Rente 2029
Heute wäre ich zum ersten Mal gerne etwas älter gewesen. Weil mein Jahrgang 1964 der erste ist, für den das Rentenalter 67 gilt.
Heute wäre ich zum ersten Mal gerne etwas älter gewesen. Weil mein Jahrgang 1964 der erste ist, für den das Rentenalter 67 gilt.
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Holzhauer
Das gilt doch nur für die armen Schw****, die in die gesetzliche RV zahlen müssen.
Tja, ist denn schon klar, inwieweit das Versorgungswerk den Quatsch mitmacht?
Hehe mit 67 muss ich wohl den Werkzeugkoffer mit so nem kleinen Oma-Ziehwägelchen zum Kunden karren…
…ach eigentlich kann man sich den ganzen privaten Vorsorgequatsch doch auch schenken. Lieber jetzt schon nen Colt organisieren und wenn man merk es geht nicht mehr, die letzte Konsequenz ziehn.
Willkommen im Club
Warum gerade unser Jahrgang dieses Vergnügen genießt, erschließt sich mir aber nicht.
Aber ich kann mich sehr wahrscheinlich wegen 45 Arbeitsjahren davor drücken.
Sie nicht?
Spielt doch eh' keine Rolle. Wenn es denn das staatliche Rentensystem bis dahin noch gibt, wird man bis dahin wohl auch so weise sein, ein flexibles Austrittalter zu erlauben. Alles andere macht ohnehin keinen Sinn.
Ich versteh die Probleme nicht – unter anderem bin ich deswegen Freiberufler geworden, da ich dann frei bestimmen kann wann ich aufhöre.
Ich habe z.B. bei meinen Eltern erfahren wie unsinnig es sein kann mit 65 aufhören zu müssen.
Ich will schon das Recht haben so lange zu arbeiten wie ich will – und nicht wegen irgendeines Datums aufhören zu müssen.
Im übrigen wirds in Zukunft ohnehin nicht anders sein, das man in der Regel einfach wird arbeiten müssen – da staatliche Altersversorgung nicht funtktionieren wird.
Da haben es die jetzigen Rentner einfach ungeheuer gut – so gut wird es Rentnern insgesamt in absehbarer Zukunft nicht wieder gehen.
Und auch die Versorgungswerke werden sicherlich mit verbrannt werden – solange da noch was zu holen sein wird. Maximal wird eine Grundsicherung geleistet werden – mehr aber auch nicht.
Und sowas von jemanden, der das Glück hat, in ein berufsständisches Versorgungswerk einzahlen zu können. Da kann man locker jammern, wenn es einem eh nicht betrifft.
Ist es denn sicher, dass die Versorgungswerke die Altersgrenze nicht anheben?
Die Versorgungswerke werden mit Sicherheit nachziehen müssen.
Ist das bei Freiberuflern nicht relativ egal? Zumindest Anwälte können doch (zumindest theoretisch) so lange arbeiten wie sie wollen, die zahlen doch auch nicht an die gesetzliche Rentenversicherung, oder? Ist da diese Grenze in irgendeiner Weise relevant?
Als ob für meinen Jahrgang 1971 überhaupt jemand wüsste wann und wieviel Rente bereitstehen wird. Bezeichnend, daß das derzeitige Rentensystem nur von Politikern der Generation 60 plus verteidigt wird.
Also, ich will nicht bis 67 arbeiten. Nicht mal bis 43. Aber das wird wohl nicht ganz zu schaffen sein.
Warum kann man eigentlich diese unattraktive Rentenversicherung nicht einfach kündigen? Das monatlich einzuzahlende Geld könnte ich gut für meine private Altersvorsorge brauchen. Momentan bleibt dafür nämlich nichts übrig.
Gibt's eigentlich schon irgendwo vernünftige Produkte für die Rürup-Rente? Fondssparplan oder so?
Ein Blick in's Gesetz (hier: Satzung des VW) erleichtert die Rechtsfindung! Ich glaube, das Thema heißt: ZWANGSMITGLIEDSCHAFT!
Gibt's wie Sand am Meer. Bloß keine zusätzlichen Versicherungen mit einbauen lassen! Da war kürzlich ein Artikel in der FAZ online, wenn mich nicht alles täuscht…
@13: Weil dann diejenigen, die schon in Rente sind, verhungern würden ;)
Im Ernst: Meiner Meinung nach sollte der Staat dieses umlagenfinanzierte System dringend überarbeiten und dafür sorgen, dass die eingezahlten Beträge wirklich angespart werden. Dann kann man sich wenigstens darauf verlassen, dass man später noch etwas rausbekommt…
@8 über kurz oder lang dürfte es den berufsständischen Versorgungswerken ähnlich gehen, wie jetzt der PkV- zugunsten der gesetzlichen Versicherung wird das kapitalgedeckte funktionierende private System geplündert und "sozialisiert"
@18 – mein ich doch!
die Versorgungswerke werden sich mit Sicherheit entsprechend anpassen, geht doch schon Versicherungsmathematisch nicht anders.
die passen doch auch jeweils die Beitragshöhe entsprechend an.
Über kurz oder lang wird die gesetzliche RV die Versorgungswerke schlucken, weil sich irgendjemand fragen wird: Es läuft alles parallel (Beitragshöhe, Wartezeit für Rentenanspruch, etc.), aber warum bekommen die Rechtsanwälte eine Extrawurst??? – Spätestens wenn die Finanzierungslücke mal wieder groß genug ist…. Hoffentlich hab ich keine schlafenden Hunde geweckt ;-)
Auf das Versogrgungswerk habe ich nicht wegen der Renteneintrittsalters hingewiesen, sondern wegen der relativ sicheren, und relativ hohen Rente.
Für viele unter 45 Jahren geht es ja mehr darum, ob sie überhaupt eine Rente bekommen, die über Sozialhilfeniveau liegt und nicht so sehr wann.
Wer da im Versorgunswerk ist, gehört zu den privilegierten im Lande, selbst wenn die das Alter auf 70 anheben…
Die Versorgungswerke berechnen ihre Renten nicht abhängig vom Durchscnittseinkommen oder ähnlichem Quatsch, sondern nach versicherungsmathematischen Methoden. D.h. kein Börsen- oder Immobiliencrash und viele junge gutverdienende RA => die Rente ist sicher. Wer dann freiwillig bis 67 arbeitet bekommt eben eine höhere Rente als jemand der mit 65 in Rente geht.
Das ist übrigens auch der allein relevante Effekt in der gesetzlichen RV. Die Leute werden einfach weniger Rente bekommen, wenn sie vor 67 in Rente gehen.
Die größere Gefahr besteht darin, dass Münte die Versorgungswerke mit ihren Milliarden Kapitalanlagen in die gesetzliche RV einverleibt.
Dann gute Nacht.
@20:
RAe bekommen eine Extrawurst, weil viele von ihnen Freiberufler sind oder es nach einer Angestelltenzeit in der Regel werden. Da passt die gRV einfach nicht. Dass dabei dann auch noch wesentlich mehr rum kommt, ist gewissermassen nur ein positiver Nebeneffekt.
ocj
Die Versorgungswerke sind zwar heute sehr vorteilhaft, das war aber nicht immer so. Damals, nach 1957, als das Umlageverfahren eingeführt wurde und die gesetzlichen Renten sich verdoppelten und verdreifachten, wurde von der SPD und den Gewerkschaften sehr darauf geachtet, dass nicht etwa Trittbrettfahrer wie Selbständige und Freiberufler davon profitieren konnten. Genau deshalb sind praktisch alle Versorgungswerke um 1960 oder später entstanden.
Bis dahin bin ich eh tod, vielleicht ich aus Frust über die Politik zuviel rauche und saufe. Und schon wieder dem Staat ein Schnippchen geschlagen ;)
Aber im ernst, wie viele Leute sind mit 67 Jahren, oder vielleicht dann 73 in meiner Generation noch arbeitsfähig?!
Bestimmt mehr als heute, und sehr viel mehr als vor 40 Jahren. Die Menschen werden ja nicht nur älter, sondern bleiben auch länger einsatzfähig.
Ausserdem, wer will schon als Rentner mit minimalem Einkommen den ganzen Tag herumgammeln? Ich fände das klassische Rentnerdasein unerträglich. Nicht mehr zu arbeiten wäre für mich nur dann ok, wenn ich viel Geld zu verjubeln hätte. Oder ich alternativ unbezahlter Arbeit nachgehe. Aber zuhause sitzen und fernsehgucken? Niemals!
Bis 67 arbeiten? Bei dem heute herrschenden Leistungsdruck?
Mit diesem Jahrgang bekommt man vielleicht sogar noch Rente.
@24 "von der SPD und den Gewerkschaften…"? Es gab 1956 durchaus Politiker die sich für ein steuerfinanziertes System stark machten. Aber es gab auch eine starke Lobby der Personengruppen die eben nicht dabei sein wollten. Auch eine stärkere Berücksichtigung der Kindererziehung sollte es ursprünglich geben. "Kinder? Kinder kriegen die Leute sowieso!" Dieser Spruch wird in diesem Zusammenhang Konrad Adenauer zugeschrieben. Und Adenauer hatte kein Zeit mehr. Bis dato gab es ja die Rente aus dem Kapitalstock der Einzahler. Aber Dank des einsetzenden Wirtschaftswunders stiegen Einkommen und Preise. Die Durchschnittsrente betrug m.W. etwa 30% eines Nettogehaltes eines Arbeiters. Die Wahlen standen ja wieder an und aus SPD Kreisen wurde die Forderung laut nach einer Rente in Höhe von 75%, die Union forderte 70%. So kam es damals zu dem Ergebnis das die Rentenreformen mit den Stimmen der CDU/CSU und der oppositionellen SPD beschlossen wurde während der/die? Koaltionspartner der Union dagegen stimmten. Die Reform trat 1957? rückwirkend um ein JAhr in Kraft was den meisten Rentnern einen dicken Nachschlag bescherte. Bereits in den 60ern hatte die RV ein dickes Polster von mehr als 12 Monatsbeiträge. Der Rest des Kapitalstockes der "alten" RV wurde 1966? in den Staatshaushalt abgeführt. Ich denke das die nachfolgenden Regierungen die RV immer als eine Art Zweithaushalt behandelt haben, auf bequeme Weise wurden Kosten die eigentlich aus der Staatskasse zu finanzieren waren den Versicherten aufgebürdet. In den 70er erhielten israelische Staatsbürger deutscher Abstammung Rente von der BfA wenn sie eine geringe Einmalzahlung leisteten. Über Renten für übersiedelte DDR-Bürger und Spätausiedler weiss wohl jeder Bescheid. Wiedervereinigung??? Na…. Und falls ehemalige Ärzte oder Anwälte nach der Übersiedlung Zahlungen aus den westdeutschen Versorgungswerken erhielten, bitte mir Bescheid geben. Davon weiss ich nämlich nichts.
Gerd
Ich bin auch 64er. ein guter Jahrgang, wie mir scheint!
Nur zur Info: Niemand MUSS bis 67 arbeiten, jeder kann früher aufhören, gegen Abschlag natürlich – man arbeitet also nur "fast freiwillig" bis 67.
Und, Herr Vetter, Sie brauchen ja nicht klagen, haben Sie doch Ihre Aktien verkauft und Ihre schäfchen im Trockenen ;-)))
Ob Du jetzt Jahrgang '64, '63, '62, etc bist, macht den Kohl auch nicht fett. Ab Jahrgang '46 muss man einen Monat länger arbeiten (als die '46er 65 Jahre und einen Monat, die '47 65 Jahre und zwei Monate und und und bis der Jahrgang '64 halt 67 Jahre arbeiten muss). Du müsstest es also bedauern nicht schon 61 Jahre alt zu sein und ob das sooo traurig ist, ist jetzt aber eine philosophische Frage… Zumindest könntest Du dann noch Altersteilzeit beantragen, das geht nämlich dieses Jahr zum letzten mal und das ist wirklich schade!
Es ist unmöglich mit 67 Jahren noch den Anforderungen an die gestellte Leistung auf Arbeit nachzukommen. Diese Neuregelung ist einfach absurd und in meinen Augen auch als pervers und zynisch zu betrachten.
In 20 Jahren werden (qualifizierte) 60jährige auf Knien gebeten werden doch bitte zu arbeiten.
Die Bevölkerung geht zurück, der Import von Immigranten wird nach Kräften behindert (und die müssen auch selbst wollen).
Das rausgekicke von Älteren ist einfach eine subventionierte Methode der Entlassung gewesen.
Wenn ich mir die mir bekannten Freiberufler ansehe sind die auch mit 60 fit dabei.
@33 Ich glaube nicht das das noch 20 Jahre dauern wird. Ich setze auf 10 oder 12. Vergiss nicht die qualifizierten, hoch motivierten Nachwuchskräfte die mit Kind und Kegel ins Ausland ziehen. Unser Glück das die Schweiz so klein ist und nicht noch mehr Ingenieure oder Mediziner etc. brauchen kann.
@32 An was für eine Leistung hast Du dabei gedacht?
Warum gibt es so viele, die für eine Altersversorgung sind, für die man Kapital ansparen soll. Alle diese Systeme haben doch den Nachteil, dass sie sehr unsicher sind. Entweder geht die Firma bei der man sein Geld anlegt kaputt oder es wird keine Rendite erzielt.
Man schaue sich zum Beispiel einmal die Kapitalentwicklung seiner Lebensversicherung an.
Funktionieren wird doch nur ein System wo die Jungen für die Alten sorgen. Und da wir immer Älter werden, werden die, die später Alte werden leider weniger bekommen. Dafür aber viel länger.
Wenn wir in Utopia leben würden, würde das System Junge sorgen für Alte sicher funktionieren abber in der realen Welt muss auch jeder für sich selbst einen Polster für die Altersvorsorge schaffen.
Ist nun mal leider so.
Dirk
http://www.riester-rentevergleich.de