzen Amokläufer?

  67. RA Junghans meint: (14.2.2007 um 15:13) AntwortenReply to this comment

    Verbote in den genannten Bereichen sind imho reiner undifferenzierter Populismus, kosten den Staat nicht viel Geld und bringen wenig bis gar nichts, wenn sie nicht sogar kontraproduktiv sind.
    Aber so kann man sich als Politker durch geistentleerten Aktionismus und etwas Dampfplauderei davor drücken, die zugrunde liegende Problematik von sozialer Verrohung und Isolation, fehlender Medienkompetenz bei Eltern und Kindern usw. anzusprechen und vielleicht nicht ganz so einfach gestrickte Lösungen zu entwickeln. Ob dies alles von den Medien schamlos übertrieben ist, kann möglicherweise sogar Teil des Problems sein.
    Zumindest aber im Bereich der Amokläufer dürfte eine Beschäftigung mit diesen Problemfeldern einer der wenigen Wege sein, die einen voranbringen.

  68. Sebastian meint: (14.2.2007 um 16:54) AntwortenReply to this comment

    @61: Das ist ein hanebüchenes Argument. Wird man ein schlechterer Mensch, wenn man auf Medien gerade das nicht alltägliche sucht? Der Plot eines typischen Kinofilms besteht ja auch nicht aus: "Ein Mann geht morgens zur Arbeit, verbringt acht Stunden im Büro (macht dabei eine halbe Stunde Mittagspause) und trinkt abends auf dem Sofa eine Tasse Kamillentee."

    Wo bleibt eigentlich der Aufschrei der Pornokonsumenten? Kann ja nicht sein, dass ich der einzige bin.

    Daran, wie alle Seiten über die JuLis herfallen, die es wagen, eine geradezu paradoxe Rechtslage (Sechzehnjährige dürfen im Bett alles miteinander anstellen, es sich hinterher aber nicht auf Film anschauen) anzusprechen, zeigt sich auch, wie verklemmt unsere ach so liberale Gesellschaft in Wirklichkeit immer noch ist. Wovor soll "die Jugend" denn hier geschützt werden? Vor der Realität etwa?

  69. TheDoctor meint: (14.2.2007 um 17:13) AntwortenReply to this comment

    @68:
    …der Aufschrei wird kommen…

    Den das war des Becksteins Kardinalfehler.

    Vielleicht waren ja die Computerspiele auch nur der Kollateralschaden und Beckstein wollte nur auf dieser Kuh ein Pornoverbot durchs Parlament reiten… ?!?

    Anyway, langsam wachen die eine oder anderen auf:

    Zitat Heise Ticker:

    Der Deutsche Kulturrat hat davor gewarnt, bei den geplanten Verboten von Computerspielen als Folge der Diskussion über so genannte Killerspiele "über das Ziel hinauszuschießen". Der Spitzenverband der Bundeskulturverbände beobachte zurzeit mit Sorge, "wie sich Bund und Länder gegenseitig mit immer neuen
    Vorschlägen überbieten, um den Vertrieb von Computerspielen einzuschränken".

    Es sei gut, wenn die Selbstkontrolle bei der Unterhaltungssoftware gestärkt und der Handel stärker in die Pflicht genommen werde, die Jugendschutzbestimmungen einzuhalten, betonte der Geschäftsführer des Kulturates, Olaf Zimmermann. "Erwachsene müssen aber das Recht haben, sich im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen auch Geschmacklosigkeiten oder Schund anzusehen beziehungsweise entsprechende Spiele zu spielen."

    Zitat ende.

    Jep, auch Computerspiele sind Kunst.

  70. fwolf meint: (14.2.2007 um 17:16) AntwortenReply to this comment

    Autos, Pornos, Zigaretten, Weizen, Streichhölzer, Deos, Dihydrogen-Monoxid, Duschen, Demonstrationen, das Recht auf freie Meinungsäußerung, freie Wahlen ..

    ach, ups, tschuldigung, die letzten drei gibts ja schon seit jahren nicht mehr in bayern, hab ich ganz vergessen. deswegen wohn ich dort auch nimmer.

    augustiner wird zwar nicht unbedingt nach baden-württemberg exportiert, aber paulaner und franziskaner ergeben einen guten ersatz.

    cu, w0lf.

  71. Peter Schaefer meint: (14.2.2007 um 17:31) AntwortenReply to this comment

    @68
    "(Sechzehnjährige dürfen im Bett alles miteinander anstellen, es sich hinterher aber nicht auf Film anschauen) anzusprechen, zeigt sich auch, wie verklemmt unsere ach so liberale Gesellschaft in Wirklichkeit immer noch ist. Wovor soll “die Jugend” denn hier geschützt werden? Vor der Realität etwa?"

    Du verwechselst Phantasie in Filmen mit Realität.
    Zum einen dürfen auch 16 jährige nicht "alles miteinander anstellen" sondern sie dürfen nur das miteinander anstellen, was der jeweils andere zulassen möchte.
    In altmodischen Zeiten nannte man sowas Respekt.
    Gibst Du jetzt allen Schund in deren Hände, dann passiert das, was Du oben schon in dem Stern-Link lesen kannst.
    Die Frage ist dann, ob das Ziel einer liberalen Gesellschaft darin liegt alles zu erlauben oder ob das höchste Ziel einer liberalen Gesellschaft der respektvolle Umgang miteinander und damit auch mit den Freiheiten der Mitmenschen sein sollte.
    Ist es das zweite, ist die nächste Frage: Wie lernt ein junger Mensch das?
    Ich sehe dabei einen eklatanten Unterschied zwischen dem Abmurksen von Pixelhäufchen, die es auf mein Pixelhäufchen aubgesehen haben und dem erniedrigenden Verhalten anderen realen Menschen gegenüber, die soch eigentlich nur Liebe und Anerkennung suchen.

  72. n.n. meint: (14.2.2007 um 17:33) AntwortenReply to this comment

    @ 68

    naja, ist den meisten leuten halt peinlich das zuzugeben. ist doch das gleiche wie mit dieter-bohlen-schallplatten gekauft haben, hämorrhoiden haben und fremdgehen. keiner hat was damit zu tun, obwohl es statistisch gesehen auf die mehrheit der bevölkerung zutrifft.

    cool wäre ein spiegelcover mit prominenten: "ja, ich konsumiere internetpornographie!"
    so wie damals in den 70ern mit den zig prominenten frauen, die sich zu ihrer abtreibung bekannt haben.
    *träum*

  73. n.n. meint: (14.2.2007 um 17:39) AntwortenReply to this comment

    @ 71

    was ist denn das für ein verswchwurbelter schwachsinn!?
    pornostars suchen in wirklichkeit nur nach liebe und anerkennung, werden aber erniedrigend behandelt?!

    und mangelnder respekt als begründung um pornos unter strafe zu stellen!? na, dann verbieten wir den daily talk am nachmittag doch gleich mit. und rambo. und das musikantenstadel ….

    fakt ist doch, dass viele jugendliche sexualität leben wollen, aber es so manchem an einem partner mangelt, der einwilligen würde. und diesen jugendlichen dann zu sagen, sie dürften ja real vögeln, wenn sie einen partner hätten, aber ihnen pornografie zu verbieten, das ist doch weltfremd.

  74. Sebastian meint: (14.2.2007 um 17:45) AntwortenReply to this comment

    @71: Auch Filme, die das hypothetische 16jährige Pärchen bei einvernehmlichem, respektvollem Sex ohne Beteiligung Dritter von sich herstellt, darf sich keiner der beiden anschauen. Das nenne ich paradox. (Übrigens dürfen sie, wenn es nach den Gesetzentwürfen unserer Regierung geht, diese Filme bald nicht mal mehr herstellen, ohne mit einem Bein im Gefängnis zu stehen.)

    Das Problem, das in dem "Stern"-Link angesprochen ist, ist nicht, dass die Jugendlichen Pornos sehen. Das Problem ist, dass sie nicht beigebracht und vorgelebt bekommen, dass "Liebe", "Sex in der Realität" und "Sex im Porno" nicht dasselbe ist. Diesen Missstand behebt man nicht dadurch, dass man Pornographie verbietet. Also nicht einfach "den Schund wegnehmen" (wodurch definiert sich "Schund" eigentlich genau? In den 50ern zählte da auch jede Art von Comics dazu…), sondern respektvollen Umgang beibringen. Wenn ich gelernt habe, dass realer menschlicher Kontakt etwas anderes ist als das, was ein Porno zeigt, insbesondere, weil es da Liebe, Anerkennung, Vertrauen, Halt usw. gibt, kann ich doch trotzdem letzteren durchaus lustvoll genießen, ohne sofort zum Vergewaltiger zu werden.

  75. Sebastian meint: (14.2.2007 um 17:47) AntwortenReply to this comment

    @72: Falls es dazu kommen sollte, in den Tiefen der hiesigen Datenbank liegt meine E-Mail-Adresse. :-)

  76. n.n. meint: (14.2.2007 um 17:50) AntwortenReply to this comment

    @ 75

    meine auch …
    :-)

  77. n.n. meint: (14.2.2007 um 17:51) AntwortenReply to this comment

    @ 75

    aber sind wir wirklich so prominent?!
    ;-)

  78. Sebastian meint: (14.2.2007 um 17:58) AntwortenReply to this comment

    Danach schon ;-)

  79. Peter Schaefer meint: (14.2.2007 um 18:08) AntwortenReply to this comment

    @73
    Zum einen solltest Du Dir noch einmal meinen Text und den Stern Link reinziehen, vielleicht wirds dann klarer. =O)

    @74
    Das Problem ist, dass sie nicht beigebracht und vorgelebt bekommen, dass “Liebe”, “Sex in der Realität” und “Sex im Porno” nicht dasselbe ist. Diesen Missstand behebt man nicht dadurch, dass man Pornographie verbietet.

    Ich habe nicht gesagt, daß ich ein Anhänger des Wegnehmens bin, sondern daß es um Verantwortung geht und das Lernen.
    Der Konsum der Pornos und der Lieder im Kindesalter und das mangelnde Vermitteln von Werten ist das Henne-Ei Problem, wobei ich dazu tendieren würde, daß die Vermittlung die Henne ist …
    Es sollte aber einem aufmerksamen Leser des Sternberichtes nicht entgangen sein, daß der Sex dort für das Selbstwertgefühl benötigt wird, da man ansonsten nichts mehr hat, woran man seinen eigenen Wert sinnvoll messen könnte.
    Das ist das, was mich wirklich daran erschreckt.

  80. Sebastian meint: (14.2.2007 um 18:14) AntwortenReply to this comment

    @79: Inwiefern hilft es Jugendlichen, denen das nötige Selbstwertgefühl und die Lebensperspektive fehlt, wenn man mir verbietet, Pornofilme auszuleihen? Fühlen die sich dadurch dann besser?

  81. Peter Schaefer meint: (14.2.2007 um 18:54) AntwortenReply to this comment

    @80 Sebastian
    "Inwiefern hilft es Jugendlichen, denen das nötige Selbstwertgefühl und die Lebensperspektive fehlt, wenn man mir verbietet, Pornofilme auszuleihen?"

    Weil Du für alles Böse verantwortlich bist, denn irgendwer ist immer Schuld und Du kommst gerade passend. :)=)

    Wolltest Du wissen, in wie weit Pornofilme entsprechenden Jugendlichen Schaden können?
    Dafür mußt Du zuerst einmal die Filme klassifizieren und der Rest der Antwort dürfte hier zu weit führen. Du solltest Dir diese Frage von dem Psychiater/Psychologen/Seelsorger deines Vertrauens beantworten lassen und nimm eine Decke mit, es wird länger dauern. ;)

  82. Sebastian meint: (14.2.2007 um 19:03) AntwortenReply to this comment

    Ein sechzehnjähriger, der ohne psychischen Totalschaden zu erleiden poppen kann, kann sich auch Bilder anschauen, die Menschen beim Poppen zeigen. Jugendliche, denen es an Selbstwertgefühl und Lebensperspektive fehlt, brauchen Hilfe und Erziehung, nicht einfach nur weitere Verbote, die mit den Ursachen ihrer Probleme höchstens vage in Verbindung stehen.

  83. Anonymous meint: (14.2.2007 um 19:10) AntwortenReply to this comment

    Na so ein Zufall, jetzt hat auch ein Nachrichtenmagazin einen Artikel dazu parat. Mit dem gleichen Tenor und den gleichen Experten.

    Great minds think alike oder wie?

  84. ultimata meint: (14.2.2007 um 19:26) AntwortenReply to this comment

    Selbstanzeige:

    Hiermit zeige ich mich selbst an. Ich bin verantwortlich für jegliche Art von Naturkatastrophen, Viren, Atombomben… vernachlässigte Kinder…… Kriege,den moralischen Sittenverfall und dem Hunger in der dritten Welt.

    Ich konsumiere Pornos. (manchmal msogar mit meiner Freundin.)

    Ich fordere hiermit die härtestmögliche Bestrafung, um die Gesellschaft vor mir zu beschützen.

    Btw, wenn wir dabei sind Pornos zu verbieten, warum dann nicht auch Swingerclubs, Saunen ( überall nackte Menschen) und last but not least: Unterwäschewerbung

    Ich fände es wichtiger mehr betreute Kindertagesstätten einzurichten und dem Bildungswesen ,mehr Gelder angedeihen zu lassen.

  85. Peter Schaefer meint: (14.2.2007 um 19:27) AntwortenReply to this comment

    @82
    "Ein sechzehnjähriger, der ohne psychischen Totalschaden zu erleiden poppen kann, kann sich auch Bilder anschauen, die Menschen beim Poppen zeigen."

    Zum einen vergisst Du, daß der psychische Zustand zum Poppen weitestgehend egal ist, da sitzen deine animalischen Instinkte hinter und die sind auf Lebenserhaltung, Dominanz und Fortpflanzung getrimmt und die funktionieren noch heute, wie früher in der Höhle.
    Zum anderen solltest Du mehr Pornos gucken, um mal einen Eindruck zu bekommen, wovon Du da gerade redest.

  86. Sebastian meint: (14.2.2007 um 19:56) AntwortenReply to this comment

    @85: Noch mehr? Dann komme ich ja gar nicht mehr zum Arbeiten. :-)

    Wenn ich Pornos gucke, dann sitzen da auch die von dir so liebevoll bezeichneten "animalischen Instinkte" dahinter. Man könnte auch sagen: Ich mach das, weil ich es geil finde. Daran ist meiner Meinung nach auch nichts verwerfliches. Oder hältst du Sex für so schlimm, dass man möglichst viele Menschen davon fernhalten sollte?

  87. gange meint: (14.2.2007 um 20:18) AntwortenReply to this comment

    Vierzehnjährige können sich ohne Probleme gigabyteweise Musik aus dem Netz laden. Da schaffen sie es wohl auch, Pornos zu laden. Die brauchen keine volljährigen Freunde, wenn sie so was sehen wollen.
    Nur weil Mitglieder der bayerschen Staatsregierung dazu nicht in der Lage sind und jemanden zum ausleihen schicken müssen, heißt das noch lange nicht, dass Jugendliche so was nicht auf die Reihe bekommen…

  88. RA Junghans meint: (14.2.2007 um 20:46) AntwortenReply to this comment

    Gut, zuerst ein paar der üblichen Einzelheiten:
    -Bilder pornogarfischen Inhalts hat es immer gegeben und wird es immer geben. Wahrscheinlich hat der Erfinder der Filmkamera als erstes seine Frau dazu geholt und sie gebeten, sich mal frei zu machen. Hier kann man einfach nichts wegerfinden, wegurteilen oder weggesetzgeben. (@ 87- das mit den 14järigen sehe ich genauso)
    -nicht zuletzt ist die Pornoindustrie für die heutigen schnellen Internetverbindungen verantwortlich (habe zwar den Link gerade nicht, müßte man aber ausgoogeln können)
    -(frei nach Scrubs) wenn man alle Pornoseiten im Netz dicht machen würde, gäbe es nach 2 Wochen im ganzen Netz nur noch eine Seite mit dem Titel: "Gebt uns unsere Pornos wieder!"

    Das ist auch alles nicht schlimm. Schlimm finde ich nach der Lektüre des Stern-Artikels eher, daß es scheinbar Heranwachsende gibt, die dies als einzige Form des menschlichen Miteinanders kennenlernen und sich dann entsprechend verhalten. Dies ist aber ein gesellschaftliches Problem und keins der Pornografie.

  89. verbieter meint: (14.2.2007 um 20:51) AntwortenReply to this comment

    Man muß natürlich, wie schon bemerkt, noch viel mehr verbieten, als nur den gewerblichen Verleih von Schmuddelkram. Schließlich können auch gekaufte Pornos den Kindern oder minderjährigen Freunden vorgeführt werden. Allerdings muß die weitere Verbotsstrategie klug eingefädelt werden. Es ist ja gut vorstellbar, daß sich nach dem gewerblichen Verleihverbot private Tauschzirkel bilden. Und wie finden die am effektivsten zueinander? Natürlich über das böse Internet. Es werden sich also, in due course, neue Gründe ergeben, selbiges endlich ordentlich zu kontrollieren. Es kommt nicht nur darauf an, möglichst viel zu verbieten, man muß es auch so machen, daß die erwartbaren Folgeerscheinungen der Verbote Ansatzpunkte für weitere Verbote liefern.

  90. h.c. meint: (14.2.2007 um 20:59) AntwortenReply to this comment

    @21, nun ja. Kommt auf ihre Interpretation an. Wenn Sie nach der pharmazeutischen Interpretation geht sind natürlich eher weniger Drogen verboten.

    Versandhauskataloge in die Liste aufgenommen. ;o)

    @22, aufgenommen!

    @24, die Forderung der niedersächsischen Kollegen kann ich nur unterstützen.

    @26, allet klar!

    @30, ja ja. Wie unsere "Alten" versuchen dagegen zu argumentieren ist schon manchmal beeindruckend… Die sind auch vom Virus "Jugendschutz = Verbote = gehört nicht liberalisiert" befallen. Und: Die Emotionen beispielsweise bei der Rechtfertigung von Selbstjustiz im Fernsehen sind eh viel schlimmer als keine Emotionen.
    Mal sehen ob unsere Alten auch mal bessere Argumentationen dagegen liefern, hat eigentlich Frau Leutheusser-Schnarrenberger schon was gesagt?

    @32, ja. Die Kollegen ausm Norden mag ich *g*

    @35, ich nehm die Flex in die Liste auf. ;o) Und, sofern unter den Taschengeldparagrafen fallend, kann sich das Ding doch eh jeder ab 7 Jahre kaufen, oder? Werkzeuge erst ab 18! Hätts das man früher gegeben, da hätt ich nicht so oft im Haushalt helfen müssen. xD

    @36, ich hab nur ein mal gebrandzündelt – und zwar im Wald, mit Streichhölzern!

    @37 zu c), aber ein 14jähriger darf sich in Begleitung der Eltern immer noch volllaufen lassen können, oder?

    @38, ähhhhhhhhhhmmmmmmmm… ich nehms einfach auf. Und: In der Dusche kann ein Kind ein Baby ertränken! Ist also wirklich sehr gefährlich, und wird es bestimmt irgendwo auf der Welt mal gegeben haben.

    @39, ich hab gesagt jeder eins! Also nehmen wir das Ü-EI auf!

    @40, aufgenommen

    @43, schön das eine Studie meine theoretische Annahme vom kausalen Zusammenhang zwischen Killerspiele und Agressivität bestätigt – agressive Leute spielen eher Killerspiele als nicht-agressive.

    @47, "Und an dieser Stelle ergebt die konservative Wertelite ihr häßliches Haupt: Es geht nicht um Jugendschutz, sondern um Moral- und Geschmackspolizei."

    Sag ich auch schon seit Ewigkeiten…

    @49, eins! ich nehm das erste auf. ;o)

    @51, "Mit USK-Labels haben Eltern zB schon Anhaltspunkte für die Geeignetheit eines Spiels. Nur, solange sich keiner kümmert…"

    Wenn ich mich nicht irre war es die Ministerin Zypries, die meinte das die USK-Angaben zu klein sind und man eine Lupe braucht um die zu finden.

    Herr Vetter, wollen wir für die Frau Ministerin nicht mal eine Spendenaktion ins Leben rufen, damit die sich eine neue Brille kaufen kann? "Juristen helfen Juristen" könnt man das ganze nennen.

    @52, jeder Jugendliche ist voll von "Pornos". Ansonsten liegts nicht an den Pornos, sondern an der Erziehung und an der Gesellschaft. Und: Paar Ausnahmefälle. Das Kinder und Jugendliche untereinander sexuell aktiv sind ist normal, auch außerhalb fester Beziehungen. Ansonsten: Stern. Besonders teures Klopapier, mehr wäre das für mich nicht…

    @55, ja. Aber das liegt auch nicht an den Pornos, sondern an den Eltern. Weil man den Verleih von Pornos erschwert/verbietet ändert sich am Verhalten der Eltern rein gar nix.

    @57, stimmt. Sexualaufklärung in der Schule war bei mir mit 13, also vor nicht mal 10 Jahren: Böse schwarze Männer, diese und jene sexuell übertragbare Krankheit, und natürlich sollte man nur Sex in einer Beziehung haben … Das sowas nicht klappt dürfte jedem verständlich sein.

    @59, auch Minister von der Leyen wars… dann brauch ma n neue Spendenidee. Brille bleibt trotzdem das Ziel.

    @60, sie haben Killerspiele vergessen…

    @63, nun ja. Das können wir ja als Ersatzidee an unsere bayrischen Freunde von der CSU senden. ;o)

    @67, 100% Zustimmung. Verbote alleine bringen nüscht!

    @68, aber wenn man ganz radikalliberal ist könnte man sagen: 14jährige dürfen i.A: zusammen auch Sex haben. Also warum nicht gleich auf 14 senken? Liberalismus ist nur dann gut wenn einem das selber schützt…

    @69, der Aufschrei wird aber erst dann kommen wenn man es selbst merkt. Z.b. gab es ja noch keinen Aufschrei dagegen, das die Beate-Uhse-Filmchen mit 18/19jährigen Darstellerinnen bald illegal sein könnten. Aber man das erst dann merkt wenn man deswegen verurteilt wird. Also entweder nur Pornos mit mind. 30jährigen Darstellern/Darstellerinnen oder gar keine.

    @70, bitte nur eins. Ich nehm das erste. ;o)

    @71, ich nehme an sie können mir eine WISSENSCHAFTLICHE Publikation nennen, in der ausgesagt wird das Pornographie zu sexueller Gewalt führt? Beckstein ist übrigens KEIN Wissenschaftler. Und alle anderen "wissenschaftlichen" Studien die das aussagen kann man mit Sicherheit leicht widerlegen…

    Aber für Leute wie sie machen wir ja unsere Liste…

    @82, jenau!

    @83, mehr solcher "Experten" gibts vermutlich nicht. Ich HASSE Fernseh-Experten, die entweder absoluten Schwachsinn oder populärwissenschaftliches Halbwissen verbreiten.

    @87, Pornos und eventuell auch verbotene Pornos… Das Problem hat man in einer Videothek eher nicht.

    Last but not least:

    Autos, Pornos, Zigaretten, Weizen, Streichhölzer, Deos, Dihydrogen-Monoxid, Versandhauskataloge, Internet, Flex, Duschen, Ü-Ei, Küchenmesser, Feuerwerkskoerper, Demonstrationen
    Ersatzwiße: Einführung einer Bundeskreditkarte statt Bargeld

    Weitere Vorschläge?

  91. RA Junghans meint: (14.2.2007 um 22:53) AntwortenReply to this comment

    @90 (h.c.)
    Du meine Güte, da hat aber jemand Zeit.
    Könnte man diese Sammelantworten nicht auf ein normales Maß beschränken? Ich für meinen Teil mag mir ja nicht mal die Nummer meiner frühen comments merken, insbesondere wenn die Diskussion im Laufe des Tages mal eine Wendung nach hier, mal eine nach da nimmt. In der Sache haben Sie, soweit ich das überschauen kann, natürlich Recht.

  92. h.c. meint: (15.2.2007 um 07:53) AntwortenReply to this comment

    @91, sie können ja nach ihrem hier gewählten Namen per Suchfunktion suchen und dann gucken ob ich eine direkte Antwort verfasst habe. ;o)

    Ansonsten haben Sie natürlich Recht. Etwas unübersichtlich ist das ganze schon.

  93. Peter Schaefer meint: (15.2.2007 um 10:21) AntwortenReply to this comment

    @90
    "… ich nehme an sie können mir eine WISSENSCHAFTLICHE Publikation nennen, in der ausgesagt wird das Pornographie zu sexueller Gewalt führt?"

    Wie hieß das früher so schön im usenet:
    Wer lesen kann ist klar im Vorteil.

    Zum einen bin ich kein Freund von Verboten und zum anderen bin ich auch kein Freund davon einem Heranwchsenden alles zuzumuten, was irgendein geistiger Tiefflieger für Freiheit hält. Herr Junghans hat das sehr schön auf den Punkt gebracht.
    Es dürfte nicht weiter schwierig sein einen Zusammenahng zwischen entsprechenden Pornos/Killerspielen und der Psyche der Benutzer zu finden.
    Da Du in einem System lebst, hat übrigens alle Einfluß auf deine Psyche und dein Verhalten. Das kannst Du mögen oder nicht, das tut hier aber nichts zur Sache.

    "Aber für Leute wie sie machen wir ja unsere Liste…"

    Ab 18 Jahren darf man sich für sein Land erschießen lassen und deshalb wurde auch das Wahlrecht von 21 auf 18 gesenkt. Wußten Sie das schon?

  94. n.n. meint: (15.2.2007 um 10:53) AntwortenReply to this comment

    @ 93

    das mit dem wahlrecht und der volljährigkeit stimmt so nicht.
    für sein land erschießen lassen durfte (bzw. musste) man sich als nichtvolljähriger auch schon vor 1975. allerdings gab es auch im zweiten weltkrieg jugendschutz für minderjährige soldaten. die durften zwar morden und ermordet werden, die frontbordelle waren aber für sie aus jugendschutzgründen tabu.
    soviel zum thema geschichte des jugendschutzes und bigotterie in alten zeiten …

  95. RA Junghans meint: (15.2.2007 um 11:35) AntwortenReply to this comment

    @93 (Peter Schaefer)
    Nicht daß man mich falsch versteht:
    Ich habe sowohl zu Pornografie als auch zu "Killerspielen" ein durchaus entspanntes Verhältnis und denke auch, daß sich für deren Nutzer zum höchst überwiegenden Teil keine Probleme ergeben.
    Bei der Beeinflussung der Psyche denke ich eher, es ist wie mit dem Huhn und dem Ei. Es werden wohl auch Leute mit psychschem Knacks oder sonstigen Defiziten von derartigen Dingen angezogen. Der ständige Konsum im Überfluß kann dies evtl. noch verschlimmern, die Grundlagen dafür sind aber imho nicht im Porno oder Killerspiel zu finden.

  96. TheDoctor meint: (15.2.2007 um 13:03) AntwortenReply to this comment

    Eine Bitte zu Begriffen:

    Ausser wenn es explizit erwünscht ist bitte nicht dieses Stoiber-Kampfwort "Killerspiele" benutzen.

    EgoShooter, Kampfspiele, wenns den sein muß auch Gewalspiele, aber wer unreflektiert "Killerspiele" benutzt hat den Haken mit Köder und Angel verschluckt.

  97. TheDoctor meint: (15.2.2007 um 13:21) AntwortenReply to this comment

    @96:
    Ups, GewalTspiele

  98. Peter Schaefer meint: (15.2.2007 um 13:22) AntwortenReply to this comment

    @95
    "Ich habe sowohl zu Pornografie als auch zu “Killerspielen” ein durchaus entspanntes Verhältnis und denke auch, daß sich für deren Nutzer zum höchst überwiegenden Teil keine Probleme ergeben."

    Da sind wir dann zumindest schon mal zwei. ;)

    "Es werden wohl auch Leute mit psychschem Knacks oder sonstigen Defiziten von derartigen Dingen angezogen."

    Es geht aber nicht nur um die, sondern auch um die, die ihre Knackse noch entwickeln und man sollte zum einen natürlich nicht alle Nuancen eines Themas in einen Topf werfen, aber andererseits auch die besagten Einflüsse auf die Psyche eines solchen Menschen vernachlässigen.
    Wer jetzt die Meinung vertritt, daß man mit 16 oder 18 weiß, wie das Leben läuft, der ist entweder mit einer gesunden Naivität gesegnet oder aber auch einfach noch nicht alt genug.
    Vielleicht hat er aber auch in einige Abgründe des Lebens noch nicht geschaut.

    "Der ständige Konsum im Überfluß kann dies evtl. noch verschlimmern, die Grundlagen dafür sind aber imho nicht im Porno oder Killerspiel zu finden."

    Du wirst aus einer Taube vermutlich keinen Falken machen, aber auch die Taube wird sich verändern. Das kann und sollte man nicht verbieten, aber man sollte es in der Diskussion beachten.

  99. Peter Schaefer meint: (15.2.2007 um 13:27) AntwortenReply to this comment

    @98
    "EgoShooter, Kampfspiele, wenns den sein muß auch Gewalspiele, aber wer unreflektiert “Killerspiele” benutzt hat den Haken mit Köder und Angel verschluckt."

    Wir haben das früher Adventure genannt. Da gab es viele kleine Knobelspielchen. Wenn sich was bewegte, legte man es um … =O)

    Mir geht so political correctnes auf die Nüsse. Das gilt in die eine, wie in die andere Richtung. Es geht nun mal themenmäßig darum Pixelhäufchen aus mehr oder minder unberechtigten Gründen abzumurksen und insofern passt Killerspiel sehr gut.
    Volleyball nach alten Regeln gespielt ist übrigens ein klassisches Kriegsspiel, in dem der Weg zum Sieg häufig in der mentalen Zerstörung der gegnerischen Mannschaft liegt.
    Tennis wäre auch so ein Kandidat … ;)

  100. RA Junghans meint: (15.2.2007 um 13:34) AntwortenReply to this comment

    @96 (The Doctor)
    Ich kann den Ausdruck auch nicht ab und setze ihn deshalb in Anführungszeichen. (oh, habe ich im letzten Absatz von c.95 vergessen, tschuldigung)
    Allerdings hat jeder, der es liest, sofort die verquere Amokläuferdiskussion dazu asoziiert, so daß man sich dazu die Ausführungen sparen kann. Insofern ist das schon eine reflektierte Verwendung ;)

  101. TheDoctor meint: (15.2.2007 um 14:08) AntwortenReply to this comment

    Dieses Blog einfach ein zivilisierter Ort :-)

    (Auch wenns manchmal heftig zugeht)

  102. TheDoctor meint: (15.2.2007 um 14:30) AntwortenReply to this comment

    …ist…
    Heute klemmt die Tastatur

  103. h.c. meint: (15.2.2007 um 17:35) AntwortenReply to this comment

    @93 (Peter Schaefer)

    "Es dürfte nicht weiter schwierig sein einen Zusammenahng zwischen entsprechenden Pornos/Killerspielen und der Psyche der Benutzer zu finden."

    Lassen Sie mich raten: Das sagt einem doch schon der gesunde Menschenverstand! Und ja, da lassen sich Zusammenhänge finden: Wer durch Pornos erregbar ist hat i.d.R. eine entsprechende Sexualpräferenz. Es gibt einen fast hundertprozentigen Zusammenhang dazwischen! Aber ob sie es glauben oder nicht: Auch ohne Pornos haben Menschen eine Sexualpräferenz!

    Der gesunde Menschenverstand sagt einem ja auch, die Erde sei eine Scheibe. Sonst würd man ja herunterfallen, nicht? Gesunder Menschenverstand lass ich leider nicht gelten.

    "Da Du in einem System lebst, hat übrigens alle Einfluß auf deine Psyche und dein Verhalten. Das kannst Du mögen oder nicht, das tut hier aber nichts zur Sache."

    Ich weiß nicht seit wann wir beim "Du" sind. Und wenn 99,63% der Menschen eine andere Meinung als ich haben interessiert mich das nicht die Bohne. Der Einfluß ist dort gering, und man bewegt sich auch immer nur in einem gewissen Rahmen.

    "Ab 18 Jahren darf man sich für sein Land erschießen lassen und deshalb wurde auch das Wahlrecht von 21 auf 18 gesenkt. Wußten Sie das schon?"

    Ich bin für eine weitere Senkung des Wahlrechtes, wussten sie das schon? Tut hier übrigens nix zur Sache…

    @95 (RA Junghans)

    "Bei der Beeinflussung der Psyche denke ich eher, es ist wie mit dem Huhn und dem Ei. Es werden wohl auch Leute mit psychschem Knacks oder sonstigen Defiziten von derartigen Dingen angezogen. Der ständige Konsum im Überfluß kann dies evtl. noch verschlimmern, die Grundlagen dafür sind aber imho nicht im Porno oder Killerspiel zu finden"

    Eine Verschlimmerung ist nicht auszuschließen. Aber wenn das nicht durch Killerspiele geschieht passiert es mit Sicherheit irgendwie anders.

    @96 (The Doctor)

    Ich benutze den Begriff damit jeder weiß worum es geht. Nämlich hauptsächlich um Spiele die sich primär mit der Tötung von Pixelmännchen beschäftigt.

    Wobei IM Beckstein ja auch hauptsächlich strategische Spiele verbieten möchte…

  104. Peter Schaefer meint: (15.2.2007 um 19:51) AntwortenReply to this comment

    @h.c.
    "Ich weiß nicht seit wann wir beim “Du” sind."

    Seit ich Dich so lieb gewonnen hab. =O)

    "Gesunder Menschenverstand lass ich leider nicht gelten."

    Guck mal was ich weiter oben schrieb und such Dir die passenden Menschen vor Ort und dann läßt Du dir das von denen erklären. Hier würde das den Rahmen eines Blogs bei weitem sprengen und das wollen wir dem guten Udo nicht antun.

  105. TheDoctor meint: (16.2.2007 um 09:41) AntwortenReply to this comment

    @103: Dann ist die Verwendung ja bewußt.
    Trotzdem bin ich verwirrt:
    "Wobei IM Beckstein ja auch hauptsächlich strategische Spiele verbieten möchte…"

    Zitat Neuer § 131a:
    “Spielprogramme, die grausame oder sonst unmenschliche Gewalttätigkeiten gegen Menschen oder menschenähnliche Wesen darstellen und dem Spieler die Beteiligung an dargestellten
    Gewalttätigkeiten solcher Art ermöglichen”

    Zitat Ende

    Warum Becky damit SPEZIELL auf Strategiespiele zielt ist mir unklar, damit werden eigentlich im klassischen Schrotschuß die folgenden Genres erledigt:
    I Echte Killerspiele: Hitman 1-3, SplinterCell 1-4
    II Egoshooter: FarCry, Half-Life 1-N, Unreal 1-N, FEAR
    III WW2 Shooter: Band of Brothers 1-3, Call of Duty 1-3
    IV Fantasy Rollenspiele: Morrowind, Oblivion, Neverwinter Nights 1-2
    V Combat-Flugsimulatoren: Microsoft CFS 1-3, Il-2, Flanker, LockOn, BOB 1-2, Falcon 4, EAW
    VI Echtzeitstrategie: Shogun- Mediveal- Rome- Total War, Age of Empires 1-N, Civilisation 1-N

    In all diesen Spielen werden Menschen (und zusätzlich menschenähnliche Wesen) grausam behandelt.

    Sie werden:
    I: von einem Killer ermordet
    II, III: Im Kampf (mit überwiegend Feuerwaffen) getötet
    IV: Von Pfeilen, Schwerten, Äxten, keulen getötet, mit Blitz oder Feuerzauber geröstet, mit Eiszauber gefrohren oder man hetzt ihnen Zombies oder Skelette auf den Hals
    V: Sie verbrennen in ihren abgeschossenen Maschinen oder werden am Boden platt gebombt
    VI: Sie sterben durch diverse Waffen zu tausenden im Krieg

    Also wenn das nicht grausam ist.

    ABER:
    Nach meiner Meinung (und der der FSK) erfüllt KEINES dieser Spiele den bestehenden § 131, denn dieser verbietet:
    “die grausame oder sonst unmenschliche Gewalttätigkeiten gegen Menschen oder menschenähnliche Wesen in einer Art schildern, die eine Verherrlichung oder Verharmlosung solcher Gewalttätigkeiten ausdrückt oder die das Grausame oder
    Unmenschliche des Vorgangs in einer die Menschenwürde verletzenden Weise darstellt“

    Nach dem alten Paragraphen ist ein Spiel wie Call of Duty (Kampf der Alliierten in WW2) zwar ab 18, aber nicht indiziert oder verboten, nach dem neuen aber schon.

    Natürlich kann es sein das, wenn der Kampfgrund nur edel genug ist, das Töten von Gegnern nicht mehr grausam ist.
    Aber auch für Beckstein gilt:
    "Unterstelle keine Bosheit wenn simple Inkompetenz als Grund ausreicht"
    Ich gehe also davon aus das er nur seinen populistischen Erfolg im Auge hatte und darüber das Nachdenken vergessen hat.

  106. TheDoctor meint: (16.2.2007 um 17:23) AntwortenReply to this comment

    Um das Thema abzuschließen:

    …KLATSCH

    (erklang heute Mittag als das Thema im Bundesrat vor die Wand fuhr)

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