19.3.2007

Danke fürs Gespräch

Heute war Montagsdemo in Düsseldorf. Motto laut Plakat:

“Weg mit Hartz IV!”

Weil mich einer der Leute am Stand ansprach, habe ich gefragt:

“Okay, aber wovon wollen Sie dann leben?”

Bitte, war nur ein blöder Scherz. Leider war keine Gelegenheit, das klarzustellen. Ich musste weiter, denn für gewisse Schimpfworte haben die Kinder in meiner Begleitung noch ein paar Jährchen Zeit.

175 Kommentare zu “Danke fürs Gespräch”

  1. sebausat meint: (19.3.2007 um 20:32) AntwortenReply to this comment

    erster! juhuu

    ist fluchen im Beisein von Kindern eigentlich strafbar?

    Natürlich nicht so grass wie in irgendeinem US-Bundesstaat ist mal wer eingekastelt worden weil er von nem Boot geflogen ist und ein paar Kinder gehört haben wie er dabei geflucht hat …

  2. TK meint: (19.3.2007 um 20:33) AntwortenReply to this comment

    Danger seeker.

  3. Chris meint: (19.3.2007 um 20:35) AntwortenReply to this comment

    LOL! Ich wollte mal "Bildung umsonst!!!"-Demonstranten fragen, ob bei ihnen die Bildung auch umsonst gewesen ist, habe mich dann aber nicht getraut.

  4. Thomas meint: (19.3.2007 um 20:46) AntwortenReply to this comment

    Ist doch ganz einfach:
    Wir werden alle Rechtsanwälte und konstruieren uns Recht und Gesetz selbst. Ich bin sowieso der Ansicht das Anarchie die Staatsform der Zukunft ist.

  5. Lars meint: (19.3.2007 um 20:56) AntwortenReply to this comment

    Hey Chris,

    den Kommentar hättest du dir sparen können. Es ist immer die Frage wie man die Forderung nach freier Bildung vernünftig formuliert. Aber wer keine Studiengebühren zahlen muss oder dessen Eltern für die durchaus hohen Beiträge aufkommen, der kann sich auch darüber lustig machen!

  6. Hootch meint: (19.3.2007 um 20:57) AntwortenReply to this comment

    Erinnert mich an einen Autoaufkleber, den ich einmal gesehen habe: "Atom? Nein danke!" Ich hab' fast ins Lenkrad gebissen.

    Grüße!

  7. Torsten meint: (19.3.2007 um 20:58) AntwortenReply to this comment

    Ich war am Wochenende auf einer Anti-Globalisierungsveranstaltung, um mich zu informieren. Ich erfuhr zum Beispiel, dass HartzIV ein Ausdruck der Remilitarisierung der Bundesrepublik ist und dass man in linken Kreisen quotierte Redelisten bevorzugt, damit auch Frauen zu Wort kommen – ob sie wollen oder nicht.

    Als es dann zu Publikums-Statements kam, meldete sich ein HartzIV-Aktivist. Der erzählte, dass HartzIV nicht nur Enteignung sei, sondern auch eine ethnische Säuberung – weil: "das geht ja gegen alle Gruppen". Es kam kein Widerspruch. Dann bin ich gegangen.

  8. christoph meint: (19.3.2007 um 21:01) AntwortenReply to this comment

    Na ja, so richtig witzig finde ich das jetzt eigentlich nicht aber wenn ihr meint.
    Auch wenn ich die Montagsdemos, die ja meist nicht mal mehr aus 20 Personen bestehen, auch etwas nervig finde.

  9. Martin_mb meint: (19.3.2007 um 21:06) AntwortenReply to this comment

    Kinderschutz, ja, ja. Du hast nur keine Lust, zu erklären, was ein neoliberaler Agent des Kapitals ist.

    Passend zum Thema billige Scherze:

    -"Ich bin Veganer."
    -"Aha, und was heißt das?"
    -"Ich esse weder Eier noch Milchprodukte."
    -"Hm, und wie panierst Du dann Dein Schnitzel?"

  10. h.c. meint: (19.3.2007 um 21:14) AntwortenReply to this comment

    *hust* Jaja. xD

  11. knut. meint: (19.3.2007 um 21:22) AntwortenReply to this comment

    Als Strafe muss U.V. jetzt 20 MandantInnen (quotiert!) vertreten, die in Sachen Hartz IV sozialrechtlichen Beratungsbedarf haben. Ist oft nicht sehr einkömmlich, aber dann kann auch mal ein Anwalt merken, dass es sich besser ohne Hartz IV lebt.

  12. Glammy meint: (19.3.2007 um 21:30) AntwortenReply to this comment

    Irgendwie fand ich den Kommentar jetzt auch mächtig daneben (das erste Mal übrigens, daß ich was inhaltlich zu beanstanden habe). Gern würde ich aber mal sehen, wie Leute, die in sowas eine große Klappe haben (leider diesmal U.V.) mit 345 Euro klarkommen. Viel Spaß (und nix ist mehr mit Fitnesstudio).

  13. Frank meint: (19.3.2007 um 21:42) AntwortenReply to this comment

    Also mir sind demonstrierende Hartz IV Empfänger deutlich sympathischer als solche, die auf dem Sofa liegen und sich von RTL II & Co verblöden lassen.

  14. Hobbyjurist meint: (19.3.2007 um 21:47) AntwortenReply to this comment

    Tja, wenn man nicht selbst von Hartz IV betroffen ist, mag das ja alles ganz lustig sein. Wenn man aber aus eigener Anschauung mal von Hartz IV kosten durfte, sehen die Dinge etwas anders aus. Ich glaube, es ist vielen Nichtbetroffenen noch nicht so ganz klargeworden, daß das zugrunde liegende Sozialgesetzbuch II nicht viel anderes ist als ein Gesetz zum Drangsalieren und Schikanieren von Arbeitslosen.

    Wer Hartz IV bezieht, muß sich darauf einstellen,
    - daß er unter Umständen unangemeldete Hausbesuche vom Außendienst der Hartz-IV-Behörde bekommt
    - daß er per Telefon terrorisiert wird (das nennt sich dann beschönigend "Telefonbefragungen durch Callcenter")
    - daß er in der Hartz-IV-Behörde als Sozialschmarotzer und potentieller Betrüger behandelt wird
    - daß ihm rechtswidrig der Geldhahn zugedreht wird (wie dagegen wehren ohne Geld?)
    - daß er alle Kontobewegungen über Monate hinweg offenlegen muß
    - daß er in einer Vielzahl von Fragebögen so viele Fragen beantworten muß, daß er vor der Behörde praktisch völlig gläsern dasteht

    Hinzu kommt, daß die vom Gesetz vorgesehenen Sanktionierungsmöglichkeiten äußerst rigide abgefaßt sind (bei unter 25-jährigen Hartz-IV-Empfängern etwa kann bereits ein einziger Pflichtverstoß zur völligen Einstellung der Leistung führen!).

    Teilweise müssen von Hartz-IV-Empfängern erstrittene Gerichtsbeschlüsse sogar per Zwangsvollstreckung durchgesetzt werden, weil sich die Hartz-IV-Behörde einfach nicht an das geltende Gesetz hält.

    Ich kann es mittlerweile verstehen, wenn Betroffene nach solchen Erfahrungen auf eine vielleicht humorvoll gedachte Bemerkung zu Hartz IV gänzlich humorlos reagieren. Da gibt es nämlich nicht mehr viel zu lachen. Hartz IV ist nämlich überhaupt nicht lustig, Hartz IV beinhaltet nämlich nicht nur einen Sozialkahlschlag erster Güte, sondern auch eine Art Krieg gegen die Arbeitslosen. Für die Betroffenen bedeutet das verständlicherweise das Ende der Trallala-alles-ist-lustig-Gesellschaft.

    Übrigens – was viele vermutlich auch nicht wissen: offiziell heißt es, daß Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe zu Hartz IV zusammengefaßt wurden. Tatsächlich aber wurde die Arbeitslosenhilfe schlichtweg gestrichen. Das heutige Hartz IV hat jedenfalls deutlich mehr Ähnlichkeiten zur damaligen Sozialhilfe als zur damaligen Arbeitslosenhilfe.

  15. Der Gerd meint: (19.3.2007 um 21:49) AntwortenReply to this comment

    Witze und Kommentare über HartzIV! Sollte man wirklich unterlassen es sei denn man will sich ernsthaft mit dem Thema auseinandersetzen. Und ich finde das gilt auch für bekannte Strafverteidiger. Denn seltsamerweise findet man hier genug Schelte über gewisse Fernsehsender. Wenn es denn sein soll dann bitte ein Thread für dieses Thema.
    Der Gerd (Der zu den Besserverdienenden gehört)

  16. Der Gerd meint: (19.3.2007 um 21:53) AntwortenReply to this comment

    @13+14: Eure Postings hatte ich da noch nicht gesehen!
    Der Gerd

  17. Hansi meint: (19.3.2007 um 22:11) AntwortenReply to this comment

    @14:

    Die Aufzählung kommt mir in vielen Punkten bekannt vor. Nennt sich bei mir aber BAföG.

    *ganzschnellweg*

  18. Hobbyjurist meint: (19.3.2007 um 22:15) AntwortenReply to this comment

    @ 15: Wie sagte mein Anwalt noch so schön: die meisten, die über Hartz IV witzeln bzw. auf Hartz-IV-Empfänger herabsehen sind sich offenbar nicht darüber im Klaren, daß sie selbst auch nur genau 1 Jahr von Hartz IV entfernt sind (länger gibt es nämlich heute kein Arbeitslosengeld als Versicherungsleistung mehr). Studenten, die nach dem Abschluß keine Arbeit finden, fallen direkt in Hartz IV. Es ist halt so wie bei den meisten Dingen: das große Erwachen kommt erst dann, wenn sie selbst betroffen sind.

  19. Hootch meint: (19.3.2007 um 22:18) AntwortenReply to this comment

    Mal ganz ehrlich:
    Ich habe in Udos Posting kein "recht-so-ihr-arbeitsscheues-gesindel-hungern-sollt-ihr" gelesen, sondern nur einen – zugegebenermaßen sehr spitzen – Kommentar zu einem Demonstrations_motto_. Dies stellt meines Erachtens keine Kritik an der Sache selbst dar.

    Das von mir zitierte Motto "Atom? Nein danke!" ist, objektiv betrachtet, hirnrissig! Wer von Euch kennt meine Meinung bezüglich Kernkraftwerken?

    Grüße!

  20. der berliner meint: (19.3.2007 um 22:29) AntwortenReply to this comment

    tag,
    also ich finde den beschriebenen fall oberflächlich betrachtet erstmal einfach nur lustig.
    wenn man länger darüber nachdenkt, ist das natürlich schon sehr grenzwertig darüber auch nur zu schmunzeln.
    @hobbyjurist
    dazu möchte ich gerne etwas los werden: ich bin arbeitgeber und immer auf der suche nach fähigen und zuverlässigen mitarbeitern. aber jeder hartz IV-empfänger, der mir vermittelt wurde, war faktisch unbrauchbar. spätestens nach 4 wochen beobachtungsphase wußte ich, warum dieser mensch langzeitarbeitslos ist. erschreckend hierbei ist, dass es sich hauptsächlich um leute im alter bis 25 handelte, die einfach unfähig waren, die einfachsten aufgaben zu lösen. mal abgesehen von der flexibilität und der kreativität, die nunmal in fast jedem unternehmen nötig ist.
    ich persönlich hatte in den letzten 3 jahren ca 20 leute, die mir vermittelt wurden, von diesen 20 personen arbeitete keiner länger als drei monate in meinem unternehmen. im selben zeitraum stellte ich einige leute ein, die sich aus freien stücken heraus bei mir beworben haben, von denen sind alle noch im dienst.
    das problem ist, dass die jungen leute, die hartz IV empfänger sind zu 90% nicht in der lage sind ein interesse für ihren job zu entwickeln und deswegen unzuverlässig sind und schlampig arbeiten. klar, dass die dann schwer vermittelbar sind.
    nur ein beispiel hier in berlin: in friedrichshain wurden langzeitarbeitslose dazu aufgefordert im herbst die parkreinigung zu übernehmen mit aussicht auf eine festeinstellung bei der berliner strassenreinigung (bsr). wie kann es sein, dass da auch nur einer dieser leute NICHT erscheint? da ist es mehr als fair, wenn da die leistungen gekürzt werden.

    der berliner

  21. McDough meint: (19.3.2007 um 22:31) AntwortenReply to this comment

    Also ich finde diesen Kommentar von Udo Vetter schon ein bißchen lustig, aber ich stehe sowieso auf schwarzen Humor :)

    Wer demonstriert muss damit rechnen, dass er irgendwann von irgendwem einen dummen Kommentar kassiert, da sollte man als Demonstrant einfach drüber stehen.
    Zum Thema Hartz IV: Ich verstehe schon, dass ein Hartz IV-Empfänger wenig Geld bekommt. Aber andererseits muss man sich klar machen, dass diese Leute von denjenigen finanziert werden, die arbeiten gehen (ganz unabhängig davon, ob man jetzt unverschuldet arbeitslos wird und als 50-Jähriger einfach keinen Job mehr findet oder ob man die Arbeitslosigkeit selbst verschuldet hat). Wenn man es ganz böse ausdrücken würde, könnte man sagen: Hartz IV-Empfänger liegen den Arbeitenden auf der Tasche. Daher ist meiner Meinung nach auch nicht mehr drin, als ein Existenzminimum.

    (Und ich betone nochmal: Ich möchte diesen Beitrag auf keinen Fall als Angriff auf Arbeitslose mißverstanden wissen. Die überwiegende Mehrheit kann vermutlich nichts dafür, dass sie keinen Job finden und eben diese Mehrheit will vermutlich auch wieder arbeiten. Dennoch werden sie von denen finanziert, die Arbeit haben)

  22. heiseleser meint: (19.3.2007 um 22:48) AntwortenReply to this comment

    Dabei war die Aussage (der Spruch) doch geradezu prophetisch. Denn nach HartzIV kommt hire&fire. Es gilt, bei schwindenen Staatseinnahmen die Gehälter und Pensionen der Politiker und Beamten zu sichern, da bleibt dann nichts mehr übrig.

  23. ReneW meint: (19.3.2007 um 22:51) AntwortenReply to this comment

    zu 21: Böse betrachtet liegen nicht nur Harzt IV Empfänger den Arbeitenden auf der Tasche, sondern überdies auch alle Angestellten des öffentlichen Dienstes, die konkret keinerlei wertschaffende Tätigkeiten für die Gesellschaft verrichten.

    Letzten Endes wird der Wohlstand von einer absoluten Minderheit erwirtschaft. Auch Dienstleister wie Rechtsanwälte sind nur mittelbar beteiligt. Politiker und Wissenschaftler im Bereich der Geisteswissenschaften überhaupt nicht. Diese Perspektive, ein Stück weit Demut, fehlt mir bei dem abschätzigen gesellschaftlichen Blick auf Hartz IV Empfänger.

    Den Kommentar von U.V. finde ich dagegen harmlos. Amüsant, leicht geschmacklos – ein gewöhnungsbedürftiger Scherz halt. Auf Schmidt-Niveau – das Feuilleton würde Beifall klatschen.

  24. thomas meint: (19.3.2007 um 22:51) AntwortenReply to this comment

    @20 Das ist soweit richtig. Versetzen Sie sich doch mal in die Lage dieser Leute. Wenn ich 60 Jahre Lang Ihren Müll von irgendeinem Parkplatz räumen soll, stell ich mir zwangsläufig die Frage, ob es nicht Alternativen gibt und was ich bereit bin dafür zu zahlen. Mit bösartigen Kommentaren und schiefen Blicken erreiche ich da nichts.

    In diesem Land fehlt das Bewusstsein für diese Art von Job. Und das liegt wiederum daran das sich 90% der Deutschen noch in der Kaiserzeit befinden.

    Meiner Meinung nach müssen diese verkrusteten Strukturen zu Seite geräumt werden. Dann wird es auch aufwärts gehen.

  25. Der Gerd meint: (19.3.2007 um 22:55) AntwortenReply to this comment

    @17-21: Alles klar Freunde. Aber nehmt bitte zur Kenntnis das nicht jeder der gerade seinen blauen Brief erhalten hat fröhlich beschwingt zu seinem PC eilen und nach Stellenangebote suchen kann. Anderseits ist mir wohl bewusst, das es für eine Vielzahl von Leuten einfach nicht lukrativ ist für 100 € mehr im Monat einen Job anzunehmen. Bleibts eben bei HartzIV.
    Der Gerd

  26. McDough meint: (19.3.2007 um 23:03) AntwortenReply to this comment

    @23: Angestellte des öffentlichen Dienstes sorgen aber (zumindest in der Theorie) dafür, dass der Staat funktioniert. Wenn ich mir Polizisten, Feuerwehrleute, Finanzbeamte usw. angucke: Ohne solche Leute funktioniert ein Staat nicht. Diese Leute sind somit zwar vom Steuerzahler abhängig und liegen ihm auf der Tasche, sind aber zwangsläufig notwendig und bringen dafür eine Gegenleistung. Arbeitslose bringen für das Geld, dass sie vom Staat empfangen, keine Gegenleistung.

  27. Der Gerd meint: (19.3.2007 um 23:10) AntwortenReply to this comment

    Scheint ein gefragtes Thema zu sein, da nehme ich mir morgen frei.
    Solche Kommentare von U.V. gehören auf die gleiche Stufe wie diese Aktion des Bremer? Politikers einem Penner Sekt in den Mund zu schütten. Aber jetzt einen Schlussstrich, ich habe auch schon Äusserungen gemacht, die ich besser gelassen hätte. Ansonsten biite ich nochmal um einen eigenen Thread zu dem Thema.
    Der Gerd

  28. Hobbyjurist meint: (19.3.2007 um 23:15) AntwortenReply to this comment

    @ 20: Schwierig diese Fälle aus der Ferne zu beurteilen. Ich versuche es trotzdem einmal.

    Zu den vermittelten Hartz-IV-Empfängern:
    wenn diese von der ARGE geschickt wurden, sollte man vielleicht auch erwähnen und berücksichtigen, daß es sich quasi um Zwangsvermittlungen handelt. Die Betroffenen haben praktisch keinerlei Wahlmöglichkeit mehr. Wenn sie nämlich unter 25 sind und eine angebotene Stelle ablehnen, droht ihnen meines Wissens die völlige Einstellung der Leistung. Auch dann, wenn sie bereits von vornherein wissen, daß ihnen die betreffende Tätigkeit überhaupt nicht liegt.
    Wer sich jedoch aus freien Stücken bewirbt, ist im allgemeinen auch an der Tätigkeit interessiert und für die jeweilige Tätigkeit entsprechend motiviert. Das ist für beide Seiten sicherlich lohnenswerter.

    Zur Parkreinigung:
    Nach der Hartz-IV-Gesetzgebung kann im Prinzip auch ein arbeitsloser Universitätsprofessor zu Straßenreinigungsarbeiten herangezogen werden. Denn es gibt keinerlei Berufsschutz mehr. Für mich verständlich, wenn unter diesen Umständen dann die Arbeitsmotivation etwas leidet. Zumal es mittlerweile ja auch schon so ist, daß manche Tätigkeiten so schlecht bezahlt sind, daß man davon nicht mehr leben kann, selbst man sie in Vollzeitform ausübt. Letztendlich müßte ich jedoch mehr Details wissen, um hierauf fundiert antworten zu können. Ich hoffe aber, daß ich deutlich machen konnte, daß auch die Randbedingungen eine entscheidende Rolle spielen.

    @ 21: Wir sind mittlerweile schon weiter: Sanktionierungen können sogar dazu führen, daß das Existenzminimum deutlich unterschritten wird (und das passiert übrigens öfter, als man denkt).

  29. Der Gerd meint: (19.3.2007 um 23:27) AntwortenReply to this comment

    @20: Der @28 hat schon recht. Schwer zu beurteilen das ganze. Vielleicht die Lösung: weder als AN noch als AG sollte man sich auf diese Bundesagentur verlassen. Lass Dir doch mal von der BA am Samstag ein paar Leute in deren Büro laden. Die die dann kommen sind bestimmt motiviert.

    @28: Und das geht ratz fatz. Dabei ist Parkreinigung ja nichts ehrenrühriges aber macht sich auf dem CV nicht so gut.
    Der Gerd(Der wie schon gesagt……)

  30. Tom meint: (19.3.2007 um 23:34) AntwortenReply to this comment

    War ned in dem ?einkaufsblog? mal davon die rede, dass da leute teilweise reinkommen, nur nach dem stempel fragen und dann wieder gehen wollen?

    Solang das so lauft werden auch weiterhin die daumenschrauben weiter angezogen… Man könnte jetzt natürlich noch einen Schritt weitergehen mit den forderungen nach "sofortiger kürzung"…

    Aber, Österreich ist ja eh wiedermal anders, da kommt ja die Grundsicherung mit über 700 Euro… Diese elendigen Sozialisten wissen ned mal wie sie die staatliche Pension irgendwie retten sollen und beschließen dann so etwas… die werden sich auch noch anschaun.

    grüße
    Tom

  31. Simon Columbus meint: (19.3.2007 um 23:46) AntwortenReply to this comment

    Ich find die Bemerkung auch lustig. Man muss nicht hinter jedem Scherz eine Boshaftigkeit vermuten…

    Zu der Hartz IV-Diskussion: Natürlich liegt dort vieles im Argen (worüber ich mich aber garnicht äußern will). Eine Sache jedoch ist mir wichtig:
    Wer Einsatz zeigt, bekommt auch einen Job. Keinen Traumjob, aber eine akzeptable Stelle. Aber dieser Einsatz muss halt kommen. Meine Mutter hat ihren Job wegen einer privaten Fortbildung, mein Vater ist nach dem Stellenverlust in die Selbstständigkeit gegangen. Leider sind viele Leute – auch und insbesondere junge – nicht so engagiert. Wer Zwangsvermittlungen durch die Behörde hinnehmen muss, hat schon irgendwas falsch gemacht. Anders kann ich mir das nach allen mir bekannten Fällen nicht erklären.

  32. Hildegard meint: (19.3.2007 um 23:51) AntwortenReply to this comment

    Schön, wenn Herr Vetter nebst Anhang unter Borniertheit leidet. Seine verzogenen Rotzgören müssen sich schließlich keine Sorgen machen wie die letzten drei Wochen eines Monats finanziert werden sollen.

  33. Fronk meint: (20.3.2007 um 00:07) AntwortenReply to this comment

    Also, ich fands komisch. Ich habe z.T. mit Hartz IV Empfängern zu tun, ein Großteil sagt, dass es ihnen nun besser gehen würde und sie das Gejammer nicht verstehen können. Ich habe im Moment gut 500 €/Monat zur Verfügung und muss auch sehen, wie ich mein Leben und das Studium auf die Reihe kriege…klappt aber wunderbar, kann halt keine großen Sprünge machen, aber das gehört zum Studentendasein ebenso wie zum arbeitslos sein eben dazu.
    @ 32: Wenn man in der ersten Monatswoche bereits 345 € verlebt hat, dann sollte man sowieso mal darüber nachdenken, ob Einkommen und Lebensstil wirklich übereinstimmen. Das hat mit Sorgen machen mal wirklich gar nichts zu tun, sondern eher mit einer Verkennung der Sachlage.

  34. Thomas meint: (20.3.2007 um 00:18) AntwortenReply to this comment

    @33Das geht ganz schnell. Wenn alles glatt läuft reicht das Geld tatsächlich aus. Sobald aber zum Beispiel die Waschmaschine kaputt geht oder es darum geht Geld für medizinische Dinge auszugeben wird es knapp. Immer höhere Kosten für Fahrkarten und Strom tun ihr übriges.

    Lebensmittel sind Preiswert die Qualität ist aber katastrophal.

    Auf dauer ist das keine Lösung.

  35. Peter meint: (20.3.2007 um 00:21) AntwortenReply to this comment

    Leider einer der wenigen Beiträge, bei denen man merkt, dass Herr Vetter ein Wähler der gelben Spaßpartei ist. :(

  36. Hobbyjurist meint: (20.3.2007 um 00:35) AntwortenReply to this comment

    @ 32: Ohne irgendwelche Schuldzuweisungen vornehmen zu wollen: Keine Sorge, auch U.V. und sein Anhang werden früher oder später den fortschreitenden Sozialabbau und die damit verbundene soziale Kälte in der einen oderen anderen Form noch am eigenen Leibe zu spüren bekommen. Nicht, daß ich es ihnen gönnen würde, aber manchmal kann sowas ganz heilsam sein, um zu merken, welche soziale Sprengkraft der in den letzten Jahren stattgefundene (und übrigens in der Geschichte der BRD bisher einmalige) Kahlschlag des Sozialsystems beinhaltet.

  37. Anonymous meint: (20.3.2007 um 01:04) AntwortenReply to this comment

    Komisch. Selbst konjunkturbereinigt gibt der Staat seit Hartz 4 genau so viel aus wie vorher. Wo versickert das Geld eigentlich?

    Oder anders gefragt: Unterstellt, es gäbe bei bestimmten Personengruppen einen Sozialkahlschlag, wer sind die Profiteure des neuen Systems?

  38. Motorpsycho meint: (20.3.2007 um 01:17) AntwortenReply to this comment

    Let them eat cake!

  39. Christian meint: (20.3.2007 um 06:51) AntwortenReply to this comment

    "Also mir sind demonstrierende Hartz IV Empfänger deutlich sympathischer als solche, die auf dem Sofa liegen und sich von RTL II & Co verblöden lassen."

    @13

    Du stellst es so dar, als seien das die beiden Alternativen. Wie wäre es mit Bewerbungen schreiben, sich fortbilden, anstatt Plakate mit hohlen Phrasen zu beschriften?

  40. mopsi meint: (20.3.2007 um 07:04) AntwortenReply to this comment

    "weg mit hartz4" passt einfach besser auf ein Transparent als "Wir lehnen die derzeitigen Gesetze des SGBII aus verschiedensten Gründen ab"
    btw wollte die Bundesregierung das ganze ja auch irgendwie unbenennen nachdem der namensgebende Erfinder des Ganzen verknackt worden ist. Hat aber auch nicht funktioniert!

    Hier in meiner Gegend (komm. Option) fließen 60% der bereitgestellten Hartz4-Gelder in die Verwaltung des Ganzen!

  41. Jens meint: (20.3.2007 um 07:30) AntwortenReply to this comment

    Ich fand den Spruch lustig und lache problemlos darüber – und, wenn auch sicher nicht beabsichtigt, zeigt er in doppeldeutiger Weise sehr deutlich, wie einfach es sich viele machen. denn jedenfalls ich kenne sehr viele, die es genau so meinen wie sie es schreiben "weg mit hartz 4".

  42. Annabelle Meyer meint: (20.3.2007 um 07:38) AntwortenReply to this comment

    @ 39 "Wie wäre es mit Bewerbungen schreiben, sich fortbilden, anstatt Plakate mit hohlen Phrasen zu beschriften?"

    Auch das schließt sich nicht aus. Woher willst Du wissen, dass die nicht beides machen?

    Ansonsten haben die Betroffenen dem neoliberalen Juristen, der sich gerne auf Kosten von Leuten lustig macht, denen es schlechter geht, wohl schon die richtige Antwort gegeben.

  43. gast meint: (20.3.2007 um 07:44) AntwortenReply to this comment

    @37 verschwiegen wird, dass jeder 1 € Jobber mit 500 € Mehrausgaben bei der Arge zu Buche schlägt! 500 € die nicht der Hartz 4 Empfänger erhält, sondern der Arbeitgeber, der davon den 1 € bezahlt, also maximal 175€! 1 €-Jobber sind für jeden Arbeitgeber ein lohnendes Geschäft

  44. klopsi meint: (20.3.2007 um 07:50) AntwortenReply to this comment

    wovon willste dann leben?

    vom anwälte überfallen….

  45. Christian H. meint: (20.3.2007 um 08:03) AntwortenReply to this comment

    Geschmaklos mag es vieleicht sein, aber für mein Verständnis innerhalb jeglicher tollerabler Kritik.

    Zur Hartz Fear Kampange sag ich nur: Weg mit Hartz Fear und her mit dem Bedingungslosen Grundeinkommen (

  46. MaxR meint: (20.3.2007 um 08:05) AntwortenReply to this comment

    Montagsdemos, daß es sowas in DDorf überhaupt gibt.
    Ich kenne eine Stadt in Bayern, da werden die ebenfalls konsequent durchgezogen – inzwischen aber ohne Anmeldung, da es sich bei dem Demonstranten nicht um eine Versammlung handelt.

  47. PeterPetersen meint: (20.3.2007 um 08:24) AntwortenReply to this comment

    Der Slogan ist ja auch vollkommen falsch. Richtig lautet er bekanntlich: Harz muß weg!

  48. stefan4 meint: (20.3.2007 um 08:44) AntwortenReply to this comment

    Find den Spruch von UV lustig. Auf irgendwessen Kosten muss ein Witz doch gehen, oder nicht? Was nichts dran ändert: diese Drangsaliererei aufm Amt ist freilich das Letzte. Aber so läuft halt mal das Spiel: die Geschichte so unattraktiv wie möglich machen.
    Im übrigen gibts einen Haufen Leute die einen 400er haben und nicht aufs Amt gehen. Die AG die dafür auch noch vollen Einsatz verlangen sind für mich die Verbrecher.
    Der Hartz IV Satz mit 345 € plus Miete ist dagegen gar nicht mal so schlecht.
    Nicht zuletzt: 200 km weiter im Osten gibts bereits Leute die für 100 € im Monat Vollzeit schuften. Und das Leben dort ist nicht viel billiger.

  49. Christian meint: (20.3.2007 um 08:54) AntwortenReply to this comment

    Von dem Geld, das diese Menschen bekommen, kann man leben – wer ohne elterliche Unterstützung studiert hat, weiß das.

    Was bezwecken die Demonstranten? Sie möchten, dass sie ohne Leistung mehr Geld bekommen. Sie möchten nicht, dass ihre Chancen auf Arbeit verbessert werden. Ich lese bei diesen Montagsdemos viel über Geld und über das ach so böse Amt, das sich doch tatsächlich das Recht herausnimmt, für die Zahlungen auch gewisse Gegenleistungen zu erwarten. Von "Mehr Fortbildung für Arbeitslose" und "Wir möchten arbeiten" lese ich da eher weniger.

    Und von wegen "billiger Witz" – andere kann man sich doch auch mit "Hartz 4" eh nicht leisten – oder?

  50. 30minutenaufenthalt meint: (20.3.2007 um 09:44) AntwortenReply to this comment

    @14 und 15
    danke für einen vernünftigen Kommentar

    ich glaube, dass man über alles Witze machen kann und soll. dennoch sollte man Zeit und Ort im Griff haben.

    @ 48 und 49
    dumpfbackiger gehts nicht mehr, gell?

  51. Hein meint: (20.3.2007 um 09:49) AntwortenReply to this comment

    danke an 23 für 21 – komplette Zustimmung.

    Und noch ein bisschen weiter ausgeholt: es wäre schön, wenn noch mehr Leute nicht einfach die übliche Propaganda gegen die Schwächsten wiederkäuen würden, sondern über den Tellerrand hinausschauen, wo objektiv die Opfer und die Profiteure des hiesigen (und ja weiß ich) weltweiten Wirtschaftssystems sind. Und die paar tatsächlichen Missbraucher und Täter unter diesen Schwächsten sind vergleichsweise echte Peanuts.

    Ihr anderen könnt ja weiter die Parteien für die "Leistungselite" wählen. Für euren Wohlstand reicht es noch, aber ewig wird es so nicht mehr weitergehen.

    (Bin kein Hartzi)

  52. xx meint: (20.3.2007 um 09:51) AntwortenReply to this comment

    @ 32 Hildegard: "…müssen sich schließlich keine Sorgen machen wie die letzten drei Wochen eines Monats finanziert werden sollen"

    Die Letzten 3 Wochen eines Monats ?? Oder andersrum gesagt: in der ersten Woche schon alles sinnlos verballert und dann dumm schauen ? Hmmm… vielleicht sollte man da mit seinem Geld ein wenig verantwortungsvoller umgehen.

    Zum Thema: weg mit Hartz IV muß ich sagen, daß dieser Spruch schon so hohl ist, daß er zu solchen Kommentaren doch geradezu einläd.

  53. Remington meint: (20.3.2007 um 09:52) AntwortenReply to this comment

    Als Ex-Hartzi kann ich dem letzten Kommentar nur zustimmen. Es musste mehr Druck auf die Arbeitslosen, aber…das wird zu lang hier. Ich mach bei mir weiter.

    Grüße

  54. Remington meint: (20.3.2007 um 09:54) AntwortenReply to this comment

    Halt, stopp, das ging zu schnell. Ich meinte Kommentar 49. Sorry

  55. steff meint: (20.3.2007 um 10:02) AntwortenReply to this comment

    @47: Nur, wenn die Demonstranten Borkenkäfer sind.

  56. McDough meint: (20.3.2007 um 10:05) AntwortenReply to this comment

    @51: Was ist so falsch daran, den Wohlstand denen zu gönnen, die ihn erwirtschaften? So läuft Marktwirtschaft nunmal ab. Die Aussicht auf Wohlstand ist der Motor der Innovation und überhaupt erst Grund dafür, dass wir einen Standard erreicht haben, der über das Mittelalter hinausgeht.
    Ob man jetzt an der ein oder anderen Schraube drehen kann, um die Situation der Ärmeren zu verbessern, möchte ich dahingestellt lassen.
    Fakt ist, dass der Staat sich um diejenigen kümmern muss, die ohne Hilfe nicht überleben können. Fakt ist aber auch, dass Arbeitslosen diese Unterstützung grundsätzlich erstmal ohne Gegenleistung erbracht wird.

  57. Anonymous meint: (20.3.2007 um 10:31) AntwortenReply to this comment

    @ 56 und 26 (beides MacDaff)
    "Arbeitslose bringen für das Geld, dass sie vom Staat empfangen, keine Gegenleistung."

    Das nenne ich mal geniale Logikleistung. Endlich mal jemand, der die Sache auf den Punkt bringt und den ganzen Widersinn von ALG und Hartz mit einer Zeile aufdeckt.
    (Und das Solidarprinzip ist sowieso nur was für Altsozis mit kruden Vorstellungen von Gesellschaft)

  58. Der Gerd meint: (20.3.2007 um 10:33) AntwortenReply to this comment

    So, jetzt bin ich wieder normal gross und die grüne Farbe geht auch zurück.
    Eigentlich ist inzwischen alles zum Thema Hartz IV geschrieben was eigentlich geschrieben werden kann. OK, bestimmt hat jemand noch ein paar erwähnenswerte Punkte. Während ich über die vielen Sprüche und Pauschalurteile manchmal eben nur noch den Kopf schüttle und einfach weiter gehe macht es mich total wütend wenn sich über die Situation dieser Leute auch noch lustig macht. Mir ist es selbst auch noch nicht passiert aber vielleicht sollte es jeder einmal erleben wie es ist auf 16 Seiten seine Vermögenssituation offenzulegen – alle 6 Monate neu – und dem oder der netten SachbearbeiterIn von der BA zur Kontrolle seine Kontoauszüge vorzulegen. Erzieht bestimmt zu Demut.
    Wer mehr dazu lesen möchte dem empfehle ich entsprechende Foren bei SPON.
    Der Gerd

    PS: Dabei halte ich U.V. weder für boniert noch für jemanden der sich gerne auf Kosten anderer lustig macht. Hat sich eben nur mal wieder gezeigt wie leicht man durchs Leben gehen kann wenn man gewisse Sorgen nicht.

  59. Rudi meint: (20.3.2007 um 10:39) AntwortenReply to this comment

    solange ich keine zuverlässige(!) Putzfrau für meine Wohnung und finde und niemenden der während meines Tanzkurses regelmäßig (!) meine Kinder betreut finde, nehme ich mir tatsächlich raus über Hartz IV Empfänger auch mal zu mosern, zumal das Geld dazu von mir kommt.
    NB: Klar gibt es Fälle (Alleinerziehende etc.) wo es nicht anders geht, aber ich bleibe dabei: Ein gesunder Mann unter 40 braucht sicher kein Hartz IV!!!

    Und jetzt: Auf mich mit Gebrüll!

  60. Kommentator I meint: (20.3.2007 um 10:45) AntwortenReply to this comment

    Ich bin der Meinung, dass man von dem Hartz-IV-Geld durchaus angenehm leben kann. Als BaFöG-Student habe ich deutlich weniger gekriegt und war trotzdem nie ein Kind von Traurigkeit. Im Übrigen: wer austeilt ("Weg mit …"), muss auch einstecken können. Humorlosigkeit hat immer was mit Selbstgerechtigkeit und fehlender Selbstkritik zu tun. Vielleicht sollten sich Hartz-IV-Empfänger mal mit der Frage beschäftigen, ob dies nicht mit ein Grund ihrer prekären Lebenssituation ist.

  61. cmi meint: (20.3.2007 um 10:46) AntwortenReply to this comment

    wer hartz4 bekommt, ist langzeitarbeitslos und bekommt in aller regel kaum noch einen job. vorbehalte der personaler bzw. eigentümer sind zum teil berechtigt, helfen aber denen nicht weiter die strampeln um wieder herauszukommen, es aber nicht schaffen, weil das geld fehlt (fortbildungen kosten auch geld, ganz zu schweigen von tragfähiger selbstständigkeit) oder weil sie tagein tagaus mit vorurteilen ("hartz4-empfänger stellen wir prinzipiell nicht ein") konfrontiert werden – und dabei geht es keinesfalls um hochbezahlte stellen.

    diese kommentare bzgl. "wer arbeit will, kriegt auch welche, man muss sich halt anstrengen" sind wirklichkeitsfremd und kommen in aller regel von leuten die irgendwo in anstellung sind und bisher nie von arbeitslosigkeit betroffen waren.

  62. Der Gerd meint: (20.3.2007 um 10:48) AntwortenReply to this comment

    @59: Eine einigermassen gut aussehende Frau unter 40 sicher auch nicht. Schliesslich ist Prostitution inzwischen ein anerkannter Beruf und die BA dürft von rechts wegen Arbeitsuchende auch ins Bordell schicken. Dort soll der Arbeitskräftemangel so prekär sein das man(n) osteuropäische Gastarbeiterinnen zwangsverpflichten muss (/ironie off)
    Der Gerd

  63. n.n. meint: (20.3.2007 um 10:51) AntwortenReply to this comment

    dass es mit ALG 2 gelegentlich mal eng werden kann will ich gar nicht bestreiten, aber als arbeitsloser muss man seine ansprüche halt ein bisschen herunterschrauben. und wenn hier darüber gejammert wird, dass nach dem ende der 345€ noch so drei wochen vom monat übrig sind, dann macht hier jemand ganz massive fehler. wenn ich das mal hochrechne, dann würde die person für einen lebensstandard, den sie für angemessen hält, 1380€ netto (4×345) pro monat benötigen. zzgl. der miete, die noch einmal über 300€ betragen darf. damit käme ich auf ein nettoeinkommen von ca. 1700€ für einen single.
    ich kenne so einige junganwälte, die für derartiges nettoeinkommen gerne 60 stunden die woche arbeiten würden.
    ganz zu schweigen von referendaren oder studenten, die kaum mehr bzw. z.t. deutlich weniger geld als alg2 zur verfügung haben.

  64. Christian meint: (20.3.2007 um 10:54) AntwortenReply to this comment

    "kommen in aller regel von leuten die irgendwo in anstellung sind und bisher nie von arbeitslosigkeit betroffen waren"

    Eben nicht – gerade wer als denkender und fleißiger Mensch mal einige Wochen das Arbeitsamt von innen sehen "durfte" weiß, welch menschlicher Ausschuss dort mehrheitlich herumläuft. Und das sind nur die, die da überhaupt noch auftauchen – von denen, die schon morgend mit einem Bier an den üblichen Treffpunkten stehen, schreibe ich bewusst nicht.

  65. Anonymous meint: (20.3.2007 um 10:58) AntwortenReply to this comment

    @56
    Um mal in diesem Rahmen gründlich über das Ziel hinauszuschießen: Ich zweifel grundsätzlich das bestehende Wirtschafts- und Gesellschaftsmodell an, das zulässt, aus egoistischen Gründen Umwelt und Gesellschaft zu zerstören. Bestenfalls wird an ein paar Symptomen gedoktort. Die Welt kann sich den Turbokapitalismus nicht (mehr) leisten. Die Produktivität ist gerade in den letzten Jahren immens gestiegen und bei den Leuten kommt nichts davon an, im Gegenteil: noch mehr arbeiten sollen sie. Die Verteilung IST ungerecht. Diese Analyse kann man nicht anzweifeln, jedenfalls nicht, wenn man den Anspruch auf Wahrheit hat. Meinetwegen kann man auch über "Was ist Gerechtigkeit" philosophieren, aber der eigentliche Ausbeutungszusammenhang lässt sich nicht leugnen.

    Nenn mich weltfremd, ich will dieses System jedenfalls nicht. Und irgendwann bricht es zusammen und bis dahin wird nur noch mehr Polizei und Überwachung und Ablenkung helfen. Findest du, dass wir in einer schönen oder guten Gesellschaft leben?

  66. Hobbyjurist meint: (20.3.2007 um 11:06) AntwortenReply to this comment

    Zitat: "Ein gesunder Mann unter 40 braucht sicher kein Hartz IV!!!"
    Es fehlt noch der altbewährte Spruch: und wer Arbeit will, findet auch welche.
    Genau, Millionen Arbeitslose sind nichts weiter als ein Heer von Drückebergern. ;-)

  67. Hein meint: (20.3.2007 um 11:12) AntwortenReply to this comment

    Wer glaubt, dass er die Hartz IV-Empfänger mit seinen Steuergeldern bezahlt, liegt natürlich richtig. Er bezahlt aber an jeder Ecke noch ganz andere Sachen: Steuertricksereien von Großunternehmen, fette Dienstwagen-Abschreibungen, Steuerhinterziehungen der Leistungselite. Unternehmen mit Rekordgewinnen entlassen ihre Mitarbeiter, die dann in die Arbeitslosigkeit abrutschen und die Mitarbeiter sollen dann Schuld sein?! Und wenn wir uns hier schon in einem Rechtsblog befinden, dann können wir auch gerne mal wieder auf den "Eigentum verpflichtet"-Artikel im Grundgesetz verweisen. Aber das interessiert ja keinen.

    Die Umverteilung findet trotz Hartz IV von unten nach oben statt. Das kann man seit Jahren in allen Statistiken zum Thema (die mit der Schere) nachlesen. Dass die Reichen jammern, ist beschämend.

  68. IB meint: (20.3.2007 um 11:14) AntwortenReply to this comment

    Ich bin nicht reich und ich jammere auch unter meiner Abgabenlast von roundabout 47%. Und von "mir" gibt's ein paar mehr als "die Reichen", an denen sich die Verteidiger des Umverteilungsmonsters Staat so gerne hochziehen…

  69. Der Gerd meint: (20.3.2007 um 11:15) AntwortenReply to this comment

    @53,54: Interessanter Blog, klasse Texte. Am Wochenende nehm ich mir mal mehr Zeit dafür.

  70. Hobbyjurist meint: (20.3.2007 um 11:19) AntwortenReply to this comment

    @ 64: Arbeitslose pauschal als menschlichen Ausschuß und Säufer zu bezeichnen, finde ich schon sehr grenzwertig. Sind wir bald wieder bei der rassistischen Untermenschen-Ideologie aus der NS-Zeit angelangt?

    @ 65: Sehr treffender Beitrag. Der Wahnwitz wird unter anderem darin deutlich, daß der Arbeitgeber eines 1-Euro-Jobbers mehr Geld erhält als der 1-Euro-Jobber selbst. Man muß also gewissermaßen schon Geld mitbringen, um überhaupt arbeiten zu dürfen. Da kann man sich nur noch an den Kopf fassen. Für mich ist das eine politisch gewollte Umverteilung von unten nach oben.

  71. McDough meint: (20.3.2007 um 11:21) AntwortenReply to this comment

    @57: Ich sage nicht, dass Sozialleistungen widersinnig sind, sondern ich halte sie im Gegenteil für eine der wichtigsten Errungenschaften der Neuzeit. Es ist toll, dass diese Leute von der Gesellschaft unterstützt werden und nicht in irgendwelchen Slums leben müssen. Die Frage stellt sich nur nach der Angemessenheit der Unterstützung. Wenn man auf die Gesellschaft angewiesen ist, bekommt man nunmal nicht mehr als das nötigste. Der Staat ist nicht dafür da, jedem einen gehobenen Lebensstandard zu finanzieren, sondern dafür, den Leuten eine Grundsicherung zu gewähren, die sie zum Leben brauchen.

    @65: Man kann das System natürlich grundsätzlich anzweifeln. Sicherlich läuft einiges falsch. Aber die Frage ist, ob man ein System präsentieren kann, dass zum einen besser und zum anderen realisierbar ist. Persönlich bin ich von Marx' Idee des Kommunismus oder von anarchischen Gesellschaftsbildern fasziniert, allerdings sind das Gedenkenspielereien, die sich niemals durchsetzen werden (Sie haben einfach zu viele Fehler; Von der Anfälligkeit zur Ausbeutung über mangelnde Wehrhaftigkeit bis hin zu fehlender Motivation für Innovation und dem falschen Menschenbild). Und solange es kein besseres System gibt, ist eine soziale Marktwirtschaft, die sich eher in Richtung Kapitalismus als in Richtung Sozialismus orientiert, meiner Ansicht nach die beste Wirtschaftsform.
    Von einem "Turbokapitalismus" sind wir zumindest in Deutschland sehr weit entfernt.

  72. Hein meint: (20.3.2007 um 11:24) AntwortenReply to this comment

    @68
    du beklagst dich ja mit Recht über die Abgabenlast. Man soll die Schuld aber nicht bei den Opfern suchen. "Die Reichen" haben ja keine Probleme, habe ich falsch ausgedrückt.

  73. Zack meint: (20.3.2007 um 11:27) AntwortenReply to this comment

    Da macht U.V. mal einen etwas "dunkleren" Witz (als schwarz würd ich das nichtmal bezeichnen) und alles Schreit. Er hat zum Thema selbst nichts gesagt, sondern nur einen "blöden" Spruch abgelassen. Ich bin übrigens selbst Arbeitgeber, und viele Hartz IV empfänger wollen tatsächlich nicht arbeiten. Ich hatte in letzter Zeit 9 Praktikanten, alle Hartz IV, keiner hat es länger als 4 Wochen durchgehalten, meistens begann am zweiten Tag das mäckern, zu schwer, mag nicht, oder gleich einen gelben Schein, so jemand stell ich doch nicht ein.

    Hartz IV soll eben nur eine Grundsicherung sein, und diese Funktion erfüllt es ganz gut.

  74. Hildegard meint: (20.3.2007 um 11:35) AntwortenReply to this comment

    Wer die Behauptung aufstellt, das man von 345 EUR (Alleinstehende) oder von 311 EUR (Bedarfsgemeinschaften) im Monat »angenehm« leben kann ist ein Idiot.

    Sozialmißbrauch findet allenthalben in den Chefetagen und Parteizentralen statt. Die Diskussion um die angeblich zu hohen Lohnnebenkosten ist eine Farce. Der Anteil der Lohnnebenkosten liegt unter dem EU-Durchschnitt.

    Der angebliche Rückgang der Arbeitslosigkeit ist haltlose Propaganda seitens der deutschen Bundesregierung. Allein im letzten Jahr wurden über 700.000 Menschen in die Zwangsarbeit (Ein-Euro-Jobs) geschickt, deren Großteil aus hochqualifizierten Fachkräften bestand. Dies diente zum Einen der Kostenreduktion und Arbeitsplatzvernichtung in den Kommunen und zum Anderen zur Fälschung der Arbeitslosenstatistiken.

    In diesem ach so fortschrittlichen Land steigt die Zahl der prekären Arbeitsverhältnisse tagtäglich an. Für die Idioten: Die Arbeitgeber (Leute wie »der berliner« und Herr Vetter) sind zu geizig und zu raffgierig, um ihren Angestellten ein angemessenes Gehalt zu bezahlen. Stattdessen müssen die Beschäftigten, die faktisch mehr Leistungen erbringen als ihre Vorgesetzten, Hartz IV beantragen um ihren Lebensunterhalt bestreiten zu können.

    Doch das braucht die Damen und Herren nebst verzogenen Anhang nicht zu beunruhigen. Sie können weiterhin ein angenehmes Leben auf dem Rücken Ihrer Arbeiter und Angestellten führen und Menschen verteufeln, deren wahre Lebenssituation Sie nicht einmal im Ansatz kennen, geschweige denn nachvollziehen können.

    Sie tun mir leid.

  75. Hobbyjurist meint: (20.3.2007 um 11:39) AntwortenReply to this comment

    @ 73: Auch hier wieder die Frage, kamen die Hartz-IV-Empfänger freiwillig oder wurden sie durch die ARGE quasi zwangsvermittelt? Wurden sie auch im Sinne eines Praktikums eingesetzt oder wurden sie einfach nur als kostenlose Arbeitskräfte ausgenutzt? Bitte die Randbedingungen nicht unerwähnt lassen.

  76. Christian meint: (20.3.2007 um 11:40) AntwortenReply to this comment

    Sollen Menschen, die nicht arbeiten, denn "angenehm" leben. Ich denke nicht. Ich denke, sie sollen überleben, und sich für die angenehmen Dinge im Leben anstrengen.

    Übrigens: Ich empfinde es auch nicht als "angenehm", jeden Morgen um 5 aufzustehen.

  77. Der Gerd meint: (20.3.2007 um 11:48) AntwortenReply to this comment

    @Hildegard: Meine grundsätzliche Einstellung dürfte aus meinen vorherigen Postings ersichtlich sein. Trotzdem bin ich nicht der Meinung das der Staat bzw. die BA den Arbeitlosen ein "angenehmes" Leben zu finanzieren habe. Hartz IV ist die Grundsicherung.Punkt!
    Jeder sollte sich allerdings darüber Gedanken machen das er selbst einmal Betroffener sein könnte. Und wegen der niedrigen Löhne hoffe ich auf generelle Mindestlöhne. Die sind hier allerdings OT.
    Der Gerd

  78. McDough meint: (20.3.2007 um 11:50) AntwortenReply to this comment

    @74: Nette Behauptungen. Diese "Arbeitgeber sind raffgierig und haben kein Sozialgefühl"-Ansichten sind um Längen besser, als die "Hartz IV-Empfänger sind asozial"-Ansichten. Wie schön, dass es noch Leute gibt, die differnziert schreiben…

  79. Der Gerd meint: (20.3.2007 um 12:03) AntwortenReply to this comment

    Hat übtigens mal wer nachgesehen um vieviel tausend $ wir den Seitwert von Udos Blog schon hochgetrieben haben?
    Der Gerd

  80. holgi meint: (20.3.2007 um 12:04) AntwortenReply to this comment

    @66
    Ist doch völlig richtig, "wer Arbeit will, der findet auch welche!" denn schließlich ist die Erde eine Scheibe, und wer zu weit zum Rand geht fällt runter.

  81. LeSmou meint: (20.3.2007 um 12:18) AntwortenReply to this comment

    Hallöle
    erstens mal: geiler Humor UV bin schon fast auf dem Boden gelegen vor lachen

    @Hildegard: ich gehe mal davon aus dass die Miete bei 345 bzw. 311 € schon bezahlt ist. Denn sonst wirds knapp…
    Kleines Rechenbeispiel: ich bekomme Bafög. Das sind momentan 530€ im Monat. Davon geht 245€ für die Miete weg, 30€ für den Strom. da bleibt schonmal weniger als die hälfte übrig. 255€ bleiben mir für Essen, Trinken, Klamotten, Lehrbücher (extrem teuer) etc. pp. und trotzdem schaffe ich es, dass mein Leben recht angenehm ist. Ich ess vielleicht nicht gerade jeden Tag Lachsschinken oder frisches Brot, aber ich komme damit sehr gut über die Runden. Ich muss zugeben: Wenn ich nicht rauchen würde hätte ich um einiges mehr Geld zur Verfügung, aber das ist nicht die Schuld vom Amt sondern meine. Und genauso glaube ich müssten es auch viele H4 Empfänger sehen die jammern sie könnten von dem Geld nicht leben (Natürlich können Sie davon leben, sie können davon nur nicht so gut leben wie mit einem geregelten einkommen)
    gute nacht

  82. Ben (der unerwünschte) meint: (20.3.2007 um 12:21) AntwortenReply to this comment

    Wenn sich in den Diskussionen Arbeitgeber melden, fällt mir immer wieder auf, dass die Rahmenbedingungen konsequent verschwiegen werden. Man erfährt NICHT, wieviel Geld gezahlt wird, man erfährt nicht, wie lange dafür gearbeitet werden muss, und über die Randbedingungen (nächtliche Arbeitszeiten, schwere körperliche Arbeit, wurden die Leute vom Amt geschickt, um welche Gegend geht es) erfährt man schon mal gar nichts.

    Ich finde, das sagt eine Menge über das Gemaule der entsprechenden Arbeitgeber aus. Mir kann bei regulären Stundenlöhnen von 3,20 Euro z.B. für Friseure niemand erzählen, dass zu fairen Konditionen angebotene Arbeit liegenbleibt.

  83. Hein meint: (20.3.2007 um 12:25) AntwortenReply to this comment

    @81
    und was kommt von den Eltern? Lehrbücher und Klamotten und auch mal Kino, ein bisschen telefonieren, DSL, Semestergebühren, DB- oder Flugtickets, ein neuer Fahrradreifen ….

    das geht nicht von dem Geld. Oder nur für einen sehr begrenzten Zeitraum. Bei Hartz hasst du andere Voraussetzungen.

  84. pauli meint: (20.3.2007 um 12:26) AntwortenReply to this comment

    Wer Peanuts anbietet, braucht sich nicht zu wundern, wenn nur Affen kommen!

  85. Christian meint: (20.3.2007 um 12:29) AntwortenReply to this comment

    "dass die Rahmenbedingungen konsequent verschwiegen werden"

    Welche "Rahmenbedingungen" sind den Damen und Herren Arbeitslosen denn zum Arbeiten recht: von 9 bis 5, für mindestens 10 Euro pro Stunde und möglichst im Traunjob? Seit wann darf jemand, der sich in einem Praktikum für eine Weiterbeschäftigung empfehlen möchte, die Rahmenbedingungen diktieren?

    Geben kommt vor Nehmen, und vor allem vor Ausgeben.

  86. der andere jens meint: (20.3.2007 um 12:32) AntwortenReply to this comment

    Das war doch einfach nur eine geniale Bemerkung zu einem zugegebenermassen schlecht durchdachten Spruch auf dem Plakat.

    Irgendwie sind hier doch einige merkbefreit…

  87. hein meint: (20.3.2007 um 12:38) AntwortenReply to this comment

    @85
    seltsames Posting. Reine Provokation? Es würde der Relevanz von Aussagen über arbeitsunwillige Arbeitslose tatsächlich dienen, wenn die wichtigsten Rahmenbedingungen genannt wären.

    Es geht um faire Bedingungen für beide Parteien und nicht um Erpressung und sich für eine "Weiterbeschäftigung empfehlen" (sprich "andienen"). Es gibt unzählige, die in solchen Andienungsarbeitsverhältnissen tatsächlich arbeiten und nie eine feste Anstellung bekommen werden, weil nach dem beffristeten Praktikumsvertrag der nächste den Job machen wird. Das wird ausgenutzt von vielen Arbeitgebern, um es mal differenziert auszudrücken.

    Dass der Friseurmeister vielleicht, möglicherweise tatsächlich aufgrund _seiner_ allgemeinen Rahmenbedingungen, nicht mehr als die erwähnten 3Euro etwas bezahlen kann, ist eine Sache. Gut ist es noch lange nicht.

  88. Der Gerd meint: (20.3.2007 um 12:44) AntwortenReply to this comment

    @81: Dein Studienfach würde mich interessieren, bei dem Humor.
    Du musst berücksichtigen das Dein Arbeitsleben noch nicht begonnen hat. Du hoffst auf einen erfolgreichen Abschluss und einen lukrativen Job. Genug Geld damit Du Dir eine schöne Wohnung nehmen kannst, einen schnellen Wagen und jede menge Fun. Die Leute die heute Hartz IV kriegen sind min. schon 1 Jahr arbeitslos und haben das alles schon verloren. Und nur wenige haben die Hoffnung das sich etwas für sie ändert. Und Du meinst es ist Humor wenn man über sie lacht?
    Einen keinen ich mir nicht verkneifen: Wenn Du das Rauchen aufgibst kannst Du bestimmt auch Studiengebühren bezahlen.

    @82: Meine Zustimmung. Zu vielen pauschalen Aussagen wie "Die Arbeitslosen wollen alle nicht bei mir arbeiten etc." hätte ich gerne mal mehr Details gewusst. Da finde ich Deine Frage nach den Rahmenbedingungen legitim. Und Praktikum klingt ja auch nach "unbezahlt".

    Der Gerd
    (Wollte mit meinem freien Tag heute eigentlich was anderes anfangen)

  89. n.n. meint: (20.3.2007 um 12:59) AntwortenReply to this comment

    @ 88

    warum sollte es ein hartz4-ler anders sehen als ein studi?! er kann sich doch auch nach einem lukrativen job umsehen. der studi hat ja auch noch keinen job in der tasche, eine beschäftigungsgarantie für hochschulabsolventen gibt es meines wissens nicht.

  90. Gonzo meint: (20.3.2007 um 13:13) AntwortenReply to this comment

    Stimmt. Meine Freundin hat in ihrer Firma eine Auszubildende (30) zur Bürokauffrau, welche eigentlich studierte Archeologin ist. Da sie keine aber keine Lust hat Akten zu sortieren und morgens um 8 pünktlich im Büro zu sein ("dafür habe ich nicht studiert") lässt sie nun das Lehrverhältnis kündigen ("mit H4 hab ich wenigstens mehr in der Tasche"). Voll LoL :)

  91. Ben (der unerwünschte) meint: (20.3.2007 um 13:14) AntwortenReply to this comment

    @85

    > Seit wann darf jemand, der sich in einem
    > Praktikum für eine Weiterbeschäftigung
    > empfehlen möchte, die Rahmenbedingungen
    > diktieren?

    OK, dachte ich es mir doch: ein unbezahlter Drecksjob, daher weht also der Wind. Wie die Übernahmechancen für Praktikanten aussehen, ist mittlerweile bekannt, danke, weitergehen.

    > Geben kommt vor Nehmen, und vor allem vor Ausgeben.

    Ein schöner Spruch. Wie wäre es dann mal mit Arbeitslohn, statt irgendwelchen vage gehaltenen angeblichen Übernahmechancen? Nicht? Aha.

    @89:

    > warum sollte es ein hartz4-ler anders sehen
    > als ein studi?! er kann sich doch auch nach
    > einem lukrativen job umsehen. der studi hat
    > ja auch noch keinen job in der tasche, eine
    > beschäftigungsgarantie für hochschulabsolventen
    > gibt es meines wissens nicht.

    Das stimmt sogar, aber vielleicht darf ich mal auf ein paar unangenehme, eher kulturtypische Probleme hinweisen. Den Leuten macht hier eine sehr üble und sehr, sehr deutsche Einstellung gerade der (meisten) Arbeitgeber richtig zu schaffen: Wer einmal unten war, wird systematisch niedergetreten. Starker Tobak, dafür muss ich ein paar Argumente liefern. Als Beispiel nenne ich jetzt mal über einen arbeitslosen Koch (mit sehr guter Qualifikation), der mal in einem Interview klar gesagt hat, woher der Wind weht: Sobald er in seinem Lebenslauf eine Beschäftigung in einer Frittenbude o.ä. stehen hat, nimmt ihn nie wieder ein Restaurant der gehobenen Klasse – neun Monate Arbeitlosigkeit hingegen sind ärgerlich, aber im Vergleich unspektakulär. Ähnliches gilt für den Dozenten, der mal wirklich im Park den Müll aufsammelt. Oder um es allgemeiner zu sagen: Wonach wird man bei Gehaltsverhandlungen meistens bewertet? Nach dem Gehalt, was man vorher verdient hat, EGAL, wie gut man ist. Einzige Möglichkeit zum Karrieresprung: Jobwechsel zur Boomzeit. Und gab es da nicht so eine Sache mit dem Standesrecht für Juristen? Das sind so Punkte, die ich mal anbringen möchte. Wenn du feststellen musst, dass deine gesamte Ausbildung dank der Arbeitslosigkeit praktisch entwertet wird UND du auch keine Kohle mehr hast, DANN würdest auch du Frust schieben.

  92. Zack meint: (20.3.2007 um 13:17) AntwortenReply to this comment

    @74, 75 usw.

    Es war ein reguläres Praktikum kein 1 Euro Job sondern ausicht auf eine Vollzeitstelle (mit vollem Tariflohn)

    Speziell an die 74, soviel monatliche Personalkosten wie ich im Monat habe verdiene ich das ganze Jahr nicht, trage aber das volle geschäftliche Risiko, von Raffgier und 1Euro jobs kann da ja wohl nicht die Rede sein…

  93. Hildegard meint: (20.3.2007 um 13:21) AntwortenReply to this comment

    Meine Damen und Herren, Sie sind wahre Traumtänzer vor dem Herrn. Wenn Sie als so genannter Langzeitarbeitsloser an einer Eingliederungsmaßnahme (Ein-Euro-Jobs, MAE) teilnehmen MÜSSEN weil Sie sonst auf keinerlei Unterstützung hoffen dürfen, gelten Sie NICHT mehr als arbeitslos, sondern verrichten eine absolut unterbezahlte Tätigkeit und übernehmen definitv Aufgabenbereiche, die normalerweise einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung in nichts nachsteht.

    Warum denken Sie, ist die Zahl der Ein-Euro-Jobs in den vergangenen Jahren sprunghaft angestiegen? Um in den so genannten Ersten Arbeitsmarkt vermittelt zu werden, der ohnehin nur noch denjenigen vorbehalten ist, die über genügend Kleingeld und Einfluß verfügen? Etwa um die angeblich so unterqualifizierten und ungebildeten Arbeitslosen an schwachsinnigen Weiterbildungsmaßnahmen teilnehmen zu lassen, die einem suggerieren, daß die gegenwärtige Lebenssituation auf EIGENES Verschulden zurückzuführen ist?

    Es geht darum, Statistiken zu fälschen, es ist erklärtes Ziel der Bundesregierung seit Helmut Schmidt, das soziale System Stück für Stück auseinanderzunehmen, zu Gunsten eines neoliberalistischen Systems der Korruption, Machtgier und Ausbeutung. Die negativen Auswirkungen bekommen logischerweise nur die Bevölkerungsgruppen (Rentner, »Arbeitslose«, Studenten) zu spüren, die ohnehin schon geschwächt sind.

    Nur eine kleine Minderheit profitiert (OHNE jemals eine spürbare Leistung für die Gesellschaft erbracht zu haben) von diesen zum Himmel stinkenden Zuständen. Das sind die Reichen und Wohlhabenden, die Aristokratenpüppchen, die selbstgefälligen Dumpfbacken, die ihre Macht nur deshalb erhalten können, weil sie Leute wie uns mit ihren gleichgeschaltenen Medien gegeneinander aufhetzen, damit wir beschäftigt sind und nicht erkennen wollen, das wir bereits versklavt wurden.

  94. Ben (der unerwünschte) meint: (20.3.2007 um 13:27) AntwortenReply to this comment

    @90:

    Ich hätte das Angebot gar nicht erst angenommen – das sag ich als jemand, der von Hartz 4 far, far away ist. (Oder genau ein Jahr, je nach Sichtweise.) ;-)

    Ich weiß von massenweise Leuten, die nach der Ausbildung nicht übernommen wurden. Sie kriegt also als Auszubildende weniger Geld als mit Hartz IV und hat selbst wenn sie gut ist, vielleicht eine 50-Prozent-Übernahmechance, nach mehreren Jahren. Wenn überhaupt. Vielleicht nicht toll, dass sie sich kündigen lässt, aber irrational oder verbrecherisch ist es nicht.

    Nach dem was ich da rauslese, bekommt da eine Frau mit abgeschlossenem Studium nicht einmal 5 Euro die Stunde. Und mit Verlaub, mit der Vorqualifikation ist sie mit einer sehr, sehr guten Chance deutlich produktiver einsetzbar, als irgendeine 15jährige Realschülerin. Und du wunderst dich, dass sie abbricht. Sie bekommt nicht nur mit Hartz 4 mehr Geld, sie bekommt auch bei McDonalds mehr Geld.

    Warum lese ich hier nichts von den Beispielen, wo die Arbeitslosen etwas vernünftiges angeboten bekommen haben, warum nur von Nummern, wo es sauwenig Geld, und äußerst fragwürdige Übernahmechancen gibt?

  95. Konsterniert meint: (20.3.2007 um 13:34) AntwortenReply to this comment

    "Um in den so genannten Ersten Arbeitsmarkt vermittelt zu werden, der ohnehin nur noch denjenigen vorbehalten ist, die über genügend Kleingeld und Einfluß verfügen?"

    Ich mache mir ernste Sorgen um ihre geistige Gesundheit.

  96. Ben (der unerwünschte) meint: (20.3.2007 um 13:38) AntwortenReply to this comment

    @92:

    Also mit anderen Worten, dir fehlt absolut und vollkommen die Kompetenz, dein Geschäft auch nur annähernd ertragreich zu führen, und ausbaden dürfen es Leute, die mit irgendwelchen esoterischen "Übernahmechancen" abgeschwurbelt unbezahlt bei die ein "Praktikum" machen dürfen? (Wie hoch ist eigentlich diese "Übernahmechance"? Ein Prozent?)

    Hey, selbst wenn du die ganz, ganz tolle Ausnahme bist, die danach nicht den nächsten Praktikanten einstellt, sondern einen regulären Job bietet (Vernünftig bezahlt? Tariflohn kann, wie wir mittlerweile wissen auch 3,20 Euro pro Stunde sein.), warum sollte man dir in irgendeiner Form glauben? Wieso solltest ausgerechnet du besser sein, als all die anderen?

    Übrigens schon alleine die Tatsache, dass du trotz verdammt guter Anonymität nicht einmal die zahl sagst, um die es bei deinem "Tariflohn" geht, lässt sehr tief blicken. Sorry, im Moment glaube ich dir kein Wort. Für mich klingt das, was du schreibst extrem nach "die Unwahrheit sagen, ohne zu lügen."

  97. McDough meint: (20.3.2007 um 13:44) AntwortenReply to this comment

    @93: Das hätte genausogut aus der Feder eines RAF-Aktivisten stammen können. Im Grunde genommen nichts als Behauptungen und Mutmaßungen, die kaum bis gar nicht zu belegen sind (Jaja, das neoliberalistische System der Korruption…).
    Übrigens: Ich bin Student und total zufrieden mit bestimmten Änderungen. Zum Beispiel bin ich – entgegen den meisten Kommilitonen – grundsätzlich ein Befürworter von Studiengebühren. Und dabei bin ich weder reich noch habe ich reiche Eltern. Von negativen Auswirkungen spüre ich nichts…

  98. Ben (der unerwünschte) meint: (20.3.2007 um 13:54) AntwortenReply to this comment

    @97:

    Ich finde es interessant, dass du nichts von negativen Auswirkungen der Gebühren spürst. Hast du mal ein paar hundert Euro für mich? Du scheinst ja von negativen Auswirkungen nichts zu spüren. Ich habe mal gelernt, dass man für mehrere hundert Euro normalerweise was von positiven Auswirkungen spüren sollte. ;-)

    Übrigens mit den extrem üblen Beleidigungen und Vergleichen hier ("geistige Gesundheit", "Feder einer RAF-Terroristin") unterstreichen du und deine Mitstreiter natürlich ihre äußerste Sachlichkeit, die zu einer geradezu naturgegebenen Autorität führen. Und das, obwohl mir dieses Allgemeingeschwurbel vom "Schweinesystem" auch auf den Geist geht. Konkret bleiben, Fakten nennen, begründen ist mir deutlich lieber.

  99. Hein meint: (20.3.2007 um 14:05) AntwortenReply to this comment

    @98
    aber, aber Ben: schon in 78 zeichnet sich als McDough als Verfechter der Sachlichkeit aus.

    Das McDough in 93 der anderen Seite vorwirft, nur Behauptungen und Mutmaßungen aufzustellen, ist ganz übliche Polit-Taktik der vornemlich konservativen Richtung, nämlich ablenken und Argumente unter den Tisch fallen zu lassen bzw. zu diskreditieren. Ideologen sind immer die anderen und wenn jeder an sich denkt, ist an alle gedacht.

    Widerlich.

  100. Hildegard meint: (20.3.2007 um 14:15) AntwortenReply to this comment

    @Konsterniert:

    Das brauchen Sie nicht, denn ich erfreue mich bester körperlicher und geistiger Gesundheit. Übrigens: Wußten Sie das mehr als die Hälfte aller angebotenen Stellen INTERN vergeben werden? Das sollten Sie unbedingt wissen, bevor sie uns mit Ihrem niedrigen IQ zu beeindrucken versuchen.

    @McDough:

    Spooky, nicht wahr? Wir sprechen uns wieder, wenn Sie Ihr Studium erfolgreich abgeschlossen haben und händeringend einen »gut« bezahlten Job suchen. Aber vielleicht sind Sie bis dahin ein Befürworter von Luftgebühren.

  101. Christian meint: (20.3.2007 um 14:17) AntwortenReply to this comment

    @Hildegard

    Die Welt ist einfach zu erklären, nicht wahr? Wo bleibt das Weltjudentum bei ihrer Argumentation?

    Wenn ich so einen zusammenphantasiertes Weltbild, schön in Unterschicht-Ethos gegossen, lese, wird mir ganz anders.

  102. McDough meint: (20.3.2007 um 14:19) AntwortenReply to this comment

    @98, 99:
    Meine Kommentare waren nicht als Beleidigung gemeint. Der Ausdruck "neoliberalistischen Systems der Korruption, Machtgier und Ausbeutung" für die Bundesrepublik Deutschland ist nunmal linksradikale Rhetorik. Ich habe weder von geistiger Gesundheit geschrieben (Ich bin weiß Gott nicht in der Lage, jemandem mangelnde geistige Gesundheit zu bescheinigen. Schon gar nicht aufgrund irgendwelcher Kommentare, auch wenn ich diese noch so unsinnig finden mag) noch habe ich behauptet, dass hier eine "RAF-Terroristin" am Werk war.
    Ich wollte mit dem Beitrag lediglich feststellen, dass hier linke Kampfrhetorik verwendet wird, die im Grunde genommen überhaupt nichts aussagt.

  103. @101 meint: (20.3.2007 um 14:27) AntwortenReply to this comment

    @101
    Ein bisschen harsch vorgetragen von der Hildegard vielleicht, aber mit moderat vorgebrachter Kritik erreicht man ja auch nichts. Um 99 zu ergänzen: Auch das vereinfachte Weltbild liegt bei denen, die sich vor einer Analyse drücken.

    Mir wird übrigens anders bei Ihrem Gequatsche … inhaltlich nichts, dem anderen dafür das "Weltjugendtum" unterschieben wollen. Ohne Anlass, nur so zum Spaß. Stichwort "diskreditieren".

    Sind Sie denn was besseres als "Unterschicht"? Ich meine, so gesamtheitlich, also über Auto hinaus, betrachtet?

  104. 30minutenaufenthalt meint: (20.3.2007 um 14:32) AntwortenReply to this comment

    @101
    hui, da schwingt sie wieder, die Argumentetotschlagkeule (argumentum ad hominem); mit selbstgefälliger Arroganz ganz leicht aus der Hüfte katapultiert.
    Das können wir doch wohl eleganter oder?

  105. Christian meint: (20.3.2007 um 14:35) AntwortenReply to this comment

    @103
    Mich stört es, wenn – wie bei "Hildegard" offenbar eher die Regel als die Ausnahme – ohne auch nur Indizien oder gar Beweise zu nennen, ein Zerrbild des deutschen Sozialstaats und des ihn tragenden Unternehmertums gezeichnet wird.

    Sich einen Feind suchen und diesem die Schuld am eigenen oder am als eigenem empfundenen (Hut ab vor so viel Empathie!) "Leid" zuschieben, ist aus meiner Sicht ein Furch einflößendes Gebaren.

    Ich hab noch nichtmal ein eigenes Auto. Schade, dass Steroetypen nicht immer funktionieren – oder?

  106. Mike meint: (20.3.2007 um 14:40) AntwortenReply to this comment

    Zitat von Peter Brabeck-Letmathe, Chairman of the Board & Chief Executive Officer, Nestlé S.A.:

    »Wer Arbeitsplätze schaffen will, muß arbeiten.«

    Viel Spaß beim analysieren!

  107. Hein meint: (20.3.2007 um 15:00) AntwortenReply to this comment

    >ein Zerrbild des deutschen Sozialstaats und des ihn tragenden Unternehmertums gezeichnet wird.

    Eine Provokation! Das schreit ja nach Widerspruch! Im Gegensatz zu Ihnen bin ich der Meinung, dass die Wirklichkeit nicht viel besser ist, als das Hildegardsche Zerrbild.

    Schluss jetzt für mich. Ihr habt das letzte Wort.

  108. Zack meint: (20.3.2007 um 15:11) AntwortenReply to this comment

    @96 Das Praktikum sollte als Probe dienen übernahmechance wenn man gut ist 95% nach dem 9ten Hartz 4er hab ich dann doch eine Spontanbewerbung genommen und bin glücklich damit!

    Nach Zahlen hast Du ja nicht gefragt aber es geht um den posten eines Kaufmann/frau Tarifgehalt 1576,-€ bei 163 Stunden im Monat. (+Urlaubsgeld)

    Und was den Rest angeht Du kannst mir glauben ich führe mein Geschäft durchaus ertragreich, Du kennst nur meine monatlichen Personalkosten nicht. (20 Mitarbeiter davon 10 in Vollzeit)

    Versteh mich nicht falsch aber auf welchem Planeten lebst Du eigentlich? Wenn ein Unternehmer mal gut zu seinen MA ist und einen vernünftigen Lohn zahlt (somit wird der Ertrag natürlich geringer) fehlt demjenigen "die Kompetenz", wenn er jedoch ausbeutet passt es Dir natürlich auch nicht. Sorry aber von Marktwirtschaft hast Du leider keine Ahnung.

  109. Rumgeschwalle meint: (20.3.2007 um 15:21) AntwortenReply to this comment

    Hmm die Hartz 4 Leute nerven. Natürlich ist das Geld viel zuwenig zum Leben, richtig, aber was macht ihr ? Ihr geht demonstrieren, das einzige Recht das der Staat einräumt um seinen Protest kundzutun. Warum gibt er euch das Recht? Weil Demonstrationen noch nie(fast nie) was bewirkt haben!

    Überlegt euch andere Wege wie ihr euren Lebensstandard verbessern könnt, organisiert euch, bildet euch, schliesst euch zusammen, legt die Arbeitsargenturen lahm, macht Stress, vernetzt euch… plant mal sinnvolle Aktionen und macht Ramba Zamba, ewig dieses rumgejammere! Ich will Aktion sehen.

    wer will mailt mir mal: faugi5@fau.org (keine Juppies bitte)

    Und die Studenten die hier dummrumposten, ihr seid eklig…schonmal drüber nachgedacht das die Studiengebühren die kommen im selben Licht zu sehen sind wie Hartz4 und sonstiger Sozialabbau?? Hört lieber auf zu studieren und fangt mal das denken an!

  110. xx meint: (20.3.2007 um 15:25) AntwortenReply to this comment

    Hör du doch das rumgeheule auf und fang an zu arbeiten.

  111. 111. meint: (20.3.2007 um 15:27) AntwortenReply to this comment

    nix da..ich heule nicht und gehe arbeiten:)

  112. McDough meint: (20.3.2007 um 15:30) AntwortenReply to this comment

    @109: Irgendwie hört man immer nur die selben Forderungen an den Staat: Zahlen.
    Geld wird schon irgendwie da sein.
    Der einzige Effekt, den das Lahmlegen von Arbeitsagenturen und das "Stress machen" hat, ist eine Anzeige, im schlimmsten Fall eine Vorstrafe.
    Im übrigen war ich bisher davon überzeugt, dass ich zumindest ein bißchen denken kann. Von daher: Ich bleibe lieber beim studieren, das Denken habe ich schon längst angefangen. Aber vielen Dank für den Tipp…

  113. Kat meint: (20.3.2007 um 15:33) AntwortenReply to this comment

    Was hier meiner Ansicht nach immer wieder vergessen wird, sind die psychologischen Auswirkungen von Hartz IV. Alles offenzulegen an jemanden, den man wenn man in einem kleinen Kaff wohnt vielleicht auch schon jahrelang kennt; gesagt zu bekommen, man verbrauche immer noch zuviel wenn man versucht, mit 2 Kindern und 500€ zum Leben über die Runen zu kommen; 25 Jahre lang gearbeitet zu haben und dann keine Aussicht auf einen halbwegs anständig bezahlten Job bis zum Rentenalter wenn man einmal raus ist aus dem ersten Arbeitsmarkt. Wohnungskontrollen durch Amtsmitarbeiter um festzustellen ob man auch ja nicht ein Stück zuviel hat und damit zu "luxuriös" lebt und dann deren Feststellung, man habe ja da 2 Zahnbürsten im Bad stehen, das sage ja wohl deutlich, dass der Lebensgefährte auch hier in der Wohnung mitlebe. (Kein Scherz)

    Stattdessen wird man vom Amt gezwungen, alles zu "verfressen", was man bis dahin als Altersvorsorge oder an bescheidenem Lebensstandard angespart hat. Sich selbst für's Alter abzusichern, wurde einem ja immer eingebleut bis Hartz IV eingeführt wurde, nun rächt es sich für alle die es taten. Belohnt werden nun diejenigen, welche sich nie abgesichert haben, denn die haben ja nichts zum verbrauchen.

    Ebenso zehrt es an den Nerven, nie die Aussicht auf ein besseres Leben zu haben, Urlaub, Auto usw. sind eben nicht mehr drin und wenn es so läuft wie für viele dann nie wieder. Zu sagen, ein gesunder Mann unter 40 brauche kein Hartz IV ist realitätsfremd, zumindest wenn man aus dem Osten Deutschlands kommt. (Nein ich werde nun nicht als Ossi anfangen zu jammern, jedoch muss man realisitisch sehen, dass die Arbeitsmarktsituation hier katastrophal ist.) Die Menschen haben hier keinerlei Perspektive, insbesondere in Handwerksberufen oder auf dem Bau. Zwei Argumente werden hier immer wieder gern gebracht: 1. "Dann zieh doch hin, wo Arbeit ist." Nett gemeint und theoretisch auch machbar, aber wenn Sie ein Haus und einen festen Lebensmittelpunkt in ihrer Heimat haben, vielleicht noch gesellschaftlich engagiert sind, und dann sagt man ihnen, in Österriech sei aber noch eine Stelle frei… Und niemand garantiert Ihnen außerdem, dass sie nicht alles umsonst aufgeben, weil sie nach einem Jahr dort vielleicht auch wegen Rationalisierung den Job verlieren.
    2. "Wer engagiert ist, findet auch was." Falsch, ich kenne genügend Arbeitslose, die tun was sie können, sich bewerben auf alles, was halbwegs machbar ist. Ende vom Lied ist entweder wieder eine befristete Stelle, die niemals in eine unbefristete umgewandelt wird (was sofort vom ersten Arbeitstag an doch sehr auf die Motivation drückt) oder jahrelanges Dümpeln in "1€ Jobs", wo doch aber bitte die gleiche Arbeitsleistung erbracht werden möchte wie von einem Vollzeitarbeiter. Wie schon von anderen angesprochen, ist dies eher eine Arbeitsplatzvernichtung auf dem ersten Arbeitsmarkt als ein Einstieg zurück dorthin.

    Bei soviel Perspektivlosigkeit, Demütigung und ständigen Geldsorgen kann ich verstehen, dass man als Hartz IV Empfänger einiges nicht mehr lustig findet und vielleicht auch überreagiert oder ungerecht wird in Aussagen. Aber versetzen Sie sich doch mal für eine Weile in die Lage dieses Menschen. Ich denke Existenznot kann man wohl nur dann nachvollziehen, wenn man selbst betroffen ist.

    Ich stimme zu, dass Hartz IV nicht mehr leisten kann und soll, als die Grundsicherung. Was ich bemängele ist, dass man so wenig bis keine Chance hat, davon je wieder wegzukommen. Wenn man das Pech hat, in bestimmten Landstrichen Deutschlands zu leben und dort verwurzelt zu sein, weil man den "Fehler" gemacht hat, dort vorher jahrelang einen gutbezahlten Job zu haben und sich ein halbwegs angenehmes Leben erarbeitet hat, ist es sehr schwer zu ertragen, unter Hartz IV alles zu verlieren.

  114. Hobbyjurist meint: (20.3.2007 um 15:33) AntwortenReply to this comment

    @ 109: Demonstrationen bringen nicht unbedingt direkt und unmittelbar etwas, indirekt und auf längere Sicht aber schon. Daß hier beispielsweise schon über 100 Anmerkungen stehen hat in gewisser Weise auch etwas mit der Montagsdemonstration in Düsseldorf zu tun.
    Ich könnte mir vorstellen, daß auch mal wieder eine Zeit kommt, in der beispielsweise das Werfen von Pflastersteinen von manchen Betroffenen als ein legitimes Mittel der Gegenwehr betrachtet wird. Aber ob das unbedingt besser ist?

  115. Hein meint: (20.3.2007 um 15:37) AntwortenReply to this comment

    doch noch mal – sorry:
    @105:
    du verlangst Beweise und hältst Hildegards und anderer Ausführungen für Behauptungen.
    Was ist denn das hier von dir:
    >ohne auch nur Indizien oder gar Beweise zu nennen, ein Zerrbild des deutschen Sozialstaats und des ihn tragenden Unternehmertums gezeichnet wird.

    Das ist eine reine (ideologische) Behauptung. Und noch dazu schon auf der Oberfläche falsch. Der von dir so genannte "Sozialstaat" wird von den abhängig Beschäftigten getragen.

    Das Unternehmertum (und ich meine natürlich nicht das Kleingewerbe oder rechtschaffende U.) drückt sich, wo es kann.

    Danke für die Aufmerksamkeit.

  116. Che meint: (20.3.2007 um 15:39) AntwortenReply to this comment

    @Alle achsotollen ArbeitgeberInnen hier:

    Topausgebildete Sekretärin mit jahrelanger Berufserfahrung sucht Job, von dem sie leben kann – also weder Langzeitpraktikum noch 400-Euro-Unsinn. Engagement und Leistungsfähigkeit wird zugesichert.

    Sie ist nur leiderleider 42 und fährt Rollstuhl.

    Welche Ausreden haben SIE?

  117. Martin meint: (20.3.2007 um 15:47) AntwortenReply to this comment

    >

    eventuell ist bei vielen gerade da das problem. Was genau soll ich (als potentieller Arbeitgeber) denn genau mit den ganzen hauptschulABGÄNGERN (die ohne abschluss, bzw ohne quali) machen ? Kein 3-satz, kein prozentrechnen, keine allgemeinbildung und von umgangformen (ja sowas ist als lehrling mit kundenkontakt wichtig)nichtmal gehört …

  118. xx meint: (20.3.2007 um 15:52) AntwortenReply to this comment

    @ 113: kann ich nicht nachvollziehen.
    Wenn Sie in Österreich einen Job angeboten bekommen nehmen Sie sich zuerst mal eine kleine Mietwohnung und gucken wie es sich entwickelt. Ihr Haus könnten Sie vermieten und so sogar noch zusätzliche Einnahmen erziehlen. Später kann man immer noch eine endgültige Entscheidung treffen.

    Aber so ist das: irgendeine vorgeschobene Entschuldigung findet sich immer.

  119. Anonymous meint: (20.3.2007 um 15:57) AntwortenReply to this comment

    geht doch nach drüben wenn es euch hier nicht passt lol… klasse Argument Herr xx, ist das der Sinn das jetzt 4 Millionen Arbeitslose hier wegziehen weil die Deutsche Bank, Bayer, Siemens, die Telekom, die Post, MAN, Allianz jedes Jahr einige 100.000 Stellen Streichen??

    Genau ihr Hartz4 Schmarotzer haut ab:((

  120. xx meint: (20.3.2007 um 16:02) AntwortenReply to this comment

    ist es der Sinn zu bleiben wo man ist und zu fordern: bring mir einen Arbeitsplatz vorbei ?

  121. Christian meint: (20.3.2007 um 16:04) AntwortenReply to this comment

    "Der von dir so genannte “Sozialstaat” wird von den abhängig Beschäftigten getragen." Klar, und deren Gehälter zahlt der heilige Geist.

    Aber wenn hier Ausreden wie "Aber ich hab doch meinen Lebensmittelpunkt in Hoyerswerda" anerkannt werden, dann erübrigt sich wohl jede weitere Diskussion.

  122. Anonymous meint: (20.3.2007 um 16:06) AntwortenReply to this comment

    Sind wir in China wo es 10 Mio. Wanderarbeiter sind? Man kann hier auch alles kaputtmachen… machen die Antideutschen Linken wird es freuen, aber ob das der Sinn eines Sozialstaates ist das auswandern muss??

    Bist du ein Antideutscher??

  123. LeSmou meint: (20.3.2007 um 16:08) AntwortenReply to this comment

    @83: von den eltern? ausser weihnachten und geburtstag: NICHTS!
    es gibt für mich eben kein kino, ich war seit 4 jahren nicht mehr im urlaub (also weder flug noch zug) und klamotten bekommt man auch wenn man spart. das mit den semestergebühren ist auch net soo wild wie hin und wieder behauptet wird. du meinst das geht nur über einen begrenzten zeitraum? ich bin sicher ich könnte mit dem geld (mit inflationsausgleich – obwohl man den beim bafög vergessen kann) gut und gerne noch einige jahre abreissen kann. es ist eben nur die frage: will ich das? nö.

    @88: ich studiere physik. ich weis zwar nicht was des mit humor zu tun hat, aber du wolltest es ja wissen.
    natürlich hoffe ich mit physik einen gut bezahlten job zu finden. und die aussichten sind da mal wirklich nicht schlecht. allerdings kannst du mir glauben, dass ich mir keinen schnellen wagen kaufen werde. sowas brauche ich nicht. weder als schwanzvergleich noch als fortbewegungsmittel. da reicht mir auch ein smart. und vor allem: er verbraucht wenig
    und sry wenn ich dann auch hin und wieder spaß haben will. ich kann nichts dafür, dass jemand arbeitslos ist. genauso wenig kann auch der arbeitslose was dafür. ist das gleich ein grund seinen humor zu verlieren? und übrigens: ich lache nicht über arbeitslose. dazu habe ich zu viel anstand. ich glaube nur, dass sich unser beider humor grundlegend unterscheidet und du situationskomik nichts abgewinnen kannst…

    btw: was hat rauchen mit studiengebühren zu tun? die kann ich auch so zahlen…

    in deutschland herscht nunmal anspruchdenken. das fängt beim auto an und hört bei der sozialen sicherung auf. wer kein geld hat sich genug essen zu kaufen braucht kein auto. jedoch ist das auto meist das letzte was aufgegeben wird, selbst wenn die kinder nichts mehr zum anziehen haben…

    @Rumgeschwalle: du machst deinem namen alle ehre…solange studiengebühren den hochschulen zugute kommt und an den teils katastrophalen zuständen etwas ändert bin ich gerne bereit meinen beitrag zu zahlen.

  124. McDough meint: (20.3.2007 um 16:11) AntwortenReply to this comment

    @119: Da fragt man sich doch, warum diese Firmen die Stellen streichen. Sicherlich nicht, weil sie unbedingt die Mitarbeiter in diesen Bereichen brauchten.
    So ist das nunmal. Ist die Konjunktur schlecht, fallen Jobs weg. Ist sie gut, entstehen neue. Ist das Unternehmen nicht optimal aufgestellt, fallen ebenfalls Jobs weg, um die restlichen Arbeitsplätze zu sichern. Ist es optimal aufgestellt, expandiert es und schafft früher oder später neue Arbeitsplätze.
    Ich verstehe gar nicht, warum so ein Aufstand um 6000 Jobs bei der Deutschen Bank gemacht wird. Wenn die Bank bei guter Konjunktur mehrere tausend Arbeitsplätze schafft, wird das auch nicht monatelang kommentiert…

  125. xx meint: (20.3.2007 um 16:12) AntwortenReply to this comment

    @122: Nein wir sind wohl in Deutschland, wo ich mich todarbeite und sie sich auf meine kosten todlachen.
    Vielen Dank dafür.

  126. LeSmou meint: (20.3.2007 um 16:12) AntwortenReply to this comment

    Noch ein Zusatz zum Thema Anspruchdenken:
    Soweit ich weis gibt es kein Anrecht auf:
    einen Großbildfernseher (auch durch LCD oder Plasma ersetzbar…)
    ein Auto
    Urlaub
    Flugreisen
    Luxusartikel
    Computer/Spielekonsolen
    DSL/Internet
    Sportgeräte

    nur um ein paar Beispiele zu nennen. Allerdings wird (auch hier) oft bejammert, dass man dies oder jenes nicht machen kann oder besitzen kann. Leute: so ist das Leben eben

  127. Rumgeschwalle meint: (20.3.2007 um 16:12) AntwortenReply to this comment

    @LeSmou:

    Dann zahl dich doch tod du Freak, ich sass letztens in einer Kommision wo die Gebühren verteilt werden(Hessen). Die Studiengebühren werden explizit nicht für neue Stellen und Gebäude eingesetzt. Wir bekommen neue Tafeln und Stühle und Bänke für eine Mio Euro- wenn das mal nicht der Hochschule zu gute kommt- und verlass dich drauf das in einigen Jahren die Landesregierungen den Etat fr die Hochschulen nach und nach zurückfahren werden! Österreich macht es uns vor…wir machen es nach! Ich glaube du hast dich gar nicht damit beschäftigtund plapperst nur irgendwas nach… stimmen tut davon nix!

  128. xx meint: (20.3.2007 um 16:12) AntwortenReply to this comment

    mit "t" natürlich.

  129. LeSmou meint: (20.3.2007 um 16:18) AntwortenReply to this comment

    tja rumgeschwalle du solltest das Bundesland oder die Hochschule wechseln:
    bei uns wird es neue Stellen geben bzw. es gibt schon neue.
    Baumaßnahmen dürfen nicht bezahlt werden, aber das war von Anfang an klar (das is mal wirklich nix neues; warst du überrascht? Dann hattest du dich vorher nicht richtig informiert).
    Und wenn Sie den Etat zurückfahren bin ich sicher, dass sich die Studierendenschaft wehren wird. Und ich werde sicherlich einer davon sein.
    Das mit dem "Freak" sowie dem nachplappern hab ich überlesen und würde ich keiner Reaktion (bis auf diese) da dies der Unwahrheit entspricht.
    zum beispiel Österreich: da soll studieren ganz angenehm sein was ich so aus meinem persönlichen Umfeld gehört habe

  130. STU meint: (20.3.2007 um 16:32) AntwortenReply to this comment

    "da soll studieren ganz angenehm sein was ich so aus meinem persönlichen Umfeld gehört habe"

    *lol* wie muss es denn dann bei euch zugehen…

  131. Rudi meint: (20.3.2007 um 17:52) AntwortenReply to this comment

    oh Gott: Ich kann das "Eigentum verpflichtet" Geschwafel nicht mehr hören. Mir wird 60% des Einkommens (40% Steuer+20%Sozialabgaben) jeden Monat abgebucht, das ist Solidarität genug! Und die Typen, die mich in der Schule einen "Streber" geheißen haben, die darf ich jetzt finanzieren. Danke!

    Übrigens habe ich – vor 15 Jahren – von meinen Eltern 500 DM als Lebensunterhalt während des Studiums bekommen. Davon mußte ich auch die Miete zahlen. Fernseher etc. war da halt nich…

  132. Kat meint: (20.3.2007 um 18:21) AntwortenReply to this comment

    @ 120 & 121

    Es geht ja hier nicht (jedenfalls mir nicht) um 20 jährige ohne eigene Familie, von denen sehr wohl auch ein Umzug, auch nach Österreich, erwartet werden kann. Es geht um Menschen, die 40+ Jahre alt sind, die sich eine Existenz aufgebaut haben in Zeiten, wo nicht abzusehen war, dass ihr Job in nächster Zeit wegfällt und die einiges mehr haben als nur sich selbst, um das sie sich kümmern müssen. Die derzeitige Arbeitsmarktpolitik reißt Familien auseinander und schert sich wenig um den Bürger.

    Und keinesfalls ist es so, dass nur der Osten jammert, ich habe bei Beamten und ÖD Angestellten erlebt, wie sich mit Händen und Füßen gegen absolut Zumutbares gewehrt wird. Der wird eine Stelle im ÖD gestrichen, der Arbeitnehmer bekommt eine neue angeboten (!), es wird gesucht und Aufwand betrieben und dann sind es 5km zuviel Anfahrtsweg zur neuen Stelle und daher der Arbeitsplatz nicht genehm. Nach der Wende, und noch heute, habe ich hier nicht erlebt, dass eine neue Stelle angeboten wurde, man wurde nicht mehr gebraucht und durfte gehen. Ja, Beamte und Angestellte arbeiten und somit ist da ein Unterschied zu Hartz IV Empfängern, die Einstellung, die ich da live erleben durfte war jedoch an Besitzstandsdenken und Ignoranz nicht zu überbieten.

    Viele sind flexibel, aber nicht alles was der Staat als zumutbar ansieht, ist auch zumutbar. Sonst sind sich ja auch immer alle einig über die Realitäsferne der entscheidenden Organe, es ist hier nicht anders.

    @ 118

    "Wenn Sie in Österreich einen Job angeboten bekommen nehmen Sie sich zuerst mal eine kleine Mietwohnung und gucken wie es sich entwickelt. Ihr Haus könnten Sie vermieten und so sogar noch zusätzliche Einnahmen erziehlen. Später kann man immer noch eine endgültige Entscheidung treffen."

    So einfach ist das leider nicht. Nicht jeder hat das Zeug zum Unternehmer/Vermieter und nicht jeder hat finanzielle Rücklagen. Viele hier gehen wörtlich auf dem Zahnfleisch, da ist nichts übrig, nicht mal die Gebühren um auf allen Ämtern alle Papiere zu bezahlen. Und Vermieter sein ist nicht so leicht wie Sie das hier propagieren. Des weiteren hängt oft noch eine Familie dran, wo wohnt die dann? Mit nach Österreich, die Kinder auf eine neue Schule, der Ehegatte gibt seinen Job ebenfalls auf und geht mit? Es geht nicht um "Ausreden", sondern darum, dass nicht alles so einfach zu machen *und* zu verarbeiten (eben auch psychisch) ist wie es auf dem Papier klingt.

  133. Der Gerd meint: (20.3.2007 um 18:26) AntwortenReply to this comment

    @123: Dachte ich mir doch, Du hast den gleichen Humor wie mein alter Physiklehrer. Der hat auch immer gern auf Kosten anderer gelacht. 530,- € BAFÖG und davon Mieter, allgemeiner Lebensunterhalt und noch den Luxus Rauchen. Und für die Studiengebühren reichts auch noch! Respekt, Respekt. Dann verstehe ich allerdings Deine Kommilitonen nicht die wegen dieser Gebühren solch einen Aufstand machen. Wäre wohl an der Zeit die BAFÖG-Sätze zu senken.
    Gerd

  134. Ben (der unerwünschte) meint: (20.3.2007 um 18:29) AntwortenReply to this comment

    @131:

    Ich sehe einen Unterschied zwischen Einkommen und Eigentum. Es geht mir bezüglich der Belastung ähnlich wie Ihnen. Aber haben sie auch schon mal darüber nachgedacht, dass Sie unter anderem auch deswegen so viel Geld bezahlen müssen, weil sich die Leute, die mehr Geld als Sie verdienen, immer mehr davor drücken? DIE zahlen nämlich KEINE 60%! Als Mittelschichtler befinden wir uns in einer extrem unangenehmen Sandwich-Situation: Zu wenig Geld, als dass sich die ganzen Steueroasen usw. wirklich lohnen würden, aber andererseits werden uns immer mehr der Lasten aufgedrückt, die früher selbstverständlich von Firmen und Vermögenden bezahlt wurden. (DEREN Steuerquote ist nämlich kontinuierlich zurückgegangen, ganz im Gegensatz zu den Einnahmen!)

    Konsequenz: Es wird immer härter, sich selbst einen gewissen Wohlstand aufzubauen, und wehe man wird mal 2 Jahre arbeitslos! Daraus sollte man aber nicht die Konsequenz ziehen, ausgerechnet die Ultravermögenden besonders schützen zu wollen. Sobald man eine gewisse Einkommensschwelle überschreitet, SINKEN die persönlichen *realen* Steuer- und Sozialabgabensätze prozentual!

  135. Thomas meint: (20.3.2007 um 18:29) AntwortenReply to this comment

    Hallo Rudi

    Eigentum verpflichtet ist im Grundgesetz verankert und das hat einen sehr ernsthaften und traurigen Hintergrund. Außerdem hat sich in 15 Jahre einiges an den Lebenshaltungskosten verändert. Das Problem sind weniger die primären Kosten sondern vielmehr die sekundären Ausgaben. Zum Beispiel Versicherungen auf die man Heute nicht mehr verzichten kann.

    Nen Schönen…

  136. Hb meint: (20.3.2007 um 18:37) AntwortenReply to this comment

    @118 An wen soll er denn sein Häuschen in einer Gegend vermieten, in der Mietwohnungen blockweise abgebrochen werden? Und wie hoch wäre die von ihm aufzuwendende Miete in wirtschaftlich stärkeren Regionen, in der er Arbeit fände?

    Von 113 Kat (20. 3 .2007 um 15:33) habe ich hier die bislang einzig vernünftige Argumentation "Betroffener/Begünstigter" gelesen.

    Ich bitte die VerwenderInnen des Wortes Sozialabbau, hier kurz Art und Bedeutung des Wortes Sozialaufbau zu erklären.

  137. Peter M. meint: (20.3.2007 um 19:14) AntwortenReply to this comment

    Mich befremden die Kommentare hier ein wenig. Der Kollege Vetter hat sich weder über Hartz IV-Bezieher lustig gemacht, noch hat er auf Hartz IV-Bezieher herabgeschaut. Er hat lediglich auf ironische Art und Weise auf eine sprachlich verunglückte Formulierung aufmerksam gemacht. Wer damit ein Problem hat, mangelt es an Abstraktionsvermögen oder der hat einfach nicht mehr alle Tassen im Schrank.

    Wie sich darauf eine erbitterte Diskussion um den Sinn der neuen Sozialgesetzregelungen ergeben kann, ist ein Mysterium des Internets.

  138. Hildegard meint: (20.3.2007 um 19:27) AntwortenReply to this comment

    Super. Warum nicht gleich die Konzentrationslager neu errichten und jeden darin einpferchen, der anders denkt. Die Fundamente sind noch vorhanden.

    Oder besser: Man schickt die Bundeswehr in die hiesigen Jobcenter und rekrutiert Freiwillige als Minensucher oder lebende Schutzschilde für den Irakfeldzug.

    Da bei einigen Diskussionsteilnehmern ausreichend faschistisches Potential vorhanden ist, wird dieser Vorschlag bestimmt begeistert aufgenommen. Eine Neuauflage des Reichsarbeitsdienstes ist ja bereits äußerst erfolgversprechend in die Tat umgesetzt worden. Also warum länger warten?

  139. LeSmou meint: (20.3.2007 um 19:28) AntwortenReply to this comment

    @133: jaja dein physiklehrer…wer kennt ihn nicht…und wenn ich deutsch geschrieben hätte wäre es deine deutschlehrerin gewesen. was für ein schwachsinn…
    das hat nichts mit lachen auf kosten anderer zu tun. aber das scheinst du in deinem beschränkten humor nicht zu sehen.

    zu den protesten gegen studiengebühren: meinst du wirklich da geht es nur ums geld? schonmal daran gedacht dass es prinzipielle oder ideologische gründe haben kann, dass man gegen etwas ist? nicht alles hat immer mit geld zu tun. auch wenn dieser grund am stärksten hevortritt, denn ideologische gründe zählen heutzutage NICHTS mehr. geld regierst die welt. wer's hat, hat's gut, wer nicht muss schauen wie er zurecht kommt. so isses numal. und ich komm damit zurecht. was wiederum nicht heisst, dass ich in geld schwimme und ich mir alle möglichen sachen leisten kann. wie ich schon geschrieben habe ist das eben nicht der fall!
    wegen wohnung und rauchen: es ist die frage wie ich wohne und wieviel ich rauche :-) es sind nicht viele qm aber es reicht mir. es ist auch nicht viel tabak, aber er reicht mir.
    kleiner hinweis zum schluss: wenn man keine ahnung hat…weist ja sicher wies weitergeht. hast den spruch sicher schon n paar mal gehört.

  140. Peter M. meint: (20.3.2007 um 19:35) AntwortenReply to this comment

    @116: Wenn die Sekretärin Deutsch wirklich beherrscht, englisch sprechen und schreiben kann, sehr gut mit MS Office Anwendungen umgeht, gut am Telefon ist und sehr gut organisiert ist, sollte sie sich blind bei sämtlichen Großkanzleien und Unternehmensberatungen in einer ihr nahen Großstadt bewerben. Die suchen händeringend gute Sekretärinnen. Das Problem ist nur leider, daß die wenigsten Sekretärinnen, die sich selbst für gut halten auch tatsächlich gut sind.

    Daß die Dame genau weiß, welche Eingliederungszuschüsse die BA zahlt, setze ich mal voraus.

  141. Peter M. meint: (20.3.2007 um 19:48) AntwortenReply to this comment

    @133:

    Wer meint, der Bafög-Höchstsatz reiche nicht aus, um vernünftig in der Regelstudienzeit zu studieren, hat ein grundlegendes Problem mit dem Umgang mit Geld.

    Ich habe den Bafög-Höchstsatz erhalten, nebenbei gejobbt, in 8 Semestern studiert, bin rgm. mit Freunden in Kneipen unterwegs gewesen, habe schön gewohnt und auch sonst hat es mir an nichts gemangelt. Allerdings habe ich auch nicht in Hambur, München oder Frankfurt studiert, sondern in Passau, wo das Leben etwas billiger ist.

  142. Der Gerd meint: (20.3.2007 um 19:58) AntwortenReply to this comment

    @137: Ja seltsam nicht? (Grinsend) Das Blog Deines Kollegen wird jetzt endgültig in den Olymp der Blogger aufgenommen werden und U.V. kann dann Blitze auf Stöhrer werfen. Und hofentlich auch Trolls. Scheinen ein paar davon vom Gulli Board ausgebrochen zu sein.
    @LeSmou: Komm mal wieder auf den Boden, Junge. Ich habe wohl etwas Sarkasmus in meine Beiträge gelegt aber solche Worte wie Schwachsinn und beschränkt habe ich nicht benutzt. um Deine Beiträge zu kommentieren. Und was meine Deutschlehrerin angeht, von der habe ich immerhin gelernt welche Worte man gross und welche klein schreibt. Auch wenn ich mich manchmal vertippe.
    Gerd

  143. Der Gerd meint: (20.3.2007 um 20:03) AntwortenReply to this comment

    @141: Entschuldige wenn das negativ rübergekommen ist. Ich habe mich nur über den Beitrag geärgert.
    Gerd

  144. Alex meint: (20.3.2007 um 20:25) AntwortenReply to this comment

    Ich (40) war jahrelang Chefsekretärin, spreche fließend englisch und französisch, habe sogar in Schulungsunternehmen MS Office Anwendungen als Dozentin geschult, bin sogar MCP (Microsoft Certified Professional), beherrsche zudem Grafikprogramme u. a. Photoshop und QuarkXpress, kann klasse mit PC und Mac umgehen, da ich für eine Werbeagentur gearbeitet habe (freiberuflich)und werde als Langzeitarbeitslose (2 Jahre arbeitslos) jetzt den 17. Monat als 1 Euro-Jobber im Bezirksamt für die Fachbereichsleiterin eingesetzt, da diese weder mit dem PC noch mit sonstigen "modernen" Büromitteln umgehen kann. Eine Festanstellung kommt dort nicht in Frage, da einige Beamte auf der Überhangliste stehen, die jedoch keiner will, weil sie nichts können. Übrigens sind in diesem Hause 80 Prozent der Arbeitskräfte als 1 Euro-Jobber eingestellt, überwiegend arbeitslose Akademiker, die schon mit einem Alter von 40 Jahren als schwer vermittelbar gelten. Dieses Bezirksamt betreut in diesem Stadtteil 6000 1 Euro-Jobber, und hat dadurch im Jahr 2005 einen Gewinn von fast 50000 Euro erzielt. (Da ich die Korrespondenz der Leitung erledigen muss, sind mir die Zahlen bekannt). Durch Abkommen mit dem dortigen Jobcenter werden gezielt Bewerbungsunterlagen angefordert, um die crème de la crème der Arbeitslosen anzufordern (für natürlich 1 Euro!). So wurden z. B. Malermeister, Fließenleger und Maurer als "Hausmeistergehilfen" angefordert, um das komplette Haus zu sanieren und renovieren. (Das hätte normalerweise ausgeschrieben werden müssen, wurde aber geschickt vertuscht).
    Auch die komplette Werbung wird durch Dipl. Grafiker mit 1 Euro-Jobs erledigt. Soviel zum Thema Arbeitsplatzvernichtung.
    Ein 1 Euro-Jobber wird beim Jobcenter als "nicht arbeitslos" geführt und so wird er aus der Firmenprofilliste heraus genommen und bekommt keine einzige Stelle vom Jobcenter angeboten. Für 1 Euro-Jobs gibt es keine gesetzlich vorgeschriebene Beschäftigungsdauer, somit kann man bis an sein "Lebensende" von einer Maßnahme in die nächste geschickt werden, was bei guten Fachkräften auch ständig passiert.
    Ich habe mich auf viele Stellen beworben (als Bäckereiverkäuferin, Lebensmittelverkäuferin, Serviererin, auf 400 Euro Jobs, ich würde fast alles machen, um aus dieser Situation und Abhängigkeit heraus zu kommen, bin aber entweder "überqualifiziert", zu alt (als Sekretärin oder Bürokauffrau) oder habe keine "Erfahrung" wie z. B. als Verkäuferin in einer Bäckerei. Solange ich keine andere Möglichkeit finde, arbeit ich weiter als 1 Euro-Jobber. Ich gebe die Hoffnung jedoch nicht auf.

  145. LeSmou meint: (20.3.2007 um 20:31) AntwortenReply to this comment

    weist du wieso ich meistens alles kleinschreibe? weil ich auf diesen teil der deutschen rechtschreibung (privat) keinerlei wert lege ;) das ist (noch vor der rechtschreibreform) der größte schmarrn was die deutsche rechtschreibung betrifft (oh nein! hab ich damit die rechtschreibung beleidigt? omfg!)
    wenn du mit klaren aussagen nicht klar kommst ist das nicht mein problem. bitte lern damit umzugehen.
    hör auf mit dem junge, junge (sag mir woher das kommt gesteh ich dir ein wenig humor zu)

  146. Der Gerd meint: (20.3.2007 um 20:32) AntwortenReply to this comment

    Danke für den Beitrag, Alex. Ich finde genauso was hat hier noch gefehlt.
    Hast Du es mal im Ausland probiert?
    Und mich würde zumindest das Bundesland interessieren in dem Du lebst.
    Gerd

  147. LeSmou meint: (20.3.2007 um 20:37) AntwortenReply to this comment

    @144: hast du nicht irgendwie die möglichkeit diese schweinereien offenzulegen? ich meine mind. die regionalpresse ist da doch sicher interessiert. v.a. was ausschreibungen angeht: das ist nicht gerade ein kavaliersdelikt.
    ansonsten wünsch ich dir viel erfolg bei der arbeitssuche (keinen job! niemand braucht einen job. man braucht einen arbeitsplatz!). auch wenn du schon lange auf einen richtigen arbeitsplatz wartest finde ich es toll, dass du die hoffnung noch nicht aufgegeben hast! und ich hoffe, dass dies nie der fall sein wird

  148. Alex meint: (20.3.2007 um 20:42) AntwortenReply to this comment

    Hallo Gerd,

    das Bundesland ist Berlin. Ich bin extra aus Baden-Württemberg dorthin gezogen (vor 2 Jahren) um Kosten wie z. B. Miete zu reduzieren. Mein Kind studiert in B-W (Studiengebühren pro Semester übrigens 500 Euro), habe schon Informationen über Jobs in Kanada und Australien eingeholt. Wenn hier nichts mehr geht, werde ich spätestens in 2 Jahren versuchen dort etwas aufzubauen. Noch habe ich hier aber "Kohlen in der Gluht".

  149. Alex meint: (20.3.2007 um 20:46) AntwortenReply to this comment

    zu 147:

    ja, die Möglichkeiten habe ich schon in Betracht gezogen, ich würde da aber einige 1 Euro-Kollegen mit hineinziehen, die dringlichst auf das zusätzliche Geld angewiesen sind. Ich wäge noch ab!

  150. n.n. meint: (20.3.2007 um 20:58) AntwortenReply to this comment

    @ alex

    das ist ohne zweifel ein ganz beschi****** situation. aber meiner meinung spricht das nicht wirklich gegen hartz4 und die alg2-sätze. das spricht hauptsächlich gegen die öffentliche hand, in der nicht die leistung zählt. ich habe vor einiger zeit stellenausschreibungen gesehen, in denen zeitverträge von unter 6 monaten auf bat4 (!) für VOLLJURISTEN ausgeschrieben waren. aber bei der öffentlichen hand bekommt man ja nur als beamter ein gescheites gehalt. und dann kann man auch getrost aufhören sich anzustrengen oder fortzubilden …

    ganz bescheidene frage: schon mal über selbständigkeit im bereich sekretariatstätigkeit/buchhaltung für kleinunternehmer nachgedacht? und danach mit dem ganzen kram zur presse gehen?

  151. Der Gerd meint: (20.3.2007 um 21:06) AntwortenReply to this comment

    @Alex: Ich drück die Daumen das alles klappt. Bin übrigens selbst aus BW. Das mit den 1 € Jobs Schindluder getrieben wird ist mir natürlich klar. Schön das jemand mal einen realistischen Fall geschildert hat. Das Du natürlich die Erste bist die Probleme kriegt wenn Du das veröffentlichst ist mir klar. Und für Deine Kollegen wären halt auch 170 € weniger nicht leicht.
    @: LeSmou für 145 – Du legst keinen Wert auf die Rechtschreibreform und schreibst wie Du willst? Da bist Du gewaltig meine Stufen hoch geklettert, Junge. Trotzdem ist es mir egal, was die Leute über meinen Humor denken.
    für 147: Dafür werde ich Dich nicht mehr Junge nennen. Klasse Beitrag.
    Gerd

  152. Alex meint: (20.3.2007 um 21:08) AntwortenReply to this comment

    zu 150:

    ja, da komme ich her, habe 2 Jahre versucht auf diese Art und Weise Geld zu verdienen, bin aber kläglich daran gescheitert, da ich kein Eigenkapital zur Verfügung hatte und Fixkosten wie Miete, Büro, Ausstattung, KFZ, Krankenversicherung und Rentenversicherung da waren, die mich in die Insolvenz getrieben haben. Zumindest habe ich den Versuch gewagt und bin dadurch um eine Erfahrung reicher geworden.

  153. n.n. meint: (20.3.2007 um 21:16) AntwortenReply to this comment

    @ 152 alex

    scheisse, das ist das risiko. tut mir leid.

  154. Hildegard meint: (20.3.2007 um 21:24) AntwortenReply to this comment

    Jobs oder Arbeitsplätze sind auch im Ausland rar gesät und nur denjenigen vorbehalten, die über genügend Eigenkapital und Vitamin B verfügen.

    Dazu ein kleines Beispiel:

    Möchte man nach Australien auswandern, benötigt man
    a) mindestens 10.000,00 Australische Dollar Startkapital,
    b) einen Arbeitsplatz in Australien,
    c) Hervorragende Englischkenntnisse,
    d) Freunde, Bekannte oder Verwandte in Australien und
    e) die Hoffnung das einen die Ureinwohner nicht massakrieren ;-)

    VOR Reiseantritt muß man sich einem mehrstündigen Frage- und Antwortspiel einer australischen Prüfungskommission unterwerfen, sowie eine Anmeldegebühr in Höhe von 500,00 EUR entrichten. Wird der Antrag abgelehnt, ist auch die Kohle futsch. Wenn all diese Voraussetzungen NICHT gegeben sind, können Sie auch nicht auswandern.

  155. Eat the rich meint: (20.3.2007 um 21:26) AntwortenReply to this comment

    Hartz4ler holt euch einfach was euch zusteht, nicht diskutieren!

    Wir wollen keinen Stück vom Kuchen,wir wollen die ganze Bäckerei!

  156. Hildegard meint: (20.3.2007 um 21:33) AntwortenReply to this comment

    @Eat the rich:
    Der Geist der französischen Revolution ist nach wie vor präsent, doch anhand der von vielen geäußerten Meinungen unserer mitfühlenden Zeitgenossen läßt sich ohne Zweifel sagen, daß es das deutsche Volk lieber vorzieht, von einer unfähigen, moralisch verkommenen Minderheit beherrscht zu werden, als sein Schicksal selbst in die Hand zu nehmen.

  157. Hobbyjurist meint: (20.3.2007 um 22:08) AntwortenReply to this comment

    @ 156: Die Deutschen vertrauen möglicherweise darauf, daß es schon irgendwelche Leute gibt, die ihre Interessen vertreten und daß es schon nicht viel schlimmer werden wird. Haben die Juden früher möglicherweise auch so gehandhabt – jedenfalls solange, bis sie von der Gestapo abgeholt wurden und es für eine Gegenwehr bereits zu spät war.
    Wenn ich an Hartz IV (und auch an die anstehende Totalüberwachung) denke, muß ich an die Weimarer Republik denken.

  158. polo meint: (20.3.2007 um 22:08) AntwortenReply to this comment

    @144
    SGB II MAE max 6 Mon.

  159. Der Gerd meint: (20.3.2007 um 22:17) AntwortenReply to this comment

    @Hildegard:
    Die Deutschen die auswandern und denken das ihnen im Ausland alles geschenkt wird kommen bestimmt nach kurzer Zeit ernüchtert wieder zurück. Trotzdem sind 2005 etwa 150.000 Deutsche ausgewandert. Ein Grossteil davon werden bestimmt Realisten gewesen sein. Und sie haben damit Arbeitsplätze in Deutschland freigehalten.
    Der Geist der französischen Revolution? Die war 1789 die war wohl tatsächlich ein Wendepunkt für Europa aber wann endete diese? Mit dem Ende der Schreckensherrschaft der Jakobiner? Mit Napoleon? Mit dessen Kaiserkönung? Mit Waterloo?
    Gerd

  160. asd meint: (20.3.2007 um 22:20) AntwortenReply to this comment

    hmm… ich finde die 375€ ausreichend (ich könnte davon locker leben…) ich finde allerdings, dass zum *ausgleich* von kita über schule für die kinder gesorgt werden müsste… inkl. frühstück, mittag, hausaufgabenbetreuung und zwar für lau für hartz4ler und kleinverdiener.

  161. onlli meint: (20.3.2007 um 22:27) AntwortenReply to this comment

    @160: Du könntest mit 375€ im Monat leben? Klar, kannst de, wenn deine einzige Beschäftigung aus Fernsehen und Essen besteht (und der Fernseher darf natürlich nie kaputtgehen).

  162. Peter M. meint: (20.3.2007 um 22:44) AntwortenReply to this comment

    Wieviel Hartz IV bekommt eigentlich eine Familie mit 2 Erwachsenen (also den Eltern) und 2 kleinen Kindern unter 3 Jahren? Da würde ich doch glatt gern mal einen Selbstversuch machen.

  163. gast meint: (20.3.2007 um 22:47) AntwortenReply to this comment

    Bitte keine fremden Texte übernehmen, sofern die Rechte hierfür nicht vorliegen. U.V.

  164. polo meint: (20.3.2007 um 23:35) AntwortenReply to this comment

    @ 160: Es sind 345 Euro!

  165. polo meint: (20.3.2007 um 23:48) AntwortenReply to this comment

    @ 162, PeterM.:

    1036 EUR zuzügl.KdU (Kosten der Unterkunft= Miete und Heizung; max 85qm; nicht Strom, nicht Kosten für WW-Bereitung), kannsu u.a. hier gucken: http://de.wikipedia.org/wiki/Arbeitslosengeld_II#Regelleistung_f.C3.BCr_den_Lebensunterhalt

    Ob Kindergeld als Einkommen zählt und berücksichtigt wird krieg ich um diese Zeit nicht mehr richtig raus, vermute aber dass JA

  166. Alex meint: (21.3.2007 um 10:38) AntwortenReply to this comment

    zu 158:

    das ist nicht ganz korrekt, kommt man über einen Träger (Vergleichbar mit einer Zeitarbeitsfirma) in eine MAE-Maßnahme, sind es 9 Monate, danach nochmal 9 Monate Verlängerung, dann sollte eine Pause von 6 Monaten stattfinden, die aber durch Schulungen die der Träger anbietet überbrückt werden (in dieser Zeit bekommt man mit Glück 100 Euro vom Träger), danach wiederholt sich der ganze Vorgang wieder. Der Träger bekommt monatlich 500 Euro vom Jobcenter für jede sich im Einsatz befindliche MAE-Kraft, davon bekommt die MAE-Kraft bei einem offiziellen Einsatz von 30 Stunden/Woche 1 bzw. in meinem Fall 1,50 Euro pro Stunde gezahlt. Bei Krankheitstagen oder den vorgeschriebenen Urlaubstagen (2 Tage im Monat) gibt es kein Geld. Die tatsächliche tägliche Arbeitszeit beträgt bei den meisten MAE-Kräften 8 Stunden, letztere 2 Stunden werden unbezahlt als Ehrenamtlich geführt. Hat man einen anständigen Träger erwischt, kann man manchmal die Fahrtkosten geltend machen. Noch eine letzte Bemerkung zum Thema Motivation der 1-Euro-Jobber, den meisten MAE-Kräften wird zu Beginn der Maßnahme mitgeteilt, dass eine Option auf Übernahme besteht, deshalb legen sich viele MAE-Kräfte ins "Zeug" und machen ehrenamtlich Überstunden. Spätestens nach 18 Monaten kristallisiert sich jedoch heraus, dass für eine Festanstellung leider Gelder fehlen. Das wird so ähnlich gehandhabt wie bei Praktika.
    Noch einen kleinen Tipp am Rande,
    auf der Bundestagsseite kann man zu den verschiedensten Themen Peditionen unterschreiben, vielleicht hilft's. Man fühlt sich nicht so tatenlos.

  167. Mike meint: (21.3.2007 um 12:14) AntwortenReply to this comment

    500,00 EUR Kopfgeldprämie von den Arbeitsagenturen für jeden MAE? Berücksichtige ich dabei die von Hildegard gemachten Angaben, haben allein die Träger im Jahr 2006 ingesamt 4,2 Milliarden EUR an Fördergeldern erhalten. Viel lukrativer, als eine sozialversicherungspflichtige Stelle zu schaffen. DAS ist Sozialmißbrauch.

  168. Bine meint: (21.3.2007 um 12:31) AntwortenReply to this comment

    Vielleicht ist ja hier einer der einen kennt, der einen kennt……

    Hartz4ler, 42 Jahre, Tischlermeister, seit fast 2 Jahren ohne Arbeit, arbeitswillig, ohne CNC-Kenntnisse (*grmpf* mit hätte er längst nen Job, aber die Lehrgangskosten von ca. 4.500 Euro kannste Dir von H4 nicht leisten) sucht immer noch.

    Alle Zeitarbeitsfirmen im Umkreis von 200 KM sind durch – die wollen ihn nicht, selbst nicht für Hilfsarbeitertätigkeiten, die er auch übernehmen würde. Ein Angebot war z.B.: 5,80 Euro brutto, kein Fahrtkostenzuschuss, bei einem Unternehmer, der 80 km entfernt ist. Wie soll man davon bitte überleben???

    Vom Amt kommt auch nix….. Eigeninitiative leider auch erfolglos.

    Ich kann den Ausführungen von Kat voll und ganz zustimmen.

    Ach übrigens: Arbeite selbst im öffentlichen Dienst, glücklicherweise unbefristet, aber hier wird auch abgebaut ohne Ende, seit Januar muss ich 2 volle Arbeitsplätze bedienen (was echt nicht geht!!!). Arbeit bleibt liegen, Kunden sauer……. ach ich reg mich nicht mehr auf *gnarf*

  169. Hildegard meint: (21.3.2007 um 14:47) AntwortenReply to this comment

    (Kommentar gelöscht. Bitte keine fremden Texte, noch dazu endlos lange, kopieren. Ein Link tut es ggf. auch. Außerdem werden alle Texte gelöscht, bei denen die Rechte nicht geklärt sind.)

  170. Christian meint: (21.3.2007 um 16:18) AntwortenReply to this comment

    @Hildegard

    Masse statt Klasse? Wer sich nicht die Mühe macht, seine Argumente pointiert zu formulieren, der wird nicht gelesen.

    Zumindest nicht von mir. Für ein seitenlanges Pamphlet it mir meine Zeit (vorm Rechner) zu schade. Vielleicht sollten Sie das Medium für Ihre Propaganda wechseln. Ich schlage ein Buch im Eigenverlag vor. Das würde ich mir dann vielleicht sogar kaufen und es auf Bahnfahrten etc. lesen – denn interessieren tun mich Ihre Argumente schon.

  171. Alex meint: (21.3.2007 um 21:01) AntwortenReply to this comment
  172. Gunar S (alien) meint: (21.3.2007 um 21:07) AntwortenReply to this comment

    Also ich lebe zur Zeit von HartzIV und muss sagen das dieses sehr wohl auch ausgenutzt wird. Ein Beispiel ich musste ein Praktikum machen um mich weiterzubilden, das dumme war ich war der einzige Diplom Informatiker in der Firma der Mentor war ein Mensch aus der Verkaufsabteilung und hatte nicht den kleinsten Schimmer wie er mir helfen soll wenn ich nicht weiterkam. Oder anderst ausgedruckt die Firma bekam einen Kostenlosen Technologietransfer auf Kosten der Gesellschaft. Bezahlung was ist das ausser Fahrgeld gabs nichts zusätzlich übrigens habe ich noch bis Mitte Dezember an eine Einstellung dort geglaubt dann wurde mir gesagt Fachinformatiker sein billiger deswegen stellt man davon welche ein.

    Was witzig war von Bildungsträger bekam ich 15 Cent pro Kilometer aber laut Arge zahlen sie 20 Cent. Aber egal ab 1.4. habe ich endlich Arbeit. Übrigens wer hilft mir die zig Seiten Papier auszufüllen um das ich mich abmelden kann.

    Ich kann aber gerne das ganze Drama erzählen aber wenn unter 4 Augen.

  173. Kommentator I meint: (22.3.2007 um 23:37) AntwortenReply to this comment

    @ 172: Wen du diblom Onfomatiker bis, las doc maln Rechschreibrogrm laufn

  174. Der Berliner meint: (25.3.2007 um 13:42) AntwortenReply to this comment

    Noch was zum Thema:
    Wer sich für eine andere Theorie interessiert, die durchaus eine tolle Idee ist, dem empfehle ich das Buch "Ein Grund für die Zukunft: Das Grundeinkommen" von Prof. Götz W. Werner, Gründer der Drogeriekette 'dm'. Seine Theorie besagt, dass ein Grundeinkommen für JEDEN Bundesbürger möglich wäre. Klingt auf den ersten Blick sehr sozialistisc, ist aber in seinem Buch sehr plausibel beschrieben. Folge wäre kein Hartz IV mehr und nur noch eine hohe Verbrauchssteuer. Und jeder hätte eine solide Grundlage über dem Existenzminimum (was ist das eigentlich? Ein Reicher Mensch fürchtet, er müsse verhungern wenn er sich keinen Kaviar mehr leisten kann, ein Armer ist schon mit einem Stück Brot zufrieden…).
    Was mich an diesem Buch fasziniert ist nicht nur die Plausibilität, sondern vorallem die Tatsache, dass der Autor kein Sozialpolitiker oder Soziologe mit sozialistischem Gedankengut ist, sondern ein Mann, der mitten in der Wirtschaft steht ein erfolgreiches mittelständisches Unternehmen führt.
    Ob es in der Realität wirklich umsetzbar wäre, ist die Frage, Voraussetzung hierfür wäre in jedem Falle ein radikales Umdenken und ein WAHRER Reformwille, und nicht diese pseudo-Reformen der letzten Jahre.
    Fakt ist, dass die 4 Mio. Arbeitslose, auch wenn es hart klingt, nicht mehr für die Wirtschaft benötigt werden. Zeichen dafür ist, dass die Wirtschaft funktioniert und nicht nur das, sie boomt regelrecht. Die Produktivität des Einzelnen ist exorbitant hoch, unser herrschendes System ist aber auf dem Stand von vor 20-30 Jahren. Maschinen übernehmen so viele Arbeiten, die noch vor 15-20 Jahren von vielen Arbeitern erledigt wurden.
    Die Politik kann kein Unternehmen zwingen mehr Menschen einzustellen. Sie werden faktisch nicht gebraucht, das ist das Problem.

    Der Berliner

  175. Ernst Lollinger meint: (29.1.2008 um 17:37) AntwortenReply to this comment

    lOOOOOOOOl

    Der war wirklich gut…

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